Kater ist apathisch und spuckt häufig


Mein Kater ist mittlerweile 14 Jahre. Nun baut er sei 2 Wochen extrem ab. Er wird immer dünner und spuckt häufig.
Seit 2 Tagen ist er nun zudem ziemlich apathisch. Liegt den ganzen Tag nur schlapp in seinen Körbchen und schläft sehr viel.
Er frisst zwar weniger als sonst aber er frisst. Wenn er aufsteht, bewegt er sich sehr langsam und vorsichtig. Möchte man ihn hochnehmen um ihn zu streicheln maunzt er die ganze Zeit, als ob ihm was weh täte.

Hat jemand eine Idee was ihm fehlen könnte bzw. was ich machen kann damit es ihm besser geht.

Vielen Dank schon mal im vorraus für die Antworten.


Zitat (Lottee @ 13.11.2011 16:16:06)


Hat jemand eine Idee was ihm fehlen könnte bzw. was ich machen kann damit es ihm besser geht.


Es kann vielerlei sein, aber eine Diagnose können wir hier auch nicht liefern. Da hilft nur eines: ab zum Tierarzt, und am besten gleich.

Ich weiß, dass ihr hier keine Diagnose stellen könnt! Das erwarte ich auch nicht.
Es geht mir darum ob jemand hier vielleicht eine grobe Richtung hat , weil er ähnliches erlebt hat.
Oder einen Tipp was ich meinem Kater gutes tun kann bis wir zum Tierarzt können.

Liebe Grüße


Geh zum TA, der wird schon die richtige Diagnose stellen.

Du wirst um den Besuch nicht drum herum kommen, und ich bitte dich: Geh mit dem Tier zum Doc.
Alles andere wäre Quälerei.


Ich weiß, dass ich zum Tierarzt muss möchte ich auch machen!
Aber das funktioniert erst morgen, da heute Sonntag Abend ist und ich gerne mit meinem kleenen zum gewohnten Tierazt möchte, da ich mit Notdienst usw. schon schlechte Erfahrungen gemacht habe. Außerdem kennt er ihn schon lange und kann so die Veränderungen besser deuten.

Ich möchte nur, dass es meinem Kater gut geht und möchte es ihm noch so angenehm wie möglich machen, bis wir morgen zum Tierazt gehen. Deshalb auch die Frage ob jemand ungefähr einschätzen kann was mit ihm los ist und was ich sozusagen als erste Hilfe machen kann.

So wie es ihm geht würde ich es mir niemals vorstellen können nicht zum Tierazt zu gehen!
Weil wie schon gesagt alles andere wäre wirklich quälerei!!

Liebe Grüße


Hallo,

meine Einschätzung ist (und ich denke, dass ich damit richtig liege, so wie ich hier die Helferlein kenne...):
Niemand wird so unvorsichtig sein und eine Einschätzung sowie einen Rat zur "ersten Hilfe" liefern. Beides kann dermaßen falsch sein, dass dein Kater darunter leidet statt das es ihm gut tut. Der/die Blöde ist dann womöglich der User.

Hab bitte Verständnis dafür, dass du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit "nur" den Tipp bzgl. des Tierarztbesuches bekommst.

Alles Gute für deinen Kater!


Danke...
So habe ich das noch gar nicht gesehen, aber du hast Recht.

Dann werde ich mein kleinen jetzt einfach noch betütteln und einfach schaun, dass es ihm so gut wie möglich geht und morgen früh gleich zum Tierazt gehen.

Vielen Dank für die Guten Besserungs wünsche, die kann er gut gebrauchen.

Liebe Grüße


hat Recht.

Lottee: Lass den Kater in seinem Körbchen schlafen. Gönn ihm die Ruhe, die er nun braucht.
Wenn es ab zum TA geht, hat er noch Abenteuer genug.

Melde dich bitte, was der TA gesagt hat. Es interessiert mich, was dem Kerlchen fehlt.


Genau, Eifelgold.


Liebe Lottee,

danke für dein Verständnis. Berichte uns doch bitte, was mit deinem Katerchen los ist.

Ich drück die Daumen! :)

Bearbeitet von Wecker am 13.11.2011 17:00:27


Klar lass ich ihn schlafen!
Mit betütteln mein ich einfach das er wenn er Lust hat zum Beispiel auf dem Bett schlafen darf obwohl er das normalerweise nicht machen soll!
Und einfach für ihn da sein wenn er wach ist. Das er sein Essen und Trinken bei sich hat und nicht ewig hin und her laufen muss....

Wenn man krank ist hiltf schlaf sowiso am meisten insofern, darf mein kleiner so lange schlafen wie er möchte und so oft wie er es braucht.
Ich schau die ganze Zeit auch, dass er in einem Raum ist wo es konstant ziemlich ruhig ist sodass er nicht ständig geweckt wird durch geschrei oder sonstiges...
So hoffe ich dass es ihm bald besser geht... und Raus lassen, lass ich ihn zumindest über Nacht nicht.
Heute Morgen war er ne ganz kleine Runde an der frischen Luft 10 Minuten oder so--> wollte er aber selber.

Ich denke mal mehr kann ich nicht machen. Wenn er aufwacht ihm halt viel Zuneigung geben.
Und dann gehts morgen ab zum Tierazt und dann schauen wir weiter.


Und mehr kannst du auch nicht tun.

Lass ihn schlafen. So tief er auch will.


Liebe @Lottee,

die Ruhe wird Deinem vierbeinigen Liebling guttun.- Und Morgen kannst Du Dir dann beim Tierarzt sagen lassen, was Du ihm evtl. noch Besseres angedeihen lassen kannst.

Ich wünsche Dir Ruhe, um dem Kleinen selbige auch zu vermitteln.- Und dem Katerchen wünsche ich gute Besserung :blumen: .

Herzlichst...IsiLangmut


Betüteln bis morgen wird ihm sicher guttun.

Alles Gute für das Katerchen :blumen:


Auch von mir alles Gute für den Kater.
:trösten: :trösten: :trösten: :blumen: :blumen: :blumen:

VLG :blumen:
Pompe


Zitat (Lottee @ 13.11.2011 16:28:41)
Ich weiß, dass ihr hier keine Diagnose stellen könnt! Das erwarte ich auch nicht.
Es geht mir darum ob jemand hier vielleicht eine grobe Richtung hat , weil er ähnliches erlebt hat.
Oder einen Tipp was ich meinem Kater gutes tun kann bis wir zum Tierarzt können.

Liebe Grüße

ja ich habe es erlebt genau so wie Du es beschreibst
bitte geh zum Tierarzt!


Mein Kater war 13 Jahre und hat sich genau so verhalten
Es war die Leber , was häufig auftritt in dem Alter

Ich wünsche Deinem Kater alles Gute :wub:

Bitte geh zum Arzt !

Er hat eindeutig Schmerzen


Frage : knickt er hinten auch ein wenig ein?

Alles Liebe für Euch

sowas ist schlimm, wenn man so hilflos ist. aber auch von mir - wenn er schläft, dann lass ihn und ansonsten einfach zeigen, dass da du da bist. ich drück dir beide daumen, dass der tierarzt morgen eine lösung parat hat.
alles gute für euch beide!!!!! :blumen: :blumen:


@Knollekater...

okay hört sich nicht so gut an wenn es die Leber sein sollte....
denn du hast Recht er läuft ganz langsam, vorsichtig und hinten ziemlich gedrückt also tief, wie eingeknickt.
Aber morgen wissen wir mehr.

Danke für eure guten Wünsche!

Liebe Grüße


hallo Lottee, wie ist es bist du schon zurück? :trösten: :trösten:
was ist es denn nun :(
wie geht es ihm nun :(


Hallo Lottee,
was hat der Tierarzt gesagt, wie geht es der Fellnase?


Halli Hallo,

Heute ging es ihm auf jeden Fall schon mal ein wenig besser...
Leider konnten wir noch nicht zum Tierarzt, da dieser noch keine Sprechstunde hatte.
Allerdings habe ich Tipps von seiner Tierassistentin bekommen und morgen hab ich nun einen Termin gleich morgens... dann sehen wir weiter.

Liebe Grüße


hallo lottee :blumen: ,

das sind ja erst mal gute nachrichten und für morgen drück ich weiter die daumen!!!!!!!


Wie kann man sich das 2 Wochen anschauen???
Das klingt nach den Nieren. Hoffentlich geht das noch gut aus...


Was heißt hier wie kann man sich das 2 Wochen anschauen?
Es ging ihm ja nicht die ganze Zeit schlecht erst seit 2 Tagen, er hat etwas abgebaut und sowas beobachtet man doch erstmal. Wir Menschen rennen doch auch nicht gleich zum Arzt....außerdem war er immer ein sehr fitter Kater der nie Probleme hatte ....

Aber du haßt Recht es sind die Nieren.


Hallo, @Lottee: hast Du denn auch gleich ein Medikament vom Tierarzt mitbekommen für den Kater?- Denke, er muß nun auch anderes Futter bekommen, oder?- Ich kenne mich mit Katzen nicht so aus, da ich eine "Hundemutter" bin.- Weiß nur, daß Katzen schon mal eher zu Nierenproblemen neigen.

Aber nun weißt Du wenigstens, was es ist, und kannst (be)handeln.

Viel Efolg...liebe Grüße...IsiLangmut :blumen:

Bearbeitet von IsiLangmut am 15.11.2011 16:10:19


Ich zitier Dich hier mal: "Nun baut er sei 2 Wochen extrem ab. Er wird immer dünner und spuckt häufig.
Seit 2 Tagen ist er nun zudem ziemlich apathisch."

Wie soll man das denn verstehen?
Wenn ein Tier abnimmt und erbricht ist es krank und gehört zum Tierarzt. Nieren können sich nicht mehr regenerieren, man kann nur noch versuchen die Nierenschädigung aufzuhalten. Schadstoffe ausschwemmen, also nur noch Nafu und das wenns geht mit Wasser gestreckt.
Und stellt Dir vor, auch wenn Dein Kater bislang nichts hatte, er ist jetzt kein junges Tier mehr und da muss man erst recht die Augen aufhalten. Du kannst selbst abschätzen wie Du Dich fühlst. Katzen sind aber natürgemäß Meister darin, ihre Krankheiten zu verstecken, damit sie überleben, wenn wir also sehen, der Katze gehts echt schlecht, dann ist es 5 vor 12.
Aber nu is das Kind in den Brunnen gefallen. Vielleicht liest es irgendwann mal jemand und der geht dann schneller zum TA.


Lotte hier Vorwürfe zu machen finde ich unangemessen, denn sie will sicher nur ihr Bestes für den Kater und hat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Er wäre sicher nicht so alt geworden, wäre sie kein guter Tierhalter. 14 ist schon ein stattliches Alter für eine Katze.

Für die Zukunft ist es sicher gut zu wissen, dass Tiere sich bei Krankheit anders verhalten als Menschen. Wo ein Mensch schon bei einem Pickelchen gerne mal rumjammert, versteckt ein Tier sein Leiden, bis es nicht mehr anders geht. Aber im Moment geht es Lotte bestimmt schon schlecht genug, ohne dass man da noch nachtreten muss.

Ich hoffe dem Katerchen geht es besser. Halt uns auf dem Laufenden!


Zitat (witch_abroad @ 16.11.2011 14:29:02)
Lotte hier Vorwürfe zu machen finde ich unangemessen...
Er wäre sicher nicht so alt geworden, wäre sie kein guter Tierhalter. 14 ist schon ein stattliches Alter für eine Katze....

...geht es Lotte bestimmt schon schlecht genug, ohne dass man da noch nachtreten muss.

Sehe ich genau so.

Lottee, wie geht es dem Kater jetzt?
Melde dich bitte, wenn du Zeit findest.

Zitat (Eifelgold @ 16.11.2011 14:35:11)
Sehe ich genau so.

Lottee, wie geht es dem Kater jetzt?
Melde dich bitte, wenn du Zeit findest.

hänge mich dran, möchte auch wissen wie es ihm denn nun geht, oder weitergeht :wub: :trösten:

Ich finde es auch nicht nett mir hier Vorwürfe zu machen denn hätte ich das Gefühl gehabt das es meinem kleinen richtig schlecht gegangen wäre, wäre ich natürlich auch viel flotter zum Arzt gegangen.
Allerdings muss man finde ich auch das Alter bedenken, da passiert es auch so das sie abbauen etwas lascher werden usw. und in den 2 Wochen schien es auf jeden Fall so, dass es noch in einem total akzeptablen Bereich wäre. Erst als dann das schlimme Wochenende kam ergab für uns das ganze einen Sinn und man hat sich über das abbauen wirklich Gedanken gemacht weil ich natürlich gemerkt habe das das zusammenhängen muss!
Mein Katerchen zum Notdienst zu schleppen kam für mich nicht in Frage, da ich da echt schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe...So blieb mir nur übrig meinen Kater zu schonen was ich auch so gut wie möglich gemacht habe!
Am Dienstag war ich dann beim Tierarzt der Niereninsuffizienz festgestellt hat.
Daraufhin war natürlich die Überlegung lieber gleich einschläfern oder mit Medikamenten und besonderem Futter ( nur erhältlich beim Tierarzt) ihn einigermaßen zu stabilisieren und somit das ganze noch etwas heraus zu zögern.
Ich wollte nicht das er sich quält und er wäre an dieser Krankheit gestorben. Er hatte noch eine Lebenserwartung von etwa 3 Monate wenn es gut gelaufen wäre.
Das wollte ich meinem kleenen nicht antun zumal sein Zustand ja nicht besser sondern eher schlechter geworden wäre.
Deshalb hab ich mich dann echt schweren Herzens entschieden ihn einschläfern zu lassen...
War echt nicht einfach, aber für ihn war es glaube ich echt das richtige. Ich wollte einfach dass es ihm immer gut geht und dass er nicht leiden muss was er zweifels ohne getan hätte.
Das alles wollte ich ihm ersparen!


Liebe @Lottee,

daß der Entschluß nicht leichten Herzens gefasst wurde, ist nachvollziehbar!- Und es soll und wird Dir Niemand 'was darin zum Vorwurf machen, warum Ihr nicht eher zum TA gegangen seid.- Am Befund hätte sich da wohl nicht allzu Viel geändert.- Es wäre evtl. nur ein Aufschub gewesen.

Ich hoffe für Dich, daß Du über den Verlust Eures 'Kleenen' irgendwann hinwegkommt :trösten: .- Er wurde geliebt, und wird nun vermißt.- Möge er in der besseren dieser Welten gut angekommen sein.

Herzlichst...IsiLangmut


hallo lottee,

ich glaube dir, das du dir die entscheidung nicht leicht gemacht hast. aber ich finde, du hast richtig gehandelt. dem tier, dass du liebst weiteres leid ersparen und es begleiten in eine andere welt. so habe ich es mit meinen auch gemacht, und ich weiß, dass das nicht leicht ist. dem kleenen geht´s jetzt gut, und das ist, was zählt!!!!!!
:trösten: :trösten:


Du hast richtig gehandelt, Lottee.

Ich wünsche dir jetzt viel Kraft, es ist ein großer Verlust..


Hallo Lottee :trösten:

Eben habe ich es hier gelesen.

Es tut mir sehr leid. Ich wünsche Dir viel Kraft dabei. Es ist immer traurig, wenn man ein geliebtes Haustier verliert.

Aber, Du hast richtig gehandelt. Du hast Deinem Tier Qualen erspart. :wub: :blumen:

LG Kati


Hallo,Lottee ! :blumen:
Du hast genau das Richtige getan. :trösten: :trösten: Es ist immer schwer,ein geliebtes Tier zu verlieren.Ich habe das schon dreimal mit meinen Katzen mitmachen müssen,und es war jedesmal ganz,ganz schlimm. :heul: :heul: :heul:
Auch ich wünsche dir viel Kraft,diese schlimme Zeit durchzustehen. :trösten:
Allles Liebe :blumen:
Pompe


Chronische Niereninsuffizienz ist eine Sch.... Krankheit!

Mein Kater wurde vorgestern deswegen eingeschläfert. Ich bin immer noch fertig und heule ständig, weil ich den kleinen Kerl schmerzlich vermisse. Er war knapp 14 1/2 Jahre alt.

Im vorigen Jahr war mir aufgefallen, daß er, obwohl er immer gut und häufig gefressen hat, plötzlich dünner wurde. Da dachte ich mir, daß es vielleicht an der Schilddrüse liegen könnte und ging zum Tierarzt. Die Schilddrüsenwerte waren allerdings ok, aber die Nierenwerte waren erhöht, wenn auch noch nicht dramatisch. Das verordnete Nierendiätfutter vom Tierarzt hat er dann gerne und gut gefressen und keine Mahlzeit ausgelassen. Getrunken hat er auch sehr viel.

Dann sollte ich in Abständen die Werte immer mal nachkontrollieren lassen. Im Frühjahr diesen Jahres dann wurde mir vom Tierarzt geraten, ihn mal an 3 Tagen hintereinander für jeweils 4 Stunden in die Praxis, die auch eine Tierklinik ist, zu bringen zwecks Infusion, damit die Nieren durchgespült werden, denn seine Werte hatten sich inzwischen wieder etwas erhöht. Der Kater hatte die Infusionen erstaunlich gut weggesteckt und nach diesen 3 Tagen war auch ein Erfolg zu sehen - die Nierenwerte hatten sich gebessert und waren in einem Toleranzbereich. Mir wurde dann vom Tierarzt gesagt, daß man nach 1/2 Jahr mal wieder Blutkontrolle machen sollte und, je nachdem, eine Infusionsbehandlung wiederholen könnte.

In der vorigen Woche ist mir dann aufgefallen, daß Moritz Unmengen getrunken, aber auch weiterhin gut sein Diätfutter gefressen hat. Appetit hatte er schon immer..

Ich bin dann also wieder zur Blutkontrolle und die Nierenwerte waren damatisch angestiegen, also sehr hoch und im obersten Bereich. Es wurde wiederum zur Infusion geraten für 3 Tage - also morgens hinbringen und später wieder abholen wie zuvor. Versprechen konnte man mir jedoch nicht, ob sich dann die Werte verbessern, aber es wäre auch nicht unmöglich. Als wir ihn dann im Laufe des Tages wieder abholten, fraß der kleine Kerl hier genau so gut wie zuvor. Tags darauf berichtete mir der Tierarzt am Telefon, daß es sinnvoll wäre, Moritz nun 2 Nächte da zu behalten, da insbesondere der Harnstoffwert nochmals angestiegen ist und eine längere Infusion eher was bringen könnte. Dem habe ich zugestimmt, denn ich wollte den evtl. Therapieerfolg nicht beeinträchtigen, zumal die Tierklinik rund um die Uhr mit mindestens einem Tierarzt besetzt ist.

Am Montagmorgen konnten wir ihn dann wieder abholen mit dem niederschmetternden Ergebnis, daß der Harnstoffwert noch schlechter geworden ist, im allerhöchsten Bereich, so daß der Wert schon nicht mehr meßbar war - die Therapie hatte also nichts gebracht.

Moritz schien sich zu freuen, als es wieder nach Hause ging. Zuhause angekommen, trank er erstmal fast seinen Katzenbrunnen leer - er hörte garnicht mehr auf zu trinken. Aber, was schlimm war, er fraß an dem Tag nichts mehr. Ich hatte jedoch gehofft, daß sich das tagsdrauf ändert, weil er sich zuhause erst wieder zurechtfinden muß.

Mir wurde in der Praxis gesagt, daß die Krankheit bei ihm sehr weit fortgeschritten sei und seine Lebenserwartung vielleicht noch Tage oder im besten Fall noch Wochen ist - das könnte man nicht vorhersagen. Falls ich merken würde, daß er nicht fressen will, weil die Krankheit Übelkeit und Brechreiz machen kann, er spucken würde, solle ich mich auf jeden Fall wieder in der Praxis melden. MCP-Tropfen gegen Übelkeit sollte ich ihm auf jeden Fall prophylaktisch in einer kleinen Dosis bis zu 3 x tägl. geben, dazu ein hömoopathisches Mittel, um die Nieren zu unterstützen.

Am Dienstag dann wollte er wieder nicht fressen, nur noch trinken ohne Ende.. Ich rief in der Tierarztpraxis an und fragte, was ich tun soll. Der Tierarzt meinte, ich solle ihm in diesem Falle auch normales Fressen außer der Diätnahrung anbieten. Hauptsache er würde fressen, denn ansonsten würde der Körper noch schneller vergiften und abbauen. Ich habe alles versucht: Sein früheres normales Katzenfutter, sogar Tartar, Putenbrust etc., alles was möglich war. Er fraß einfach nicht und ignorierte sein Futter. Dann hieß es vom Tierarzt, ich könnte mal versuchen, ihm sogenanntes Astronautenfutter (hohe Nährstoffdichte, vom Tierarzt) mit einer Spritzkanäle aufzuziehen und ihm seitlich hinter den Backenzähnen einzugeben. Das habe ich dann noch versucht mit mäßigem Erfolg - da blieb nicht viel im Mäulchen drin, was reichen könnte.

Da ich die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben wollte, habe ich die ganze Prozedur noch bis zum Mittwoch wiederholt. Am Mittwoch hatte ich dann noch Hoffnung, daß sich Moritz auf dem Weg der Besserung befindet. Er war wieder an vielen Dingen interessierter, kam mich auf dem Balkon besuchen, legte sich in die Sonne und wollte mitkriegen, wie ich den Balkon fegte. Am Abend dann verzog er sich öfters unterm Sofa, teils mit dem Kopf zur Wand. Das hatte er vorher nicht gemacht.. Als ich dann nachts nach ihm schaute, saß er in Hockstellung unterm Eßtischstuhl und starrte teilnahmslos vor sich hin. Es war so schlimm, dies anzusehen..

Am Donnerstag ging es noch rapider bergab mit zwischenzeitlichen Lauten, als wenn er Schmerzen hätte. Dann habe ich mich in die Tierarztpraxis begeben, wo er dann erlöst wurde. Ich war bei ihm, als er sanft eingeschläfert wurde und habe versucht, nicht zu weinen, bevor er nicht mehr am Leben war. Ich wollte nicht, daß er das mitkriegt.. Innerlich war ich wie versteinert und ich dachte, das kann doch nicht wirklich sein...

Erst seit gestern löste sich meine innere Anspannung und ich kann jetzt meinen Tränen freien Lauf lassen. Ich habe noch 2 Katzen, aber einer fehlt, und ich vermisse diesen kleinen Kerl mit allen seinen Eigenheiten und Marotten.

Dazu kommt noch, daß ich mir schlimme Vorwürfe mache, daß ich überhaupt zur Kontrolle zum Tierarzt gegangen bin. Auch wenn Moritz bis kurz vorher schon ziemlich abgenommen hatte, oft müde war und nur noch knapp über 3 kg wog - da hat er wenigstens noch gefressen und am Leben teilgenommen. Ich muß schon wieder weinen - es ist so unendlich traurig...


:trösten: schnuffelchen!


:trösten:

Lasse Dir vielleicht ein bisschen Zeit, um das Kerlchen zu trauern. Es ist bitter, loszulassen.


du hast ihm langes leiden und den körperlichen zusammenbruch erspart. weinen und trauern darf und muss man, wenn man sich danach fühlt. du musst nicht "tapfer" sein. :trösten:


Zitat (schnuffelchen @ 28.09.2013 11:39:46)
Mein Kater wurde vorgestern deswegen eingeschläfert. Ich bin immer noch fertig und heule ständig, weil ich den kleinen Kerl schmerzlich vermisse. Er war knapp 14 1/2 Jahre alt.


:trösten:

Lieben Dank für Euren Trost!

Das Schlimmste für mich ist, daß ich mir immer die Gedanken mache, daß er vielleicht noch leben könnte ohne diese letzten Infusionen. Danach ging es ihm erst recht schlecht, so daß er auch nicht mehr gefressen hat, was er ja vorher noch tat.

Dieses "Wäre es dann vielleicht anders gelaufen und er wäre noch am Leben?" spukt ständig in meinem Kopf herum.. :heul:


Laß Dich mal :trösten: :trösten:

Wäre bestimmt auch ohne die Infusionen so gekommen, gib Dir keine Schuld daran.


Zitat (Medusa @ 28.09.2013 14:28:12)
Laß Dich mal :trösten: :trösten:

Wäre bestimmt auch ohne die Infusionen so gekommen, gib Dir keine Schuld daran.

Der Meinung bin ich auch. :o Also mach dir keinen Kopf und laß dich mal ganz lieb :trösten: :trösten: :trösten: :trösten:

Aaalles Liebe :blumen: :blumen: :blumen:

Nochmals Danke für den Trost...

Ich kann überhaupt nicht abschalten und muß ständig an Moritz denken. Er war so ein lieber Kerl, der sich wie Bolle gefreut hat, als ich vor Jahren wegen einer OP 10 Tage im Krankenhaus lag und anschließend in 4wöchiger Reha war.

Als ich danach wieder zuhause ankam, kam er mir entgegengelaufen, schmuste und sabberte wie ein Hund. Mein Mann erzählte, daß er während meiner Abwesenheit häufig auf der Fensterbank saß und hinaus schaute, so als ob er auf mich wartete. Ansonsten hatte er nie auf der Fensterbank gesessen..


Schnuffelchen, trauere so lange wie Du brauchst, aber mache Dir bitte keine Vorwürfe.

Ich hatte auch mal so einen Fall mit einem Kätzchen , wo ich immer dachte, hätte ich doch, hätte ich doch nicht. Das bringt Dir nichts.

Trauer über den lieben Kerl und behalte ihn in Erinnerung. :trösten: :trösten:


Danke nochmals für den lieben Zuspruch, den ich von Euch allen hier erhalten habe.. :blumen:

JUKA, wie ich lese, weißt auch Du aus eigener Erfahrung, daß man meint, man hätte nicht richtig gehandelt.

Mir hatte seit Donnerstag die Sache keine Ruhe gelassen und so hatte ich heute kurzerhand einen Gesprächstermin bei der Tierärztin erhalten, die Moritz eingeschläfert hat. Am Donnerstag bei dem Vorgang stand ich nämlich so neben mir, daß ich kaum noch was mitbekam.

Die Tierärztin, die übrigens sehr menschlich und kompetent ist, hat mir heute gesagt, daß mein Kater am Donnerstag bei seinem Zustand keine Überlebenschance mehr hatte, denn bei der geringsten Chance hätte sie ihn am Leben gelassen. Als ich sie fragte, ob ich ihn am besten garnicht zur Infusion gebracht hätte, weil er ja bis dato zuhause noch eine gewisse Lebensqualität und auch seine Nahrung nicht verweigert hatte, meinte sie, daß er aufgrund seiner hohen Nierenwerte dann auch keine lange Lebenserwartung mehr gehabt hätte. Auf kurz oder lang wäre er womöglich noch qualvoll zuhause gestorben - so ist er noch rechtzeitig erlöst worden. Das tröstet mich im Nachhinein.

Jedoch ging sie mit meiner Meinung konform, daß es durchaus möglich gewesen sein könnte, daß die 4 Tage Aufenthalt stationär in der Klinik ohne Besuch von mir ihn zu arg gestresst haben (ist dort nur bei noch längerem Aufenthalt erlaubt, was ich sehr schade finde). Diese Ärztin hatte gerade in dieser besagten Zeit keinen Dienst und war in der Klinik erst am Entlassungstag wieder anwesend. Ich denke, daß sie vielleicht anders gehandelt und den kleinen Kerl eher wieder nach Hause gelassen hätte, weil nach 2 Tagen die Nierenwerte eh nicht besser wurden trotz Infusion - im Gegenteil, sie gingen noch mehr nach oben, evtl. ausgelöst durch den Stress. Wenn ich das nur rechtzeitig geahnt hätte.. Aber ich hatte mich auf die diensthabenden Ärzte in der Klinik verlassen und ebenfalls die Hoffnung, daß die Therapie helfen könnte - dann versucht man halt alles..

Nun ja, diese Fragen heute beantwortet zu bekommen, war mir schon sehr wichtig und ich habe daraus für die Zukunft gelernt. Hinterher ist man immer schlauer, wenngleich mir dies mein geliebtes Tier nicht zurückbringt.. :heul:

Anbei setze ich noch einen Link hier ein für den Fall, daß evtl. doch mal jemand nähere Informationen zu der Krankheit CNI bei Katzen braucht:

http://www.felinecrf.info/index.htm

Ich hoffe, daß möglichst viele Katzen davon verschont bleiben bzw. die CNI frühzeitig entdeckt wird, so daß man rechtzeitig mit Nierendiätfutter dagegen halten kann. Die Vorsorge besteht darin, rechtzeitig ab einem Alter von 7 Jahren jährlich 1 x die Nierenblutwerte zu kontrollieren. Bei Hunden ist es ebenso wichtig, rechtzeitige Kontrollen diesbezügl. durchzuführen.


für die tiere ist ein besuch, der nur hin und wieder erfolgt, recht oft stress. denn sie können nicht verstehen, weswegen sie nicht bei dem geliebten menschen sein dürfen. sie sehen ihn, er kümmert sich um sie, aber er nimmt sie nicht mit heim.

ein natürlicher tod ist bei so kranken tieren langsam und qualvoll. rasch handeln kann nicht jeder, es gibt viele menschen, die zwar sehen, dass es dem tier immer schlechter geht, aber sie bringen es nicht zum tierarzt, weil sie dort die diagnose erfahren und nicht mehr die augen davor verschließen können. du hast das beste für ihn getan, was möglich war. :trösten:


@seidenlöckchen

:daumenhoch:



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