Kirchenaustritt: wie mache ich das?


Zitat (murphy @ 09.12.2006 08:12:54)
Anscheinend nimmst Du an, jeder liest Deine Beiträge mehrmals, falls Du im Nachhinein noch etwas verändert hast.



*seufz*
ach Murphy... einmaliges Durchlesen sollte doch im Normalfall reichen, meinst Du nicht? Und dann hätte, wie ich finde, nach menschlichem Ermessen eigentlich jedem Interessierten auffallen müssen, dass ich das im vorliegenden Fall entscheidende, von Dir aber verleugnete Wort dort eben sogar farblich betont habe. (siehe S. 1: Beitrag vom 07.12.2006, 17:33:34 Uhr) Mir ist nach wie vor schleierhaft, ob Du das übersehen konntest.

Den Satz, den ich oben von Dir zitiert habe, könnte man so verstehen, dass Du mir unterstellst, ich hätte die Beiträge, auf die Du Dich in erster Linie beziehst, nachträglich verändert. Falls Du das wirklich behauptest, muss ganz klar gesagt werden, dass Du da schlichtweg lügst. Davon kann sich jeder selbst überzeugen: Weder mein Beitrag vom 07.12.2006 17:33:34 (S.1) noch der vom 07.12.2006 20:53:32 (S.2) sind irgendwie nachgebessert, das würde ja sonst am Beitragsende angezeigt werden.
Vielleicht bzw. hoffentlich habe ich Dich aber bei obigem Zitat total missverstanden.

In jedem Falle aber sind wir beide schon an einem Punkt weit jenseits des Themas angekommen: Statt um Inhalte geht es zwischen uns doch nur noch um Persönliches. Ich schlage daher, was unseren direkten Kontakt betrifft, eine Pause vor; In diesem Thread stehen die Leute trotz meiner Anstrengungen inhaltlich sicher überwiegend auf Deiner Seite! Ich hoffe, das genügt Dir und Du gießt kein Öl ins Feuer. Bitte lass uns eine Pause machen. Ganz sicher haben sich unsere erhitzten Gemüter bis in ein paar Tagen abgekühlt und wir schaffen eine friedliche Koexistenz...

hoffnungsvolle Grüße
maskatalta

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 28.11.2007 12:03:04


Hallo saubär!

Es tut mir Leid, dass Du diesen Eindruck von mir gewonnen hast. Ich möchte ganz im Gegenteil niemanden für seinen Kirchenaustritt verurteilen. Gleichwohl bin ich nicht glücklich darüber; in Deinem Falle auch, weil Du ausdrücklich davon geschrieben hast, Du wolltest die Kirchensteuer sparen. Daher habe ich halt einfach mal den Sinn dieser Steuer aufzuzeigen versucht. (Ich kenne durchaus einige Leute, die ihrer Kirche an sich fern stehen, aber die Kirchensteuer grundsätzlich für vernünftig halten und daher in ihrer Kirche bleiben!)

Dass Du den hierbei von mir gewählten Ton als unsympathisch empfindest, zeigt mir, dass ich da einen klaren Fehler gemacht habe. Bitte entschuldige! Vielleicht haben die ständigen Rechtfertigungen, die Kirchengegner mir seit Jahren aufnötigen zu können glauben ("Ach, Sie stehen zur Kirche??? Auch noch zur katholischen??? Na, hören Sie mal, wie können Sie es eigentlich mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass... blah blubb" [teilweise erschreckendes Nichtwissen, aber jede Menge arroganter Drang zum Abkanzeln]) bei mir wirklich Spuren hinterlassen.

Ich hätte, da ich mich nun mal dazu entschlossen hatte, etwas auf Deinen Beitrag hin zu posten, sogar ganz besonders umsichtig formulieren sollen, da Du ja offensichtlich mit Deiner (Amts)Kirche abgeschlossen hattest. In einem solchen Fall empfindet man einen Beitrag wie meinen natürlich schnell als Einmischung, vielleicht sogar als Versuch einer Missionierung (was mir fernlag). Aber ich habe entweder diese Umsicht nicht aufgebracht oder nicht vermitteln können. Deshalb ärgere ich mich über mich selbst. Ich danke Dir für den vernünftigen Ton in Deinem jüngsten Beitrag. Er hat mir geholfen, mein angesichts des zuletzt mir gegenüber in manchen Beiträgen m.E. scharf und unfair gewordenen Tons doch recht aufgewühltes Temperament zu zügeln. Ansonsten hätte ich keinen Waffenstillstand vorschlagen können.
Merci! :blumen:
maskatalta


.........

Bearbeitet von internetkaas am 10.12.2006 08:09:53


Zitat (saubär @ 09.12.2006 11:09:07)
Desweiteren schreibst Du, dass Christen in Wallfahrtsorten ihrem Heiligen oder Schutzpatron Geschenke machen die genau für diesen Schutzpatron gedacht sind, aber meinst Du ein guter Christ hätte etwas dagegen wenn man diese wertvollen Geschenke für gute Zwecke einsetzt? Dafür muss ein reicher Mann (Kirche) nicht arm werden. Und ist EIN Armer nicht besser als millionen Arme?


Hallo saubär,
Du sprichst hier zwei verschiedene Themen an, die man m.E. trennen sollte, nämlich einerseits die Wallfahrtskirchen und zum anderen die generelle Diskussion um den Reichtum der Kirche(n).

zu Ersterem:
Ich selber bin kein Freund der Geschenke an Heilige oder überhaupt der Heiligenverehrung (hab da schlechte Erfahrungen mit einem Pfarrer gemacht), bin da also kirchenpolitisch eher "linkskatholisch" (und nicht nur dort! ;) ), aber ich akzeptiere und respektiere sie in vernünftigen Grenzen als Ausdruck persönlicher Frömmigkeit und würde daher nie fordern, z.B. wertvolle Weihegaben zu verkaufen, einzuschmelzen oder sonst wie zu Geld zu machen, egal warum. Ich
denke mir, wenn ich selber z.B. eine kostbare Votivtafel stiftete (ich hab's nicht vor), dann hätte ich sicher auch was dagegen, wenn sie zweckentfremdet werden würde. Das Problem ist halt, dass Außenstehende nicht wissen können, was ein Stifter sonst noch alles ausgegeben hat für wohltätige Ziele. Er hat sich jedenfalls entschlossen, etwas zu stiften, und wenn man vor Ort damit einverstanden war, dann ist dieses Geschenk unantastbar.

Natürlich profitiert auch der jeweilige Wallfahrtsort touristisch gesehen von einer prächtigen Ausstattung des Gebäudes, aber das ist doch nur menschlich und nützt allen dortigen Einwohnern, auch den aus der Kirche ausgetretenen. Und was die vielen ausgestellten Geschenke an sich angeht: Hierdurch wird die Kirche ja nur ideell reicher, aber nicht wirklich materiell (denn sie sind ja unantastbar).



Da ich finde, man sollte Dein, saubär, zweites angesprochene Thema vom ersten trennen, tu ich das jetzt auch :lol:

@maskatalta:

Einige Anmerkungen:

1. Dein Tonfall erscheint mir arrogant, Deine Wortwahl extrem, mir scheint, Du kannst mit Kritik nicht sehr gut umgehen, da Du sehr heftig reagierst und anderen Unterstellungen machst.

2. Ich grief nicht Dich persönlich an, ich kenne DIch nicht mal. Mich strört lediglich Deine Art der Argumentation. Ich hoffe, DU siehst den Unterschied.

3. Ich bin noch immer beim Thema. Ich v ertrete weiterhin die Meinung dass es unverschämt ist, jemandem der aus der Kirche austreten möchte, mit der Moralkeule zzu kommen.

4. In diesem Forum kann jeder sein und tun was er möchte, weder hat Deine Anwesenheit Einfluss auf meine, noch vermutlich umgekehrt. Wir müssen uns nicht liebhaben oder überhaupt zur KLenntnis nehmen, hat ja genug andere Leute hier :)

5. Dass Du der Auffassung bist, die Leute sind trotz Deiner Bemühungen eher meiner Meinung liegt nicht an meiner Person sondern an der Art, wie Du Deine Punkte rüberbringst. Du kannst was daraus mitnehmen oder eben nicht. Mit meiner Person hat das eher wenig zu tun. Es zeigt aber auch dass selbst wenn man noch so sehr von seiner Meinung überzeugt ist, eine Mehrheit völlig anderer Ansicht sein kann und man sich eventuell an den Gedanken gewöhnen muss, nicht unbedingt Recht zu haben.

6. Dass Du Deine Kirche liebst habe ich nie negativ bewertet, es ist mir völlig gleichgültig und nicht das Thema. Jedem das Seine.

Grüße
Murphy


Zitat (saubär @ 09.12.2006 11:09:07)
ist EIN Armer [die Kirche] nicht besser als millionen Arme?

Dieses Thema ist m.E. extrem umfangreich: Soll die (hier: christliche) Kirche arm oder reich sein? Darüber wurde schon seit der Antike gestritten!

Die Idee einer "armen Kirche" hat für mich viel Sympathisches:
Man kann dann mehr Geld gegen Armut, Hunger und Elend sowie für den Glauben aufwenden;
man orientiert sich dann mehr an Jesus' Lebensweise;
eine arme und machtlose Kirche muss noch mehr darauf setzen, mit Taten zu überzeugen;
man setzt sich dann weniger Argwohn und Neid aus;
Reichtum und damit Macht machen manchmal gierig und manches Geld dient sehr fraglichen Zwecken - dies würde verringert.

Dass es sich anders entwickeln sollte, dass die christliche Kirche im Mittelalter überragende Macht und großen Reichtum erhielt, war zu einem Großteil auch von anderen so gewollt...
[Achtung: historischer Exkurs ;)
...z.B. von Kaiser Otto dem Großen, der nach mehreren Attentatsversuchen seiner weltlichen Fürsten sich entschied, die wichtigsten Rechte und damit verbundene Reichtümer an hohe Geistliche zu verteilen (diese Bischöfe und Äbte waren als meist zweit- oder drittgeborene Adlige außerdem Reichtum von Kindheit an gewöhnt!). Ein anderer wichtiger Punkt: Als die römischen Kaiser im 4. Jh. die Hauptstadt und damit die Macht nach Byzanz verlegten, war es ganz logisch, dass in Rom der dortige Bischof (= Papst) bald zur wichtigsten und einflussreichsten Institution wurde. Das Ansehen des Papstes stieg zudem unglaublich an, als es im Laufe der Zeit mehreren Päpsten gelang, drohende Plünderungen anderer Völker mithilfe von Verhandlungen zu verhindern.
Alle genannten Beispiele trugen dazu bei, dass die Kirche neben geistlichen Aufgaben auch politische erlangte oder bekam. Um diesen nachzukommen, war Reichtum nicht nur hilfreich, sondern unerlässlich.
Auch der aus kirchlicher Sicht ja durchaus begrüßenswerte Ausgang des Investiturstreites (grob zusammengefasst: in Sachen Bischofsernennung stand der Papst seither über Kaiser und König) vergrößerte die Macht der Kirche - so sehr, dass bald kritische Stimmen unüberhörbar wurden. Je nach Radikalität auf beiden Seiten (auch etliche Päpste waren zuvor Adelige und damit Reichtum gewöhnt gewesen; einige Kritiker wiederum vermengten die Forderungen nach einer armen Kirche mit Änderungen in zentralen Glaubensfragen) wurden die einen blutig verfolgt, die anderen (z.B. die Franziskaner) toleriert und sogar gefördert.]


Inzwischen stellen die christlichen Kirchen ihren Reichtum längst nicht mehr zur Schau, sondern treten deutlich bescheidener auf; gleichwohl: Sie waren jahrhundertelang Prunk und Protz gewohnt. Noch wichtiger erscheint mir allerdings, dass es schon immer viele Leute gab, die ihrer Kirche vor Ort große Summen oder Immobilien spendeten, und zwar oft zweck- und ortsgebunden. Das heißt, eine "arme Kirche" wollen viele Kirchenteilnehmer selbst nicht bzw. verhindern es mit Schenkungen zu bestimmten Bedingungen.

Was die Armen in der Welt betrifft: Die Kirchen (sowie viele andere, nichtkirchliche Organisationen) helfen ja jetzt schon in beachtlichem Umfang - und viele Kleriker in weit höherem Maße als wir durchschnittliche Kirchenzugehörige oder Ausgetretene. Da geht oft der persönliche Besitz dabei drauf, während wir daheim Gebliebene (ich schließe mich ausdrücklich mit ein) es uns global gesehen doch sehr gut gehen lassen...

Neben diesen vier genannten Aspekten sollte man m.E. auch berücksichtigen, dass die Kirchen mit ihrem Geld auch auf politischem Parkett und hinter den Kulissen viel Gutes bewirken können. Ich weiß da, was das Bistum Augsburg betrifft, ein bissel was. Dass das von kirchlicher Seite nicht unbedingt an die große Glocke gehängt wird, find ich genauso sympathisch.



Das waren jetzt ein paar mir spontan eingefallene Punkte zum Thema "reiche oder arme Kirche", aber es gibt wahrscheinlich noch Hunderte anderer Pro- und Contra-Argumente...

Es ist schon interessant, was aus einer einfachen Frage

Zitat
....aber hat hier jemand Erfahrung wie man aus der Kirche austritt.....


sich so Alles entwickelt......

Bearbeitet von obelix am 09.12.2006 20:56:47

Zitat (lanie @ 09.12.2006 06:47:42)



Weiter oben hab ich des öfteren gelesen das mit der Kirchensteuer bestimmte Sachen unterstützt werden, Kirche, Krankenhaus usw

aber bekommt man nicht schon genug Geld wenn man für die Kindergartenplätze zahlt ?
Mein Patenkind zum Beispiel
Man zahlt einen Standartpreis
dann wird das Essen jeden Tag extra gezahlt.
besondere Kurse für die Kleinen zahlt man auch noch extra...

Im Krankenhaus gibt es doch fast von allen Patienten bei der Entlassung auch noch sowas wie eine Spende oder Dankeschön,
was macht das Personal damit ?

Irgendwie denke ich, das durch diese nebenbei Einnahmen doch auch viel zusammen kommt oder täusch ich mich da ?

Aber das man schon wieder was zahlen muß, nur weil man austreten will, find ich auch Mist.. egal was man macht.. MAN MUSS GELD HINLEGEN.. echt zum *übergeben*

:wacko:

Ich bezahle für den Kindergarten 54 Euro im Monat mal 12 sind 648 Euro im Jahr. In unserem KIndergarten sind 100 Kinder. Macht also jährlich ca. 64 800Euro. Wir haben 8 Erzieherinnen, die wollen auch bezahlt werden, dann kommen noch Energiekosten und z. B. Anschaffungen an Materialien dazu. Ich glaube kaum das irgendein Kindergarten aus eigener Kraft für seinen Aufwand aufkommen kann und keine staatlichen oder kirchlichen Zuschüsse braucht.
Das Krankenschwestern und Pfleger nicht grade rasend verdienen, müßte allgemein bekannt sein. Das Geld das sie bekommen, wandert in die Kaffeekasse und wird dann aufgeteilt. Es sei ihnen von Herzen vergönnt, wer nichts geben kann oder will, muss ja auch nicht.
Zum Kirchgeld: ich zahle auf meinen 400,-- Euro-Job auch keine Steuern und bekomme auch immer die Aufforderung zur Zahlung des Kirchgeldes. Bei uns in Bayern ist das gestaffelt nach Einkommen. Wer weniger als 500 euro im Monat verdient zahlt gar nichts. Danach ist die erste Staffelung ein Betrag von 8 Euro- und das jährlich. Das glaube ich, kann sogar ich erübrigen, die unter die Grenze fällt. Ich habe auch schon vergessen zu zahlen, und habe nie eine Mahnung oder sonst was bekommen. Die Staffelung steht bei uns direkt auf dem Überweisungsträger drauf, jeder kann sich SEIN Kirchgeld rauslesen. Das Kirchgeld kommt ausserdem der eigenen Kirche zugute.
Ich war früher katholisch, bin jetzt aber evangelisch und damit größtenteils glücklich. Über irgendwas kann man sich doch immer aufregen.

Zitat (Charly_70 @ 08.12.2006 23:02:28)
Zitat (DaWicky @ 08.12.2006 22:26:02)

Aeh ja.. Wie denn was denn...
Bin in der Kirche beschäftigt.
habe ein uneheliches Kind und bin mit einer anderen frau in wilder Ehe zusammen.

Mein Partner nebenbei auch.
bisher hat mich mein Arbeitgeber nich nciht darauf angesprochen.

Ok, vielleicht hab ich zu viel verallgemeinert.

Glaub mir, im tiefen katholischen Bayern, hättest du in dem Fall ein echtes Problem

Ein Link

Wenn das Leben eben nicht so läuft wie geplant, hat man hier wirklich ein Problem im Job.

Zitat
Aber sollte ich die Dienste eines Geistlichen benötigen, so weiss ich wo ich einen fähigen zu finden habe.

Wenn ich einen Artz aufsuche geh ich ja auch nicht zum Nächstbesten nur weil der kürzer zu erreichen ist.
Ich such mir einen zu dem ich Vertrauen fassen kann und mit dem ich gute Erfahrunngen gemacht habe.


Die Familie hat damals einfach den für sie Zuständigen genommen - sie hatten nach dem Tod des Familienmitglieds einfach genug anderes um die Ohren.

Ich denke, wenn ich nicht in Bayern leben würde, hätte ich eine andere Einstellung dazu. Ein christlicher Kindergarten kann etwas sehr schönes sein - oder auch der Horror. Kommt eben auf die Leitung an. Das Problem bei uns ist nur, es gibt keine Alternative. In den meisten Orten gibt es genau einen Kindergarten und der ist katholisch. Das heißt, die Kirche übernimmt einen kleinen Teil der Kosten und hat sehr sehr großen Einfluss. Wie gesagt - das muss nicht schlimm sein, bei einem vernünftigen Prarrer (ja auch sowas gibt es) aber bei einem Fanatiker kann es ein Problem geben.

... und das iust genau das problem. meistens gehts nicht um die instutution sondern das irgendwo ein idiot sitzt. und die gibts innerhalb und ausserhalb der kirche.

aber ich kann gut verstehn das du sauer bist, weil eine beerdigung schon etwas wichtiges ist und wenn sich dann derjenige4 der die grabrede hält ( egaql ob pfarrer oder nichtpfarrer) mist baut ist daqs eine katastrophe. da bin ich volkommen deiner meinung.

Leider gibt es menschen die ihren job nicht richtig machen überall.

Zitat (saubär @ 09.12.2006 11:09:07)
@maskatalta,

ich finde es gut das Du so zu Deiner Kirche stehst aber Du gibst einem das Gefühl (vielleicht irre ich mich) Menschen zu verurteilen weil sie aus der Kirche austreten möchten. Dein Ton klingt von oben herab, dass, wie gesagt ich kann mich auch irren, lässt die Art wie Du argumentierst nicht gerade sympatisch oder christlich erscheinen.

Da ich nun mal die Möglichkeit und das Recht habe auszutreten werde ich davon gebrauch machen.

Desweiteren schreibst Du, dass Christen in Wallfahrtsorten ihrem Heiligen oder Schutzpatron Geschenke machen die genau für diesen Schutzpatron gedacht sind, aber meinst Du ein guter Christ hätte etwas dagegen wenn man diese wertvollen Geschenke für gute Zwecke einsetzt? Dafür muss ein reicher Mann (Kirche) nicht arm werden. Und ist EIN Armer nicht besser als millionen Arme?

-saubär-

dadurch das ein reicher arm würde werden keine tausend arme reich.

Deine Begründung hinkt...

Zitat (MEike @ 09.12.2006 17:30:47)

Auch mich stört es, wenn es nur einen Kindergarten im Ort gibt, der aber konfessionsgebunden ist, und ich mich daher entscheiden muß, ob mein Kind zu Hause bleibt, oder missioniert wird...

ok ist erstmal doof wenn man nciht die Wahl hat zu entscheiden...

Aber...
Meinst du nicht das das mit dem Missionieren ein wenig übertrieben ist? Wir reden vom Kindergarten...

Ok. Kider kommen mit den Christlichen Geschichten und Festen in Kontakt.

Aber das sie die kennenlernen ist doch wohl kaum schlecht.
Ganz im Gegenteil ist es doch ganz gut wenn die Kinder wissen warum Weihnachten gefeiert wird und nicht nur das da der Cocakola-Mann auf einem Renntierschlitten Geschenke verteilt.

Missionieren? Da hast du ja doch als Elternteil auch nich eine Stimme oder?

So Kann das Kind beide Seiten kennenlernen und weiss später wenigstens wovon es spricht.

Wenn du dein Kind in einem Staatlichen Kindergarten haettest und da ein Mitglied von Sientologie sitzt und den Kindern was vom Pferd erzählt, und da seine Sekte nich nicht mal was dazu bezahlt, wäre dir sowas lieber?

Beeinflusst wird überall. Wichtig ist das wir unsere Kinder zu mündigen Menschen erziehen so das sie SELBST entscheiden können, was sie annehmen und was nicht.

Zitat
aber ich kann gut verstehn das du sauer bist, weil eine beerdigung schon etwas wichtiges ist und wenn sich dann derjenige4 der die grabrede hält ( egaql ob pfarrer oder nichtpfarrer) mist baut ist daqs eine katastrophe. da bin ich volkommen deiner meinung.

Leider gibt es menschen die ihren job nicht richtig machen überall.



Danke daWinci.
Ja, das trifft es wirklich. Wenn man jemanden richtig gern mochte, und die Beerdigung derart unterirdisch ist - ich war (und bin noch) einfach nur sauer. Auch wenn ich rational sehe, dass wir da eben mal an einen schlechen Mitarbeiter der Kirche geraten sind - ich bin einfach wütend darüber. Sowas kann man nicht mit - ist halt mal passiert - wegstecken. Auch wenn ich weiß, dass ich da irrational und ungerecht bin - es geht einfach nicht.



Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 28.11.2007 12:02:41

Zitat (DaWicky @ 09.12.2006 23:24:47)
Dafür muss ein reicher Mann (Kirche) nicht arm werden. Und ist EIN Armer nicht besser als millionen Arme?

-saubär- [/QUOTE]
dadurch das ein reicher arm würde werden keine tausend arme reich.

Deine Begründung hinkt...
@Du hast recht, dann macht es sicher nichts wenn ich meine Kirchensteuer nicht zahle....

@DaWicky,
Du hast recht, dann macht es sicher nichts wenn ich meine Kirchensteuer nicht mehr zahle...

Es geht mir dabei nicht ums arm oder reich werden sondern das anderen geholfen wird.

Aber wie gesagt, es ist nicht mein Eigentum und meine Spenden. Die Kirche kann damit tun und lassen was sie will und für richtig hält. Es ist in meinen Augen nur paradox. Für Dich oder Euch ist sind es zwei verschiedene Dinge.

@maskatalta,

danke das wir so miteinander "reden" können. Wie gesagt ich finde Deinen Glauben gut und kann verstehen das es "weh" tut wenn die Schäfchen weglaufen was nicht nur finanzielle Gründe hat. Ich finde es einfach schade das ich dazu gezwungen werde einen Großteil meines Geldes für meinen eventuellen Glauben auszugeben ohne recht überzeugt zu sein das es einen echten Wert oder Nutzen hat. Ich kann das irgendwie nicht so recht rüber bringen aber andere haben das hier schon sehr gut getan.

-saubär-

Also, ich habe jetzt versucht, alle vier Seiten dieses Threads, ausführlich zu lesen, was ziemlich schwierig war, angesichts der vielen zitierten Zitate.
Bei all dem Hin und Her, kann ich nur erst einmal Eines feststellen:

Wie schön wäre es doch, wenn man so über die Staatssteuer entscheiden könnte!
Na dann wären unsere Politiker mal gefordert!
Aber das nur am Rande.

Kirche Ja oder Nein, sollte jeder für sich entscheiden.Austreten in Berlin geht übrigens bis jetzt kostenfrei, bei der Lohnsteuerkartenstelle im Rathaus. Und auch hat jeder bestimmt seine eigenen Erfahrungen mit der Kirche gemacht.

Meine persönliche Meinung dazu ist:
Wenn man schon bei der Kirche arbeitet, sollte man auch Mitglied sein.
Ich bin seinerzeit extra in die Kirche eingetreten, und habe mich dafür sogar mit über 30 Jahren, taufen lassen!
Ich konnte mir einen Tag aussuchen, dann wurde eine kleine Kirche zur Verfügung gestellt, ein Organist wurde zur Verfügung gestellt, der Pfarrer wurde zur Verfügung gestellt: alles kostenfrei!
Wir waren nur 15 Personen, bei der Taufszeremonie, nur die Familie! Gezahlt wurden nur 25.-DM freiwillige Spenden. Aber es ging kein Klingelbeutel herum!

Das Arbeiten bei einer kirchlichen Diakonie-Sozialstation, wurde von mir deswegen preferiert, weil: Zahlung nach Tarif erfolgte, Urlaub, freie Tage, in angemessenem Maße vergeben wurden. Überstunden bezahlt wurden...kurz weil man als Arbeitnehmer nicht "verheizt" wurde!

Als meine Kinder konfirmiert werden wollten(freiwillig, weil der Pfarrer, der sie in der Schule aufsuchte, so "cool" war) wurde die Konferfahrt, für beide Kinder komplett von der Kirche bezahlt, weil wir als Großfamilie, knapp bei Kasse, waren.

Diffamierungen wegen Unehelicheit oder Änlichem, kenne ich nur von der katholischen Kirche , in welcher mein Schwiegervater war.

Drei Beerdigungen, habe ich bisher erlebt: Es wurde nie ein Klingelbeutel herumgereicht!

Meine nicht so gläubige Schwiegermutter, sollte ohne viel "Gefasel" von einem Pfarrer, beerdigt werden.
Alles hat Geld gekostet bei der Beerdigung, aber die Ansprache des "coolen" Pfarrers, die total im Sinne meiner unkonventionellen Schwiegermutter war, kostete Nichts!

Das war nur mal meine Meinung zur Kirche.

BiggyM

Bearbeitet von BiggyM am 11.12.2006 22:22:08


Zitat (MEike @ 10.12.2006 11:41:31)
im Religionsunterricht in der Schule, den meine ungetauften Kinder auch besuchen, in dem über verschiedene Religionen informiert wird, und über wichtige Themen im gegenseitigen täglichen Miteinander diskutiert wird.

Wenn es dann so ist ,kannst du froh sein.
Bei uns an der Schule gibt es nur katholischen bzw.evangelischen Religionsunterricht.Dort wird dann auch nur diese Religion gelehrt und nix mit Informationen über andere Religionen bzw. wichtige Themen im gegenseitigen täglichen Miteinander.
Und es ist eine staatliche Schule und die Kinder müssen ob getauft oder nicht oder andere Religionszugehörigkeit an einem der beiden teilnehmen,da Religion in Deutschland ordentliches Schulfach ist.

Zitat (MEike @ 10.12.2006 11:41:31)
Zitat (DaWicky @ 09.12.2006 23:32:35)
Zitat (MEike @ 09.12.2006 17:30:47)

Auch mich stört es, wenn es nur einen Kindergarten im Ort gibt, der aber konfessionsgebunden ist, und ich mich daher entscheiden muß, ob mein Kind zu Hause bleibt, oder missioniert wird...

ok ist erstmal doof wenn man nciht die Wahl hat zu entscheiden...

Aber...
Meinst du nicht das das mit dem Missionieren ein wenig übertrieben ist? Wir reden vom Kindergarten...
Ok. Kider kommen mit den Christlichen Geschichten und Festen in Kontakt.
Aber das sie die kennenlernen ist doch wohl kaum schlecht.
Ganz im Gegenteil ist es doch ganz gut wenn die Kinder wissen warum Weihnachten gefeiert wird und nicht nur das da der Cocakola-Mann auf einem Renntierschlitten Geschenke verteilt.
Missionieren? Da hast du ja doch als Elternteil auch nich eine Stimme oder?
So Kann das Kind beide Seiten kennenlernen und weiss später wenigstens wovon es spricht.
Wenn du dein Kind in einem Staatlichen Kindergarten haettest und da ein Mitglied von Sientologie sitzt und den Kindern was vom Pferd erzählt, und da seine Sekte nich nicht mal was dazu bezahlt, wäre dir sowas lieber?
Beeinflusst wird überall. Wichtig ist das wir unsere Kinder zu mündigen Menschen erziehen so das sie SELBST entscheiden können, was sie annehmen und was nicht.

Da wir unsere Kinder nicht christlich erziehen, habe ich ja auch gar nichts dagegen, daß sie wissen, worum es im Christentum geht, aber im Kindergarten werden alle Kinder so behandelt, als ob sie gläubig wären. Es werden ihnen also die biblischen Geschichten als Wahrheiten erzählt, und der liebe Gott als strafender Vater dargestellt.
Das ist was völlig anderes, als später im Religionsunterricht in der Schule, den meine ungetauften Kinder auch besuchen, in dem über verschiedene Religionen informiert wird, und über wichtige Themen im gegenseitigen täglichen Miteinander diskutiert wird.
Ich bin kein Christ, die sogenennten "christlichen Grundwerte" haben meiner Meinung nach nichts mit dem Christentum, sondern mit jedem verläßlichen Miteinander einer Gesellschaft zu tun.

Die zehn Gebote:
1. ...Du sollt keine anderen Götter haben neben mir
2. Du sollst den Namen des Herrn ... nicht missbrauchen
3. Du sollst den Feiertag heiligen
4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, ...

Die ersten drei Gebote klären das Verhältnis eines Christen zu Gott.

Aber die anderen sieben Gebote sind einfach gesellschaftliche Notwendigkeit, wobei man sicher über das ein oder andere geteilter Meinung sein kann.


Gruß,
MEike

Oh...

> aber im Kindergarten werden alle Kinder so behandelt, als ob sie gläubig wären. Es
> werden ihnen also die biblischen Geschichten als Wahrheiten erzählt, und der liebe
> Gott als strafender Vater dargestellt.

Was habt ihr denn für einen gruseligen kindergarten?????
Also 1. Sollten die Erzieher schon die Religion des einzelnen Kindes respektieren.

Sind Kinder nicht auf jeden Fall von Natur aus gläubig?
Fraglich an was, aber erst mal haben sie doch garkeinen Grund nicht zu glauben. Sie wurden ja noch nie enttäuscht und betrogen.
An was oder wen sie glauben ist aber eine andere Sache, und da ich mal annehme das du meintest das die Kinder als an den christlichen Glauben glaubend behandelt werden, dazu kann ich nur sagen, das ist schon ein heftiges Ding.
Da wissen die Kinder ja garnicht mehr wohin.
ich kenn aber auch genug Beispiele wo auch in kirchlichen einrichtungen nicht so unpädagogisch gearbeitet wird.
Die verschiedenen Lebenswelten der kinder ermöglichen doch in den Gruppen einen regen diskurs und man sollte gerade als erzieher zu allem offen sein.
Ich hoffe mal das euer Kindergarten da ein einzelfall ist.

Und Gott als Strafender vater???
Ob das Alte testament für kleine nicht ein wenig exfrem ist möchte ich anhand meiner persönlichen Meinung doch stark in Frage stellen.
Vieleicht noch als einzige Ausnahme die Nohageschichte weil Gott da ja danach sagt das sowas nie wieder passieren wird und als Zeichen den Regenbogen schenkt.

und ob
3. Du sollst den Feiertag heiligen
nicht auch etwas gesellschaftliches ist, weil jeder mensch mal eine Auszeit braucht, das ist sicher eine Diskussion wert.

Ansonsten ist das was du sagst ... tschuldigung schreibst meiner Meinung nach super vernünftig.


Ach noch was...

Bei Kindern kann man ruhig davon ausgehen das es durchaus vorkommt das sie ALLLE geschichten für wahr nehmen.

Also auch max und Moritz, Rapunzel usw.

Ihnen zu erklären das die Geschichten in der Bibel methaphorisch zu sehen sind ist vieleicht ein wenig zu viel verlangt...

Deshalb sollte man die auswahl der Geschichten ja auch besonders gut wählen...

Zitat (Lucia @ 12.12.2006 20:24:08)
Zitat (MEike @ 10.12.2006 11:41:31)
im Religionsunterricht in der Schule, den meine ungetauften Kinder auch besuchen, in dem über verschiedene Religionen informiert wird, und über wichtige Themen im gegenseitigen täglichen Miteinander diskutiert wird.

Wenn es dann so ist ,kannst du froh sein.
Bei uns an der Schule gibt es nur katholischen bzw.evangelischen Religionsunterricht.Dort wird dann auch nur diese Religion gelehrt und nix mit Informationen über andere Religionen bzw. wichtige Themen im gegenseitigen täglichen Miteinander.
Und es ist eine staatliche Schule und die Kinder müssen ob getauft oder nicht oder andere Religionszugehörigkeit an einem der beiden teilnehmen,da Religion in Deutschland ordentliches Schulfach ist.

Sagt mal was für einen Unterricht habt iohr denn?
halten sich eure Lehrer nciht an den Lehrplan oder was?

Was erzählt ihr denn hier für horrormärchen?

Ich hab selbst Religionsunterricht in grundschulen gegeben und von solchen Machenschaften wie sie hier vorgeworfen sind nich NIE etwas gehört...

in welchem (Bundes) land lebt ihr denn? In Bayern????

Schleswig-Holstein.
Ich finde ja Religionsunterricht an staatlichen Schulen nicht gut.
Glauben gehört in die Kirche und sollte da auch gelehrt werden,für die die daran glauben.
Ich finde man sollte den Kindern eher beibringen,das man die Religion des anderen,egal welche es nun ist,respektiert und ihn nicht zu seiner Religion missioniert.Bei meinen Kindern sind Freikirchler in der Klasse und sie waren im Rahmen des Unterrichtes sogar einmal in deren Kirchenhaus.Da viel mehr garnichts mehr zu ein. :angry:


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 28.11.2007 12:13:52



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