Baugenossenschaft(en): gut oder schlecht?


Hallo zusammen!

Ich hab es ja endlich geschafft, meine seit langem gewünschte WG zusammenzustellen.
Insgesamt sind wir 5 und nun auf der Suche nach ner Wohnung.
Gestern erzählte uns ein Alt68er-Makler, dass sei juristisch gaaaaanz schwierig heutzutage an WGs zu vermieten, aber der hat wohl übertrieben. :hmm:

Auf jeden Fall wollen wir uns mal nun bei so einer Baugenossenschaft (oder mehreren) eintragen, da ist die Miete ja nicht so hoch und man muss nur Genossenschaftsanteile zahlen, statt Kaution.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit solchen Genossenschaften gemacht?
Es hört sich ja alles ganz gut an, aber ich bin skeptisch, irgendwo ist doch bestimmt ein Haken. :hmm:

Wäre dankbar für ein paar Perlen aus einem reichen Erfahrungsschatz! :)

JA

Bearbeitet von Jinx Augusta am 05.04.2006 17:42:28


Als WG, die ja sicher nicht das ewige Leben haben soll, würde ich mich nicht für eine Wohnungsgenossenschaft entscheiden.

1. muss oft mehr Genossenschaftsanteil gezahlt werden als die 2 Kaltmieten. Die GA unterliegen nicht dem Miet- sondern dem Genossenschaftsrecht und werden von der Gesellschafterversammlung bzw. dem Vorstand festgelegt.

2. Die GA sind Geldmittel, mit denen die Genossenschaft arbeitet. D.h. zum Einen, dass nur der eingezahlte Betrag zurückgezahlt wird, ohne Zinsen, und zum Anderen, dass es nur nach Ende des Geschäftsjahres passiert und auch nur dann, wenn die finanzielle Lage der Genossenschaft es zulässt.

Fazit: Es dauert lange, bis du dein Geld wiederbekommst und alles ohne Zinsen, zu denen der Vermieter bei Mietkautionen sonst ja verpflichtet ist. Und das Risiko, dass du leer ausgehst, weil die Genossenschaft Probleme hat, bleibt, auch wenn es verhältnismäßig gering ist.

Und: Lass dir von nem Makler keine Angst machen, auch Alt68er haben begriffen, wie lieblich das Klimpern von Geldstücken in den Ohren klingt, der hat doch nur Angst, dass du es selber schaffst und er nix verdient... :pfeifen:

Bearbeitet von SCHNAUF am 06.04.2006 08:11:17


Außerdem weiß ich nicht, wo bei einer WG das juristische Problem ist.

Die meisten WGs die ich kenne, haben einen oder zwei Hauptmieter und der Rest sind deren Untermieter.

Das muß natürlich vorher geklärt werden.
Man kann ja nicht "erstmal" einen anmelden und dann mit 5en einziehen.

Bearbeitet von Jaxon am 06.04.2006 08:29:13



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