Holzpaneele von der Decke entfernen: Paneele entfernen


Hallo zusammen,

in ein paar Tagen ist es soweit: ich bekomme die Schlüssel zu meiner neuen Wohnung.

Neben ein paar Kleinigkeiten wie neu streichen bereitet mir derzeit allerdings eine Sache noch Kopfzerbrechen:

Die Decke des Wohnraumes ist mit dunklen Holzpaneelen verkleidet, welche die Wohnung nicht nur sehr dunkel, sondern auch kleiner wirken lassen. Diese würde ich gerne (nach Rücksprache mit dem Vermieter natürlich) entfernen. Nun habe ich mich mal im Bekanntenkreis umgehört und folgende Ratschläge bekommen:

1.) Paneele abmachen und die gesamte Decke mit Styropor-Platten auskleiden, im Anschluss übertapezieren und streichen

2.) Paneele abmachen und Rückstände mit einer Schleifmaschine erst mit grober, dann mit feiner Körnung abschleifen. Im Anschluss weiß überstreichen.

3.) Paneele abmachen und Rückstände mit einer Spachtel weitestgehend entfernen, anschleifen und dann überputzen. Im Anschluss weiß überstreichen.

Angesicht der Fülle der Vorschläge bin ich mir nun gar nicht mehr sicher, was davon am einfachsten, kostengünstigsten oder aus anderen Gründen empfehlenswerteste wäre.

Was meint ihr? Wie bekomme ich auf einfachstem Wege eine schöne Helle Decke in meine neue Wohnung? Ich selbst bin handwerklich zwar nicht allzu begabt, hätte aber diesbezüglich begabtere Unterstützung.

Ich hoffe auf zahlreiche Tipps und danke schon einmal im Voraus!

Lieben Gruß

Datura-S :D


Hilfreichste Antwort

Wir selbst hatten in unserem Haus auch in diversen Räumen Holzdecken und diese mittlerweile nach und nach entfernt. Die Paneelen waren mittels Querverlattung unter der Decke befestigt. Diese Verlattung war mit Dübeln unter den Decken verschraubt und an diesen Latten waren die Paneelen befestigt. Also zum Abnehmen der Paneelen ging es demnach in ungekehrter Reihenfolge: Zuerst eine Paneele an einer Stelle ablösen und nach und nach alle weiteren Teile aus den Steckverbindungen ziehen bis alle weg sind. Sodann die Latten entweder losschrauben (ist in jedem Fall besser, wenn auch mehr Arbeit, aber es reißen sich keine großen Putzflecken aus der Decke), oder eben mit Ruck abreißen, was aber - siehe vorgeschriebenes - nicht empfehlenswert ist! Wenn alle Latten abgeschraubt sind, die in der Decke verbliebenen Dübel mit Moltofill und einem Spachtel - bitte nicht extrem großflächig - schön glatt zuschmieren und sodann die Decke einfach weiß streichen!

So haben wir es gemacht und die Decken sehen einwandfrei glatt und sauber aus! Damit dies der Fall ist, sollte beim Abnehmen der Paneelen und der Verlattung die entsprechende Sorgfalt Voraussetzung sein. Denn umso weniger Arbeit hat man nachher beim Wiederherrichten der Decke!

Bearbeitet von Murmeltier am 24.06.2013 17:00:33


spontan würde ich folgendes vorschlagen

4.) Paneele runtermachen, die Decke mit einem Spachtel so gut wie möglich glätten, dann Rauhfasertapete an die Decke tapezieren und dann weiß überstreichen.


Ich kann mir nämlich nur schwer vorstellen, dass man die Decke wirklich ordentlich glatt verputzt bekommt (ich zumindest könnte das nicht :hihi:), alternativ würde ich Lösung 2 nehmen.


Wir selbst hatten in unserem Haus auch in diversen Räumen Holzdecken und diese mittlerweile nach und nach entfernt. Die Paneelen waren mittels Querverlattung unter der Decke befestigt. Diese Verlattung war mit Dübeln unter den Decken verschraubt und an diesen Latten waren die Paneelen befestigt. Also zum Abnehmen der Paneelen ging es demnach in ungekehrter Reihenfolge: Zuerst eine Paneele an einer Stelle ablösen und nach und nach alle weiteren Teile aus den Steckverbindungen ziehen bis alle weg sind. Sodann die Latten entweder losschrauben (ist in jedem Fall besser, wenn auch mehr Arbeit, aber es reißen sich keine großen Putzflecken aus der Decke), oder eben mit Ruck abreißen, was aber - siehe vorgeschriebenes - nicht empfehlenswert ist! Wenn alle Latten abgeschraubt sind, die in der Decke verbliebenen Dübel mit Moltofill und einem Spachtel - bitte nicht extrem großflächig - schön glatt zuschmieren und sodann die Decke einfach weiß streichen!

So haben wir es gemacht und die Decken sehen einwandfrei glatt und sauber aus! Damit dies der Fall ist, sollte beim Abnehmen der Paneelen und der Verlattung die entsprechende Sorgfalt Voraussetzung sein. Denn umso weniger Arbeit hat man nachher beim Wiederherrichten der Decke!

Bearbeitet von Murmeltier am 24.06.2013 17:00:33


Hallo Datura,

wenn sich die Paneelen problemlos runtermachen lassen, würde ich zu Lösung 2) tendieren, ansonsten zu Binefants Vorschlag :blumen:

Was mir niemals an Decke oder Wände käme, ist Styropor... hatte schon ein paar mal das 'Vergnügen', Styroporplatten von Decken/Wänden zu kratzen... ehrlich, das ist der allerletzte Sch*** :wacko:


Könnte man die Paneele nicht einfach weiß streichen?


Eine solche Idee hatte ich auch schon mal, viertelvorsieben, aber das ist in etwa vergleichbar mit Strafarbeit für ein absolut schweres Verbrechen :wacko:

Die Überkopfarbeit an sich ist schon sehr anstrengend, beim Streichen der Paneelen aber ist sie mindestens 5 mal mehr anstrengend, denn man muß sehr genau und "satt" die Farbe aufbringen und natürlich genauestens darauf achten, daß man jede, aber auch wirklich jede, Fuge absolut genau und voll ausfüllend streicht, denn jeder noch so klitzekleine vergessene Spalt ist nachher sichtbar. Und glaub mir, Du willst diese kleinen "Vergesslichkeiten" nicht wirklich immer und immer wieder sehen, wenn Du an die Decke schaust! :no: :no:

Da ist das Abmontieren der Paneelen, auch wenn es lästig ist, immer noch die leichteste Übung und das anschließende Decke streichen ist ein Klacks gegenüber dem Paneelen streichen!


Okay, Murmeltier. War auch nur so 'ne Idee. :D


Murmeltier, als wir in unser Haus zogen waren gleich zwei sehr große Räume mit diesen dunklen und erschlagenden Panelen bestückt. Billig ist nicht immer dauerhaft erfolgreich. Obwohl ich alle Malerarbeiten im Haus und im Garten selber recht erfolgreich mache, ließen wir die Arbeit von einer Malerfirma machen. Das Ganze war binne 2 Tage fertig und sieht bis heute- einige Jahre später - in purem weiß immer noch toll aus.

Auch ich bin kein Fan von Überkopfmalen, aber bei 3m Deckenhöhe lohnte es sich einen Fachmann zu engagieren, und ehrlich gesagt wäre runterreißen, Tapete kleben und dann anstreichen mindestens doppelt so teuer geworden - und mindestens doppelte Arbeit.

Ich empfehle Dir das Du Dir einen Fachmann hohlst und Dir ein Angebot für die ganze Arbeit geben läßt ehe Du wild drauf loslegst. Du könntst sogar angenehm überrascht sein das er billiger sein wird als Du und Dein Heimwerkern.
Muß nicht sein, aber immerhin ein Versuch wert wie ich es selber entdeckt habe.


Als wir unsere ollen Holzdecken entfernten, haben die Decken überhaupt keinen großen Schaden genommen! Es waren am Ende der Abbauarbeiten lediglich die Bohrlöcher übrig, die mein Mann mit Moltofill schön glatt zugespachtelt hat. Nach dieser Vorarbeit haben wir die Decken sofort gestrichen, tapezieren war gar nicht notwendig! Die Decken sind so glatt, als seien sie ganz neu eingezogen worden.
Wir haben keine Deckenhöhe von 3 m oder gar noch höher, aber das spielte hier keine Rolle. Runter müssen die Paneelen ja trotzdem irgendwie. Klar, wenn es eine Handwerkerfirma macht, hat man selbst keine Arbeit damit, aber solange man es selbst kann, warum soll man dann jemanden beauftragen? Das Geld kann man sich sparen. Wenn sich dann noch herausstellt, daß die Decken ansonsten glatt und ok sind, warum dann nicht selbst machen??

Ich hab übrigens nicht das Problem mit der Holzdecke, Fragensteller war hier Datura-S :)


Hallo Datura-S :blumen:

Auf jeden Fall ist da eine Unterlattung (Dachlatten), die dann auch noch entfernt werden müßte. Je nach Beschaffenheit der Original-Decke (Putzverarbeitung) könnten sich Probleme ergeben beim Herauslösen der Schrauben und Dübel. Das heißt, das dann noch Putz mit runterkommen könnte oder sich lockert, was auch fachmännisch geglättet werden müßte. Wird es das nicht, schaust Du Dir ebenfalls einen Wolf dran. Hundertprozentig eben wird das nur noch ein Fachmann ausbessern können.

Nachbarn von uns und auch wir haben eine vorhandene Holzpaneel-Decke (bei mir war es nur PVC mit Holzmaserung) wunderbar hinbekommen, indem wir diese weiß gestrichen haben. Bei Nachbars war es ein Maler, da es mehrere Decken waren und der Einzugstermin heranrückte. Klappte ohne Schwierigkeiten...einfach nur mit und feuchtem Tuch gründlich von Staub befreit und nach dem Trocknen (geht ratz-fatz) mit einem (hochwertigen) breiten flachen Pinsel übergestrichen. Die Kunststoffdecke habe ich nur 1x bearbeitet, war vollkommen deckend - gute Farbe vorausgesetzt.
Nie und nimmer würde ich die alte Decke wieder entkernen. Nächstes Frühjahr wünsche ich mir aber an die alte Unterlattung Rigips-Platten mit eingebauten LED-Spots. Dafür muß aber erst noch gespart werden.

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt: Ich drücke die Daumen, daß alles gut von der Hand geht !

PS: eine Echholz-Decke, weiß gestrichen...was gibt es Schöneres ?

Bearbeitet von horizon am 25.06.2013 09:22:52


Zitat (horizon @ 25.06.2013 09:21:20)
Nie und nimmer würde ich die alte Decke wieder entkernen. Nächstes Frühjahr wünsche ich mir aber an die alte Unterlattung Rigips-Platten mit eingebauten LED-Spots. Dafür muß aber erst noch gespart werden.

Das wätre übrigens Möglichkeit

5) Alte Paneele ab, Unterlattung behalten, je nach Bauweise/Abstand noch ein bis zwei Dachlatten quer zu den vorhandenen einziehen, und dann Rigipsplatten direkt auf die Lattung schrauben, Übergänge spachteln, schleifen, und dann streichen.
Hat eben den Vorteil, dass man z.B. (flache) LED Spots in die Decke einbauen kann. Ist aber teurer als die einfachen Lösungen mit nur Abmachen und Decke streichen

Genau so, Bierle !

Aber Vorsicht beim "Stückeln" von Rigips ! Dafür gibt´s spezielle Spachtelmasse, die nicht reißt. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung...


Genau wie Horizon sagte, gibt es kaum Schöneres als eine weiß gestrichene Holzpanelwand. Ein Grund warum wir es so haben machen lassen.

Ein weiterer Grund war die Angst aus echt üblen Überraschungen da man ja nicht weiß was sich hinter den Panelen versteckt und ist diese erst einmal angerissen war es das dann. Wir vermuteten Nichts Gutes da in die Holzpanele sehr große Spotlights eingefügt waren. Doof gelaufen war das einige davon fehlten und der Vorbesitzer das zum Verkauf des Hauses mit einem großen weißen Segel versteckt hatte. Wenn ihr wüßtet was wir für ein Trappel hatten diese Lampen zu ersetzen da sie eben nicht Standardmaß waren da wohl schon vor sehr vielen Jahren eingebaut.

Wenn ich noch einmal mit einem Haus oder einer Wohnung konfrontiert wäre wo die Decke mit Holzpanelen be-
stückt ist würde ich sie immer wieder weiß streichen da es mir nie geheuer wäre wie es dahinter aussieht. Könnte noch mehr Kosten und Arbeit liefern als ein schlichter Anstrich.

Wie ich schon erwähnte, mache ich die meisten handwerklichen Sachen im Haus und Garten selber und dies gar nicht 'mal so schlecht. Allerdings gibt es auch ein paar Sachen die ich mir nicht wirklich zutrauen würde, oder wo die Arbeit mir eine Dimension zu viel ist. Da wird dann eben der Fachmann engagiert weil ich dann das gute Gefühl habe das der die Sache super hinkriegt und dafür ist mir die Ausgabe das Geld wert.


Hallo zusammen und erst einmal vielen lieben Dank für die vielen Anregungen und Tipps!

Ich habe mich nun dazu entschieden, die Hausverwaltung morgen bei Schlüsselübergabe einfach mal drauf anzusprechen - vielleicht weiß diese ja schon in etwa, wie es darunter aussieht und entsprechend kann man dann verfahren. Meine Eltern sind auch der Meinung, dass ich einfach weiß überstreichen soll, allerdings sagt mir einfach die Optik von Holz an der Decke nicht zu - ich hätte es eben lieber komplett glatt, aber das ist ja eh eine Frage des eigenen Geschmacks ;) Ich habe meine zwei persönlichen Handwerker jetzt für morgen Abend erst einmal zum besichtigen in die Wohnung gebeten und bin mal gespannt, was die zwei dann sagen.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass es eine unkomplizierte Sache wird,... ;)

LG
Datura


Zitat (Datura-S @ 25.06.2013 18:40:39)
Ich hoffe auf jeden Fall, dass es eine unkomplizierte Sache wird,... ;)

das wünsch ich Dir!! :daumenhoch:
berichte mal, wie es ausgegangen ist ja?

viel Spaß in den neuen vier Wänden :blumen:

So lange die Wohnung leergeräumt ist, kann man die Decken ( also auch Paneele) weiß spritzen lassen. Die Malerunternehmen haben ein Gerät dafür. Es spart sehr viel Arbeitszeit und sieht perfekt aus.
Vorher muss man mit Plastik abdecken (Türen, Fenster, Lichtschalter).
Vor Jahren habe ich das mit einer Wohnung "erlebt" und fand es toll.
Wenn man erstmal Möbel drin hat, ist das nicht mehr praktikabel.
( Ich hätte Schiss davor, was unter den Paneelen zu Tage kommt. Das Reparieren kann recht mühsam werden.)
Styropor ist furchtbar, auch im Falle von Feuer besonders gefährlich.

Bearbeitet von AMA am 26.06.2013 08:12:23


Hallo zusammen,

ich habe mich nun gestern mit meinen Helfern dazu entschieden, die Decke tatsächlich runterzuholen und das Erwachen war gar nicht so böse wie befürchtet ;)

Unter den Holzpaneelen ist eine Konstruktion aus Holzlatten, an welcher die Paneelen befestigt waren. An diese Konstruktion möchten wir nun gerne Rigipsplatten anschrauben, diese entsprechend spachteln so dass eine glatte Fläche entsteht und dort dann überstreichen.

Die einzige Frage, wo sich die Geister unter meinen Helfern bisher noch scheiden ist, ob man nach dem spachteln dann direkt weiß überstreichen kann, oder noch eine "Untergrundbehandlung" machen muss (womit auch immer) damit die Farbe tatsächlich hält und auch gleichmäßig aufgetragen werden kann, ohne dass sich Flecken bilden?

Es wäre toll, wenn ihr auch hierzu noch einen Rat für mich hättet :blumenstrauss:

@compensare: Es wird wohl noch eine Menge Arbeit, da wir noch einiges geplant haben (z.B. das Selberbauen einer Bartheke um die Küche vom Wohnbereich abzutrennen), aber ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich mich sobald alles fertig ist pudelwohl in der Wohnung fühlen werde :D :D :D

Lieben Gruß und einen schönen Tag Euch allen :)

Datura


Guten Morgen ! :blumen:


Ja, da muß zuerst eine Grundierung aufgetragen werden, die aber sehr schnell trocknet.

Und bitte aufpassen, daß die richtige Spachtelmasse für die Ansatzfugen der einzelnen Platten verwendest. Das ist wichtig bei angesetzten, geschnittenen Stücken der Platte (gegeben aus der Abmessung der Decke) - nicht so sehr bei ungeschnittenen, kompletten Platten untereinander - da man sonst schnell Risse verzeichnet (Unterlattung ist Holz, und Holz "geht" immer etwas). Unsere Wohnzimmerdecke ist ebenfalls auf einer alten Unterlattung aufgebaut, wir haben aber zwischen die Rigips-Platten dann noch Holzbalken längs angebracht und hinterher alles in einem abgeschwächten Weiß, mit winzigen Putzpartikeln in der Farbe, gestrichen. Hinein kamen dann noch Spots.
Ne Decke für´s Leben eigentlich, natürlich muß bei Bedarf wieder gestrichen werden.

Viel Freude bei der Arbeit und anschließend beim Blick nach oben B) ;) !



Kostenloser Newsletter