frage zur aufnahmebedingung in kita: erst arbeit finden - dann platz???


hallo

ich bin grad etwas ... naja, keine ahnung... irritiert und geladen.

ich habe vor 2 tagen einen anruf von einer kita bekommen und mich riesig gefreut, als mir der leiter mitteilte, dass ab september ein platz für meine maus frei wäre. :jupi:
gestern war ich dann dort, um das formular für die kontaktdaten auszufüllen. da eröffnete mir der leiter plötzlich, dass ich erst nen job finden soll, dann würde ich den platz bekommen, da ja berufstätigen eltern vortritt zu gewähren wäre. :schockiert:

versteht mich nich falsch, ich hab da verständniss für, dass berufstätige bevorzugt werden.
aber ich bin alleinerziehend. wenn ich mich jetzt bewerbe, dann sagt doch jeder arbeitgeber zu mir "kommen sie wieder, wenn sie nen kita-platz haben".
was zum henker denkt sich der leiter dieser kita?? :labern:
er wußte von anfang an, dass ich nur hartz4 bekomme, habe ihm aber auch gesagt, dass ich mich so schnell wie möglich um einen job kümmere, sobald meine tochter einen platz hat. ich war ja auch vor meiner ss arbeiten und habe keine lust, ewig von hartz4 abhängig zu sein. :angry:

hab heute auch schon auf dem jugendamt angerufen und die haben mir die nummer der dienst- und fachaufsicht gegeben. aber leider war die zuständige mitarbeiterin außer haus.

habt ihr sowas auch schon erlebt?
was kann ich da noch machen? hab ja eigentlich keine lust, direkt am anfang schon auf kriegsfuß mit dem kita-leiter zu stehen.

danke, dass ich mir ma kurz luft machen konnte.
und danke für eure antworten.


In der Regel ist es so, daß jedem Kind ab drei Jahren ein Kindergartenplatz zusteht, das heißt, für eine Betreuung, die vier Stunden täglich umfaßt.
Wenn es sich jedoch um eine Ganztageseinrichtung handelt, so kann es durchaus sein, daß Dir der Platz verweigert wird, weil Du ja zur Zeit nicht arbeitest, und diese Plätze dann eher den berufstätigen Eltern zustehen. Du mußt bedenken, daß Ganztagesplätze rar sind und deswegen natürlich in erster Linie an Eltern vergeben werden, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Solange Du nicht arbeitest, ist ein Halbtagsplatz völlig ausreichend.
Ich weiß nicht. in welchem Bundesland Du lebst und wie alt Dein Kind ist. Ich würde an Deiner Stelle gezielt nach einem Vier-Stunden-Platz fragen.
Daß Du zunächst für einen Ganztagesplatz einen Arbeitsvertrag und eine Verdienstbescheinigung vorlegen mußt, ist in den meisten Regionen übrigens normal und richtig. Dementsprechend wird die Betreuungszeit und der Kindergartenbeitrag berechnet. ;)

Bearbeitet von Heiabutzi am 18.01.2012 21:06:47


meine tochter ist jetzt knapp 16 monate, das heißt, sie würde noch in die krippe gehen. das die plätze rar sind, weiß ich.
was ich nur nciht verstehe, warum ich dann den platz angeboten bekomme, und später auf ihn verzichten muß, wenn ich nich bis ende juli nen job bekomm. dann soll der platz doch gleich an berufstätige eltern gehen.


Nun ja: Auf einen Krippenplatz hast Du gar keinen Anspruch, wenn Du keine Arbeit hast. Es gibt seltene Ausnahmen (z.B. aus psychischen Gründen, falls Du mit Deinem Kind überfordert bist, aber auch das wird genau überprüft.) Oder aber in der Krippe sind soooo viele Plätze frei, daß es nicht darauf ankommt. (Das ist aber so gut wie nie der Fall, da Krippenplätze extrem rar sind, wie Du ja auch weißt).
Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Genieße die Zeit mit Deiner Kleinen bis zu ihrem dritten Lebensjahr und bringe sie dann in einem Kindergarten/einer Kita unter und kümmere Dich dann in Ruhe um einen Job, oder aber bewirb Dich jetzt sofort. Dann hast Du auch einen Anspruch auf einen Krippenplatz, sobald Du eine Job gefunden hast.
Der Kita-Leiter ist dafür jedenfalls nicht verantwortlich, er hat die (in meinen Augen vernünftigen) Betreuungsgesetze nicht gemacht; er muß sich lediglich an das halten, was ihm die Stadt/ der Kreis vorgibt.

Bearbeitet von Heiabutzi am 18.01.2012 22:51:11


Wäre nicht auch eine Tagesmutter 'ne Alternative? Das kann auch finanziell unterstützt werden und vielleicht findet sich da eher ein Platz (wobei die Tagesmütter meist wollen, dass die Kinder laufen können).


Bevor ich mein Kind in die Hände einer Tagesmutter geben würde, würde ich immer eine gute Krippe vorziehen. Was ich im Laufe meiner Arbeit an Tagesmüttern kennenlernen durfte ist echt heftig. Ich weiß, daß es bestimmt Ausnahmen gibt, allerdings sind diese sehr schwer zu finden. Das Problem ist, daß JEDER Tagesmutter werden kann. Es findet keine sonderliche Kontrolle darüber statt, ob die Person überhaupt dazu geeignet ist. Die "Ausbildung" umfaßt lediglich die Aufklärung über rechtliche Dinge, die pädagogische Schulung ist jedoch desolat.
Ich wollte mal als ausgebildete Erzieherin mit damals sieben Jahren Berufserfahrung und diversen Fortbildungen drei Kinder einer guten Bekannten bei mir aufnehmen. Mit Tagesmutterschein hätte ich für die Betreuung mehr Geld vom Jugendamt dazubekommen. Jedoch haben die tatsächlich von mir verlangt, diesen 15-stündigen Kurs zu machen. :blink: Das fand ich echt eine Frechheit. Nachdem ich dann fast eine Stunde in diesem "Unterricht" gesessen habe, habe ich dann meine Sachen gepackt und bin gegangen. Was uns da vermittelt wurde, da sträuben sich heute noch bei mir die Haare. Ich habe dann auf den Zuschuß verzichtet und mir den von der Familie auszahlen lassen.


hallo, da bin ich wieder....

muß heiabutzi zustimmen. hab irgendwie ne abneigung gegen tagesmütter. was jetzt nich abwertend wirken soll, aber da hab ich doch magenschmerzen bei dem gedanken.
und wenn ich ne tagesmutter suchen würde, dann nur eine, die vom jugendamt auch genehmigt ist. heißt: ich geh bei uns ins "elternportal" und suche dort.
und eine kiTa wird auch unterstützt. :-)

hab heut ma mit dem amt telefoniert und die dame am hörer war sogar mal richtig nett und anscheinend auch kompetent. sie hat mir jedenfalls hoffnung gemacht, dass ich nen job bis zum fristgesetzten datum finde. das war (bzw. ist) ja meine angst. dass ich nix finde. hab dann jetzt nen termin beim berater und bin ma gespannt, was da bei rauskommt.



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