Benehmen: Gutes Benehmen immer noch sehr gefragt!


Hallo Ihr Lieben,
auch ich möchte mich mal zu einem Thema bzw. mehreren Themen bezgl. des Benehmens äußern.

Habt Ihr auch bemerkt, dass viele Menschen beim Gähnen sowie beim Husten nicht die Hand vor dem Mund halten?
Ja, die Hand ist so schwer, daß es nicht mehr reicht, sie zum Mund zu führen - oder habe ich das irgendwie falsch verstanden!?

Bei einer gähnenden "Dame" habe ich zu ihr gesagt: "Gute Nacht!" Sie hat dann verdutzt geschaut und wurde dann rot dabei.

Oder was anderes: Ich habe oft schon bemerkt, daß ich im Altersheim vom Pflegepersonal (und auch andere Personen!) gehört habe: "Füttern Sie mal Frau Meier."
Das ist einfach unwürdig gegen die älteren Bewohner. Ich habe es in der Altenpflegeschule so gelernt, dass auch so sagen kann: "Geben Sie Frau Meer das Essen ein". Soviel Zeit muss sein!!
Soviel ich weiß, werden Tiere gefüttert.

Da werden bestimmt jetzt Einwände erhoben z.B.: "Und was ist mit den Babys! Ganz einfach: "Gib ihr/ihm die
Flasche".

Was haltet Ihr von meiner Meinung?

Auf Eure Antworten freue ich mich jetzt schon!

Herzlichen Gruss vom Bodensee
Christa :o


"Geben Sie Frau Meer das Essen ein" klingt für mich wie "bitte legen Sie die Installations-Diskette in Laufwerk C ein".
Finde ich persönlich ziemlich technisch und unpersönlich (wie gesagt, als ob man einen Computer bedient und keinen Menschen), da finde ich füttern doch noch ein besseres Wort.
Wirklich ideal ist aber wohl beides nicht.
Das mit dem Handvorhalten fällt mir abver auch oft auch und stört mich genauso. Beim Gähnen sieht es einfach nur unschön aus (und im "besten" Fall kriegt man noch schön eine Ladung Knoblauchatem entgegen), beim Husten ist es aber richtig eklig, wenn da die ganzen Keime und Speichelpartikel in den Raum gesprüht werden. Am besten noch am Tisch, mit unbedecktem Essen in Reichweite. Mmmmmh. *würg*


Du bist schon auf dem richtigen Dampfer @brigitteundchrista.

Es ist schlichtweg unhöflich, beim Gähnen, Niesen oder Husten nicht die Hand vor den Mund zu halten.

Bearbeitet von Egeria am 28.10.2013 10:13:03


"Reichen Sie bitte Frau Müller das Essen (an)" klingt besser, und so wurde das auch bei mir in Ausbildungen vermittelt. Sehr gut, sich darüber Gedanken zu machen! :blumen:
(Kleiner Tipp: Wenn Sie das machen, halten Sie bitte Ihren eigenen Mund zu; das sieht sonst zwar rührend, aber auch komisch aus.)

Anderes Beispiel: Erwachsene (auch ältere und alte) tragen KEINE Windeln!! Sie verwenden Einlagen oder Vorlagen.

Sprache bestimmt das Bewusstsein mit - und verrät auch verdeckte Einstellungen. Da könnte man - gerade in Pflege und Altenpflege - noch viel aufräumen, gell, Blinddarm in Zimmer 657?? :sarkastisch:

Bearbeitet von dahlie am 28.10.2013 10:56:32


Zitat (brigitteundchrista @ 28.10.2013 09:17:47)
"Geben Sie Frau Meer das Essen ein".

Mein erster Gedanke war: Rektal oder Oral??

Sicherlich klingt es professioneller, wenn man sagt: Bitte geben Sie Frau Meier das Essen ein /an.
Doch ich habe meine Großmutter auch "gefüttert". Ebenso wie ich meine Kinder gefüttert habe. Im Beruf würde ich sicherlich auch anders reden.

Guten Benehmen, ist aber nicht nur eine Sache der Sprache:
Dazu gehört auch, als jüngerer Mensch einem älteren Mensch meinen Platz im überfüllten Bus anzubieten, oder mich in den Sitzen nicht so breit zu machen, dass ich dort dringendlich alleine sitzen muss.

Ältere Menschen oder Dame mit Kinderwagen beim Ein- u. Ausstieg helfen.
Als Busfahrer warten, bis wirklich jeder seinen Platz eingenommen hat.

Hand vor dem Mund beim Husten / Gähnen sollte jedem Menschen eine Selbstverständlichkeit sein. Nicht nur aus Gesundheitsgründen. Manchen Mund will ich wahrlich nicht von innen sehen, da ekelig.

Am Telefon nicht mit lapidaren Hallo melden, sondern seinen Namen komplett aussprechen und wenns geht, ohne zu nuscheln.

Ich tu mir auch nicht selber weh, wenn ich einen Laden betrete, die Tageszeit sage. Das ist egal, ob das der Dorfbäcker oder der EDK ist. Und ein Tschüss schönen Dank, schönen Tag noch hat noch niemanden geschadet.
Ebenso tut es den Kassieren bei uns im Kaufland auch nicht weh, die Kunden zu fragen, ob sie mit dem Einkauf zufrieden waren. Was ich total gut finde.

ERgänzung zu Eifelgold: Und die Leute dann auch anschauen.... Diese tun es ja auch.

Am Telefon melde ich mich schon mal mit Ja, bitte? - wenn der Anrufer annym bleiben wollte, also seine Rufnummer unterdrückt. Warum sollte ich mich dann gleich "outen"?


Zitat (dahlie @ 28.10.2013 12:44:58)
also seine Rufnummer unterdrückt. Warum sollte ich mich dann gleich "outen"?

Das mach ich nur am Handy, da meine Handynummer nur ein paar Leute haben.

Ich sage am Telefon nur noch hallo. Meist sind es ja Call-Center.
Die bekannten Nummern kenne ich und da melde mich mit Namen.

Bearbeitet von risiko am 28.10.2013 12:59:18


Zitat
Ebenso tut es den Kassieren bei uns im Kaufland auch nicht weh, die Kunden zu fragen, ob sie mit dem Einkauf zufrieden waren. Was ich total gut finde.


Ist aber leider nur eine Floskel. Denn wenn man nicht zufrieden war ändert das auch nichts.

Ansonsten finde ich auch "Hand vor den Mund" wenn man hustet, niest oder gähnt ein Gebot der Höflichkeit - was anscheinend immer mehr verloren geht.

Zitat (viertelvorsieben @ 28.10.2013 13:03:18)

Ist aber leider nur eine Floskel.

aber eine Nette.
In anderen Läden - zumindest bei uns - wird man nicht gefragt.

Bewahre, bei uns fragt man auch nicht. Man hat zufrieden zu sein....
Das war früher vielleicht mal so.


Danke liebe Fnü,
für Deine gerechtfertigte Kritik - sorry- war nicht gut von mir, sich so auszudrücken.
Ich wollte schreiben: " Bitte helfen Sie Frau Meier beim Essen eingeben".
Lieben Gruss
Christa


Mich stört auch irgendwie das Wort "eingeben". Bitte, helfen Sie Frau Meier beim Essen - würde doch reichen.


Finde ich auch - aber sie ist auf dem richtigen Weg. ;)
"reichen" oder "anreichen" ist auch ok.


Gutes Benehmen hat in meinen Augen nicht zwangsläufig etwas mit den "althergebrachten" Floskeln zu tun. Wenn man das nur macht, weil man es halt so macht, kann man es sich - wie ich finde - auch gleich sparen.
Mir ist jede Höflichkeit lieb und teuer, die von Herzen kommt. Ob sie dann irgendwelchen Konventionen entspricht oder nicht, ist mir völlig schnurz. Wobei ich einige der "Floskeln" schon sinnvoll finde. Ob mir jemand die Tür aufhält oder nicht, ist mir egal. Ich bin zwar eine Frau, aber durchaus in der Lage, eine Tür selbst fachgerecht zu durchschreiten. Aber einer gebrechlichen/hilfsbedürftigen/schwerbeladenen Person meinen Sitzplatz im ÖPNV anzubieten, ist für mich eine Selbstverständlichkeit - auch wenn nicht jede alte Person sofort sitzen muss und nicht jede Schwangere gleich ne Komplikation kriegt, nur wiel sie mal zwei Stationen lang stehen müsste.

Ich persönlich muss mich manchmal arg am Riemen reißen, meine Umwelt nicht versehentlich scheiße zu behandeln. Mir ist es einfach in vielen Situation nicht bewusst, dass das, was ich als "kurz, knapp und sachlich" empfinde, bei anderen als "ruppig, unsensibel und kalt" ankommt. Aber auf der anderen Seite habe ich auch kein Problem damit, einfach mal so Komplimente zu verteilen, für Dinge, die mir positiv an meinem Gegenüber auffallen... Naja, so hat jeder seine Art :)

Dass in einer professionellen Umgebung, die von viel Druck, Stress und teilweise Überforderung geprägt ist (wie zum Beispiel in der Pflege - ein Knochenjob, um den ich niemanden beneide... den ich aber bewundere), manchmal die Herzlichkeit abhanden kommt, finde ich verständlich. Im Pflegeheim, in dem mein Opa zum Schluss gelebt hat, gab es auch eine Pflegerin, die sehr technisches Vokabular benutzte. Da konnte man teilweise echt nicht unterscheiden, ob sie jemandem die Bedienung der Spülmaschine erklärte oder beschrieb, wie sie bestimmte Pflegeschritte vornimmt.... das hat meine Mutter dann mal in einer ruhigen Gesprächsatmosphäre angesprochen und vorgeschlagen, dass sie daran etwas verbessert und wie sie das machen könnte. Kam super an, hat super funktioniert. Auch das ist eine Form der Höflichkeit - auf Fehlverhalten locker und verständnisvoll zu reagieren, statt gleich loszumotzen.

Bei uns im Betrieb werden solche Grundlegenden Dinge wie "Mütze ab in geschlossenen Räumen", "Grüßen" oder auch "Einfach mal Kritik hinnehmen und nicht gleich Ausreden suchen oder auf andere Schieben" mit den Azubis fast shcon trainiert, wenn sie das nicht von zuhause mitbringen... Sie sollen eben nicht nur fachliches lernen, sondern auch das, was man braucht um "n gude Kerll" (ums hessisch zu sagen) zu sein. Aber nicht, weil "man das so macht", sondern weil es ja durchaus Sinn macht, seine Umwelt nicht mit flegelhaftem Benehmen zu nerven.

Bearbeitet von Cambria am 28.10.2013 19:05:26


@Cambria

Zitat
was ich als "kurz, knapp und sachlich" empfinde, bei anderen als "ruppig, unsensibel und kalt" ankommt.


geht mir genauso, viele denken ich bin unfreundlich, dabei meine ich es gar nicht so,


allerdings muss ich auch sagen, das das Husten in die Hand nicht mehr aktuell ist
schon in der Kita wird gelernt, in den Ellenbogen zu husten
oder möchtet ihr jemandem die Hand geben, der 1min vorher hineingehustet hat?
aus hygienischen Gründen soll man das nicht mehr machen, oder wenigstens den Handrücken
davorhalten


genauso wie dieses schreckliche "Gesundheit", wenn mir nur mal die Nase krabbelt und ich niese
eben mal, muss mir nicht jeder gleich Gesundheit wünschen
außerdem ist lautes Niesen in der Öffentlichkeit sowieso schon unangenehm, da muss es nicht auch
noch kommentiert werden

was mir auf jeden Fall fehlt, ist das Sprechen in ganzen Sätzen und einfach ein BITTE dazu

ich hab das hier glaub ich schon mal geschrieben.

meine Gören erziehe ich mir schon, dass sie sich zu benehmen wissen. Sicher, gerade beim Kurzen kommt oft Gang-Man-Slang raus. Er gibt mir auch schon mal die Getto-Faust, aber das ist hier bei uns in den eigenen vier Wänden. Bei Verbal-Ausbrüchen aus seinem Mund kann ich auch mal arg böse werden.
Dennoch versuche ich immer daran zu denken, ich war auch mal jung und meine Generation hatte auch mal "ihren Slang". Als ich mal mit 14 daheim das Wort "geil" benutzte, entkam ich nur knapp ne Watsch Mütterlicherseits.
Mit anderen Worten: draußen möchte ich gerne "liebe hilfsbereite Kinder Wissen".

So nun denn:
Großer hatte Schichtende, er saß im Bus, der ihn heimbringen sollte. Am Markt Heimatstadt stieg eine ältere Dame hinzu, die ihre Tasche voll mit Obst vom Markt hatte.
Der Busfahrer hatte es eilig, und fuhr schon an, bevor alle Fahrgäste ihre Plätze einnehmen konnten.
Die Dame verlor ihre Tasche, weil sie sich festhalten wollte. Der Große springt sofort auf, half der Dame auf seinem Platz, meinte, sie solle sitzen bleiben, er würde die Äpfel aufsammeln.
Großer robbte durch den Bus, sammelte die Äpfel auf und tat sie in die Einkaufstasche der Dame.
Schaute noch mal böse in den des Busfahrers, sagte aber nix.
(Busfahrer sagte auch nix und tat auch nix. Hat das naaatüüüürlich alles nicht geseehn)
Im Dorf angekommen, half er der Dame aus dem Bus und brachte sie mit samt der Einfkaufstasche nach Hause.

Auch wenn das nun mütterlicher Stolz ist, doch ich denke, es sollten mehr junge Menschen mit dieser Einstellung um uns herum leben. Das ist auch eine Art der Höflichkeit oder Selbstverständlichkeit.
Wir werden alle irgendwann mal alt. Und wer unser Busfahrer dann sein wird, dass wissen wir nicht.


Öffentliches Gähnen, Niesen und Husten ohne Hand davor finde ich auch abartig und unhöflich


Zitat (brigitteundchrista @ 28.10.2013 09:17:47)
Oder was anderes: Ich habe oft schon bemerkt, daß ich im Altersheim vom Pflegepersonal (und auch andere Personen!) gehört habe: "Füttern Sie mal Frau Meier."
Das ist einfach unwürdig gegen die älteren Bewohner. Ich habe es in der Altenpflegeschule so gelernt, dass auch so sagen kann: "Geben Sie Frau Meer das Essen ein". Soviel Zeit muss sein!!
Soviel ich weiß, werden Tiere gefüttert.

ja, das schöne neudeutsch, es ist immer wieder nett zu lesen und zu hören. essen anreichen, einlagen tragen, der bewohner x hat verdauung oder blähungen gehabt oder sich übergeben. :rolleyes:

so wird geschrieben, jedoch recht oft nicht gesprochen, auch nicht in den gehobeneren positionen. der bewohner x hat dann gekackt, geschissen, gefurzt und gekotzt. man muss gewiss nicht sehr oft in seniorenheimen und krankenhäusern sein, um das mitzubekommen. auch dort wird umgangssprachlich von windeln gesprochen, und sogar die bewohner selbst nutzen dieses wort recht oft.

was an dem wort füttern schlecht oder falsch sein soll, sogar unwürdig, begreife ich nicht. wenn die nahrung von mir kommt, füttere ich. dieses wort finde ich sogar herzlicher und emotionaler als die umschreibung "essen anreichen". nüchtern und gefühlskalt finde ich dagegen das wort abfüttern. mein baby füttere ich auch weiterhin und reiche ihm nicht das essen an.

ich empfinde diese umschreibungen als ängstlich und gehemmt, als dürfe man nicht laut aussprechen, dass es menschen gibt, die diese dinge tun oder benötigen. wie oft lese und höre ich, es sei so wichtig, "besondere" und "spezielle" menschen zu integrieren, als fiele einem die hand oder die zunge ab, wenn man das wort "behindert" benutzt. :toktok:

am telefon melde ich mich nicht mit namen, sondern mit hallo. damit nehme ich all den menschen, die nur wissen wollen, wer sich hinter der telefonnummer verbirgt, zumindest den ersten wind aus den segeln. wer bei uns anruft, will etwas von uns, nicht wir von ihm, und hat sich erst einmal selbst vorzustellen. so halte ich es auch selbst beim anrufen.

Apropos sich vorstellen und Namen nennen. Letztens wieder mal im CallCenter der Krankenkasse anrufen müssen. Ich stelle mich vor, mit Vor und Zunamen, die Gegenüber sich auch. Dann der erste Satz, "Schön das sie Anrufen Herr Nachi. Herr Nachi ihre... ist auch schon fertig. Wenn ich sie bitten kann Herr Nachi, kommen sie dann Mittwoch bei uns vor bei. Herr Nachi, ich habe dann den Termin für sie Notiert und so ging es dann so weiter das mein Name fast in jeden Satz war. Als ich dann meinen Namen so gefühlt das 15-20te mal gehört hatte, holte ich zum Gegenschlag aus und sagte immer ja Frau Nollte(Name geändert), nach jedem Satz den sie beendete...ich habe es dann noch auf 10 mal ihren Namen gebracht :pfeifen: soviel zum Namen nennen... mer kann es auch übertreiben... rofl

Ach ja und ich habe meine Mutter auch gefüttert als sie sich beide Arme gebrochen hatte. Ja und auch die Pflegerin die 3 mal am Tag kam hat gefüttert, schon deshalb weil meine Mutter auch sagte kannst du mir mal den Apfel füttern...


Ein ehemaliger Kollege war ziemlich bibelfest. Er zitierte gerne einen bestimmten Vers, wenn jemand es vergaß, die Hand beim Gähnen vor den Mund zu halten. Daraufhin erntete er immer ein erstauntes Augenbrauen-heben, bis er den Vers auflöste: "Oh Herr, er will mich fressen." Okay, das war jetzt aus dem Zusammenhang gerissen, aber kam ziemlich gut an rofl


Hallo!

Benehmen können die kids nur von Eltern lernen, die gutes Benehmen haben und es auch leben.
Haben die Eltern es nicht gelernt, können sie es auch nciht an die Kinder weitergeben.

Wenn ich kein Latein in der Schule gehabt hätte, könnte ich es nicht als Nachhilfe geben!

Du kannst den Wilden aus dem Dschungel holen, aber nicht den Dschungel aus dem Wilden.

(Nein, ich habe nichts gegen Wilde!!)

Du kannst einen Asi in einen teuren Anzug stecken und in einen 5 Sterne-Schuppen setzen, er bleibt aber, was er ist.
Und man wird ihn an seinen Manieren auch als das erkennen.

Andersherum behaupte ich mal, dass man es merkt, wenn ein Mensch mit Benehmen in Not geraten ist, ggfs. billige Klamotten an hat, in einer heruntergekommenen Bude Wurst isst, dass er Benehmen hat. Schon an den Tisch manieren.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!

Bei einer Familiefeier (wo isch leider hin musste, nicht wollte!!)

konnte ich, nein, musst eich leider beobachten,
wie von 8 Kindern an einem riesigen Tisch,
6 das Handy, smartphone, usw. herausholten, sich nicht am Gespräch beteiligten, sonden sms schrieben oder sich sonstwie mit dem Handy beschäftigten.
Schade, schlechte Erziehung.

Ebenfalls scheint es bei diesen Jugendlichen so zu sein, das man ungepflegt ist: da sind abgeblätterter/ abgekauter auffälliger Nagellack normal, man spricht mit vollem Mund,
begrüße Erwachsene nicht.

Die Kinder fetter Eltern waren ebenfalls fett. Ich meine fett. Ich rede hier nicht von 5-10 KG zuviel. Ich rede von einer fast 16 Jährigen, die mit 153 geschätzt an die 75 KG wiegt, kein Hals, Cellulite an den Oberarmen.
Die ebenfalls fette Mutter rief viel zu laut über den Tisch, dass die Tochter doch erst 3 Stücke Sahnetorte gegessen hätte, ob sie nicht noch eins wolle.

Ich fühlte mich so deplatziert in dieser Gesellschaft, mir stockte der Atmen und zuerst suchte ich die versteckte Kamera. Leider war es gelebte Realsatire.
Die Mutter meinte das WIRKLICH ernst!

Die Tochter nehm brav natürlich noch ein Stück Sahnetorte. Woraufhin ich das Essen an meinem ersten und letzten Stück Apfelkuchen OHNE Sahne total einstellte.

Die Plastiktischdecke gab mir dann noch den Rest. HILFE! Aber manchmal muss man zur angeheirateten Verwandtschaft und da sind dann auch die Schwager usw...


Zitat (Egeria @ 29.10.2013 00:46:48)
Ein ehemaliger Kollege war ziemlich bibelfest. Er zitierte gerne einen bestimmten Vers, wenn jemand es vergaß, die Hand beim Gähnen vor den Mund zu halten. Daraufhin erntete er immer ein erstauntes Augenbrauen-heben, bis er den Vers auflöste: "Oh Herr, er will mich fressen." Okay, das war jetzt aus dem Zusammenhang gerissen, aber kam ziemlich gut an  rofl

Ich bin zwar auch ziemlich bibelfest (Calvinistischer biblebelt in NL!), aber diesen Spruch kannte ich nicht; lernte ihn erst in D kennen.
Startpage-Suche ergab: er stammt aus dem apokryphen (also nicht zum anerkannten Bibel-Kanon gehörenden) Tobias-Buch; die Lutherbibel führt diese Schriften auf.
Nett finde ich die Fortsetzung: "Und der Engel sprach zu ihm: Ergreife ihn bei den Floßfedern ..." rofl rofl

Also, Egeria, wenn ein neuer oder anderer Kollege oder sonst jemand das mal anbringt, ksnnst du sicher mit dieser Erwiderung punkten. :hihi: :hihi:

Sorry, dein Beitrag ist schon älter, aber das THema fiel mir erst jetzt auf. :blumen:


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