Ein Arm in einer Schlinge: einarmiges Handling


seit ein paar tagen habe ich als rechtshänderin den rechten arm in der schlinge,
weil ... warum das so ist, ist nicht der gegenstand des themas.

was mich aber interessiert ist:
der alltag gestaltet sich dadurch einerseits ganz schön schwierig, zumal ich allein in meiner wohnung lebe.
zähne putzen, toilettengang, das musste ich erst lernen, mit der anderen hand zu machen.
auf dem pc mit 1 - 2 fingern schreiben, die maus passgenau in die zu verbessernde zeile zu schieben, das dauert halt.
brot streichen und mittagessen, da ist geschicklichkeit gefragt.

was habt ihr so gemacht und vielleicht hat die (der) eine oder andere für tipps und kniffe, damit man besser klar kommt??


Ich hatte als Teenie mal die rechte Hand im Gips. Damit war ich nicht ganz so eingeschränkt, aber alle Tätigkeiten, für die mehr Feinmotorik vonnöten war, als sie ein schlechtgeölter Schaufelradbagger hat, waren halt trotzdem schwer.

Ich kann mich noch erinneren, dass ich sehr schnell von Hosen auf Röcke umgestiegen bin und immer eine Tasche umhängen hatte, in die ich alles gestopft hab, was man sonst so mal eben in der Pfote hatte.


Hallo,

hatte ich auch mal. Vor langer Zeit. Alte Kriegsverletzung.

Habe einfach alles mit der anderen Hand gemacht. Keine Scheu davor haben, etwas lächerlich auszusehen.
Und ich habe mir auch noch das Schreiben mit der anderen Hand beigebracht. Seitdem funktioniert vieles beideitig.

Kann von Vorteil sein.

Einfach langsam machen und die Scheu verlieren. Es klappt schon. Nur Du musst es langsam angehen lassen zwecks Lerneffekt.

Gruß

Highlander


Hallo Timmi!

Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir da gerade geht. Meine rechte Hand wurde in den vergangenen Jahren mehrmals operiert. Danach musste ich auch versuchen alles irgendwie mit links hinzukriegen. Ich war sehr froh, dass mir meine Eltern und meine Schwester immer sehr geholfen haben. Haare waschen ging ja z. B. gar nicht. Oder mit dem Messer was schneiden. Bei den meisten Sachen hat man sich mit der Zeit irgendwie arrangiert und das meiste irgendwie hingekriegt, so richtig besondere Tipps kann ich dir da jetzt gar nicht geben.

Am schlimmsten war es aber, als meine rechte Hand und mein rechter Fuß gleichzeitig operiert wurden. Das hat der Arzt ganz toll geplant. Ich konnte keine Krücke halten und wir mussten schließlich nen Rollstuhl vom Sanitätshaus leihen.

Ich wünsch dir auf alle Fälle gute Besserung! Ich hoffe du hast es bald überstanden und alles läuft wieder "normal"!

LG Karo :blumenstrauss: :blumenstrauss:


FAlls du sie noch nicht hast: Schuhe kaufen, in die man so hineinschlüpfen kann. Bei mir war zwar nur der linke Arm in Gips, aber das war das erste was ich gemacht habe.
Denn einen Schuhlöffel (lang!) kann man auch mit einer HAnd bedienen.


Zitat (dahlie @ 18.02.2013 23:26:27)
FAlls du sie noch nicht hast: Schuhe kaufen, in die man so hineinschlüpfen kann. Bei mir war zwar nur der linke Arm in Gips, aber das war das erste was ich gemacht habe.
Denn einen Schuhlöffel (lang!) kann man auch mit einer HAnd bedienen.

Das kann ich dir auch nur raten :D

Schuhe binden ist mit einer Hand nicht wirklich vorteilhaft.

danke für den rock-tipp.
schuhe schnüren mag ich auch nicht mit 2 händen.
die füße sind immer so weit unten.
lieber mit reißverschluß und einem langen schuhlöffel, für die kältere jahreszeit.


Wer selbst mal einseitig gehandicapt war oder ist, der lernt auch wie es Menschen gibt, die nach Verlust von Gliedmaßen oder nach einem Schlaganfall ständig mit nur einer Hand oder einem Arm auskommen müssen. Vielleicht sollte man auch diesen Gesichtspunkt mal hervorstellen?



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