Gänsekeulen


Meine Gänsekeulen wurden zäh, obwohl ich sie schon einige Male gebraten habe. Kann es daher kommen, dass sie eingeschweisst waren?


Leider kann ich deine Frage nicht ganz nachvollziehen.

Eine schon zähe Keule wird auch nicht weicher wenn man sie nochmals brät. Und du hast die Teile wirklich mit der Folie gebraten??? :ph34r:

:unsure:


Zitat (Mümm @ 12.11.2012 12:41:02)
Meine Gänsekeulen wurden zäh, obwohl ich sie schon einige Male gebraten habe. Kann es daher kommen, dass sie eingeschweisst waren?

Hallo, Mümm, herzlich willkommen hier!

Ohne jetzt näher darauf einzugehen, wie Du denn die Gänsekeulen zubereitet hast, möchte ich Dir folgende Ratschläge geben:

Gefrorene und in Folie eingeschweißte Gänsekeulen auspacken und möglichst lange - z. B. über Nacht - im Kühlschrank auftauen lassen. In einem Bräter Butterschmalz schön heiß werden lassen und sodann die gewürzten Gänsekeulen zusammen mit Wurzelgemüse, z. B. Sellerie, Möhren, Petersilienwurzel, Schalotten oder Zwiebeln, von allen Seiten gut anbraten. Dann Geflügelfond oder Rotwein angießen, Deckel auf den Bräter und diesen in den auf 180 Grad O-U-Hitze so um die zwei Stunden brutzeln lassen. Danach den Bräter öffnen, Fond auffüllen und noch so ca. 20 Min. weitergaren lassen, damit die Keulen noch knusprig werden. Vor dem Anrichten die Soße durchsieben und evtl. andicken und falls nötig, ein wenig nachwürzen. Dann Rotkohl dazu und lecker Klöße und fertig :sabber:

Die von mir gemachten Zeitangaben sind nicht unbedingt bindend, sondern Erfahrungswerte. Es kommt immer auf die Größe der Keulen an und auch auf etwas Fingerspitzengefühl!

Zu guter letzt noch folgendes: Wenn es Dir irgendwie möglich ist, kauf beim Geflügelhändler frische Gänsekeulen. Die sind zwar teurer als die gefrorenen, aber für meinen Geschmack um Längen besser was den Fleischanteil, den Garprozeß und auch die daraus folgende Zartheit des Fleisches anbelangt!

@Murmeltier : auch :sabber: .Klingt gut. Da ich noch nie Gänsekeule gemacht habe ist dies ein Wink es mal auszuprobieren. Danke!


Kürzlich durfte ich beim Edeka um die Ecke mal ein Stückchen Gänsekeule kosten. Das wurde als Sonderaktion zur Bespaßung der Kundschaft verschenkt. Der Koch beschrieb genau das Rezept von @Murmeltier. Allerdings sagte er zur Garzeit: Viereinhalb Stunden insgesamt.

Grüßle und gutes Gelingen,

Egeria


Zitat (Egeria @ 12.11.2012 14:37:15)
Kürzlich durfte ich beim Edeka um die Ecke mal ein Stückchen Gänsekeule kosten. Das wurde als Sonderaktion zur Bespaßung der Kundschaft verschenkt. Der Koch beschrieb genau das Rezept von @Murmeltier. Allerdings sagte er zur Garzeit: Viereinhalb Stunden insgesamt.

Grüßle und gutes Gelingen,

Egeria

Ja, Egeria, auch die von Dir genannte Garzeit kann richtig sein. Es kommt halt auf die Größe der Keulen an! Die frisch gekauften haben naturgemäß mehr Fleischanteil als die gefrorenen. Von daher würde ich dann auch die Garzeit eher noch etwas verlängern. Ist wie schon gesagt, reine Erfahrungssache! Zur Not kann man auch mal in die dickste Keule mit einer Rouladennadel oder einem Schaschlik-Spieß reinpieksen. Wenn dann noch rosafarbener Fleischsaft austritt, sollte man die Garzeit schon noch ein wenig ausdehnen!

Als kleine Ergänzung: die Keulen nicht vorm Anbraten salzen, da das Fleisch sonst arg austrocknet und zäh wird!
Immer erst nach dem Anbraten Salz an Geflügel sowie Fleisch geben.
Denn sobald das Fleisch trocken wird, neigt es dazu zu zäh zu werden.


:daumenhoch: :daumenhoch:

Stimmt, Rumpumpel! Hatte ich total vergessen zu erwähnen, weil es für mich selbstverständlich ist *schäm*



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