EU und €: Auf einem guten Weg ?


Im Mai stehen die EU-Wahlen an.
Was hat uns die EU und der € gebracht ?

Sind wir in D wirklich Gewinner - oder doch eher der "Buhmann" am Ende der Fahnenstange ... ?


Der kleine Mann ist wie immer der doofe also der Buhmann. Fängt schon beim einkaufen an, guckt mal was die Lebensmittel heute so alles kosten. das billigste Stück Butter 1,29 € in DM warens 1,20.......


Ich will deswegen keinen neuen thread aufmachen, aber in Zusammenhang mit dem "kleinen Mann" und den Kanzleramtsaffairen hier ein Foto, wohl aus 2011. Es ist glaube ich ein Ausschnitt, denn ich meine mich zu erinnern, dass noch mehr solcher Bosse drauf zu sehen waren:*)
http://www.spiegel.de/images/image-191900-galleryV9-fnco.jpg
Ich hatte es mir aufgehoben, weil es unendlich viel aussagt....

Zur EU allgemein: Kein Wunder, dass immer mehr der beteiligten Länder finanziell am Stock gehen, denn es wird derart viel Geld in nicht-produktive Bereiche, sprich EU-Organe, gepumpt, dass dieses dann der Wirtschaft, der Bildung usw.der einzelnen Länder fehlt, so dass irgendwann wohl alle am Tropf hängen werden - und die Banker noch mehr zu lachen haben.


*) Wenn jemand das vollständige Original auftreiben könnte, wäre ich dankbar... Ich kenne mich leider bei der Spiegelsuche nicht aus; habe das schon en paar Male wieder aufgesteckt. Digibetikerin eben. *schäm*


Zitat
Was hat uns die EU und der € gebracht ?


Ich will mich garnicht mit dem Thema beschäftigen. Denn dann kriege ich soooo ein Hals... :angry:

Zitat (dahlie @ 05.01.2014 12:13:55)

http://www.spiegel.de/images/image-191900-galleryV9-fnco.jpg
Ich hatte es mir aufgehoben, weil es unendlich viel aussagt....



Hier ein Kommentar zu diesem Foto aus der Wirtschaftswoche vom 21.07.2011:

<< Auf einem der Bilder stand die Kanzlerin klein und zerbrechlich vor dem gewaltigen Großmann. Das Foto wurde zum Symbol für die Übermacht der Wirtschaft.>>

Ob sich das je ändert?

Zitat
Ob sich das je ändert?


Solange die Deutschen treudumm CDU und CSU wählen sicher nicht. :wallbash:
Das sind die Könige der Lobbypolitik, wer die wählt, wählt die Dominanz der Wirtschaft. Jedem Verband seine Wünsche erfüllen, bloß nicht der armen Industrie schaden. In der Groko wird sich das auch nicht ändern.

Naja, zum Glück wird diese Regierung eh nicht die 4 Jahre halten, so wie die sich jetzt schon um gerade erst "gütlich verhandelte" Eckpunkte des Koalitionsvertrags zanken.

Zum Euro gab und gibt es keine vernünftige Alternative. Ein Ausstieg und Rückkehr zur DMark ist sowieso unmöglich und wäre volkswirtschaftliches Harakiri für uns alle.

Und zum Euro = Teuro: Die Preissteigerung (Ende 2001 = 100) wäre bei 2% Inflationsrate im Schnitt ohne Euro heutzutage auch schon bei knapp 30% (Ende 2013 = 128).

Problem in der "Teuro"-Wahrnehmung ist auch, dass die Löhne in den 10 Jahren nach dem Euro Start in Deutschland nur um etwa 0,79% Pro Jahr gestiegen sind, während die Inflationsrate doppelt so hoch war. Das lässt einen rückblickend vergleichend die Preise als extrem gestiegen erscheinen, dabei ist das Einkommen einfach nur nicht genug gestiegen, bzw. inflationsbereinigt sogar gesunken. Schuld ist also zwar auch die deutsche Wirtschaft, aber nicht bei den Preisen, sondern der Lohngestaltung. Stichwort 450 Euro-Minijobs und immer mehr Teilzeitbeschäftigungen und Leiharbeit kommen dann noch hinzu.

Zitat (Bierle @ 06.01.2014 12:30:37)
Solange die Deutschen treudumm CDU und CSU wählen sicher nicht

Dann nimm aber mal SPD und Grüne mit dazu: die waren bei der Umstellung an der Regierung; das Risiko beim Beitritt Griechenlands war bekannt. Damit ist klar: mit oder ohne GroKo wird sich nichts ändern.
Zitat
Das lässt einen rückblickend vergleichend die Preise als extrem gestiegen erscheinen, dabei ist das Einkommen einfach nur nicht genug gestiegen, bzw. inflationsbereinigt sogar gesunken

So kann man das natürlich auch sehen: die Preise sind gar nicht so sehr angestiegen, nur die Löhne gesunken :o
Mit dem richtigen Warenkorb kannst Du Dir die Inflation immer schönrechnen. Schade, daß man Speicherchips nicht essen kann. Egal: auch wenn die Inflationsrate es noch nicht mitbekommen hat: die Verschuldung - auch in D - ist erschreckend.

Zitat (chris35 @ 06.01.2014 15:26:35)
.....
Egal: auch wenn die Inflationsrate es noch nicht mitbekommen hat: die Verschuldung - auch in D - ist erschreckend.

Ich glaube, was bisher war ist ein Kinderspiel im Vergleich zu dem, was uns jetzt bevorsteht.

Insbesondere, wenn ich an die ganzen Wahlversprechen denke, die unsere Enkel in der Zukunft bezahlen dürfen.

Da wäre es vielleicht nicht soooooo schlecht, wenn Neuwahlen anständen, bevor die Finanzen komplett verhunzt sind.

Gruß

Highlander

Nix zu TTIP oder IWF-Plan zu 10% "Sonderabgabe" aller Vermögenswerte, was nicht nur Konto/Spar-Guthaben sondern auch Immobilien/LV-Versicherungen usw. einschließt ?

Die GroKo hat die Möglichkeit völlig unangefochten selbst GG-Gesetze zu ändern ...
Herr Schäuble trifft sich mit Herr Lew, dieser fordert ... mehr "Signale" von der stärksten Wirtschaftskraft in der EU B)

NSA ? Kein Thema um darüber mal wenigstens zu reden ?
CSU - "Wer betrügt- fliegt" in Hinblick auf Migranten die auf Arbeitssuche ... sind ?

EU - eine gute Sache ! Aber was ist schief gelaufen, was wurde falsch angegangen ?
Hätte man nicht zuerst wichtige Parameter wie diese vermaledeiten BANKENrettungen unabdingbar als ausgeschlossen ! - wie auch eine homogene Gesetzgebung VOR die gemeinsame Währung - festsetzen müssen ?
Warum sind Proteste in der Ukraine in Ordnung (EU-zugetan) während in Spanien (EU kritisch) drastische Strafen drohen - und in der Türkei ist der "Demokrat" und Hoffnungsträger als Mittler zwischen Okzident und Orient B) plötzlich ein böser Diktator (der jedoch darauf beharrt "von außen" kämen die Störfeuer .. ).

Kann man so verschiedene Wirtschafts/Kultur-Unterschiedliche Nationen wirklich zusammenbringen ohne das es zu Widerständen kommt ?

Nochmal : eine EU gut und weitsichtig vorbereitet zum Wohle der Völker ! ist eine gute Sache ! - jedoch gleitet es derzeit eher in ein Desaster ab an dem vor allem "systemrelevante Banken" heftigen Anteil haben.
Und ob der Finanzminister der USA hier etwas fordern kann ... hängt sicher auch damit zusammen ob sich die USA immer noch als Besatzungsmacht fühlen können, auch so eine Sache die nicht gänzlich geklärt ist für D.


Zitat (1Sterni @ 05.01.2014 06:56:08)
Der kleine Mann ist wie immer der doofe also der Buhmann. Fängt schon beim einkaufen an, guckt mal was die Lebensmittel heute so alles kosten. das billigste Stück Butter 1,29 € in DM warens 1,20.......

Gegenrechnung Mindestlohn!

8,50€ x 160 Stunden im Monat = 1360€ / Monat

1360€ x 1,95583 = 2659,93 DM!!!! Wer das zu DM-Zeiten verdient hatte, zählte sich schon locker zur Mittelschicht!

Und jetzt bitte weiter wundern warum die Butter nicht mehr 0,61 cent kostet! rofl

Bearbeitet von KW123 am 09.01.2014 21:09:25

Zitat (Bierle @ 06.01.2014 12:30:37)
Problem in der "Teuro"-Wahrnehmung ist auch, dass die Löhne in den 10 Jahren nach dem Euro Start in Deutschland nur um etwa 0,79% Pro Jahr gestiegen sind, während die Inflationsrate doppelt so hoch war. Das lässt einen rückblickend vergleichend die Preise als extrem gestiegen erscheinen, dabei ist das Einkommen einfach nur nicht genug gestiegen, bzw. inflationsbereinigt sogar gesunken. Schuld ist also zwar auch die deutsche Wirtschaft, aber nicht bei den Preisen, sondern der Lohngestaltung. Stichwort 450 Euro-Minijobs und immer mehr Teilzeitbeschäftigungen und Leiharbeit kommen dann noch hinzu.

Die Lohnentwicklung hat Deutschland aber genau an den Punkt gebracht, wo wir heute sind - die Insel der Glückseeligen im Pleite-Europa. Wir vergessen wahrscheinlich zu schnell die Vergangenheit. Ende der 1990er war Deutschland der kranke Mann Europas. Woanders ging es überall voran... Ja seht euch Irland an, der neue Tiger Europas und Spanien, da brummt die Wirtschaft! Das Ende vom Lied kennen wir ja!

Schröder mit seiner Agenda 2010 hat mit der Veränderung begonnen. Arbeitsmarkt öffnen, Sozialleistungen kürzen. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben ihres dazu beigetragen. "Arbeitsplatzsicherung vor Lohnerhöhung!" Kurzarbeitergeld, Schuldenbremse, Rente mit 67.... Alle Maßnahmen haben die Produktivität, Lohnstückkosten, staatl. Handlungsspielraum von Deutschland gegenüber den anderen europ. Staaten erhöht. Deutschland hat dies aber als gesellschaftliches Gesamtprojekt geschafft und darauf sollten wir stolz sein, denn jeder hat seinen Teil dazu beigetragen.

Was haben denn andere Länder gemacht? Irland hat durch Steuerdumping einen überdimensionierten Bankensektor, Spanien einen überdimensionierten Immobiliensektor und Griechenland einen überdimensionierten öffentlichen Dienst aufgebaut. Direktes und indirektes Ergebnis? Staatsschulden ohne Ende!

Wenn man sich wundert, warum Deutschland 2 Bio€ Staatsschulden hat, aber Länder wie Frankreich und Italien (wo jeweils 20 Mio Menschen weniger leben) ebenso jeweils 2 Bio€ haben. Hallo? Deutschland hatte ne Einheit und hat 17 Mio. Menschen vom Sozialismus in den Kapitalismus katapultiert! Wo haben eigentlich die anderen Länder ihr Geld investiert? Bei den USA weiß man es ja: Man nehme 2 Irakkriege und einen in Afghanistan und werfe die Gelddruckmaschine an um die jährlichen Fiskal-Klippen heraufzuheben und man hat 17 Bio. $ Schulden. Da liegt prozentual die USA in guter Gesellschaft mit Griechenland, aber nur eines der beiden Länder steht auf Ramschstatus. Komisch?!

Ich denke, es würde in Europa besser laufen wenn viele unserer Vorgehensweise folgen würden. Natürlich wird es hart für diese Länder, aber wir haben es doch auch geschafft und es ist der einzige Weg. Noch mehr Schulden schränken nur die Handlungsfähigkeit der Staaten ein. Die Kanzelerin hats er kannt, sparen sparen sparen und wer sich daran hält, den hält Deutschland nach besten Kräften den Rücken frei. Man stelle sich mal vor die Kanzelerin würde sich vor die Kamera stellen und sagen: In Deutschland mußten schmerzhafte Sparmaßnahmen umgesetzt werden, aber den Griechen können wir das nicht zumuten?! Ein Aufschrei würde in Deutschland durch die Bevölkerung gehen..

Bearbeitet von KW123 am 09.01.2014 22:03:00

Frage mich wieso es keine Wahlplakate, Spots oder sonstiges für die Europawahl gibt..... Sonst wird doch da immer ein Trara rum gemacht...


Es wird erst am 25. Mai 2014 gewählt. Die Plakate kommen noch früh genug, keine Sorge. :P



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