Katzenhaltung trotz Allergie ? Welche Rassen wären überhaupt "möglich"?


Moinsen Muddies!

meine Nachbarin möchte sich unbedingt eine Katze 'anschaffen', leidet aber unter der sogenannten 'Katzenhaarallergie'.

Ich habe ihr davon abgeraten.
Denn, sollte es schiefgehen, müsste das Tier wieder zurück in's Tierheim (sie wollte - wenn überhaupt eine Katze aus dem Tierheim) und das ist für mich ein absolutes 'no go'.
Abgesehen davon, daß m.E. kein Tierheim wissentlich ein Tier an Tierhaarallergiker abgeben würde.

Trotzdem, ich habe mal irgendwann gehört, gelesen, gesehen, daß es Katzenrassen gibt, die auch für Allergiker 'geeignet' sind.
So viel ich weiß, handelt es aber um teure Rassekatzen (Langhaakatzen, Norweger Waldkatze....).

Ich habe meiner Nachbarin versprochen, mich im Internet schlau zu machen.

Bitte Euch um Info !
Vielen Dank im Voraus !
Liebe Grüße :blumen:
taline.


Hallo,taline,das habe ich gefunden:

https://forum.frag-mutti.de/index.php?showtopic=48746

und das:

http://www.miau.de/tips/allg/allergie.html

Viele liebe Grüße :blumen: :blumen: :blumen:

Bearbeitet von Natze am 03.03.2017 12:06:27


Ebenfalls moinsen :)

Wenn Deine Nachbarin eine Tierhaarallergie hat, dann bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder eine Desensibilations-Therapie oder der Verzicht auf die Katze.

So löblich das auch ist, eine Katze aus dem Tierheim zu holen - diese Tiere haben es am Nötigsten. Es ist aber Niemandem damit geholfen, wenn die Nachbarin sich erst so eine Fellnase holt und sie dann wieder zurückgeben muss, weil sie ständig am niesen oder husten oder am sich-kratzen ist. Das ist Stress pur. Sowohl für Mensch als auch für Katze.

Ist es denn sicher, dass die Nachbarin unter einer Tierhaarallergie leidet? Speziell bei Katzen ist es so, dass der Mensch nicht auf die Tierhaare selbst allergisch reagiert. Es ist der Speichel, der an den Katzenhaaren haftet. Der lässt allergische Reaktionen entstehen.

Grüßle,

Egeria


@ Egeria,

ich sehe es auch so wie Du.
Ich weiß auch, was hinter dem allgemein gebräuchlichen Begriff 'Katzenhaarallergie' steckt.
Ich hatte das auch jahrelang, mittlerweile gottseidank nicht mehr (keine Ahnung warum) ich bin sehr froh darüber, vorallem weil wir auch seit über 7 Jahren so einen Fellwecker haben....

Bei meiner Nachbarin handelt es sich auf jeden Fall um diese besagte Allergie, weil sie ab und zu die Katze einer Kollegin versorgt hatte und dann leider immer allergisch reagiert hat.
Niesen, Jucken, Flecken im Gesicht usw.

Ja und Tiere, hier nun halt Katzen, sind einfach keine Versuchsobjekte.
Daher haben wir auch davon abgesehen, uns vor ein paar Jahren eine 'Zweitkatze' anzuschaffen,
denn unsere Samati ist nun einfach mal die Queen hier und wir wollten es nicht riskieren, daß irgendein Kätzchen irgendwie leiden muß, nur weil wir glauben, sie würde sich in Katzengesellschaft evt. wohler fühlen...
Wie geschrieben: Tiere sind keine Versuchsobjekte.

Ich wollte ihr gegenüber mein Versprechen einhalten und freue mich auf noch viele Antworten von den Muddies hierzu !

Liebe Grüße :blumen:
taline.


Nicht jeder Allergiker reagiert auf jede Katze allergisch.
Da bliebe also nur: Katze im Tierheim ausgucken, ausgiebig beschmusen und abwarten, ob was passiert.

Das ist meiner Meinung nach aber nur die zweitbeste Lösung. Besser wäre es, ganz auf eine Katze zu verzichten.
Kann sich deine Nachbarin nicht für ein Aquarium begeistern? ;)


Oje, Taline,

wir haben gerade vor einem halben Jahr einen Kater vor dem Tierheim gerettet, weil sein Besitzer allergisch auf den Kater reagierte.
Er hatte so richtig lecker Soor umme Schnüss. Also der Besitzer, nicht der Kater.
Sah nicht mehr schön aus. Wahrlich nicht.

Nun, Katerle ist bei uns gelandet, ihm gehts gut und wir sind alle Soorfrei.

Auch ich kann dir bzw der Nachbarin nur empfehlen, sie soll sich entweder A: desinsibilisieren lassen (was aus beruflicher Erfahrung auch nur zeitlich nützt) oder aber B, wie vorgeschlagen, sich ein Tier im Tierheim aussuchen und dieses ordentlich beschmusen. Und das auf Wochen.

Ich halte ehrlich gesagt nix davon, sich ne Katzenrasse für Allergiker anzuschaffen. Denn: das kann 99 mal gut gehen und der 100. entwickelt ne Allergie gegen die Mietze.
Damit ist weder dem Tier noch deiner Nachbarin geholfen.

Tut mir Leid, aber mehr Möglichkeiten sehe ich gerade nicht.


@ Jeannie

Aquarium: überhaupt nicht, hatte ich auch schon vorgeschlagen, ebensowenig wie Schildkröte, Wellensichtich.....
Sie will halt was zum Beschmusen haben.
Hund kommt leider aus anderen Gründen überhaupt nicht in Frage.

Trotzdem danke Dir für Deine Antwort !

Liebe Grüße :blumen:
taline.


@ Eifelgold

jo, ich sehe das auch so.... und bleibe im Prinzip auch bei meiner Einstellung.

Ich habe meine Nachbarin auch gesehen, als sie wie ein Streuselkuchen ausgesehen hat.

Ich hoffe und denke, daß sie den 'Rappel' unbedingt eine Katze haben zu wollen, doch bald aufgibt.
Da es warhrscheinlich wirklich sinnlos und eine Quälerei für beide Seiten sein würde.

Danke Dir trotzdem für Deine Antwort !
Liebe Grüße :blumen:
taline.


Also, desensibilisieren bei Hunde- oder KAtzenallergie soll sehr viele Nebenwirkungen haben. Meine Tochter hat diese, neben der Birken-, Apfel- und Nussallergie. Gegen letztere ist sie desensbilisiert worden, bzw. holt sich seit Jahren Injektionen dagegen (ist aber immer noch empfindlich). Bei der Tierallergie riet man ihr dringend davon ab, wegen der Nebenwirkungen. Das sei allenfalls bei bestimmten Berufen zu vertreten, wie Tierpfleger oder Tierarzt. So wurde es ihr erklärt.
Näheres weiß ich zwar nicht, aber das sollte man auch abklären. Außerdem sollte sie voher abklären,ob die KK das übernimmt...

Ich würde auch in so einem Fall auf ein Tier verzichten. Das muss man sich und evtl. dem Tier, wenn es nicht klappt, nicht antun.


@ Pompe

hatte Dich bisher 'überlesen' !

Danke für Deine links !

Liebe Grüße :blumen:
taline.


@ dahlie

da gebe ich Dir so was von Recht !

Liebe Grüße :blumen:
taline.


Ich kann Dahlie nur beipflichten - ich hab 'ne krasse Katzenallergie. Im besten Fall kann ich die Symptome mit Antihistaminen unterdrücken, im schlimmsten Fall kriege ich trotz Tabletten Erstickungsanfälle. Ich wollte mich hyposensibilisieren lassen, weil viele meiner Freunde und Familienmitglieder Katzen haben, aber meine Ärztin hat mir davon abgeraten. Das Problem dabei ist nämlich, dass die ganze Welt voller Katzenspucke ist, weil (gefühlt) jeder zweite eine Katze hat und deren Haare und Hautstaub im Büro, in Restaurants, Kinos, Theatern, Kneipen, Wartezimmern usw. verteilt. Für eine Hyposensibilisierung ist es aber wichtig, so frei wie möglich von den allergieauslösenden Stoffen zu leben, nur dann funktioniert das mit der langsamen Gewöhnung. Ist bei Katzen nicht drin, zumindest dann nicht, wenn man stark allergisch reagiert. Das ist auch der Grund, warum eine Hyposensibilisierg gegen die Hausstaubmilben so schwer und langwierig ist - die Dinger wird man auch nie ganz los.

Darüber hinaus würde ich immer die Finger von einem Haustier lassen, wenn ich unsicher wäre, ob es bei mir auch beste Haltungsbedingungen vorfindet UND ich dauerhaft bestmöglich für es sorgen kann.

Bearbeitet von donnawetta am 24.04.2014 11:00:56


@ donnawetta

danke Dir für Deine ausführliche Beschreibung.
Das war mir tatsächlich nicht bewußt, wie kompliziert sowas abläuft !

Alles Gute für Deine Gesundheit !

Liebe Grüße :blumen:
taline.



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