Wie kann ich löten?


Metallteekanne leckt. Ich möchte sie löten, um sie dicht zu kriegen. Wie lötet man richtig?


Hier kann man es lernen :pfeifen:

Bearbeitet von Kampfente am 04.04.2015 22:27:27

Zitat (Kampfente @ 04.04.2015 22:26:19)
Hier kann man es lernen  :pfeifen:

Naja, so hat mein Vater vor ca. 50 Jahren gelötet - so alt sieht die Lötspitze im Video auch aus ;)
Für Elektronik sollte der Lötkolben "etwas" kleiner sein, der Lötdraht (mit integriertem Flussmittel) dünner und Litzen (nicht "Kabel") sollten normalerweise gar nicht gelötet werden: meinetwegen irgendwo bei geringer mechanischer Belastung in einem Gerät, aber sonst ist Verzinnen statt Aderendhülsen meist böse..
Mit Löten einer Teekanne hat das gar nichts zu tun: da fließt die Wärme so schnell ab, daß auch mit dem Opa-Lötkolben eher geklebt als gelötet wird. Also ein kleiner Gasbrenner, geeignetes lebensmittelechtes (!!) Lot und viel Übung, damit das Metall nicht leidet (anläuft) und nicht verzieht. Kommt natürlich auch auf das Metall an.
Fazit: ich würde mal einen Juwelier fragen, der kann das oder kann einen Rat geben.
Vielleicht gehts auch mit lebensmittelechtem Kleber?

Bearbeitet von chris35 am 04.04.2015 23:42:19

Hallo,

im Prinzip sollte das jeder Können, der im Heizungs- und Sanitärgeschäft "vor Ort", also in der Montage, tätig ist.

Die Rohre für Wasser und Heitung werden in der Regel gelötet. Such Dir so ein Geschäft und frage dort nach. Wenn es ein alteingesessenes Geschäft ist, kann das der Lehrling im 1. Jahr.

Gruß

Highlander


Wenn die Kontaktfläche, wo es rausleckt, nur klein ist - also nicht wie beim Verlöten von Wasserrohren mittels Muffen größe Flächen durch Lot verbunden werden - ist Hartlöten sinnvoller; besonders dann, wenn die verlöteten Teile nachher auch noch einer gewissen mechanischen Belastung ausgesetzt werden (z.B. an Behälter angelötetes Ausgießrohr bei einer Gießkanne).

Beim Hartlöten erhitzt du die zu verlötenden Teile mit einer passenden Gasflamme bis zur Glut, nimmst die Flamme weg, kurze Berührung der zu verlötenden Teile mit dem Flußmittelmantel vom Lot, damit die Oxidschicht auf dem Werkstoffteil chemisch aufgelöst wird. Dann kurze Berührung der zu verlötenden Stelle mit dem Lot; das schmilzt durch die Wärme vom glühenden Werkstück vom Lotstab ab und "schießt" in den zu verlötenden Spalt. Kurz nochmals mit der Flamme über die Lötstelle, um die Verlötung "glattzuziehen". Erkaltenlassen, Flußmittel mechanisch oder auch chemisch vom verlöteten Gegenstand entfernen.

Ganz wichtig ist die richtige Temperatur, wenn das Lot aufs Werkstück gesetzt wird. Diese beurtelt man an der Farbe (dunkel- bis hellrot) des glühenden Gegenstandes. Erforderliche Temperatur ist natürlich vom verwendeten Lot abhängig.

Als Hartlot kommt im Lebensmittelbereich Neusilber oder ein Silberlot in Frage.


Bei Weichlöten von Behältern für Lebensmittel keinesfalls ein bleihaltiges Lot wählen. Zum Verlöten von Wasserleitungsrohren aus Kupfer wird ein Lot aus Zinn mit ca 3% Kupferzusatz eingesetzt.


Dudelsack, genau das Hartlöten passiert bei der Verlegung von solchen Rohren, vor allem bei Leuten der alten Schule.

Gruß

Highlander



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