Bauen in anderen Ländern: das Bauen in anderen Ländern ist anders


Lange war ich überzeugt, das das Bauen in Deutschland Weltspitze ist. Jedoch, als ich meine alte Kapelle 1994 in Schweden gekauft habe, bin ich eines anderen belehrt worden. Gerade in den nordischen Ländern hat man einen anderen Baustiel:
Meine alte Kapelle ist Baujahr 1928 und von der Substanz sehr gut erhalten. Das hat zwei Ursachen: Hier bei uns kann man in der Regel keine Keller errichten auf Grund der vielen Steine im Erdreich. Also wird eine Alternative gebaut. Man errichtet ein Fundament, was aus Steinen errichtet wird, die aus Granit bestehen. Granit ist ein Werkstoff, der Wasser auf Grund keiner Kapillaren nicht transportiert. In Deutschland macht man ein Betonfundament, muß man eine Sperre setzen und verrammelt alles dann zu. Bei mir habe ich bei diesen Granitsteinen überall Löcher, wo die Luft alle Zeit unter dem Haus zirkulieren kann. Es ist nicht nur hier in Schweden so, auch in anderen Ländern, wie Russland, Canada,, bei den Eskimos, Alaska und einigen anderen Ländern. Es wird also ganz anders gebaut und die Häuser stehen auch noch nach 80-100 Jahre noch. In Deutschland will eigentlich die Lobby schnelles Geld verdienen. Alle Möglichkeiten werde ausgeschöpft um schnelles Geld zu verdienen. Und die Bauherren werden zum Teil getäuscht und durch viele Gesetze zur Kasse gebeten. Zu was brauche ich eigentlich diese vielen Begleiter meines Baues und warum kann ich viele Dinge nicht selbst machen? Der Staat will in diesen Sekment Geld verdienen, ihre Bürger abzocken und stellt immer neue Hürden beim Bau. Diese Herren, die in den entsprechenden Gremien sitzen, die aber keine Ahnung haben, zocken die Bürger ohne Skrubel ab.
Es gibt viele Beispiele dazu:
Ich kann meine Elektrik hier selbst verlegen, wenn ich damit fertig bin, bestelle ich einen Gutachter, von meiner Versicherung und wenn alles klar ist, habe ich dann auch meinen Versicherungsschutz. Frage Schornsteinfeger:
Gegenüber Deutschland brauche ich keinen Schornsteinfeger. Ich kann meinen Schornstein selbst feegen. Nur eins ist wichtig. Die Versicherung kommt, überprüft meinen Schornstein und wenn alles In Ordnung ist, habe ich dann auch Versicherungsschuitz. All die Hürden, die ich eigentlich in Deutschland habe, gibt es hier in Schweden nicht.
schwedenopa


guten Morgen Schwedenopa,

das hätte ich mal vor 40 Jahren wissen müssen, vielleicht würde ich heute in Schweden leben ..... B)


Alles selbst durchführen, setzt voraus, daß man dazu auch in der Lage ist. Verstehst was von Elektrik ? Kletterst Du selbst auf´s Dach Deiner Kapelle, um die Esse zu fegen ? Und: Damit der Versicherungsschutz immer gewährleistet bleibt, sollte dies auch regelmäßig getan werden, oder nicht ? Zur Abnahme (damit der Schutz gewährleistet bleibt) dann wieder Prüfung durch Versicherung...und das alles gratis ?

Was willst Du uns denn nun mitteilen ?


Hej Schwedenopa,

ich verstehe, was du meinst, weiß aber auch nicht genau, was die Moral von der Geschichte nun ist. Lädtst du uns alle nach Schweden ein? Da bin ich dabei! :-)

Ich hab mir zum ersten Mal über Bauweisen Gedanken gemacht, als ich mit meinem Mann ein Gartenhäuschen gebaut haben. Die meisten Ratgeber empfahlen eine Betonplatte als Fundament, was, wie sich nach ausgibiger Recherche herausstellte, nicht nur unnötig Bodenfläche versiegelt, sondern zusätzlich noch der Verwendung von Plastikfolien oder anderen, wenig natürlichen Feuchtigkeitssperren bedarf. Wir haben jetzt ein Schraubfundament unter der Hütte (ca. 1 m lange Stangen mit U-Trägern, auf denen die Balken liegen). Das hält bombenfest und die Hütte ist pudertrocken, weil sie's untenrum schön luftig hat.

Ich muss dir also in diesem Fall recht geben - es geht auch anders. Ich glaube aber, dass es hier in Deutschland nicht nur mir Geld, sondern mit einer speziellen Art von Sicherheitsdenken zu tun hat. Ein Bekannter von uns baut gerade - "massiv", wie er stolz erzählt, "Stein auf Stein" und dann schön mit dicken Dämmplatten (aus Kunststoff) drumrum, damit die Heizkosten niedrig sind. Klar, das wird sicher alles massiv und stabil, aber man muss sich schon fragen, was das für ein Raumklima macht. Wenn man dann wieder eine automatische Entlüftung braucht, damit es hinter all dem Styropor und der Dreifachverglasung nicht schimmelt...Als ich den Bekanntenvor Baubeginn fragte, ob er mal über Holzmassivbau oder Holzständer nachgedacht habe, hob er die Brauen und sagte, dass er seinen Kindern noch etwas vererben wolle. Und außerdem müsse man Holz dauernd streichen.

Das war für mich die geballte Packung Vorurteil. Schließlich baut man in Ländern, die wesentlich krassere Termperaturen und Temperaturschwankungen kennen als wir, deutlich "leichter" und schon seit Jahrhunderten aus Holz. Und eine Österreichische oder Schweizerische Berghütte fällt auch nicht nach 100 Jahren zusammen, ganz im Gegenteil. Ich denke aber, dass man auch hier langsam klüger wird. Zumindest häufen sich mittlerweile die negativen Berichte über den Isolierwahn und Gesundheitsbeeinträchtigugen durch schlechtes Raumklima. Dass es der Deutsche gern "gepflegt" (sprich: rechtwinklig, lotrecht, viereckig, kahl und frei von Verunreinigungen durch Pflanzen wie Moos usw.) mag, is vermutlich auch Fakt. Ein unlackiertes Holzhaus könnte vergrauen und ein ökologisch lasiertes strahlt auch nicht fließbandneu, das ist hier gleichzusetzen mit "ungepflegt". Das geht besonders schnell, wenn aus Kostengründen noch das falsche Holz verwendet wird. Dann muss da Lack drauf. Und der muss in der Tat alle naslang erneuert werden. Und so kommt es dann zu der Idee, dass Beton beständiger und pflegeleichter als Holz ist. Übrigens ist der Lack, mit dem die Schweden ihre Häuser streichen, ökologisch gesehen auch ein Sauzeug - nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich fände da alles toll :-D

Bearbeitet von donnawetta am 28.01.2013 10:13:59


Das Schlimmste ist hier z.Z. das verrückte Dämmen, obwohl die Verantwortlichen wissen, dass das dicke Ende bald kommt.

Mein Mann ist vom Fach und kann oft nur noch die Hände über dem Kopf zusammen
schlagen, da in der Dämmung oft der Schimmel steckt.


Eigendlich will ich sagen, das ich in Deutschland so nicht hätte bauen können. Und ich habe sehr viel Geld gespart, weil ich alles selbst gemacht habe. Hilfe habe ich nur gebraucht, beim Einrichten meines Abwassersystems und beim Einbau meines Tanks . Ansonsten habe ich alles selbst gemacht. Es begann schon bei der Isolierung des Hauses?
In Deutschland verwendet man viel Sterepor. Ein Werkstoff, der sehr schnell brennt. Ich habe darauf verzichtet. Ich habe herkömmliche Isolierwolle genommen und diese nicht mit Plastefolie, als Isolierschutz, verwendet. Diese Plastefolie hat die Eigentschaft, das sie bei unterschiedlichen Wetterbedingungen dazu neigt, zu schwitzen. Und dann bildet sich Schwitzwasser? Ich habe zur Abdeckung der Isolierwolle normale unbesanntete Dachpappe verwendet. Dadurch kann kein Schwitzwasser entstehen und ich habe auch dadurch ein besseres Raumklima. Was ich sowieso immer bei einen Holzhaus gegenüber einen Steinhaus habe. Jedoch auch in Schweden werden Heute Häuser gebaut, die nicht mehr diese Jahre halten, wie es in den vergangenen Jahren war.
Schwedenopa


Ich will Mal speziell auf die Elektrik eingehen. Ich hatte in den Jahren von 1997 bis Heute noch nie Probleme, als ich sie damals errichtete. Am Anfang hatte ich zwar Probleme mit meinen Nachbarn, der hier Elektriker ist. Er meinte, du bekommst Probleme mit der Versicherung? Von Anfang an, habe ich aber nach EU-Standart die Elektrik errichtet.
Nach zwei Jahren meinte er, nun bauen wir auch nach EU-Standart und ich freude mich, hatte ich damals doch richtig gehandelt. Aber die Voraussetzung war für mich, alles mit der Versicherung abzustimmen. Auch eine Überprüfung, die von einen Brandschutzexperten, der mit einenmal vor meinen Haus stand, hatte keine Beanstandungen. Was er aber Bemängelte, war, das mein Feuerlöscher abgelaufen war.
Auch habe ich mein Haus mit Brandwarnern ausgestattet. Was ich jeden empfehlen kann. Ist es doch eine gewisse Sicherheit, sollte mal ein Brand ausbrechen.
Auch habe ich die Elektrik mit einer Erde ausgestattet. Hier in Schweden nicht oblegatorisch. Dazu habe ich auch einen sogenanden FI-Schalter eingebaut. Alles Dinge, die hier in Schweden nicht gefordert werden.
schwedenopa


Hi,

wie nur in Schweden kann man do it yourself machen und damit Geldsparen? Ich denke das funktioniert hier in Deutschland genauso gut. Nur nicht jeder hat das gleiche handwerkliche Geschick oder kann sich die Zeit nehmen um alles selbst zu machen.

Daher kann ich nicht verstehen warum dieses Thema aufgemacht wurde. Nicht alles in Deutschland ist schlecht und nicht alles in anderen Länderen ist automatisch besser.

Mein Freund und ich renovieren gerade ein 100 Jahre altes Sandsteinhaus und haben bis jetzt alles, wie z. B. Dackdecken Fenstereinbau etc. selbstgemacht. Aktuell steh die Wandheizung an. Wir sparen uns viel Geld weil wir sehr viel selber machen, es uns aber auch zutraun. Allerding dauert das alles wesentlich länger, als wenn wir Handwerker beschäftigen würden. (arbeiten die ganze Woche und können nur am Wochenende oder im Urlaub etwas machen) und wie oben schon geschrieben nicht jeder hat dafür die Zeit. Und auf einer Baustelle wo alles dreckig ist und momentan auch noch Eiskalt würde ich nicht leben wollen.

LG
SusiB


Alle Achtung Susi, da habt Ihr Euch was vorgenommen.
Naja, bei dem Wetter kann man ja nicht viel bauen, aber im Frühjahr geht es bestimmt wieder bei Euch weiter.


Ich kann SusiB nur recht geben. Auch ich lebe in Deutschland und mache als Frau sehr viele Arbeiten im Haus und Garten selber - anstatt jemanden dafür zu engagieren. Alle Malerarbeiten erledige ich selber, und vor zwei Jahren habe ich die Dielen im Dachgeschoß selber abgezogen und lasiert. Ein alter Rattansessel vom Flohmarkt wurde neu lackiert und den Sitz habe ich auch selber neu bespannt.

Im alten Haus in England habe ich einen Teich angelegt und aus einem hohlen Zahn eine Immobilie gemacht die sich gut verkaufen ließ. Also auch dort stand der Eigenarbeit Nichts im Wege.

Zugegeben, ehe ich all diese Sachen gut hinbekommen habe, habe ich auch eine Menge Fehler gemacht aber das war eigendlich das Lehrgeld. Als wir nach Deutschland kamen und ich wieder anfing das neue Zuhause her-und einzurichten staunte ich nicht schlecht wieviel Geld man sparen konnte indem man sehr viel selber macht.

Anbei bemerkt habe ich lange in Italien und England gelebt und muß sagen das ich von den deutschen Handwerkern mehr als begeistert bin da ich es oft genug auch ganz anders erlebt habe.
Unsere Leute sind meist gut ausgebilded, sind pünktlich, arbeiten durch ohne alle Nase lang rauchen oder Kaffee trinken zu gehen - und wenn sie mit der Arbeit fertig sind hinterlassen sie Alles blitze-
blank. Die meisten davon sind sauber in ihrer Arbeitskluft angekleided, höflich und dennoch nicht aufdringlich. Ach ja, und das passende Werkzeug haben sie meist auch gleich dabei.


Der Meinung bin ich auch, gute Arbeit (meistens) für gutes Geld halt.

Ich denke, jeder weiß, was er sich zutrauen kann und nach dem Selbermachen kann man natürlich nicht reklamieren, falls es Beanstandungen geben sollte.
Elektrik und Wassergeschichten sind auf alle Fälle mich uns eine Arbeit für Fachleute, ganz ohne Frage und das MIT Rechnung.
Auch bei Maurer, Anstrich- und Fliesenarbeiten ist Vorsicht geboten. Umfangreiche Fliesenarbeiten z. B. dann auch nur vom Fachmann. Vieles sieht man erst, wenn man ne Weile "wohnt" und ein seriöser Handwerker wird im Rahmen der Gewährleistung auch bei kleinen Schönheitsfehlern für Abhilfe sorgen.


Ich wollte doch nur einmal hier Einstellen, welche Erfahrungen ich hier in Schweden gemacht habe. Auch welche Dinge einfacher hier in Schweden sind. Viele Dinge, die ich in meinen 15 Jahren, wo ich hier in Schweden an meiner Kapelle gebaut habe, sind einfacher als in Deutschland.
schwedenopa


ich rätsele bereits seit gestern, was schwedenopa uns mit seinem loblied auf schwedische baukunst sagen will. gleiches höre ich übrigens über die deutsche baukunst von spaniern und amerikanern. die einen beklagen die unglaubliche bürokratie in spanien, in der man nach ihren worten nur die richtigen leute schmieren muss, um endlich genehmigungen zu erhalten, und loben dabei die deutschen handwerker, die ihre arbeit gut machen.

von amerikanern höre ich immer wieder, wie gut und fest doch die deutschen häuser sind und nicht beim kleinsten windstoß durch die lüfte getragen werden wie die holzhäuser, die in vielen gegenden standard sind.

es gibt verschiedene bauformen, weil es verschiedene bedingungen, einflüsse und ansprüche gibt. in schweden, den u.s.a., deutschland und spanien, und weil es überall gute und schlechte handwerker gibt. all dies auf ein land umzurechnen, finde ich äußerst kurzsichtig.


Tja, er ist halt mit deutschen Maßstäben im Kopf in Schweden gelandet und hat festgestellt, daß es was günstiger auch geht...
Ich will auch ein Holzhaus mit ganz viel Schnee ringsherum - hey, der Winter ist noch nicht vorbei !!!
Lieber schwedenopa :blumen: schreib noch ein wenig von Deinem Leben da oben !

Lappen ? Ich hab nur die zum Scheuern :heul: Rentiere ? Unser alter Kombi :( Mitsommernachts-Feiern ? :rolleyes: Meine letzte Party war ne langweilige Hochzeit
Von Schweden kenne ich nur das Billy-Regal und meinen Lack-Tisch. Und der soll aus Pappe sein, das gäbe es in D ebenfalls nicht ! Besser oder schlechter ? Wenn ja, wo ???

LG


Da haste recht, seidenloeckchen. Als wir in Amerika waren, wurde sehr erfurchtsvoll über deutsche Waren gespochen.

Zitat (schwedenopa @ 28.01.2013 19:12:22)
Auch habe ich die Elektrik mit einer Erde ausgestattet. Hier in Schweden nicht oblegatorisch. Dazu habe ich auch einen sogenanden FI-Schalter eingebaut. Alles Dinge, die hier in Schweden nicht gefordert werden.
schwedenopa

Das ist ja ein Ding, dass so ein fortschrittliches Land, wie Schweden so etwas nicht fordert.
FI-Schalter können Leben retten.

es kommen öfter amerikanische verwandte meiner schwiegerfamilie nach deutschland zu besuch. es gibt vieles, was sie mögen, und vieles, was sie nicht mögen. sie finden, dass in deutschland sehr gut und funktionell gebaut wird. von ausnahmen abgesehen. reine holzhäuser findet man meines wissens nach hier eher selten, irgendeine art von gestein ist beinahe immer zu einem großen teil mit verbaut. oder beton.

und sie sind immer wieder erstaunt, wie ausgebaut die deutschen radwege sind. ich war vor einiger zeit in new york und kann sagen, dass radfahrer dort wirklich eher stiefmütterlich behandelt werden.

einige niederländische bekannte bzw. dort lebende deutsche haben keine keller und hätten gern einen. wie klug jedoch wäre es, einen anzulegen, wenn man unterhalb des meeresspiegels lebt?


Man kann über mich hier richten. Ich will nicht anmaßend sein. Ich habe etwas hier in Schweden vollbracht, was ich in Deutschland nie hätte vollbringen können. Auch hat man mich nicht gefragt, warum ich nach Schweden ausgewandert bin? Ich habe in Schweden etwas gefunden, wo ich mein Leben ausleben kann, in der Natur leben kann, was ich niemals in Hamburg ausleben oder erleben hätte konnen. Was interessiert mich noch eine Disskosion über Heimat. Es ist doch meine Heimat, wo ich mich Wohlfühle, wo ich Willkommen bin, wo man mich akzeptiert.
Ich wollte nicht mehr in einen sozialen Brennpunkt leben, wo ich zwar eine Sozialwohnung hatte, aber Russisch, Türkisch oder Polnisch hätte erlernen müssen. Ich habe mich irgendwann entschieden Deuitschland zu verlassen.
Auch spielt meine Krankheit dazu eine Rolle. Deutsche Ärzte haben in 15 Jahren meine Krankenheit nicht erkannt.
Schwedische Ärzte nur nach einer Untersuchung. Ich könnte noch viele Beispiele hier anführen, doch ich will es nicht.
Ich habe meine Erfüllung in Schweden gefunden und hoffe, das ich hier meinen Lebensabend beschließend kan und dann auch in Ruhe mein Leben beenden kann.
schwedenopa


Hallo schwedenopa,

Ich freue mich, daß Du für Dich das Richtige gefunden hast und würde mich freuen, hier noch gaaaaaanz viel von Dir zu lesen !
Dein Kuchenrezept klingt verlockend, wird dann mal ausprobiert !

Sprichst du denn Schwedisch ? Ich kann nur Smoere-Broed, und das ist glaub ich, Dänisch :mellow:

Liebe Grüße und alles Gute ! :)


Ich will mal so Anfangen. Als ich 1994 meine Kapelle hier in Schweden gekauft hatte, meinten alle meine Nachbarn, jetzt kommt der reiche Deutsche. Sie mußten aber bald erkennen, es ist ja so nicht. Er ist auch nur ein Arbeiter genau wie sie. Auch viele Dinge haben dazu beigetragen, das sie mich akzeptiert haben. Ich habe unter anderen Nachbarschaftshilfe betrieben, indem ich 6 Wochen unendgeldlich beim errichten eines ersten Stockes auf ihr Haus geholfen hatte. Es gab beim Bau nur einen Zimmermann, der alle Arbeiten begleitet hatte.
Obwohl ich zum damaligen Zeitpunkt kaum schwedisch konnte, brauchte ich nur in die Augen des Zimmermanns zu schauen und ich wußte, was er wollte. :rolleyes:
Auch ging es dann weiter, ich habe bei der Einrichtung der Küche geholfen. Wurde gefragt, ob ich helfen kann, als der Geschirrspüler und die kaputt waren. habe selbst dann eine Waschmaschine in Deutschland für sie gekauft, die 70% billiger als in Schweden war. Viele Dinge, wo ich ein Vertrauen zu den Schweden aufgebaut habe, kommt zurück, das ich heute eigentlich zur Familie meiner Nachbarn gehöre. Als ich versucht hatte, einen Brunnen zur Wasserversorgung bauen wollte und der Atlasbagger Kopf gestanden hatte, da unter meinen Grundstück ein Felsplato war und kein Brunnen errichtet werden konnte, konnte ich mich ohne Probleme an ihren Brunnen anschließen. Das eizige war, ich mußte 250m Wasserleitung im Boden zu meinen Haus verlegen.
Wenn ich hier schreibe, ich gehöre zur Familie meiner Nachbarn, so will ich hier nur anführen, seit 13 Jahren werde ich jedes Jahr zu Weihnachten zu Bescherung eingeladen. Was für mich eine Ehre ist und ich jedes Jahr richtig Glücklich darüber bin. Aber es gibt ja ein Sprichwort:
Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück.
Auch, wo ich im Krankenhaus in Eksjö war, kamen meine Nachbarn zu mir und haben mich besucht.
Eigentlich habe ich in all den Jahren Dinge hier in Schweden in meinen Leben erfahren, die nicht normal sind.
Auch mein Sohn hat zu unseren Nachbarn ein sehr gutes Verhältnis und kommt sehr gern im Sommer zu mir.
Es gibt noch viele Dinge, die ich hier anführen könnte. Aber ich möchte hier aufhören.
schwedenopa


Schon wer auf der anderen Seite der niederländischen Grenze baut, der kann erfahren, wie geradezu leicht es dort ist, auch kostensparend zu bauen ohne mit alteingesessenen Bau-Ideologien zusammenzustoßen. Deutsches Baurecht ist manchmal Selbstzweck. Der Paragraphenwald ist undurchdringlich.
So habe ich bei Einholung einer Baugenehmigung für eine Reihenhaussiedlung (1 Reihe) gemäß dem Bebauungsplan erfahren müssen, dass dieser "gerade geändert" worden ist und nun ein Wendehammer gebaut wird, wo ich Wohnhäuser bauen wollte.



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