Gibt es ein Christkind? ....weil´s paßt....


Gibt es ein Christkind?
Die achtjährige Virginia aus New York schrieb vor langer Zeit an die "SUN" einen Brief:

Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt kein Christkind. Papa sagt, was in der SUN steht, ist immer wahr. Bitte sagen Sie mir - gibt es ein Christkind?
Virginia O' Hanlon

Liebe Virginia,

Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen gehört oder einem Kind. Im Weltall verliert es sich wie ein Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt ein Christkind. Es gibt es so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich macht. Ein Flackergeist an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt ein Christkind. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss könntest Du Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme das Christkind zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn, sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, den nicht einmal alle Gewalt auf der Erde zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. "Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und beständiger. Das Christkind lebt, und ewig wird es leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia.


YO



Hab einen Link der zur Geschichte führt reingefriemelt.

Bearbeitet von Rheingaunerin am 07.12.2006 07:13:28


Eine wundervolle Geschichte, Yolanda :blumen: und ein wundervoller Mensch hat ihre Frage beantwortet.

Bearbeitet von biohl am 07.12.2006 00:07:44


Wenn an Heiligabend das Glöcken gebimmelt hat und alle Kinder (3 eigene und 2 Pflegekinder) aufgeregt aus den Kinderzimmern stürzen, versammeln wir uns in großer Erwartung herzklopfend und erfürchtig flüsternd vor der Wohnzimmertüre ... Eines der kleineren Kinder öffnet die Türe und alle drängen hinein. Strahlender Lichterglanz, der warme Duft von Tannengrün, Bienenwachskerzen und Plätzchen und das helle Klingen der "Stille Nacht, Heilige Nacht-Spieluhr" empfangen uns. Ergriffen und staunend stehen wir da.
Die Gardine vor der einen Spalt breit geöffneten Terassentür weht leise im Luftzug.
Eins der Kinder springt hin, hofft, einen Blick auf das eben noch im Zimmer gewesene Christkind zu erhaschen ... Aber es ist schon verschwunden. Doch da der glückliche Aufschrei: "Da sind Spuren vom Christkind!!!"
Und tatsächlich: Winzige Spuren von kleinen Schühchen führen durch den Schnee zur Türe und auch wieder weg und verschwinden irgendwo hinter der großen Tanne im Garten.

Das ist geschehen am Heiligen Abend 2003.


@ Goldknöpfchen, Deine Geschichte hat mich ganz arg berührt :schnäuzen:
Immer wenn ich Geschichten, Erlebnisse,usw. in dieser Richtung höre,lese dann sehe ich immer meinen kleinen Enkel Daniel, der im Alter von 1Jahr+9Monaten mit seiner Mama nur 5 Tage vor Heiligabend diese Welt verlassen hat.
Ja, es gibt ein Christkind !!!!
Vielen Dank für diesen Beitrag- *schluck* :blumen: :blumen: :blumen:

Bearbeitet von biohl am 07.12.2006 01:56:25


Für biohl: :trösten:


Zitat (Goldknoepfchen @ 07.12.2006 00:39:12)
(...)
Die Gardine vor der einen Spalt breit geöffneten Terassentür weht leise im Luftzug.
Eins der Kinder springt hin, hofft, einen Blick auf das eben noch im Zimmer gewesene Christkind zu erhaschen ... Aber es ist schon verschwunden. Doch da der glückliche Aufschrei: "Da sind Spuren vom Christkind!!!"
Und tatsächlich: Winzige Spuren von kleinen Schühchen führen durch den Schnee zur Türe und auch wieder weg und verschwinden irgendwo hinter der großen Tanne im Garten.

Das ist geschehen am Heiligen Abend 2003.

Goldknöpfechen!

Das ist aber wunderbar! Jetzt habe ich ein wunderschönes, warmes, weihnachtliches
Gefühl in mir... :wub: :wub: :wub: :)

Deine
Apfelblüte
:winkewinke:

Zitat (yolanda @ 06.12.2006 22:04:32)
Gibt es ein Christkind?
Die achtjährige Virginia aus New York schrieb vor langer Zeit an die "SUN" einen Brief:





Vielen Dank Yolanda!

Sehr, sehr schön! :wub:
Ich habe den Link von Rheingaunerin geklickt. Der Brief ist doch tatsächl.
aus dem Jahr 1897.... Er wurde wirklich von einem gaaanz besonderen Menschen geschrieben!
(ich hätte nicht gedacht, dass der Brief so alt ist...)

Deine Apfelblüte! :blumen:


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