Patenschaft für Kinder: wer hat Erfahrungen


Ich möchte gerne die Patenschaft für ein Kind aus Äthiopien, Kenia oder Ghana übernehmen.Nachdem ich mich nun wochenlang durch Infomaterial diverser Kinderhilfsorganisationen gewühlt habe, habe ich mich für "plan-international" entschieden, weil dort durch meine Spende nicht nur die Kinder, sondern die ganze Familie und Gemeinde unterstützt werden.
Hat einer von Euch Erfahrungen mit Patenschaften?Lief alles so, wie ihr euch das vorgestellt hattet?Gab es die Möglichkeit, mit dem Kind brieflichen Kontakt aufzunehmen oder es sogar zu besuchen? Habt ihr regelmässig durch die Organisation Berichte erhalten, welche Projekte zur Zeit laufen, bzw. gefördert werden usw.?
Bin für jede Info dankbar.


Ich hatte sehr lange über die Kindernothilfe in Duisburg Patenkinder in Brasilien und Chile. Grundsätzlich kann ich da absolut nichts negatives sagen.

Die Kinder haben 3 - 4 mal im Jahr Briefe geschrieben bzw. Bilder gemalt. Ich bekam das dann zusammen mit einer Übersetzung zugeschickt. Spanisch und Portugisisch kann ich nun mal nicht. :rolleyes: Meine Briefe sind offensichtlich auch angekommen, da sie sich manchmal auf Auszüge meiner Briefe bezogen haben. Zusätzliche Informationen kamen per Infobrief aus Duisburg. Soweit so gut.

Ich fand es schade, dass die Kinder immer wieder wechselten. Die Patenschaft war an den Besuch einer bestimmten Einrichtung gebunden. Wenn die Mütter oder Großmütter wegen Umzug o.ä. die Kinder da raus nahmen, bekam ich Post von der Einrichtung mit einem Dankeschön und einen Brief aus Duisburg mit dem Vorschlag eines anderen Patenkindes. Eine längerfristige, wenn auch nur schriftliche, Beziehung konnte sich so nie aufbauen.


Ich habe seit Jahren ein Patenkind aus dem Tschad vermittelt über World Vision. Auch hier wird mit dem Geld nicht nur das Kind selbst, sondern Familie und Gemeinde mit unterstützt. Briefe und Infos kommen 2-4 Mal im Jahr, und auch ein Briefkontakt mit dem Kind ist möglich. Besuchen könnte ich es auch, aber in den bürgerkriegsgebeutelten Tschad zieht es mich nicht wirklich. Ich weiß aber von einem Kollegen meiner Mutter, dass er seine 2 Patenkinder in Brasilien ein paar Mal besucht und auch heute nach Jahren noch regelmäßigen Kontakt zu seinen mittlerweile längst erwachsenen Schützlingen hat.


@HSommerwind

Wegen der Sprache hatte ich mir auch Gedanken gemacht und deshalb wollte ich auch gerne ein für ein Kind von der afrikanischen Ostküste eine Patenschaft übernehmen.Dort wird nämlich Englisch gesprochen, bzw. der Unterricht findet in Englisch statt.Und das kann ich (leidlich) :P Außerdem sind diese Länder nicht soooo weit weg.Da kann man sein Kind auch mal besuchen.
Ich hoffe mal, dass die Patenschaft nicht oft wechselt, da lt. plan international die Spende für die ganze Familie oder Gemeinde eingesetzt wird :(
Vielleicht sollte ich da noch einmal nachfragen.Möchte ja auch schon eine persönliche Beziehung zu "meinem" Kind aufbauen.

Edit hat vergessen nachzufragen, wie hoch die Spendenbeiträge bei euch sind/waren.Frei wählbar oder ein Festbetrag?Bei p.i. soll die Spende 25 € im Monat betragen.

Bearbeitet von BetaAngel am 26.01.2006 10:18:36


Bei der Kindernothilfe waren das auch 25 €. Das ist aber schon ein paar Jahre her. Aktuell sind es wohl 31 €. Guck mal auf deren Homepage nach. Da stehen Einzelheiten. :)

Kindernothilfe


Hallo!

Ich war auch sehr lange auf der Suche nach einem Patenkind und habe durch Zufall erfahren, daß ein Familienmitglied dies auf privater Ebene macht. Durch eine Reise nach Ghana hat meine Verwandte ein Familie in Ghana kennen und mögen gelernt und sich entschieden, den Kindern der Familie die Ausbildung zu bezahlen. Ich habe durch sie eine 10jährige Patentochter. Dorothy besucht eine sehr gute Schule in Ghana, wir finanzieren Schulgeld, Kleidung und Essen. Es ist recht teuer in Ghana, eine gute Ausbildung zu finanzieren (410 Euro im Jahr inkl. Überweisungsgebühren). Der Vorteil ist der seeeehr enge Kontakt, sie nennt uns ihre Eltern, schreibt uns sehr oft in immer besser werdendem Englisch, ihren Eltern haben wir ein altes Handy geschenkt, da schicken sie immer mal ne SMS. Alle 1 bis zwei Monate stehen wir in Kontakt. Meine Verwandte besucht die Familie ca. 1 mal im Jahr, wenn meine Kids größer sind, werde ich sicher auch mal runter fliegen. Vielleicht lade ich das Mädel auch mal ein. Zweimal im Jahr packe ich ein Päckchen. Heißer Tipp an dieser Stelle: Briefe ins Ausland unterliegen kaum Größenbeschränkungen (außer Summe der Seitenlängen max. 90cm), ich schicke immer einen Schuhkarton voll als Großbrief mit Einschreiben auf dem Landweg, das dauert zwar 3 bis 4 Wochen, kostet aber im Gegensatz zu einem Paket nur 22 Euro (Paket 55 Euro!!). Ich finde es besser, nur das Kind zu unterstützen, sonst bleibt die Ausbildung auf der Strecke. Wenn man bedenkt, daß von einem Monatsbeitrag (20-25 Euro) bei den bekannten Organisationen erst Verwaltungsgebühren abgehen und dann auch noch Dorf und Familie Geld erhalten, was kommt dann bei dem Kind an? Außerdem schreiben die Kids bei großen Organisationen häufig Musterbriefe ab...leider....

Vielleicht hat jemand Interesse? Ist natürlich schwer, wenn man sich nicht kennt, ich hab gleich Vertrauen gehabt, weil die Organisatorin gut kenne und mir nichts aufgeschwatzt wurde, ich hoffe, so kommt es auch nicht von mir an. Könnt mir schreiben an Livou(at)web.de . Das (at) durch @ ersetzen, das ist eine Sicherheitsmaßnahme, um Spammer vom Filtern abzuhalten.....

Herzliche Grüße von der Rasselbanden-Mama


Hallo

ich habe seid fast 1 Jahr ein Patenkind über World Vision in Bolivien. Ich habe Briefkontakt mit der Mutter und mit den Betreuern vor Ort. Die Kleine ist 4 Jahre alt und wächst ohne Vater auf. Ich zahle 30€ pro Monat. Wir haben sehr lange überlegt und usn auch ausgiebig informiert.

Worldvision


Uns war vor allem wichtig das wir einem Kind von klein auf helfen können.


cathie


Ich bin nun mal ein kleiner Skeptiker: Woher wisst ihr eigentlich, das euer Brief auch wirklich bei dem Kind ankommt? Und woher weiss man, das der Brief vom Kind kommt und nicht von einer anderen x-beliebigen Person?

Kenne mich nicht aus, also bitte nicht steinigen! :(


Zitat (DasMännle @ 10.03.2006 - 13:14:19)
Ich bin nun mal ein kleiner Skeptiker: Woher wisst ihr eigentlich, das euer Brief auch wirklich bei dem Kind ankommt? Und woher weiss man, das der Brief vom Kind kommt und nicht von einer anderen x-beliebigen Person?

Kenne mich nicht aus, also bitte nicht steinigen! :(

Steinigen tun wir hier keinen.

Also ich weiß das der Brief ankommt daher, weil ich ja Antwort von der Mutter und von den Betreuern erhalte. z.B bedankt man sich für das Weihnachtsgeschenk oder beantwortet meine Fragen.

Wir hatten uns wirklich seeeeehr lange und ausgiebig informiert. Hatte auch hier im Forum mich umgehört wer mit Wolrd Vision Erfahrung hat.
Und bis jetzt habe ich nur positive Beurteilungen über WV gehört.
Natürlich gibt es auch Agenturen die die Gutmütigkeit ausnutzen. hab auch schon von solchen Fällen gehört. Wie gesagt wir hatten uns lange darüber Gedanken gemacht und uns auch viele Meinungen und Informationen eingeholt.

cathie

Wir haben über World Vision ein Patenkind in Chile. :blumen:
Und wir zahlen 30 € im Monat.

Also ich denke schon, dass die Briefe ankommen bzw. von den Personen selber geschrieben werden. Was hätten die davon, wenn die jemand anderer schreibt? Außerdem hat man ja die Möglichkeit, das Patenkind zu besuchen. Und spätestens da würde es ja auffallen, wenn das Kind oder die Eltern gar nichts von den Briefen wissen.


Macht man sich nicht unglücklich, wenn man eine Patenschaft übernimmt?? :ph34r:

Oder ist das kündbar?? Ich mein, so um die 30€ sind ja auch nicht wenig, ne?

Was, wenn man plötzlich arbeitslos wird und das Geld dann anders benötigt??


Dat is mir alles so :hmm:

Bearbeitet von Miele Navitronic am 14.03.2006 21:14:33


Zitat (Miele Navitronic @ 14.03.2006 - 21:14:19)
Oder ist das kündbar?? Ich mein, so um die 30€ sind ja auch nicht wenig, ne?

Was, wenn man plötzlich arbeitslos wird und das Geld dann anders benötigt??

Man kann das - so weit ich mich erinnern kann - jederzeit wieder kündigen.

Zitat (Miele Navitronic @ 14.03.2006 - 21:14:19)
Macht man sich nicht unglücklich, wenn man eine Patenschaft übernimmt??  :ph34r:

Oder ist das kündbar?? Ich mein, so um die 30€ sind ja auch nicht wenig, ne?

Was, wenn man plötzlich arbeitslos wird und das Geld dann anders benötigt??


Dat is mir alles so :hmm:

Man kann das, ohne Angabe von Gründen, jederzeit wieder kündigen.Ist natürlich nicht Sinn der Sache, aber wenn die persönliche Situation es nicht mehr zulässt- kein Problem.

Habe inzwischen übrigens die Patenschaft für ein Mädchen aus Kenia übernommen.Sie heisst Nancy, ist 5 Jahre alt und hat noch vier Geschwister.Ein erster Briefkontakt läuft jetzt an.
Ich zahle monatlich 30€. 25€ sind für die Patenschaft und 5€ für ein Zusatzprojekt speziell für Mädchen.Dieser Betrag ist unabhängig von der Patenschaft und nicht zwingend vorgeschrieben.

ich bin übrigens hier gelandet:

www.plan-international.de/home.php


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