Zahnärzte die nicht röntgen?


Hallo!

Kennt ihr Zahnärzte, welche nicht röntgen?
Früher war das bei uns jedenfalls nicht üblich, wie konnten die Zahnärzte damals nur Karies erkennen?


Ich kenne es eigentlich so, dass nur dann geröntgt wird, wenn sich durch die normale Anamnese schon Anzeichen auf Karies ergeben (sichtbare Löcher, Schmerzen,...) und abgecheckt werden soll, wie weit fortgeschritten die Karies schon ist.


Zitat (Terence01 @ 09.06.2012 12:34:57)
[...] Früher war das bei uns jedenfalls nicht üblich, wie konnten die Zahnärzte damals nur Karies erkennen?

... durch aufbohren und hoffen, dass das aufmerksame Zahnarztauge auch wirklich alles mit dem Bohrer rausgebohrt hat. Wenn der ZA nur ein kleines bisschen übersehen hatte, faulte es unter der neuen Füllung lustig weiter ...

Insofern isses eigentlich prima, dass es die moderne Röntgentechnik zur Anamnese gibt. So weiß der behandelnde Arzt wenigstens, was ihn erwartet und worauf er achten muss.

Wenn es Dir um die Strahlenbelastung gehen sollte: Die modernen Röntgengeräte sind mittlerweile so wenig belastend, dass der Mensch vergleichsweise tagtäglich mehr natürliche Strahlung abbekommt als durch gelegentliches Röntgen.

Grüßle,

Egeria

Zitat (Terence01 @ 09.06.2012 12:34:57)
Hallo!

Kennt ihr Zahnärzte, welche nicht röntgen?
Früher war das bei uns jedenfalls nicht üblich, wie konnten die Zahnärzte damals nur Karies erkennen?

mit ein wenig glück und bohren recht oft. in vielen fällen leider gar nicht, was recht oft schlimme zahnschmerzen zur folge hatte. oder sogar den zahnverlust. in meiner kinderzeit gab es auch noch nicht auf wunsch eine betäubung vor dem bohren. was gewiss dazu beigetragen hat, dass man sich vor schmerzen fürchtete.

Zitat (seidenloeckchen @ 09.06.2012 18:56:14)
[...] in meiner kinderzeit gab es auch noch nicht auf wunsch eine betäubung vor dem bohren. was gewiss dazu beigetragen hat, dass man sich vor schmerzen fürchtete. [...]

D'accord, @Löckchen. Ich erinnere mich noch ganz dunkel und mit Grausen im Kleinkinderbeinen-Alter daran, dass ich als Vorschulkind für eine Füllung eines Kariesloches in den grauen 70ern bis zu drei mal bei der wenig sensiblen Zahnärztin alten Schlages vorbeigeschleift werden musste. Betäubung?! Ist bei Kindern mit Milchzähnen doch gar nicht nötig!!! Die fallen doch sowieso aus, sind also nicht sonderlich erhaltungsbedürftig. Doch das ist jetzt mal etwas mehr als vierzig Jahre her. Die Medizin hat mittlerweile schon den einen oder anderen Fortschritt gemacht.

Also: Wieso hat hier jemand Bedenken gegen neueste Anamnese-Methoden? Die guten alten Zeiten waren nicht in jeder Hinsicht die besten. Doch, eine Ausnahme: Es war nicht so stressig wie heutzutage. Doch das ist eine andere Geschichte.

Grüßle,

Egeria

Ich lasse nie ohne Betäubung bohren, niemals !. Mein ZA darf reinschauen ohne Spritze, das ist aber schon alles. Ich bin ein Schisshase wenn´s um den ZA geht.

Aber wegen Karies bin ich noch nie geröngt worden. Wegen Wurzelbehandlungen oder einer Entzündung oder einer Weisheitszahnbehandlung, ja da schon. Aber noch nie wegen bohren. Hatte deshalb aber auch noch keine Schwierigkeiten.

Meinem Zahnarzt vertraue ich voll und ganz, der weiß was er macht.


Hallo!

@Egeria:
ja, es geht mir um die Strahlenbelastung, diese ist nämlich viel höher als bisher gedacht, vor allem weil die Belastung konzentriert den Kopf trifft, die Gesamtbelastung ist dagegen relativ gering, und da mein Kopf der zweitwichtigste Körperteil ist(hüstl) möchte ich mal wissen, ob es im 21.Jahrhundert nicht andere Möglichkeiten gibt als zu röntgen.
Ich würde mehrere Zahnärzte aufsuchen und mir die Diagnose schriftlich geben und mit einander vergleichen.
Warum? Google:Zahnarztlügen


Zitat (Terence01 @ 10.06.2012 07:47:29)
...
Ich würde mehrere Zahnärzte aufsuchen und mir die Diagnose schriftlich geben und mit einander vergleichen.
...

nur mal eine kurze Frage, etwas off topic:

würdest Du diese Mehrfachuntersuchungen auch alle selbst bezahlen?

Terence, dann solltest du in Zukunft auch nicht mehr fliegen. Die Strahlenbelastung dort trifft erstens den ganzen Körper und zweitens bist du ihr teilweise stundenlang ausgesetzt.

Mir erscheint das Risiko, einer sehr abstrakten Gefahr durch kurze, punktuelle Strahlenbelastung doch recht gering, im Vergleich zu der realen Gefahr, ne Karies zu übersehen und sich dann mit Zahnschmerzen, vermeidbaren Folgeschäden (Übergreifen auf andere Zähne, Wurzelschäden), Entzündungen etc. plagen zu müssen. Was im Übrigen auch wieder Kosten (für dich selbst oder die Allgemeinheit), Schmerzen, zeitaufwändige Nachbehandlungen usw nach sich ziehen würde.

Außerdem: Was hast du davon, die Diagnosen vergleichen zu wollen?
Du hast als Laie wahrscheinlich nicht ausreichend fundierte Kenntnise (NEIN, Google und Wikipedia ersetzen kein Medizinstudium!), um überhaupt beurteilen zu können, dass das, was die Ärzte gemacht haben, vergleichbar ist, ob sie mit denselben Methoden dieselben Befunde erhoben haben.
Und wenn sie zu unterschiedlichen Diagnosen gekommen sind, hast du keine Möglichkeit (außer Google und Wikipedia, dazu siehe oben) herauszufinden, ob die Diagnosen sich widersprechen oder ob sie vielleicht beide (nicht) zutreffen oder ob eine Diagnose fachlich korrekt erstellt wurde oder nicht.

@Binefant: Die Aussicht, die Zweite (Dritte, Vierte,...) Meinung selbst bezahlen zu müssen, stärkt das Vertrauen in die Erstmeinung oft ziemlich schlagartig :)

Bearbeitet von Cambria am 10.06.2012 10:28:58


Zitat (Terence01 @ 09.06.2012 12:34:57)
Hallo!

Kennt ihr Zahnärzte, welche nicht röntgen?
Früher war das bei uns jedenfalls nicht üblich, wie konnten die Zahnärzte damals nur Karies erkennen?

Und sonst? Du hast sonst keine Sorgen oder?

:wallbash: :wallbash: :labern: :labern:

Das einmal was dich dein Zahnarzt röntgen tut!!!!!!!!!!

Seit doch echt mal froh das wir Ärzte haben!

Ja es könnte vieles besser sein.....Und einen guten Arzt zu finden ist zu Karnk werden mit unter!
Aber wir haben es noch immer besser als viele ander Menschen!!!!!!! :wub:

Sein doch echt Dankbar für was wir haben!!!!! :blumen: :blumen:

Bearbeitet von Mööp34 am 10.06.2012 10:31:00

über mehrere ecken kenne ich, jedoch nicht persönlich, einen zahnarzt, der mit kollegen regelmäßig in entwicklungsländer fliegt und dort kostenlos menschen behandelt. menschen, die noch niemals einen zahnarzt gesehen hatten und bei schmerzen bisher nur die wahl hatten, den zahn entfernen zu lassen oder mit den schmerzen zu leben.

auch bei ihnen gibt es verdrehte wurzeln, die herausoperiert werden müssen. selbstverständlich arbeiten diese ärzte mit betäubungen, schmerzstillenden mitteln, einweghandschuhen und hochmodernen instrumenten. er soll gesagt haben, dass es für ihn immer wieder ein richtiger schock ist, nach deutschland zurückzukommen und sich hier mit menschen auseinanderzusetzen, die für die einfachste zahnpflege schlicht zu faul sind und nicht im geringsten darauf achten, was sie essen und womit sie ihre zähne reinigen. wenn sie sie reinigen. :angry:

in diesen ländern sind ihm menschen begegnet, die einerseits sehr großes vertrauen in ärzte haben, jedoch angst vor spritzen hatten. und sich lieber ohne betäubung zähne ziehen ließen. mit patienten, die auf hohem niveau jammern und durch ihre faulheit ihre größten probleme selbst verursachen, kommt er immer weniger zurecht. angesichts des eröffnungsbeitrages kann ich ihn gut verstehen.


Zitat (Terence01 @ 10.06.2012 07:47:29)
Hallo!

@Egeria:
ja, es geht mir um die Strahlenbelastung, diese ist nämlich viel höher als bisher gedacht, vor allem weil die Belastung konzentriert den Kopf trifft, die Gesamtbelastung ist dagegen relativ gering, und da mein Kopf der zweitwichtigste Körperteil ist(hüstl) möchte ich mal wissen, ob es im 21.Jahrhundert nicht andere Möglichkeiten gibt als zu röntgen.
Ich würde mehrere Zahnärzte aufsuchen und mir die Diagnose schriftlich geben und mit einander vergleichen.
Warum? Google:Zahnarztlügen

Es geht doch nichts über ein profundes Halbwissen @Terence :labern:

Bei einer Zahnaufnahme wirst Du mit 0,01 mSv belastet. Ein zwei-Stunden-Flug in 12.000 m Höhe belastet Dich ebenfalls mit 0,01 mSv. Durch die Nahrungsaufnahme sammelst Du unterjährig einen Strahlungswert von 0,3 mSv an.

Kannst Du rechnen oder hast Du noch weitere Fragen?

Magst Du Sushi und hast den Geigerzähler schon mal daran gehalten, ehe Du es - ein Jahr nach Fukushima - verzehrt hast?! Speziell der japanische Tuna - der nun auch schon verstrahlt an der amerikanischen Westküste eingefangen wurde - hat deutlich erhöhte Strahlungswerte.

Findest Du nicht, dass Du auf einem relativ hohen Niveau jammerst? Der Bericht aus zweiter Hand von @Seidenlöckchen spricht nicht nur für sich, sondern auch Bände.

Auch die Ausführungen von @Cambria sind sehr aufschlussreich. Du kannst Dich keiner Strahlung entziehen. Weder der kosmischen noch einer sonstigen. Da ist die höchstens einmal im Jahr stattfindende Röntgen-Prozedur beim Zahnarzt doch eher zu vernachlässigen.

Wenn Du jetzt aber einräumen würdest, dass Du in einem havarierten Atomkraftwerk arbeitest, dann wären Deine Bedenken nachvollziehbar.

Wenn Du nicht willst, dass ein/e Zahnarzt/Zahnärztin Deinen Kiefer röngt, dann kannst Du ihm/ihr das sagen und er/sie wird es nicht gegen Deinen Willen tun. Dann musst Du Dich allerdings darauf verlassen können, dass der/die Zahnarzt/Zahnärztin jeden Kariesherd vollumfänglich erkennt und nicht eher im Trüben fischt. Ich glaube, das nennt man Russisches Roulette.

Davon abgesehen kann ich nicht erkennen, warum Du die Muttis nach röntgen-freien Zahnarztpraxen fragst. Angenommen, es hätte Dir hier jemand einen Zahnarzt der alten Schule, der zudem noch unfehlbar ist, empfehlen können. Wärest Du bereit, für eine Behandlung unter Umständen hunderte von Kilometern zu fahren? Die Wirtschaftlichkeit bei den heutigen Sprittpreisen klammern wir hier mal aus.

Im Übrigen finde ich den Vorschlag, verschiedene Meinungen einzuholen gar nicht schlecht. Da zahlste halt jedesmal wieder die Praxisgebühr, sofern Du Kassenpatient bist. Doch auch da wird sich der Zahnarzt nicht allein auf Deine Angaben verlassen. Er wird - wenn er verantwortungsbewusst ist - eine Röntgenaufnahme machen wollen, um zu wissen, woran er ist.

Grüßle,

Egeria

P.S.: Quelle für den Strahlenkatalog: http://www.code-knacker.de/roentgen.htm

Jaaa, Ihr habt ja alle Recht - aber warum müssen die Antworten so aggressiv klingen? Wahrscheinlich ist Terence verunsichert durch die Artikel in Spiegel und Focus zum erhöhten Risiko eines Meningeoms. (gutartiger Hirntumor). Focus kann noch nicht einmal das Wort richtig schreiben und macht daraus "hohes Krebsrisiko" :angry:
Erstmal hätte ich keine Angst: erst einmal ist die Strahlendosis gering und vom Hirn weggerichtet - schließlich will man durch den Zahn das Fotopapier treffen und nicht quer durch den Kopf. Dann ist es eine statistische Untersuchung aus den USA, die ein "1,4 bis dreimal" höheres Risiko bei 1500 Meningeom-Patienten feststellt. Laut Uni-Klinikum des Saarlandes liegt das Risiko, überhaupt so einen Tumor zu bekommen, bei 1,6 bis 5,5 pro 100.000 Menschen.
Sieht mir also nach etwas Statistik-Zauberei aus. Trotzdem sollte man natürlich unnötige Strahlenbelastung vermeiden, besonders bei empfindlichen Organen. Ein Flug belastet alle Organe gleichmäßig; Röntgen eher punktuell. Aber so ein Kiefer verträgt schon einiges ;)

Bearbeitet von chris35 am 10.06.2012 14:57:03


Netter Versuch @Chris und auch gut recherchiert. Danke für die aufwändige Suche mithilfe des Gockels. :blumen:

Doch mir kommt der TE eher als Mädchen rüber. Er soll froh sein, dass er keine Frau ist, die regelmäßig ab einem bestimmten Alter zur Krebsvorsorge-Untersuchung zitiert wird. Das ist so etwa ab dem zwanzigsten Lebensjahr der Fall. Ab dem fünfzigsten Lebensjahr kommt noch das Brustkrebs-Screening dazu. Inklusive Brust-Quetschung beim Brustkrebs-Screeening. Soweit es mir erinnerlich ist, bestand mein Kampfsport-Trainer immer darauf, dass die Mädels in seiner Gruppe einen Brustschutz trugen, weil jeder Schlag auf die Brust einen Brustkrebs auslösen konnte.

Zur Erinnerung: Männer haben erst ab dem vierzigsten Lebensjahr krankenkassenseitig das kostenlose Recht, sich auf Prostata-Geschichten testen zu lassen. Auch da zieren sich manche "harte Männer" nachhaltig.

Was ist schon dabei, das Gemächte auf den Untersuchungstisch zu legen? Frauen werden vom Gynokologen schon viel früher dazu genötigt, sich untersuchen zu lassen.

Doch das war jetzt off topic.

Grüßle,

Egeria


Zitat (Egeria @ 10.06.2012 15:45:28)
Netter Versuch @Chris und auch gut recherchiert. Danke für die aufwändige Suche mithilfe des Gockels. :blumen:

Doch mir kommt der TE eher als Mädchen rüber. Er soll froh sein, dass er keine Frau ist, die regelmäßig ab einem bestimmten Alter zur Krebsvorsorge-Untersuchung zitiert wird. Das ist so etwa ab dem zwanzigsten Lebensjahr der Fall. Ab dem fünfzigsten Lebensjahr kommt noch das Brustkrebs-Screening dazu. Inklusive Brust-Quetschung beim Brustkrebs-Screeening. Soweit es mir erinnerlich ist, bestand mein Kampfsport-Trainer immer darauf, dass die Mädels in seiner Gruppe einen Brustschutz trugen, weil jeder Schlag auf die Brust einen Brustkrebs auslösen konnte.

Zur Erinnerung: Männer haben erst ab dem vierzigsten Lebensjahr krankenkassenseitig das kostenlose Recht, sich auf Prostata-Geschichten testen zu lassen. Auch da zieren sich manche "harte Männer" nachhaltig.

Was ist schon dabei, das Gemächte auf den Untersuchungstisch zu legen? Frauen werden vom Gynokologen schon viel früher dazu genötigt, sich untersuchen zu lassen.

Doch das war jetzt off topic.

Grüßle,

Egeria

...und deswegen ist er Kampfsporttrainer und nicht Onkologe geworden *kopfschüttel*
Als würde mir mein Hausarzt was über Hebeltechniken erzählen...

Bei der Prostata-Vorsorge kommt nix auf den Tisch: das macht der Arzt von der anderen Seite :)
Aber Krebsangst ist natürlich weit verbreitet; ebenso Angst vor irgendwelcher "Strahlung". Also nicht verrückt machen lassen, ab und zu zur Vorsorge, aber auch etwas kritisch bleiben.


Milva hat mal einen prima Song releast: "Ich muss nur sterben und das erst ganz am Schluss".


Zitat (Cambria @ 10.06.2012 15:50:15)
...und deswegen ist er Kampfsporttrainer und nicht Onkologe geworden *kopfschüttel*
Als würde mir mein Hausarzt was über Hebeltechniken erzählen...

Darum geht es nicht, @Cambria. Als Frau bist Du ständig irgendwelchen Verantwortlichkeiten ausgesetzt. Sei es in der Kindererziehung oder der Fähigkeit, gesunde Kinder gebären zu können. Warum sonst wird eine Frau damit traktiert, regelmäßig auf dem Untersuchungsstuhl des Gynokologen Platz nehmen zu müssen, um die Krebsanfälligkeit zu minimieren? Damit wird die Gebärfähigkeit überprüft. Jaaaa, das war jetzt sehr sarkastisch formuliert.

Männer sind ja nur Erzeuger. Die sind offensichtlich nicht sooo wichtig. Ihr Erbgut offensichtlich auch nicht. Warum sonst sollte sich eine männliche Mutti ins Hemd pieseln, wenn eine Röntgenuntersuchung des Kiefers zur Anamnese ansteht? Das erscheint mir sehr mädchenhaft.

Setzen wir noch eins drauf: Beim Zahnarzt wird der Kiefer geröngt. Nicht das Gemächte. Da liegt eine dicke und schwere Bleimatte drauf. So what?!

Grüßle,

Egeria


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