Arbeitslose sterben früher: ein trauriges Thema


Irgendwie hat man es ja immer schon geahnt, nun hat es die Wissenschaft belegt.
Diese Studie widerspricht heftigst der weit verbreiteten Meinung, dass die Arbeitslosen sich ein "schönes Leben" auf Kosten der Allgemeinheit machen. Mich stimmt das alles sehr nachdenklich.
Der vollständige Artikel unter http://de.news.yahoo.com/13082006/12/arbei...en-frueher.html


Der von Dir gelesene Artikel fällt meiner Meinung nach in die Rubrick "Panikmache und jurnalistisches Sommerloch". Also laß Dich nicht verrückt machen, ich war selbst längere Zeit (ca. 3,5 Jahre) arbeitslos und habe davon überhauptnichts bemerkt. Das kann natürlich auch daran liegen, daß ich immer ausreichend Beschäftigung (Garten, Kinder, Haushalt, Bewerbungen schreiben u.v.a.m.) hatte und mir so die Zeit fehlte depressiv, alkoholabhängig oder was auch immer zu werden.


Dazu brauchts keine Wissenschaft---das kann jeder in seinem Umfeld beobachten sofern er Augen dafür hat .
Jeder der nun arbeitslos ist wird in ein Loch fallen wenn er keine Chance mehr sieht doch noch eine Job zu bekommen---
Gebt euch nicht auf :blumen:


Zitat (solylevante @ 13.08.2006 11:14:47)
Jeder der nun arbeitslos ist wird in ein Loch fallen wenn er keine Chance mehr sieht doch noch eine Job zu bekommen---

Genau so isses.
Ich sehs selbst momentan, mit jeder Absage die kommt hat man das Gefühl unnütz zu sein :blink:
ABER: deswegen sollte man nicht aufgeben oder sich gar in Drogen usw verstricken.
Das wiederum ist auch Abhängig davon wie der jenige Lebt, wie er sich selbst sieht und ob er Menschen um sich rum hat die in auffangen können.

Ich finde es auch furchtbar Arbeitslos zu sein, aber einmal ganz ehrlich, auch ohne Arbeit kann man in unserem Land noch einigermasen überleben-das ist nicht selbstverständlich. Viele Menschen leben hier ohne Arbeit fast genau so gut als mit.
Nur Menschen wie du und ich brauchen die Arbeit, nicht nur um zu überleben sondern auch zur Selbstbestätigung. Ich kann absolut nicht verstehen warum z.B. deutsche Erntehelfer nicht genauso arbeiten können als Ausländische. Sicher die Motivation ist größer bei denen, da sie hier gutes Geld verdienen. Die andere Seite ist, das es hier fürs Nichts Tun einfach zu viel Geld gibt. Wie kann man das auf ein vernünftiges Level bringen?


Zitat (Sparfuchs @ 13.08.2006 13:42:07)
Die andere Seite ist, das es hier fürs Nichts Tun einfach zu viel Geld gibt. Wie kann man das auf ein vernünftiges Level bringen?

Ich denke fast das ist unmöglich. Wo willst du da anfangen? Wem willst du mehr oder weniger Geld zusprechen ohne jemand zu benachteiligen oder zu bevorzugen?

Man sollte denen die wirklich versuchen einen Job zu finden und dies auch nachweisen können mehr Geld zahlen als denen die einfach so zuhause sitzen und nicht einen Finger rühren.
Damit wäre schon mal ein wichtiger Schritt gemacht.

Wenn man nun noch die Firmen unterstützen würde bei Neueinstellungen dann könnte man einen großen Teil an arbeitslosen abbauen.

Aber leider ist dies alles nicht umsetzbar, oder es ist es und wird nur einfach nicht gemacht.

Es ist schlimm arbeitslos zu sein. Ich war 9 Monate arbeitslos, das war furchtbar. Mit dem Geld kam man schon zurecht, aber die Angst, keinen Job mehr zu bekommen, ist sehr belastend. Ich war schon älter, da ist es ja noch schwerer was zu finden. Ich konnte die viele Freizeit damals nicht genießen, weil mein ganzes Denken sich nur um die Jobfindung drehte. Bei der 160. Bewerbung habe ich dann einen Treffer gelandet :) .
Darum finde ich es immer hart, wenn die Arbeitslosen oft pauschal als Faulenzer abgestempelt werden...Andererseits sieht man eben auch immer wieder die Beispiele im Fernsehen, wie auch das mit den Erntehelfern, dass es doch immer wieder welche gibt, die tatsächlich nicht arbeiten wollen und lieber Hartz IV nehmen. Das sind die, die immer wieder den "Ruf" der Arbeitslosen schädigen. Ich finde das so ungerecht :angry:


Ja genau die einen bemühen sich echt um einen Arbeitsplatz und werden dann gleich in den selben Topf geworfen wie die anderen, die gar nich drank denken sich Arbeit zu suchen oder lehnen sie auch noch ab. Und jeder der in einer Show im Fernsehen sich über Arbeitende lustig macht,dem gehört sofort jede Leistun gestrichen.

Geld - ist eine Tauschwärung. Früher mußte JEDER für seinen Lebensunterhalt eine Leistung erbringen. Heute gehen viele davon aus, daß der Staat ihm die Grundsicherung schenkt und das geht zu Lasten von noch arbeitenden Menschen. Dadurch steigen auch die Sozialbeiträge und viele Arbeitsplätze verschwinden ins Ausland.

Dieses Sozialsystem können wir uns nicht mehr leisten, oder gibt es das auch bei der Konkurenz in China?


Das ist wahr, man wird immer in einen Topf geschmissen. Die meisten Arbeitgeber nehmen ja auch nur Bewerber die aus der Arbeit herauskommen und keine die arbeitslos sind. Ich sehe das ja selbst wie es ist und bei mir sind es erst 2 Monate. Und die kommen mir schon vor wie eine halbe Ewigkeit.


Laßt Euch, von solchen Artikeln, nicht verrückt machen!!! Versucht es doch einmal mit einer Bewerbung für ein Praktikum in der Firma Eurer Wahl und überzeugt dann durch Leistung und fachliches Können, die meisten Arbeitgeber stellen Euch danach ein. Bei mir hat es auch so geklappt.

KOPF HOCH; DAS LEBEN GEHT WEITER.

Bearbeitet von Ludwig am 14.08.2006 12:43:34



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