Heizen, Lüften und Luftfeuchtigkeit


Hallo,
ich bin grad in eine neue Wohnung eingezogen. Mein Vermieter hat mich drauf hingewiesen, auf richtiges Lüften usw. wegen Schimmel und Luftfeuchtigkeit. Habe mir darüber nie Gedanken gemacht. Hatte in meinen anderen Wohnung nie komplett gelüftet, sondern immer die Fenster auf Kippe. Und ich hatte noch nie Probleme mit Schimmel.
Da wollte ich mal fragen, ob Ihr das auch so genau nehmt. Obwohl in jedem Raum die Fensterbänke voll stehen, jeden Tag die Fenster auf und Luftfeuchtigkeit messen. Denn ich sehe auch keinen Grund, wenn ich nicht friere, warum ich die Heizung höher stellen sollte, was auch höhere Kosten verursacht.

Gruß
Markus


Die Wohnräume sollten mindestens dreimal täglich stoßgelüftet werden, d. h. Lüften bei vollständig geöffnetem Fenster. Die Lüftungsdauer sollte, je nach Jahreszeit, 2 bis 20 Minuten dauern. Je kühler es draußen ist, desto kürzer sollte gelüftet werden.


Ich schaue immer mal auf die Wetterstation, die ja auch die relative Luftfeuchtichkeit angibt. Bei schönem Winterwetter sind das oft gerade mal 45 % im Wohnzimmer. Nö, da lüfte ich morgens mal ausgiebig, und gut ist. (Aktuell hat es sich auf 49 % hochgeackert.) Im Schlafzimmer wird morgens auch gut gelüftet,und das wars dann.
Bad und Küche: Nach dem Duschen usw.,klar, und in der Küche bei/nach dem Kochen.
Diese Wohnung ist halt sehr trocken. Ich hatte sogar mal knapp 30 % rel. Luftfeuchtigkeit; da hätte ich eher aufgemacht, damit Feuchte reinkommt. :pfeifen: Ständig trockene Augen und ausgetrocknete Nase sind auch blöd.

Ich meine: So wie es bei SAHARA notwendig zu sein scheint, ist es nicht überall. Du hast vergessen zu erwähnen, SAHARA, dass beim Lüften die Heizung abgestellt werden muss/soll.

Ich würde halt, marborus, die Luftfeuchtigkeit - Wetterstation - im Auge behalten und danach entscheiden. Aber es stimmt schon: besser einmal mehr als weniger.


Fenster auf Kipp stellen ist ganz schlecht. Die Luft wird nicht ausgetauscht und es kann sich Schimmel entwickeln.

Also lieber Heizung aus und stoßlüften, auch wenns draußen kalt ist. Der Luftaustausch hat stattgefunden, wenn die kühle Luft von außen die Zimmertür erreicht hat und das Fenster, dass sich jetzt im Winter während des Lüftens beschlägt, wieder ganz normal durchsichtig ist.

Zwar sind meine Fensterbretter mit meinen geliebten Orchideen vollgestellt, aber dann räume ich halt ab zum Lüften - den Blumen schadet Frischluft auch nicht.

Ich weiß natürlich, dass man mindestens drei mal täglich lüften sollte, doch meistens schaffe ich es nur zweimal: morgens und abends. Aber ich reiße immer die Hintertür in der Küche auf, wenn ich koche! :engel:


Ich lüfte im Schlafzimmer nur "auf Kipp" und habe noch nie Schimmel in dem Raum gehabt. Wohne seit 25 Jahren dort.


Zitat (viertelvorsieben @ 20.01.2015 19:18:55)
Ich lüfte im Schlafzimmer nur "auf Kipp" und habe noch nie Schimmel in dem Raum gehabt. Wohne seit 25 Jahren dort.

Dann hast du Glück gehabt :D

Ich schrieb: "... es kann sich Schimmel entwickeln" :)

Und es kommt auch auf die Fenster an: Bei uns wurden vor 2 Jahren die alten, "schön luftdurchlässigen" Holzrahmen-Fenster, Einfachverglasung, gegen jene besseren, doppeltverglasten auf Kunststoffbasis ausgetauscht.
Seitdem muss ich selbstverständlich mehr darauf achten, aber das oben beschriebene Lüften ist das aktuelle. (Vorher habe ich nie "gelüftet gegen Schimmel".)


ich bin ein Sauerstoffjunkie und lüfte mindestens zweimal am Tag ausgiebig ... einmal morgens und einmal abends und manchmal (sofern ich zuhause bin) auch zwischendurch

mein Schlafzimmerfenster ist nachts immer gekippt sonst kann ich nicht schlafen ... egal wie kalt es draussen ist

ich habe schlaue Heizungsthermostate von honeywell, die schalten sich selbst ab, wenn gelüftet wird :)

in der Küche habe ich ebenfalls die Fensterbank vollstehen und lüfte dort eher selten aber ich habe keine Küchentür und hoffe, dass die frische Luft aus dem Wohnzimmer es irgendwie in die Küche schafft :rolleyes:


Zitat (dahlie @ 20.01.2015 21:00:41)
Und es kommt auch auf die Fenster an: Bei uns wurden vor 2 Jahren die alten, "schön luftdurchlässigen" Holzrahmen-Fenster, Einfachverglasung, gegen jene besseren, doppeltverglasten auf Kunststoffbasis ausgetauscht.
Seitdem muss ich selbstverständlich mehr darauf achten, aber das oben beschriebene Lüften ist das aktuelle. (Vorher habe ich nie "gelüftet gegen Schimmel".)

Das war eigentlich das, was ich sagen wollte; danke, @dahlie.

Denn durch die Doppelverglasung und gut eingebaute und ausgeschäumte Kunststofffenster wird das Haus gut "abgedichtet"; wird nicht ordentlich gelüftet, reichert sich die Feuchtigkeit an und das kann früher oder später zur Schimmelbildung führen (laut dem Denkmalamt sogar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit).

Dann isses Amtschimmel,mops. rofl rofl


Es kommt, wie schon geschrieben, auf die Wohnung, Fenster etc. an.
Je besser die Wohnung isoliert wird, desto mehr muss gelüftet werden.
Deshalb ist es schon sinnvoll 2-3mal am Tag auf Durchzug zu stellen- in jedem Raum ein Fenster öffnen oder die Balkontür.
Dabei gilt die Faustregel, je kälter es draußen ist, desto kürzer kann ich lüften.
Fenster auf Dauer-Kipp ist die schlechteste Variante.
Aber, wenn jetzt in einem Raum das Fenster gekippt ist und in den anderen Räumen ganz offen, dann zieht es auch durch(wenn die Raumtüren offen stehn).


Zitat (dahlie @ 20.01.2015 19:01:37)


Ich meine: So wie es bei SAHARA notwendig zu sein scheint, ist es nicht überall. Du hast vergessen zu erwähnen, SAHARA, dass beim Lüften die Heizung abgestellt werden muss/soll.


Ach ja, so ein Mist.
Danke fürs korrigieren. :blumenstrauss:

Zitat (Sparfuchs @ 21.01.2015 09:02:45)
Es kommt, wie schon geschrieben, auf die Wohnung, Fenster etc. an.
Je besser die Wohnung isoliert wird, desto mehr muss gelüftet werden.
Deshalb ist es schon sinnvoll 2-3mal am Tag auf Durchzug zu stellen- in jedem Raum ein Fenster öffnen oder die Balkontür.
Dabei gilt die Faustregel, je kälter es draußen ist, desto kürzer kann ich lüften.
Fenster auf Dauer-Kipp ist die schlechteste Variante.
Aber, wenn jetzt in einem Raum das Fenster gekippt ist und in den anderen Räumen ganz offen, dann zieht es auch durch(wenn die Raumtüren offen stehn).

:daumenhoch: Richtig

Ich kann dazu nur sagen, dass richtiges Lüften tatsächlich den Unterschied ausmacht: Viele unserer Nachbarn haben Probleme mit Schimmel in den Wohnräumen, wir nicht, weil ich eben darauf achte, viel und richtig zu lüften. Das nur, weil manche das Thema Lüften als Masche des Vermieters abtun, sich vor Renovierungsarbeiten wg. Schimmels zu drücken (was Vermieter allerdings auch oft genug machen :angry: ).

Im Bad hatten wir mal Schimmel (Bad ohne Fenster, Minientlüftung...), aber selbst da ist der Schimmel nicht wieder gekommen, seid ich ihn einmal mit Schimmelspray ausgemerzt hab.

Nun gibt es natürlich auch Wohnungen die schimmeln halt nicht. Drauf ankommen lassen würde ichs nicht. Außerdem versteckt Schimmel sich auch gerne, z. B. hinter Schränken. Ich plädiere also fürs systematische Lüften.


Du solltest unbedingt mehrmals am Tag richtig lüften, nicht nur wegen Schimmel. Frische Luft erwärmt sich auch besser und du hast mehr Sauerstoff im Raum.
Ich lüfte meist so lange (zumindest wenn es draußen kalt ist) bis das "Beschlagene" an den Fenstern weg ist.


Grundsätzlich regelmäßig lüften und einfach mal nen Hygrometer für deine Räume anschaffen. Das sagt dir Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

In meiner Wohnung ist das alles seltsam und mit normalen Mitteln funktioniert das nicht. In meinem Bad z.B. muss ich wirklich Stunden lang lüften nach dem Duschen, damit sich da kein Schimmel an der Außenwand bildet.

Auch wenn die Standard-Ratschläge ein guter Start sind, bleibt dir nichts als es bei dir zu testen.


Wieso bildet sich bei dir Schimmel an der Außenwand??? :ph34r:


Zitat (dahlie @ 30.01.2015 13:32:14)
Wieso bildet sich bei dir Schimmel an der Außenwand??? :ph34r:

Wenn Simmie die Innenwand meint, die gleichzeitig auch eine Außenwand vom Haus ist, dann nennt man es Baumangel.
Will sagen, es ist der kälteste Ort im Raum. und dadurch schlägt sich das Wasser in der Luft gerne dort nieder und nicht an den Glasscheiben.
So habe ich es jedenfalls von meiner Freundin erklärt bekommen, nachdem ich an der Innenseite einer Außenwand hätte prima Pilze züchten können. *schäm*

Bearbeitet von Rumburak am 30.01.2015 14:14:31

Ich nehme das mit dem Lüften schon sehr genau, bin aber auch Asthmatiker. Und obwohl ich teilweise mehrere Stunden lang lüfte (je nach Witterung und Temperatur, weder möchte ich Regen noch Frost in der Wohnung haben) hatte ich schon zweimal Schimmel. Der tolle "Fachmann" vom Vermieter meinte natürlich (im Sommer!) "falsches Lüften". Als ich darauf hinwies, daß das so absolut nicht sein könnte, hieß es dann "ja, dann wird zuviel gelüftet". :wallbash: Ja klar!

Ich glaube aber, daß dem Vermieter hier klar war, daß es am Lüften nun wirklich nicht gelegen hatte, zumindest wurde darauf nicht weiter eingegangen.



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