Erstkontakt Vorgehensweise: wie bringe ich einer Fa.eine Idee rüber


Hallo,
eine Idee raubt mir schon seit längeren den Schlaf. Es handelt sich um einen Artikel für den Fan Shop und ist speziell für eine große deutsche Fa. (z.B Automobil) .
Dieser Artikel ist etwas ganz besonderes , relativ günstig produzierbar und ich denke sie würden es produzieren lassen.

Hat jemand schon mal mit solchen Sachen Erfahrungen gesammelt, bzw. wie soll ich vorgehen.
Habe keine Ahnung wer Entscheidungsträger ist oder an wen ich mich wenden könnte um dies zu erfahren.

Macht man dies schriftlich ( z.Hd. xyz ) , per E-mail oder Telefon.?

Soweit erstmal

gruß Rene


Hallo Batzi,

bei sowas würde ich mich zunächst per Telefon an den Einkauf der Firma wenden. Denn der muss ja am Ende das beschaffen, was Du anbietest und die Firma dann hoffentlich auch kauft. Der Einkauf einer grossen Firma hat normalerweise ein Sekretariat und ist oftmals noch unterteilt, z.B. in Einkauf für Fertigteile, Einkauf für Grobbleche, Einkauf für alles was rund ist usw..
Im Sekretariat an den entsprechenden Einkaufsbereich weitervermitteln lassen und dort zunächst mündlich am Telefon Deine Idee vortragen (falls erwünscht). Dabei durchblicken lassen, dass Du das Ganze z.B. durch eine Präsentation untermauern kannst, die Du auch persönlich vortragen könntest (wegen Rückfragen).
Es kann natürlich auch sein, dass Du aufgefordert wirst, Deine Unterlagen zuzusenden (Mail, Briefpost).
Natürlich hast Du alles, was Du vorträgst, bereits schriftlich vorliegen und kannst das auch per Mail oder Briefpost dem Einkauf zusenden.

Entweder nennt Dir dann der Einkauf den Ansprechpartner in der Fachabteilung oder alles läuft weiterhin über den Einkauf.

Du musst aber sehr gut vorbereitet sein und alles belegen können.

Gruß

Highlander


Um sicher zu gehen, dass dir die Idee nicht geklaut wird, kannst du sie auch erst mal patentieren lassen.
Wie das genau geht, weiß ich nicht, aber ein Anruf beim Patentamt hilft bestimmt weiter.


Rumpumpel

eine Patentanmeldung kostet leider einiges. Ob sich sowas lohnt, kann nur Batzi beantworten.

Gruß

Highlander


Ein Gebrauchsmusterschutz würde auch erstmal ausreichen. Der ist nicht ganz so teuer.

Gaaaanz wichtig vorher: Beim Patentamt erstmal recherchieren, ob es etwas in dieser Art bereits gibt. Dann hat sich die Geschichte bereits in die eine oder die andere Richtung bewegt. Wenn es etwas in dieser Art bereits als Beschreibung beim Patentamt gibt, kann @Batzi es nicht mehr für sich selbst schützen lassen. Dann hat er zwei Möglichkeiten: Entweder die Sache sein zu lassen oder sich mit dem Gebrauchsmuster-Rechte-Inhaber ins Benehmen setzen, ob man das nicht zusammen durchziehen könnte. Viele geniale Ideen und Erfindungen werden oft aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt ;)

Guckst Du hier: http://www.dpma.de/

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria


Hallo,

kann weder patent, gebrauchs- noch geschmacksmuster beantragen.

Den Artikel gibt es schon, nur meine Ausführung wäre speziell abgestimmt auf die Fa. , von höchster Qualität und im genaueren auf ein bestimmtes, historisches Ereigniss dieser Fa., die Fans dieser Fa. sich es auf jeden Fall kaufen wg. dem besonderen Ereigniss

Etwas ganz besonderes eben.

Und da ist halt die Frage, wenn Ihr der Entscheidungsträger wärt und nur das wißt was hier oben groß in Rot steht, würdet Ihr zu diesem Zeitpunkt bereit sein, mir schriftlich eine Gewähr für ein Honorar zu geben?


Nein!


Wie Tabida: NEIN!

Batzi,

Du müsstest mir als Entscheidungsträger schon vermitteln, warum sich Dein Produkt von allen anderen auf dem Markt befindlichen Produkten abhebt und warum ich ausgerechnet dieses, also Dein Produkt, kaufen sollte.
Ohne nähere Angaben wird das kein Unternehmen machen.
Gut, das betreffende Unternehmen wird ja wohl wissen, um was für ein Ereignis es sich handelt. Aber ohne die Unterschiede zu kennen: definitiv NEIN. Das Risiko wäre mir (als Unternehmer) zu gross.

Gruß

Highlander


@Batzi, ich kann zwar zum Thema nichts beitragen, habe aber eine große Bitte:

wenn im Internet groß, fett und evtl. auch noch rot geschrieben wird, bedeutet das "anschreien", und ich sehe nicht, warum Du schreien müßtest. Vielleicht solltest DU das bei Deinen nächsten Posts beachten, damit noch weitere Antworten kommen, die Dir vielleicht weiterhelfen.


Ok danke, bin nicht so versiert mit Forenregeln.

Zum Thema.

Habe die Bedenken, wenn ich sage was es ist, kann trotzdem ein Nein kommen und 3 Wochen später ist es auf dem Markt und ich habe keine Rechte.

gruß batzi


Servus Batzi,

Zitat (Batzi @ 06.01.2012 01:11:49)
Hallo,
kann weder patent, gebrauchs- noch geschmacksmuster beantragen.


tja wenn das so ist, hast Du diese Bedenken wohl/vielleicht/wahrscheinlich/??? zu Recht :unsure:

Ich meine, es ist wirklich schwierig, hier dazu was konkretes, geschweige denn verbindliches zu sagen, wenn man nicht weiß, um was genau es geht...
berate Dich doch vielleicht nochmal mit jemandem, dem Du vertraust und lass dann Deinen Bauch entscheiden :blumen:

Zitat (Batzi @ 06.01.2012 10:59:07)
Habe die Bedenken, wenn ich sage was es ist, kann trotzdem ein Nein kommen und 3 Wochen später ist es auf dem Markt und ich habe keine Rechte.

Wenn es den Artikel schon gibt, wirst du auch jetzt schon Probleme haben, das einer Firma anzubieten, ohne mit dem Patent/Rechteanbieter vorher gesprochen zu haben. auch wenn dein artikel evtl eine leicht andere aufschrift oder ähnliches hat.

Das wäre sonst Plagiarismus, bzw eine Patntsverletzung, und somit strafbar. Nicht umsonst gibt es zu Zeit Multimilliarden schwere Patentklagen zwischen sämtlichen Smartphone-Herstellern.

Wenn du da nicht drauf achtest, investierst du viel Geld in die Umsetzung und in eine Musterfertigung, nur um die dann nach Einspruch des Rechteinhabers vernichten zu müssen.

Werde jetzt erst mal abwarten, ob ich von der Fa. eine Rückantwort bekomme.


Die Fa. hat heute geantwortet. Sie wollen genauere Angaben zu meiner Idee um sich ein Bild machen zu können.
Genauere Angaben, kann ich kaum machen ohne die Idee zu verraten.

Da jetzt Erstkontakt besteht, wie wäre es am geschicktesten weiter vorzugehen?

gruß batzi


Erst mal hat Bierle ja schon einige Bedenken an deiner Idee völlig richtig dargelegt.

Erwartest du jetzt, dass die Firma die Katze im Sack bei dir bestellt? Da musst du schon etwas konkreter werden.


Hallo Tante ju,

es kann ja nichts bei mir bestellt werden, habe ja nur eine Idee für schon vorhandene Artikel, nur in einer etwas anderen, sehr besonderen , modernen Ausführung.

Wenn die Idee erzählt ist, habe ich fertig :-) , dann werden sie Ihre Partner kontaktieren und den Artikel vorbereiten und dann produzieren.
gruß batzi


Zitat (Batzi @ 17.01.2012 00:00:25)
Hallo Tante ju,

es kann ja nichts bei mir bestellt werden, habe ja nur eine Idee für schon vorhandene Artikel, nur in einer etwas anderen, sehr besonderen , modernen Ausführung.

Wenn die Idee erzählt ist, habe ich fertig :-) , dann werden sie Ihre Partner kontaktieren und den Artikel vorbereiten und dann produzieren.
gruß batzi

Sorry, Batzi,

aber wie die einen oder anderen Vorredner schon kundtaten, was soll denn eine Firma kaufen, wenn sie nicht weiß, worum es geht??

Ich hatte vor einigen Jahren einen "Kunden" (in meiner Dienststelle), der sogenannte "Lüppi-Bären" als Aufkleber auf der Straße verkaufen wollte; ich habe ihn das machen lassen, der gute Mann, ich glaube, er heißt Lüpertz oder so ähnlich, ist ein mittlerweile recht bekannter Künstler (geworden?).

In Berlin wurden die Dinger ganz gut angenommen.

Aber so ganz ohne Grundinformationen, ick weeß ja nich...

Ohne was zu "investieren" wirst Du wohl nicht weiter kommen. Mach Dich doch mal bei einem Patentanwalt schlau oder zumindest bei einem, der sich mit Vertragsrecht etc. auskennt.
Falls Du einen Ansprechpartner bei irgendeiner Versicherung hast...der kann Dir sicher ein Stelle empfehlen, die Dir da weiterhilft.

Bearbeitet von horizon am 17.01.2012 09:57:16


Sorry, aber ich kann dir generell nicht ganz folgen. Du hast eine ganz tolle Idee und möchtest diese an ein Unternehmen verkaufen, welches diese Idee von einem Lieferanten umsetzen lassen kann.
Und was ist da jetzt deine Rolle? Was versprichst du dir von deiner Ideengebung? Glaubst du im Ernst, die kommen auf dich zu, überschütten dich mit Geld nur weil du eine Idee hattest wo die nie im Leben drauf gekommen wären? Zumal es den Artikel schon gibt?
Und wie willst du das Interesse von den schüren ohne Details zu nennen? Du kannst froh sein, wenn sie dir diese eine Chance geben. Entweder du rückst nun mit Details raus oder dein Vorhaben landet in der Rundablage und das wars. Diese zwei Möglichkeiten gibt es nur.


Zitat (Dorie @ 17.01.2012 10:20:28)
SUnd wie willst du das Interesse von den schüren ohne Details zu nennen? Du kannst froh sein, wenn sie dir diese eine Chance geben. Entweder du rückst nun mit Details raus oder dein Vorhaben landet in der Rundablage und das wars. Diese zwei Möglichkeiten gibt es nur.

So sehe ich das auch.

Aber ich muss gestehen, dass ich nicht so den rechten Durchblick habe.

Batzi hat eine Idee, die er verkaufen will, die es aber in ähnlicher Form schon gibt. Dem potentiellen Käufer will er seine Idee jedoch nicht preisgeben. :o

Muss ich das jetzt verstehen?

Ich sehe das so, dass @Batzi eine bereits bekannte Idee modifiziert hat und diese modifizierte Idee nun verkaufen will. Allerdings will er vermeiden, dass Interessenten an seiner Idee sich die Geschichte erzählen lassen und dann sagen: "Danke Herr Batzi, die Idee gefällt uns, wir setzen sie um." Und er dann anschließend leer ausgeht. Denn er muss beweisen können, dass diese spezielle Ausführung, die er erdacht hat, tatsächlich auf seinem Mist gewachsen ist.

Im Musikgeschäft machen es manche Künstler, die noch nicht bekannt sind, so, dass sie ihren Musiktitel als Einschreiben-Rückschein per Post an sich selbst schicken, ehe sie sich an Produzenten oder Musiklabels wenden. Damit haben sie einen (amtlichen) Nachweis, dass der Titel von ihnen stammt. Kommt nun dieser Titel von einem anderen Künstler auf den Markt, haben sie damit eine Handhabe, ihre Musikrechte/Urheberrechte nachträglich einzuklagen, weil sie beweisen können, dass der Titel geklaut ist.

Aus meiner Sicht geht an einem finanziellen Einsatz kein Weg vorbei, wenn man einen eventuellen Ideen-Diebstahl unbedingt vermeiden will. Vielleicht ist die erste sinnvolle Investition ein Buch mit dem Titel à la: "Wie schütze ich meine Idee" oder ähnlich. Der Gockel hat mir mit diesem Suchbegriff Einiges ausgeworfen, das vielversprechend sein könnte. Was davon zu Deinem speziellen Fall passt, musst Du selbst recherchieren.

Eine andere Möglichkeit ist natürlich, den Artikel selbst produzieren zu lassen und dann versuchen, ihn an den Mann zu bringen. Da besteht natürlich die Gefahr, dass Du drauf sitzen bleibst, wenn Du nicht bereit bist, die Sache eventuell im Eigenvertrieb - beispielsweise über das Internet - zu verkaufen. Doch dieses Risiko willst Du ja nicht eingehen, was ich gut verstehen kann. Außerdem müsstest Du dann ebenfalls von kaufmännischem Rechnen Ahnung haben, damit Du Dich nicht verkalkulierst.

Sorry @Batzi, dass Dir hier nicht mehr weitergeholfen werden kann. Das würde auf Rechtsberatung hinaus laufen, was die Muttis gar nicht tun dürfen. Ein ganzer Berufsstand lebt davon.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria

Bearbeitet von Egeria am 17.01.2012 12:27:17


@Egeria: Im Musikgeschäft machen es manche Künstler, die noch nicht bekannt sind, so, dass sie ihren Musiktitel als Einschreiben-Rückschein per Post an sich selbst schicken, ehe sie sich an Produzenten oder Musiklabels wenden. Damit haben sie einen (amtlichen) Nachweis, dass der Titel von ihnen stammt. Kommt nun dieser Titel von einem anderen Künstler auf den Markt, haben sie damit eine Handhabe, ihre Musikrechte/Urheberrechte nachträglich einzuklagen, weil sie beweisen können, dass der Titel geklaut ist.

Sag bloß, das wird dann anerkannt? Kann ja sein, dass sich jemand ein leeres Blatt Papier zuschickt.

Ich denke bloß mal dran, wie viele sich schon selber fünf Richtige beim Lotto nachträglich angekreuzt haben. :lol:


@Rumburak: Dieser Umschlag mit Musiktitel - in welcher Form auch immer - wird vorher von einem Notar versiegelt. Solange das amtliche Siegel nicht gebrochen ist - also der Umschlag mit Einschreiben-Nachweis und Notarsiegel ungeöffnet ist - gilt das durchaus als Nachweis. Denn ein Notar ist eine Amtsperson und eine notarielle Bestätigung/Beglaubigung ist ein amtlicher Nachweis, der zudem relativ preisgünstig ist.

Grüßle,

Egeria


Ok, das klingt dann logisch, Egeria. Aber so wie du das geschrieben hast war das nicht so zu verstehen. Das hörte sich schon so an wie Rumburak es auch verstanden hat. :blumen:


Zitat (Egeria @ 17.01.2012 14:58:18)
... wird vorher von einem Notar versiegelt.

Ja, das macht Sinn, wenn ein Notar mit ins Spiel kommt.

Also Batzi, bald einen Termin beim Notar klarmachen.

Bearbeitet von Rumburak am 17.01.2012 21:49:10

OK,

dann hätte ich in der Tat einen Nachweis.

Das ist mal wirklich eine Gute Idee.

Sowas in der Art , mir selbst eine Email schicken usw. hatte ich schon vor langem gedacht, daß mit dem Notar ist halt wirklich was handfestes.

Werd mich mal erkundigen. Danke erstmal an Alle.

Lg batzi



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