Plötzlicher Kindstod: Viele Ursachen


http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,396432,00.html

Heftig.... wieder was neues dazugelernt.... @ Öko-Matrazen... hätte ich jetzt nicht gedacht!

Danke für den Link

Jeannie


Ich habe mich viel damit befasst, vor allem als mein Sohn noch ganz klein war. Immer wieder wird von etwas anderem gesprochen, das den plötzlichen Kindstod verursachen oder begünstigen könnte. Im Endeffekt weiß es aber doch niemand.


:rolleyes: es wird ja davon gesprochen, dass die matrazen in bauchlage getestet wurden, von der bauchlage wird aber sowieso abgeraten, weil sie den plötzlichen kindstod begünstigen kann.

ausserdem gibt es ja noch nicht so lange öko-matrazen, der plötzliche kindstod hat aber schon immer existiert.

ich hab mal gehört, dass der schnuller das risiko senkt. und nur seitenlage.

aber ob das stimmt? :unsure:


Lest den Artikel doch genau. Da steht ja nicht, dass Ökomatratzen für den Kindstod verantwortlich sind, sondern nur sein könnten.

Aber eben niemand genau weiss.

Ihr könnt mir glauben, dass aufgrund dieses "weiss eben keiner", ich nächtelang wachgelegen habe. Wenn du was von den Kleinen hörst, ärgerst du dich, weil sie schreien, aber wenn sie still sind, hast du Angst, sie sind tot. War echt bei mir so. Ich konnte nicht schlafen, wenn sie schrieen, aber auch nicht, wenn sie still waren.

Die Zeiten sind vorbei - glücklicherweise.

Und der plötzliche Kindstod heisst eben so, weil er plötzlich kommt und es keine wissenschaftliche Erklärung gibt. Die gibt es dann wenn er, aus welchen Gründen auch immer eingetreten ist. Hört sich hart an, ist aber so.


Danke Jaren. Interessanter Artikel. Finde es auch sehr einleuchtend auch wenns noch andere mögliche Gründe geben kann, die den plötzlichen Kindstot auslösen könnten.
Liebe Grüsse Tweetie


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 24.11.2007 13:14:22


Einer der wichtigsten Punkte ist ja das Ueberhitzen der Babies. Hier bei uns wird schon seit Jahren davon abgeraten Nestchen, usw. im Bett zu benutzen. Das Kind koennte nach oben rutschen und sich mit dem Kopf drin einmummeln. Meine Kinder haben beide auf einer Matratze geschlafen, die zwar wasserfest aber dennoch atmungsaktiv war. Ich glaube, Kokosfastermatrazen gibt es hier gar nicht. Ansonsten nur im Schlafsack ohne Decken.

Was meint Ihr als meine Mutter das erste mal den Kinderwagen gesehen hat. Voller Schreck hiess es "Du hast ja gar kein Kissen zum Zudecken mit drin!!" Nein, ich hatte je nach Witterung mehrere Deckchen, die ich jeweils wieder wegnehmen konnte, wenn es dem Kind zu heiss wurde. So ein grosses Kissen kann man entweder wegnehmen oder wieder drauflegen. Aber an die Temperatur anpassen geht damit nicht. Gerade wenn die Kinder Fieber haben, darf kein Ueberhitzen stattfinden. Lieber weniger als mehr.

Ich habe mir auch tierisch viele Sorgen gemacht, und war am Anfang staendig nur am gucken.


Zitat (MEike @ 24.01.2006 - 09:48:42)


Die Lunge kann sich in  Bauchlage nicht so gut ausdehen. Das heißt, daß bei schlechten Träumen, Erkältung usw. , also bei erhötem Sauerstoffbedarf, diese Funktion eingeschränkt ist. Wir selber können uns dann umdrehen, um das auszugleichen. Säuglinge nicht. Daher sollte man die Kleinen nur tagsüber unter ständiger Aufsicht auf dem Bauch schlafen lassen.

Viele Eltern berichten, daß ihre Kinder in Bauchlage besser schlafen. Das kann daran liegen, daß sie durch den Sauerstoffmangel, "wie betäubt" sind! Und genau darin liegt die Gefahr für den plötzlichen Kindstod.

:yes: das leuchtet ein, ausserdem können die babys leichter an erbrochenen ersticken, als wenn sie auf der seite liegen.

Zudem kommt es auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand des Babys an. Ein durch Krankheit oder gänzlich falsche Behandlung geschwächtes Kind fällt eher in das Risiko-Raster.

Die Bauchlage ist so eine Sache. Auch ich habe damals meine Tochter immer wieder rumgdreht und seitlich gelegt: unzufriedenes Murren war meist die Folge, wie behutsam ich auch war: und -schwupp! -lagen wir wieder auf dem Bauch!! und schnurchelten friedlich weiter. :rolleyes:

Es hat ihr nichts geschadet- und auch die Kokosmatratze nicht. Heute ist sie ein putzfideles Mäuschen von 15 Jahren.

Was diese Matratzentheorie angeht: Läge es unter Umständen nicht eher daran, mit welchen Konservierungsmitteln (ob ausgewiesen oder nicht) die Naturfaser behandelt wurde?

Überhitzung ist auch ein wesentliches Thema. Nicht bis obenhin einpacken... jedes normal-gesunde Baby srampelt sich wütend frei, wenns ihm zu warm wird. Außerdem gewöhnt es sich leichter an seine Umwelt, wenn man nicht zu dicke Kissen verwendet.

Der Wiegentod ist bis heute nicht endgültig erforscht und auch über dessen Ursachen bestehen nurmehr Theorien und Mutmaßungen.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 25.01.2006 23:01:30


Ich wusste die Tage erfahren, dass nahe Bekannte ihr wenige Wochen altes Baby durch den plötzlichen Kindstod verloren haben.
Es ist unfassbar für uns alle...


Das kann ich nachvollziehen.

Diese Angst davor hat sich bei uns bei jedem Kind eingestellt und als die Enkel geboren sind, war es auch so.

Ich glaube, ich wäre durchgedreht.

:trösten: :trösten: :trösten:


Ich hatte, da Daniel ein Frühchen war, eine Atemüberwachung.

Trotzdem bleibt immer die Angst...

Den Eltern wünsche ich viel Kraft :trösten:

Gassine

Bearbeitet von Gassine am 29.06.2007 15:47:24


Zitat (VIVAESPAÑA @ 21.01.2006 21:35:02)
:rolleyes: es wird ja davon gesprochen, dass die matrazen in bauchlage getestet wurden, von der bauchlage wird aber sowieso abgeraten, weil sie den plötzlichen kindstod begünstigen kann.

Nach Juniors Geburt haben mir die Säuglingsschwestern eingeschärft, dass Babies unbedingt auf dem Bauch liegen müssten... im gleichen Zimmer mit mir lag eine Italienerin, die am gleichen Tag wie ich entbunden wurde. Sie legte ihr Baby immer auf den Rücken- und wurde dafür von den Schwestern regelmäßig angeblafft... Argument war übrigens, dass Babies in Rückenlage an evtl. Erbrochenem ersticken könnten...

Ich kann mich auch noch gut an die Ängste erinnern, die ich bei meinen Beiden hatte. Alle Beide haben nur auf dem Bauch geschlafen. Ich konnte machen was ich wollte. Wie oft ich in das Kinderzimmer gelaufen bin weiss ich nicht mehr. Aber ich war sehr froh, als das erste Jahr rum war.

Damals sagte man ja, nach dem ersten Jahr kommt der Kindstod fast nicht mehr vor. Ob das stimmt, weiss ich nicht. So sein Kind zu verlieren ist ganz furchtbar.


Ich kenne ein Fall aus der Kindergartenzeit von unserem Sohn. Ich sehe es heute noch vor mir, die kleine Julia am Hand der Oma auf dem Weg zum Kindergarten. Am nächsten Morgen war sie ein Engelchen. :heul: Dieses Engelchen Julia besuche heute immer noch auf dem Friedhof. Sie wäre jetzt 25 Jahre alt und ist in unseren Herzen unvergessen.

Die folgenden Wochen waren ein Horrorzenarium im Kindergarten. Ich bin damals laufend aufgestanden um nachzusehen. Aber dies nützt alles nichts. Julia hatte eine halbe Stunde vorher noch etwas getrunken und alles sah nach Normalität aus.

Ich habe gestern auch einen Bericht gelesen, die Ursache könnte auch eine Arterie an der Schläfe sein, die beim auf dem Bauch schlafen angeblich abgedrückt werden könnte????? Ob dies stimmt weiß ich natürlich nicht und auch die Forschung wird es noch nicht genau wissen. :trösten:

Wenn sie dies doch endlich klären könnten - damit vielen Kindern auf der Welt so etwas erspart bleibt - auch den Eltern und Großeltern.


Niemals zu viele und zu fluffige "dicke" Kissen mit ins Bettchen packen.
Daran ist - als ich Kind war - beim Nachbarort ein Säugling erstickt.

War nach 3 Jungs das erste Mädchen und die Wiege wurde mit allen Kissen gemüütlich gemacht... .


Das Kind hat wohl zum Zeitpunkt des Todes im Ehebett mit gelegen. Ich habe gelesen, das soll man auf keinen Fall machen. Mehr weiß ich auch bisher nicht zu dem Fall, da unser Bekannten etwas weiter wegwohnen, und sich selber wieder melden wollen. Auf jeden Fall soll das Kind untersucht werden, um die genau Todesursache festzustellen. Aber das hilft dem Kleinen Engelchen ja jetzt auch nichts mehr... :mellow: . Aber vielleicht kann man dadurch es bei anderen Babys verhindertn. Ich werde micht auf jeden Fall voll informieren über das Thema plötzlicher Kindstod, um die Riskofaktoren zu verhindern, wenn ich mal Kinder bekomme.Ich finde es jetzt sehr schwer die richtigen Worte für die Trauerkarte zu finden, weil es einfach nur schrecklich ist, was den Eltern da widerfahren ist.


Im Krankenhaus nach der Entbindung und auch im Vorbereitungkurs war das bei uns ein großes Thema. Es gab haufenweise Broschüren.

Man soll die Kinder auf den Rücken legen zum Schlafen, ins eigene Kinderbett, in dem sich nur eine Matratze befindet und sonst nichts und nicht im Elternbett schlafen, Schnuller anbieten, nicht rauchen im Haus, nicht wärmer als 20°C im Schlafraum (was im Sommer etwas schierig ist), Schlafzimmer gut lüften, keine Decke nur Schlafsack...

Unser Sohn lag immer auf dem Rücken und hat sehr viel gespuckt und gebrochen und hat sich dabei nicht einmal verschluckt, das läuft alles zur Seite raus.
Als meine Tante uns im KH besucht hat, war das erste was sie gesagt hat, ich könne doch das Kind nicht auf den Rücken legen.

Ich glaube alle Eltern haben große Angst vorm Kindstod.
Ich weiß nicht ob all die Tipps helfen die man bekommt. Wir haben jedenfalls alles gemacht wie es uns gesagt wurde und es ist alles gut gegangen.
Die ersten Wochen zu Hause bin ich abends bestimmt alle halbe Stunde ins Schlafzimmer um zu gucken, ob er noch atmet.


Zitat (Antina @ 29.06.2007 18:49:56)

Daran ist - als ich Kind war - beim Nachbarort ein Säugling erstickt.


Einem Baby würde ich eh niemals ein Kissen geben.

Ich hatte, obwohl ich ein kerngesundes putzmunteres Stillkind hatte, zwölf ganze Monate Angst vor dem plötzlichen Kindstod. Schließlich war ich mit 35 Jahren keine junge Mami mehr. Als die Kleine ihren ersten Geburtstag feierte, war ich sowas von erleichtert. Gesprochen habe ich übrigens mit niemanden darüber. Heute ist sie fast acht Jahre alt, klug und gesund. Ich bin dankbar für jeden Tag.


Zitat (Aquatouch @ 01.07.2007 23:54:42)
Heute ist sie fast acht Jahre alt, klug und gesund. Ich bin dankbar für jeden Tag.

Ich glaube Dir, dass Du dankbar bist für jeden Tag. Nach dem Erlebnis unserer Bekannten werde ich sicher auch mit noch einer größeren Angst leben, wenn ich mal Kinder habe und sie noch kein Jahr sind. Es muss furchtbar sein, ein Kind zu verlieren.

Es ist jetzt schon zwei Monate her, dass unsere Bekannten Ihr Baby durch den plötzlichen Kindstod verloren haben. Sie haben jetzt das Schlafzimmer renoviert, aber sie kommen aus dem tiefen Loch der Traurigkeit nicht raus. Wir haben das Gefühl, dass es jetzt wieder schlimmer geworden ist und sie sich einigeln. Noch vor ein paar Wochen waren sie wieder etwas "lockerer" drauf und wir haben uns öfter getroffen. Und haben sogar einen sehr schönen und auch lustigen Grillabend bei ihnen verbracht. Jetzt wollen sie nur noch alleine sein. Sie fahren jetzt auch erstmal in den Urlaub und wollen dort einmalig eine Selbtshilfegruppe besuchen. Ich frage mich, ob das hilfreich ist oder die Angst und Traurigkeit noch schürt?!

Liebe Grüße,

Sonita


Hallo zusammen!

Ich habe auch einen Sohn - er ist im Moment schon 20 Monate alt.

Als er klein war - eben noch unter einem Jahr bin ich vor Sorge oft fast wahnsinnig geworden.
Als er ganz klein war und er noch oft tagsüber geschlafen hat - bin ich alle naselang zu ihm an den Stubenwagen und habe gehorcht ob er noch atmet.
Wenn die Kleinen noch ganz arg klein sind - dann hört man das atmen kaum. Ich habe ihn dann gerüttelt - weil ich dachte, dass er zu atmen aufgehört hat.
Es hat mir für ihn oft sehr leid getan, dass ich es nicht sein lassen konnte und ich ihn beim schlafen gestört hatte - aber ich konnte es nicht anders.
Die Angst war am Anfang ganz schlimm - und ist dann aber immer besser geworden.
Es muss schlimm sein, ein Kind auf diese Weise zu verlieren. Es ist so ein sinnloser Tod und man ist absolut nicht gewarnt.

Ich habe genau befolgt was mir an Tipps gesagt wurde.
Schon im Vorbereitungskurs und dann im Krankenhaus hat man viel zu dem Thema gehört. Aber auch wenn man alles schön brav einhält und sich an alle "Vorschriften" hält - es kann eben einfach passieren.
Diese Angst davor haben sicherlich (mal mehr - mal weniger) alle Eltern!

Liebe Sonita - ich glaube schon, dass ein Besuch einer Selbsthilfegruppe gut tut. Man kann sich mit Eltern austauschen die das Gleiche erlebt haben - das sind Leute die einem 100% verstehen und das tut sicherlich gut.
Ich würde Deine Bekannten aber auf jeden Fall darin bestärken, zu so einer Selbsthilfegruppe nicht nur einmalig zu gehen - sondern dauerhaft.
Ich glaube - schaden kann das überhaupt nicht. Aber helfen bestimmt!

Liebe Grüsse - rosengift


Hallo Ihr Lieben,

ich hatte eine Schwester,sie ist an plötzlichem Kindstod gestorben.
Ich war etwa 4 Jahre alt als meine Mutter sagte:Weck doch mal Daniela.
Nach fünf mal:Mama,sie wird nicht wach,der Schock.
Dieses Erlebniss geht mir nicht aus dem Kopf.
Als ich eigene Kinder bekommen habe war die Angst riesengroß,habe auch auf den ersten Geburtstag gewartet,damit ich mich beruhigen konnte.

Dieses Erlebniss ist das schlimmste was einer Mutter passieren kann.

Allen betroffenen wünsche ich viel Kraft das zu verarbeiten.
Und viele liebe Menschen um einen herum die darüber reden wenn es nötig ist.

:blumen: :blumen:


Zitat (zickenmama2005 @ 02.09.2007 14:31:53)


Dieses Erlebniss ist das schlimmste was einer Mutter passieren kann.

-Ohne Worte-
:trösten:

@rosengift: Ja, mein Freund und ich haben auch überlegt, ob nun eine Selbsthilfegruppe für die beiden gut ist. Aber Du hast Recht, vielleicht tut es ihnen gut, dass sie mit so einem schrecklichen Schicksal nicht alleine sind, sondern sich austauschen können. Aber dann ist es sicher besser sich eine Selbsthiflegruppe in der eigenen Gegend zu suchen und dort regelmäßig hinzugehen. Ich werde es den beiden mal vorschlagen. Man macht sich ja doch seine Gedanken bei so engen Freunden.

@zickenmama2005: Das ist ja auch furchtbar, was Dir und Deiner Familie geschehen ist. :trösten:

Ich danke Euch für Eure Worte!

Sonita


Im Juni ist das Kind unserer Bekannten mit 2 Wochen gestorben (habe ich ja hier schon berichtet). Sie scheinen es nicht verarbeiten zu können. Das sehe ich so. Sie benehmen sich so seltsam. Früher hatten sie so gut wie keine Freunde. Jetzt verabreden sie sich ständig mit anderen Leuten, die sie von der Schule kennen und viele 10 Jahre nicht gesehen haben. Oft picken sie sich welche mit Kinder heraus. Sie packen sich jedes Wochenende voll mit Terminen und Verabredungen und auch die Woche bleibt nicht verschont. Sie sind nur auf Achse. Das haben sie früher NIE gemacht. Außerdem packen sie es nicht das Kinderzimmer auszuräumen. Alles steht noch wie im Juni.

Bitte helft mir, wie beurteilt ihr diese Situation? Ich brauche mal ein Urteil von Außenstehenden. :unsure:

Liebe Grüße,

Sonita


Liebe Sonita,

jeder Mensch geht mit seiner Trauer anders um und jede Art ist für die Betroffenen richtig uns unabänderlich. Die Familie, Freunde und Bekannten sollen das einfach akzeptieren auch wenn sie es nicht verstehen können. Ein Kind zu verlieren ist so ein Eingriff in das Leben der Eltern, daß wenige Menschen das nachvollziehen können.

Es reicht wenn ihr sagt, daß ihr immer da seid wenn ihr gebraucht werdet und ansonsten lasst sie ihren Weg gehen.

moni*


Eine wirkliche Ursache kennt man ja nach wie vor nicht; es gibt nur statistische Erhebungen, denen man Risikofaktoren entnehmen kann. Aber selbst wenn diese Faktoren ausgeschaltet werden, kann es passieren. Aber das Risiko ist halt deutlich kleiner. Es ist erschreckend was diese Tragödie begünstigen kann.


Hallo,

auch wenn jeder mit der Trauer anders umgeht, hört sich das Verhalten deiner Bekannten doch merkwürdig an. So, wie du es schilderst, scheinen sie "davonzulaufen". Etwas unternehmen ist bestimmt gut, weil man unter Leuten einfach nicht mehr soviel grübelt und abgelenkt ist. Die Frage ist, ob es noch im Bereich des "Normalen" ist.

Sprechen sie denn über den Tod des Kindes oder ist das ein Tabu-Thema? Ich denke, dass das (gilt auch für andere Situationen) zeigt, ob man eine bestimmte Sache verarbeitet hat oder nicht.

Und die Selbsthilfegruppe, gehen sie da hin?

Gruß Steffi


Ich kann das Verhalten ganz gut nachvollziehen, ich bin da ähnlich gestrickt. Entweder pack ich meine Zeit so voll dass ich keine Zeit zum Nachdenken habe, oder ich versinke in den tiefsten Depressionen. "Normal" in dem Sinne ist das zwar nicht und auf die Dauer auch nicht gesund, aber wie gesagt, ich kann die Reaktion verstehen. Die Eltern brachen imho dringend professionelle Hilfe.


Zitat (steffi-n @ 04.11.2007 14:08:38)
auch wenn jeder mit der Trauer anders umgeht, hört sich das Verhalten deiner Bekannten doch merkwürdig an. So, wie du es schilderst, scheinen sie "davonzulaufen". Etwas unternehmen ist bestimmt gut, weil man unter Leuten einfach nicht mehr soviel grübelt und abgelenkt ist. Die Frage ist, ob es noch im Bereich des "Normalen" ist.

Sprechen sie denn über den Tod des Kindes oder ist das ein Tabu-Thema? Ich denke, dass das (gilt auch für andere Situationen) zeigt, ob man eine bestimmte Sache verarbeitet hat oder nicht.

Und die Selbsthilfegruppe, gehen sie da hin?

Gruß Steffi

So sehen wir es auch. Wir finden auch nicht, dass es im Bereich des "normalen" ist, so zu versuchen (wenn sie es denn versuchen) den Tod des Kindes zu verarbeiten. Wir haben auch die schlimme Befürchtung, dass sie "weglaufen", weil sie sich auch nie bei sich im Haus mit Leuten treffen. Jetzt waren sie sogar beleidigt, dass wir meinen Geburtstag noch nicht gefeiert haben, obwohl sie wissen, dass wir gerade voll im Renvovierungsstress sind :unsure: .

Doch, sie sprechen schon über den Tod des Kindes. Er hat damit aber scheinbar arge Probleme. Sagt dann kaum was. Er sieht auch nicht gut aus: Blass, die Haare gehen ihm aus und er sieht sehr apartisch aus. Das ist beängstigent.

Bei der Selbsthilfegruppe waren sie schon einmal. Die ist aber nur alle 3 Monate einmal. Aber dort haben sie Leute angetroffen, die den Tod der Kinder gut verarbeitet haben und es als "Gott gegeben" angesehen haben. Alle haben auch nach 1, 1,5 Jahren gleich wieder Kinder bekommen. Aber unsere Bekannten wollen erstmal in nächster Zeit nicht daran denken nochmal ein Kind zu bekommen.

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 01.12.2007 22:48:45


Sonita, erstmal finde ich es gut wie Du dich um Deine Freunde sorgst. Ein Kind zu verlieren ist das schlimmste was Eltern passieren kann, man kann ihr Verhalten nicht verstehen, wenn man selber so etwas nicht erlebt hat. Meistens können Mütter besser über den Verlust reden als Väter. Ich habe selber meine Tochter vor 4 Monaten nach langer Krankheit verloren und bei uns ist es auch so, dass mein Mann kaum darüber reden kann, mit Außenstehenden schon gar nicht. Aber ich weiß, dass er genauso trauert wie ich, eben auf seine Art.
Mir hilft zur Zeit auch eine Selbsthilfegruppe, in der auch überwiegend Mütter sind, Väter öffnen sich nach außen auch da weniger.
Wenn Deine Freunde sich schon um eine Selbsthilfegruppe gekümmert haben, kennen sie sicher auch den Verein Verwaiste Eltern, ansonsten hier die Internet-Adresse:
Verwaiste-Eltern.de
Außerdem gibt es noch Leben-ohne-dich.de, wo sich viele Eltern austauschen.
Dort gibt es auch Tipp`s wie man trauernden Eltern helfen kann und sie besser versteht.
Vielleicht schaust Du Dir diese Seiten einmal an gibst es an Deine Freunde weiter.

Liebe Grüße
Chrissi


Zitat (chrissi28 @ 05.11.2007 11:02:01)
Außerdem gibt es noch Leben-ohne-dich.de, wo sich viele Eltern austauschen.

Die Homepage habe ich mir mal angeschaut und fand es sehr traurig. Unsere Bekannten gehen zu einer Selbsthilfegruppe, bei der nur Eltern bei sind, die ihre Kinder durch den plötzlichen Kindtod verloren haben und müssen dafür sehr weit fahren. Wir haben ihnen auch vorgeschlagen zu einer Gruppe in der Nähe zu gehen "verwaiste Eltern", aber sie wollen nicht wissen, auf welch Art und Weise Kinder noch sterben können.
Gestern hat mir meine Bekannte geschrieben, dass sie jetzt sogar eine Putzmittelparty mit ganz vielen Leuten machen will demnächst - das war früher undenkbar, das hätte sie niemals gemacht. Ich denke sie suchen wieder die Ablenkung auf Biegen und Brechen. Ich weiß auch nicht mehr weiter. Man kann wahrscheinlich nur abwarten.

Liebe Grüße,

Sonita

matrazen hin und her mir ist es passiert vor 20jahren ist mein sohn an kindstod gestorben .im krankenhaus habe ich bei gebracht bekommen die kinder auf dem bauch zulegen aber das komische ist und meine dazu ist es ist erblich belastbar bei meiner schwiegermutter ist auch in den 50ziger jahren auch ein kind verstorben und es war kurioser auch das 3 kind bei mir auch . meiner großen habe ich jetzt gesagt die soll wenn es soweit ist ein gerät geben lassen.


@ derDrachen

ich habe schon gehört, dass der plötzliche Kindstod erblich bedingt sein kann. Keiner weiß genau die Ursachen. Darf ich fragen, wie alt Dein Sohn war, als er verstorben ist?

Liebe Grüße,

Sonita



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