Wasserflugzeug-Absturz


Viele haben es wohl schon in den Nachrichten gesehen, das bekannte Hamburger Wasserflugzeug mit dem man Rundflüge über Hamburg machen konnte, ist heute Mittag abgestürzt.
Dabei kamen 4 Menschen ums Leben, darunter ein Zwölfjähriger, der den Flug von seinem Vater zu seinem heutigen Geburtstag geschenkt bekommen hat.

Zum Unglück selbst kann man mittlerweile hier eine Menge lesen:
LINK

Ich bin selbst mit diesem Flugzeug mitgeflogen und denke seehr gerne daran zurück - ein tolles Erlebnis, besonders für mich, der ein Faible für alte Flugzeuge und insbesondere Wasserflugzeuge hat.
Es jetzt als Schrotthaufen zu sehen, ist irgendwie irreal.

Die Maschine ist zwar 44 Jahre alt, galt aber als sehr gut gewartet.
Genaugenommen, sind alte Flugzeuge auch nicht "Alt", ziemlich alle Teile dürfen nur eine gewisse Zeit benutzt werden und müssen dann gegen neue Teile ausgetauscht werden.

Der Pilot galt als sehr erfahren, etwa ein halbe Million Flugstunden hat er mittlerweile.
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Als mein Freundin davon heute gegen 12.00 im Internet gelesen hat, wurde sie Leichenblass - sie sagte, unsere besten Freunde wollten heute mit dem Ding fliegen.

Als sie bei denen anrief, waren diese Gott sei Dank da, hatten aber von dem Unglück noch gar nichts gehört! (sie sollten erst am Nachmittag fliegen)

Ich bin total traurig, die Familien tun mir so leid.
Der Vater wird wohl überleben, aber was ist das bitte für eine Last für jemanden?
Obwohl unschuldig, wird er sich doch sein Leben lang Vorwürfe machen - dazu seine Frau die ihr Kind auf so tragische Weise verloren hat.

Einfach Sch§$%%!!

Bearbeitet von Jaxon am 03.07.2006 00:12:13


Ich hab es auch gehört...... :( Mich hat es auch sehr betroffen gemacht. Zumal die Mutter und weitere Angehörige das Unglück ja wohl vom Steg aus beobachtet haben.

Da ich aus Hamburg komme, habe ich auch kurz überlegt, ob es wohl jemand sein könnte, den ich kenne. Kann aber nicht sein.


Zitat (Jaxon @ 02.07.2006 - 23:59:09)
Pilot galt als sehr erfahren, etwa ein halbe Million Flugstunden hat er mittlerweile.

Das kann nicht sein.
... halbe Million Flugkilometer ...
wolltest du wohl schreiben.

Bearbeitet von Ebenholz am 03.07.2006 01:29:14

Um Himmels willen - Furchtbar !!!! -da fehlen einen die Worte !!!!!


Das ist wirklich ein tragisches Unglück. Die Mutter die das mit beobachtet hat tut mir sehr leid und hat wirklich mein ganzes Mitgefühl


Ich hab eine Gaensehaut nach der anderen . Das ist so fuerchterlich :mellow:
Fledi


Yep, Ebenholz, korrekt - hab mich vertan.

Übrigens ist der Pilot über Nacht auch gestorben, womit ja gerechnet wurde.

Ich werde das Flugzeug vermissen.


Zitat (Ebenholz @ 03.07.2006 - 01:28:00)
Das kann nicht sein.
... halbe Million Flugkilometer ...
wolltest du wohl schreiben.

!!glaub aber doch das in flugstunden gerechnet wird!!


der absturz war schon tragisch,mal sehen wie die verantwortlichen aus der affaire ziehen wollen.

Zitat (Küstenfee @ 03.07.2006 - 11:44:12)
!!glaub aber doch das in flugstunden gerechnet wird!!

@ Küstenfee,
mal angenommen, der Pilot flog seit seiner Geburt konstant 12 h pro Tag,
dann ergibt sich sein Lebensalter aus der Zahl seiner Flugstunden zu:

500.000 h / (12 h/Tag) = 41.667 Tag (gerundet auf ganze Zahl)
41.667 Tag / (365 Tag/Jahr) = 114 Jahr (gerundet auf ganze Zahl)

Ich denke beim Lesen immer mit, bei unrealistisch erscheinender Information wird gerechnet oder anderweitig nachgeprüft. Mit 114 Jahren fliegt wohl keiner mehr als Pilot; wobei meine Annahme von 12 h/Tag schon unrealistisch hoch angesetzt ist und das Alter folglich eher noch darüber liegen sollte. :D
Mit einer irgendwie ermittelten Durchschnittsgeschwindigkeit lassen sich Flugkilometer auch in Flugstunden umrechnen. ;)

Aaaalso- die Maschine mag ja alt gewesen sein, aber die Vorschriften bei Flugzeugen sind wesentlich strenger als bei Autos. Die müssen alle soundsoviel Flugstunden gewartet werden. (richtig- Flugstunden, nicht Kilometer oder Meilen).

Eine halbe Million Flugstunden glaub ich allerdings nicht. 500.000 Stunden sind knapp über 57 Jahre! So viele Flugstunden hat nicht mal ein Hundertjähriger, wenn er von Geburt an täglich 12 Stunden in der Luft ist.

Auch Meilen oder Kilometer würde ich nicht glauben, diese kleinen Rutscherl schaffen im Schnitt vielleicht 300 Km pro Stunde, das wären immer noch 19 Jahre Dauerflug oder 38 Jahre lang täglich 12 Stunden. Woher kommt diese Zahl "eine halbe Million"? Vermutlich ein Gerücht...


Also im Artikel von Jaxon's link steht, daß der Pilot über 500.000 Flugkilometer hinter sich hat (und das nicht nur auf diesem einen kleinen Flugzeug), aber ich denke auch, daß die Kilometer / Stunden nicht so wichtig sind, daß man sich jetzt darüber streiten sollte. (meine persönliche Meinung, bitte nicht schlagen :ph34r:)

Ich finde, dieses Unglück ist schrecklich genug, daß man nicht banale Dinge in den Vordergrund stellen sollte.
Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, was in der Mutter vorgehen muß, die das alles mit ansehen mußte und ihren Sohn und vielleicht auch noch ihren Mann verloren hat. So etwas ist einfach grauenhaft und die Bilder wird man so schnell auch nicht mehr los!!

Mein Mitgefühl geht an alle, die von diesem Unglück betroffen sind, egal ob unmittelbar oder nur am Rande. :(


Das ist so schrecklich, da kriegt man wirklich eine Gänsehaut.

Zu meinem 30. Geburtstag habe ich auch einen Flug mit der Maschine geschenkt bekommen, damals haben wir den Flug sehr genossen.

Die arme Mutter, hoffentlich überlebt wenigstens ihr Mann und hoffentlich leisten die Psychologen gute Arbeit.


tragisch....der absturz des wasserflugzeugs in hamburg ist eine tragödie;
besonders natürlich für die angehörigen!

bleibt zu hoffen, dass von denen keiner je diese kommentare von wegen "aus der affäre ziehen" und so weiter lesen muss....letztendlich ist der pilot für seine maschine verantwortlich, aber was kann er für einen maschinenfehler?

aus der affäre gezogen hat er sich dennoch, wenn auch unfreiwillig....wir haben ihn heute beerdigt!


"Aus der Affäre" ziehen ist gut.

Der Pilot war bekannt als Sicherheitsfanatiker, der weder bei anderen noch bei sich selbst Fehler zuließ.

Seine Frau hat heute im Abendblatt geschrieben,dass er nie damit fertig geworden wäre, dass jemand anderes bei einem seiner Flüge zu Schaden (oder sogar ums Leben) gekommen wäre.
Von daher wäre es gut, dass auch er nicht überlebt hat.
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Das Wasserflugzeug war Mittelpunkt der "Himmelschreiber"-Firma, die sie und ihr Mann betrieben haben.
Zwar haben sie auch noch einen alten Doppeldecker, den man für Rundflüge mieten kann, aber das Tagesgeschäft und der Hauptteil der Firma ist weg.
Die Frau hat jetzt super viel Papierkram zu erledigen und weiß gar nicht, wie es mit der kleinen Firma (den paar Angestellten), ihr und ihren beiden Kindern weitergeht.

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Persönlich denke ich, dass es ein dummer kleiner Fehler war.
Anscheinend hat es während des Fluges bereits im Vergaser gebrannt.

Die technische Ursache dafür und ob man es vor dem Flug hätte bemerken können, kann ich nicht beurteilen.

Ich vermute, das ist einfach das Restrisiko.
Ich kann zur Zeit keinem einen Vorwurf machen und finde es einfach nur schrecklich.

Und: ich vermisse das typische Geräusch am Himmel.
Habe dann immer nach oben geschaut, und wenn ich die Beaver sah, habe ich an meinen eigenen (Mit-)Flug gedacht.

Bearbeitet von Jaxon am 18.07.2006 01:08:21



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