Pferde übernachten bei Minus-: Temperaturen draussen


In der Nähe hat ein Bauer seine Pferde, Kühe und Schafe regelmässig über Nacht draussen auf der Weide. Mir tun die Tiere immer unends Leid wenn ich dran vorbei fahre. Frieren die nicht?

Wie ist das bei diesen Tieren? Können die solche Temperaturen gut vertragen?

Bearbeitet von Drizzt am 01.01.2006 13:23:13


Wenn die Tiere das gewöhnt sind, macht es ihnen normalerweise nichts aus.

Sie brauchen aber, Sommer wie Winter, einen Stall bzw. Offenstall, der zu einer Seite geöffnet ist. Er sollte, wenn möglich, zugluftsicher sein.

Gruß Josi


Ich gehe mal davon aus , dass die frieren. Aber ob's schadet Hmmmm. Weiss ich nicht. Aber Wildpferde leben ja auch Jahr ein Jahr aus draussen.

Bei Eurem Bauer wuerde ich mal sagen..... solange die Pferde zumindestens etwas zum unterstellen haben, ist das ok. Und solange er beim Melken der Kuehe keine Milcheiswuerfe :hihi: bekommt, ist das bestimmt auch ok.
Fledi :rolleyes:


Also die Hunde von meinem Förster (altdeutscher SH, Wachtel) schlafen
auch draussen im Zwinger auf dem blanken Holzboden egal bei
welchen Temperaturen. Manchmal frage ich mich auch ob die nicht frieren.
Aber ich glaub Tiere haben ein anderes Kälteempfinden als wir.

mfG xylokopos


Nee, das interessiert die Vicher nicht,

hier in Hamburg habend die meisten Reitställe ihre Tiere auch draußen. dafür gibt es das sog. Winterfell.

Du darfst versichert sein, die Tierchen sind so teuer, dass der sich schön hüten wird, sie erfrieren zu lassen. Die drängen sich zusammen, wenns ganz schlimm wird und dann haben die das warm. Und der Platz in der Mitte wird immer gewechselt.

Du musst immer denken, Menschen haben kein Fell und Kleidung ist nur ein billiger Ersatz.


Ich gebe Jaren da Recht.
Es sollte -wenigstens für die Pferde- eine Schutzhütte auf der Weide geben.
Für den Rest sorgt das Winterfell.
Solche robust gehaltenen Tiere sind für gewöhnlich wesentlich gesünder und widerstandsfähiger als jene armen Geschöpfe, die nur den Stall kennen.


Hallo,

meine 3 Pferde laufen seit 3 Jahren ganzjährig draußen. Anfangs war ich eher skeptisch, mitlerweile bin ich echt überzeugt davon.

Meine Großen Tragen eine Outdoordecke die sie optimal vor Wind, Nässe und Kälte schützt (ist bei uns auf Sylt pflicht!). Unser Shetty läuft ohne Decke (legt man solchen robusten Ponys nicht auf), das Fell ist ungelogen etwa 10cm lang. Selbst nach tagelangem Regen ist er unter dem Fell noch trocken und warm!

Auf jedenfall habe ich den Tierarzt jetzt nur noch zum Impfen da und unser Pony hustet nicht mehr! Ausgeglichener sind sie auch.

Natürlich sollte man sich mit der offenstallhaltung auskennen und die Tiere dabei optimal versorgen!

Übrigens, wustet Ihr schon das Pferde bis zu -75 Grad aushalten könnten? Ist Wissenschaftlich erwiesen, da sie Ihr Fell und die Fettschicht der Haut jeder Witterung anpassen können!

LG ircopolo


ircopolo hat Recht. Die wüstenrennenden Warm- und Vollblutrassen können unsere Witterung hier nicht so gut ab. Deshalb die Schutzhütte. Die Shettys stehen im tiefsten Frost draußen. Aber auch das Pferd paßt sich an.


Also hier noch mal super genau für alle die
es interessiert und es genau wissen wollen: ;)

Im Winter sind Pferde durch zwei Fellschichten vor kälte geschützt: :rolleyes:
1. das kurze wollige Unterhaar
2. das längere Deckhaar.

Im Unterhaar bildet sich ein Luftpolster, das isoliert und wärmt. Das Deckhaar leitet Regen ab und schützt vor Nässe.

Die meisten Pferde brauchen daher bei Kälte und Schnee keinen weiteren Schutz; mit Winterfell können sie auch ohne Decke ins freie!

Ist das Pferd geschoren oder steht überwiegend drin, bildet sich diese Winterfell ja nicht, also dann bitte nur mit Decke! :D


Also, für Kühe und Schafe kann ich auch nicht sprechen, aber bei Pferden stimm ich meinen Vorrednern zu: Die können das hervorragend ab! Meine Kurze (Welsh) sowieso, die schiebt ein _Winterfell wie nichts Gutes. Der einzige, der bei uns im Stall mal ein bisschen bibbert, wenn's sehr nass und windig ist, ist der Hengst, wahrscheinlich war er in Spanien andere Temperaturen gewohnt. Bei Bedarf kriegt er als einziger mal kurzfristig eine Decke über. Eisige Kälte können die Hossen auch viel eher ab als Nässe, gepaart mit Wind. Ein Unterstand sollte schon vorhanden sein, muss aber z. B. bei Ponies nicht unbedingt sein.

Meine Kurze stand fast ihr ganzes Leben immerzu draussen, bei Wind und Wetter, hat erst jetzt einen geräumigen Offenstall, wo sie kommen und gehen kann, wie's ihr gefällt. Erstaunlicherweise schläft sie jetzt doch ganz gerne drinnen im Trockenen. Mit einer "schönen warmen" Box würde ich ihr allerdings keinen Gefallen tun. Nicht nur würde sie schwitzen und sich dann erkälten, sie würde sofort das Weben anfangen und sich furchtbar aufregen, dass sie nicht mehr frei überall rummarschieren kann. Wäre für sie die größte Strafe.

Schnegge



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