Hartz IV und Umzug


Hallo zusammen, ich stehe kurz davor, mit Sack und Pack umzuziehen.
Wie ihr euch sicher denken könnt, muss die neue Wohnung renoviert werden und auch nach dem Auszug sollte die alte Wohnung wenigstens frisch durchgeweisselt werden.
Sprich: Ich hab Dollarzeichen in den Augen, weil das alles unweigerlich Geld kostet.
Da uch Familie und Freunde in die Jahre gekommen sind, muss diesmal ein Umzugsunternehmen her.
Noch mehr Kosten.
Jetzt hab ich zwar einen Minijob, aber damit allein gewinne ich keinen Blumentopf.
Irgendwo muss Geld her. Online hab ich diesen Bericht gefunden:

Zitat
Kleinkredit für Arbeitslose

Arbeitslose befinden sich in der Regel in einer prekären Situation. Sie haben ihren Job verloren, aber das Leben um sie herum geht wie gewohnt weiter. Der Jobverlust ist auch immer mit herben Einschnitten beim Einkommen verbunden, sodass ein Arbeitsloser schnell in Liquiditätsengpässe geraten kann. Umso verständlicher ist der Wunsch nach einem Kleinkredit für Arbeitslose.

Doch so verständlich dieser Wunsch auch ist, die Banken sehen in erster Linie das Risiko bei einem Arbeitslosen. Wenn er keinen neuen Job in einer bestimmten Zeit findet, rutscht er in Hartz IV und das bedeutet noch weniger Geld und Risiko, dass ein Kredit nicht getilgt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keinen Kredit, auch keinen Kleinkredit für Arbeitslose. Zumindest nicht dann, wenn sie als alleinige Kreditnehmer auftreten wollen. Eine gute Chance auf Kredit besteht aber mit einem solventen Bürgen. Bei Verheirateten kann das der Ehepartner sein, der Arbeit hat. Bei jungen Leuten ein Elternteil oder beide Eltern und bei älteren Leuten können die Kinder oder zumindest eines davon theoretisch die Bürgschaft übernehmen. Wenn diese kreditwürdig sind, wird in der Regel dem Wunsch nach einem Kleinkredit für Arbeitslose entsprochen.Doch so verständlich dieser Wunsch auch ist, die Banken sehen in erster Linie das Risiko bei einem Arbeitslosen. Wenn er keinen neuen Job in einer bestimmten Zeit findet, rutscht er in Hartz IV und das bedeutet noch weniger Geld und Risiko, dass ein Kredit nicht getilgt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keinen Kredit, auch keinen Kleinkredit für Arbeitslose. Zumindest nicht dann, wenn sie als alleinige Kreditnehmer auftreten wollen. Eine gute Chance auf Kredit besteht aber mit einem solventen Bürgen. Bei Verheirateten kann das der Ehepartner sein, der Arbeit hat. Bei jungen Leuten ein Elternteil oder beide Eltern und bei älteren Leuten können die Kinder oder zumindest eines davon theoretisch die Bürgschaft übernehmen. Wenn diese kreditwürdig sind, wird in der Regel dem Wunsch nach einem Kleinkredit für Arbeitslose entsprochen.


(Quelle: http://www.kleinkredit.com/kleinkredit-fuer-arbeitslose.htm)

:(
Da heißt, ich brauch alleine gar nicht zur Bank...Sondern ich brauche einen Bürgen.
Jetzt meine Frage: Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht? Meine Eltern würden sicher bürgen, aber dann sollten wir unter uns doch sicher trotzdem einen Vertrag machen, oder?
Und auf was müssen der oder die Bürgen achten?
Mir ist überhaupt nicht wohl bei der Sache, aber ich brauche das Geld. Da ich jeden Monat gerade so rumkomme, kann ich nix wegsparen. Aber zum 1. September muss was passieren.

für einen arbeitslosen würde ich niemals bürgen. denn sobald dieser bei der rückzahlung schwierigkeiten macht, wird auf mich zurückgegriffen. und ich komme vielleicht selbst in zahlungsschwierigkeiten durch unvorhergesehene probleme. was meiner kreditwürdigkeit schaden würde. und das hätte ich nicht gern in der schufa vermerkt.

vielleicht würde ich das geld selbst verleihen. oder einen teil davon. dann aber nur mit einem wasserdichten vertrag.

deswegen wundere dich nicht, falls man für dich nicht bürgen will.

Bearbeitet von seidenloeckchen am 04.08.2011 18:54:55



Ich weiß ja jetzt nicht, wie alt Du bist, aber für mich hörst Du Dich noch recht jung an (Eltern wollen bürgen, z.B.).
Klar, ein Umzug ist fies (habe ich grade wieder hinter mir), aber es finden sich doch immer ein paar Freunde, die helfen.
Ich habe vor einem halben Jahr auch (weil wir ein altes Haus 140m² KOMPLETT saniert haben, das alte, 160 m² mußte auch noch komplett renoviert werden, dann der Umzug an sich natürlich, obendrein das alles neben unseren Vollzeitjobs und wir sind auch keine 30 mehr!) mal bei Umzugsunternehmen angefragt. Es hat mich fast umgehauen.
Niemals hätte ich diesen Kurs bezahlt.
Und, sei mir nicht böse, wenn Du einen Minijob hast, heißt das doch, dass Du nicht vollzeit arbeiten gehst, oder? Also, Zeit ohne Ende (sorry, aber bei unseren o.g. Verhältnissen sehe ich das einfach so).
DAS Geld würde ich mir echt sparen.
Was ich leider erst hinterher erfahren habe, ist, das man bei einem Umzug unter bestimmten Umständen (und die waren bei uns gegeben, könnte heute noch schreien), die alte Wohnung/Haus NICHT streichen muss.
Also, informiere Dich mal, dann hättest Du schon mal viel gespart.


Hallo papisliebling ^_^
Frag doch mal beim Jobcenter nach. Es gibt eine Stelle, wo man unter Umständen einen Kredit bekommen kann. Das wäre dann sogar ohne Zinsen. Habe es damals für meinen umzug auch bekommen. Die halten auch die Raten klein. Einen Versuch wäre es wert. -_-


Zitat (papisliebling @ 04.08.2011 17:59:42)
Da ich jeden Monat gerade so rumkomme, kann ich nix wegsparen.

Wovon willst du denn dann einen Kredit abbezahlen???

@Tatze:
das war auch die Frage die sich mir als erstes aufdrängte. Bevor die nicht geklärt ist, ist die Frage nach einem Kredit m. E. hinfällig.

Außerdem: es muss ja nicht immer alles auf einmal sein. Erst Mal die alte Wohnung ordentlich zurückgeben und den Umzug in die neue hinter sich brigen. Die neue Wohnung kann man sich dann ja nach und nach schön machen, dann weiß man wofür/worauf man spart - was das Sparen sicher leichter macht.


Also, wenn du nicht viel Geld hast, kannst du ja eigentlich auch keine besonders riesige Wohnung und Mengen von Möbeln haben, oder?

Die letzten 5 Umzüge habe ich folgendermaßen gestemmt:

1.) Sobald man weiß, dass man umzieht, Wohnung und Stauraum (Spind, Keller, Dachboden, Garage, was auch immer) gründlich ausmisten und die Sachen (Kleidung, Möbel, Bücher etc.), die nicht mehr gebraucht werden, verkaufen.

2.) Die übrigen Sachen kann man für den Umzug vorsortieren, und die, die man vor dem Umzug garantiert nicht mehr braucht, kann man schon mal in Kartons packen, die man sich nach und nach vom Supermarkt mitbringt.

Zum Thema "Ausmisten leicht gemacht für jedermann" gibt es hier bei FM viele nützliche Tipps.

Der Verkauf gebrauchter Sachen kann problem- und meist auch kostenlos über Zeitung und Internet erfolgen. Mit etwas Glück reduziert man die umzuziehende Masse schon mal deutlich UND es kommt noch der ein oder andere Euro zusammen, mit dem man z.B. den Mietwagen zahlen kann.

3.) Wenn die neue Wohnung nicht endlos weit weg und zwischen Übergabe und Bezug der neuen Wohnung genug Zeit liegt, hilft es sehr, wen man im Rucksack, auf dem Fahrradgepäckträger oder mit dem eigenen PKW schon soviel Kleinkram wie möglich in die neue Wohnung schafft- zum Beispiel, wenn man eh zum Renovieren oder Ausmessen hinfährt.

4.) Wenn es zeitlich gar nicht drin ist, beide Wohnungen selbst zu renovieren, macht es sich bezahlt, einen Anstreicher für die alte Wohnung zu holen. Erstens unterliegt die Arbeit dort einem Abgabetermin, zweitens nörgeln manche Vermieter gern an "unprofessioneller" Arbeit herum und drittens macht es einfach viel mehr Spaß, sich um die neue Wohnung zu kümmern als um die alte. So spart man aber schon mal 50 % der bei totaler Arbeitsverweigerung :-) anfallenden Renovierungskosten. Und ehrlich - anstreichen und tapezieren kann man auch mit 60 noch, solange man kein Gebrechen hat.

5.) Ein Umzugsunternehmen braucht man mMn nur, wenn man eine große Menge sehr schwerer Möbel hat und ganz alleine auf der Welt ist. Sonst reicht ein gemieteter Kleinlaster, den man selbst fahren kann - notfalls eben mit zwei oder drei Fuhren. Für das Schleppen der ganz schweren Sachen (Waschmaschine usw.) kann man zwei junge Bruschen aus der Nachbarschaft, dem Freundes- oder Kollegenkreis bezahlen. Ihnen, allen anderen Mitumziehenden, Helfern und sich selbst macht man den Umzug sehr viel leichter, wenn man ihn gut vorbereitet - also alles transportfähig und gewichtsmäßig stemmbar verpackt und am Besten nach "Das zuerst in den Wagen" sortiert hat. Und wenn spätesten in der neuen Wohnung schon eine Erbsensuppe mit vielen Würstchen, Wasser und ein Bierchen bereitstehen ;-)

6.) In der neuen Wohnung klein anfangen. Wenn kein Geld für neue Möbel da ist, unbedingt die alten mitnehmen. Man stellt doch eh erst ein paar Wochen/Monate nach dem Umzug fest, was wohin am besten passt, was ausgetauscht werden sollte und was vielleicht doch noch einen weiteren Lebenszyklus durchlaufen darf, wenn man es anstreicht, repariert, restauriert oder sonstwie verschönert/verändert. Wie Helfe-Elfe richtig sagt, ist es sogar viel erfüllender, sich nach und nach erst "richtig" einzurichten.

7.) Spar dir, wenn es irgendwie geht, jeden Kredit. Eigentlich sagt der Text, den du selbst eingestellt hast, schon alles darüber aus. Wer eh klamm ist, kann nicht noch Tilgung und Zinsen bezahlen. Die Sache mit den Bürgen funktioniert natürlich, aber ich würde das nie machen, weil selbstredend nur sehr gute Freunde, die Familie oder professionelle Geldverleiher bereit sind, sowas zu tun. Letztere zocken dich ab - und Freunde und Familie würde ich nicht enttäuschen wollen. Und die Chance, dass sie auf deinen Schulden sitzen bleiben, ist immerhin gegeben, sonst brauchtest du sie ja nicht. Ich würde mir einen Bürgen suchen, wenn ich eine Unsumme brauchte, um mein Kind aus den Fängen eines Erpressers zu retten, aber nicht, weil ich zu bequem bin, um die Farbrolle zu schwingen oder auf dem Laminat rumzurutschen. Also, gib dir einen Ruck und setz' deinen alten Leib in Bewegung :-P

Liebe Grüße von der alten Donnawetta, die auch keine 30 mehr ist :-)

Bearbeitet von donnawetta am 05.08.2011 11:41:53


wenn ich an den letzten Umzug in unser Haus denke, dann fallen mir viele Freunde, mein 3. Kind, dass erst 4 Wochen alt war, die beiden Kleinen mit 3 und 1,5 Jahren und ein voll berufstätiger Mann ein. Wir haben es ohne Umzungsunternehmen gewuppt, die alte Wohnung zu renovieren und das Haus bezugsfertig zu gestalten.

Ich denke, nach den ganzen mutmachenden Beiträgen schaffst du es bestimmt auch ;)


Noch ein Tipp zum Thema "helfende Hände": Wenn Du wirklich keine Freunde hast, die hier und da mal tatkräftig mit anpacken können, dann fiele mir noch das Studentenhilfswerk ein. Diese Einrichtung - die der Uni angeschlossen ist - vermittelt hilfsbereite Studies, die sich nebenbei etwas verdienen möchten. Die genauen Stundensätze kenne ich jetzt nicht, jedoch sind diese Helferlein preisgünstiger als professionelle Helfer. Und vor allem musst Du Dir dann auch keinen Kopf darüber machen, ob und wie die Helfer versichert sind, falls es zu irgendwelchen materiellen oder immateriellen Schäden kommt. Gleiches gilt für eventuelle Gesundheitsschäden. Also: Dann spuck mal in die Hände und packs an.

Grüßle und viel Erfolg,

Ilwedritscheline


Hallo,

mir fällt auch noch was ein:

in den grösseren Städten gibt es so eine "Tagelöhnervermittlung", ich glaube, die ist vom Arbeitsamt.

Da gehst Du hin, sagst, was Du an Qualifikationen brauchst (Tischler, Installateur,....), wie lange der Einsatz geht und was Du zu zahlen gedenkst.

Entweder bekommst Du dann jemanden oder auch nicht. Ob eine "Vorbestellung" möglich ist, weiss ich nicht.

Gruß

Highlander


Zitat (Tamora @ 04.08.2011 19:35:58)
Ich weiß ja jetzt nicht, wie alt Du bist, aber für mich hörst Du Dich noch recht jung an (Eltern wollen bürgen, z.B.).

Nein, papasliebling ist schon Oma.

Grundsätzlich:
Wer seriöse Kredite vergibt, wird darauf aus sein, nur Kredite an Menschen zu vergeben, die höchstwahrscheinlich die Kredite zurückzahlen können. Denn nur dann macht der Kreditgeber Profit.
Arbeitslose haben kein hohes Einkommen, jedenfalls ist das Einkommen nicht so hoch, als dass man davon in einem überschauaberen zeitlichen Rahmen Kredite tilgen könnte.

Hier will man offenbar eher an das Geld der Bürgen, die ja offenbar so viel Geld haben, dass sie bürgen können, aber keinen eigenen Kredit aufnehmen würden, da sie ihn wegen ihrer finanziellen Lage nicht brauchen. Mit ihnen kann man also als direkten Kunden keine Kohle machen, man muss sie über die Bürgschaft zu indirekten Kunden machen.

Bearbeitet von Cambria am 06.08.2011 13:18:47


Hm, großes Fragezeichen, @Rumburak: Wie hast Du herausbekommen, dass Papasliebling bereits Oma ist? Im Profil ist nichts entsprechendes hinterlegt und im Forum ist mir Papasliebling ebenfalls noch nicht weiter aufgefallen. Ich schau schließlich täglich ins Forum rein. Was ist mir da entgangen oder: Was habe ich übersehen? Oder: Welche Insider-Information hast Du, die uns nicht bekannt ist?! War das als Warnung zu verstehen? Wenn ja: Wem gegenüber?

Doch wenn @Cambria erwähnt, dass Bürgen auf diese Weise als Kundschaft von Banken rekrutiert werden könnten, habe ich einen ganz bösen Verdacht, den ich gar nicht aussprechen möchte.

Grüßle,

Ilwedritscheline


Zitat (ilwedritscheline @ 06.08.2011 13:05:21)
Hm, großes Fragezeichen, @Rumburak: Wie hast Du herausbekommen, dass Papasliebling bereits Oma ist?

wenn du ihre Beiträge durchgehst , steht dann bei den Windlichter so was ;)

Öhm, @Jeanette: Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Magst Du mich aufklären? Das wäre prima :blumen:


Ilwe,
dass man an das Geld des Bürgen will, wenn der Kreditschuldner ausfällt, liegt in der Natur der Sache einer Bürgschaft. Nur dafür wird sie ja überhaupt erst eingegangen.

Normalerweise finanziert sich der Kreditgeber über die Zinsen, die mit den monatlichen Raten zu zahlen sind und natürlich mit der Rückzahlung des reinen Kreditbetrages.

Arbeitslose erhalten Kredite wegen ihres Hohen Ausfallrisikos aber nur zu hohen Zinsen. Das macht das Ausfallrisiko nochmal höher, als es ohnehin schon ist.

Also gehe ich mal davon aus, dass der Profit, den der Kreditgeber (die Bank oder der private Geldgeber) zu machen beabsichtigt nicht durch die Rückzahlung und Zinszahlungen des Kreditnehmers erzielt werden soll, sondern durch den Bürgen, der unabhägnig von seiner eigenen Solvenz genau für das bürgt, was der Kreditnehmer bekommen hat - also hat er den Kredit mit exakt den Zinssätzen zurück zu zahlen, die für den Kreditnehmer gegolten haben. Auch wenn er selbst, wenn er in eigenem Namen den Kredit beantragt hätte, wahrscheinlich wegen siener eigenen höheren Solvenz bessere Konditionen erhalten hätte.

Das ist doppelt toll - erstens kriegt man die Kohle wieder und zweitens auch noch von einem solventen Schuldner, dem man so hohe Zinsen niemals hätte aufdrücken können. Und wenn der auch nicht zahlt, kann man bei ihm auch noch Pfänden! Hurra!!

Ehrlich - ich halte absolut NICHTS von der offenbar gängigen Masche, Leuten Kredite zu geben, die sie eh nie zurückzahlen können.

Edit:
Oh krass... das seh ich ja jetzt erst! Die Verwandtenbürgschaft wird da ja mal absolut hochgejazzt. Noch ein Grund, das ganze für unseriös zu halten.

Bearbeitet von Cambria am 06.08.2011 13:28:21


Ilwe , wenn du bei einem User , über dem Avatar auf den Namen klickst , kommst du in das Profil , da kannst du dir rechts unter der Statistik "alle Beiträge anzeigen" lassen ... :)

Bearbeitet von Jeanette am 06.08.2011 13:28:55


Ilwe, HIER steht es. Beitrag vom 6.Juli, um 13:40 Uhr.
Ich habe mal die Beiträge gelesen, weil sie noch überschaubar waren.

Bearbeitet von Rumburak am 06.08.2011 13:47:52


oops @Cambria, lieben Dank für Deine umgehende Stellungnahme und eingehende Erklärung. Das leuchtet durchaus ein. Leuchtet aber auch ein Licht auf Geschäftspraktiken, die ich für fragwürdig halte.

Mein böser Verdacht ging eher in die Richtung Sozialbetrug. Wir alle, die in Lohn und Brot stehen - gleich womit wir unsere Sozialbeiträge leisten - müssen für Sozial-Schmarotzer mitblechen. Das finde ich nicht gerecht.

Wenn ich mir meine Gehaltsabrechnung ansehe und festellen muss, dass Sozialabgaben und Steuern etwa 45% ausmachen, bekomme ich einfach nur Pickel im Gesicht. Und dann hat ein offensichtlicher Sozial-Schmarotzer auch noch die Stirn, uns Muttis zu fragen, wie er noch mehr aus dem Sozial-System rausholen kann. Hallo?!

Grüßle,

Ilwe

P.S. @Rumburak: Lieben Dank für den Hinweis.

Bearbeitet von ilwedritscheline am 06.08.2011 13:46:34


Warum du das jetzt als Anlass nimmst, gegen "Sozialschmarotzer" zu giften, verstehe ich nicht.
Ein Kredit, der von einem Kreditunternehmen gewährt und durch eine Bürgschaft eines Privatmenschen abgesichert wird, hat nichts mit Sozialversicherungsbeiträgen zu tun.

Ich hätte es nachvollziehen können, wenn in der Frage irgendwas gestanden hätte wie "wie krieg ich am Besten Geld vom Amt? Ich bin zu faul, selbst zu renovieren und umzuziehen und MEIN müsham zusammenbetrogenes Geld dafür ausgeben? Hallo? Piepts hier?",... aber so?

Natürlich ist die Aufnahme und Rückzahlung eines Kredits durchaus ein erneutes oder zusätzliches Armutsrisiko, was dann das Risiko erhöht, in den Bezug staatlicher Hilfe zu rutschen oder darin zu verbleiben oder weniger schnell rauszukommen.
Aber deswegen gleich die Sozialschmarotzerkeule rauszuholen, finde ich übertrieben und wenig gerechtfertigt.

Bearbeitet von Cambria am 06.08.2011 14:15:54


Sorry @Cambria, wenn ich jetzt etwas zu deutlich geworden bin. Der Eindruck drängte sich mir einfach auf. Ich bin es eben einfach gewöhnt, für mich und meine Bedürfnisse selbst gerade zu stehen. Was ich nicht bezahlen kann, kann ich mir auch nicht kaufen.

Es wurden dem Tread-Eröffner etliche Möglichkeiten aufgezeigt, wie er/sie beim Umzug bare Münze sparen kann. Bisher hat er/sie sich jedenfalls nicht rückgemeldet. Wer weiß, ob er/sie sich nicht köstlich über unsere mütterlichen Bemühungen amüsiert?

Nachdenkliche Grüßlies,

Ilwedritscheline


Ich finde die Threaderöffnerin könnte sich mal wieder melden.

Irgendwie kommt mir das alles recht seltsam vor. Die Freunde sind in die Jahre gekommen und können nicht mehr, aber sie hat ein Enkelchen. Könnten dann nicht eventuell die Freunde und Bekannten des Kindes mit anpacken?

Tipps sind ja reichlich gegeben worden.

Wenn ich an unseren letzten Umzug denke, wären aber einige auch nicht durchführbar gewesen (keine Unistadt, mitten auf dem Land, das Amt hätte ALG II - Empfänger als Helfer geschickt und ihnen das Geld gleich wieder abgezogen. Da wäre die Motivation auch gleich Null gewesen).

Es geht auch nicht hervor, ob es ein Umzug innerhalb eines Ortes sein soll oder ob es sich um eine größere Entfernung handelt.

Zu einem Kredit: lt. Papisliebling würden die Eltern bürgen. Uroma und Uropa sollen für Oma bürgen?????

Alles recht seltsam. :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:


Hast Recht, @Tante Ju. Das Offensichtliche stand direkt vor uns und nur Du hast es auch wahrgenommen. Shame on me. Ich habs einfach übersehen.

Die Thread-Eröffnerin könnte sich ruhig mal melden. Wir zerbrechen uns hier unsere Köpfe darüber, wie ihr zu helfen wäre und sie kümmert sich nicht mehr darum :(


Vielleicht ist sie zu sehr mit dem Umzug beschäftigt... :pfeifen:


Zitat
Da heißt, ich brauch alleine gar nicht zur Bank...Sondern ich brauche einen Bürgen.
Jetzt meine Frage: Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht? Meine Eltern würden sicher bürgen, aber dann sollten wir unter uns doch sicher trotzdem einen Vertrag machen, oder?
Und auf was müssen der oder die Bürgen achten?


Wenn du nicht kreditwürdig bist, kommst du um einen Bürgen nicht herum.

Vielleicht hilft dir der Link zu Wiki
etwas weiter.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, was ist seltsam daran, dass man trotz Enkeln und
Hartz IV umziehen muss?

Zitat (Tamora @ 08.08.2011 10:05:17)
Vielleicht ist sie zu sehr mit dem Umzug beschäftigt... :pfeifen:

Vielleicht fühlt sie sich auch ertappt. :pfeifen:

Zitat (ilwedritscheline @ 08.08.2011 13:41:32)
Vielleicht fühlt sie sich auch ertappt. :pfeifen:

Oder hat eine Lösung gefunden ;)

Zitat (ilwedritscheline @ 08.08.2011 13:41:32)
Vielleicht fühlt sie sich auch ertappt. :pfeifen:

Denkt doch bitte nicht immer gleich das schlechteste von jemandem.
Mir würde das die Laune, mich nochmal zu melden, extrem verhageln, egal wie gut meine Absichten hinter einer Fragen waren.

Zitat
Oder hat eine Lösung gefunden


Oder hat keine Lust drauf, wie ein Kleinkind gemaßregelt zu werden :pfeifen:

Bearbeitet von lassie am 08.08.2011 14:20:38

Zitat (Cambria @ 08.08.2011 13:56:37)
Denkt doch bitte nicht immer gleich das schlechteste von jemandem.
Mir würde das die Laune, mich nochmal zu melden, extrem verhageln, egal wie gut meine Absichten hinter einer Fragen waren.

Hast Recht, @Cambria, wir haben uns wohl gegenseitig hochgeschaukelt und sind unfreundlich geworden. Schön, dass Du die Vermittlerin gibst. Ich habe jetzt ein richtig schlechtes Gewissen :(

Dennoch: Es gibt etliche Ungereimtheiten. Ich will jetzt nicht den Waden-Beißer-Preis gewinnen oder die Klugscheißer-Tasse des Tages abstauben. Die Informationslage ist einfach zu konträr, um objektiv behandelt werden zu können. Sooo können wir nicht helfen.

Grüßle,

Ilwedritscheline

Zitat (lassie @ 08.08.2011 11:08:17)
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, was ist seltsam daran, dass man trotz Enkeln und
Hartz IV umziehen muss?

Das finde ich ja auch gar nicht seltsam. :o

Ich finde nur die Infos etwas sehr dürftig.

Neue Wohnung renovieren OK, aber muss die alte wirklich geweisselt werden? Da müsste man wissen, was im Mietvertrag steht. Wir haben bei 3 Umzügen innerhalb von 2 1/2 Jahren alles mögliche erlebt, von nicht renovieren bis renovieren in Farben, die vom Nachmieter vorgegeben sind.

Daher habe ich eben so ein wenig Vorbehalte. Einen Kredit wegen eines Umzugs aufzunehmen haben wir selbst jetzt nie in Erwägung gezogen, auch wenn es einmal zwecks Arbeitsaufnahme aus Hartz IV war.und der Umzug NICHT vom Amt bezahlt wurde.


Für Edit zu spät:

Aber von umziehen MÜSSEN, steht leider nichts im Eröffnungsbeitrag.


kleiner Tip am Rande: wenn man in eine neue Wohnung einzieht, unbedingt bei der Wohnungsübergabe ein Protokoll anfertigen und in diesem auch vermerken, ob die Wohnung renoviert ist oder nicht und ob beim Auszug renoviert werden muss ... das Protokoll dann von beiden Seiten unterschreiben lassen und jeder Partei (also Mieter und Vermieter) ein Exemplar aushändigen

kann einem u.U. eine Menge Ärger und Streitigkeiten ersparen


Zitat (Agnetha @ 08.08.2011 20:17:46)
kleiner Tip am Rande: wenn man in eine neue Wohnung einzieht, unbedingt bei der Wohnungsübergabe ein Protokoll anfertigen und in diesem auch vermerken, ob die Wohnung renoviert ist oder nicht und ob beim Auszug renoviert werden muss ... das Protokoll dann von beiden Seiten unterschreiben lassen und jeder Partei (also Mieter und Vermieter) ein Exemplar aushändigen

kann einem u.U. eine Menge Ärger und Streitigkeiten ersparen

Bei uns war bzw. ist das bis jetzt immer im Mietvertrag geregelt.

Ist das denn nicht allgemein so üblich?

Ein Übergabe- und Abnahmeprotokoll ist schon sinnvoll, kann in seltenen Fällen aber auch ungünstig sein.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man Dinge, die man verändert oder abgenutzt (in dem Fall abgewohnt) hat auch wieder erneuern sollte. Das sagt mir mein Anstands- und Ehrgefühl, da ist mir egal ob ich lt. Vertrag renovieren müsste oder nicht.
Ausnahme: der Vermieter verhält sich irgendwie daneben.

Zurück zum Thema...
Schade, wenn sich jmd. plötzlich so gar nicht mehr äußert.


Zitat (Helfe-Elfe @ 08.08.2011 22:36:34)
Ausnahme: der Vermieter verhält sich irgendwie daneben.

Ja, wenn der Vermieter meint, seine Enkel haben das Recht, das Haus zu stürmen, alle Schubladen aufreißen und nach Bonbons suchen, finde ich das nicht so toll.

Ich bin da eher so eingestellt, dass ich die MUTTER und nicht die Oma frage, ob Süßigkeiten bei den Kindern überhaupt erwünscht sind. einfach reinstürmen geht nun mal meiner Meinung nach gar nicht. :(

Zuerst einmal DANKE an alle, die hier Ratschläge und Tipps gaben.
Und ja, ich bin eine Oma.
Leider bekomme ich Hartz IV, da ich keinen Vollzeitjob finde, arbeite aber auf 400 Euro Basis - womit hoffentlich das Thema "Sozialschmarotzer" vom Tisch ist. Natürlich bin ich auch weiter auf Jobsuche.
Außerdem kümmere ich mich noch um etliche alten Familienmitglieder, die Unterstützung brauchen. Was es mit sich bringt, daß ich nur selten Zeit habe, am Computer zu sitzen.
Für alle, die es genau wissen wollen und offensichtlich nur Schlechtes über andere denken.

Erstaunlich jedenfalls, wie sich dieses Gespräch hier entwickelt hat...

Danke an alle, die es gut meinten, ansonsten hülle ich mich glaub ich lieber in Schweigen. Fand es anfangs sehr nett hier, bin jetzt aber leicht geschockt und auch vor den Kopf gestossen.


Ach so, noch was: Ein paar der Ratschläge waren echt toll und ich glaube, ich weiß jetzt, wie ich es anpacken kann.
Vielen lieben Dank!
Und sorry, daß ich erst heute wieder Zeit hatte, einen PC zu benutzen!


Zitat (papisliebling @ 10.08.2011 13:32:24)
Zuerst einmal DANKE an alle, die hier Ratschläge und Tipps gaben.
Und ja, ich bin eine Oma.
Leider bekomme ich Hartz IV, da ich keinen Vollzeitjob finde, arbeite aber auf 400 Euro Basis - womit hoffentlich das Thema "Sozialschmarotzer" vom Tisch ist. Natürlich bin ich auch weiter auf Jobsuche.
Außerdem kümmere ich mich noch um etliche alten Familienmitglieder, die Unterstützung brauchen. Was es mit sich bringt, daß ich nur selten Zeit habe, am Computer zu sitzen.
Für alle, die es genau wissen wollen und offensichtlich nur Schlechtes über andere denken.

Erstaunlich jedenfalls, wie sich dieses Gespräch hier entwickelt hat...

Danke an alle, die es gut meinten, ansonsten hülle ich mich glaub ich lieber in Schweigen. Fand es anfangs sehr nett hier, bin jetzt aber leicht geschockt und auch vor den Kopf gestossen.

Lass dich nicht entmutigen.
Der Ton in Foren kommt einem oft etwas rauher vor, als im realen Kommunizieren. Hier sieht man halt das Gegenüber nicht - das führt zu Missverständnissen und verleitet dazu, manchmal etwas härter zu sein als man eigentlich ist.


Gib den Muttis noch ne zweite Chance ;)

@Papisliebling:

Du darfst die Reaktion einiger hier nicht übel nehmen, aber in der Vergangenheit haben viele sich hier angemeldet, eine Frage gestellt und sehr viele Muttis hier haben sich wirklich Mühe gegeben, eine Lösung zum problem zu finden und entweder hat sich der Eröffner nicht mehr gemeldet oder es hat sich auch mal herausgestellt, daß die Anfrage nur ein Fake war. Von daher reagieren hier verständlicherweise einige etwas empfindlich.

Einige haben Dir hier ja auch gute Tipps gegeben, mit denen Du evtl. etwas anfangen kannst. Ansonsten nicht verschreckt sein, eigentlich sind alle hier ganz lieb :yes:


Yepp, @Papisliebling: Eigentlich sind wir hier alle ganz nett. Wir mögen es nur nicht, veräppelt zu werden.

Doch um wirklich gute Ratschläge in prekären Situationen geben zu können, die auch eine gewisse Lebenserfahrung widerspiegeln, ist es immer sehr hilfreich, möglichst viele Hintergrund-Infos zu haben, um produktiv agieren zu können.

Fein, dass Du nun weißt, wie Du Dein Problem lösen kannst. Ich hoffe, wir Muttis konnten Dich in den richtigen Zug setzen.

Solltest Du Hilfe brauchen, um eine supi-dupi Bewerbung zu perfektionieren, dann frag einfach. Dazu gabs hier aber - glaube ich - auch schon einige Threads, die mit der Suchfunktion aufgefunden werden können.

Ich muss @Binefant durchaus Recht geben: Es gab hier in den letzten Monaten einfach zu viele Neu-User, die einfach nur ausloten wollten, was sie wo für umsonst und ohne Gegen-Leistung ergattern können. Doch wenn Du bereits Oma bist, hast Du sicherlich bereits reichlich Deinen Beitrag zum Gemeinwesen geleistet. Das Thema Sozialschmarotzer ist damit definitiv vom Tisch.

Grüßle und viel Erfolg,

Ilwedritscheline


Dank euch für die freundlichen Worte. Versteh schon.
Und ja, eure Ratschläge waren wirklich hilfreich.
Trotzdem fällt es mir schwer, mich so angiften zu lassen.
Naja, jetzt hab ich eh erst mal zu tun und dann sehen wir weiter. :blumen:


Hm, wenn die von klen*re*it.com A AAAAAAPUNKT PUNKT Löcher sind, dann verklagen sie dich noch, und verlangen 1500 Euro Abmahngebühr, weil Du den Text kopiert hast... würd ich wieder löschen


Schön, daß wir papisliebling doch noch ein paar gute Tipps geben konnten. Also ich würde auch meinen, daß man in solch einer Situation definitiv kein Umzugsunternehmen beauftragt - ich selbst habe das auch noch nie getan, ist viel zu teuer -, sondern eben durch andere versucht, das zu wuppen. Bei uns gibt es von der Caritas so eine Einrichtung, wo man ARbeitslose engagieren kann für einen nicht so teuren Stundenlohn. Wäre eine Alternative, wenn ich es nicht selbst kann. Sollte ich hier nochmal ausziehn müssen, würde ich das jedenfalls in Betracht ziehn, vorher hier gründlich ausmisten Sperrmüll anmelden, Dinge verschenken/verkaufen und den Hausstand generell verkleinern.
Berichte mal, wie alles geklappt hat............wir sind ja nicht neugierig.


Hallo erst mal,es gibt natürlich viele unseriöse Möglichkeiten an einen Kredit zu kommen von denen ich aber dringlich abraten würde. Bei meinen Freunden war es bei Ihrer Hausbank auch nicht möglich einen kleinen Kredit zu bekommen, somit habe ich mich dann eingehend damit beschäftigt und bin nach vielem suchen auf die Seite gekommen,
**unerwünschten Werbelink entfernt** , das war der ein zigste wirklich seriöse Anbieter ohne versteckte Kosten. Da gibt es welche, die verlangen eine Gebühr und dann bekommt man den Kredit doch nicht, unglaubliche Abzocke !
Viel Erfolg, M.Friedrich

Bearbeitet von Jeanette am 26.03.2013 15:16:37



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