Suche Sport für Beckenbodenstärkung


Das Bindegewebe in meinem Beckenboden ist "ausgeleiert" - nicht durch Schwangerschaften, sondern es ist einfach nur schwach. :angry:
Ich leide nicht an Inkontinenz, aber meine Innenorgane können dadurch nicht an den richtigen Stellen gehalten werden und eine OP steht im Raum, die ich gerne verhindern möchte. Selbst der Chirurg hat mir zur Gymnastik als Versuch geraten, da der Eingriff nicht immer den gewünschten Erfolg bringt, bzw auch nicht ganz risikolos ist.
Ich habe natürlich ein Buch mit entsprechenden Gymnasikanleitungen, aber ich als Sportmuffel finde das grottenlangweilig! :D Kann man nicht auch einfach Step Aerobic, Tanzen oder spezielle Wassergymnasik machen? Aus Zeitgründen kann ich an keinen Kursterminen teilnehmen. Könnte aber mit einer Wii üben, wenn es ein spezielles Programm gäbe

Bearbeitet von renateh03 am 18.01.2017 08:34:17


Wenn du das Wii- Board hast, könntest du Übungen machen.

Ich kenne nur die sportlichen Übungen, die man selbst zu Hause oder in der Gruppe machen kann.
Gruppenübungen informiert der Arzt oder die Krankenkasse.


ja, mit der Wii würde mir am besten gefallen, habe allerdings noch keine passende software gefunden.

Bei den "normalen" Sportprogrammen trainiert man ja immer bestimmte Muskeln/Körperpartien - suche etwas mit dem Hinweis auf Beckenboden ;)


Gut für den Beckenboden sind auf jeden Fall Pilates.
Unsere Trainerin beginnt fast jede Übung mit den Worten: Wir ziehen den Bauchnabel bis zur Wirbelsäule... ;)


Obwohl du nicht inkontinent bis, können trotzdem gezielte Beckenbodenübungen dir helfen, diese "ausgeleierte Hängematte" wieder zu straffen.

Die genannten Methoden enthalten sicher hilfreiche Übungen, sind auch nicht verkehrt, denke ich, aber gezielte Übungen sind in deinem Fall womöglich sinnvoller.

Gib mal "Beckenbodengymnastik" in eine Suchmaschine wie startpage ein, und du bekommst eine Fülle von Hinweisen.
Ich habe mich, allerdings vor gut 20 Jahren, berufsbedingt mal damit befasst gehabt; aber Beckenböden dürften sich seit der Zeit kaum verändert haben. ;)
Daher der Tipp: Vorallem auf die Atemangaben achten.

Jeannie: Und sie sagt sicher dazu: Ausatmen!

Bearbeitet von dahlie am 18.01.2017 12:01:40


Zitat (dahlie @ 18.01.2017 12:00:35)
Jeannie: Und sie sagt sicher dazu: Ausatmen!

Natürlich. :blumen:
Das hatte ich als Grundsatz vorausgesetzt: Bei jeder Anspannung ausatmen, bei Entspannung einatmen. :)

Klar, jemand der sich auskennt, weiß das... :blumen:
Ich habe damals aber gerade beim Thema Beckenbodentraining öfter in Diskussionen erlebt, dass dieser Punkt nicht beachtet wird - und man/frau sich wunderte, weil der Erfolg ausblieb. :ph34r:


Zitat (Jeannie @ 18.01.2017 12:08:07)
Das hatte ich als Grundsatz vorausgesetzt: Bei jeder Anspannung ausatmen, bei Entspannung einatmen. :)

Ist es nicht umgekehrt? Beim Einatmen anspannen und beim Ausatmen entspannen? ;)

Das ist gerade das Tückische beim Beckenbodentraining: du kannst "den Nabel zur Wirbelsäule einziehen" und ähnliche Übungen nur richtig ausüben, wenn du dabei ausatmest.
Probiers mal aus - du merkst den Unterschied.
Gerade aus dem Grund werden da oft Fehler gemacht.


Zitat (Jeannie @ 18.01.2017 11:27:03)
Gut für den Beckenboden sind auf jeden Fall Pilates.
Unsere Trainerin beginnt fast jede Übung mit den Worten: Wir ziehen den Bauchnabel bis zur Wirbelsäule... ;)

Genau, das haben wir damals in der Kur gemacht...( schon wieder zwei Jahre her, ich könnte ja mal wieder... :D )

Wir haben dann immer "angespannt, gehalten und losgelassen"... Das kann man immer und überall machen...

Das mit dem Atmen wusste ich auch noch nicht. Es ist gar nicht so einfach, automatisch atmet man beim Einziehen auch ein, also braucht es sehr viel Übung das umgekehrt zu machen.

Hab es gerade mal probiert.


Zitat (JUKA @ 18.01.2017 20:38:34)
Es ist gar nicht so einfach, automatisch atmet man beim Einziehen auch ein, also braucht es sehr viel Übung das umgekehrt zu machen.

Aber wenn du beim Einziehen einatmest braucht die Luft doch so viel Platz, dass dein Nabel gar nicht bis zur Wirbelsäule kommt. :D

Zitat (JUKA @ 18.01.2017 20:38:34)
Das mit dem Atmen wusste ich auch noch nicht. Es ist gar nicht so einfach, automatisch atmet man beim Einziehen auch ein, also braucht es sehr viel Übung das umgekehrt zu machen.

Hab es gerade mal probiert.

Du must dir vorstellen, beim Einatmen wölbt sich das Zwerchfell nach unten (laienhaft ausgedrückt..) umn den Lungen viel Platz zum Luftholen zu lassen. Dadurch wird notgedrungen der Platz im Bauchraum eng. Da kommt der "Nabel" (also der Beckenboden) einfach nicht dagegen an.

Beim Ausatmen wölbt sich das Zwechfell nach oben um das Ausatmen zu unterstützen - und im Bauchraum ist mehr Platz. :D

Das was ihr schreibt, Jeannie und dahlie habe ich schon bemerkt. Ich müsste sowieso ganz allgemein etwas für meine Atemtechnik machen da ich oft verkehrt atme. Habe heute damit angefangen und ich hoffe ich halte durch. :D


Zitat (JUKA @ 18.01.2017 23:34:03)
Ich müsste sowieso ganz allgemein etwas für meine Atemtechnik machen da ich oft verkehrt atme. Habe heute damit angefangen und ich hoffe ich halte durch. :D

Immer dran denken: Doppelt so lange aus- wie einatmen.*
Bauch einziehen, dann von unten nach oben ausatmen: Rippenbögen, Brustkorb, Bronchien...
Erst wenn gefühlt alles raus ist (und da ist eine Menge drin!), wieder tief einatmen.

Mitzählen kann auch helfen.
ausatmen: eins, zwei, drei, vier - einatmen: eins, zwei (oder nach pers. Empfinden jedes andere 1 : 2-Verhältnis).

*Merksatz meiner Physia: In ein volles Gefäß kannst du nichts mehr einfüllen. :)

Danke Jeannie, hab es mir mal aufgeschrieben, sonst vergesse ich das noch.


Zitat (Jeannie @ 19.01.2017 07:56:44)
ausatmen:  eins, zwei, drei, vier  -  einatmen: eins, zwei  (oder nach pers. Empfinden jedes andere 1 : 2-Verhältnis).


Sorry, ich war wohl noch nicht ganz wach. *schäm*

Muss natürlich umgekehrt heißen: 2 : 1-Verhältnis.

Zitat (Jeannie @ 19.01.2017 16:16:29)
Sorry, ich war wohl noch nicht ganz wach. *schäm*

Muss natürlich umgekehrt heißen: 2 : 1-Verhältnis.

Ist mir aufgefallen, habe aber schon gedacht, dass du das anders rum meinst. :D
Also kein Problem. :blumen:

Zitat (Jeannie @ 19.01.2017 07:56:44)
Immer dran denken: Doppelt so lange aus- wie einatmen.*
Bauch einziehen, dann von unten nach oben ausatmen: Rippenbögen, Brustkorb, Bronchien...
Erst wenn gefühlt alles raus ist (und da ist eine Menge drin!), wieder tief einatmen.
Hab mir das auch so angeeignet und mache das jeden Abend vor dem schlafengehen .... nach spätestens 5, 6x bin ich (oft) schon "weggetreten" :hihi:

Optimale Sportart für Beckenboden ist Bauchtanz. Hab aber keine Ahnung ob´s das auch für die Wii gibt..... :rolleyes:


Interessanter Ansatz! :blumen:


Schau mal auf folgende Seite: www.lights-by-tena.de. Sehr informativ!

Bearbeitet von svalamama am 23.01.2017 06:29:13


Informiere dich mal über Kegelübungen. Diese haben genau dieses eine Ziel: den Beckenboden stärken.

Oft werden die Übungen als Vorbereitung auf sexuelle Tätigkeiten verwendet, aber das ist dir überlassen, ob dich das (auch) interessiert oder nicht.


Bei Beckenboden Trainingskursen wird das schon mal angesprochen: Dass diese Übungen auch erotische Gefühle wecken können - als angenehmer Beifang, nenne ich es mal. :D