Unkräuter entsorgen

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Auch wenn es jetzt nicht die richtige Jahreszeit ist, der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm die nächste Gartensaison.
Bei uns fallen dann regelmäßig unglaubliche Mengen an Unkraut an. Wenn die dann gejätet sind, stellt sich stets die Frage: Wohin damit. Hat da jemand den klugen Tipp?

Um Missverständnissen vorzubeugen, es handelt sich nicht um ein oder zwei Eimerchen, sondern um wirkliche Mengen. Das sind oft mehrere Schubkarren hoch voll.

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Auf einen Anhänger packen und ab zum Recyclinghof. Dort kann man auch Grünschnitt gegen Gebühr abgeben.


Ich habe jetzt nicht solche großen Mengen, aber ich mache meist nicht alles auf einmal weg, sodass ich es etappenweise in der Biotonne entsorgen kann.
Die wird von den Nachbarn ohnehin nicht so stark genutzt, sodass man am Abend vor der nächsten Leerung mal schauen kann, wie viel Platz noch ist und dann gibt man wieder einen Teil rein.


Wie wär's mit einem Feuerchen?


Wenn der Recyclinghof zu weit weg ist, wäre zu überlegen, ob die Unkräuter vielleicht wertvolle Hühnernahrung oder andere Tiernahrung sein könnten.
Bin aber in der Richtung kein Experte.

Ein Gartennachbar von meinem Vater hatte eine große Tonne, wo er das Unkraut einfüllte und an die sonnigste Stelle des Grundstücks stellte.
Im Sommer hat das Zeugs bestimmt bald gekocht, so dass alle Teile, die für Vermehrung hätten sorgen können, hinüber waren.
Bin gespannt, was es sonst noch so für Ideen gibt.


Zuerst wird die Bio Tonne gefüllt und dann kommt evtl. Mehr in einen "Gartensack" oder auch mehrere und ab in den Recyclinghof. Hier in KS kostenlos.
Auf jeden Fall nicht auf den KOmpost. Es gibt Unkrautsamen, die überleben bis zu 60 Jahre. Das muss nicht sein.


Feuerchen? - Da kommt oft in Nullkommanix ein gestrenger Ordnungshüter und fordert einen Obulus. :(
Das ist nämlich in dieser Ecke unseres Planeten verboten. :ph34r:


Vielen Dank für eure Anregungen.

Ich sage dazu auch meine Meinung (völlig wertftei!):

Biotonne: Genau so wie die Samen auf dem Kompost überleben, tun sie es auch in der Biotonne. Wir haben uns vor ein paar Jahren mit Blumenerde Girsch eingeschleppt.
Abgesehen davon gibt es bei uns keine Biotonne.

Recycling-Hof: Die nehmen Grünschnitt an, aber keine Unkräuter. Begründung siehe Biotonne. Außerdem wäre es auf Grund der Entfernung, den Öffnungszeiten und der anfallendenden Menge einfach nicht realisierbar.

Verbrennen: verboten! Außerdem brennt das grüne Zeug nicht.


Zitat (SieErPaar @ 01.01.2018 16:54:01)
Abgesehen davon gibt es bei uns keine Biotonne.

Recycling-Hof: Die nehmen Grünschnitt an, aber keine Unkräuter. Begründung siehe Biotonne. Außerdem wäre es auf Grund der Entfernung, den Öffnungszeiten und der anfallendenden Menge einfach nicht realisierbar.

Dann würde ich an deiner Stelle beim Recycling-Hof anfragen, was du damit machen sollst und wie es korrekt entsorgt wird.

Zitat (SieErPaar @ 01.01.2018 16:54:01)
Außerdem brennt das grüne Zeug nicht.

Ach, man kann es einige Tage trocknen lassen. :ach:

Zitat (zumselchen @ 01.01.2018 16:57:51)
Ach, man kann es einige Tage trocknen lassen. :ach:

Was ist mit Osterfeuer?

@zumselchen und isamama: Nochmal, man darf es nicht verbrennen und außerdem ist das Osterfeuer - wie der Name schon sagt - zu Ostern, also im zeitigen Frühjahr. Die große Masse der Unkräuter fällt von ca. Mai bis Oktober an.
Ich habe übrigens in der Tat bei der Abfallbehörde gefragt, was man mit diesem Zeug machen soll. Antwort: Es handelt sich um Bioabfall, der gemäß der Abfallsatzung des Landkreises eigenständig zu kompostieren ist.


Zitat (ursula @ 01.01.2018 15:53:43)
Zuerst wird die Bio Tonne gefüllt und dann kommt evtl. Mehr in einen "Gartensack" oder auch mehrere und ab in den Recyclinghof. Hier in KS kostenlos.
Auf jeden Fall nicht auf den KOmpost. Es gibt Unkrautsamen, die überleben bis zu 60 Jahre. Das muss nicht sein.

Ich mach's wie Ursula.
Bei uns kann man auch Unkraut kostenlos abliefern, nur keine Küchen -Abfälle, ist auch logisch.

Wie groß ist denn das Grundstück?
Ich gebe das Unkraut in eine nicht benutzte Ecke, gebe noch etwas Erde darauf, damit der Sturm es nicht wegfegt und lasse es dort verrotten.


Ca. 1200 qm Beetfläche für Gemüse; 600 qm für Obstbäume und Obststräucher; außerdem nochmal ca. 800 qm Rasen. Dann noch Vorgarten, Auffahrt etc. mit Blumen und Hecken usw.


Und findest du da nicht eine Stelle, nicht direkt einsehbar, wo du das ablegen kannst? Ich mache das jedemfalls so.

Gut, ist alles etwas größer bei mir, kanpp 7.000 qm, Weinfelder, da muß aber auch mal das Unkraut entfernt werden, Nutzgarten, nicht so viel wie bei euch. Allerdings kein Rasen, aber Blumen, Büsche und Bäume.
Stellen, die einfach dem Wildwuchs überlassen wurde, da alles viel zu viel ist.

Bearbeitet Ihr alles? Das ist dann schon eine Leistung.


Es gibt in der Nähe eine ehemalige Sandgrube. Die wurde in den letzten Jahren so nach und nach aufgefüllt, auch von einem weiteren Nachbarn (dem sie gehört). Jetzt ist sie aber nahezu voll. Wir werden sie zum Ende 2018 mit Erde abdecken.
Danach fehlt mir noch die kluge Idee.


Nun, eine neue kluge Idee habe ich dann auch nicht.

Schick alles doch zu mir, hier ist noch genug Platz :D


Guten Tag lieb Gartenfreunde

Giersch ist kein Unkraut. Giersch ist ein wertvolle Heilpflanze. Sie hilft stark übersäuerten Menschen, dazu gehören Gicht oder Rheumakranke.
Als Gewürzkraut in den Salat oder in die Suppe, macht einen ausgezeichneten petersilienähnlichen Geschmack.
Und:
wenn er exzessiv in Deinem Garten wächst, dann heißt es, dass jemand in seiner Umgebung ihn braucht.............

Der lateinische Name des Giersch ist ein Hinweis auf seine Verwendbarkeit für alle Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

es muss nur sicher sein, dass es auch Giersch ist!!!!!!!!!!!!!! (Doldenblütlerfamilie hat viele giftige Vertreter!!!)
Der sichere Hinweis ist die dreieckige Form des Hauptstängeles wenn Du ihn brichst. Giersch hat die Zahl 3. 3 gefiederte Endblätter, dreieckiger Stängel im Profil!
B)


@Ursiii:

Also einfach wachsen lassen? Wir essen aber auch gerne andere pflanzliche Erzeugnisse; zum Beispiel Kartoffeln oder Erdbeeren. Auch Gurken und Erbsen sind sehr lecker und gesund


Hallo SieErPaar!
Ich hab in etwa den gleichgrossen Garten etc und um das Unkraut gewinnbringend zu verwerten hab ich eine Grube Naehe Ende des letzten Gemuesebeetes (ca. 3 m lang, ca 50-60cm tief, 50-60cm breit) ausgehoben.
Als erstes kam rein eine Schicht Aeste, Zweige, auch groessere Holzteile von einem geknickten Baum. WICHTIG als Erstes! Sogar der zerkleinerte Weihnachtsbaum kommt rein!
Dann Unkraut, wieder Zweige, wieder Unkraut und auch Grasschnitt und Blaetter usw usf. Bis die Grube einem 40-50cm hohen Huegel gleicht. Von der ausgehobenen Erde auch immer wieder paar Schaufeln rein und dann als letztes eine Schicht Erde oder Mulch drauf, damit es netter aussieht.

Vor der letzten Schicht Erde/Mulch ist von grossem Vorteil NASSES Zeitungspapier ueberlappend auszulegen! mind. 4- schichtig!
Mit dem Schlauch oder Giesskanne einfach drueber.

Der Huegel sinkt mit der Zeit, entweder stets auffuellen nach gleichem System oder nach 1-2 Jahren ergibt sich ein neues Gemuesebeet, das kaum gewaessert werden muss noch Zusaetze braucht.
Einfach immer genuegend Zweige dazwischen! Es scheint als ob das Unkraut das Holz regelrecht hasst ;)

Ich habe grossen Erfolg damit! Und das wuensch ich euch auch, also Aermel hochgekrempelt....

Gruene Gruesse aus Kanada!

Bearbeitet von Maxxi am 08.01.2018 03:02:10


Hallo Maxxi,

eine ziemlich coole Idee. Kann ich mir sogar gut vorstellen.

Eine Frage: Funktioniert das auch mit Problemunkräutern, wie Ackerschachtelhalm und Giersch (ja, ich weiß!)? Oder holt man sich dann die Hölle aufs Gehöft?


Hallo!

Betr. Ackerschachtelhalm:

Wachsen aus Rhizome, weisse Wurzeln die sich in der Erde vermehren und staendig neue Triebe produzieren.
dh einzige Loesung tief mit der Grabgabel (NICHT Schaufel !!) das weisse Wurzelwerk ausgraben und jedes kleinste Stueck mit der Hand in der Erde rauspicken, sonst waechst es nach! Ja, harte Arbeit, aber lohnt!
Ich lass sie flach ausgelegt total austrocknen und dann auch ab in die vorher erwaehnte "Grube". Der verwelkte gruene Teil wird braun, die Wurzeln sind tot, ist aber gute Nahrung fuer die Grube, wo ja spaeter ein neues Beet entsteht.

Allerdings ernte ich viele von den gruenen "Wedeln" (ohne Wurzel) und fuelle damit einige Kuebel 3/4 hoch, mit Wasser ganz auffuellen und 1-2 Wochen stehen lassen. Groessere Teile rausfischen (in die Grube oder auf den Komposthaufen!), damit nicht spaeter die Giesskanne verstopft. Danach von der Bruehe ca. 15-20 % in die Giesskanne und mit Wasser auffuellen. Beste Nahrung fuer Blumen UND Gemuese !

Dasselbe gilt fuer Brennesseln (ohne Samenstaende und Wurzeln)). Auch erst das Prozedere in Wasserkuebeln, dann allerdings nur 10% davon in die Giesskanne. Stinkt grauenhaft, aber ich uebergiesse anfaellige Blumenstauden gegen Laeuse, killt alle ohne den Blumen zu schaden, zugleich auch Nahrung fuer den Boden.

Aber hier sammle ich meist die Blaetter zum Kochen oder trocknen fuer Tee, gemixt mit Minze, sonst zu bitter aber sehr gesund! Falls Fragen bitte nur zu!

Betr. Giersch:
Bin ich verschont von. Aber denke gilt dasselbe wie bei Ackerschachtelhalm was ich so darueber gelesen habe.
Wollte dir den Link senden, klappte nicht.
Liebe Gruesse!


Hallo Maxxi,

was du in deinem ersten Beitrag schreibst hört sich interessant an. Ich habe in einem Gartenstück eine Ecke, an drei Seiten Mauer, nach vorne frei, da werde ich das mal anlegen.
Ganz sicher kann man dafür auch den Schnitt von den Weinranken nehmen, da fällt immer soviel an. Gesammelte Ästchen und kleine Zweige liegen auch gestapelt hier rum. Muß dann alles mal da runter tragen.


Hallo JUKA,
Freut mich, dass dir mein Beitrag gefiel, danke!
Wenn du an die Arbeit gehst denk dran dass die Grube schon ca. 50cm tief sein muss. Und falls du Gelegenheit hast fuer einen Waldspaziergang sammle auch etwas dickere Aeste, je mehr Holz zwischen dem Unkraut je besser! Oder vielleicht ein Nachbar ist froh, Holzschnitt loszuwerden ;)

Klar auch die Weinreben koennen rein, wuerde sie mit der Gartenschere etwas verkleinern, je nachdem wie lang sie sind.
Was nicht in die Grube sollte sind Blumenkoepfe die kurz vor dem Aussamen sind. aber alles was gruen ist (oder verwelkte Blaetter und Stengel) kann rein.
Aber vielleicht sammelst du Samen und das Problem ist geloest?

Gutes Gelingen!


OK, da muß dann mein Mann ran. :D Das mit den dickeren Ästen wird auch klappen.

Wenn bei mir etwas blüht, egal ob Salat (wenn wir mal nicht alles essen können), oder Blumen, auch Basilikum usw., lasse ich die Samen fallen und irgendwann wächst es neu. Ich habe ein Gartenstück, da wächst alles durcheinander, finde ich ganz interessant.

Blühendes Unkraut wird an einer Stelle extra gelagert und bedeckt, wie ich schon schrieb. Ist ja genügend Platz vorhanden.


Ich halte es genau so und lasse viele Samen fallen, sei's Gemuese- oder Blumensamen und liebe die interessante Vielfalt, die daraus entsteht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich dadurch auch viel weniger Unkraut breit macht. Und fuer Bienen ist es das Paradies!
Auch lass ich oefters ein unbekanntes Unkraut stehen und zu meiner Freude entpuppt es sich dann als tolle Wildblume.

Uebrigens, Ich werfe auch laestige Unkraeuter (wie du .... Kuebelweise, da auch sehr grosses Landstueck) in die Grube, bevor sie verblueht sind. Und wenn dann doch, dann kommt viel Holziges drueber und Grasschnitt. Durch die entstehende Waerme/Hitze in der Grube sterben die Samen ab.

Dieses Jahr ist bei mir wohl eine zweite lange Grube faellig!


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