Kraut oder Unkraut: Unbekannte Pflanze


Ein freundliches Hallo von einer Neuen hier.
Leider habe ich hier nichts gefunden, wo ich mich vorstellen kann.
Ich hoffe, dass ich jetzt nichts falsch mache, wenn ich mit der Tür ins Haus falle und gleich eine Frage stelle.
Bei mir wachsen unter einem Baum Pflanzen, die ich nicht gesät habe. An dieser Stelle hing ein Maisenknödel, der wohl die Samen verloren hat.
Kennt hier jemand diese Pflanzen und kann mit sagen, ob ich sie wachsen lassen kann oder ob ich sie besser entfernen soll.
Habe auch keine Möglichkeit gefunden hier ein Foto hochzuladen, deshalb habe ich die Pflanze als Profilbild
geladen.
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße Ulrike

Bearbeitet von 2er Set am 02.05.2017 20:12:02


Willkommen hier! :blumen:
Schlaue Idee, mit dem Profilbild,
Hier im Forum kann man keine Fotos einstellen (hat schon seinen geschichtlichen Grund), und links zu Bildern die z.B. bei PickUpload geladen wurden erst nach 20 Beiträgen.

Das wars leider auch schon; ich kenne die Pflanze nicht. Kann durchaus sein, dass sie aus einem SAmen vom Meisenknödel stammt.
Nicht verzagen, es gibt hier andere die bestimmt fitter sind im Pflanzen bestimmen als ich. :D


Hi, aber trotzdem , vielen Dank für die Antwort. So lerne ich schon mal ein wenig wie es hier so läuft. :D


2er Set, ich habe auch keine Ahnung, aber guck mal hier: Pflanzenbestimmung. Vielleicht hilft Dir die Seite weiter.

Vielleicht wartest Du auch erst mal ab, ob sich Blüten zeigen. :)

Bearbeitet von viertelvorsieben am 02.05.2017 22:10:04


Herzlich Willkommen bei FM 2er Set :blumen:

Ich dachte zuerst: sieht aus wie Kartoffelblätter :rolleyes: Aber, auf der schlauen Seite von viertelvorsieben wirst du eventuell fündig.

Weiterhin viel Spaß im Forum :)


Moin 2er Set,

erstmal willkommen bei den Muttis. Das ist ja ganz schön pfiffig, das Anschauungsmaterial einfach ins Profilbild zu packen. :daumenhoch:

Schau mal bitte hier, das könnte es vielleicht sein: https://de.wikipedia.org/wiki/Veilchen

Grüßle,

Egeria


Hallo Engeria, nein, Veilchen sind zwar ähnlich, meine Blätter sind viel größer.
Es muss eine Futterpflanze sein, die Saaten produziert. Ich lass sie mal wachsen, wenn ich Glück habe blühen sie ja schön in meinem Vorgarten. :P


Moin 2er Set,

hm, die Blätter erinnerten mich schon sehr an die Hundsveilchen, die in meiner Mama Garten wuchsen. Da versteckte meine Mama zu Ostern immer Einiges an Naschwerk in den Blättern, das versank ziemlich vollständig darin :pfeifen:

Nun ja, wenn die Blätter erheblich größer sind und es Deiner Ansicht nach eine Nutzpflanze sein könnte, dann könnte es auch Rhabarber sein.

Ich hätte da eine andere Idee für Dich: Könntest Du bitte zum Bild noch einen Maßstab hinzufügen? Also entweder eine Münze, deren Größe bekannt ist oder ein gut ablesbares Lineal oder Ähnliches? Das würde die Bestimmung durchaus erleichtern. ;)

Noch ein Querdenker-Ansatz: Du weißt nicht zufällig, welche Körner so für gewöhnlich in einem Meisenknödel verarbeitet werden? Dann könntest Du die Suche schonmal filtermäßig eingrenzen. ;)

Kleine Anekdote am Rande: In meiner Mama Garten wuchs auch manche Pflanze wild. Eines schönen Tages reckte da eine Hanfpflanze ihre Blätter in den Himmel. Sie war ziemlich eindeutig zu bestimmen. Und sie wuchs direkt unter einem Vogelfutterhäuschen :pfeifen:

Grüßle,

Egeria

Bearbeitet von Egeria am 03.05.2017 10:15:06


Ich würde auf eine Variante der Minze tippen. Reibe mal ein Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger und rieche dann. Wenn es Minze ist, ist der Geruch eindeutig.
Allerdings wird der Meisenknödel nicht die Ursache sein.


Hallo, 2er Set,

bei der von Dir erfragten Pflanze könnte es sich um Gundermann oder auch Ampfer handeln.

Beide Gewächse gelten als Unkräuter und wenn ein Bauer z. B. Ampfer auf einer seiner Wiesen hat, wird keine seiner Kühe dort mehr fressen wollen, weil die Wurzeln insbesondere, aber auch das Kraut selbst sehr bitter schmecken und das mögen die Kühe ja mal so gar nicht.
Es hilft nur sehr tiefes Ausstechen der Pflanzen, um diese auf Dauer loszuwerden, ggfs. muß man das Ausstechen auch mehrmals wiederholen.

Es könnte sich aber auch um Gundermann handeln. Auch dieser läßt sich nur durch häufiges Jäten entfernen. Und schöne Blümchen ergeben diese beiden Pflanzen mit Sicherheit nicht, so daß man überlegen könnte, sie doch wachsen zu lassen.

Laß Dich zur Not in einem Gartencenter/Gartenbetrieb beraten, was Du sonst noch gegen das Kraut unternehmen kannst.


Deine Pflanze kenne ich nicht, aber ich wüßte nicht, dass sowas bei mir mal aus einem Meisenknödel gewachsen wäre. Ich denke eher, das wurde anderweitig gesät.

Erfahrungsgemäß wächst das, was von einem Meisenknödel heruntergefallen ist, viel zu dicht, als dass es was wird.
Letztes Jahr wuchs unter meinem ein kleines Sonnenblumenbeet, aber wenn man die Pflänzchen nicht umsiedelt und ihnen den Platz gibt, den sie brauchen, wird daraus nicht viel.

Bearbeitet von Schelmin am 03.05.2017 13:30:15


Hallo,
auf dem Foto ist die Pflanze / das "Wildkraut" nicht gut zu erkennen; aber es könnten:
Wildveilchen, Brunnenkresse, oder was ich eher glaube, "Vogelmiere" ("Gundermann") sein.
Schau doch mal bei GOOGLE unter "Stellaria" nach, da kannst du die Pflanze vielleicht identifizieren.
Sollte es "Gundermann" sein, kannst du ihn entweder bekämpfen mit auszupfen, dann abdecken mit Folie und Mulch. ......
oder akzeptieren und als Wildgemüse verwenden. Er hat viel Vitamin C und kann zum Salat
"geschnippelt" werden;
allerdings ist er auch sehr gesund für SITTICHE.
Viel Spaß
Jutta-Arlett


Habe ihn auch tonnenweise im Garten: Den Gundermann, gut im Salat und vitaminreich


Gundermann wächst bei uns auch überall - aber der hat auch keine größeren Blätter als Veilchen und sieht auch nicht so glatt aus, wie die auf dem kleinen Foto scheinen.
Mein Verdacht rein von der Form her wäre Scharbockskraut. Das hat sich bei mir auch niedergelassen seit 2 Jahren und blüht dann vermutlich bei dir im nächsten Frühjahr.
Auch Gemswurz hat ganz ähnliche Blätter, die sind durchaus größer als Veilchenblätter, aber idR auf längeren Stängeln, wobei sie im Keimjahr auch knapp über dem Boden wachsen.
Bei dieser Blattform würde ich sie einfach mal stehen lassen und warten. Gundermann erkennt man ja dann flott, da er unangenehmerweise sehr zum Wuchern neigt und wie Hahnenfuß lange Ketten bilden kann.
Am besten: schreib mal fleißig 20 Beiträge und dann lade größere Fotos hoch - wir kommen der Sache sicher auf die Spur ;)


Ich tippe auf Scharbockskraut, geh mal suchen, das ist ein sehr wertvoller Begleiter im Frühjahr (vor der Blüte!)


Das Kraut ist entweder Gundermann oder Knoblauchrauke.
Leider kann ich die Größe nicht erkennen.
Gundermann müßte jetzt mit blauen Blüten blühen, die Ranke steht aufrecht. Nach der Blüte kriecht sie am Boden entlang. Die Blätter sind ca. 2 cm breit.
Die Blätter der Knoblauchrauke sind viel größer als die von Gundermann, ab 5 cm, etwas heller und zarter. Im April erheben sich die Blütenstengel mit weißen Blüten über die Grundblätter, die Blätter an dem Blütenstengel laufen unten spitz zu. Charakteristisch ist der zarte Knoblauchgeruch und -geschmack (reiben und riechen, essen).
Minze, Brunnenkresse oder Vogelmiere ist es garantiert nicht!
Scharbockskraut vieleicht - Blätter ebenfalls klein, die gelben Blüten sind schon vorbei, im Sommer verschwinden die oberen Pflanzenteile bis zum Frühjahr.


Zitat (Elisabeth Jenders @ 08.05.2017 00:33:31)
Das Kraut ist entweder Gundermann oder Knoblauchrauke.

Es ist weder das eine noch das andere. Ich kenne beide Kräuter gut.

Die abgebildeten Blätter stammen zweifelsfrei vom Scharbockskraut. Diese Pflanze ist auf einer Fläche von ca. 3 m2 unter einem großen Nussbaum bei mir daheim einige Jahre schon heimisch. Es blüht im April schön gelb und zieht später wieder ein. Im Internet sind die Bilder zu sehen.
schöne Grüße.


Hallo 2er Set,
ich schließe mich Helmut an es ist eindeutig Scharbockskraut
Die Pflanze ist allerdings nicht nur Unkraut sondern auch Heilkraut.
Der Name Scharbockskraut leitet sich von SCHARBOCK - SCORBUT ab.
Die Pflanze enthält relativ viel Vitamin C.
Allerdings sollte man die Blätter nur vor der Blüte ernten, Sobald sie blühen enthalten sie PROTOANEMONIN welches zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen kann.

Sie schmecken frisch, leicht scharf und passen gut in einen Wildkräutersalat, als Zugabe zu einem Topfen - Kräuter Aufstrich und auch in ein Wildkräuterpesto.

Da sie sich durch Brutknoten(Bulbillen) vermehrt - diese liegen knapp unter der Oberfläche in den Blattachsen
diese Knötchen fallen ab (im Mai) und so vermehrt sich die Pflanze relativ schnell und vor allem sehr großflächig.

Falls jemand hier dabei ist der sich für Heil bzw. Wildkräuter interessiert anbei eigne Infos, zum Scharbockskraut.


Steckbrief

Heilwirkung:
Nicht überdosieren!,
Frühjahrsmüdigkeit,
Vitamin C Mangel,
Hautunreinheiten,
Hämorrhoiden (Sitzbad),
Warzen,
blutreinigend
wissenschaftlicher Name:
Ranunculus ficaria
Pflanzenfamilie:
Hahnenfussgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Pileworth
volkstümliche Namen:
Butterblume, Feigwurz, Fiegwurz, Frühlingssalat, Frühsalat, Gichtblatt
falsche Schreibweisen:
Schabockskraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Brutknospen, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Anemonin, Protoanemonin, Saponine, Gerbstoff
Sammelzeit:
Frühling: März bis April


Anwendung:


Frische Blätter
Scharbockskraut-Blätter können im Wildpflanzensalat in kleinen Mengen gegessen werden.
Da sie viel Vitamin-C enthalten, helfen sie gegen Vitamin-C Mangelerscheinungen und Frühjahrsmüdigkeit.

Der Geschmack der Blätter ist würzig, scharf und etwas herb, was sie zu einer guten Würze im Wilkräutersalat macht.

Man kann die kleingehackten Blätter auch auf Brot oder im Kräuterquark verwenden.

Getrocknete Blätter:

Aus getrockneten Scharbockskraut-Blättern kann man einen Tee kochen, der innerlich eingenommen gegen Hautleiden, u.a. Hautunreinheiten hilft.
Zusätzlich kann man diesen Tee für Waschungen verwenden.

Als Sitzbad kann Scharbockskraut-Tee gegen Hämorrhoiden helfen.

Bei getrockneten Blättern sind die giftigen Wirkstoffe abgebaut.

Wurzelknollen;

Da die Wurzelknollen ähnlich wie Feigwarzen aussehen, wurden sie traditionell gegen Warzen verwendet.
Der scharfe Saft der Wurzelknollen kann Warzen tatsächlich quasi wegätzen.

Blütenknospen:

Die Knospen der Blüten kann man ernten und in Essig einlegen.

Man kann sie als Ersatz für Kapern verwenden.

Brutknospen:

Die Brutknospen, die aufgrund ihres Aussehens auch Himmelsgerste, himmlisches Manna oder Himmelsbrot genannt werden, hat man früher in schlechten Zeiten zusammen mit den Wurzelknollen getrocknet und zu Mehl vermahlen.


Quelle: http://www.heilkraeuter.de/lexikon/scharbockskraut.htm
Bitte bei copy & paste an die Quellenangabe denken!
W.


Bearbeitet von Wecker am 09.05.2017 13:57:53


Zitat (mangotango @ 09.05.2017 13:34:59)
Falls jemand hier dabei ist der sich für Heil bzw. Wildkräuter interessiert anbei eigne Infos, zum Scharbockskraut.

kleiner Tipp: eine Quellenangabe, wo Du das per cut & paste hier reinkopiert hast, wäre sehr wünschenswert :pfeifen:

Habe die Quelle mal hinzugefügt. B)


Zitat ( @ 09.05.2017 14:00:18)
Habe die Quelle mal hinzugefügt. B)

:blumenstrauss: zu gütig heute :grinsen:

Zitat (Binefant @ 09.05.2017 14:37:08)
:blumenstrauss: zu gütig heute :grinsen:

Aber sowas von :grinsen:

Und clever - hoffentlich nicht nur heute :P - ich hätte nicht mal die Quelle gefunden.... :ph34r:


Ich bemühe mich täglich :grinsen: Ich hab nur "Steckbrief" und den Namen des Krauts eingegeben, mehr nicht. Das hättest du gefunden :blumen:

Bearbeitet von Wecker am 09.05.2017 16:15:50