Neue Klamotten waschen: mit Handwäsche oda wie?


Bitte helft mir!

Ich hab mir heute neue Klamotten gekauft, sprich ne Jeans, 2 weiße T-Shirts mit buntem Aufdruck und ein Hemd mit Aufdruck.
Nun würde ich die gerne erst waschen bevor ich die anziehe. Für die ist es ja eigentlich viel zu wenig und wahrscheinlich auch alles zu "bunt", hab ja Angst das das alles abfärbt.
Soll ich das ganze mit Handwäsche machen? Ist nur die Frage, wenn ich die Wäsche "durchknete", was dann mit den Aufdrucken passiert? :blink:
Meine Waschmaschine hat das Programm "Handwäsche", soll ich es mal damit mal versuchen?

Fragen über Fragen! :rolleyes:


:blumen:

Bearbeitet von Shiva am 07.02.2006 01:00:42


Jeans färben sehr gut. Also nicht zusammen mit den T-Shirts waschen.
Handwäsche verbraucht auch viel Wasser, da kann man schon eine Maschine anstellen. (IMG:http://www.cosgan.de/images/smilie/haushalt/a015.gif)
Hast bestimmt noch ein paar andere dunkle Sachen und damit die Jeans auf links waschen. Die T-Shirts entsprechend farblich sortiert auch auf links waschen und bügeln. (IMG:http://www.cosgan.de/images/smilie/haushalt/a035.gif)
Wie schon beschrieben.

lg


Danke für eure Hilfe! :wub:

Hab die T-Shirts und die Hose separat in der Lauge einweichen lassen und grad eben kräftig ausgespült, was da für ne Brühe rauskommt <_< igitt!


Neue Sachen soll man immer bei der höst möglichen Temperatur waschen, um die ganzen Chemikalien herauszubekommen, mit denen sie behandelt sind. Davon gibt es nämlich schnell Allergien, und viele dieser Chemikalien sind krebsauslösend. Das Zeug ist der "Fabrikgeruch".
Mir wurde einmal glaubhaft versichert, daß die fertigen Stoffe, die in Indien, oder wo sonst die Kleidung genäht wird, mit hochgiftigen Chamikalien behandelt werden, damit die Stoffe nicht von Schädlingen angefressen werden. Wenn die Kleidung also nicht nach dem Kauf gewaschen wird, muten wir diese Gifte unserer haut zu!
Wenn ich mir dann diese armen Näherinnen vorstelle, die unter den Umständen unsere schönene T-schirts zuschneiden und nähen, mag ich die gar nicht mehr kaufen. Aber irgendwas muß man ja anziehen, und teuer solles ja auch nicht sein. Ein Widerspruch, den ich bisher für mich nicht lösen konnte. Die Ökokleidung ist oft so hell oder in Pastelltönen, das steht mir nicht.
Gruß,
Eike

P.S. Die beste Babykleidung ist daher die gebrauchte, schon oft gewaschene, die man im Bekanntenkreis ausgeliehen bekommt!

Bearbeitet von Eike am 11.03.2005 11:36:55


bei den von Eike angesprochenen Verbindungen handelt es sich um:

Organozinnverbindungen
------------------------------------
Monobutylzinn (MBT)
Dibutylzinn (DBT)
Tributylzinn (TBT)
Dioctylzinn
Triphenylzinn (TPT).

Gesundheitsgefährdung:
- Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition durch Berührung mit der Haut und durch Verschlucken.
- kann das Hormonsystem beeinflussen
- Nervenschäden sind möglich, z.B. Krämpfe, Zittern, Lähmungen
- Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben


So, jetzt aber nicht gleich wie Adam und Eva durch die Welt spazieren.
Auf den Textilien befinden sich nur Spuren von den Substanzen. Mit den unter Gesundheitsgefährdung gelisteten Reaktionen ist bei der Menge nicht zu rechnen.
Es ist jedoch richtig, daß alle neuen Textilien vor Gebrauch ordentlich gewaschen werden sollten.


@ chemoProfi
Kannst Du mir was zu
*Trimethyltriazintriethanol*
erzählen. Mein PM dazu hast Du evtl. nicht bekommen?
was passiert,wenn ich das Zeug trinke?
Ich glaube, Du kennst Dich da aus
obelix


@ obelix,

habe noch keine Antwort auf deine Frage, werde vielleicht auch nie eine haben.
Deine PM ist jedenfalls bei mir angekommen.


@ chemoProfi
Wenn Du keine Antwort findest, wer dann ?
Trotzdem: Danke
obelix


Auf Deutsch spüle es im klaren Wasser einfach aus.

Zitat (Eike @ 11.03.2005 - 11:36:26)

Mir wurde einmal glaubhaft versichert, daß die fertigen Stoffe, die in Indien, oder wo sonst die Kleidung genäht wird, mit hochgiftigen Chamikalien behandelt werden, damit die Stoffe nicht von Schädlingen angefressen werden.  Wenn die Kleidung also nicht nach dem Kauf gewaschen wird, muten wir diese Gifte unserer haut zu!
Wenn ich mir dann diese armen Näherinnen vorstelle, die unter den Umständen unsere schönene T-schirts zuschneiden und nähen, mag ich die gar nicht mehr kaufen. Aber irgendwas muß man ja anziehen, und teuer solles ja auch nicht sein. Ein Widerspruch, den ich bisher für mich nicht lösen konnte. Die Ökokleidung ist oft so hell oder in Pastelltönen, das steht mir nicht.
Gruß,
Eike

P.S. Die beste Babykleidung ist daher die gebrauchte, schon oft gewaschene, die man im Bekanntenkreis ausgeliehen bekommt!

Da gabs mal nen Bericht im ZDF über die Herstellung von unseren Baumwollklamotten.
Die Gifte, auch von Bayer, die dort versprüht werden, sind in Europa schon seit Jahrzehnten verboten! Auf Nachfrage vom Reporter bei Bayer wurde ihm gesagt, das sich der indische Baumwollzüchter selbst in die Pflicht nehmen muss! Muahahaha, was haben wir gelacht! :angry: Mal abgesehen davon, das sich der indische Bauer zumeist Analphabet oder Legasteniker ist, kann er sich das "umweltfreundliche" Gift sowieso nicht leisten.
Laut offizieller Statistik sterben ja auch nur wenige Bauern an dem Gift. ein indischer Krankenhausdirektor schüttelte nur den Kopf darüber und sagte: "Kein Wunder, die meisten schaffen ja den Weg bis ins Krankenhaus nicht!"
Ich könnte da einiges mehr erzählen, aber ich laß es lieber! :rolleyes:

Aber wie du schon sagtest, der kleine Mann hier in Deutschland ist ständig in der Zwickmühle. Einerseits ruft ständig das "Öko-Gewissen", andererseits ist ja auch ständig der Geldbeutel leer. :(

Und dann soll es Deutsche geben, die vom Weltfrieden träumen. Ich glaube, die sollen eher froh sein, das uns die Armen, die wir Industrieländer ständig ausbeuten, nicht den Schädel einschlagen.

:blumen:

Bearbeitet von Shiva am 07.02.2006 01:09:28


Zitat (Eike @ 11.03.2005 - 11:36:26)
Wenn ich mir dann diese armen Näherinnen vorstelle, die unter den Umständen unsere schönene T-schirts zuschneiden und nähen, mag ich die gar nicht mehr kaufen.

Hi eike,

nicht nur die indischen naeherinnen haben das problem der chemie-verseuchten stoffe, die stoffe, die du hier in stofflaeden kaufen kannst, sind auch uebelst behandelt... die kommen vermutlich auch hauptsaehlich aus indien&Co. Meine lieblingsschneiderin waescht die stoffe immer erst und spuelt sie mit essig... zum teil legt sie sie vor dem waschen noch in salzwasser und trotzdem hat sie regelmaessig ausschlag.

Die Stofffarben sind auch haeufig ganz boese.

Ok, Leute, nu wolle wir mal die Kirche im Dorf lassen:

Sicherlich kann es nicht schaden, neue Textilien erstmal zu waschen, damit schädliche Stoffe aus den Stoffen entfernt werden.

Man sollte der chemischen Industrie jedoch nicht a priori unterstellen, daß sie aus Selbstzweck oder Gewinnsucht das Ziel verfolgt, die Welt und ihre Bewohner zu vergiften. Im Gegenteil: Ohne die Hilfe der chemischen industrie wäre die ökologische Kapazität unserer Welt gegenüber dem Menschen längst erreicht, d.h. allein mit den Mitteln, die uns vor der wissenschaftlichen und industriellen Revolution zur Verfügung standen, könnten wir nichteinmal in Deutschland die Bevölkerungszahl halten, von unserem Luxus ganz zu schweigen!

Wir haben in Europa zahlreiche Systeme, die zur Sicherheit der Arbeitnehmer und der Verbraucher beitragen. Oftmnals müssen für Fertigungsprozesse Stoffe verwendet werden und Bedingungen in Kauf genommen werden, die OHNE SCHUTZMAßNAHMEN der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sind. In Europa haben wir einen funktionierenden Arbeitsschutz, d.h. hier WERDEN notwendige Schutzmaßnahmen ergriffen.

In Indien ist das in der Tat nicht so. Was können wir da tun?
Vielleicht mehr europäische Waren einkaufen. Damit wiederum entziehen wir den indischen Arbeitnehmern wieder ihr Einkommen.
Andererseits herrscht auch in Indien die Marktwirtschaft: Durch Konsumenten-Druck könnten vielleicht die Unternehmer zum Arbeitsschutz gezwungen werden.

Nochmals klar formuliert:
Nicht die chemische Industrie ist der Übeltäter, sondern der Unternehmer, der seine Arbeitnehmer nicht schützt!
Auch Bayer liefert zu seinen Produkten Anweisungen, wie mit ihnen umzugehen ist. Die Inder tun das nur nicht.

Kurz noch ein paar Worte zum Triazin:
es handelt sich wahrscheinlich um den Stoff mit der CAS-Nr 25254-50-6.
Der Stoff hat eine Herstellerkennzeichnung von Xn, R22-36-43, EINECS 246-764-0.
Es handelt sich hierbei um ein "alten Biozid-Wirkstoff". Der Stoff ist nicht Annex-gelistet.

Der Stoff wird anscheinend als Kühlschmierstoff verwendet, ist aber auch ein Biozid, daß gegen Schädlinge in der Baumwolle eingesetzt wird.

Der Stoff ist hautsensibilisierend, d.h. er kann bei mehrmaligem Kotakt Hautallergien hervorrufen.
Dies ist natürlich ein großes Problem bei der Herstellung von Textilien in Drittweltländern, weil es dort - wie schon oben beschrieben - keinen Arbeitsschutz gibt.
Der Stoff ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken (Xn; R22). daraus leite ich jetzt mal ab, daß er eine LD50 von 200-2000 mg/kg (Ratte) hat. Das bedeutet, extrapoliert auf einen Menschen mit 80 kg, daß man 16-160 g von dem Zeug essen muß, damit man mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit sich eine tödliche Vergiftung zuzieht.
Über den Vergiftungs-Verlauf konnte ich leider keine Infos bekommen.
Das Zeug ist Augenreizend; primäre Reiz-Ätzwirkung bei Hautkontakt oder Verschlucken ist also nicht zu erwarten.
Genauere Daten liegen mir leider nicht vor. Ich würde allerdings vermuten, daß man das Zeug eher auskotzt, als daß man daran stirbt.

Viele Grüße,

H.H.


Willkommen an Bord, Hornblower!
Ich könnte mir vorstellen, daß wir noch ein paar Kontakte miteinander haben werden. Ich hab von dem ganzen Zeug null Ahnung, aber man verlangt es von mir.
Tut mir leid, daß ich etwas kurz angebunden bin, aber : Family ruft!
cu obelix
Was ich da im Moment lese ist für mich hochinteressant. Mutti sei Dank


^_^ :blumen:

Bearbeitet von Shiva am 07.02.2006 01:14:38


Ich liebe euch alle!
Bin grad am blättern in GefStoffV, aber noch nicht fündig.
Danke Shiva, Danke Hornblower!
obelix
geht nicht, gibt´s nicht


Im "" war mal ein Artikel, daß eine Frau, die ein Dirndelgeschäft eröffnet hat, nach einigen Jahren arbeitsunfähig war. Die Ausdünstungen der Kleidung haben bei ihr zum Ausbruch von Allergien geführt.
Es kommt also immer auf die Menge der Schadstoffe an, der man ausgesetzt ist.
Da mag das eine chemische Mittel nicht so schlimm sein, aber in Kombination mit anderen, sieht es dann schon wieder anders aus.

Allergien entwickeln sich ja auch oft schleichend.
Eine Freundin von mir hat jahrelang Jeans getragen, bis sie eines Tages allergisch auf den Nickel in der Niete von dem Knopf am Bündchen reagierte.

Natürlich geht es ohne die chemische Industrie heute nicht mehr. Trotzdem kann man ja versuchen all diese Mittel möglichst zu meiden.
Das fängst ja bei den Putzmitteln im Haushalt an, (wer hat mal Felgenreiniger für alles und jedes empfohlen?) und geht über die Zusatzstoffe in Fertiggerichten und eben die Bekleidung weiter.
Das führt auch zu der Frage, ob es wirklich nötig ist täglich mehrmals zu duschen und sämliche Kleidungsstücke zu wechseln, die dann wieder gewaschen werden müssen.

Gruß,
Eike


Hab die T-Shirts und die Hose separat in der Lauge einweichen lassen und grad eben kräftig ausgespült, was da für ne Brühe rauskommt igitt!
Also bei mir geht alles in die Maschine laut Ettiket, wenn dann Verfärbungen oder Größeveränderungen auffallen, ab damit zum Händler und Ersatz verlangen.

Geht normal Problemlos

Tschüssi uli


Kostenloser Newsletter