Petroleumofen in der Wohnung und der Geruch

In: Wohnen
Hallo zusammen,

aufgrund der aktuellen Lage haben wir uns einen Petroleumofen beschafft und diesen nun an mehreren Tagen im Wohnzimmer in Betrieb genommen. Im Betrieb ist stets ein Fenster gekippt und es wird durch den Ofen tatsächlich angenehm warm. Allerdings ist die Geruchsbelastung trotz dem geöffneten Fenster schon sehr penetrant und wir haben nun versucht, mit häufigem Stoßlüften am Tag und mit Duftkerzen entgegenzuwirken. Es hilft nur leider insgesamt nicht so gut, der leicht beißende Grundgeruch bleibt einfach. Bei der Vorstellung, dass das den Winter über permanent so bleibt, wird uns vom Gedanken daran schon schlecht.

Hat jemand vllt. einen guten Tipp, was gegen den Geruch am besten helfen könnte?
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Interessant, ich hätte mir den Betrieb viel teurer vorgestellt. Ein Aspekt ist vielleicht noch die Strahlungswärme: ähnlich wie bei einem (gefährlichen) Teelichtofen ist der Infrarot-Anteil der abgestrahlten Energie wohl viel größer als bei einer normalen oder besonders Fußbodenheizung. Damit ist die "gefühlte" Wärme deutlich größer als die gemessene Temperatur.
Ähnlich wäre eine Infrarot-Elektroheizung; die sollte bei ordentlicher Leistung aber vom Elektriker montiert werden. Es scheint auch einige unseriöse Firmen zu geben, die mit der aktuellen Lage Geschäfte machen.
Zum Geruch: Suche nach "Petroleumofen Geruch" liefert z.B. dies hier
Die Dinger scheinen vor allem beim Aufheizen und Ausmachen zu müffeln, im laufenden Betrieb weniger. Auch die Petroleum-Art (hochgereinigt) spielt wohl eine Rolle.

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Zitat (noreg, 23.11.2022)
Hat jemand vllt. einen guten Tipp, was gegen den Geruch am besten helfen könnte?

Petroleum riecht eben so. Der Geruch lässt sich nicht übertönen.
Das mit der Grund sein, weshalb diese Öfen und Lampen fast vollständig verschwunden sind.

Und aufgrund der 'aktuellen Lage' jetzt wieder einen alten fossilen Brennstoff zu nutzen und dabei auch noch ständig die Fenster auf Kipp zu stellen, ist wohl recht kontraproduktiv.

Sorry :gnade:
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Hallo DWL,

vielen Dank für die Zeit, die du dir für das Schreiben deiner Antwort genommen hast.

Heizöl und Gas sind ebenfalls fossile Brennstoffe, nur "aktuell" ungleich teurer. Zudem dient der Ofen auch als Notlösung für einen eventuellen Ausfall der regulären Heizung und wurde auch deshalb aktuell mal ein paar Tage ausprobiert. Die Geruchsentwicklung hatten wir schlichtweg nicht bedacht und daher nun eben die Frage gestellt, ob jemand - vielleicht aufgrund einer ähnlichen Erfahrung - einen guten Tipp hat. Die Fenster sind übrigens auch deshalb - während des Betriebs des Ofens - gekippt, weil die Verwendung in Innenräumen die Gefahr einer CO-Vergiftung birgt und für Frischluftzufuhr gesorgt werden sollte. Die reguläre Heizung ist über eine Smart-Home Lösung gesteuert und geht daher aus, wenn das Fenster gekippt ist. Und dennoch wird es recht schnell angenehm warm mit dem Petroleumofen.

Das hat aber nichts mit der eigentlichen Frage zu tun, die hier von uns gestellt wurde.

Der Hintergrund ist vielmehr, eine Lösung zu finden, bevor sich der Geruch in Möbeln, Polstern oder der Tapete festsetzt, wenn man den Ofen über längere Zeit nutzt oder nutzen muss. Die Befürchtung ist, dass das ebenso wie beim Rauchen in der Wohnung einfach nicht mehr ohne Weiteres rausgeht. Möglicherweise sind die Partikel der Petroleum-Verbrennung ähnlich wie beim Zigarettenrauchen, daher versuchen wir es jetzt mit einem Luftreiniger, der auch Rauchgeruch aufnehmen soll.
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Gegen den ätzenden Petroleum Gestank kannst du nichts machen.
Ewig Lüften verursacht doch auch hohe Kosten, selbst wenn du mit Petroleum heizt
Versuch doch mal deine normale Heizung ein bisschen runterzudrehen, zieh einen Wollpullover an und nimm eine
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Zitat (noreg, 23.11.2022)
Heizöl und Gas sind ebenfalls fossile Brennstoffe, nur "aktuell" ungleich teurer.

Nach meiner Recherche liegt der Preis von Petroleum als Energieträger aktuell bei ca. 33 ct/kWh.
Das ist in etwa so teuer, als wenn ich mit elektrischer Energie heizen würde.
Hast du dich vielleicht verrechnet? -_-

Mir wäre so ein Petroleumöfen schon wegen der Gefahr einer CO-Vergiftung zu riskant. Ich fürchte, den Winter über wird man gehäuft über Tote mit Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung in der Presse lesen. :(
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Wie bereits erwähnt versuchen jetzt erst einmal den Luftreiniger, um die hier angefragte Problemstellung anzugehen. Falls es jemanden interessieren sollte, können wir später gerne die Erfahrung teilen. Bitte in diesem Fall einfach kurz einen Vermerk hinterlassen.

Der Reflex, über den Sinn oder Unsinn eines (mglw. polarisierenden) Themas diskutieren zu wollen, ist verständlich; aber ganz ehrlich: Das war schlichtweg nicht die Frage und ganz sicher nicht unsere Intention. Die Informationen "drum herum" wurden einfach nur zur besseren Verständlichkeit des Problems angeführt und um Nachfragen vorzubeugen.

Wenn die Antwort auf die gestellte Frage jedoch einstimmig lautet: "Gegen Petroleumgeruch kann man einfach nichts machen." - können wir das irgendwie noch nachvollziehen, auch ohne ein "weil...". Das ist akzeptiert und wir bedanken uns ganz herzlich für die Information, die uns dann auch weiterhilft.

Zur Kostenfrage vielleicht noch ein Hinweis. Der aktuelle Preis für Petroleum mag je nach georderter Menge oder Gebindegröße umgerechnet ähnliche Kosten verursachen wie der Bezug von Elektrizität. Wie bereits erwähnt dient der Petroleumofen jedoch auch als >Notfalllösung<, falls andere verfügbare (Heiz-)Quellen ausfallen sollten. Zudem liegt alleine bei uns regional der Strompreis derzeit über 40 ct/kWh, von Bekannten wissen wir, dass auch Preise >60 ct nicht unrealistisch sind.

Zur Gefahr von CO: Dafür gibt es CO-Warner in vielen Ausführungen. Zudem lohnt sich ein Blick in die Gebrauchsanweisung des Ofens, welche (hoffentlich) entsprechende Warnungen und Informationen zur sicheren Nutzung beinhaltet.
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Interessant, ich hätte mir den Betrieb viel teurer vorgestellt. Ein Aspekt ist vielleicht noch die Strahlungswärme: ähnlich wie bei einem (gefährlichen) Teelichtofen ist der Infrarot-Anteil der abgestrahlten Energie wohl viel größer als bei einer normalen oder besonders Fußbodenheizung. Damit ist die "gefühlte" Wärme deutlich größer als die gemessene Temperatur.
Ähnlich wäre eine Infrarot-Elektroheizung; die sollte bei ordentlicher Leistung aber vom Elektriker montiert werden. Es scheint auch einige unseriöse Firmen zu geben, die mit der aktuellen Lage Geschäfte machen.
Zum Geruch: Suche nach "Petroleumofen Geruch" liefert z.B. dies hier
Die Dinger scheinen vor allem beim Aufheizen und Ausmachen zu müffeln, im laufenden Betrieb weniger. Auch die Petroleum-Art (hochgereinigt) spielt wohl eine Rolle.

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@chris35: Herzlichen Dank für den Beitrag und den Link - haben wir einfach nicht gefunden. Das hilft uns weiter und wir schauen uns nun einmal andere Sorten an.

Mangels eigener Erfahrungen mit Infrarot-Heizungen können wir dazu leider nichts beitragen. Die Wärmeentwicklung des Ofens ist jedoch bereits nach ca. einer Stunde Betrieb (Raumgröße ca. 24 m³) deutlich spürbar und ausreichend.

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