Kinderfreundlichkeit in Deutschland


Hallo,

ich bin Mutter einer 2 jährigen Tochter und bin der Meinung, daß Deutschland kinderentwöhnt ist. Es gibt keine Kinder mehr, die da sind un Krach machen, die meisten sind eh nur Singles und haben lieber nen Hund oder ne Katze. Die brauchen dann auch keinen Kindergartenplatz, der sowieso rar ist. Ist schön einfach . Und wenn Hundi stört, dann gibts das Tierheim, ganz einfach....
Kannst mitm Kind nicht machen, das landet dann in der Tiefkühltruhe!!!! Man man, ich begreife das alles nicht und werde total wütend, wenn ich in der Zweitung lese, daß Kinder mißhandelt werden oder sonst was.
Sollen Sie lieber überall die Tanten vom Jugendamt rumschicken und bei JEDEM Kind
Stichproben machen, dann passiert so etwas nicht.

oder auch :
Wenn ich mit unserer Tochter spazieren gehe, habe ich meistens Hundi mit dabei- Hundi wird meist als erster angesprochen und angelächelt, dann erst unser Kind, wenn überhaupt.

Tiere sind beliebter als die ewig rumnörgelnden, quengelnden Kinder.

Wenn Kindi mal laut ist, wird gleich geklingelt und sich beschwert, wenn andere Hundis ins Wohngebiet und auf Spielplätze kacken , ist das egal.


Ich hoffe, daß die Kinder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft bekommen sollten, denn ohne Kinder ist das Leben nicht lebenswert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Ganz spontan fällt mir dazu nur ein: weder Hund noch Kind möchte ich bei Dir sein.
Sorry, aber mir fehlen ansonsten die Worte. :angry:


@Hilla
Du hast wohl offensichtlich die Worte von Keziban missverstanden :hmm:


Zitat (Hilla @ 23.10.2006 14:41:41)
Ganz spontan fällt mir dazu nur ein: weder Hund noch Kind möchte ich bei Dir sein.
Sorry, aber mir fehlen ansonsten die Worte. :angry:

Hey, Hilla :o

hast Du Keziban jetzt falsch verstanden? Oder hast Du ihren Text nur oberflächlich gelesen?

Kann jetzt Dein "Gebahren" wirklich nicht verstehen :verwirrt:

Um zu Deinen Thema zu kommen, Keziban:

Bei uns hier im Ort gibt´s (leider) auch mehr Hundebesitzer als Eltern.
Ich bekomme jedesmal das :kotz: , wenn ich sehe, wie die unsere Wiesen vollgeschietert sind. Das Beste ist ja auch noch, dass bei uns überall diese "Doggiestations" stehen da sind Tüten drin, mit denen die Besitzer die Häufchen "wegmachen könnten", scheinbar können sie aber wohl nicht :angry:
Außerdem ist unser Wohnort mitten im Wald, da "könnte" man doch auch mit seinen Fiffis und Hassos Gassi gehen... :wacko:
Meine Tochter ist auch 2 Jahre alt, und was glaubt ihr wie blöde das ist, wenn man dem Kind das Betreten der Wiesen verbieten muss, obwohl die voller schöner Pusteblumen sind, nur weil man nicht möchte, das Mausi da in der ganzen Kacke rumläuft :(


@Tanzfrosch und biohl,
ich habe nicht oberflächlich gelesen, allerdings habe ich mich sehr geärgert über die Ausdrucksweise. Total aggressiv kam das bei mir an. Der Gegensatz dazu war dann der Hundi und Kindi-Ausdruck. Irgendwas passt da nicht.

Man könnte zu diesem Thema eine ganze Menge sagen und doch ist schon so viel dazu gesagt worden.

Ich habe auch in meiner Kindheit nicht einmal erlebt, dass da jemand auf meine Mutter und mich zukam und ausrief "ist das aber ein niedliches Kind" o.ä.
Und nicht, weil ich vielleicht nicht niedlich war, das ist nicht üblich so.
Die Mütter möchten doch auch nicht, dass ungefragt Fremde ihre Kinder einfach so anfassen - das wäre nämlich der nächste Schritt....

So von Hundebesitzer zu Hundebesitzer kommt man einfach ins Gespräch, wenn man den anderen Hund bewundert.

Es sind sowieso immer die Hunde der anderen Halter, welche die Wiesen etc. beschmutzen. Das ist sowieso klar.

@Schottin,
die Idee mit dem Wald ist ja nicht schlecht. Nur kann man dann ja auch nicht mehr einfach durch den Wald gehen, ohne immer auf die Tretminen achten zu müssen ;)


Zitat (Hilla @ 23.10.2006 15:37:59)

@Schottin,
die Idee mit dem Wald ist ja nicht schlecht. Nur kann man dann ja auch nicht mehr einfach durch den Wald gehen, ohne immer auf die Tretminen achten zu müssen ;)

Bin jetzt davon ausgegangen, das die Hunde ins Gebüsch gehen, die werden ja auch so was wie ein Schamgefühl haben, oder nicht :lol: :lol: :lol:

Warum haben denn so viele Leute Hunde? Ist das nicht ein Ersatz für einen menschlichen Partner? Für viele ist der Hund sogar Ersatz für ein Kind-ist ja viel Pflegeleichter und wenn ich ihn gar nicht mehr haben will, ab ins Tierheim.


Zitat (Sparfuchs @ 23.10.2006 15:43:41)
Warum haben denn so viele Leute Hunde? Ist das nicht ein Ersatz für einen menschlichen Partner? Für viele ist der Hund sogar Ersatz für ein Kind-ist ja viel Pflegeleichter und wenn ich ihn gar nicht mehr haben will, ab ins Tierheim.

Nee Du, Sparfuchs, "unsere" Hunde hier haben alle einen tierlieben Rentner als Gefährten, das ist das Ding mit der Kinderlosigkeit schon durch :lol:

@hilla: Hast Du Kinder? Ich glaube nämlich nicht, denn dann würdest Du nicht so reagieren.


Zitat (Sparfuchs @ 23.10.2006 15:43:41)
Warum haben denn so viele Leute Hunde? Ist das nicht ein Ersatz für einen menschlichen Partner? Für viele ist der Hund sogar Ersatz für ein Kind-ist ja viel Pflegeleichter und wenn ich ihn gar nicht mehr haben will, ab ins Tierheim.

Haustiere sind kostengünstiger als Kinder B)

Zitat (Hilla @ 23.10.2006 15:37:59)
@Tanzfrosch und biohl,
ich habe nicht oberflächlich gelesen, allerdings habe ich mich sehr geärgert über die Ausdrucksweise. Total aggressiv kam das bei mir an. Der Gegensatz dazu war dann der Hundi und Kindi-Ausdruck. Irgendwas passt da nicht.

Man könnte zu diesem Thema eine ganze Menge sagen und doch ist schon so viel dazu gesagt worden.
....

Ist doch verständlich, wenn Keziban sich über die Kinderunfreundlichkeit ärgert. Verstehe Dein Problem nicht :keineahnung:

Wir hatten Kinder und Hund. :D

Die Leute, die ich kenne und einen Hund als Kinderersatz haben, hätten allesamt lieber Kinder........... :yes:

tante ju


@Gassine,
oh ja, ich habe Kinder. Vielleicht sollte man den Eröffnungsbeitrag noch einmal von einem anderen Blickwinkel aus durchlesen. Da fällt dann vielleicht auf, wieviel
Aggressivität er beinhaltet.
Deshalb meinte ich, da wollte ich nicht Kind oder Hund sein.

Das ist nur ein schriftlicher Beitrag - wie wird das im persönlichen Disput?
Vielleicht mache ich mir auch einfach nur zuviel Gedanken.


Ich meine schon das man in Deutschlands noch einiges tun muß für Kinder. Aber vieles muß von der Gesellschaft kommen. Es ist einfach schwierig Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen-und ein Gehalt reicht ja heute nicht mehr zum Leben.


Hallo Hilla,

ich bin weder aggressiv und ich habe mein Kind und mein Hund total lieb, ich glaube, da ist was in die falsche Kehle gekommen, es sollte auch eher ironisch gemeint sein, vielleicht verstehen mich manche Leute - so wie Du - da ein bisschen falsch und es wird mißverstanden, wie ich das eigentlich meine ;0))


Also dann wäre das geklärt - ist Deutschland kinderfreundlich-ja oder nein -was stört euch?


Zitat (Sparfuchs @ 23.10.2006 15:43:41)
Warum haben denn so viele Leute Hunde? Ist das nicht ein Ersatz für einen menschlichen Partner? Für viele ist der Hund sogar Ersatz für ein Kind-ist ja viel Pflegeleichter und wenn ich ihn gar nicht mehr haben will, ab ins Tierheim.

Wo passt in deine Rechnung der Familienhund, von allen geliebt? Und n Haufen Leute kümmert sich um die Tiere, die von anderen wegeworfen und ausgesetzt werden, auch und grade dann, wenn die ne Familie haben.
Geht wohl immer noch nicht in die Köpfe der Leute rein, dass man beides haben kann, nen Partner und Kids und Tiere. Wer Tiere hat kann auch Menschen lieben, sagt ja auch keiner zu nem Vater oder ner Mutter, dass die dann ja wohl Tiere nicht abkönnen, bloß weil die Kids haben, oder?
Ich seh manchmal Kids mit Eltern, bei denen ich mir auch zweimal überlegen würd, ob ich da was Nettes zu denen über das Kind sag.
Der Eröffnungsthread passt meiner Meinung nach ideal für nen Stammtisch, so wie da mit Klischees rumgeworfen wird.

Ich verstehe was Keziban gemeint hat. :rolleyes:
Ich finde auch das Deutschland kinderfeindlich ist. :angry:
Hab es selbst einmal in einer Eisdiele erlebt, als meine Kinder noch klein waren. Und meine Kinder sind wirklich anständig und wissen sich zu benehmen. Aber naja, die Besitzerin machte schon ein boshaftes Gesicht als sie mal mit dem Hintern hoch sind. Hat uns damals auch ständig beobachtet. In dieser Eisdiele waren wir nie mehr!
Und auch die Jugend wird doch heute nur schlecht gemacht, alle vergessen das sie auch einmal jung waren, und vielleicht noch schlimmer als die Jugend von heute. :wallbash:


Zitat (schneggla @ 24.10.2006 07:45:19)
Ich verstehe was Keziban gemeint hat. :rolleyes:
Ich finde auch das Deutschland kinderfeindlich ist. :angry:
Hab es selbst einmal in einer Eisdiele erlebt, als meine Kinder noch klein waren. Und meine Kinder sind wirklich anständig und wissen sich zu benehmen. Aber naja, die Besitzerin machte schon ein boshaftes Gesicht als sie mal mit dem Hintern hoch sind. Hat uns damals auch ständig beobachtet. In dieser Eisdiele waren wir nie mehr!
Und auch die Jugend wird doch heute nur schlecht gemacht, alle vergessen das sie auch einmal jung waren, und vielleicht noch schlimmer als die Jugend von heute. :wallbash:

Die Besitzerin der Eisdiele verkörpert Deutschland?
Und jeder macht die JUgend schlecht?

Das stimmt doch gar nicht, wenn es soooo schlimm wäre, gäbe es gar keine Kinder mehr. Sicher muß noch viel getan werden, deshalb ist aber noch lange nicht alles schlecht.

Wie stellt ihr euch denn ein kinderfreundliches Deutschland vor.

Deutschland sind wir alle.

Wenn ich einen Hund hätte, würde ich ihn nicht überall hinmachen lassen, sondern seine Häufchen wegmachen!

Wenn ich ein Kind hätte, würde ich versuchen, Rücksicht auf andere zu nehmen, die sich eventuell dadurch gestört fühlen könnten (soweit das eben geht).

Was ich NICHT täte: von anderen erwarten, dass sie mein Kind/Hund genau so mögen wie ich!

So, bin ich jetzt Kinderfeindlich, Hundefeindlich, Familienfeindlich oder was ?

Murphy


Zitat (Sparfuchs @ 23.10.2006 20:50:36)
Also dann wäre das geklärt - ist Deutschland kinderfreundlich-ja oder nein -was stört euch?

Nein, Deutschland ist nicht kinderfreundlich! Ich gebe mal ein Beispiel aus unserem mittelgroßen Betrieb.

Meine Kollegin, die einen schulpflichtigen Sohn hat (der gerade 10 J. geworden ist), arbeitet gemäß Vertrag 15 Stunden pro Woche, d.h. sie kommt montags von 8 bis 16 Uhr und donnerstags von 8 bis 14 Uhr. Nun ist eine andere Angestellte für 7 Wochen zur Kur und die Vertretungsregelung ist - wie immer - ein Chaos. Meine Kollegin muss nun ihre Stunden auf donnerstags nachmittags und freitags nachmittags verlegen. Sie muss, egal wie!

Na das nenne ich doch kinderfreundlich und demokratisch! :wacko:

Zitat (murphy @ 24.10.2006 08:50:58)
Wenn ich einen Hund hätte, würde ich ihn nicht überall hinmachen lassen, sondern seine Häufchen wegmachen!

Wenn ich ein Kind hätte, würde ich versuchen, Rücksicht auf andere zu nehmen, die sich eventuell dadurch gestört fühlen könnten (soweit das eben geht).

Was ich NICHT täte: von anderen erwarten, dass sie mein Kind/Hund genau so mögen wie ich!

So, bin ich jetzt Kinderfeindlich, Hundefeindlich, Familienfeindlich oder was ?

Murphy

Vollkommen korrekt- das eine schliest das andere normalerweise auch nicht aus.
Ich kenne aber auch einige Hündchenhalter, die vergöttern ihr Hündchen, lassen es den ganzen Tag alleine zu Hause-mach das mal mit einem Kind. Einen Hund bekomme ich auch schnell wieder los-ein Kind habe ich normalerweise fürs Leben.

Viele wissen gar nicht wie wichtig Kinder sind. Man sieht es an der Pflegeversicherung-früher hatt sich die Familie um die Pflege ihrer Eltern gekümmert-heute sehen wir wie die Kosten in der Pflegeversicherung explodieren, ja eigentlich gar nicht bezahlbar sind.

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 08:53:10)
Zitat (Sparfuchs @ 23.10.2006 20:50:36)
Also dann wäre das geklärt - ist Deutschland kinderfreundlich-ja oder nein -was stört euch?

Nein, Deutschland ist nicht kinderfreundlich! Ich gebe mal ein Beispiel aus unserem mittelgroßen Betrieb.

Meine Kollegin, die einen schulpflichtigen Sohn hat (der gerade 10 J. geworden ist), arbeitet gemäß Vertrag 15 Stunden pro Woche, d.h. sie kommt montags von 8 bis 16 Uhr und donnerstags von 8 bis 14 Uhr. Nun ist eine andere Angestellte für 7 Wochen zur Kur und die Vertretungsregelung ist - wie immer - ein Chaos. Meine Kollegin muss nun ihre Stunden auf donnerstags nachmittags und freitags nachmittags verlegen. Sie muss, egal wie!

Na das nenne ich doch kinderfreundlich und demokratisch! :wacko:

Weist du eine bessere Lösung?

Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 08:58:30)
Einen Hund bekomme ich auch schnell wieder los-ein Kind habe ich normalerweise fürs Leben.

Tja, wenn das mal so wäre ...
... Kinder, die in Heimen groß werden usw.

Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 09:00:04)
Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 08:53:10)
Zitat (Sparfuchs @ 23.10.2006 20:50:36)
Also dann wäre das geklärt - ist Deutschland kinderfreundlich-ja oder nein -was stört euch?

Nein, Deutschland ist nicht kinderfreundlich! Ich gebe mal ein Beispiel aus unserem mittelgroßen Betrieb.

Meine Kollegin, die einen schulpflichtigen Sohn hat (der gerade 10 J. geworden ist), arbeitet gemäß Vertrag 15 Stunden pro Woche, d.h. sie kommt montags von 8 bis 16 Uhr und donnerstags von 8 bis 14 Uhr. Nun ist eine andere Angestellte für 7 Wochen zur Kur und die Vertretungsregelung ist - wie immer - ein Chaos. Meine Kollegin muss nun ihre Stunden auf donnerstags nachmittags und freitags nachmittags verlegen. Sie muss, egal wie!

Na das nenne ich doch kinderfreundlich und demokratisch! :wacko:

Weist du eine bessere Lösung?

Was soll sie mit ihrem Sohn machen, mit in den Betrieb nehmen?

Mal davon abgesehen, dieses Chaos mit der besagten Vertretungsregelung geht schon seit 14 Jahren so. Da frage ich mich, warum die "großen" Herren in unserem Betrieb es nicht gebacken bekommen, eine vernünftige und dauerhafte Regelung zu treffen.
Für andere Arbeitsplätze gibt es schließlich auch eine schriftliche Vertretungsregelung.

Seit 2 Monaten ist bekannt, dass diese Angestellte zur Kur muss. Am letzten Arbeitstag dieser Angestellten kommen die Herren erst ins rotieren.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 09:10:03

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 09:04:58)
Was soll sie mit ihrem Sohn machen, mit in den Betrieb nehmen?

Mal davon abgesehen, dieses Chaos mit der besagten Vertretungsregelung geht schon seit 14 Jahren so. Da frage ich mich, warum die "großen" Herren in unserem Betrieb es nicht gebacken bekommen, eine vernünftige und dauerhafte Regelung zu treffen.
Für andere Arbeitsplätze gibt es schließlich auch eine schriftliche Vertretungsregelung.

Wäre doch mal ein Anstoß, würde ihn wirklich mal mitnehmen. Mit 10 kann er ja auch mal etwas allein zu Hause sein, oder er get zu Freunden. Habt ihr schon versucht eine Lösung zu finden?

Nunja, die Vertretung ist für unsere Telefonzentrale / Foyer. Dort sitzt man auf dem Präsentierteller und ist Anlaufstelle für Kunden, die zu einem Berater möchten.
Ich würde an ihrer Stelle, auch mein Kind mitnehmen, allein schon aus Protest :D

(Der Sohn wäre z.B. donnerstags mind. 5 Stunden alleine - naja, ich weiß ja nicht.)

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 09:14:12


Ich habe mir die Diskussion nun schon eine Weile mit angesehen. Ansich sollte doch ein 10 Jähriger in der Lage sein, mal ein paar Stunden allein zu Hause zu bleiben,ohne daß die Wohnung in Flammen aufgeht. Ich muss auch auf Arbeit und Sohnemann ist allein zu Hause. Wer voll arbeiten geht, hat meistens keine Wahl. Und ich musste feststellen - es geht!

allerdings muss ich mich auch den Vorschreibern anschließen, daß es einer Familie in DE nicht einfach gemacht wird.

Güße

Schnattchen


Unsere 9 jährige Tochter kann auch mehrer Stunden alleine bleiben ohne das etwas passiert. Oder sie geht zu einer ihren Freundinnen. Ansonsten gibts heute Telefon und Handy-sollte was sein ist man erreichbar.


Meine Kollegin geht nicht voll arbeiten, 15 Stunden pro Woche, aufgeteilt auf montags 8 - 16 Uhr und donnerstags 8 - 14 Uhr, und genauso steht es in ihrem Vertrag. Der Sohn ist Einzelkind, vielleicht erklärt das einiges :hmm:

Nunja, im Grunde kann ich da nicht mitreden, habe keine eigenen Kids.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 09:33:04


Das Problem gabs schon immer. Meine Mutter musste auch fast den ganzen Tag arbeiten und wir (3 Jungs) waren auch viel auf uns allein gestellt. Und hatten am Anfang noch nicht einmal Telefon. Schlimm war das nicht, im Gegenteil ich würde behaupten wir waren schneller selbstständig und auch die Schule haben wir gut absolviert.


Der Sohn ist Anfang Okt. 10 Jahre geworden. Vielleicht ist meine Kollegin auch ein Glucke :keineahnung:

Es ist von Kind zu Kind eventuell auch unterschiedlich, wann man es für mehrere Stunden allein lassen kann.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 09:40:38


[QUOTE=Tanzfrosch,24.10.2006 09:04:58][QUOTE=



Mal davon abgesehen, dieses Chaos mit der besagten Vertretungsregelung geht schon seit 14 Jahren so. Da frage ich mich, warum die "großen" Herren in unserem Betrieb es nicht gebacken bekommen, eine vernünftige und dauerhafte Regelung zu treffen.
Für andere Arbeitsplätze gibt es schließlich auch eine schriftliche Vertretungsregelung.

Seit 2 Monaten ist bekannt, dass diese Angestellte zur Kur muss. Am letzten Arbeitstag dieser Angestellten kommen die Herren erst ins rotieren.[/QUOTE]










Sorry, Glucke hin oder her, aber nach 14 Jahren hätte da mancher schon selbst andere Lösungen oder Möglichkeiten gesucht und gefunden.
Ausserdem bin ich auch der Meinung, ein 10-jähriger kann durchaus ein paar Stunden auf sich aufpassen. Sogar als Einzelkind. Oder will sie lieber noch 4 Jahre warten???
Ich habe Mühe, wenn Erwachsene Kinder und Hunde als Kindis und Hundis betiteln. Noch mehr Mühe macht mir die Aussage, der Hund werde von Fremden viel eher betütelt als das Kind.
Ich denke nicht, dass man die Kinderfreundlichkeit eines Landes an genanten Faktoren messen kann.

Bearbeitet von Tweetie am 24.10.2006 11:07:34


Was versteht ihr denn unter Kinderfreundlichkeit-was fehlt in diesem Lande?


Hallo zusammen,

Eigentlich wollte ich schon früher antworten, ging aber nicht, warum auch immer.

Ist es in Deutschland verwunderlich, daß immer weniger Kinder geboren werden? NEIN, daran ist der Staat wohl, mehrheitlich, selbst schuld!

Hier einige Beispiele:
- Kita´s werden geschlossen, (nicht genügend Kinder in einer Gruppe)
- Schulen, siehe Kita, aber Klassenstärken wie in Nachkriegszeiten (wir müssen sparen)
- Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, Fehlanzeige
- Spielplätze sind verwüstet und vergammeln
Begründung der Polit-a...n "Da ist kein Geld "geplant". (oder wird andersweitig verbraten)d.R.

Und da ist noch das "staatliche Kindergeld".

Selbst wenn beide Elternteile arbeiten gehen und einen Kita-platz ergattert haben, reicht das Kindergeld in den meisten Fällen nicht mal aus. Ja ein Kind braucht nicht nur einen Ganztagsplatz in der Kita, sondern auch Essen, Kleidung, Spielzeug (zu hause) und vor allem Zuwendung von den Eltern.
Aber wie soll das gehen? Die Eltern arbeiten von früh bis spät, holen das Kind ab, essen gemeinsam zu Abend, ...
Nun die Frage zum "Lohn". Beide haben zusammen etwas mehr wie H.IV, da fällt selbst die Entscheidung für ein Haustier negativ aus.

Die Lebenshaltungskosten in "D" steigen unaufhaltsam, und die Löhne stagnieren schon seit Jahren.
Ich kann jeden verstehen der sagt: KINDER in Deutschland NEIN DANKE


Zitat (Tweetie @ 24.10.2006 11:06:50)
Sorry, Glucke hin oder her, aber nach 14 Jahren hätte da mancher schon selbst andere Lösungen oder Möglichkeiten gesucht und gefunden.
Ausserdem bin ich auch der Meinung, ein 10-jähriger kann durchaus ein paar Stunden auf sich aufpassen. Sogar als Einzelkind. Oder will sie lieber noch 4 Jahre warten???
Ich habe Mühe, wenn Erwachsene Kinder und Hunde als Kindis und Hundis betiteln. Noch mehr Mühe macht mir die Aussage, der Hund werde von Fremden viel eher betütelt als das Kind.
Ich denke nicht, dass man die Kinderfreundlichkeit eines Landes an genanten Faktoren messen kann.

Wir Frauen habe eh nicht den gleichen Stellenwert im Job, wie unsere männlichen Kollegen. Vorschläge wurden schon gemacht, aber die oberen Herren kochen ihr eigenes Süppchen.

Egal welcher Meinung Du bist, es geht mir um's Prinzip. Da gibt es einen Vertrag meiner Kollegin, der aber aus dem der "großen" Herren verursachten Chaos keine Gültigkeit mehr hat ... damit sie diese Lücke schließen können. Frei nach dem Motto, entweder machen oder die Koffer packen???

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 11:27:19

Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 11:09:43)
Was versteht ihr denn unter Kinderfreundlichkeit-was fehlt in diesem Lande?

Schön wäre es, wenn Frau ab einem bestimmten Alter des Kindes (z.B. 3 J.) wieder halbtags arbeiten gehen könnte.

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 11:26:20)
Zitat (Tweetie @ 24.10.2006 11:06:50)
Sorry, Glucke hin oder her, aber nach 14 Jahren hätte da mancher schon selbst andere Lösungen oder Möglichkeiten gesucht und gefunden.
Ausserdem bin ich auch der Meinung, ein 10-jähriger kann durchaus ein paar Stunden auf sich aufpassen. Sogar als Einzelkind. Oder will sie lieber noch 4 Jahre warten???
Ich habe Mühe, wenn Erwachsene Kinder und Hunde als Kindis und Hundis betiteln. Noch mehr Mühe macht mir die Aussage, der Hund werde von Fremden viel eher betütelt als das Kind.
Ich denke nicht, dass man die Kinderfreundlichkeit eines Landes an genanten Faktoren messen kann.

Wir Frauen habe eh nicht den gleichen Stellenwert im Job, wie unsere männlichen Kollegen. Vorschläge wurden schon gemacht, aber die oberen Herren kochen ihr eigenes Süppchen.

Egal welcher Meinung Du bist, es geht mir um's Prinzip. Da gibt es einen Vertrag meiner Kollegin, der aber aus dem der "großen" Herren verursachten Chaos keine Gültigkeit mehr hat ... damit sie diese Lücke schließen können. Frei nach dem Motto, entweder machen oder die Koffer packen???

Wo lebst Du?

Ich denk aber das ist auch nicht überall so. Und ich glaube sogar gehört zu haben, das Firmen langsam umdenken und mehr für die Familien tun.


Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 11:29:26)
Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 11:09:43)
Was versteht ihr denn unter Kinderfreundlichkeit-was fehlt in diesem Lande?

Schön wäre es, wenn Frau ab einem bestimmten Alter des Kindes (z.B. 3 J.) wieder halbtags arbeiten gehen könnte.

Wo lebst Du?

Zitat (Ludwig @ 24.10.2006 11:30:46)
[/QUOTE]
Wo lebst Du?

Im Ruhrgebiet.

Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 11:30:46)
Ich denk aber das ist auch nicht überall so. Und ich glaube sogar gehört zu haben, das Firmen langsam umdenken und mehr für die Familien tun.

Klaro, aber in unserem Betrieb ist es nunmal so. Ich arbeite hier seit knapp 15 Jahren.

Auch wenn ich keine Kinder oder Haustiere habe, ist mir doch aufgefallen, das Deutschland im vergleich zu anderen Ländern doch recht Kinderunfreundlich ist. in Italien geht das Bambino über alles und in Holland ist es ganz normal, das eine Familie 2-3 Kinder hatt. die Meinung über die Kinder ist sehr viel offener und tolleranter als hier.

dazu kann ich mal volgendes Beispiel hinzufügen.
In eine Katholischen Kirche in Holland fand eine Messe statt, 2 Mädchen im Alter von 2-3 Jahren spielten während der Lesung fangen und rannten quer durch die Kirche. bei den Fürbitten predigte der Pfarrer dan folgenden Satz: Herr wir bitten dich, das unsere Kinder auch in Zukunft so frei rumlaufen können.

Bearbeitet von Tulpe am 24.10.2006 11:46:36


Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 11:29:26)
Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 11:09:43)
Was versteht ihr denn unter Kinderfreundlichkeit-was fehlt in diesem Lande?

Schön wäre es, wenn Frau ab einem bestimmten Alter des Kindes (z.B. 3 J.) wieder halbtags arbeiten gehen könnte.

Aber das können wir doch :blink:
Ich werde, wenn meine Kleine in die Kita geht, sie ist dann 3, auch halbtags arbeiten gehen.
Und wenn sich das irgendwo beißt, dann suche ich mir einen Job auf Aushilfsbasis.
Bin verheiratet in Lohnsteuerklasse 5, da bleibt bei einem Halbtagsjob eh nicht viel mehr als bei einem Aushilfsjob übrig.
Dafür hat Göga aber die 3, und das macht sich auf unserem Konto sehr bemerkbar.
Also, ich finde das nicht schlimm...

Ich denke auch nicht, das der Staat Kinderunfreundlich ist, ab nächstem Jahr gibt´s das Elterngeld, ausserdem bekommt 154,-EUR Kindergeld, also meine Eltern haben für mich und meinen Bruder damals keine 300,-DM Kindergeld bekommen.

Ich finde kinderunfreundlich ist nur die Gesellschaft, immer mehr entscheiden sich gegen Kinder, und akzeptieren und tolerieren diese dann auch immer weniger.
Man wird da teilweise schon echt doof angeguckt oder angemacht, wenn das Kind motzt oder schreit.
Aber das war leider auch schon immer so, vielleicht nicht so intensiv, wie heute, aber diese Menschen, die selber wohl nie Kind waren gab es auch damals.

Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 11:45:12)
Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 11:29:26)
Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 11:09:43)
Was versteht ihr denn unter Kinderfreundlichkeit-was fehlt in diesem Lande?

Schön wäre es, wenn Frau ab einem bestimmten Alter des Kindes (z.B. 3 J.) wieder halbtags arbeiten gehen könnte.

Aber das können wir doch :blink:
... ab nächstem Jahr gibt´s das Elterngeld, ausserdem bekommt 154,-EUR Kindergeld...

Nein, in unserem Betrieb sieht es meistens anders aus, u.a. will man hier die Halbtagskräfte ganz abschaffen.

Ja, das Elterngeld, ganz toll - wieviele Euros waren das noch ... max. 1.800 Euro.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 11:52:37

Das sund aber wirklich nur wenige Betriebe, und wie ich schon zuvor geschrieben habe, kann man sich dann was auf Aushifsbasis auch suchen...


:) meiner meinung nach gibt es zwei punkte beim thema kinderfreundlichkeit:

1. was tu der staat für die kinder (kinderbetreuung, kindergeld, mutterschutz, elternzeit)

2. wie reagiert die gesellschaft auf kinder (wohnungen werden oft nur an kinderlose paare vermietet, kinderlärm wird als störend empfunden...)


in spanien z.b:ist ist die kinderbetreuung noch schlechter als in deutschland, kindergeld gibt es nicht (nur geringe steuererleichterungen) und der mutterschutz ist wesentlich kürzer, obwohl hier nach und nach schon einiges verbessert wird.

trotzdem hat spanien wie viele südländische länder den ruf kinderfreundlich zu sein.
an der hohen geburtenrate kann es nicht liegen, denn die ist inzwischen auf 1,2 kinder pro familie abgesunken (damit ist sie niedriger als in deutschland)

wie wird auf kinder im allgemeinen reagiert? kinder sind in spanien immer willkommen, jeder hat ein nettes wort für sie. sie werden nicht als störend empfunden. sogar kinderlärm wird als normal angesehen. man hört immer wieder "...sind doch kinder"

babys werden in der öffentlichkeit gestillt und niemand regt sich drüber auf.
kinder kann man immer und fast überall mit hinnehmen.

das ganze heisst natürlich nicht, dass es hier keine vernachlässigung und gewalt gegen kinder gibt.

aber die allgemeine stimmung würde ich schon als kinderfreundlicher als in deutschland bezeichnen.


Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 11:50:24)
Das sund aber wirklich nur wenige Betriebe, und wie ich schon zuvor geschrieben habe, kann man sich dann was auf Aushifsbasis auch suchen...

Nee, ist klar, ich gehe dann nach dem Erziehungsurlaub auf 400-€-Basis putzen :no:

Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 11:45:12)
Ich finde kinderunfreundlich ist nur die Gesellschaft, immer mehr entscheiden sich gegen Kinder, und akzeptieren und tolerieren diese dann auch immer weniger.
Man wird da teilweise schon echt doof angeguckt oder angemacht, wenn das Kind motzt oder schreit.
Aber das war leider auch schon immer so, vielleicht nicht so intensiv, wie heute, aber diese Menschen, die selber wohl nie Kind waren gab es auch damals.

:blink: genau das fällt mir bei meinen deutschlandbesuchen auch auf.

sicher gibt es ausnahmen, aber die allgemeine stimmung ist schon so wie du beschreibst :(


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