Schimmel - falsche Heizstrategie! -: Bericht und Beiträge...


Diesen Thread wieder "hochgeschubst"

Wie gefährlich Schimmel für die Gesundheit ist, weiß man. Gerade im Winter, wo es draussen eisig kalt ist, die Räume geheizt sind, ist das richtige Lüften sehr wichtig, damit die Wände im Haus trocken bleiben und der Schimmel keine Chance hat. Auch wie man heizt, ist sehr wichtig dabei...

Die Energiekosten sind hoch. Aus diesem Grunde heizen die Verbraucher oft nicht so, wie sie es müßten, um gefährliche Schimmelbildung zu vermeiden.

Schimmelalarm bei falscher Heizstrategie!

Hier der Bericht


Hallo. Bin nicht sicher, ob dieses Thema in diese Kategorie passt, aber ich habe keine passendere gefunden.
Meine Frau und ich haben eine Drei-Zimmer-Wohnung und streiten uns öfters übers Heizen der Räume. Wir benutzen das Wohnzimmer und Esszimmer und Küche regelmässig, und diese Räume heizen wir wenn wir da sind so durchschnittlich auf 20 Grad (nachts 16,5 Grad). Das Schlafzimmer ist immer relativ kalt (14-15 Grad) und meine Frau ist der Meinung, dass man es auch den ganzen Tag ungeheizt lassen können, weil ihr nachts immer zu warm ist. Ich denke, dass man das tagsüber schon heizen sollte, um Schimmel entgegen zu wirken (das Zimmer hat trotz mehrmaligem Lüften oft beschlagene Scheiben). Das selbe gilt für mein Arbeitszimmer, welches ich im Moment nur wenig benutze. Sie meint, dass man es dann auch nicht heizen müsse - und ich sehe nur die beschlagenen Scheiben und die klamme Luft und mache mir auch hier Sorgen um Schimmelbefall. Das Bad heizen wir nur wenn wir gerade duschen - ansonsten ist die Heizung aus und die Scheiben beschlagen (obwohl wir oft lüften). Kann mir jemand einen Rat geben, wie man am besten verfahren sollte (am besten mit Argumenten, die auch meine Frau überzeugen ;)


Hallo Florian

Durch schlechtes Lüften kann Schimmel entstehen, der sehr gesundheitsschädlich ist.

Über das richtige Lüften kannst Du Dich im oberen Beitrag über den Link informieren.

Ich habe die Themen mal zusammengelegt.

LG kati


Ganz ehrlich ?

Hier wird das Wohnzimmer geheizt, das Badezimmer ab und zu, und wenn es sehr kalt wird, die Kinderzimmer

Alle anderen Räume bleiben hier ungeheizt.

Lüften, klar, aber die Heizung bleibt aus, und das nicht erst seit diesem Jahr...

Habe keine Probleme mit Schimmel


Ich auch nicht, liebe Rita :blumen:

Feuchte Wände und beschlagene Fenster sind eine hervorragende Voraussetzung/Grundlage für Schimmelbildung. Deswegen ist es so wichtig, richtig zu Lüften und zu heizen.

Bearbeitet von kati am 23.01.2010 11:37:00


Zitat (kati @ 23.01.2010 - 10:33:27)
Feuchte Wände und beschlagene Fenster sind eine hervorragende Voraussetzung/Grundlage für Schimmelbildung. Deswegen ist es so wichtig, richtig zu Lüften und zu heizen.

Genauso ist es und was in der einen Wohnung kein Problem ist, löst in der anderen Wohnung Schimmel aus.
Das kommt darauf an, welche Wände, Fenster etc. vorhanden sind. Die Türen in den nicht geheizten Räumen müssen geschlossen sein. Denn kommt warme feuchtere Luft aus den geheizten in die ungeheizten, kondensiert die Feuchtigkeit, deshalb auch das Beschlagen der Fenster.

Hallo,

auch wir haben ein Schimmelproblem. Wir heizen ordentlich, aber durch die Zugluft in unserer Mietwohnung (Haustür ist ganz schlecht abgedichtet) bekommen wir die Wohnung gerade in ganz kalten Zeiten nicht warm. Unsere Heizkosten sind enorm, obwohl wir die Heizung zwischen 2,1 und 3,1 stehen haben, was ja Temperaturen von 21 Grad nach sich ziehen solle. Zudem lüften wir 2 mal täglich für mindesten 10 Minuten stoßartig in allen Räumen. Trotzdem hat sich jetzt im Badezimmer (sehr großer und hoher Raum, keine Wäsche, 1 mal täglich duschen) und im Wohnzimmer Schimmel gebildet. Dieser befindet sich einzig sichtbar über den Oberlichtern vom Fenster. Ansonsten sind keien Schimmelflecken zu sehen. Kann es sein, dass die Undichte der Fenster die Ursache ist?


Hallo Eric

Ja, das kann daher kommen. Ich würde Dir empfehlen, mal den Vermieter zu kontaktieren. Er hat dafür zu sorgen, dass alles in Ordnung ist. Fenster, sowie Türen müssen dicht abschliessen. Es kann nicht sein, dass Du für die Natur draussen heizen musst.

Außerdem sollte dem Schimmel ganz schnell an den Kragen gegangen werden, da Schimmelsporen sehr giftig und gesundheitsschädlich sind.


wir hatten mal einen Rohrbruch. War zunächst der Meinung, man könnte die Feuchtigkeit/Nässe ohne Folgeschäden alleine beseitigen. Das hat sich aber als Trugschluss herausgestellt. Hier muss man wirklich das Zimmer trockenlegen lassen. Wir hatten damals eine Trockenlegungsfirma beauftragt. Die hat die Wand aufgeraut und in den Boden ein paar Löcher gebohrt, dann eine Anlage aufgebuat. Das hat 3 Wochen gedauert, bis alle Wände wirklich trocken waren. Nach den Nacharbeiten haben wir nie wieder Schimmel gehabt.
Man sollte das wirklich nicht unterschätzen. Ich meine auch von der Gesundheit nicht.
Übrigens gibt es hier auch ein Forum, wo man Fragen an Handwerker oder Fragen, die beim Bau eines Hauses auftreten, stellen kann: **********
viele Grüße, Familie P.

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Bearbeitet von kati am 06.12.2010 13:56:12


Ich hatte mal Schimmel im Bad...ziemlich schlimm. Es war eine Erdgeschosswohnung und heute weiss ich, dass die Feuchtigkeit und Kälte natürlich aus dem Keller zu mir zog. Habe immer ausreichend gelüftet, wie gefährlich Schimmel ist, wusste ich davor schon. Natürlich hat die Vermieter-Firma zuerst geweigert zu bezahlen... - -. Klar, warum einfach, wenn man es schwer haben kann. Aber am Ende wurde es doch übernommen, Gott sei Dank - und eine andere Firma kümmerte sich um den Schimmelbefall. Ich glaube die Kopfschmerzen die ich zu der Zeit hatte, rührten daher... oder ist das unglaubwürdig?


Nein, Immortus das ist nicht unglaubwürdig.. Durch massiven Schimmelbefall kann man alles Mögliche bekommen, auch Kopfweh. Es sind giftige Schimmelpilze und die Sporen atmet man ein und merkt es nicht.

Schön, dass es bei Dir gerichtet wurde.


Stimmt, das habe ich ja auch schon öfter gehört, man glaubt es nur kaum. Ich meine, man hat ein "bisschen" Schimmel in den Wänden und das Immunsystem soll unter ständiger Attacke sein? Ist aber wirklich so, leider. Und ja, im Endeffekt hat dann die Firma gezahlt.


Bei starkem Schimmelbefall in der Wohnung sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen und sich durchchecken lassen. Die Sporen der Pilze setzten sich gerne in den Athemwegen ab, ohne dass man es selber mit bekommt. Und dann bilden sich gerne lang andauernde Krankheiten aus. Hoffe ich hab keinem die Stimmung verdorben, aber sicher ist sicher und wir haben nur eine Gesundheit.
LG Lars **********


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Bearbeitet von kati am 21.12.2010 10:47:05


Ich hatte in einer alten Wohnung mal mit Schimmel zu kämpfen und hab da Unmengen drüber gelesen, damit mir das nicht nochmal passiert. Allerdings kann man ja nicht unbedingt selber was dafür.
Hier ist ein ganz interessanter Blogbeitrag zum Thema: Schimmel an der Wand

Vielleicht hilft`s dem ein oder anderen. Aber kurzum: Richtiger Schimmelbefall ist ein Fall für den Fachmann...


Moin moin,
ich habe schon viel in diesem Forum gelesen und mich jetzt endlich entschlossen, richtig zu den Vatis zu gehören und mich anzumelden. Dies ist mein erster Beitrag, weil ich die Problematik "Schimmel" grosszügig auskosten durfte, aber auch viele Lösungsansätze kennen gelernt habe, die ich gern weitergeben möchte.
Wir wohnen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Beim Einzug brauchten wir nicht zu tapezieren, lediglich ein Anstrich mit Dispersionsfarbe nach unserem Geschmack wurde fällig. Frisch tapeziert war bereits.
Nach vier Monaten, es war inzwischen Herbst, dann der erste Befund: Im Wohn-/Schlafbereich Schimmel an der Aussenwand und Decke.
Den Vermieter kontaktiert mit dem Ergebnis sich Vorwürfe über falsches Lüften anzuhören. Na klar, dies ist in meinem inzwischen über 50jährigen Leben zwar die xxte Wohnung / Haus, die ich bewohne, aber ich habe just vor vier Monaten vergessen, wie man richtig lüftet. Ich war stinkesauer über diese billige Abfuhr. Also habe ich mit dem Mieterverein gedroht. Plötzlich tat sich etwas, die Hausverwaltung schickte Handwerker, die nette, kleine 5mm Löcher in die Fensterrahmen bohrten, und uns Stopfen für den Winter in die Hand drückten und meinten, damit sei das Problem gelöst.
Aber trotz Zwangsbelüftung, der Schimmel wuchs weiter. Also diesmal Mietkürzung. Eine Woche nach dem Ersten des Monats standen dann die Spezialisten vor der Tür. Bautrockner, Malermeister, Abordnung der Verwaltung.
Und was wurde jetzt plötzlich festgestellt? Drei Lagen Raufaser auf Styropor an Aussenwand und Decke, teilweise mit nicht erkennbaren Klebstoffen fixiert.
Dass hier keine Wand mehr atmen kann, leuchtet dem Laien wie dem Fachmann ein.
Um es mal abzukürzen: Alle Möbel raus in die glücklicherweise gerade leerstehende Nachbarwohnung. Alle Tapeten und der Styroporkram runter von Wänden und Decke. Raum hermetisch abgedichtet und mit Fungizit ausgegast. Nach mehrtägiger Belüftung nach aussen dann Neuaufbau der Wandstruktur mit atmungsaktivem Feinputz und als Wand- und Deckenbelag Glasfaserflies ohne Papierträger. Ein Dispersionsanstrich unserer Wahl. Seit dem sind wir ohne Schimmel.
Erkenntnis daraus: Was in den 60er / 70er Jahren als Optimum in der Isolierung galt ( Styropor ), ist nach heutiger Erkenntnis einfach nicht mehr tragbar, weil es nicht atmungsaktiv ist.
Mehrere Lagen Tapete übereinander speichern Feuchtigkeit, geben sie aber nur sehr schwer ab.
Papier und Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Schimmel.
Feuchtigkeit entsteht auch durch fehlende Fassaden- oder Dachbodenisolierung, weil dort Kältebrücken entstehen.
Fazit: Die Ursache für Schimmel ist so vielseitig wie hinterhältig. Untersucht die möglichen Problemzonen sehr genau. Ein kleiner Riss in der Fassade oder ein kaputter Dachziegel können Euch das Leben vermiesen. Aber lasst die ganzen guten Tips, die hier bereits gegeben wurden nicht ausser acht.
Wir haben jetzt seit langer Zeit Ruhe. Ich denke, wir haben es jetzt im Griff...

Bearbeitet von Rollmops am 24.11.2011 21:21:40


Hallo Rollmops :blumen:



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