Standesamt: wer kommt?


Erwähnte ich schon, dass meine Tochter im Mai heiratet? :P
Nachdem wir das Brautkleid gekauft und bezahlt haben, den Polterabend bei uns durchführen, teilte sie uns mit, dass wir beim Standesamt unerwünscht sind, weil es ihr zu teuer ist, hinterher mit den Gästen Essen zu gehen :traurig:. Wir sind ein bißchen traurig und verletzt, weil es in unseren Kreisen völlig unüblich ist.
Was habt ihr für Erfahrungen? Wer war bei euch dabei?

Bei unserer Hochzeit waren die Eltern, die Geschwister mit Familien und die Oma meines Mannes anwesend. Freunde und Kollegen hatten wir nicht mit dabei. Wir wollten auch nur im kleinen Kreis feiern. Aber die engsten Verwandten sollten unbedingt dabei sein. Schade war nur, dass meine Mutter nicht anwesend war, denn ich hatte mich kurz zuvor mit ihr zerstritten. Meine damals 13-jährige Schwester blieb auch zuhause.

Ganz offen, ich finde, dass ihr bei der Trauung nicht dabeisein sollt, ist nicht schön, ich wäre sehr enttäuscht, wenn ich bei den Hochzeiten meiner Töchter nicht dasein dürfte.
Vor allem der Grund, es wäre zu teuer, ist schon unverschämt, denn ihr habt mit dem Brautkleid und dem Polterabend ja schon einige Kosten mit übernommen.
Ich hoffe, deine Tochter überlegt es sich noch einmal, denn später wird sie sich deswegen sicher Vorwürfe machen.

Als Vorschlag; wenn ihr ein gemeinsames Essen zu teuer ist, könnte man doch vielleicht einen kleinen Sektempfang mit ein paar Schnittchen zu Hause geben. Oder ein kleines Buffet, wo alle etwas zusteuern.
Es ist doch das Wichtigste, das die Familie zusammen ist, grade an so einem wichtigen Tag.


:( also ehrlich gesagt, da fehlen mir die Worte!!
Die eigenen Eltern gehören doch wohl zuallererst dazu! Finde ich jedenfalls.
Warum möchte sie Euch beim Standesamt nicht dabei haben? Das hat doch erstmal noch nichts mit dem Essen zu tun.

Mensch, ich finde das sowas von traurig! Vielleicht könnt Ihr nochmal reden. Zumal ein Brautkleid ja auch nich nurn Appel und n Ei kostet, genausowenig wie ein Polterabend.

Oder Ihr schlagt vor, dass jeder sein Essen selber bezahlt? Hmm.

Bei uns waren beide Elternpaare dabei, sowie die Trauzeugen. Man muss ja auch kein Nobelhotel wählen, einfach schmeckt auch lecker.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr Euch da noch aussprechen könnt und in irgendeiner Weise eine Möglichkeit findet, diesen wichtigen Tag zusammen zu feiern. :trösten:

Gruß Murkel


Boah, das find ich eigentlich schon etwas dreist von Deiner Tochter, zumal ihr das Brautkleid bezahlt habt und den Polterabend ausgerichtet habt...

Also, ich finde, daß zumindest die Eltern der Brautleute auf dem Standesamt dabei sein sollten, und wenn man nicht gerade in nen super edles Restaurant geht, hält sich ja dann beim Essen auch die Rechnung in bezahlbaren Grenzen...

Also ich selbst bin noch nicht verheiratet, hab es auch noch nicht vor aber ich würde nie im Traum daran denken, meine Eltern auszuladen.... bzw. die Eltern meines Partners!!!

Also, die Eltern gehören definitiv dazu!!!!! Es sei denn, daß sich die Familie zerstritten hat und man keinen Kontakt zu seinen Eltern hat, aber auch da könnte eine Hochzeit ein guter Grund für eine Versöhnung sein...

Findet denn dann noch ne kirchliche Trauung statt??

Da würde ich dann nämlich aus Trotz auch nicht hingehen...

Sprich nochmal mit Deiner Tochter, vielleicht sieht sie es ja auch noch ein...


Also zum Standesamt würde ich auf jeden Fall mitgehen.
Das Essen hinterher könnten sie dann von mir aus gerne alleine genießen.
Dann würd ich mit meinem Mann woanders essen gehen.

Bei meiner standesamtlichen Trauung waren, wenn ich mich recht erinnere :ph34r: , nur die Trauzeugen mit. War vor 23 Jahren. Die kirchliche Trauung war einen Tag später und da waren dann 130 Leute.


Bei der Hochzeit unserer Töchter waren die Eltern der Brautpaares und die Geschwister dabei.Wie schon erwähnt wurde,es muss ja kein teures Lokal sein.

Ich wäre ganz schön sauer gewesen,wenn eine meiner Töchter so etwas zu mir gesagt hätte.

Sei nicht traurig,vielleicht könnt ihr noch mal drüber reden.. :trösten:

LG
Ute


Wenn Deine Tochter das so will ist es in Ordnung, es ist ihre Hochzeit und da sollte sie es so veranstalten wie sie das möchte. Es ist schrecklich wenn man an so einem wichtigen Tag vor lauter Rücksichtnahme auf anderer Leute Wünsche die eigenen nicht berücksichtigen kann.

Meine Schwiegereltern kamen nicht zum Standesamt weil es ihrem katholischen Glauben nach eh nur eine Formsache ist und nur die kirchliche Trauung zählt...


Unsere Hochzeit war nicht schön, weil meine Schwiegermutter mich abgelehnt hat und auch nicht zum Standesamt erschien. Der Rest der Schwiegerverwandschaft fuhr schon um 23 Uhr mit dem Bus nach Hause. Wir haben die folgenden Jahre (23) systematisch Familie aufgebaut und heute haben wir zu der Familie meines Göga ein sehr herzliches Verhältnis. Ohne Arbeit geht es aber nicht immer. Meine Tochter zerstört dort etwas und weiß gar nicht, ob sie die Familie noch einmal braucht. Spätestens zum Kinderhüten, wie sie schon angekündigt hat. Eltern müssen aber nicht alles tolerieren und können dann auch ihre Bedürfnisse durchsetzen. Als Goldesel fühlen wir uns jedenfalls ausgenutzt.

Ich wäre schon traurig darüber wenn mein Kind mich an so einem doch schönen, wichtigen Tag nicht dabei haben möchte, zumal ich mein Kind auf allen seinen wichtigen Tagen in seinem Leben immer begleitet habe, sei es der erste oder letzte Schultag, die Führerscheinprüfung bei der ich däumchendrückend gewartet habe.Als Fahrer zu wichtigen Terminen, wenn er selbst zu nervös war wie bei Arztbesuchen oder Gerichtsterminen usw. Ich stand immer an seiner Seite, wenn er mich brauchte und so erwarte ich auch das er mich auch an den schönen Dingen seines Lebens teilhaben läßt.
Glücklicher Weise ist es uns nicht verwehrt worden.
An dem schönsten Tag in seinem Leben durften wir dabei sein.
Er hat auch nur standesamtlich geheiratet, am 05.05.05.
Zum Standesamt kamen alle die, die kommen wollten.
Da im Trauzimmer nur ~ 30 Personen Platz hatten, warteten die restlichen ca.50 Personen im Rathaussaal, wo auch anschließend der Sektempfang stattfand.
Zu Mittag wurde auch nur im kleinen Kreis geladen und zu Kaffee/Kuchen und anschließendem kalt/warmen Buffet am Abend kamen dann alle.Wir feierten bis am nächsten Morgen.
Den Spaß haben wir Eltern uns geteilt, wir die Feier und die Brauteltern die Hochzeitsreise am nächsten Tag nach Ägypten.
Kirchlich wollen sie erst an einem späteren verrückten Datum heiraten, frühstens am 08.08.08, wenn die Eltern wieder genug gespart haben :pfeifen:

Bearbeitet von Nyx am 28.01.2006 22:34:32


Wir haben letzten Dezember geheiratet und natürlich waren meine Eltern dabei, ohne sie wäre gar nicht gegangen. Ich hätte es nie übers Herz gebracht und es auch definitiv nicht gewollt, wenn sie nicht dabei gewesen wären...meine Eltern sind sehr wichtig für mich und wie Nyx schon richtig beschrieb, sie haben an ALLEN wichtigen Terminen und Situationen in meinem Leben anteil gehabt.
Was ich auch recht dreist finde ist, sich alles nett bezahlen lassen und dann beim Wichtigsten nämlich dem Ja-Wort die Eltern ausschliessen.
Vielleicht hat sich Deine Tochter ja gar keine Gedanken darüber gemacht, dass sie mit ihrem Verhalten Euch so verletzt, red noch mal mit ihr und versuch ihr Eure Gefühle zu beschreiben, wenn die eigenen Eltern zur standesamtlichen Trauung ausgeladen werden.

Liebe Grüße Waldfee


P.S. Bei uns waren ca.20 Pers bei der Trauung und der anschliessenden Feier nur Familie und wichtigsten Freunde/ Trauzeugen
Im Sommer gibt es nochmal ein richtig grosses Gartenfest mit allen Freunden/ Verwandten und Bekannten

Bearbeitet von waldfee_78 am 28.01.2006 21:52:45


Es tut mir leid wenn Ihr aus ausgenutzt fühlt aber entweder Ihr gebt gerne und ohne Bedingungen oder halt eben nicht. Wenn die Gaben mit Bedingungen verknüpft sind, wäre es fair, das vorher zu sagen, nicht jeder lässt sich gerne erpressen und lehnt dann eventuell die finanzielle Unterstützung (zu Recht) ab.

Meine Schwiegerleute haben das mit Geld gegen Mitsprache bei verschiedenen Dingen auch versucht und sind damit an die Wand gefahren weil wir dann auf deren Hilfe und Geld verzichtet haben. Der preis ist mir zu hoch, wenn deren "Spenden" bedeuten, dass sie bestimmen, wie miene Hochzeit zu laufen hat.


Murphy, du kannst aber nicht deine Erfahrungen bedingungslos übertragen.

Ich habe ja schon 3 Hochzeiten gefeiert, die erste war nur standesamtlich und da waren meine Eltern und die Trauzeugen dabei, die Schwiegereltern sind nicht gekommen weil es zu weit war.
Die zweite Hochzeit war dann so richtig schön mit Kirche und Brautkleid und mit allen Verwandten und beiden Elternteilen und hinterher einem großen rauschenden Fest.

Die 3. Hochzeit war völlig ohne Familie nur mit den Kindern und Trauzeugen auf dem Standesamt. Danach sind wir zum Essen in ein nettes Restaurant. Am Abend dann mit den Kindern zu Mc Donald die haben das sehr genossen.

Das lag aber daran das die riesige Familie meines Mannes sonst gekommen wäre die 3 Wochen später zur Konfirmation meiner Tochter die mit allen Verwandten einschließlich der verflossenen Familien gefeiert wurde, deswegen haben wir für die Hochzeit einen Termin gewählt an dem meine Eltern auch nicht anwesend waren.

Aber grundsätzlich halte ich es für verwerflich wenn die Kinder bei der 1. Hochzeit die Eltern nicht mit zum Standesamt nehmen.

Meine Kinder haben mir das gottseidank nicht angetan


Erstmal: Ne Hochzeit soll so ablaufen, wie das Brautpaar es haben will. Es ist deren Tag, nicht der von jemand anderen, und in den Ablauf hat sich keiner einzumischen oder seine eigenen Wünsche vorzutragen. Was in euren Kreisen üblich ist, spielt bei der Hochzeit deiner Tochter überhaupt keine Rolle, das ist nicht euer Bier. Ich selber würd mir ne Einmischung von welcher Seite auch immer verbitten, wenn ich mal heiraten sollte.

Hab ichs überlesen oder gibts noch ne Trauung in der Kirche? Ist ja auch nicht unwichtig.

Zweitens frag ich mich, wie euer Verhältnis zueinander ist, obs da irgendwo Ärger gibt. Hats auf dem Polterabend geknallt, gabs sonstwie Streit? Der Kostenfaktor kann n Grund sein, warum ihr nicht eingeladen werdet, muss aber nicht, ich glaubs eher nicht. Ich selber würd lieber weniger aufwendig auffahren lassen, aber dafür alle mitnehmen, die ich dabeihaben will.

Kanns sein dass ihr mit dem Schwiegersohn nicht zurechtkommt oder ihr raushängen lasst, was ihr für angemesssen haltet oder sonstwie irgendwie an irgendwas rummäkelt oder Spitzen loslasst? Würden meine Alten sowas machen, hätten die zwei Möglichkeiten: entweder Klappe halten oder wegbleiben.

PV, aus deinem ersten Posting hör ich nicht nur ne Traurigkeit raus, sondern auch, dass du sauer bist und beleidigt und dich ausgenutzt fühlst. Wär auch gut zu wissen, obs deine Tochter so gesagt hat, wie du geschrieben hast ("unerwünscht").

Andererseits kenn ich aber auch genug Leute, die sich ne Feier ohne die Verwandten wünschen, die auch lieber im kleinsten Kreis heiraten wollen, und der Kreis muss nicht unbedingt die Familie sein.

Zeit genug um das zu klären ist noch, zum Umentscheiden auch. Ansonsten bleibt euch nix anderes übrig, als die Entscheidung zu akzeptieren. Hochzeiten laufen heute manchmal n bisschen anders ab als die Eltern das gewohnt sind oder für richtig halten, angefangen bei den Gästen, den Klamotten und der Feier.


Hallo,

das eure Tochter auf der einen Seite gerne Eure hilfe bzw. auch Eure Finanzierung in Anspruch nimmt, aber auf der anderen Seite IHREN schönsten Tag nicht mit Euch teilen möchte finde ich sehr, sehr traurig.
Das Deine Tochter den finanziellen Aspekt anspricht find ich nicht fair.
Ich denke, es wäre etwas anderes, wenn Sie diese Minuten nur für sich und ihren zukünftigen alleine erleben möchte.
Ich wünsche Dir, und Deiner Tochter daß Sie diese Entscheidung nicht doch noch bereut und sich vielleicht darauf besinnt, daß es nicht nur ein großer Tag für sie selber ist, sondern auch für ihre Eltern.

Liebe Grüße

Yo


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 28.01.2006 - 22:30:58)
Erstmal: Ne Hochzeit soll so ablaufen, wie das Brautpaar es haben will. Es ist deren Tag, nicht der von jemand anderen, und in den Ablauf hat sich keiner einzumischen oder seine eigenen Wünsche vorzutragen. Was in euren Kreisen üblich ist, spielt bei der Hochzeit deiner Tochter überhaupt keine Rolle, das ist nicht euer Bier. Ich selber würd mir ne Einmischung von welcher Seite auch immer verbitten, wenn ich mal heiraten sollte.

Hab ichs überlesen oder gibts noch ne Trauung in der Kirche? Ist ja auch nicht unwichtig.

Zweitens frag ich mich, wie euer Verhältnis zueinander ist, obs da irgendwo Ärger gibt. Hats auf dem Polterabend geknallt, gabs sonstwie Streit? Der Kostenfaktor kann n Grund sein, warum ihr nicht eingeladen werdet, muss aber nicht, ich glaubs eher nicht. Ich selber würd lieber weniger aufwendig auffahren lassen, aber dafür alle mitnehmen, die ich dabeihaben will.

Kanns sein dass ihr mit dem Schwiegersohn nicht zurechtkommt oder ihr raushängen lasst, was ihr für angemesssen haltet oder sonstwie irgendwie an irgendwas rummäkelt oder Spitzen loslasst? Würden meine Alten sowas machen, hätten die zwei Möglichkeiten: entweder Klappe halten oder wegbleiben.

PV, aus deinem ersten Posting hör ich nicht nur ne Traurigkeit raus, sondern auch, dass du sauer bist und beleidigt und dich ausgenutzt fühlst. Wär auch gut zu wissen, obs deine Tochter so gesagt hat, wie du geschrieben hast ("unerwünscht").

Andererseits kenn ich aber auch genug Leute, die sich ne Feier ohne die Verwandten wünschen, die auch lieber im kleinsten Kreis heiraten wollen, und der Kreis muss nicht unbedingt die Familie sein.

Zeit genug um das zu klären ist noch, zum Umentscheiden auch. Ansonsten bleibt euch nix anderes übrig, als die Entscheidung zu akzeptieren. Hochzeiten laufen heute manchmal n bisschen anders ab als die Eltern das gewohnt sind oder für richtig halten, angefangen bei den Gästen, den Klamotten und der Feier.

Kalle, niemand ist eine Insel!
Bei uns hat es nicht geknallt. Sie ruft öfter an und erzählt, was sie gekocht oder eingekauft hat. Zuhören ist nicht so ihr Ding. wir haben einen superlieben Schwiegersohn, der meint, wir sollten ihr mehr "Kontra" geben. Es soll IHR schönster Tag werden und nicht unser. Mein Göga meint, sie wisse gar nicht, was sie wirklich wolle und müsse zu ihrem Glück gezwungen werden. Sagte ich schon, dass sie noch sehr jung (21) und kindlich (isch) ist?
Die Gestaltung der Einladungen, der Hochzeitsfeier, des Polterabends, der Trauung liegt in ihrer Hand, dort mischen wir uns auch nicht ein. Sie machen das auch sehr gut.

Wer, außer dem Brautpaar und den Trauzeugen, wird noch auf dem Standesamt dabeisein?

Wobei ich sagen muß, ich finde es auch nicht in Ordnung, daß sie Euch ausschließen will? Könnte es ja noch verstehen, wenn ihr heillos zerstritten wäret. Aber da dem nicht so ist... :hmm:

Und wegen des Essens und der damit vorbundenen Kosten müßte sich doch eine Lösung finden ;)


Ich denke, das hat alles gar nichts mit Geld zu tun.
Es ist so - althergebracht - das die Eltern der Braut die Hochzeit finanziell ausrichten. o.k.

Aber bis auf meine Verwandten, habe ich noch niemals gehört, dass ein Brautpaar Eltern nicht bei der Hochzeit dabei haben wollte.

Ich will nicht über Deine Tochter herziehen PV, aber das ist ein sooooooo schlechter Stil, wie ich es kaum beschreiben kann.

Ich finde das entsetzlich. Sowas von frech - das sie für ihre Mutter kein Geld für ein Essen hat........

Da fehlen mir regelrecht die Worte.
Aber bevor ich hier noch etwas sehr unhöfliches sage, mache ich lieber Schluss


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 28.01.2006 - 22:30:58)
Erstmal: Ne Hochzeit soll so ablaufen, wie das Brautpaar es haben will. Es ist deren Tag, nicht der von jemand anderen, und in den Ablauf hat sich keiner einzumischen oder seine eigenen Wünsche vorzutragen. .........

Das ist schon richtig, Kalle. Aber:
Wenn ein Brautpaar sein "eigenes Ding" machen möchte, sollen sie es tun. Doch dann darf man sich auch kein Brautkleid kaufen lassen und den Polterabend bezahlen lassen.

Ich wäre stinksauer und verletzt.


Sag mal PV, findet der Polterabend nicht am 6. Mai statt?
An dem Tag steht doch auch das Muttitreffen in Offenbach im Kalender :pfeifen:

Ich kann gut nachvollziehen, dass ihr gekränkt seid. Wäre ich auch. Natürlich gehen die Eltern mit zum Standesamt. Du hast schon recht, sie sieht nicht, was Familie bedeuten kann.

Nein Kalle, eine Hochzeit ist keine Privatveranstaltung der Brautleute. Wenn sie die so haben wollen, dann sollen sie eben schnell mal heiraten und hinterher sagen: Wir sind verheiratet, aber bitte nicht so! Ganz nebenbei erwähnt gibt es ja auch noch immense Einschnitte in der Erbfolge.

Ich weiss ja jetzt nicht genau, was deine Tochter nach dem Standesamt vor hat. Bei uns war es so, dass wir am Tag vorher eine Fete machten mit allen, am nächsten Tag ging es dann ins Standesamt, es gab einen kleinen Sektempfang im Standesamt und dann mit der engsten Familie und ein paar Freunden zum Essen.


Vielleicht sollte ihr mal die Hochzeit in einen grösseren Kontext stellen und auf die Frage, warum ihr nicht mit zum Standesamt gehen sollt (ich finde das so gemein) eine ehrliche Antwort erhalten.


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 25.11.2007 10:16:00


Zitat (Paradiesvogel @ 28.01.2006 - 22:06:43)
Murphy, du kannst aber nicht deine Erfahrungen bedingungslos übertragen.

Tue ich nicht, ich stelle nur eine andere Ansicht zur Diskussion nämlich die derer, die heiraten möchten :D

Du hast nach Erfahrungen und Meinungen gefragt, wenn Du allerdings nur welche lesen möchstest die Dir bestätigen, dass Deine Tochter gemein und egoistisch ist und dass Du zu Recht empört bist, kann ich meine Postings gerne löschen :blumen:

Bearbeitet von murphy am 29.01.2006 07:08:14

Ach Murphy, darum geht es ja gar nicht. Es ist nur die absolute Verständnis- und Hilflosigkeit.
Sie ist noch so jung und unerfahren und eigentlich immer unsensibel gewesen. Das Erlebnis nur mit ihrem Partner erleben zu wollen, könnte ich noch verstehen. Sie setzt sich aber gar nicht mit den Gründen auseinander, sondern sieht nur die Kosten. Die Kosten für die Feier am nächsten Tag tragen sie weitgehend allein und das ist schon eine Menge. Da sie sehr sparsam sind, schaffen sie es sehr gut.

Als dominante Familienmanagerin stelle ich mich selber schon oft auf den Prüfstein und zwinge mich, mich zurückzunehmen. Gerade deshalb bin ich hier auch so empfindlich. Das gilt auch für den Rest der Familie.

Ich kenne ja die Geschichte nicht ganz aber warum heiratet sie so jung und unerfahren ?

Vielleicht kannst Du mir auch eine Frage beantworten, die mich immer wieder wundert: Warum ist die Heirat der kinder so wichtig und warum sind die Eltern (die Mütter mehr als die Väter) oft aufgeregter als die Kinder selbst ? Erwachsen sind die Kinder doch schon :unsure:


Auf der Abi-Seite steht "weil sie keinen anderen mehr bekommt". Ich glaube einfach, weil sie verliebt ist und das irgendwie besiegeln will. Mein Schwiegersohn ist Ende 20.


Es findet doch am Tag danach eine grosse Feier statt, oder ?

Vielleicht ist der Rummel einfach zu viel und sie will einen kleinen teil dieser Riesengeschichte alleine mit ihrem mann erleben und nicht im kreise aller....könnte ich auch verstehen...


Zitat
Als dominante Familienmanagerin stelle ich mich selber schon oft auf den Prüfstein und zwinge mich, mich zurückzunehmen. Gerade deshalb bin ich hier auch so empfindlich. Das gilt auch für den Rest der Familie.



dieser satz gibt mir etwas zu denken. du bist zutiefst beleidigt weil es nicht so geht wie du es möchtest und damit steckst du natürlich den rest der familie an.
irgendwie kommt mir die ganze chause bekannt vor und zwar findet sie in der lindenstrasse statt. man könnte dich glatt mit der mutter beimer vergleichen. sobald sie was von hochzeit hört will sie schon organisieren und zwar nach ihrem kopf. wenn das hochzeitspaar einspruch erhebt ist sie tödlich beleidigt und genau das spielt sich jetzt bei euch ab.
lass sie doch diesen tag so geniessen wie sie es möchte und erfreu dich umsomehr am kirchlichen, der eigentlich wichtiger und schöner ist.
so hab ich es auch gemacht. zum standesamt nur mit den trauzeugen und am nächsten tag die ganze verwandtschaft und alle waren sie happy.

was mir auch schon aufgefallen ist...je feierlicher und pompöser die hochzeit, je schneller geht es zum scheidungsrichter...das nur nebenbei.

Bearbeitet von bonny am 29.01.2006 10:48:48

@bonny
warst du beim Standesamt nicht dabei????


Zitat (Schnute @ 29.01.2006 - 10:50:12)
@bonny
warst du beim Standesamt nicht dabei????

ach schnutchen...aus welchem teil deutschland kommst du schon wieder :lol: :lol: :lol:
klar war ich doch dabei soweit ich mich besinnen kann :lol: :lol: ist auch schon lange her...

@ pv
mir ist noch so ein gedanke durch den kopf.
könnte es auch sein dass sich deine tochter deiner dominanz entziehen möchte, darum diese junge heirat? war nur ein gedanke :wub:

Zitat (Paradiesvogel @ 28.01.2006 - 22:54:32)
Kalle, niemand ist eine Insel!

Ich kenn den Spruch nicht, was soll das aussagen?

PV, wenn du nur hören willst, dass du im Recht bist und alles so ablaufen muss, wie du es dir vorstellst, kann ich dir den Gefallen nicht tun. Das gilt auch für Markaha. Eure Vorstellungen sind nicht zwangsläufig die eurer Kinder. Eben der ganze Firlefanz und Ärger drumrum, wenns nicht jedem recht gemacht wird, verleiten viele dazu, ganz schlicht und bloß mit Trauzeugen zu heiraten und sich somit den größten Stress zu sparen. Was das mit Erbschaft zu tun habt, will mir grade nicht in die Birne.

Zudem wärs hilfreich, wenn du noch n paar Hintergrundinfos gegeben hättest, zum besseren Verständnis, wies denn nun wirklich ist. Gibts noch ne kirchliche Hochzeit? Hier gabs ja schon nen Beitrag dazu, abe ne Bestätigung von dir gabs nicht, oder ich bin blind. Sind beim Standesamt die Eltern vom Bräutigam dabei? Bloß in dem Fall würd ich sagen, dass ichs dann nicht kapieren würde, warum die Brauteltern nicht dabei sind, zumal du sagst ihr habt n gutes Verhältnis.

Dein Problem hast du schon gut erkannt, nämlich dass du dich als dominante Familienmanagerin siehst. Ist nicht jedermanns Sache, wenn einer alles an sich reißt und damit Stress verursacht.

Ich geh einfach mal davon aus wie noch n paar andere hier, dass es noch ne kirchliche Trauung gibt, bei der du dabei bist. Da gibts dann ne schöne größere Feier, oder? Unsere Meinungen gehen da wohl meilenweit auseinander, aber du hast nach Meinungen anderer gefragt und kriegst hier welche von beiden Seiten. Standesamt im allerkleinsten Kreis bloß mit Trauzeugen, große kirchliche Feier mit allem drum und dran, schickem Fummel und sowas find ich ok und nicht beleidigend. Eltern müssen nicht automatisch überall dabei sein.

Mein Kumpel hat auch in nem sehr kleinen Kreis standesamtlich geheiratet. Eltern von beiden, jeder nen Trauzeugen dabei. Ich war seiner. Keiner der anderen Kumpels oder die Geschwister waren sauer, weil sie bei der Trauung nicht dabei waren, und wenn er sich nen anderen Trauzeugen ausgesucht hätte und ich somit nicht dabei gewesen wäre, wärs auch ok für mich gewesen. Ne kirchliche Trauung gabs nen Tag später, mit Familie und sowas.

Beide wollten eigentlich nur auf dem Standesamt heiraten, haben sich aber dann doch für ne große Feier und ne kirchliche dazu entschieden, damit die Familie einmal n großes Fest mit beiden hat. Die wussten genau, dass die sich später für den Rest ihres Lebens sonst immer mal wieder anhören müssten, dass sie unsozial sind und nie irgendwas groß feiern. Dann lieber ne Hochzeit wo nur die beiden betroffen sind und nicht später ne Taufe. Die gabs nicht, die Kids sind nicht getauft und werdens auch nicht, und grade die Großeltern hatten da schwer dran zu schlucken, weil die ne große Feier dazu wollten. Aber die mussten damit klarkommen, dass die auch da nix zu melden haben.

Ich steh dazu, auch wenns dir nicht schmeckt: Das Brautpaar bestimmt, wies heiraten will, Polterabend und Brautkleid auf eure Kosten oder nicht. Bei gutem Verhältnis zu beiden Eltern beide mit zum Standesamt oder keine. Hab mir die ganze Zeit überlegt, ob ichs mir verkneifen soll, aber ne, sonst nehm ich auch kein Blatt vor den Mund: Wenn du bei dieser standesamtlichen Hochzeit deiner Tochter nicht dabei bist, dann vielleicht bei der nächsten. Angesichts der enormen Scheidungsrate in Deutschland nicht utopisch.

Bei uns wird es so gehandhabt das Freunde, Bekannte, Verwandte...vor dem Standesamt auf das Paar warten und sie dann mit Reis bewerfen und ihnen Glück wünschen. Meist wird der Brautwagen noch mit Creme und Wattebällchen geschmückt und Dosen an einem Seil an die Stoßstange gebunden. Es gibt einen Sekt und es werden Fotos gemacht. Dann verschwindet das Brautpaar mit den Trauzeugen unter dem Applaus der anderen.


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 25.11.2007 10:34:46


@bonny,

kleiner scherzkeks...

:bäh: :bäh:

Bearbeitet von Schnute am 29.01.2006 13:46:23


Zitat (bonny @ 29.01.2006 - 10:46:39)
Zitat
Als dominante Familienmanagerin stelle ich mich selber schon oft auf den Prüfstein und zwinge mich, mich zurückzunehmen. Gerade deshalb bin ich hier auch so empfindlich. Das gilt auch für den Rest der Familie.



dieser satz gibt mir etwas zu denken. du bist zutiefst beleidigt weil es nicht so geht wie du es möchtest und damit steckst du natürlich den rest der familie an.
irgendwie kommt mir die ganze chause bekannt vor und zwar findet sie in der lindenstrasse statt. man könnte dich glatt mit der mutter beimer vergleichen. sobald sie was von hochzeit hört will sie schon organisieren und zwar nach ihrem kopf. wenn das hochzeitspaar einspruch erhebt ist sie tödlich beleidigt und genau das spielt sich jetzt bei euch ab.
lass sie doch diesen tag so geniessen wie sie es möchte und erfreu dich umsomehr am kirchlichen, der eigentlich wichtiger und schöner ist.
so hab ich es auch gemacht. zum standesamt nur mit den trauzeugen und am nächsten tag die ganze verwandtschaft und alle waren sie happy.

was mir auch schon aufgefallen ist...je feierlicher und pompöser die hochzeit, je schneller geht es zum scheidungsrichter...das nur nebenbei.

da könnte ich mitreden, bin ich ganz großer Fan von.


PV alleine der Thread mit den Hochzeitsspielen hat gezeigt wie wichtig fast überwichtig dir die Hz deiner Tochter ist. Dir ist die absolute traute, ich nenne es mal spiessig weil mir kein anderer Ausdruck einfällt, Romantik so dermassen wichtig, das du wahrscheinlich etwas entscheidendes übersiehst.
Und das wurde hier schon mehrmals angesprochen.

Es gäbe Wege aus dieser Krise, einer wäre Reden. Ein anderer wäre Ignorieren.
Ich wünsche Euch das es für Euch alle ein schöner Tag wird. Wie auch immer.

.....

Bearbeitet von Schnute am 29.01.2006 14:02:32


Ich sehe das in weiten Teilen ähnlich wie Murphy und Kalle.

Vorweg: ich verstehe, daß Du enttäuscht bist, Paradiesvogel.

Aber:
Es ist die Hochzeit deiner Tochter, und sie sollte sie so gestalten, wie sie möchte.

Es scheinen bei dir und deiner Tochter unterschiedliche Vorstellungen da zu sein, welche Bedeutung der standesamtlichen Zeremonie zukommt.

Aber deshalb sollte man nicht allzu sehr gekränkt sein.

Und das nicht damit vermischen, daß ihr selbst einiges getan habt und dafür jetzt was erwartet. Ihr werdet als Eltern immer Vorgaben leisten, manchmal bekommt man von den Kindern nix, manchmal gleich, manchmal erst sehr spät was zurück.

Ich glaube auch noch nicht ganz, daß der Kostenfaktor das Entscheidendeist. Vielmehr vermute ich - so, wie du deine 'kindliche' Tochter beschreibst -, daß sie zwar weiß, w i e sie die Standesamtzeremonie gerne hätte, aber sich wohl selber nicht richtig darüber bewußt ist, w a r u m sie das so will (sich der bestimmenden Mutter entziehen? andere Gründe?). Und dann eben die Kosten angibt, und damit eine Kettenreaktion ausgelöst hat an Kränkung ('aber wir haben doch so viel gegeben...'), Trotz, Mißverständnissen...

Wenn ihr wirklich ein gutes Verhältnis habt, würde ich versuchen, mit ihr darüber zu reden, aber nicht mit dem Ziel, sie umzustimmen, sondern mit dem Ziel, h e r a u s z u f i n d e n, w i e deine Tochter wirklich über das Ganze denkt! Um deine Tochter besser verstehen zu können.

Ihr Eltern seid die Älteren und solltet eher fähig sein, mit Geduld die manchmal unwillkommenen Gedanken der Jüngeren zu verstehen versuchen, als von ihnen zu erwarten, daß sie eure Vorstellungen verstehen und akzeptieren.

Lieben Gruß
chris


Bei meiner Hochzeit waren auf dem Standesamt NUR die beiden Trauzeugen UND mein Göga und ich als Brautpaar.

Nach dem Standesamt waren wir zu viert noch bei meinen Eltern, damit die vor der kirchlichen Trauung samstags die Trauzeugen zumindest mal gesehen haben.

Dann sind wir mit den Trauzeugen Essen gegangen und nachmittags noch Kaffee trinken. Et voila, das war's dann.

Samstags war dann kirchliche Trauung mit ALLEN (Eltern, Geschwister und sonstigen Gästen).


Wie ihr vielleicht wisst, wollen mein Schatz und ich im Sommer heiraten :D .

Wir lassen uns nur auf dem Standesamt trauen und verzichten auf das ganze drum herum.
Bei uns kommen dann aber seine Eltern, meine Mutti mit (zukünftigen) Mann, also Stiefpapi, evtl. meine Schwester mit Familie, meine Großeltern und die Trauzeugen. Anschließend gehen wir mit allen schön essen. Und das war es dann.

Wahrscheinlich machen wir dann ne Woche später im Garten ne Grillfete, wo jeder was mitbringen darf/soll. Bei uns fehlt nämlich auch so ein bisschen das nötige Kleingeld und es ist ja auch unsere Hochzeit.
Also wenn es jemandem nicht passt, kann er gerne zu Hause bleiben. Habe ich auch kein Problem mit.

@PV: Kann verstehen, dass du traurig und enttäuscht bist. Aber rede noch mal mit deiner Tochter. Wahrscheinlich meint sie es gar nicht böse und denkt sich nicht mal viel dabei. Setzt euch zusammen und redet mal ganz offen. :trösten: Wahrscheinlich gehen eure beider Ansichten zu diesem Thema ziemlich aneinander vorbei.


@ bonny, die Hochzeit mit allen Einzelheiten wurden von meiner Tochter und meinem Schwiegersohn ohne unsere Hilfe oder Ideen vorbereitet - und das ist gut so. Lediglich zum Brautkleidkauf hat sie mich gebeten mitzukommen.
Mein Outen hat also dazu geführt, dass eine Schublade aufging, in die ich passte;). Ich halte mich für dominant, was zur Selbstkritik führt. Andere halten mich für zu liberal den Kindern geegenüber. In welche Schublade passt das?


@ Denza, weißt du, die Beiträge zur Hochzeit zu koordinieren und sich Ideen zu holen, hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Diese Wertschätzung bekommen unsere Freunde bei Feiern ebenso zu spüren, wie unsere Kinder. Natürlich werden die nicht vorher informiert, dann wäre ja jede Überraschung futsch. Selbstverständlich findet dieses in Absprache mit den Schwiegereltern statt, zu denen unsere Tochter und wir auch ein tolles Verhältnis haben.

Meine Tochter führt schon seit über einem Jahr mit unserem künftigen Schwiegersohn einen eigenen Haushalt und lebt schon längst nicht mehr unter unserem Einfluß.

Wir werden noch einmal mit ihr sprechen und ihre Entscheidung durch eure Beiträge gelassener akzeptieren.


@Kalle

Du hast vollkommen Recht, was Birnen mit Erbschaften zu tun haben, verstehe ich auch nicht :)

Aber im Ernst. Es ist schwer, aus den wenigen Informationen die in einem Anfangsposting stehen, gleich den ganzen Hintergrund zu erfassen, und der ist nun mal oft wichtig, um wirklich auf eine persönliche Situation eingehen zu können.

Dass meine Meinung nicht die meiner Kinder ist, das weiss ich und ich bin der allerletzte der seine Meinung immer durchsetzen will, gerade bei den Kindern nicht. Da wird eben nach Kompromissen gesucht, auch schon bei unseren Kleinen. Aber dieses Suchen nach Kompromissen ist ein Teil es Lebens, ein schwieriger zugegeben, aber eben ein Teil davon. Niemand ist eine Insel - ich glaube schon, du weisst, was das heisst - du beweist es doch immer wieder auf beeindruckende Art und Weise.

Aber zurück zur Hochzeit:
Lieber PV, ich denke auch und anders geht es ja gar nicht, dass man aus den Postings eben das rausholen sollte und auch kann, was für einen selbst wichtig ist.
Mir gefällt der Ton, der manchesmal hier herrscht auch nicht, aber das wurde schon lang und breit diskutiert.

Wenn - wie hier angenommen auf die standesamtliche Trauung noch eine kirchliche folgt, dann nimm die standesamliche als bürokratischen Akt, wo wirklich nur die Trauzeugen und das Paar anwesend sind. Punkt. Iss eh nicht sehr romantisch. Wenn es aber der einzige Punkt ist, wo öffentlich das Ja - Wort verkündet wird, hielt ich es schon, wie gesagt für angebracht, dass ihr mitgeht. Das ist meine Meinung. vielleicht etwas antiquiert.

Ich wünsche mir für euch, dass es eine schöne und würdige (oh schon wieder so ein altmodisches Wort) Feier wird.


Zitat (markaha @ 29.01.2006 - 22:48:36)
Niemand ist eine Insel - ich glaube schon, du weisst, was das heisst - du beweist es doch immer wieder auf beeindruckende Art und Weise.

Jetzt bin ich noch neugieriger, was das bedeuten soll, hab schon Kollegen gefragt und die kennens auch nicht. Erbarmt sich einer hier oder muss ich auf Zufall hoffen?

Gibts nun ne kirchliche Trauung oder nicht?

Ich glaube das soll aussagen, dass niemand autark nur für sich lebt und entscheidet sondern dass man immer andere mit berüchsichtigen muss...allerdings bin ich da anderer Meinung ^_^


ich finde schon das wenigstens beide elternseiten eingeladen werden . wenn diese dann aus irgenwelchen gründen nicht kommen können ist das was anderes . aber einladen sollte man sie !
und dann noch das geld vorschieben .... also ich weiß das ich meine eltern nicht so kränken könnte .
PV ich hoffe deine tochter fängt sich doch noch !


Kalle, mein Schatz :lol: , es gibt eine kirchliche Trauung.
Murphy hat schon auf den Punkt gebracht, was das Zitat bedeutet.
Ich meine schon, dass man in einem bestimmten Rahmen auf andere Menschen Rücksicht nehmen muss, dies betrifft natürlich nicht die eigene Hochzeit.


Joooooo, danke fürs Erbarmen, Mädels. :D
Ne, ne Insel bin ich nicht, dafür hab ich zuviele soziale Kontakte und auch gerne. Sowas betrifft aber nicht ne Entscheidung, die nur mich und das Weibchen was angeht (also Hochzeit), haste recht.
N paar andere Sachen gibts da auch noch, aber ich glaub, dass viele sich bloß nicht trauen, öfter mal den eigenen Kopf durchzusetzen, ohne Kompromisse, vor allem, wenns um Sachen geht, die echt keinen anderen wirklich was angehen, aber man sie dran teilhaben lässt.

Kann man als Konfessionsloser eigentlich in ner Kirche heiraten, ohne gleich in den Verein einzutreten?


Wenn dein künftiges Weibchen dem Verein angehört - ja!


Mein Großer ist evangelisch getauft worden, hatte aber keinen Bock auf Katchumenenunterricht + Konfirmantenunterricht und bekam somit auch nicht das Sakrament der heiligen Konfirmation.
Wenn er jetzt am 08.08.08 seine kirchliche Trauung plant muß er sich sogar noch vorher konfermieren lassen.
Da seine Frau katholisch ist, wird es eine Ökumenische Trauung.

Bearbeitet von Nyx am 30.01.2006 20:58:56


@Kalle: konfessionslose Trauung

Nee - kann man nicht und kann man doch. Rein kirchenrechtlich betrachtet bei den Evangelen, kann, es eine Feier in der Kirche nur geben, wenn einer der beiden dem Verein angehört.

Wohlgemerkt eine Feier. Sobald einer konfessionslos ist, kann es keine Trauung im kirchlichen Sinne sein, denn bei einer Trauung müssen beide vor Gott versprechen und der eine kann das ja nicht - wohlgemerkt kirchenrechtlich gesehen.

Was geschehen kann ist ein Gottesdienst anlässlich einer standesamtlichen Eheschliessung. Es gibt dann eben keine Traufragen mit "Gottesbezug", sondern ohne.

In der katholischen Kirche ist das noch etwas komplizierter.

Aber es kommt eh immer darauf an, auf welchen Geistlichen du triffst.

PS: Es gibt rein kirchenrechtlich gesehen auch keine ökumenischen Trauungen, sondern nur eine Trauung nach katholischem Recht unter zu Hilfe nahme eines evangelischen Geistlichen oder umgekehrt. Verläuft die Trauung nach evangelischem Recht, ist sie in katholischen Augen nicht gültig. Die Frage, nach welchem Recht getraut wird, hängt davon ab, wer die Traufragen stellt. Der katholische oder der/die evangelische Geistliche

Bearbeitet von markaha am 30.01.2006 22:33:41


Dann hoff ich auf ne Frau, die entweder auf ne kirchliche Trauung keinen Wert legt, egal welchem Verein sie angehört oder wenn doch, auf ne Jüdin bzw. eine mit ner jüdischen Mutter. :D
Aber auch ne standesamtliche Hochzeit kann derbe schön sein, muss ja nicht in nem Gebäude stattfinden, am liebsten wärs mir irgendwo in nem Wald, falls es mal eine gibt, die nen Trauschein mit ihrem und meinem Namen will. rofl rofl rofl


@nyx:

bin auch nicht konfirmiert und habe trotzdem "ökumenisch" geheiratet in einem katholischem Stift. Den kath. Teil hat ein Ordensbruder gemacht, den veangelischen eine Prädikantin aus Hessen (in BaWü gibt es das glaube ich gar nicht).



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