Länger arbeiten bevor man in Rente geht?


Wir haben einen Kollegen der in gut 4 Monaten in Rente geht. Zugegeben, er nervt uns weil er sich ständig um die Arbeit drückt und noch ne Menge andere Macken hat. Unter anderem ist er oft krank. Rücken, Kreislauf und andere Dinge. Man muss einfach sagen, der Mann ist kaputt. Wir haben ihn schon mal öfter gefragt warum er sich nicht endgültig krank schreiben lässt und zu Hause bleibt. Er hat uns erklärt das das nicht geht, weil er die Zeit die er jetzt krank feiert dran hängen muss.
Ist da was dran? Haben nämlich eher das Gefühl das er zu geizig ist um länger krank zu feiern.


Mal anders gefragt?

Ist die Rente gleich hoch wie das Arbeitsentgeld?
Ich glaube nicht.

Die Krankenzeit wird im Fall der Rente meines Wissens nicht hintendran gehangen.
Aber ich mag mich irren.


der gesetzliche renteneintritt ist für alle fix und liegt auf einem zeitpunkt 65+x (bzw 63+x für schwerbehinderte). es gibt auch ausnahmen für langjährig versicherte. man kann auch lànger arbeiten, wenn man kann und will.
das gilt für die ALTERSrente.

wie es bei der erwerbsunfähigkeitsrente aussieht ist eine andere frage. da wird aber eigwntlich auch nix "hintendran"gehängt. wahrscheinlich meinte er eher, dass er länger arbeiten würde, um finanzielle einbußen zu vermeiden, die man bei der eu-rente und vorzeitigem altersrentneintritt hinnehmen muss.

vielleicht sollte er sich mal bei der rentenversicherung www.deutsche-rentenversicherung.de beraten lassen.

Bearbeitet von Cambria am 03.12.2012 08:26:54


...und dann gibt es noch die Fälle, in denen ein Hausbesitzer mit 3 Mietwohnungen und Eigenheim vom Feinsten sich kränkelnd auf den Ruhestand vorbereitet...


mir ist der zusammenhang von immobilienbesitz, krankheit und rente jetzt nicht klar, horizon.


nochmal zurück zur Anfangsfrage...
Es ist tatsächlich so, dass die Höhe der normalen Altersrente auch davon abhängt, wie lange man erwerbstätig ist. Ich kenne Leute, die deshalb trotz erheblicher körperlicher Schwierigkeiten möglichst lange gearbeitet haben, um mehr Alters-Rente kriegen zu können.
Ganz anders ist das bei der Erwerbsunfähigkeitsrente und Erwerbsminderungsrente, da spielen ganz andere Faktoren hinein. Um das genau zu erfahren, müsste ein Betroffener sich mal zu einer entsprechenden Stelle bewegen und sich beraten lassen.


Hallo Cambria :blumen:

Besagte Person ist (für mich) ein typischer Fall von "den Hals nicht voll kriegen".
Fakt ist: Er ist chronisch krank, Anfang 60, immer wieder mal krankgeschrieben, möchte aber keine Renteneinbußen hinnehmen, wenn er seine Restzeit... nicht zu Ende bringt. Der Arbeitgeber könnte seine Stelle neu besetzen, Anfragen gibt es zuhauf. Mal sehen, wie lange der Firmenchef dies noch erträgt.


Erst mal lieben Dank für eure Antworten. Es ist also so wie ich mir schon dachte: Mein Kollege ist einfach zu geizig in Rente zu gehen.


vielleicht sollte er zwar aus gesundheitlichen gründen in rente gehen, hat aber "angst" davor, da er ja dann ohne tätigkeit ist und den ganzen tag "nur rumsitzt". das kann ja auch sein.


kann auch sein, das Besagter sich schon erkundigt hat und die Minderung der Rente nicht in Kauf nehmen möchte. Das ist sein gutes Recht. Wer weis schon warum er weiter arbeitet. Vielleicht will er nicht zu Hause bleiben? auch darüber könnte man Vermutungen anstellen. Gründe gibt es sicher viele.

Viele Menschen wissen mit sich allein, wenn sie in Rente sind, nichts anzufangen oder haben Angst davor.


Zitat (Ela1971 @ 03.12.2012 12:36:33)
Mein Kollege ist einfach zu geizig in Rente zu gehen.

Zu geizig?

Bei meinem Mann würdn jetzt knapp zwei Jahre ungefähr 200 Euro/Monat ausmachen. Würdest Du darauf verzichten?

GG ist allerdings höchst selten mal krankgeschrieben und recht fit

Zitat (tante ju @ 04.12.2012 07:31:28)
Bei meinem Mann würdn jetzt knapp zwei Jahre ungefähr 200 Euro/Monat ausmachen. Würdest Du darauf verzichten?


Ganz abgesehen davon:
Wenn einerseits die Regierung die Rente ab 67 verordnet, sollten sich andererseits auch Arbeitnehmer dafür entscheiden dürfen, nicht vorzeitig in Rente zu gehen. Erst recht, wenn damit erhebliche finanzielle Einbußen verbunden wären.


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