Möglichkeit ein Medikament auf Kassenrezept


Hallo,

ich habe mal eine Frage an Euch. Mein Mann bekommt das Medikament Movicol und das ist relativ teuer. Er muß es immer von seinen 100 Euro Taschengeld bezahlen, die er im Pflegeheim für sich hat. Jetzt frage ich mich natürlich, ob es nicht die Möglichkeit gäbe, das Medikament auch auf Rezept zu bekommen.

Sicher ist dafür ein Arzt zuständig und bei meiner Ärztin werde ich deshalb auch einen Termin machen. Wenn mir allerdings jemand von Euch aus eigener Erfahrung sagt, daß das absolut keinen Sinn hat, dann kann ich mir das ja sparen. Außerdem kann ich erst am Montag bei ihr Anrufen und dann mal schauen, wann ich einen Termin bekomme.

Vielleicht könnt Ihr mir da ja helfen.

Danke Euch schon mal

Sheila


@Shaila: bevor man dir/uns hier auf die Finger klopft, mein Rat: frag in der Apotheke, ob das Medikament VERORDNUNGSFÄHIG (!) ist (glaube ich bei Movicol eher nicht).- Das kann man dir dort sagen; sammelt die Quittungen, und geht damit zur Krankenkasse.- Die haben auch die Möglichkeit, "Härtefälle" zu bewilligen.


Ich würde da eher mit der Krankenkasse sprechen. Der Arzt hat keinen Einfluß darauf, was die Kasse bezahlt und was nicht.


Ne, auf die Finger soll niemand geklopft bekommen. War nur eine Idee, ob jemand vielleicht sowas schon mal hatte. Die Krankenkasse hatte ich schon mal angerufen. Sagen wir mal, die Dame war eher weniger informiert und konnte mir auch nach längerer Suche nur sagen, daß mein Mann das bisher selbst bezahlt hatte. Joah, soviel wußte ich auch schon vorher.

Meine Ärztin dachte ich, hätte einfach nur Ahnung, was sie auf Kassen- und was nur auf Privatrezept verordnen kann.

Danke Euch aber schon mal für die Antworten. Wie gesagt, ich will nicht daß es Ärger gibt, egal für wen. Soll ja auch keine medizinische Beratung sein! Es geht mir nur darum, daß meinem Mann von seinem Taschengeld auch etwas übrig bleibt für sich selbst.

Sheila


Zitat (Shaila @ 06.02.2015 17:25:10)
Meine Ärztin dachte ich, hätte einfach nur Ahnung, was sie auf Kassen- und was nur auf Privatrezept verordnen kann.


Hat sie wahrscheinlich auch. Aber selbst wenn sie es auf einem roten Rezept verordnet, weigern sich die Apotheken. Hab's selbst schon erlebt, ging um eine Salbe. Mußte dann den normalen Preis bezahlen.

Na, das bringt dann natürlich nicht viel.

Ok, ich habe aber jetzt mal meine Versandapotheke angeschrieben und da gefragt, ob es verschreibungsfähig ist. Die werden mir vielleicht auch weiterhelfen können. Auf die Idee war ich gar nicht gekommen. War also schon mal sinnvoll, Euch hier zu fragen. :wub:


Shaila, schau doch mal beim Arzneikompass nach. Dort steht, dass es bei bestimmten Induktionen erstattungsfähig ist.
arzeneikompass


Habe gerade mal bei meiner Versandapotheke nachgesehen. Da kosten MOVICOL® 100 St Pulver 48,13 €.


Mein Mann zahlte für 50 Beutel 37,93 Euro.

Ok, bei meiner Aptheke kostet es auch 6 Euro mehr als bei Dir. Ich denke grad wirklich, daß ich die Sachen in Zukunft für ihn besorge, statt die Apotheke die das Pflegeheim beliefert.

Och Mensch, diese Betreuung macht mich jetzt schon fertig.


Wenn Du willst, schicke ich Dir den Link per PN. Möchte offiziell keine Werbung machen. :)


Es gibt hier einen Medikamentenvergleich? :sabber:

Ich sag doch, so oder so, Euch zu fragen hat sich schon gelohnt! Vielen vielen Dank Euch schon mal! Das ist schon viel weniger an Geld, als er bisher bezahlt hat!

Jetzt hänge ich einfach mal noch eine Frage an: kennt Ihr einen günstigeren Plan B für Linola? Ich hoffe jetzt bekomme ich keine Schimpfe wegen dem Markennamen, aber den kann ich grad schlecht umgehen.


Linola kenne ich nicht. Aber wenn Du den Namen bei Google eingibst, erscheinen auch einige Versandapotheken.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 06.02.2015 19:01:08


Tube nehmen, die Inhaltsstoffe rausschreiben und mal in einer Apotheke oder einer Drogerie nach einer Alternative fragen.. oder siehe meinen vorherigen Beitrag :pfeifen: ;-)

... oder einfach mal beim Gockel 'alternative zu linola' eingeben, da kommen so einige Lösungsmöglichkeiten :yes:

Bearbeitet von Binefant am 06.02.2015 19:01:11


Sorry, beim meinem Beitrag um 18:02Uhr muss es natürlich heißen, Indikationen. *schäm*


Zitat (Binefant @ 06.02.2015 18:59:30)
Tube nehmen, die Inhaltsstoffe rausschreiben und mal in einer Apotheke oder einer Drogerie nach einer Alternative fragen.. oder siehe meinen vorherigen Beitrag :pfeifen: ;-)

... oder einfach mal beim Gockel 'alternative zu linola' eingeben, da kommen so einige Lösungsmöglichkeiten :yes:

Ein guter Rat. Würde ich so machen.

Der Artikel im Arzneikompass lässt hoffen, dass movicol vielleicht doch verschrieben werden kann. Es muss mit der Grunderkrankung zusammen betrachtet werden.
Mit Linola ist es evtl. auch so.


hallo man bekommt es verschrieben :D ich meine movicol :D ich bekomme es auf rezept :blumen:

Bearbeitet von daggi50 am 06.02.2015 22:08:42


Zitat (AMANTE @ 06.02.2015 20:10:17)
Der Artikel im Arzneikompass lässt hoffen, dass movicol vielleicht doch verschrieben werden kann. Es muss mit der Grunderkrankung zusammen betrachtet werden.
Mit Linola ist es evtl. auch so.

Richtig....und auf dem Rezept muss meines Wissens die Begründung für
die Verordnung vom Arzt ausgestellt werden. Manchmal wünschen die
Krankenkassen auch bestimmte Ausdrücke. Wäre ratsam, wenn Du die Krankenkasse
Deines Mannes anrufen würdest. Es ist auch von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden...
die haben ja auch Richtlinien mit einem gewissen Spielraum. Ich meine es gäbe gerade für Movicol ein preiswerteres "Ersatzprodukt" - frag den Apotheker....oder google.
Wünsche Dir viel Erfolg! Lg 🐧

Zitat (Rumburak @ 06.02.2015 18:02:12)
Shaila, schau doch mal beim Arzneikompass nach. Dort steht, dass es bei bestimmten Induktionen erstattungsfähig ist.
arzeneikompass

Movicol kann bei bestimmten Indikationen durchaus auf Rezept verschrieben werden.

Schau dir dazu mal den Link von @Rumburak an.

Hängt aber auch von den Ärzten ab, ob sie es denn auch machen.

ich bekomme es auch :D ohne zuzahlung


Anhand des Arzneimittelkompasses solltest du einschätzen können, ob ein Arzt es verschreiben würde. Um ganz sicher zu gehen, mit Arzt und Krankenkasse sprechen. Der sicherste und beste Weg.


Hallo,

noch mal vielen vielen Dank für die vielen Antworten.

Nun die Krankenkasse werde ich derzeit nicht anrufen, ich habe ganz arge Probleme mit denen, wegen der Befreiung von der Zuzahlung. Ist grad wirklich heftig und artet in Schikane aus. Das muß und will ich zuerst geklärt haben.

Montag werde ich meine Hausärztin anrufen, einen Termin ausmachen und mit der mal reden was machbar ist. Ebenso werde ich im Pflegeheim anrufen, daß ich die nächste Bestellung bzw den Kauf selbst vornehme, denn immerhin habe ich jetzt dank Euch eine Onlineapotheke gefunden, wo er schon mal ca 30,00 Euro bei 100 Stück spart. Viel Geld bei 100 Euro Taschengeld.

Ebenso werde ich mit meiner Ärztin nach einer günstigeren Alternative für Linola suchen, das mein Mann nimmt (braucht?).

Ich werde Euch nach dem Termin berichten, was ich erreichen konnte. Natürlich nur, wenn Ihr mögt.

Vielen Dank Euch allen.

Sheila


Zitat (Shaila @ 07.02.2015 13:53:52)
Ich werde Euch nach dem Termin berichten, was ich erreichen konnte. Natürlich nur, wenn Ihr mögt.

Aber gerne doch, Shaila :wub: Wenn es was gibt, wo man sparen kann ist immer gut! Wünsche dir viel Erfolg! :blumen:

Wenn Dein Mann das Medikament wirklich braucht, dann sollte es die Kasse eigentlich zahlen. Für die Ärzte ist es einfacher und lukrativer, ein Privatrezept auszustellen. Es kann schon der Eindruck entstehen, dass die Ärzte in Pflegeheimen besonders gern Privatrezepte ausstellen. Ich würde das auf jeden Fall hinterfragen und kein Privatrezept ohne meine vorherige Zustimmung zahlen. Wenn man die Kontrolle über seine finanzielle Situation behalten will, geht es nicht an, dass Ärzte einfach mal so Privatrezepte ausstellen, die man nicht bestellt hat.
Oft ist es auch der Fall, dass ohne Indikation präventiv irgendwas verordnet wird (z.B. Kalktabletten gegen Osteoporose). Ohne Indikation zahlt die Kasse natürlich nicht. Dann stellt sich allerdings auch die Frage, ob der Patient die Medikation dann überhaupt benötigt.
Gern wird einem dann ins Gewissen geredet, dass man seinem geliebten "Pflegefall", nicht die erforderliche Versorgung zukommen lässt. Davon sollte man sich möglichst nicht beeindrucken lassen.


Meine Kalktabletten gegen Osteoposose bekomme ich auf Kassenrezept.


Zitat (tante ju @ 07.02.2015 19:42:24)
Meine Kalktabletten gegen Osteoposose bekomme ich auf Kassenrezept.

Ich meine Spritzen und Calcium plus Vit. D auch.....ist ja nachgewiesene
Osteoporose

Wünsch Dir mit der Ärztin viel, viel 🍀🍀🍀🍀🍀und Verständnis für Eure Situation!
Lg 🐧


Ja, movicol ist verordnungsfähig. Aber nur die Packung mit 50 St. Die große Packung hat keine Normgröße (N1, N2 oder N3) und wird daher nicht von den Krankenkassen übernommen. Für 50 St fallen dann Rezeptgebühren in Höhe von 5€ an, damit kann man als Alternative zum Gesamtpreis leben. Alternativ gibt es das Produkt von diversen Generikafirmen (Nachahmer) zu einem günstigeren Preis (Ratio, Hexal...).
Eine gleichwertige Alternative zu Linola mit gleichem Wirkstoff (Linolsäure) gibt es nicht, aber diverse andere Salben bei trockener Haut.
Und ja, Versandapotheken sind idR um einiges günstiger.
Ich arbeite selbst in einer...


Hallo,
ich bekomme ein ähnliches Präparat vom Arzt verschrieben und die Kasse zahlt auch dafür, lediglich den Eigenanteil muss ich zahlen.
Ich denke es hat damit zu tun, um welche Indikation es sich handelt, also für welche Erkrankung der Patient dieses Präparat bekommen soll. Ich bin Schmerzpatientin und benötige es daher dringend. Der Arzt muss nur dokumentieren, dass dieses Präparat unerlässlich ist bei entsprechender Erkrankung, dann sollte die Kasse es bezahlen.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Viel Glück!!!


Hallo Sheila, ich möchte dir als langjährige Hausärztin sagen, dass man Movicol selbstverständlich auf ein Kassenrezept aufschreibt; vorausgesetzt, es liegt eine Indikation (eine Notwendigkeit) vor. Dieses wird einfach auf´s Rezept mit draufgeschrieben und gut ist. Sprich mit dem betreffenden Arzt darüber. Da brauchst du dir keinen Kopf zu machen.
Bezügl. der Rezeptgebühr: dein Mann ist doch bestimmt von der Zuzahlung befreit.
Wegen Linola: da solltest du wirklich, wie schon gerate, Preisvergleich anstellen.
Aber vielleicht kann man Linola durch eine harnstoffhaltige Salbe ersetzen? Auch darüber solltest du mit dem Arzt reden.
Ich habe den Eindruck, dass du zu dem Hausarzt nicht viel Kontakt hast, oder? Rede doch mal mit Ihm/ihr.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg!

@zumselchen: sag mal, was hast du für eine Meinung? Bevor du solche Ungeheuerlichkeiten in die Welt setzt, solltest du dich ganz einfach mal informieren. Fakt ist, dass ein Arzt keinerlei Gebühr für die Ausstellung irgendwelcher Rezepte erhält, hat überhaupt keine Vorteile für die Ausstellung von Privatrezepten! Was für ein Quatsch auch, dass du meinst, in Pflegeheimen werden besondergs gerne Privatrezepte ausgestellt!


Shaila :
ich hätte jetzt noch einen Tipp für Dich,falls Du natürliche Abführmittel verwenden willst : Besorg Dir aus der Apotheke mal Flohsamenschalen Indisch. Die gibt es in einem großen,abgepackten Beutel.Der kostet so um die 7-8 € . Ich nehme sie für genau das Gegenteil. In ein großes Glas Saft,Tee erst mal 1 Teel. rühren und gleich trinken lassen. Nicht in Wasser,sie schmecken dann wie alte,nasse Pappe.

(hoffe,ich kriege jetzt keine Haue...)

LG


Danke Schnuff. Ich bleibe allerdings erst mal bei der Entscheidung des Arztes. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob man andere Sachen so einfach in meinen Mann reinbekommt. Großes Glas ist schon schlecht.

Wie gesagt, die Therapie selbst bestimmt der behandelnde Arzt. Was Generikas angeht, werde ich die auch noch mit der Ärztin in der Klinik besprechen, wo er im Sommer wieder ist.


Frage deinen Apotheker, der kann dir eventuell ein anderen Mittel nennen, das die gleichen Wirkstoffe hat und unter einen anderen Namen.
Versuche es einmal, der Apotheker hat mehr Möglichkeiten als das wir so manches mal denken.
gruss Giesa


Hallo, mit dem Arzt reden bringt einiges ich selbst bekomme vom Arzt ein Medikamen auf Rezept (ohne Zuzahlung) obwohl dieses Medikament Rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist.Ärzte habe einen gewissen Spielraum für Medikamene/Rezepte

Bearbeitet von klatoe am 09.02.2015 10:22:44


Hallo , ich finde es super das du es so gut erklärt hast.

Meine Mutter und meine Freundin waren in verschiedenen Altenheimen.

Ich habe da so meine Erfahrungen machen müssen. Wenn etwas anlag; geht nicht, das wird nicht bezahlt, reden SIE erst mit der Krankenkasse. u.s.w.

Ich hatte einen sehr guten Apotheker, wo dann die Hilfe bekommen habe.

Bei meiner Freundin hat dieser Super Arzt einen Oberschenkel Hals Bruch nicht bemerkt.
Erst nach einen 1/2 Jahr ist es Ihm aufgefallen. Nach der OP war unsere Freundin Demenz, da man bei der Narkose nicht auf Delier geachtet haben. Toll nicht war. Man muss viel wissen, und darauf achten, das es auch angewendet wird. Jetzt ist Sie verstorben, und brauch nicht mehr leiden.
Gruss Giesa



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