Kind bestiehlt die Eltern: Warum bestiehlt ein Kind seine Eltern?

In: Kinder
Hatte heute ein längeres Gespräch mit meinem Sohn, was mich sehr betroffen und auch traurig und ratlos macht.
Er erzählte mir, das mein Enkelkind, er wird im Sommer 11 Jahre alt, seine Eltern mehrmals bestohlen hat und zwar um die nicht unerhebliche Summe von fast 300 Euro, mal aus der Geldbörse seiner Mutter, mal bei seinem Vater. Mal 10 Euro, mal 20, aber auch mal 50 und einmal 100 Euro.
Den Jungen zur Rede gestellt, gab er zu, zweimal seiner Mutter aus der Geldbörse was genommen zu haben, aber mehr nicht. Angeblich hat er sich davon Fußballbilder gekauft.
Er war immer ein ganz lieber Junge, aber er hat seit 2 Jahren große Probleme in der Schule, hatte "keinen Bock" zu lernen oder Schulaufgaben zu machen und wurde aggressiv. In der Schule wurde er abgestempelt, er hätte ADHS. Letzten Sommer wurde er umgeschult in eine neue Schule und seine Leistungen wurden etwas besser. Er macht auch eine Therapie bei einer Kinderpsychologin.
Meiner Meinung nach veränderte er sich, als sein kleiner Bruder geboren wurde, da war er 6 Jahre alt.
Beide Eltern arbeiten ganztags, beide im Schichtdienst.

Was bringt ein Kind dazu, seine Eltern zu bestehlen? Wie sollen die Eltern jetzt reagieren? Oder wie soll ich als Oma mich verhalten?

Mein Sohn ist so enttäuscht von seinem Kind, das er ihn mit Nichtachtung bestraft, was ich wiederum nicht richtig finde.

In den Osterferien möchte ich den Jungen für ein paar Tage zu mir nehmen und hoffe, das ich an ihn rankomme.

Vielleicht hat von euch erfahrenen Muttis oder auch Omis einen Rat oder Tipp, wie man sich verhalten kann dem Kind gegenüber.

Ich denke mal, man darf diese Diebstähle nicht so auf sich beruhen lassen und der Sache auf den Grund gehen, aber wie?
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Liebe Kochmütze, deine Worte hören sich zuversichtlich an! Das freut mich sehr.

Du bist so lieb mit dem Kleinen, das tut ihm gut!! Sag mal, weisst du vlt noch eine alte Geschichte, in der dein Sohn früher etwas falsch gemacht hat? Und wie er da wieder rausgekommen ist? Das könntest du ihm beim abendlichen Köpfchenkraulen mit heiterer Stimme ja erzählen, so dass der Bub sieht, dass dies Grossen auch nicht unfehlbar sind.

Vlt. magst du euren Sohn ja ermutigen, dass er nach Sohnemanns Aufenthalt bei Dir mit dem Kleinen etwas unternimmt? Und wenns nur gemeinsam Getränke kaufen ist.

Sag eurem Sohn ruhig, dass er das grosse Vorbild für den Buben ist, in der Pubertät erfolgt ja auch die Hinwendung zum Vater/Männlichen und er will doch bestimmt ein prima Vater sein!! (Da kann er ja wohl schlecht nein sagen).

Auch denke ich, dass euer Sohn mit dieser Situation (noch) nicht umzugehen weiss. Macht ja nix, man wächst da schon rein, aber damit das Vertrauen keinen Schaden erleidet, muss er verstehen, dass das Kind sich geliebt fühlen muss, um gut zu gedeihen!

Er ist nur ein Kind, er braucht die verlässliche, liebevolle Hand der Eltern.
Wir halten zusammen! sollte hier der Lösungssatz heissen.

Alles Gute!! Wirst sehen das wird schon!
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Zitat (Kochmütze, 25.03.2015)
Meiner Meinung nach veränderte er sich, als sein kleiner Bruder geboren wurde, da war er 6 Jahre alt.
Beide Eltern arbeiten ganztags, beide im Schichtdienst.

Ich denke, daß man hier ansetzen muß um die Gründe zu erfahren. Möglicherweile fühlt er sich vernachlässigt, weil die Eltern nicht genügend Zeit für ihn haben.

Zitat
Mein Sohn ist so enttäuscht von seinem Kind, das er ihn mit Nichtachtung bestraft, was ich wiederum nicht richtig finde.


Das finde ich auch falsch. Damit macht er bei dem Jungen noch mehr kaputt.

Zitat
In den Osterferien möchte ich den Jungen für ein paar Tage zu mir nehmen und hoffe, das ich an ihn rankomme.


Ja, mach' das. Vielleicht erzählt er Dir ja was ihn bedrückt.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 26.03.2015 00:10:49
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Der Junge möchte sicher Aufmerksamkeit, die er berufsbedingt von den Eltern nicht/zu wenig bekommt.
Andererseits auch schon beginnende Pubertät ... heutzutage viel früher. Hat er vielleicht oft auf den Jüngeren aufpassen müssen und ist überfordert? Auf jeden Fall gut, wenn man mit ihm das Gespräch sucht, Mützchen. Hoffe, es gelingt dir. :trösten:

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Spontan kam mir der Gedanke, ob der Junge in der Schule evtl. erpresst wurde/wird und er das Geld bei anderen Kindern abliefern musste?

Ich drücke dir die Daumen, dass du in den Ferien an deinen Enkel rankommst, vielleicht vertraut er sich dir ja an. Ich wünsche es euch beiden von Herzen.

Auf keinen Fall sollte der Papa ihn mit Mißachtung strafen, das ist der falsche Weg.

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Abends, beim Kuscheln und Rücken- oder Kopf-Kraulen in deren Bett, habe ich oft noch viel vom den Gedanken unserer Kinder erfahren. Dann kam nämlich alles ohne Druck raus. Dann hab ich auch oft gefragt: ...und was würdest du dir dann von xy wünschen?
Da habe ich z. B. auch von Geschwistereifersucht erfahren und die Jungs hatten oft ihre eigenen Lösungen gleich parat. Vlt wollt Ihr das mal probieren? Alles Gute!
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Also: Nichtachtung ist das Allerschlimmste, was ein Elternteil seinem Kind antun kann! Ich gebe meinem Kind immer zu verstehen: Ich bin für dich da, egal, was du falsch machst! Ich liebe dich, egal, was du falsch machst! Ich liebe dich bedingungslos!

Verständnis statt Vorwürfe! Dein Sohn sollte mal ein Buch über die Pubertät lesen. Dort steht überall, dass man sein Kind nicht im Stich lassen soll.

Für die Schule: Mal mit Nachhilfe in den zwei schlechtesten Fächern probieren! Keinen Druck ausüben! Aber auch sagen: "DU MUSST deine Hausaufgaben immer sorgfältig und vollständig erledigen, darauf bestehe ich!" Klare Ansagen! Man kann von einem ADHS-Kind keine Wunder erwarten, aber man kann erwarten, dass es seine Hausaufgaben erledigt, das ist realistisch und nicht zuviel verlangt!

Das Klauenund die Leistungsverweigerung macht er, um auf sich aufmerksam zu machen. "Hallo, kümmert euch um mich, denn ich habe Probleme!" Missachtung begünstigt diese Haltung.

Wertschätzung, Achtung und Verständnis geben. Zeigen, dass Noten nicht das Allerwichtigste sind, aber Hausaufgaben erledigen und nicht stehlen.

Bearbeitet von michelleh am 26.03.2015 08:49:43

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ich hatte auch dieses Problem

ich habe lange Gespräche mit meinem Kind gehabt.
ich erklärte das ich das Geld ja brauche, für Essen, Trinken, Leckereien und Urlaub usw
das ihm meine liebe trotzdem sicher ist kam natürlich auch rüber und bange wegen dem neuen Bruder brauchte sie auch nicht haben.
ich habe inzwischen erfahren das sie auch dieses Problem hatte und das so erfolgreich bekämpfen konnte :D

also wer reden kann ist klar im Vorteil, sage dies deinem Sohn, denn so (nicht Achtung) macht er dem kurzen klar, das dieser mit seiner angst allein ist. :wub:

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Wenn das jüngere Geschwisterkind mehr Aufmerksamkeit und Liebe von den Eltern erfährt ist das Stehlen fast die einzige Möglichkeit für den Jungen,etwas von den Eltern 'zu bekommen'!
Er schreit gradezu nach Zuwendung!
Grade jetzt braucht er viel Verständnis.
Wird er überhaupt von seinen Eltern geliebt?
Wird er herzlich umarmt? (...nicht nur Weihnachten und Geburtstag?)
Ich würde ihm sagen,dass ich enttäuscht wäre und ob er nicht möchte,dass ich ihm vertraue.
Mit elf Jahren ist er alt genug,sein Verhalten einzuschätzen und selbst zu steuern.
Je nachdem,wie er auf die Ansprache reagiert, würde ich handeln.

Wieviel Zeit verbringt die Mutter mit ihm?
ich würde ihn mit zum Einkaufen nehmen:
so sieht er,wie teuer alles ist und wo das Geld bleibt.
Vielleicht darf er entscheiden was es zu Mittag gibt...
vielleicht wäre ein (kleines) haustier gut,wofür er allein die Verantwortung hat.

Alles Gute für die Familie!

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Hallo Kochmütze,
das klingt ja ziemlich verfahren... Die Nichtachtung durch den Vater halte ich auch für falsch. Abgesehen von den echten, großen Problemen, die hinter dem Klauen stecken können (und das sind ja schon ganz schöne Summen, liebes bisschen!), manchmal haben Kinder auch innerhalb der Familie einfach nicht so ein gutes Gefühl für mein und dein. Das war mal bei uns ein Problem, da gings allerdings eher um kleinere Beträge.
Du als mehr oder weniger Außenstehende bist bestimmt ein sehr guter Ansprechpartner für den Kleinen. Die Großeltern sind doch für Kinder oft die tollsten Menschen auf der Welt!
Ich würde halt nur den Eindruck vermeiden wollen, dass Du über ihn mit seinem Vater gesprochen hast.

Wenn es ganz verfahren sein sollte, und das Vertrauensverhältnis in der Familie ganz gestört ist, gäbe es vielleicht auch noch die Lösung, jemanden von außen drauf schaun zu lassen. Das hat mal bei einer Bekannten Wunder gewirkt, die Situation war gänzlich im Eimer und dieser professionelle Helfer (weiß aber jetzt nicht, obs ein Psychologe oder was auch immer war) konnte den Eltern erst mal auseinander setzen, was das Problem eigentlich war. Das hat allen sehr geholfen.

Ich denke, dass sich bei einem Besuch ganz bestimmt eine gute Situation finden wird, wo man das Problem ohne Druck oder Vorwürfe ansprechen kann, und wünsche Dir viel Erfolg dabei!

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Ich glaube auch, dass das ein Hilfeschrei seiner kleinen Seele ist. Du hast einige gute Ratschläge bekommen @Kochmütze. Viel Erfolg für ein gutes Gespräch mit deinem Sohn und dass ihr dann gemeinsam dem Jungen helfen könnt.

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Hallo ihr Lieben, erstmal herzlichen Dank für Eure Ratschläge. Bin eigentlich der gleichen Meinung wie ihr. Nächste Woche sind Ferien und da kann ich mir Zeit nehmen für ihn. Mal schauen wie wir ihm helfen können. Werde auch mit meinem Sohn noch mal sprechen. Übrigens, er bekommt Taschengeld, ist im Fußballverein und geht zum Musikunterricht.

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Da schreit aber wirklich ein kleiner Mensch nach Liebe und Beachtung.
Ich denke, dass Du, Mützchen, genau die richtige Vermittlerin bist. Es
ist schon toll, dass Dein Sohn sich Dir anvertraut. Du wirst oder hast bereits auch
das Vertrauen Deines Enkels und kannst es beim abendlichen Gutenachgespräch
für offene Gespräche nutzen.
Das Verhalten Deines Sohnes mit Nichtbeachtung ist total kontraproduktiv.
Ich habe zb nach schlechten Noten oder kleinen Meinungsverschiedenheiten
mit meinen Eltern sehr darunter gelitten......das hat mich krank gemacht!
Das ist nun alles schon ein halbes Jahrhundert her, aber es sitzt noch ganz tief.
Forder Deinen Sohn immer wieder auf, seinen Sohn zu (be)achten!

Ich habe mich an einen Spruch diesbezüglich, eben weil ich selbst
darunter gelitten habe, gehalten:

Haben SIE heute schon IHR Kind gelobt?

Irgendwas gibts immer, was man loben kann 😉

Ich wünsche Dir von ganzen Herzen viel Erfolg.
Es geht nicht nur ums Wohlergehen einer Person.......sondern auch um das derer
darum......👍🐧

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Zitat (Kochmütze, 25.03.2015)
Mein Sohn ist so enttäuscht von seinem Kind, das er ihn mit Nichtachtung bestraft, was ich wiederum nicht richtig finde.

das ignorieren finde ich auch nicht richtig, jedoch kann ich auch deinen sohn ein wenig verstehen. er ist enttäuscht und fragt sich vielleicht auch, was er falsch gemacht hat. da kann ein wenig abstand ganz gut sein, um ordnung in den gefühlssturm zu bringen. dein enkel könnte dieses verhalten auch zeigen, dass er das vertrauen seines vaters ausgenutzt und missbraucht und ihn verletzt hat.

dein enkel ist noch ein kind, jedoch alt genug, um zu wissen und auch zu beachten, dass diebstahl kein kavaliersdelikt ist. über die gründe sollte unbedingt gesprochen werden. vielleicht gelingt es dir zuerst oder besser als den eltern. da sie aber die bestohlenen sind, halte ich ein gespräch zwischen den dreien für unausweichlich. und manchmal kann da auch ein außenstehender anwesend sein, jemand, der möglichst wenig partei ergreift.
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Zitat (Kochmütze, 25.03.2015)
Er war immer ein ganz lieber Junge, aber er hat seit 2 Jahren große Probleme in der Schule, hatte "keinen Bock" zu lernen oder Schulaufgaben zu machen und wurde aggressiv.
Diese Zeilen machen micht stutzig ... es geht ja nicht um ein paar Euronen, sondern um richtig viel Geld, das der Junge an sich genommen hat. Was hat er tatsächlich mit dem Geld angestellt? Man sollte auch dahingehend hinterfragen, ob er mit Drogen in Kontakt geraten sein könnte - von dem Geld "Fußballbilder gekauft" ist ja mehr als unrealistisch.
Diese Möglichkeit würde ich jedoch als allerletzte vermuten, weil sein Verhalten - hoffentlich - eine weniger dramatische Ursache hat.
Dann bräuchte man aber die Hilfe einer Drogenberatung, denn das ist kaum selbst zu bewältigen.

Mützchen, ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du bei dem Jungen eine Wende zum Guten schaffst. :trösten:
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Seidenlöckchen, ich hoffe ja, das ich Zugang zu dem Jungen bekomme, das er sich wenigstens mir erstmal offenbart, warum er das getan hat und ihm klar machen, das er mit Mama und Papa darüber reden muß. Wenn der Kleine es möchte, werde ich bei dem Gespräch mit dabei sein, ohne mich einzumischen, einfach nur als Oma.
Ich habe nur große Sorge, das das Bestehlen seiner Eltern aus einer großen Not heraus geschehen ist und das er sich damit in seiner neuen Klasse damit Freunde "erkaufen" wollte oder gar von älteren Mitschülern erpresst wird oder was auch immer.
Eigentlich stand in seinen Zeugnissen immer, das er ein sehr soziales Verhalten hat und bis dato ein ganz lieber Junge war.
Nun, man kann nur spekulieren im Moment, ich hoffe, es löst sich alles in Wohlgefallen auf und der Kleine geht da ohne Knacks aus der Sache raus. Mein Oma-Herz ist im Moment sehr schwer und voller Sorge.

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Zitat (Ping, 26.03.2015)

Ich habe zb nach schlechten Noten oder kleinen Meinungsverschiedenheiten
mit meinen Eltern sehr darunter gelitten......das hat mich krank gemacht!

also da habe ich nur gesagt es ist dein Leben das du dir kaputt machen willst, wenn du jetzt schlechte Noten hast, hast du später keinen guten Beruf den du aus leben darfst! :pfeifen:

und sie macht es heute mit ihren Kindern auch. :D :wub:
schimpfen und haue :blink: :wacko: :heul: was manche Kinder bei Zeugnissen fürchten müssen gab und gibt es nie! :wub: :wub: :wub:
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Zitat (gitti2810, 26.03.2015)
also da habe ich nur gesagt es ist dein Leben das du dir kaputt machen willst, wenn du jetzt schlechte Noten hast, hast du später keinen guten Beruf den du aus leben darfst! :pfeifen:

und sie macht es heute mit ihren Kindern auch. :D :wub:
schimpfen und haue :blink: :wacko: :heul: was manche Kinder bei Zeugnissen fürchten müssen gab und gibt es nie! :wub: :wub: :wub:

Schimpfen und hauen, nein, das gabs für meine Kinder auch nicht.
Ganz im Gegenteil: Einmal kam mein Junior nach Hause und war fix und fertig wegen einer
schlechten Note......ich glaub es war Mathe....
Heute noch ist er von meiner Reaktion begeistert, dass ich ihn einfach zum Einkauf mit in die Stadt nahm und in einer Buchhandlung aufforderte sich ein schönen Buch nach seinem Geschmack zu kaufen.....einfach zur Ablenkung, denn er war gestraft genug. Heute ist er Sonderpädagoge und mMn
hilft Verständnis, Gespräche und Zuneigung eher aus Krisen.
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Zitat (Ping, 27.03.2015)
Heute noch ist er von meiner Reaktion begeistert, dass ich ihn einfach zum Einkauf mit in die Stadt nahm und in einer Buchhandlung aufforderte sich ein schönen Buch nach seinem Geschmack zu kaufen.....einfach zur Ablenkung, denn er war gestraft genug. Heute ist er Sonderpädagoge....


Das war toll von Dir. :wub:

Ich habe die Kinder auch immer getröstet, wenn ihnen in der Schule mal was danebengegangen ist.
Wie Du schon geschrieben hast, sie waren schon mit der schlechten Note gestraft genug.

Bei uns Erwachsenen ist es genauso. Wenn ich zB. Mist gebaut habe, will ich von meinen Mann und Kindern hören, dass das alles nicht so schlimm ist. Ärgern kann ich mich selber schon genug.

Als ich einmal, weiß nicht mehr genau wieviel, wahrscheinlich 200-300€ in einem alten Fahrplan-Buch zum Altpapier getan habe, hat mich die ganze Familie getröstet. Schon viele Jahre her.
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Es waere wunderbar, wenn die Eltern des Jungen ihrem Kind einen Weg zum "Wiedergutmachen" zeigen koennten!
Durch die Schuldgefuehle wird alles nur schlimmer, oder die Fronten verschaerfen sich.

Vielleicht gibt es zum Beispiel einen Weg auf kindergemäße Art etwas Geld zu verdienen, das dann vom Kind gespendet werden kann.

Meine Mutter wurde mal beklaut von einem ihrer Kinder (ich war noch ein Baby zu der Zeit) und sagte laut vor meinen Geschwistern: "Ich wurde von jemandem beklaut, aber wenn das Geld bis morgen hier auf dem Tisch liegt, ist alles wieder in Ordnung."
Und dann lagen da Stunden spaeter wirklich in Papier eingewickelt die Münzen.
Ich weiß, es war ein kleinerer Geldbetrag, es geht mir nur um das Prinzip.

Auf dem Weg zu einer klaren Unterscheidung von "falsch" und "richtig" passieren manchmal Fehler. Selbst fuer uns Erwachsene ist die Sachlage nicht immer klar.
Was fuer eine Erleichterung, wenn dann ein Ausweg aus der Schuld gefunden wird.

Liebe Grüße an euch alle

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Zitat (Kochmütze, 26.03.2015)
Wenn der Kleine es möchte, werde ich bei dem Gespräch mit dabei sein, ohne mich einzumischen, einfach nur als Oma.

du bist keine außenstehende und aus meiner sicht die mit am wenigsten geeignete person, denn als oma hast du eine bindung zu enkel und sohn. du könntest nicht objektiv genug sein, noch dazu hättest du zu beiden seiten auch später noch kontakt, so dass das thema immer wieder auf den tisch kommen würde. dafür gibt es geeignetere personen, vielleicht auch mediatoren.
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Liebes Mützchen,

sei gegrüßt. Das Problem gibt es wohl bei allen pubertierenden Teenagern. Als Du Kind warst, galt noch die Regel: Wenn Erwachsene reden, haben die Kiddies das Maul zu halten. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Es war ein autoritätes Erziehungssystem, das von der Nachkriegszeit geprägt war. Doch das ist Geschichte. Glücklicherweise.

Es ist lobenswert, dass Du Deinem Enkel beistehen willst. Doch wenn Du als Beistand im Acht-oder-mehr-Augen-Gespräch beistehen möchtest, könnte das wenig hilfreich sein. Begründung: Dein Enkel vertraut Dir. Dann sitzt er plötzlich zusammen mit Dir - als Vertrauensperson - und weiteren Personen in einem Raum, in dem sein Fehlverhalten zur Sprache gebracht wird. Das ist die Situation: Alle gegen einen. Das ist unfair. Ist doch logisch, dass Enkel dann noch bockiger wird, als er ohnehin schon sein könnte. Es ist zumindest nicht zielführend.

Auch wenn Du ihm beistehen möchtest, kannst Du auf Grund Deiner Lebenserfahrung einschätzen, dass auch andere Meinungen diskutiert werden. Die Gefahr, dass über den Enkel diskutiert wird und ihm nicht zugehört wird, ist latent vorhanden. Er wäre immerhin anwesend und es würde über ihn geredet und nicht mit ihm.

Insofern befürworte ich Deine Intension, Dir den Enkel zur Brust zu nehmen. Sein Verhalten kann viele Ursachen haben. Wenn Du sie herausgefunden hast, kannst Du Deinem Sohn und Deiner Schwiegertochter auf dem kleinen Dienstweg mitteilen, was Du erfahren hast. Dein Einfühlungsvermögen wird Dich auch die richtigen Worte finden lassen.

Grüßle und alles Gute,

Egeria

Tante Edit bemerkt noch: Zu meiner Schulzeit in den 80ern hatte ich einen Klassenkameraden. Der war hochintelligent. Allerdings auch ziemlich verstockt. Weil seine Eltern mit der Ankunft seines kleinen Bruders nicht mehr ihre volle Aufmerksamkeit auf ihn richteten. Das war sein Protest. Der hat dann wohl noch Astrophysik studiert und gut abgeschlossen. Endete dann aber im örtlichen Supermarkt zum Regale-auffüllen. Solche Tragödien müssen sich nicht endlos fortsetzen. Übrigens hat sich der "kleine Bruder" bei nächstmöglicher Gelegenheit nach Down Under abgesetzt.

Bearbeitet von Egeria am 28.03.2015 10:26:12

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Der einfache Satz "Wir halten zusammen, egal was kommt!" und dabei feste in den Arm nehmen hat unsere Kinder immer sehr bestärkt.

Es tut gut, zu wissen, dass man nicht alleine ist in seiner kindlichen Not und dass man Rückhalt hat.

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Ein kurzer Zwischenbericht. Mein Enkelsohn ist ja seit heute bei uns und ein bissel habe ich schon mit ihm geredet. Aber ich habe das Gefühl, der Junge hat überhaupt noch kein Unrechtbewußtsein. Er kann auch nicht weinen.
Er hat eine Bemerkung gemacht, die mich ein bissel aufhorchen ließ. Als ich ihn fragte oder vorschlug, sich mit mit dem Papa zu unterhalten oder auch mit Mama und Papa, da sagte er, das hat doch keinen Sinn, Papa will mit mir nicht mehr reden. Ich hab ihn in den Arm genommen und hab gesagt, wenn er weinen möchte, soll er ruhig weinen. Da meinte er, das hat ja auch keinen Sinn, deshalb zu weinen.
Eins hab ich schon mal gemerkt. Er ist schon voll in der Vor-Pubertät. Er ist total albern, andererseits verstockt und trotzig und wohl auch frech (nicht zu mir). Und er schwindelt. Ich habe ein paarmal sacht seinen Kopf zu mir gedreht und im gesagt, wenn man sich unterhält, schaut man sich dabei an.
Und ich glaube ihm zum Teil auch, das er sich nichts dabei gedacht hat, als er das Geld seinen Eltern gestohlen hat. Ich hab ihn gefragt, was er denn dabei gedacht hat und ob er keine Angst hatte, erwischt zu werden. Er sagte, sein Kopf war ganz leer und Angst hatte er auch nicht und außerdem meinte er, er würde es zurückzahlen. Er würde sparen von dem Taschengeld, das er von mir gekommen und würde es dann wieder gut machen. Also irgendwie ist er sich gar nicht im Klaren, was er angerichtet hat.
Also ich werde versuchen, das wir morgen einen schönen Tag mit ihm haben, werden wohl mit ihm ins Schwimmbad gehen und nachmittags oder wenn ein günstiger Zeitpunkt ist, noch mal mit ihm reden.
Bin eigentlich zuversichtlich, das in den zwei Tagen, die er bei uns ist, unterm Strich was hängenbleibt bei dem Jungen.
Werde euch berichten und würde mich auch freuen, wenn ihr mir noch einen Tipp geben könntet, oder den einen oder anderen Rat.
Jetzt ruft ganz laut mein Bett. Bis morgen. - Mützchen

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Mützchen, das hört sich doch schon richtig gut an! Hast Du prima hingekriegt, den Knaben zu öffnen. Ihm fehlt wahrscheinlich eine vertrauensvolle Person, da gerade sein Papa ihm die Kälte Schulter zeigt und das verletzt den "Kleinen" sehr!
Heute viel Spaß und toi, toi, toi 🍀
Lieben Gruß
🐧

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Liebe Kochmütze, deine Worte hören sich zuversichtlich an! Das freut mich sehr.

Du bist so lieb mit dem Kleinen, das tut ihm gut!! Sag mal, weisst du vlt noch eine alte Geschichte, in der dein Sohn früher etwas falsch gemacht hat? Und wie er da wieder rausgekommen ist? Das könntest du ihm beim abendlichen Köpfchenkraulen mit heiterer Stimme ja erzählen, so dass der Bub sieht, dass dies Grossen auch nicht unfehlbar sind.

Vlt. magst du euren Sohn ja ermutigen, dass er nach Sohnemanns Aufenthalt bei Dir mit dem Kleinen etwas unternimmt? Und wenns nur gemeinsam Getränke kaufen ist.

Sag eurem Sohn ruhig, dass er das grosse Vorbild für den Buben ist, in der Pubertät erfolgt ja auch die Hinwendung zum Vater/Männlichen und er will doch bestimmt ein prima Vater sein!! (Da kann er ja wohl schlecht nein sagen).

Auch denke ich, dass euer Sohn mit dieser Situation (noch) nicht umzugehen weiss. Macht ja nix, man wächst da schon rein, aber damit das Vertrauen keinen Schaden erleidet, muss er verstehen, dass das Kind sich geliebt fühlen muss, um gut zu gedeihen!

Er ist nur ein Kind, er braucht die verlässliche, liebevolle Hand der Eltern.
Wir halten zusammen! sollte hier der Lösungssatz heissen.

Alles Gute!! Wirst sehen das wird schon!

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Zitat (MissLola, 31.03.2015)
Liebe Kochmütze, deine Worte hören sich zuversichtlich an! Das freut mich sehr.

Du bist so lieb mit dem Kleinen, das tut ihm gut!! Sag mal, weisst du vlt noch eine alte Geschichte, in der dein Sohn früher etwas falsch gemacht hat? Und wie er da wieder rausgekommen ist? Das könntest du ihm beim abendlichen Köpfchenkraulen mit heiterer Stimme ja erzählen, so dass der Bub sieht, dass dies Grossen auch nicht unfehlbar sind.

Vlt. magst du euren Sohn ja ermutigen, dass er nach Sohnemanns Aufenthalt bei Dir mit dem Kleinen etwas unternimmt? Und wenns nur gemeinsam Getränke kaufen ist.

Sag eurem Sohn ruhig, dass er das grosse Vorbild für den Buben ist, in der Pubertät erfolgt ja auch die Hinwendung zum Vater/Männlichen und er will doch bestimmt ein prima Vater sein!! (Da kann er ja wohl schlecht nein sagen).

Auch denke ich, dass euer Sohn mit dieser Situation (noch) nicht umzugehen weiss. Macht ja nix, man wächst da schon rein, aber damit das Vertrauen keinen Schaden erleidet, muss er verstehen, dass das Kind sich geliebt fühlen muss, um gut zu gedeihen!

Er ist nur ein Kind, er braucht die verlässliche, liebevolle Hand der Eltern.
Wir halten zusammen! sollte hier der Lösungssatz heissen.

Alles Gute!! Wirst sehen das wird schon!

Liebe Miss Lola,

ich habe gestern abend schon dem Lütten erzählt, das auch sein Papa einiges ausgefressen hat als Kind und wie wir Eltern damals damit umgegangen sind.
Ich hab ihm auch erklärt, das sein Bestehlen seiner Eltern nicht so schnell ad acta gelegt werden kann Habe ihm viele Beispiele gegeben und ihm vorgeschlagen, seinen Eltern einen kleinen Brief zu schreiben und das er gerne noch mal mit ihnen sprechen würde. War er auch gleich mit einverstanden und hat sich hingesetzt und geschrieben.
Morgen möchte ich mich noch mal mit ihm hinsetzen und habe ihm vorgeschlagen, ein paar Dinge aufzuschreiben, die er sich gerne von seinen Eltern wünscht oder was ihm Kummer bereitet. Habe ihm das so erklärt wie einen kleinen Spickzettel, damit er nicht vergisst, was ihm so auf der Seele liegt.
Mit meiner Schwiegertochter habe ich vorhin schon am Telefon gesprochen und morgen werde ich mit meinem Sohn noch mal sprechen.

Was ich so bei dem Jungen rausgehört haben, könnt ich mir vorstellen, das er das gemacht hat, um auf sich aufmerksam zu machen, Außerdem hat er überhaupt noch kein Unrechtsbewusstsein. Ihm ist gar nicht so richtig klar, wie sehr er seine Eltern enttäuscht hat und was er überhaupt angestellt hat.

Auf jeden Fall hat er die zwei Tage bei Oma und Opa sichtlich genossen ohne seinen kleinen Bruder, obwohl auch die Oma zweimal ein bissel unmutig war und schimpfen musste. Aber ich schimpfe ruhig, dennoch konsequent. Naja, Oma halt. :rolleyes:

Freue mich auf jeden Fall über eure vielen netten und gutgemeinten Ratschläge, wobei der eine oder andere Tipp und Ratschlag wirklich hilfreich war.
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Das freut mich richtig für Dich/Euch, Kochmütze!
Dem Jungen wird das stets in Erinnetung bleiben und wenn er
merkt, dass Oma jemand ist,an den er sich mit Sorgen und
Problemen wenden kann, dann wird sich das alles zum Positiven
wenden👍
Lg 🐧

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Prima gemacht, Kochmütze! Eigentlich machst du aus dem Bauch raus schon selbst alles richtig. Aus deinen Zeilen lese ich raus: du bist eine Omi mit Herz!! :)

Was ich persönlich auch immer noch gerne mache, wenn die Jungs mich geärgert haben:
Ich schlinge meine Arme um ihn (wenn er nicht damit rechnet) und sage: Auch wenn du mich geärgert hast, ich liebe dich, du frecher Dachs!!!!
Und haue dem 15-/17jährigen eins hinten drauf! :)

Das geht natürlich nur, wenn keiner zuschaut. Du musst wissen, ich bin sehr temperamentvoll und das "Liebestatscherl" gehört bei uns einfach dazu!
Es muss halt zu einem passen. :) Aber die Jungs sinds ja gewöhnt, grins....

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Zitat (MissLola, 01.04.2015)
Prima gemacht, Kochmütze! Eigentlich machst du aus dem Bauch raus schon selbst alles richtig. Aus deinen Zeilen lese ich raus: du bist eine Omi mit Herz!! :)

Was ich persönlich auch immer noch gerne mache, wenn die Jungs mich geärgert haben:
Ich schlinge meine Arme um ihn (wenn er nicht damit rechnet) und sage: Auch wenn du mich geärgert hast, ich liebe dich, du frecher Dachs!!!!
Und haue dem 15-/17jährigen eins hinten drauf! :)

Das geht natürlich nur, wenn keiner zuschaut. Du musst wissen, ich bin sehr temperamentvoll und das "Liebestatscherl" gehört bei uns einfach dazu!
Es muss halt zu einem passen. :) Aber die Jungs sinds ja gewöhnt, grins....

Miss Lola , wir sind uns glaube ich sehr ähnlich :D

Ja, ich habe viel aus dem Bauch raus und vom Gefühl her gemacht . So habe ich auch bei meinen Kindern immer gehandelt.

Als Oma habe ich alles versucht in den zwei Tagen und habe auch etwas Zugang zu meinem Enkel gefunden, aber ob es dem Jungen hilft..... ich weiß es nicht.

Wir haben ihn heute nach Hause gebracht, seine Mama hatte Geburtstag. Er hat ihr ein Bild gemalt für sie, ganz schnell, in zwei Minuten, man sah ihm an, er hat es ohne Liebe gemalt hat. Erst als ich ihm ganz ruhig sagte, über so ein lieblos gemaltes Bild würde ich mich nicht so freuen, setzte er sich hin und malte es schön aus. Ich habe ihn gedrückt und sagte, jetzt freut sich deine Mama sicher. Man sah ihr keine große Freude an....
Etwas später ging sie ins Kinderzimmer und schimpfte mit dem Jungen, er solle endlich seinen Rucksack auspacken und wie sieht es denn hier schon wieder aus, Sie packte den Rucksack aus und drückte ihm alles in die Arme und er sollte alles in die Wäschetruhe bringen. Ihre Stimme wurde immer lauter. Mein Enkel sagte, das Handtuch ist sauber, weil er gar nicht schwimmen war. Na dann hänge es an den Haken, alles streng und laut. Er ging ins Bad, Schwie-To. hinterher und herrschte ihn wieder an, weil das Handtuch über der Wanne lag. Er sagte, da ist kein Anhänger dran und nun wurde auch mein Enkelkind lauter.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, wie es da zugeht. Meiner Meinung nach ist die Mama auch total überfordert, aber sie war schon immer so. Sie ist von Beruf Krankenschwester und bei ihr muß alles funktionieren. Ich will nicht abstreiten, das sie ihre Kinder nicht liebt und sie kann auch sehr liebevoll sein. Aber ich sehe auch, das der Junge dagegen rebelliert und störrisch wird. Dazu kommt die Pubertät. Ich habe auch mit ihm geschimpft, als er hier war, aber ruhig bzw. war ich konsequent. Ich habe zweimal ruhig was zu ihm gesagt(z.B. er soll seinen Nintendo ausmachen). Beim dritten Mal habe ich ihn weggenommen. Kein Aufschrei bei ihm oder Protest.
Ich denke mal, das Geld hat er genommen, weil er auf sich aufmerksam machen wollte. Und er hat es mehrmals gemacht, weil erst keiner was gesagt hat. Und so hat er immer weiter gemacht, bis seine Eltern ihn zur Rede gestellt haben. Was er letztendlich mit dem Geld gemacht hat, hat er auch mir nicht gesagt. Angeblich Fußballbilder gekauft. Aber ich bin überzeugt, er hat daraus gelernt und wird seine Eltern nicht mehr bestehlen. Er hat ja seinen Eltern einen kleinen Brief geschrieben, das er mit ihnen nochmal reden möchte und ich hab ihm auch geraten, er solle doch mal seine Wünsche aufschreiben, damit er sie nicht vergisst, wenn er mit seinen Eltern spricht, was er auch sofort getan hat. Nun kann ich nur hoffen, das seine Eltern in Zukunft mehr auf ihn eingehen, vor allem in ruhigem Ton. Ich habe früher immer sofort gemerkt, wenn eines meiner Kinder Kummer hatte und habe beim Zubettgehen mit ihnen gesprochen und ich glaube, sie konnten sich immer der Liebe ihrer Eltern sicher sein. Werde auch nochmal mit meinem Sohn reden und dann muß man abwarten.

Ich habe ja manchmal früher auch sehr geschimpft, zwei so Jungs können einen auch manchmal sehr reizen, aber wenn ich (was auch bei mir mal vorkam) im Unrecht war, habe ich mich auch bei meinen Kindern entschuldigt.

Danke euch nochmal für euer Interesse und eure liebgemeinten Ratschläge, woraus ich entnehmen konnte, das ich nicht sooo verkehrt gelegen habe.

Über ein letztes kleines Feedback von euch würde ich mich schon nochmal sehr freuen.

Liebe Grüße Mützchen
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Liebes Mützchen,
ich finde das richtig toll von Dir, wie Du die Angelegenheit angehst.
Die Kommunikation zwischen Deinem Sohn, seiner Frau und dessen Kind muss
angetrieben werden, ich befürchte, dass sonst der "Kleine" sich nicht
so glücklich fühlen kann und immer wieder Hilferufe, egal in welcher Form, loslassen wird.
Mal ein kleines Gespräch mit allen Drien und Du als Vermittler wäre mit Sicherheit
ein großer Schritt.
(Ich glaube, dass Deine Schwiegertochter ein bischen arg streng ist und Dein
Sohn sie vielleicht ein bischen bremsen könnte und er mehr auf das Kind eingehen sollte....
nur meine Meinung 😉)
Ich wünsche Dir so sehr, dass der häusliche Frieden bei Familie Mützchen-Junior wieder
komplett einzieht.
Lg 🐧

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der mutter und auch deinem sohn gegenüber finde ich deine berichterstattung wenig hilfreich, denn sie zeigt nur eine seite, nämlich deine eindrücke. du weißt nicht, wie dein enkel ist, wenn er allein mit seinen eltern ist. bei dir, der oma, kann er sich für wenige tage zusammenreißen. wie er sich seinen eltern gegenüber benimmt, wenn du nicht dabei bist, fände ich sehr viel aufschlussreicher.

auch kannst du nicht wissen, dass die geburt des kleinen bruders ihn so arg zum schlechten verändert hat. und leider kommt es oft genug vor, dass es schlimmer wird und nicht besser, und wo auch eine oma beim besten willen nichts mehr beschönigen kann. ich bezweifle sehr, dass dein enkel kein unrechtsbewusstsein hat. er geht in die schule, und auch dort darf man nicht einfach andere bestehlen, ohne dass jemand seinen unmut darüber äußert.

falls die eltern und der sohn nicht darüber reden, wird sich das festsetzen. die eltern sind die geschädigten in dem diebstahl, nicht der junge, auch wenn er erst zehn jahre alt ist. man könnte auch sagen, er ist schon zehn jahre alt. im übrigen finde ich, dass du deinen sohn sehr ausklammerst und stattdessen betonst, wie die mutter mit ihm umgeht.

auch bei dir ist er trotzig und bockig und lügt. omas sind beinahe immer geduldiger und verständnisvoller als eltern, und manche kinder wissen das auszunutzen. das signal für ihn sollte sein, dass ein so schwerwiegender diebstahl, der keine einmalige sache war, keinesfalls auf die leichte schulter zu nehmen ist und dass er vertrauen zerstört hat. das kann nicht einfach abgehakt werden. das ist eine schwierige situation für die familie.

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Es ist bereits etwas in Bewegung gekommen, Kochmützchen. Wenn ein Stein ins Rollen kommt, folgen oft weitere nach. Also habe Vertrauen und lass es laufen. Vlt magst du ja öfter mit dem Kleinen telefonieren? Nur Mut! :)
Ich wünsche es euch von Herzen!

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Seidenlöckchen, du magst in gewisser Weise Recht haben, aber ich will keinesfalls meine Schwiegertochter schlecht machen oder meinen Sohn ausklammern. Ich finde es keinesfalls gut, das mein Sohn den Jungen nicht beachtet. Meines Erachtens ist es das Schlimmste, was man einem Kind antun kann, wenn man ihm die Eltern- bzw. die Vaterliebe entzieht.
Das der Junge sich verändert hat, seit sein Bruder geboren wurde, haben auch schon Andere festgestellt (meint auch die andere Oma, die eine Pädagogin ist/war).
Klar, das man als Oma geduldiger und verständnisvoller ist, aber ich gehe einfach anders mit ihm um. Ich meine, egal ob Kind oder Erwachsener, man muß nicht lautstark werden, man kann auch alles ruhig sagen. Es ist so wie das Sprichwort "Wie man in den Wald hineinruft, kommt das Echo zurück".

Es kommen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammen und im Laufe der letzten Jahre kam ein Steinchen zum anderen und da müssen alle Beteiligten jetzt durch - und ich denke mal, zum Wohle des Kindes. Wenn er jetzt die Kurve nicht kriegt, wird es für ihn immer schwieriger und das zu begreifen, ist jetzt wohl das Wichtigste.

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Zitat (seidenloeckchen, 02.04.2015)
auch bei dir ist er trotzig und bockig und lügt. omas sind beinahe immer geduldiger und verständnisvoller als eltern, und manche kinder wissen das auszunutzen. das signal für ihn sollte sein, dass ein so schwerwiegender diebstahl, der keine einmalige sache war, keinesfalls auf die leichte schulter zu nehmen ist und dass er vertrauen zerstört hat. das kann nicht einfach abgehakt werden. das ist eine schwierige situation für die familie.

Ich stimme @seidenloeckchen in allen Punkten zu, besonders in der Aussage, dass es eine schwierige Situation für die (ganze!) Familie ist.

Mit 10 (sagtest du, @Kochmütze, nicht sogar 11?) Jahren sollte ein Kind durchaus ein Unrechtsbewusstsein haben und erst recht "mein" oder "dein" unterscheiden können.
Ich verstehe gut, dass du dein Enkelkind in Schutz nehmen möchtest, und ich möchte dein Engagement gar nicht schmälern. Aber ich denke es nützt weder dir noch deinem Enkel, wenn du nur Bestätigung für deine liebevollen, aber bisher wenig erfolgreichen Hilfsversuche bekommst.

So ganz von außen betrachtet denke ich, dass die Probleme nicht nur auf Seiten der Eltern und nicht nur auf Seiten des Kindes des liegen.
Und so ganz von außen betrachtet denke ich auch, dass ein Forum euer Problem nicht lösen kann.

Habt ihr die Möglichkeit, euch Hilfe in der Umgebung zu holen?
Gibt es Ansprechpartner in der Schule (Vertrauenslehrer/Sozialarbeiter)?
Wäre das Gespräch mit dem Hausarzt eine Option? Der kennt vielleicht weitere Möglichkeiten.

Wie auch immer - alles Gute für die ganze Familie!
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Dank dir Jeannie.
Irgendwie hat Jede von euch in gewisser Weise recht, zumindest ist es sehr individuell und man kann es einfach nicht verallgemeinern. Und somit hast du auch recht, das ein Forum nicht die Lösung sein kann. Davon bin ich auch nie ausgegangen, aber ich habe mir schon die eine oder andere Meinung durch den Kopf gehen lassen und auch für mich Positives aus den Antworten gezogen.
Mein Enkel ist - genau gesagt - 10 1/2 und er macht seit einem dreiviertel Jahr eine Therapie bei einer Kinderpsychologin. Es stand bei ihm der Verdacht an, an ADHS zu leiden, wovon die Therapeutin aber nicht überzeugt ist. Aber weiter kommt sie irgendwiee auch nicht mit dem Jungen.
Mit der Schule haben die Eltern ein gutes Feedback, der Hausarzt hat die jetzige Therapie in die Wege geleitet.
Man muß abwarten, was die Zeit bringt.
Und nun gute Nacht, mein Bett ruft. - Mützchen

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Hallo zusammen,

ich lese in diesem Beitrag seit seiner Eröffnung still mit und habe die ganze Zeit überlegt, ob ich etwas dazu schreibe oder nicht, denn hier schienen sich ja alle ziemlich einig zu sein... Seidenloeckchen hat mir mit ihrem ebenfalls kritischen (und konstruktiven) Beitrag sozusagen "Mut" gemacht. ^_^

Zunächst staune ich, wie viel hier gleich "psychologisiert" wird und Dinge als Feststellung behandelt werden, die eigentlich lediglich Vermutungen/Spekulationen darstellen. Schreie nach Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung, Gefühle der Vernachlässigung, "Hilfeschreie der kleinen Seele"...
Sogar die Frage, ob seine Eltern ihn überhaupt lieben, tauchte auf - ganz schön heftig. Auch wird ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass der Junge traurig ist / ihn etwas bedrückt / er Probleme hat, die nun unbedingt aufgedeckt werden müssen.

Wieder andere Ideen werden auch als das gekennzeichnet, was sie sind: Eben Ideen keine Fakten, das finde ich gut. Sie werden mit Zusätzen wie "vielleicht", "möglicherweise" o.ä. versehen. Dagegen ist m.E. nichts einzuwenden, manchmal braucht man ja ein Brainstorming mit anderen, um seine Gedanken zu sortieren oder andere Blickwinkel einnehmen zu können. So sollte es m.E. sein, wenn ich auch manches etwas drastisch finde. Drogen... der vermutete "Knacks" den der Junge jetzt bekommt...

Wenn man noch mal liest, dann kann man feststellen, dass es nur wenige tatsächliche Fakten gibt (und die auch nur aus der Sicht einer Beteiligten), dafür umso mehr Spekulationen.

Mir fiel auch auf - und da kriege ich schon beim Lesen Beklemmungen - dass du, Kochmütze, stark von dir selbst ausgehst bzw. bestimmte Erwartungen hast, deren Nicht-Erfüllung du wiederum als Bestätigung für deine Vermutungen interpretierst (Freud hätte seine helle Freude an dieser Vorgehensweise gehabt ;) ). Vielleicht gelingt es dir, auch mal in Erwägung zu ziehen, dass alles auch ganz anders sein könnte, als du annimmst? Eine neue Sichtweise könnte hilfreich sein.

So nimmst du ganz selbstverständlich an, es gebe da irgendein großes Leid, dem der Junge ausgesetzt ist (vielleicht, weil du dir nicht vorstellen könntest, ohne große Not zu stehlen) und erwartest die - deiner Ansicht nach - entsprechende Reaktion von ihm. Vielleicht empfindet er ja gar kein Leid, kann doch sein?
So erwartest du zum Beispiel, dass er weint, wenn du ihn in den Arm nimmst, ermunterst ihn dazu, aber das erwartete Weinen bleibt aus. Daraus wird dann "Er kann auch nicht weinen." Vielleicht ist ihm ja einfach gar nicht zum Weinen zumute?

Auch habe ich gedacht: Meine Güte, nun lasst dem Jungen doch auch mal eine Atempause... Meinem Empfinden nach wird der Junge ganz schön "bearbeitet", das ist beim Lesen schon anstrengend. Es liest sich so, als sei er in einer "Intensivtherapie" gelandet, soll Gespräche mit dir führen, weinen, einen Brief über seine Wünsche schreiben, in dem er seinen Eltern mitteilt, noch mal mit ihnen reden zu wollen, seinen Kummer aufschreiben, ein Bild malen (aber bitteschön "mit Liebe")...

An keiner Stelle kann ich herauslesen, dass der Junge das alles möchte, es liest sich eher so, als würden Erwartungen an ihn gestellt, die er dann erfüllt. Wie er tatsächlich zu alldem steht, bleibt völlig unklar.

Die Rollen scheinen sich langsam herauszukristalliesieren:
Der leidende, vielleicht sogar psychisch "angeknackste" Sohn
Der "psychisch misshandelnde" Vater
Die überforderte und dadurch "böse" Mutter
Der kleine Bruder, der eher als Randerscheinung und dennoch unverschuldet (!) als "Wurzel des Übels" auftritt
und nicht zuletzt die intervenierende, gutmütige und versierte Großmutter

Vielleicht verhält es sich ja auch ganz anders? Es kann sich lohnen, einfach mal zu experimentieren und die jeweilige Rolle mit anderen Attributen zu versehen. Wie sähe die Sache zum Beispiel aus, wenn man sie so bezeichnet:
Der unbedarfte Sohn
Der enttäuschte, traurige Vater
Die um gute Erziehung bemühte Mutter
(den Bruder klammere ich mal aus, da ich so gut wie nichts über ihn weiß)
und die grenzüberschreitende Großmutter

Wie sieht es dann aus? Natürlich gibt es noch 100.000 andere Möglichkeiten, das obige ist nur ein Beispiel. Mir geht es nur darum, dass man das ganze eben auch ganz anders sehen kann und es manchmal wichtig und hilfreich sein kann, das auch (zumindest als Gedankenexperiment) zu tun.

Liebe Grüße, LaVie

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danke lavie.

:blumen:

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Zitat (LaVie, 03.04.2015)
So erwartest du zum Beispiel, dass er weint, wenn du ihn in den Arm nimmst, ermunterst ihn dazu, aber das erwartete Weinen bleibt aus. Daraus wird dann "Er kann auch nicht weinen." Vielleicht ist ihm ja einfach gar nicht zum Weinen zumute?

Vielleicht verhält es sich ja auch ganz anders? Es kann sich lohnen, einfach mal zu experimentieren und die jeweilige Rolle mit anderen Attributen zu versehen. Wie sähe die Sache zum Beispiel aus, wenn man sie so bezeichnet:
Der unbedarfte Sohn
Der enttäuschte, traurige Vater
Die um gute Erziehung bemühte Mutter
(den Bruder klammere ich mal aus, da ich so gut wie nichts über ihn weiß)
und die grenzüberschreitende Großmutter

diese zeilen von lavie finde ich sehr gut! :blumen:

ich habe den eindruck, dass kochmütze sehr viele erklärungen und entschuldigungen für ihr enkelkind sucht. er habe kein unrechtsbewusstsein, die mutter ist viel zu streng, der bruder wurde geboren, er ist in behandlung etc. das hilft ihm jedoch nicht, und somit auch nicht der familie. ich schrieb bereits, dass ich das verhalten des vaters, den sohn zu ignorieren, nicht gutheiße, aber ich kann es auch verstehen.

das alles mag ein grund sein, jedoch wissen wir das nicht. wir wissen nur, dass er trotzt und stiehlt. das erste kennen wir alle. und wie man es dreht und wendet, stehlen ist ein problem. er kann wirklich von glück sagen, dass er noch keine vierzehn jahre alt ist und es innerhalb der familie geschah. ob und was darüber hinaus noch gestohlen worden sein könnte, ist unbekannt.

eine vollzeit arbeitende mutter mit zwei kindern und einem ebenfalls vollzeit arbeitendem mann langweilt sich gewiss nicht und fragt sich, wie sie nur die zeit herum bekommt. möglicherweise kommt sie kochmütze zu streng vor. aber kochmütze weiß eben auch nicht wie wir alle, wie sich das familienleben allgemein gestaltet. wenn das fass schon sehr voll ist, wiegt jeder tropfen, der dazu kommt, viel schwerer als bei einem fass, das so gut wie leer ist.

so lieb omas gewiss auch sein können, sie eignen sich nicht als anwälte der enkel. denn sie sind ja nicht nur omas, sondern auch mütter, und ich finde es sehr gefährlich, wenn sich die eltern auch noch gegen die omas und opas, die recht oft alles etwas lockerer angehen wollen, stemmen müssen. die eltern erziehen das kind und ich finde, großeltern sollten unterstützen, jedoch nicht gegen die eltern und für das enkelkind sein. (arg schlimme fälle, bei denen es um bewusste misshandlung und missbrauch geht, schließe ich damit ausdrücklich aus.)

ideal ist es, wenn großeltern das kind wissen lassen, dass sie zuhören wollen und werden. sie jedoch bedrängen finde ich falsch. ich glaube sogar anhand der beschreibungen, dass der junge sehr wohl weiß, dass er ein unrecht begangen hat, aber nicht weiß, wie es nun weitergehen und wie er sich verhalten hat. das finde ich nicht schlimm, denn das müssen kinder erst noch richtig lernen. dennoch denke ich, dass ein kind in diesem alter sich bewusst ist, dass grenzen überschritten wurden. 300 euro sind alles andere als ein pappenstiel, das kommt noch erschwerend dazu, und auch noch, dass es mehrfach geschah. es wurde nicht nur einmal das vertrauen verletzt, sondern mehrfach, die entscheidung dazu fiel immer wieder. das wiegt schwerer als ein einmaliger moment der schwäche, weswegen ich auch das verhalten des vaters nachvollziehen kann. er muss es vielleicht auch noch lernen, wie man mit einem stehlenden kind umgeht.

dies ist nun bewusste spekulation: es kann vorher noch viel mehr geschehen sein, was auch kochmütze nicht weiß. dinge, für die man sich schämt, erzählt man nicht immer jedem. auch nicht der oma, und vielleich vor allem nicht der oma. schließlich gibt es immer ein schwiegerkind bei enkeln, und großeltern neigen recht oft dazu, alles schlechte ihnen zuzuschieben, während die erfolge der enkel dem eigenen nachwuchs zugeschrieben wird. diesen hat man ja selbst aufgezogen, und das versagen der kinder wird als das eigene angesehen. nicht jeder hat das glück, so großartige schwiegereltern wie ich zu haben, die zu 100 % hinter mir stehen.

der junge wird reden müssen, um licht in die sache zu bringen. aber das bedeutet nicht, dass er das auch tun wird. in vielen familien wird über probleme nicht oder kaum gesprochen, irgendwann vernarben die wunden ein wenig, es passieren in der zwischenzeit andere dinge, die vielleicht wichtiger sind als die vergangene missetat, und langsam kehrt wieder so etwas wie normalität ein. im unterbewusstsein gärt es jedoch weiter, und eines tages bricht es hervor. der anlass kann unbedeutend genug sein.

es wird sich zeigen, was der junge tun wird. helikopter-eltern finde ich schon arg bedenklich, aber helikopter-großeltern noch mehr, weil sie noch eine generation weiter sind und sich nicht nur um
die enkel, sondern auch um die kinder sorgen und gedanken machen und dann nicht selten dazu neigen, das, was sie an ihren eigenen kindern vielleicht falsch gemacht haben, bei ihren enkeln auszugleichen oder "wiedergutzumachen". einen solchen vater habe ich selbst, der bei mir und meinem älteren bruder viel falsch gemacht hat, indem er nicht da war und beinahe alles meiner mtuter überließ. mit meiner stiefmutter hat er zwei kleine kinder, und er überschlägt sich recht oft beinahe, um ihnen und meinen drei kindern eine freude zu machen und für sie da zu sein. es ist manchmal arg anstrengend, ihn ein wenig zu bremsen, aber ich sehe, dass er sich bemüht und es ihm wirklich furchtbar leid tut, wie er als vater für meinen älteren bruder und für mich war.

wenn der junge es getan hat, um aufmerksamkeit zu bekommen, ist das eine mögliche erklärung. dann kann man daran arbeiten. und es wäre vielleicht auch nicht die schlimmste erklärung. ich bin mir sehr bewusst, dass viele die folgende aussage nun entsetzlich finden werden, aber ich glaube, dass auch das nicht ausgeschlossen werden darf:

kinder sind nicht toll und wunderbar, nur weil sie kinder sind. manche wonneproppen werden kleine scheusale, später große, werden arrogant, gewalttätig, entwickeln kriminelle energie und werden auffällig oder schlimmeres. und auch diese menschen waren irgendwann einmal süße, kleine kinder, die nicht notwendigerweise opfer von vernachlässigung oder missbrauch gewesen sein müssen und liebevolle eltern hatten.

dem jungen und seiner familie wünsche ich einen guten weg aus dieser schlimmen situation.
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Gut, jetzt schreibe ich mal was, was ich in solchen Fällen schon oft gedacht, aber bisher noch nie geschrieben habe:
Ich denke, wenn wir hier noch weiter herumkruscheln, vermuten, teilweise vielleicht sogar unterstellen, zerstören wir den ganzen Nutzen, den dieser Thread für die Eröffnerin mal hatte.
Man kann ein Thema auch kaputt reden. Wir alle kennen keine einzige der Personen persönlich, also denke ich, dass weitere Vermutungen fast nur falsch sein können. Ich mein, ursprünglich ging es nur um eine Art Brainstorming, wie man so eine schwierige Situation handeln kann.
Da wurden viele nützliche Ideen und Gedanken geäußert.

Und dabei sollte man es auch belassen, mehr kann ein Forum eben nicht leisten (was ja andere hier auch schon schrieben).

Ich wünsche euch allen, besonders aber natürlich Kochmütze und ihrer Familie, ein schönes, ruhiges Osterfest! :blumen:

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Hallo, möchte nun auch wirklich mit diesem Thema zum Abschluss kommen, ich muß Sandkind wirklich recht geben, alles was jetzt noch kommt, zerpflückt das Thema immer mehr.

Ich für meinen Teil habe mir aus allen Antworten wirklich einige nützliche Hinweise gezogen.
Bemerken möchte ich, das ich von den Eltern gefragt wurde, ob ich mit dem Jungen mal reden könne, weil sie mit ihm nicht weiterkamen in der Hoffnung, das das Kind sich mir und dem Opa vielleicht ein wenig mehr öffnen würde. Da bot es sich an - weil gerade Osterferien - das er 3 Tage bei uns war.

Weiter möchte ich noch bemerken, das ich ein relativ gutes Verhältnis zu meiner Schwiegertochter habe, teilweise aber auch, weil ich mich manchmal sehr zurücknehme.
Ich wollte nie eine "böse" Schwiegermutter sein, weil ich das früher jahrelang am eigenen Leib erfahren habe.
Ich werde und habe mich auch nie eingemischt bei der Kindererziehung, es sei denn, man fragt/e mich um Rat. Werde auch nie die Autorität der Eltern untergraben, das steht mir gar nicht zu. Aber ich kann sehr wohl versuchen, ein wenig Ausgleich zu schaffen, z.B. das die Kinder (ob der Große oder der Kleine) sich - wenn sie denn mal bei uns sind - wohlfühlen und mal alle Viere gerade sein lassen können. Das ist halt der Vorteil der Großeltern. Denn wenn ich mir heutzutage das Wochenprogramm eines Schulkindes ansehe, ist das Stress hoch drei. Zum Spielen haben sie eigentlich gar keine Zeit mehr.

Selbstverständlich kann man in kein Kind reinschauen, aber man kann sehr wohl sein Kind beobachten und versuchen es in die richtige Richtung zu lenken. Und früher bei meinen Kindern habe ich immer gespürt, wenn irgendwas im argen war. Wobei sie mir natürlich früher auch nicht immer alles erzählt haben.

Jetzt hab ich wieder so viel geschrieben, was ich gar nicht wollte ;) .
Möchte mich noch mal bei euch allen bedanken , irgendwie habt ihr ja alle recht, aber es ist einfach viel zu individuell und jeder Mensch und jedes Kind ist halt anders.

Wünsche allen schöne ruhige und fröhliche Ostertage mit der Familie , natürlich für alle - ob groß oder klein, Mamas, Papas, Omas, Opas und den lieben kleinen Kindern und Enkelkindern.
Herzlichst - Mützchen

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Ein frohes Osterfest euch und euren Familien
wünscht Lola. :)))

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Zitat (Kochmütze, 03.04.2015)
Hallo, möchte nun auch wirklich mit diesem Thema zum Abschluss kommen, ich muß Sandkind wirklich recht geben, alles was jetzt noch kommt, zerpflückt das Thema immer mehr.
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Wünsche allen schöne ruhige und fröhliche Ostertage mit der Familie , natürlich für alle - ob groß oder klein, Mamas, Papas, Omas, Opas und den lieben kleinen Kindern und Enkelkindern.
Herzlichst - Mützchen

Mütze dann lasse doch den Thred schließen wenn für dich alles gesagt ist, dann ist es auch so :wub:


und auch euch allen ein Frohes Osterfest :wub: :wub: :wub:
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Genau, lass ihn schliessen.

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Habe gerade gitti gefragt, wie man einen Thread schließen kann. Habe keine Ahnung. :pfeifen:

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Zitat (Kochmütze, 03.04.2015)
Habe gerade gitti gefragt, wie man einen Thread schließen kann. Habe keine Ahnung. :pfeifen:

Den kann nur ein Moderator oder Admin schließen. :)
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Danke viertelvorsieben. Mach ich morgen, ist schon so spät/früh....
Gute Nacht. - Mützchen

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Einfach im ersten Beitrag auf 'melden' klicken und lieb um Schließung bitten. Alle Meldungen landen bei den Moderatoren :P

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OK Mützgen. Dann dreht sich hier der Schlüssel.

Gruß

Highlander

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