Kleiderspenden für Hilfsbedürftige? ...oder ein riesen Geschäft?


Spendet ihr auch Kleidung?

Dann ist diese Reportage sehr interessant. B)


wenn ich ne spende habe... egal ob kleidung , spiele, geschirr, oder kuscheltiere... fahre ich zum nächsten asylantenhaus... die nehmen das immer gerne...die kommen ja mit wirklich nix an;(((

Sille


Nein Sparfuchs, ich spende grundsätzlich nichts!

Meine Begründung:
Ich habe schon mehrmals in den 70er Jahren in Mombasa gesehen, wie deutsche Klamotten in der Stadt in den Kleidermärkten verhökert werden.

Die Uno sammelt in ganz Europa und Amerika für die Ärmsten der Welt. In Haiti habe ich erlebt, dass Freitags vormittags immer die Grenze zu der Domrep geöffnet wurde. Die Haitianer haben die gesamten gespendeten Klamotten der UNO hinter der Grenze an Touristen und an Domrepublikaner verhökert. Im Gegenzug haben sich die Haitianer Hühner, Eier und Eis gekauft. Das Eis wurde in Blöcken gekauft und Spreu darauf gestreut. Auf dem Kopf haben sie das Eis nach Haiti getragen und mit den Eseln dann in ihre Lehmhütten gebracht.
Wozu brauchen sie das Eis? Nahezu ganz Haiti ist abgeholzt, es gibt kein Brennholz, es gibt durch die Erosion kein Wasser. Das Eis ersetzt das Wasser, da aus der Leitung schon lange nichts mehr kommt.

Es ist unglaublich, dass Touristen seit Jahrzehnten diese Länder bereisen und nichts von diesem Leid mitbekommen. Hauptsache die Liege am Pool ist nicht belegt. Um 4 Uhr morgens machen sich die Touristen auf den Weg um die Handtücher auf die Liegen zu legen. Was um die Ecke bei den Einheimischen passiert, ist denen egal.

Ich habe in Nepal und Indien erlebt, wie reiche Touristen, und auch Hans Kammerlander ihre teuren Trekkung- und Bergsteigerausrüstung an die Einheimischen verschenkten. Diese faulen Säcke hätten besser ihre teuren Klamotten wieder mit nach Hause geschleppt und statt dessen den geldwerten Betrag gespendet. Trekkingschuhe im Wert von 300 € sind mir für 10 € angeboten worden, ein Nepalese kann mit solchen Schuhen nichts anfangen. Er geht Sommer wie Winter in Flip-Flops für 30 Cents. Für ihn ist Geld wichtiger, weil er seine Familie davon ernähren muss. Und Schuhe kann man nicht essen.

Im übrigen:

Weshalb braucht der NDR mehr als 40 Jahre um das zu ermitteln und zu senden?

Und noch etwas zur Armut:

In Deutschland leben 12,5 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Weshalb müssen wir für fremde Länder spenden?

(Eine afrikanische Frau besitzt durchschnittlich 7 Kinder)

Bearbeitet von labens am 22.12.2011 04:22:13


Zitat (labens @ 22.12.2011 04:14:47)
Weshalb braucht der NDR mehr als 40 Jahre um das zu ermitteln und zu senden?


Ich kann mich dunkel erinnern das es solche Reportagen früher auch schon mal gab.
Wird leider wie vieles andere schnell vergessen.
Ja auch in unserem Land gibt es immer mehr Elend.

Was Spenden angeht hab ich gerade noch etwas gesehen hier

ich bringe alles in die örtliche kleiderkammer, da weiß ich das es in die richtigen hände kommt.


Zitat (Sparfuchs @ 22.12.2011 08:38:57)
Was Spenden angeht hab ich gerade noch etwas gesehen hier

Das ist ja wirklich erschütternd. :o Dass viel Geld in der Verwaltung versickert, ist fast bei allen angekommen, aber dass Sammler gleich erst mal 60% der gesammelten Summe bekommen wußte ich noch nicht. :blink:

Es hebt die Spendenfreudigkeit der Menschen nicht gerade. Wie deutlich wird doch mit solchen Reportagen, dass es nur um Verdienst geht, denn kaum etwas kommt wirklich dort an, wofür gesammelt wird, teilweise sogar "angeblich" gesammelt wird, denn der Zweck ist oftmals sogar gelogen. -.-

Da ist es wirklich am besten, man versucht an örtlichen Einrichtungen noch verwertbare Kleidung abzugeben.

.. und fragt mal bei Motorrad- und Mopedbastlern nach,ob sie Verwendung für alte Sachen aus Baumwolle haben. Nach meiner Erfahrung freuen sie sich über alte Tshirts usw. (Unterhosen müssen es nicht direkt sein :P ) Sie brauchen nämlich ständig was um Öl und / oder Schmiere abzuwischen usw. oder etwas kurz abzulegen.



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