Kaum Großeltern (mehr) da: Ist das Zufall?


Morgen fahre ich zu meinen Enkelinnen; inzwischen 8 und 10 Jahre alt. Und bis 13... :blumen:

Merkwürdig:
Es sind jetzt 4 :) ; die seit kurzem dort mitwohnende, auch alleinerziehende Freundin hat eine 11- und eine 13-jährige Tochter (letzte ist schon ein Puber-tier...). Denen fehlt die Großelterngeneration, weil nicht vorhanden. Und ich bin für die beiden "eigenen" auch die letzte Mohikanerin in dieser Hinsicht.
Ist das inzwischen öfter so? :unsure:
Dass Kinder praktisch (fast) ohne Großeltern aufwachsen? Oder ist das Zufall?

Ich "darf" diese beiden adoptieren, das ist mit der Mutter geklärt; also auch kleine Geschenke mitbringen, zum Essen einladen, hüten. :D (Vielleicht auch mal Socken stricken, :hihi: )
Was Omas so mal machen...
Die jüngere der beiden ist ein "Kuscheltier" und kommt spontan zu mir um einige Einheiten einzufangen, wie die beiden "eigenen". ;) Die ältere weiß noch nicht so recht, wie sie sich verhalten soll. Ich warte natürlich mal ab.

Das Hüten steht jetzt an, weil meine Tochter eine Woche Abwesenheit wegen Fortbildung der Freundin falsch eingetragen hatte, und sie konnte ihre Dienste im KH nicht alle verlegen.
Nun ja, es stand sowieso ein Besuch meinerseits an...

Und da kamen mir halt diese Fragen. :hmm: :hmm:


Hilfreichste Antwort

Meine Großeltern mütterlicherseits sind beide recht früh verstorben (ich war 6 und ca. 10), väterlicherseits hatte ich beide zum Glück bis ins junge Erwachsenenalter. ich weiß aber von vielen, die keine Großeltern mehr haben. Ich denke, es liegt zum Teil daran, dass immer mehr Familien erst spät gegründet werden, d.h. die Eltern sind schon Ende 30, Anfang 40 und somit die Großeltern auch bereits wesentlich älter. Und durch Krankheiten verliert man leider auch sehr viele Familienmitglieder ...


Meine Großeltern mütterlicherseits sind beide recht früh verstorben (ich war 6 und ca. 10), väterlicherseits hatte ich beide zum Glück bis ins junge Erwachsenenalter. ich weiß aber von vielen, die keine Großeltern mehr haben. Ich denke, es liegt zum Teil daran, dass immer mehr Familien erst spät gegründet werden, d.h. die Eltern sind schon Ende 30, Anfang 40 und somit die Großeltern auch bereits wesentlich älter. Und durch Krankheiten verliert man leider auch sehr viele Familienmitglieder ...


Wer sagt, daß Großeltern ausschließlich "positiv" auf die Entwicklung eines Kindes wirken?- Meine Oma mütterlicherseits ist früh verstorben, und von den Großeltern väterlicherseits hätte ich nix Gutes gelernt.- Die wohnten zwar mit im selben Haus, wie wir, aber haben den Deibel getan, sich um meinen Bruder und mich zu kümmern.- Die Hilfe wäre dringend notwendig gewesen, da meine Mutter teils sehr krank war, und mein Vater durch seinen Schichtdienst nicht immer zur Stelle war.- Als wir aus diesem Haus auszogen, war ich knappe 11 Jahre alt, und hatte nie das Gefühl, 'was versäumt zu haben in puncto Großeltern.

Meinerseits liegen zwar keine persönlichen Erfahrungen als Oma vor, nur kommt mir oft die Überlegung, ob es für Kinder überhaupt gut ist, mehr oder weniger von den Großeltern großgezogen zu werden.- WIR wissen doch irgendwie ALLE, was uns an der elterlichen Erziehung gestört hat; sollte man mit diesem Wissen das eigene Kind
den gleichen "Fehlern" aussetzen?

Meine Mutter hat meinem Bruder und mir vor unserem Auszug von daheim klipp und klar gesagt, daß wir ihr die
etwaigen Enkel nicht abliefern dauernd können, höchstens mal im Notfall.- ICH hätte das ohnehin nie getan, und mein Bruder hätte das garnicht "gedurft", weil seine Frau von Anfang der Beziehung an 'was gegen unsere Mutter hatte.
Somit ist auch die inzwischen erwachsene Enkelin/Nichte für uns ein unbekanntes Wesen geblieben.
Mein Mann hat eine Tochter aus erster Ehe, die hinwiederum ebenfalls eine Tochter hat.- Die haben wir in ihrem
inzwischen 22 jährigen Erdendasein nur dreimal als Säugling/Kleinkind gesehen.- Weil der Opa Langmut und die böse Oma Isi kein dickes Aktien-Paket o.ä. zugunsten für die Enkelin eingerichtet haben.- Da zählt schlicht und ergreifend nur der $....
Dies nun mal als wertfreie Betrachtungen meinerseits...


Wer sagt, daß Großeltern ausschließlich "positiv" auf die Entwicklung eines Kindes wirken?


Das hat niemand hier gesagt, um erst mal direkt darauf zu antworten.

DArum geht es mir auch gar nicht. Es geht um die allgemeine Frage, ob das häufiger ist, dass Kinder keine Großeltern erleben.
Die Auswirkungen bzw. der Einfluss vorhandener/nichtvorhandener Großeltern sind nun wirklich nicht das Thema, was ich angeschnitten habe.

Ich bin in einer Großfamilie sehr behütet :wub: aufgewachsen.
Die Großeltern mütterlicherseits wohnten im gleichen Haus, die Eltern meines Vaters praktisch in Rufweite. Alle Großeltern sind an die oder über 80 Jahre alt geworden, sie blieben mir also weit ins Erwachsenenalter erhalten. Eine Oma hat sogar noch meine Babies gehütet und mir viele gute Tipps gegeben, die ich von meiner Mutter nicht mehr bekommen konnte. Als der Jüngste zwei Jahre alt war, ist leider auch diese Oma von uns gegangen.

Meine eigenen Eltern sind früh verstorben, haben meine Kinder nicht mehr kennen gelernt. Die Ex-Schwiegereltern sind weit weg gezogen, sobald das letzte Kind aus dem Haus war. War eine gute Entscheidung!

Meine Kinder sind also ohne Großeltern aufgewachsen und können sich gar nicht vorstellen, was sie verpasst haben. :(


Ich hatte nie Großeltern und habe sie vermisst.

Wenn meine Freundinnen sagten:"Heute gehe ich zu meiner Oma (Opas gab es fast keine :keineahnung: )", dann war ich traurig, dass ich das nicht sagen konnte.

Manche hatten ganz liebe Omas, die für ihre Enkel alles taten, incl. Stricken von Pullovern, Mützen und noch vieles (Kochen nicht zu vergessen) mehr. Oft haben die Mütter gearbeitet, darum war man froh, wenn Großeltern da waren.

Meine Mutter hat meinen Großen oft aus der Kindereinrichtung abgeholt, weil ich einfach nach der Arbeit zu geschafft war.

Sie hat bei uns im Haus gewohnt: Wenn Ferien waren, kam immer meine Nichte, denn bei Oma und uns durfte sie das, was zu Hause nicht möglich war: Langes Fernsehen und Schlafen bis in die Puppen. :P Außerdem konnte man Oma auch so schön beim Kartenspielen beschummeln. :D

Bei meinen Enkeln ist es so, dass sie von uns entfernt wohnen. Die Eltern müssen ja heutzutage dem Job hinterherziehen. Dadurch sehen wir uns leider nicht so oft. Eines Tages sind wir ein Volk von Wanderarbeitern und das ist das Problem.

Wenn sie da sind, stellt sich aber doch nach einiger Zeit eine Vertrautheit ein.
Naja, inzwischen sind sie schon groß und ich hätte gern mehr Zeit mit ihnen verbracht. :(
Dafür bekomme ich ab und zu eine E-Mail. In der letzten stand: Oma schreib was! :hihi:


Ich bin mit zwei Omas und einem Opa aufgewachsen. Der Opa starb als ich 6 Jahre alt war. Die Omis hatte ich noch viele Jahre länger und das war auch gut so. Meine Omas waren klasse und für Ihr Alter damals echt cool drauf.

Meine Eltern waren selbstständig und da war es halt so, das die Omas sehr oft eingesprungen sind wenn mal wieder Not am Mann war und ich war gerne mit ihnen zusammen.

Mein Sohn hatte leider nur noch eine Oma (meine Mutter) und das auch leider nur 10 Jahre. Er vermisst es, das er keine Großeltern hat und fragt mich sehr oft wie der Opa oder die Oma das gefunden hätten. Meine Mutter hat super gerne auf ihre Enkel aufgepasst und meine Schwester und ich fanden das natürlich supi. Allerdings haben wir das nie ausgenutzt!

Wenn das Verhältnis der Kinder zu den Eltern stimmt, dann profitieren auch die eigenen Kinder sprich Enkel davon.


Oft liegen auch große Entfernungen zwischen den Generationen. Kürzlich gehört: Großeltern in Dt., Kinder u
Enkel in Australien.


Meine Großeltern und meine Lieblings-Großtante sind alle recht alt geworden (bis 92 Jahre) und ich habe sie sehr geliebt und so oft wie möglich gesehen. Allerdings wohnten wir, der Arbeit meines Vaters geschuldet, rund 100 bzw. 600 km von ihnen entfernt, Dementsprechend konnte keiner von ihnen für alltägliches Sitten einspringen, höchstens mal, wenn meine Mutter ins KKH musste oder so. Für mich war das allerdings völlig okay, es waren eben Ferien oder mal Wochenend-Großis.

Bei meinem Stiefbruder kommt die Schwiegermutter immer, wenn meine Schwägerin arbeitet (3 oder 4 Tage die Woche) oder Schwigersohn und Tochter ihren Hobbies nachgehen. Sie hütet die Kinder, kocht für sie, bringt für alle Kuchen mit, geht ab und zu für die Familie einkaufen, macht Chauffeurdienste, geht mit dem Hund und zuweilen voll auf dem Zahnfleisch. Für mich ist das, von außen betrachtet, eine Zumutung für die Oma, egal, wie freiwillig sie das macht.

Meine Mutter würde mir auch kräftig was husten, wenn ich sie als Babysitter, Hilfsputze und Fahrdienst benutzen würde - zu Recht, wie ich finde. Wenn's Not täte, weil die Familie sonst mit der Kohle nicht klar kommt oder weil einer krank ist, würde sie mir sicher zu helfen versuchen, aber einfach so, um mir das völlige Ausleben aller Wünsche zu ermöglichen - nö, da würde die Liebe aufhören. Zu Recht.

Natürlich gibt es auch prima Mittelmaße, wo die Oma und/oder Opa einmal in der Woche die Kids hütet oder mit ihnen mal ein paar Tage in Ferien fährt. Das finde ich auch toll und erlebe es oft im Familien- oder Bekanntenkreis. Da kann man nicht davon sprechen, dass kaum Großeltern da wären, sie leben eben nur die meiste Zeit ihr eigenes Leben. Find' ich auch gut so, die haben das alles schließlich schon hinter sich gebracht :P Ich glaube, es ist Zufall, Dahlie, dass die Kids in deinem Umfelt keine Großeltern haben. Mach dir mal keine Sorgen :blumen:

Bearbeitet von donnawetta am 06.05.2014 19:53:48


Meine Eltern wohnen leider über 500 km entfernt, mein Kleiner würde sie gern öfter als ein paar Mal im Jahr sehen. Zum Glück hat er keine Berührungsängste, sondern nimmt sie beim Spaziergang sofort an der Hand (vor allem meinen sehr zurückhaltenden Papa :wub: ) und kuschelt auch gern mit ihnen.
Schwiegervater gibt es nicht, Schwiegermutter interessiert sich leider nicht für uns, so dass wir dem Kleinen noch nichts von ihr erzählt haben. Mal schauen, wann er mitkriegt, dass auch Papa eigentlich Eltern (gehabt) haben müsste...


Kaum Großeltern gab es auch schon früher - wie in meinem Fall. -_-


Ach Dahlie, keep Cool,

und ich weiß du kannst cool bleiben.

Sei einfach nur herzlich und bespaße die Kiddz. Dann hast du alle Pluspunkte auf deinem Konto.
Es sind Kinder - keine Monster - auch wenn du es Abends anders glaubst.

Suche dir irgendeine Tagesunterhaltung für die Kiddz aus. Sicher geht die Hausarbeit vor. Teile das auch mit. Das verstehen die Kiddz. Sooo dooof sind sie nicht.
(ich hab meine Zähne geputzt, ich darf auf den Spielplatz)
Wenn alle Kiddz die Zahnbürste im Mund hatten, dann gehts zum Spielplatz.

Ich glaube, wenn du cool bist, kommst du den Kindern näher, als wenn du streng bist.
Wir leben nun mal in einer Welt, wo Patch-Work-Familien überwiegen.
Das ist so.

Dann kannst du immer noch vom Althergebrachten mitteilen, erstaune die Kiddz, wenn du weißt wie dieser und jener Pilz heißt, ob er genießbar oder gar ungenießbar ist.
Das macht meist mehr Spaß für die Kiddz, als strenges Oma-sein.
Sei locker und cool, das kommt um klassen besser und ist entspannter für alle Beteiligten.

Du schaffst das.


Zitat (Rumburak @ 06.05.2014 13:19:45)
Eines Tages sind wir ein Volk von Wanderarbeitern und das ist das Problem.

es gibt sehr viele wanderarbeiter in china, und ich glaube, sie würden deine zeilen als ein jammern auf sehr hohem niveau empfinden. denn der eigene nachwuchs dieser wanderarbeiter lebt dauernd bei den großeltern oder anderen verwandten, weil die eltern höchstens zweimal im jahr kurz nach hause kommen können. das ist ihre einzige chance, geld zu verdienen. und angesichts der entfernungen in diesem riesigen land dauern die reisen recht oft tage, wenn man sich keinen flug leisten kann.

die heutige kindergeneration hat doch recht oft zwei großelternpaare. es ist nicht mehr so wie bei uns, wo die opas recht oft im krieg gefallen sind. aber man wächst ja auch ohne oma und opa auf, wenn sie weit entfernt wohnen und es kein interesse gibt, in kontakt zu bleiben.

meine eigene oma ist immer ein segen für mich gewesen, während meine mutter keine oma für meine kinder ist. ich weiß, dass sie eine schöne kindheit bei meiner oma und ihrer eigenen oma hatte, während meine oma von ihrer großmutter keinerlei zuwendung bekam. sie war nur eine belastung für sie, und sie konnte mit ihrer enkelin nichts anfangen. oft genug bekam sie ohrfeigen, wenn sie eine arbeit nicht richtig oder schnell genug ausgeführt hatte.

trotzdem ist sie eine gute mutter und eine wunderbare oma geworden, und sie ist für meine kinder eine tolle uroma. sie hat davon mit traurigkeit und bedauern erzählt, aber ohne bitterkeit. dass sie selbst anders geworden ist, ist ihr freude und belohnung genug, und das leuchten und strahlen ihrer enkel und urenkel, wenn sie sie besucht haben. seit einigen monaten weiß sie erst, dass ihre oma nicht ihre oma war. das liegt an einer testamentarischen verfügung meiner uroma. sie sollte erst jahre nach ihrem tod details der familiengeschichte erfahren. seitdem hat sie nachträglich ihren frieden mit ihrer "oma" gemacht.

manche kinder vermissen nicht, was sie nicht kennen, aber ich weiß auch, dass es kinder gibt, die gern eine oma und einen opa hätten, wenn sie hören, wie viel spaß sie immer zusammen haben.

Seidenlöckchen, ich denke, das mit den "Wanderarbeitern" hast Du mißverstanden. Vermutlich ging es hier eher darum, dass die kleine Familie (Eltern und Kinder) dem Job hinterherzieht und sich somit von den Großeltern räumlich entfernt. Früher war es oft so, dass die Generationen nahe beieinander wohnten, das ist eute vielfach nicht mehr der Fall, oft eben auch jobbedingt.


Mit meinen Großeltern hatte ich auch nicht viel Kontakt. Meine Mutter hatte kein besonderes Verhältnis zu den Schwiegereltern, also habe ich diese kaum gekannt und sie sind beide gestorben als ich noch Kind war. Ich habe also kaum Erinnerungen an sie.
Die Eltern meiner Mutter lebten viele Kilometer weit weg. Als Kind habe ich dort schon mal meine Ferien verbracht und in großen Abständen kamen sie zu Besuch, darüber habe ich mich auch immer gefreut.

Großeltern die immer da waren hatte ich also nie.

Ich bin nun selber Oma und lebe sehr entfernt von Deutschland. Als ich hierher zog waren meine Kinder zwar erwachsen, aber ledig. Ich habe mir zwar gedacht, dass sie irgendwann eine Familie gründen werden, nur war das für mich kein Grund in Deutschland zu bleiben, viel nachgedacht darüber habe ich allerdings schon.

Jetzt habe ich zwei Enkeltöchter und manchmal würde ich sie auch gerne öfter sehen. Wir hatten von Anfang an ein gutes Verhältnis. Auch als sie noch klein hatten sie keine Scheu, ich bin die Oma und sie mochten und mögen mich einfach, auch wenn wir uns selten sehen. Wenn ich in Deutschland bin, bin ich öfter die typische Oma, früher mit Babysitten, jetzt einfach mit da sein, Essen kochen, usw.


Ich erlebe in meinem Umfeld immer wieder, dass Enkel und Großeltern räumlich sehr weit auseinander wohnen, so dass sich Besuche eben nicht so oft ausgehen.

Eine junge Familie bei mir im Haus leidet da schon sehr drunter, dass sie im Krankheitsfall oder bei anderen Notfällen niemanden in der Nähe haben, der rasch und unbürokratisch mal aushelfen könnte.

Bei anderen wiederum stehen die Großeltern auch noch voll im Berufsleben und da ist Zeit auch nicht im Überfluss da, ich meine jetzt mal für regelmäßiges Enkelabholen aus dem Kindergarten u.ä.

Ich habe meine Großeltern noch sehr toll erlebt. Alle wohnten im nächsten Umkreis, die einen 3 Minuten entfernt, die anderen 15 Minuten, wir Kinder konnten sie also auch alleine besuchen, wann immer wir wollten.
Und alle Omas und Opas waren immer zuhause, die einen hatten ein Wirtshaus, die anderen einen Bauernhof.

Ich erinnere mich heute noch gerne zurück und diese Erinnerung gibt mir ein unglaublich warmes und geerdetes Gefühl.

Meine Kinder hatten dann die (nicht so favorisierten) Großeltern in derselben Stadt, da aber keine sehr enge Beziehung, und die geliebten Großeltern wohnten 5 Fahrstunden entfernt.
Dort verbrachten sie immer die zweimonatigen Sommerferien, die Osterwoche und die Energieferien, auch eine Weihnachtswoche war immer drin. Meine Mutter war zuhause, sodass so lange Besuche kein Problem waren. Es war und ist eine große Enkel-Großelternliebe, die sie verband.

Und jetzt meine Enkel, da sind wir zwei Omas, die sich seit dem Tod meiner Tochter regelmäßig kümmern, die Enkel sind an den WOED immer mal wieder bei einer der Omas, wenn der Papa arbeiten muss oder mal was Sportliches (40 km Radtour z.B.) unternehmen möchte, und wir Omas und Enkel genießen die gemeinsame Zeit sehr.

Ich glaube, wo es Großeltern gibt und vor allem die Beziehung stimmt, profitieren alle Generationen davon.


Da ich keine Kinder habe, habe ich leider auch keine Enkel. Mein Göga hat welche, aber da seine Tochter mich nicht akzeptieren möchte, bin ich nur gut, wenn es was zu holen gibt.
Wie gern hätte ich Enkel, auch wenn es keine eigenen wären!
Ich denke, wenn ich in Rente gehen kann, würde ich - falls noch fit genug - gerne mal "Adoptivenkel" hüten und bespielen und und und...
Könnte man doch die, die solche Omis und Opis bräuchten, mit denen zusammenbringen, die welche sein möchten, das wär doch schön.


Zitat (Naseweis03 @ 07.05.2014 20:26:02)
Könnte man doch die, die solche Omis und Opis bräuchten, mit denen zusammenbringen, die welche sein möchten, das wär doch schön.

Hallo Naseweis,

in unserer Stadt gibt es einen "Wahl-Oma-Service". Goggel das doch mal für Deine Stadt, vielleicht wird dort auch so etwas angeboten. Oder frag beim Bürgerbüro danach, evtl. beim Jugendamt.

Zitat (Naseweis03 @ 07.05.2014 20:26:02)
Könnte man doch die, die solche Omis und Opis bräuchten, mit denen zusammenbringen, die welche sein möchten, das wär doch schön.

Doch, Naseweis, so was gibt es. Spontan fällt mir nicht ein, wo und wie, aber vielleicht kannst du dich bei einem Wohlfahrtsverband oder Elterninitiative erkundigen? Oder googeln.

Ich danke euch allen für die Beiträge! :blumenstrauss:

Viele haben schöne Erinnerungen an die eigenen Großeltern beschrieben. FAnd ich erfrischend.

Es gibt also "nicht-existente", schon verstorbene, Großeltern, wie @Binefant schrieb und begründete: "Späte" Eltern, deren eigene Eltern also schon verstorben waren, welche die Enkel also nicht mehr erleben konnten oder keine Erinnerung an sie haben. Und das könnte in der Tat wohl öfter vorkommen.

Und es gibt nicht-gut-erreichbare Großeltern, entweder weil sie weit weg wohnen, voll berufstätig sind, keine gute Beziehung vorhanden ist, evtl. nach einer Scheidung nicht (mehr) Kontakt gehalten wird usw. Da fehlen dann auch die Begegnungen oder werden als viel zu selten empfunden.

Ach, da fällt mir gerade ein: SKYPE! Ich weiß von einigen Familien, wo die Kinder und Enkel in Kanada, oder auch "nur" in den Niederlanden wohnen, die Großeltern diese - und umgekehrt - kaum besuchen können (aus welchen Gründen auch immer), und die über Skype einander doch relativ nahe sind.

Ich habe selbst ja auch Skype, aber leider klappt die Verbindung nach hier in die Walachei (auf dem Land...) nicht gut. Stottern, Bild und Ton kommen versetzt rüber, usw. Daher verwende ich das nicht mehr, sondern habe ein Skype-Telefon, mit dem man, halt ohne Bild, kostenlos (bis jetzt jedenfalls) weltweit telefonieren kann.

Ich glaube, das ist ein Generationsproblem. Ich stamme aus einer Generation, wo man die Kinder mit Anfang 20, spätestens Mitte 20 bekam. (Sie kamen einfach....) Naatürlich war dann die "Großeltern-Generation" noch präesent. Heute sind es eher "Spätgebärende" (Karriere, Studium etc. hat Vorrang). Wenn dann die Enkelkinder kommen sind die Großeltern meist schon in einem hohen Alter oder leider oft nich mehr am Leben. Schade.......


Das ist oft auch ein Problem der "mittleren" Generation. Heute werden Kinder in immer jüngerem Alter in Kinderkrippen untergebracht (über Sinn und Unsinn oder Notwendigkeit ließe sich ellenlang diskutieren, ist aber hier nicht Thema), der anerziehbare Sinn für Familienzusammengehörigkeit wird so wenig gefördert, während die Kompetenzen bezüglich anderer sozialer Beziehungen mehr gefördert werden.
Man mag mich für konservativ halten, aber ich bin der Meinung, dass eine langsame Ausweitung des kindlichen Horizontes von der engen Familiengruppe ausgehend über weitere Verwandte und Nachbarn bis hin ins "fremde Leben" dem kindlichen Lernprozess angemessener ist und Kinder selbstsicherer macht.


Ich bin Großmutter. Leider "darf" ich es nicht sein. Meine Tochter (auf eigenen Wunsch alleinerziehend, d.h. sie hat ihre drei Kinder geplant ohne Vater bekommen und die Kinder dürfen auch ihre Väter nicht sehen) hat von heute auf morgen entschieden, dass sie alleine über ihre Kinder "bestimmen will" und ich ihren Kindern nicht gut tue. Ich habe die drei Kinder (ein Junge 15, zwei Mädchen 10 und 8) bis vor einem Jahr regelmäßig, teilweise mehrfach pro Woche gesehen. Ich habe sie betreut, sie haben bei mir übernachtet, sie haben bei mir die Ferien verbracht, ich habe das Schulgeld bezahlt, da sie eine private Ganztagsschule besuchen, ich habe der Familie ein zur Verfügung gestellt, ich hätte alles getan, damit es meiner Tochter und ihren Kindern gut geht. Ich weiß, wie es ist, wenn man als Mutter jeden Cent doppelt und dreifach umdrehen muss und wollte dies meiner Tochter und ihren Kindern ersparen. Ich wollte, dass meine Enkel eine unbeschwerte Kindheit erleben können, dass sie eine Schule besuchen können, wo es ihnen gefällt und wo sie ihren Fähigkeiten gemäß gefördert werden. Das funktionierte bis vor einem Jahr. Dann brach meine Tochter von heute auf morgen mit mir jeden Kontakt ab, erzählt die schlimmsten Lügengeschichten über mich, änderte ihre Telefonnummer, damit die Kinder und ich nicht mehr telefonieren können. Als ich nicht mehr weiter wusste, nachdem alle Versuche meinerseits, mit meiner Tochter zu reden, gescheitert waren, habe ich eine Anwältin als Mediatorin eingeschaltet: Sie war entsetzt, wie meine Tochter über mich hergezogen ist. Sie behauptet jetzt - mit 36 - sie habe ihr Leben lang unter mir gelitten, weil sie habe Rücksicht nehmen müssen, als ich krank war (als sie 12 war, erkrankte ich an Krebs und war bisher der Meinung, ich habe die Gradwanderung zwischen Betreuung meiner Tochter und Chemotherapien ganz gut hinbekommen - zumal sie sich bislang so geäußert hatte). Vor 10 Jahren lag ich 16 Monate auf der Intensivstation wegen Multiorganversagen. Ich habe mir diese Krankheiten nicht ausgesucht und gewünscht und war froh, zu überleben.
Ich würde alles dafür geben, Großmutter sein zu dürfen - ich darf es leider nicht.

Ich bin der Meinung, dass Kinder durch Großeltern profitieren können. Kinder werden in eine Familie hineingeboren. Sie "gehören" nicht einer Mutter.
Ich habe eine Wohnung auf einem Bauernhof, deren Eigentümer zwei Enkel hat: Beide Töchter bekamen innerhalb von vier Wochen ein Kind, einen Jungen und ein Mädchen, beide mittlerweile ein Jahr alt.

Wenn ich sehe, wie wundervoll diese Familie miteinander harmoniert, werde ich wehmütig.
Beide Töchter, beide Schwiegersöhne kommen oft und gerne her. Die Oma betreut die Enkel häufig und entlastet damit ihre Töchter. Den Enkeln ist das Umfeld vertraut. Man kann förmlich sehen, wie wohl sie sich fühlen.
Der Großvater nimmt sie mit zu den Tieren, er fährt mit ihnen Traktor - er betreut sie mit einer Hingabe, wie ich es mir für jedes Kind wünsche.

Wenn die Möglichkeit besteht, dass Enkel durch Großeltern betreut werden, wenn die Mutter / die Eltern berufstätig sind, ist es auch eine gute Alternative zur Tagheim-Betreuung.

Es sollte aber doch im Interesse von Kindern, von denen man behauptet, man liebt sie, möglich sein, dass Erwachsene ihre Animositäten vergessen. Streit zwischen Erwachsenen, speziell zwischen Müttern und Töchtern, scheint heute häufig auf dem Rücken der Kinder ausgetragen zu werden. Schade. Es wäre so einfach, wenn von beiden Seiten ein bisschen guter Wille da wäre.


es ist schade, dass deine tochter hier nicht schreiben kann, denn es würde mich interessieren, was sie dazu sagt. über das wehklagen von omas, die ihre enkel nicht sehen dürfen, kann ich selbst leider sehr viel sagen, denn meine eigene mutter gehört auch dazu.

wer sie nicht gut kennt und mich und meinen mann oder ihre mutter auch nicht, würde dazu neigen, sie schrecklich zu bedauern, wenn sie sagt, ihre tochter (ich) stehe völlig unter dem einfluss ihres mannes und seiner familie, die religiöse fanatiker sind, und halten ihre enkel (ich habe drei kinder) mit gewalt von ihr fern. außerdem hätte ich eine gehirnwäsche erhalten, so dass ich mich nicht wehre und mich auch noch in diesem leben unter kontrolle wohl fühle. :toktok:

deine tochter hat vielleicht ihre gründe, so zu handeln. vielleicht berechtigte, vielleicht auch nicht, denn wir können ja nicht wissen, ob du uns die wahrheit erzählst und nichts bedeutendes verschweigst oder anders darstellst. ich kenne die darstellungen über mich als "undankbare" tochter nur zu gut.

dein enkel von 15 ist alt genug, um kontakt zu dir aufzunehmen, wenn er es will. vielleicht will er nicht. ob die väter ihre kinder nicht sehen dürfen oder die kinder ihre väter nicht, kann wohl niemand außer den drei beteiligten so genau beurteilen. du weißt möglicherweise nicht alles darüber.

aus deinen zeilen erkenne ich anklagen an deine tochter und viel darüber, was du nicht alles für sie und ihre enkel getan hast. ähnliches kann ich von meiner mutter herunterbeten. deswegen lese ich deine zeilen über deine tochter mit vorsicht, denn im gleichen ton würde meine mutter auch von mir schreiben. vielleicht gewürzt mit sehr viel bosheit, wehklagen über ihre opfer an uns kinder und sehr viel gram über sich selbst, die von allen verlassen wurde, weil sie ja nur die wahrheit verkünde, die jedoch niemand wissen wolle. :angry:


Da schließ ich mich mal ganz fix und uneingeschränkt seidenlöckchen an.

Ich hatte eine ähnliche Mutter und unsere Kinder wollten auch nicht zu ihr, da sie den Kindern (schon als sie noch Babies waren) ständig erzählte, wie leid es ihr doch tut, dass sie so eine böse Mutter (mich) hätten.

Mein Mann versuchte anfangs (er musste ja mit mir bösen Frau zusammenleben) zu vermitteln. Aber das hätte er auch unserer Spülmaschine erzählen können...........

Später, als die Kinder das dann verstanden und Oma widersprochen haben, taten sie das angeblich nur weil ich auch anwesend war. Der Umgang wurde dann auf das Alllernötigste beschränkt und wir waren froh, dass wir recht weit entfernt wohnten.

Bei meinen Schwiegereltern, die auch recht weit weg wohnten, waren wir alle immer gerne. Dort haben die Kinder auch häufig ihre Ferien verbracht.

Bearbeitet von tante ju am 08.05.2014 18:15:44


meine Oma ist leider schon lange tot ... heute hat sie Geburtstag :wub:

ich habe viel von ihr gelernt ... und sie war immer für mich da ... Danke, Omi :blumen:

(auch dafür, dass du immer mein Zimmer aufgeräumt hast, während ich draussen spielen war) :P


der letzte wirklich nette kontakt zu meiner mutter war an meinem hochzeitstag. sie hatte sogar mit meinem mann getanzt und sich mit den gästen der bräutigamseite unterhalten. ich glaube, sie wollte sich keine blöße geben. als sie meine ältere tochter kurz nach der geburt zu gesicht bekam, meinte sie, sie sei recht hübsch. mit einem gesicht, als habe sie in eine zitrone gebissen. ich hatte nicht erwartet, dass ihr der name meiner tochter gefällt, und es ist mir auch gleich. dass sie jedoch beinahe im selben atemzug ihren unmut über den namen äußerte, fand ich allerdings unpassend.

meinen sohn und meine jüngere tochter hat sie erst gar nicht kennen gelernt. von anderen hört sie jedoch öfter, welch wonneproppen sie sind, und sie taucht öfter dort auf, wo ich einkaufe oder meine freizeit mit den kindern verbringe.

mein bestreben, kostengünstig einzukaufen und vieles selbst herzustellen oder zu reparieren umschreibt sie bei anderen menschen als bittere notwendigkeit, da mein mann ja einen unsicheren arbeitsplatz hätte und wir gewiss für schlechte zeiten sparen. sie verbreitet auch recht gern, dass sie sehr viel geld für meine kinder angelegt hat, damit sie später nicht unter die räder geraten und wenigstens ein wenig startkapital in ein eigenständiges leben erhalten werden. wir würden ja unser geld lieber für urlaub verprassen. und meine armen kinder bekämen gras als salat vorgesetzt. :toktok:

die wurzel ihrer attacken kenne ich immer noch nicht. es ist gewiss vieles zusammengekommen. ich heirate einen mann, den sie für mich nicht wollte, ich bin aus der kirche ausgetreten, meine schwiegerfamilie ist jüdischer herkunft und gläubig, mein vater hat sich scheiden lassen und mit meiner stiefmutter zwei kinder bekommen. die beiden sind jünger als meine tochter. und meine oma, ihre mutter, steht völlig auf meiner seite, obwohl sie auch versucht, kontakt zu meiner mutter zu halten. sie ist doch ihr kind, und sie hofft, dass sie es noch erlebt, dass sie sich besinnt.

ich kann mich glücklich schätzen, dass ich viel unterwegs bin, mit und ohne kinder, und dass uns viele leute kennen, die genau das gegenteil von dem wissen und auch sagen, was sie behauptet und verbreitet. sonst würde mich das alles viel mehr belasten.

vielleicht kommt irgendwann der tag, an dem sie sagt, was eigentlich ihr problem ist. sollte es die enttäuschung darüber sein, dass ihre kinder nicht mehr mitglieder der kirche sind und einen lebensweg gewählt haben, der ihr nicht gefällt, gibt es wohl keine brücke zu uns. mein bruder wird sich ihr zuliebe nicht seine tätowierungen entfernen lassen und aufhören, mit seinem motorrad durch die welt zu fahren, begleitet von seinen freunden und seiner frau.


Ich bin einer dieser spätgebärenden, ihr Kind-in-Kitas-schickenden modernen Karrieremütter :rolleyes:

Und möchte hier auch mal erwähnen: so schmerzhaft es für die Generation über mir auch sein mag, es liegt nicht immer an den Jobs, dass man nicht mehr im Haus nebenan wohnt und die Kinder in einer Riesenfamilie großzieht.

Ich habe ein tolles Verhältnis zu meinen Eltern und sie sind, wenn auch relativ spät verglichen mit einer Generation davor, tolle Großeltern geworden. Aber ich bin damals ganz bewusst von zu Hause weggezogen und würde auch heute mit meiner Familie nicht mehr zurückziehen, denn das Kleinstadtleben ist für mich nichts. Ich finde die Distanz genau richtig - nahe genug, dass man schnell da ist, fern genug, dass ich mein eigenes Leben leben kann. Und ja, ich wollte studieren und das auch zu Ende und erst einen Fuß in die Arbeitswelt kriegen bevor ich ein Kind bekam. Ich finde, ob sich während meiner Abwesenheit jetzt eine liebe Tagesmutter, eine gute Freundin oder die Großmutter um mein Kind kümmert macht für das Kind keinen Unterschied, solange die Person ein gutes und liebevolles Verhältnis zu ihm aufbauen kann.

Ich kenne aber auch durchaus Mütter, die das auch heute anders machen und mit den Eltern oder Schwiegereltern unter einem Dach wohnen. Das Modell ist also längst nicht tot oder durch die "modernen Zeiten" unmöglich. Es ist einfach nur nichts für mich und für viele andere auch nicht.

Und auch wenn ich selbst, wie gesagt, ein tolles Verhältnis zu meiner Mutter habe muss ich seidenlöckchen zustimmen: Es liegt im Endeffekt bei den Eltern des Kindes, zu entscheiden, wer ein geeigneter Umgang für das Kind ist und wer nicht. Egal wieviel die Großeltern meinen, für das Kind getan zu haben.


Deine Antwort auf meine schlichte Frage wäre also: "Großeltern" gibt es in meinem Fall schon, obwohl ich erst relativ spät ein Kind bekommen habe.

Es lag mir sehr, sehr fern, hier eine mehr oder weniger moralisierende Diskussion zu eröffnen.... :huh:


Um es kurz zu machen: Großeltern gibt es schon, aber das Problem ist, dass immer später Familien gegründet und Nachwuchs geplant wird. So werden die Großeltern immer älter oder erleben es manchmal erst gar nicht mehr, in den Genuss zu kommen, Oma bzw. Opa zu werden. Wir haben eine 4-jährige Enkeltochter und lieben sie über alles. Voller Stolz behaupten wir, Oma und Opa (bei bester Gesundheit) zu sein ist das Schönste auf der Welt. :wub: :wub:


Inzwischen steht ja nicht nur deine Frage da. ;)

Die Anführungszeichen verstehe ich allerdings nicht ganz, es sind Großeltern in jedem Sinne des Wortes.

Bei allen befreundeten jungen Müttern gibt es übrigens auch überall Großeltern. Durch Patchworkfamilien oft sogar sechs oder acht.



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