Rechtschreibreform: alt oder neu?


 
  Wie haltet ihr das mit der Rechtschreibung?  
  Ich bleib bei der alten Rechtschreibung. [19] [29.23%]  
  Ich bemühe mich um den Umstieg, bzw. habe ihn vollzogen. [16] [24.62%]  
  Mal alt, mal neu - wie es gerade passt. [18] [27.69%]  
  Hab gleich die neue Rechtschreibung gelernt. [2] [3.08%]  
  Hab meine eigene Rechtschreibung! [5] [7.69%]  
  Rächtschraipunk? [3] [4.62%]  
  Kann weder Lesen noch Schreiben... [2] [3.08%]  
  Stimmen Gesamt: 65  
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Also nun haben wir ja wieder neue Rechtschreibregeln,
lernt ihr jetzt wieder um.

Also wenn ich jetzt was falsch schreibe, dann wartet auf die nächste Reform, dann stimmts wahrscheinlich wieder.


Ich lerne nicht mehr um.
Veräppeln (weil heute Sonntag ist) kann ich mich allein! :blumen:


ich lern auch nicht mehr um.
habs das erstemal ja mitgemacht :wacko: , nun nicht mehr.

was der quatsch bis jetzt alles gekostet hat. :kotz:

und was hats gebracht. nichts:wallbash:

Ich hab den Vorteil, dass ich erst vor "Kurzem" ne Umschulung gemacht hab, und da die neue Rechtschreibung gelernt hab, also ist es für mich persönlich nicht ganz so schwierig! Aber es gibt auch genug Sachen, die ich falsch schreibe, weil das mal getrennt, mal zusammen dann wieder getrennt......... geschrieben wird/wurde. Da steig ich dann auch nicht mehr durch!

Hab mir die Besserwisserei meinen Kindern gegenüber auch abgewöhnen müssen, zumindest BEVOR ich in den Duden geguckt hab!! :pfeifen: Da sag ich "das wird so geschrieben" und meine Kinder " nee, Mama, das hab ich aber so gelernt....."

tztztztz :D

Edit:Da waren die Finger zu schnell und haben Fehler verursacht..... :pfeifen:

Bearbeitet von jojomama am 13.08.2006 15:14:56


Anstatt zu vereinfachen, hat es nur noch mehr verunsichert. Die Duden-und Schulbücher-Verlage freut es aber.


Zitat (Sparfuchs @ 13.08.2006 15:14:45)
Anstatt zu vereinfachen, hat es nur noch mehr verunsichert. Die Duden-und Schulbücher-Verlage freut es aber.

... und die Eltern ärgert es!

Ich habe die neue Rechtschreibreform von Anfang an boykotiert. Das einzige, was ich jetzt mache, ist ss statt ß bei kurzen Vokalen. Weil das finde ich zumindest logisch. Ansonsten schreibe ich, wie ich es gewohnt bin.

Wer blickt denn da überhaupt noch durch? Wenn es zwei Möglichkeiten gibt, ein Wort zu schreiben, dann führt der Duden beide auf, gibt aber eine Empfehlung, indem er ein Wort farbig markiert.....und anscheinend soll diese Empfehlung auch immer nicht so das Wahre sein..... :wacko:


Ich schreibe nach wie vor wie ich es früher gelernt habe, habe schon die erste Reform boykotiert :rolleyes:

Bearbeitet von Nena am 13.08.2006 15:19:56


Das wird in Zukunft viele Diskussionen in den Schulen nach Klassenarbeiten mit sich bringen. Wer hat nun Recht, Lehrer oder Schüler oder sogar Beide.
Pass mal wieder zu Deutschland, wo kein problem ist mach man eins und die wichtigen Probleme geht man erst gar nicht an. :lol:


bei mir wird sich nix ändern,
werde weiterhin dieselben fehler machen und
schreiben wie mir der schnabel gewachsen ist.
nur die kinder tun mir leid :heul:


Schreibe weiter wie bisher und werde nicht mehr umlernen!
Wenn ich zufällig weiss wie ein Wort nach der neuen Regel geschrieben wird,
werde ichs so schreiben.
Ansonsten gilt, Hauptsache lesbar :pfeifen:


die lehrer können die rechtschreibung auch nicht...^^

im deutsch-LK war der duden sehr hilfreich, um streitereien zu schlichten... die lehrerin wollts halt immer besser wissen ;)

das schlimmste sind aber die zeichensetzungsregeln uä.. da gibts wohla uch 2 regeln, die sich gegenseitig aufheben (nicht als "kann-regel" sondern soll- oder muss-regel). ein lehrer meiner schule hat da mal nen bitterbösen brief an duden geschrieben, die dann irgendwann ihm rehct gegeben haben, und das wohl ändern lassen wollten oder so... :lol:

da ich aber die neue rechtschreibung bereits in der 5. klasse gelernt habe, hab ich weniger probleme mit der rechtschreibung... schreibe nach gefühl und das passt auch meistens..


Ich schreibe nach der allerneusten Regel.
Nur Eine finde ich nicht nachvollziehbar.
Und zwar der Apostroph bei Namen. Z.B.: Andrea's Wohnung. Da setzt man ihn hinter dem "a" zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas. Das finde ich sinnlos, wenn es sich nämlich um den männlichen Vornamen Andreas handeln würde, würde man bei diesem Beispielsatz schreiben: Andreas' Wohnung. D.h., bei Andrea könnte man den Apostroph weglassen.


Zitat (anika26 @ 13.08.2006 15:48:29)
Und zwar der Apostroph bei Namen. Z.B.: Andrea's Wohnung. Da setzt man ihn hinter dem "a" zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas. Das finde ich sinnlos, wenn es sich nämlich um den männlichen Vornamen Andreas handeln würde, würde man bei diesem Beispielsatz schreiben: Andreas' Wohnung. D.h., bei Andrea könnte man den Apostroph weglassen.

Echt? So wird das jetzt gemacht? :wacko: Find ich auch schwachsinnig!

Aber egal, ich schreib ja eh weiterhin, wie gehabt......

Ich werde auch weiterhin so schreiben wie immer (und weiter fleißig Fehler machen wg der neuen Rechtschreibung).


Ich schreibe auch weiter wie bisher. Bin nicht mehr im Dienst und für mich ist das inzwischen eine Frage der Lebensart. Mich hat das ganze Gedöns, das seit Jahren gemacht wird, geärgert. Als ich erfuhr, daß in der Rechtschreibkommission Ausländer sitzen - welches andere Land wäre wohl so überdämlich - war für mich die Sache abgehakt. Von einer Vereinfachung kann nicht die Rede sein, die Leute die bisher Fehler gemacht haben, werden sie auch weiter machen. Vor sechs Jahren, als das Ganze in den Schulen diskutiert wurde, ist meine Tochter, die damals im Leistungskurs Deutsch war, bereits bei der Lehrerin auf Unverständnis gestoßen, als sie sich gegen die Reform aussprach. In der Folgezeit haben Universitäten, Schriftsteller, Zeitungen etc. sich geweigert, die Reform zu übernehmen. Jetzt ist es leider amtlich - aber nicht für mich. Nee!
Gea


gibt es denn keine anderen probleme zu lösen? da gibt es ein paar "ganz schlaue köpfe" die wohl weiter nichts zu tun haben, als die gelder so"zum fenster raus zu schmeissen". vielleicht täte der staat besser daran, wieder ein paar lehrer mehr einzustellen, um den kindern richtig schreiben und lesen zu lernen. dann ginge es vielleicht auch ohne diese reform. :wallbash:
bin eigentlich ein original thüringer würstchen, lebe aber in der schweiz und werde jetzt diese neue rechtschreibreform gerade mit meinem enkel angehen. habe schon mit vielen über dieses thema gesprochen. doch konnte mir wirklich noch niemand einen genauen sinn dieser reform erklären. hat jemand eine sinnvolle erklärung? wir "alten" haben doch auch lesen und schreiben gelernt und es war sogar über jahrzehnte aktuell. was ist nun besser geworden? ;)

gruss prinzessin


Tja, eigentlich sollte es dadurch ja für alle leichter werden.....HAHA! rofl


www.lv1.ifkomhessen.de/rechtschreibung.htm

Guck mal hier, da ist es verständlich erklärt. :blumen:


Mich hat schon die erste Reform nicht belastet, weil ich sie ignoriert habe, wie viele andere auch.
Die Reform sollte dazu dienen, Migranten das Schreiben und verstehen zu erleichtern mit dem Ergebnis, das jetzt jeder so schreibt, wie er will.
Und es ist sehr bedauerlich, das Viel heute nicht mehr in der Lage sind, einen fehlerfreien Aufsatz zu schreiben, egal nach welchen Rechtschreibregeln auch immer.

Ich glaube, Autoren wie Rilke, Brecht oder auch Goethe, die die deutsche Sprache als Instrument begriffen und benutzten, werden wir wohl nicht mehr hervorbringen- die meisten Schüler heute haben Rilke ja noch nicht mal gelesen.

Ich bringe immer wieder gerne das Beispiel "Erkan und Stefan". Wenn sich Kinder bemühen, im absichtlich falsch gestalteten "Kanakendeutsch" zu sprechen und das auch noch cool finden, kann etwas nicht stimmen.
Ich glaube aber viel größeren Anteil am Niedergang der Schreib- und Sprachkultur haben SMS und Chatrooms, wo jeder schreibt, wie er spricht. Ohne Interpunktion, ohne Groß/Kleinschreibung und mit merkwürdigen Wortkreationen. Richtige Briefe schreiben doch heute nur noch die wenigsten.
Unabhängig davon, das dies eine Unverschämtheit gegenüber dem Leser ist, ist es auch ein schlechtes Vorbild.

Ohne jetzt sticheln zu wollen, aber aus diesem Grunde finde ich cutiepies Posts auch so fragwürdig, da ich davon überzeugt bin, daß er es besser kann.

Wenn also die Kinder wenigstens EINE Rechtschreibreform kapieren und anwenden, ist das immer noch besser als dieses Pidgin Deutsch, was viele ansonsten radebrechen.
Und die große deutsche Literatur ist es wert, auch im "neuen" Deutsch gelesen zu werden - wollen wir es mal hoffen.


Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 27.11.2007 11:58:15

die idee zur rechtschreibreform entspringt doch nur der idee den einst maroden bertelsmann-verlag und seine tochterfirmen, die weltweit immer tiefer in die negativen rutschten einen kräftige finanzspritze zu verpassen. na und siehe da, nach der x-ten änderung der rechtschreibung ist der bertelsmann-verlag saniert. war doch ne geniale idee wie man im computerzeitalter noch untzählige bücher verkaufen kann, auf kosten unserer schüler, die wie mein großer sohn bestimmt schon die 3.änderung lernen mussten.
ich selbst habe die ss und ß schreibweise akzeptiert, aber nen thunfisch schreib ich auch weiterhin mit h. und das genetiv s im deutschen wird auch weiterhin ohne apostroph geschrieben.
in unserer zeitung hier ist das mit der rechtschreibung besonders krass. die stadt-redaktion schreibt nach der letzten reform, die landkreis-redaktion beharrt auf der früheren schreibweise.


Die Sprache hat sich immer verändert und wird es auch in Zukunft tun. Sie sollte nur nicht ex cathedra oktroyiert werden. Die Rechtschreibreform hat vieles verkompliziert. die re-Reform einiges zurückgenommen, u.a. auch, Gott sei Dank, die Großschreibung in der höflichen Anrede! (Ein anderes Thema: Die Höflichkeit ist abhanden gekommen!).
Da ich keine Geschäftsbriefe schreiben muß, tangiert mich das alles wenig. Eher schon die vielen Anglismen. Andrerseits sind viele unserer vermeintlich deutschen Wörter Einbürgerungen (z.B. Fenster = lat. fenestra)
Die Verflachung der Sprache erschreckt mich. Man spricht oft nur noch in Fragmenten oder diesen furchtbaren Sprechblasen-Ausdrücken!
Wie ich an anderer Stelle schon sagte, es wird zu wenig Literatur gelesen und auch in den Schulen zu wenig gelehrt. Das Sprachempfinden verarmt!

Ich will nicht langweilen, aber darüber könnte ich Romane schreiben.


Mein Freund wünscht sich, dass in der deutschen Sprache die Groß-und Kleinschreibung abgeschafft wird, bzw. dass alles nur noch klein geschrieben wird, außer Namen, so wie es in anderen Sprachen auch gemacht wird. Er ist Legastheniker und hat halt so seine Schwierigkeiten damit. <_<


Groß und Kleinschreibung:
ich habe in moskau liebe genossen
Ich habe in Moskau liebe Genossen


Zitat (Strahlenbiene @ 13.08.2006 17:48:45)
Groß und Kleinschreibung:
ich habe in moskau liebe genossen
Ich habe in Moskau liebe Genossen

:lol:
Ist ja auch nicht meine Meinung, sondern die meines Freundes. Ich finde es gut, so wie es ist. Aber als Nicht-Legastheniker kann ich diese Schwierigkeiten halt auch nicht nachvollziehen! :blumen:

Nur damit keine Mißversändnisse auftreten: Ich habe weder in Moskau liebe Genossen, noch habe ich mit nicht vorhandenen lieben Genossen Liebe genossen!


Zitat (Strahlenbiene @ 13.08.2006 17:10:32)
Die Sprache hat sich immer verändert und wird es auch in Zukunft tun. Sie sollte nur nicht ex cathedra oktroyiert werden. Die Rechtschreibreform hat vieles verkompliziert. die re-Reform einiges zurückgenommen, u.a. auch, Gott sei Dank, die Großschreibung in der höflichen Anrede! (Ein anderes Thema: Die Höflichkeit ist abhanden gekommen!).
Da ich keine Geschäftsbriefe schreiben muß, tangiert mich das alles wenig. Eher schon die vielen Anglismen. Andrerseits sind viele unserer vermeintlich deutschen Wörter Einbürgerungen (z.B. Fenster = lat. fenestra)
Die Verflachung der Sprache erschreckt mich. Man spricht oft nur noch in Fragmenten oder diesen furchtbaren Sprechblasen-Ausdrücken!
Wie ich an anderer Stelle schon sagte, es wird zu wenig Literatur gelesen und auch in den Schulen zu wenig gelehrt. Das Sprachempfinden verarmt!

Ich will nicht langweilen, aber darüber könnte ich Romane schreiben.

ich könnte darüber auch romane schreiben. und anglizismen regen mich in der deutschen sprache ganz besonders auf. ich möchte einfach nicht einsehen, dass der amerikanische slum-slang einzug in den duden hält. da stört mich der einfluss der römer oder der napoletanische weit weniger.

Huch, da hab´ich mal wieder schneller geschrieben, als gedacht. Du lieber Himmel, Anglismen!!!!
Aber das passiert mir (und auch anderen) ganz oft am PC, daß ich Buchstaben auslasse oder verdrehe.
Das Problem hat man natürlich bei handgeschriebenen Briefen nicht.
Bitte tausendmal um Nachsicht!!


Vor der Rechtschreibreform war ich eine der wenigen, die mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß standen. Jetzt kann es (fast) keiner mehr und Fehler werden akzeptiert.

Wenn's wichtig ist, lass ich die Word-Rechtschreibkorrktur drüber laufen und so wie Word sagt, wird es dann geschrieben. Und das muss dann gut sein.

Ich find's toll, die Toleranz bei kreativer Rechtschreibung ist deutlich gestiegen, das erleichtert mir das Leben enorm. Der typisch deutsche Besserwisser hat es schwer und lesbar ist/war es bei jedem Reforormschritt.

Freiheit für das kreative Schreiben!

Bearbeitet von Charly_70 am 13.08.2006 19:25:08


Zitat (Charly_70 @ 13.08.2006 19:24:31)


Wenn's wichtig ist, lass ich die Word-Rechtschreibkorrktur drüber laufen und so wie Word sagt, wird es dann geschrieben. Und das muss dann gut sein.

...

Freiheit für das kreative Schreiben!

Ob jetzt ein Rechtschreibprogramm, welches auch nicht frei von Fehlern ist, das geeignete Mittel ist, die Schreibfähigkeit zu verbessern, wage ich zu bezweifeln.

Deswegen kann heute kaum ein Schüler noch lesen oder rechnen. Der PC machts und während der Klassenarbeiten benutze ich den Taschenrechner.
Es geht bestimmt nicht darum, neue Technik nicht zu nutzen, aber ich muß es doch trotzdem können. ( Siehe den Dreisatz Post )

Dann kann ich auch Hilfsmittel in Anspruch nehmen, keine Frage. Obwohl ich glaube, das die meisten das Internet zu Counterstrike zocken nutzen und nicht zur Recherche oder Information.

Und ich bin auch sehr für das kreative Schreiben, wir brauchen kreative Köpfe.
Aber richtig sollte es sein und zu schreiben wie ich will hat weniger mit Kreativität zu tun als vielmehr mit Unwillen oder Faulheit.
Das bleibt ja auch jedem selbst überlassen.Ich habe allerdings schon viele dieser "ich muss mich selbst verwirklichen und mach was ich will wie ich will" Experten beruflich massivstens auf den Bauch fliegen sehen.

Aber beim Aufüllen der Harz IV Formulare wird ja gottseidank noch kein Wert auf die richtige Rechtschreibung gelegt.

## Sakrasmus mode off ##

Rechtschreibreform???? Das hab ich von anfang an abgelehnt , weil es meiner Meinung nach unnütz war und ist
Das hat nur unnötige Gelder gekostet die die Bürger bezahlten , die es weder wollten noch brauchten


Ich bin schon froh ,wenn ich hier im Eifer des Gefechts nicht immer Buchstaben vergesse oder mich vertippsel :D


Ist für viele bestimmt schwer zu glauben, dass ich im Job n anderes Deutsch an den Tag leg, als man hier von mir liest. Hier laber ich manchmal ohne Punkt und Komma, lass den Niederrheiner raushängen bei der Wortwahl und schmeiß mit Smileyes um mich.
Im Job ist alles richtig, an Abkürzungen gibts bloß das, was Standard ist, und ich schreib nach der Reform, auch wenn ich privat nen Brief schreib.
Habs am Anfang in meinen Foren ignoriert und bemüh mich mittlerweile, vor allem das ß bei daß wegzulassen. Nen Kurs hab ich nicht besucht, aber mich mal reingekniet. Für mich selber wärs mir latte, aber ich vertret mit meinen Briefen meinen Chef und sein Unternehmen nach außen. In den Foren guck ich nicht immer vorher nach, ob ich n Wort richtig geschrieben hab.

Was mich aber sowas von stört ist, dass auch alte Fehler, die die Leute immer gemacht haben, der Reform in die Schuhe geschoben werden. An den Regeln für daß und das hat sich nix geändert, bloß wird daß jetzt dass geschrieben.

Ich sehs so, man sollte seine Muttersprache möglichst perfekt beherrschen, wenn man nicht grade Legastheniker ist. Ob man die dann auch überall so verwenden will, ist was anderes.
Auf nem Flughafen will ich alle Hinweise in richtigem Deutsch und nicht sowas lesen wie "ey Leute, zum Einchecken legt ab hier ne krasse Rechtskurve ein!" Öffentlich richtiges Deutsch, was privat ist ist mir latte.
Hab schon Geschäftsbriefe gekriegt mit sovielen Fehlern, dass ich die Sekretärin gefeuert hätte, dies nicht nötig hat, wenigstens die blödesten Fehler mit nem Rechtschreibprogramm, von denen keins zu 100 % funktioniert, auszubügeln.
:labern: :labern: :labern:


Na, um meine berufliche Zukunft mußt Du dir erst mal (Gott sei Dank) keine Sorgen machen, Harz IV droht mir derzeit nicht. Sollte ich jemals arbeitslos werden, hab ich ja dann ein Jahr Zeit, die dann gültige Rechtschreibung zu lernen :P

Aber generell finde ich etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit der Rechtschreibung sehr sehr entspanned. Was ist denn daran schlimm, wenn der eine "auf Grund" und der andere "aufgrund" schreibt? Man weiß doch was gemeint ist. Warum darf es für jedes Wort nur eine einzige Schreibweise geben?

Gerade der Mailverkehr ist ja deutlich informeller. Das heißt, ich versuche hier "gesprochene Sprache" in Schriftform zu bringen. Und verwende auch mal ein "ged net, da gibts nix" um dem Ganzen die Schärfe zu nehmen. Da das nun viele so machen, kommt wieder Bewegung in das verkrustete Regelwerk. Die Übergänge zwischen formaler Schreibweise und kreativer Schreibweise (die jetzt noch deutlich getrennt sind) werden mit der Zeit unschärfer. Und das ist sehr gut so, denn damit hat man wieder viel mehr Möglichkeiten sich auszudrücken.

Sprache ist etwas lebendiges, Rechtschreibregeln sind keine Naturgesetzte. (Deshalb fällt es mir auch so schwer, sie zu lernen. Man kann sie nicht (wie den Dreisatz) verstehen) Sprache ist eine Möglichket, einen Gedanken auszudrücken. Und je mehr Freihet man dabei hat, desto mehr von der Persönlichkeit des Schreibenden wird transportiert. Ich mag das bei anderen gern (solange es noch lesbar bleibt).


Meine Mutter pflegte mich bei solchen Gelegenheiten zu fragen : "Wenn alle von der Brücke springen, springst du dann auch?"

Will heissen, nur weil viele etwas machen, muß es dewegen ja nicht richtig sein.

Die von dir gebrachten Beispiele treffen nicht das, worum es mir ging. Es ist mir auch egal, ob jemand "aufgrund" oder "auf Grund" schreibt.
aber wenn einer net mal verstet worums eigentlich geht bei dem wat er so schreibt weil er halt so schreibt wie er täglich am reden ist Dann ist et für nen anderen zimlich schwer dahinterzusteigen watt der eigentlich will.

Und das hat nichts mit Veränderung der Sprache oder deren Entwicklung zu tun. Die gesteltzten und geschraubten Redewendungen der Vergangenheit sind ad acta gelegt, neue Worte kommen ständig hinzu, andere verschwinden. Alles gut und richtig.
Aber es muß allgemein gültige Spielregeln geben und vor allem sollte eines gewährleistet sein : Das man es überhaupt kann, wenn man es möchte. Und DARAN hapert es bei den allermeisten, gerade bei den Jüngeren.

Sie können gar nicht anders schreiben oder sprechen, was ich genauso schlimm finde.
Und das hat nichts mit kreativer Gesatltung der Sprache zu tun, sondern mit Nichtkönnen.

Und obwohl wir uns ständig mit englischsprachiger Musik umgeben und mit Anglizismen um uns werfen, ist das Fremdsprachenniveau der Allemeisten auch ein sehr langer, dunkler Tunnel.

Und wie Kalle es ausdrückte leigt er meiner Meinung nach völlig richtig.


Zitat (proteus @ 13.08.2006 20:32:17)
aber wenn einer net mal verstet worums eigentlich geht bei dem wat er so schreibt weil er halt so schreibt wie er täglich am reden ist Dann ist et für nen anderen zimlich schwer dahinterzusteigen watt der eigentlich will.




rofl

Kicher ja: Irgendwie wär ein Mittelweg schon toll.

Ein wenig Toleranz gegenüber Tipp- und Schreibfehlern auf der einen Seite, ein wenig Bemühen auf der anderen Seite. Dann sollte es kein Verständigungsproblem mehr geben. Egal auf welcher Rechtschreibreformstufe man eben steht.

Es ist ganz klar ein Gebot der Höflichkeit, sich einen Text nochmals durchzulesen ehe man ihn wegschickt. Und es ist auch ganz klar menschlich, mal etwas dabei zu übersehen.

Ich bitte die Korrintenkakker (???) die Priorität (wenn's nicht gerade ne Bewerbung ist) auf den Inhalt zu legen. Leute, die mit dem Rotstift vor der Tageszeitung sitzen, sind mir ein Graus. Und wenn jemand, nur wegen einer "Tolleranz" als Mindebegabt eingestuft wird, ist das einfach engstirnig und geht auch an der Wirklichkeit vorbei.

Ich finde generell, dass wir viel zu viel Lebenszeit dafür investieren, ein konstruiertes Regelwerk namens Rechtschreibung zu lernen. Es kommt vor, dass etwas wirklich stimmen muss - dann bekomme ich das auch irgendwie hin. Aber im normalen Leben finde ich es einfach schön, dass nun alle etwas verunsichert sind - und mit den Fehlern anderer Menschen nachsichtiger umgehen.

Vielleicht kommen wir ja auch dahin, daß wir die Rechtschreibung dem PC überlassen und was der ausspuckt muß stimmen.


Zitat (Sparfuchs @ 13.08.2006 21:16:27)
Vielleicht kommen wir ja auch dahin, daß wir die Rechtschreibung dem PC überlassen und was der ausspuckt muß stimmen.

rofl rofl rofl rofl rofl rofl

Wird nimmer lang dauern. Was Word vorschlägt wird verwendet und geht so in den "allgemeinen Sprachgebrauch" ein > und ist ein Fall für den Duden :pfeifen:

Zitat (Sparfuchs @ 13.08.2006 15:05:38)
Also nun haben wir ja wieder neue Rechtschreibregeln,
lernt ihr jetzt wieder um.

Also wenn ich jetzt was falsch schreibe, dann wartet auf die nächste Reform, dann stimmts wahrscheinlich wieder.

Ich schreibe so, wie ich es vor 26 Jahren gelernt habe. Wenn damit einer ein Problem hat, hat er Pech gehabt. Schreib ich am PC ändert das Programm ja automatisch in die neue und das ist ok., weil das ja für meine offiziellen Schreiben genutzt wird.

Aber wie gesagt, der Hand wird nach wie vor alt geschrieben!

Zitat (Blondie @ 13.08.2006 22:02:05)
Zitat (Sparfuchs @ 13.08.2006 15:05:38)
Also nun haben wir ja wieder neue Rechtschreibregeln,
lernt ihr jetzt wieder um.

Also wenn ich jetzt was falsch schreibe, dann wartet auf die nächste Reform, dann stimmts wahrscheinlich wieder.

Ich schreibe so, wie ich es vor 26 Jahren gelernt habe. Wenn damit einer ein Problem hat, hat er Pech gehabt. Schreib ich am PC ändert das Programm ja automatisch in die neue und das ist ok., weil das ja für meine offiziellen Schreiben genutzt wird.

Aber wie gesagt, der Hand wird nach wie vor alt geschrieben!

Für so alt hätte ich dich garnicht gehalten! :pfeifen:

Zitat (Charly_70 @ 13.08.2006 21:12:04)

Es ist ganz klar ein Gebot der Höflichkeit, sich einen Text nochmals durchzulesen ehe man ihn wegschickt. Und es ist auch ganz klar menschlich, mal etwas dabei zu übersehen.


Du scheinst es nicht recht verstanden zu haben.

Es geht nicht allein darum, einen Text "nochmals durchzulesen". Es sind doch auch die berechtigten Zweifel, ob der Text überhaupt einmal in Gänze durchgelesen worden ist.

Und es geht auch nicht darum, dass es ganz klar menschlich ist, "mal" etwas dabei zu übersehen. Es darf allerdings nicht angehen, dass in einem Satz mit ganz schlichter Syntax mehr Fehler sind als beide Hände Finger haben.

Und das hat nicht mal unmittelbar was mit der Rechtsschreibreform zu tun. Das sind u.U. sogar Anzeichen eines - und das bitte ich jetzt auszuhalten - aufkommen-
den Analphabetentums.

Bearbeitet von carlos am 13.08.2006 22:41:39

Also "was Word vorschlägt" ist meistens der reine Schwachsinn!
Gea


Also nochmals, damit wir uns verstehen ;)

Ich möchte bitte unterscheiden:
Ich stimme dir zu, dass es ein Skandal ist, wenn Schulkinder in der Schule nicht mehr genug Deutsch lernen, um sich schriftlich verständlich auszudrücken. Das benötigen sie generell um am Leben teilhaben zu können. Da wir nun mal in einem Land leben, in der viel (meiner Meinung nach zu viel) Wert auf korrekte Rechtschreibung gelegt wird, ist/wäre es nur fair, den Kindern Gelegenheit zu geben, diese auch zu lernen.

Die Frage, die allerdings ich aufwerfe, ist: Ist es sinnvoll, dass wir derart viel Wert auf eine korrekte Rechtschreibung legen?
Ich weiß, im öffentlichen Schriftverkehr ist korrekte Rechtschreibung ein muss. Das ist ein Fakt, den man derzeit nicht ignorieren kann.
Ich muss mich damit arrangieren. Aber ich kann diese Tatsache doch trotzdem schlecht finden. :angry:
Wir investieren viel Zeit um ein wenig sinnvolles Regelwerk einzupauken. Wofür der Aufwand? Ich spreche ausdrücklich nicht von Sätzen, deren Sinn man nicht mehr versteht. Ich spreche eben von Regeln der Art, wie sie bei der Rechtschreibreform hin- und hergeändert wurden. Und jeder von uns kann jeden Text lesen, der korrekt nach irgend einem gültigen Stand der Rechtschreibung geschrieben ist. Welcher Aufwand um Haarspaltereien.

Da ich diesen Kult um die Rechtschreibung bis in die allerletzte Verästelung als reine Selbstbeweihräucherung empfinde, finde ich es gut, dass nun viele verunsichert werden. Und daher die Toleranz gegenüber kleinen Fehlern zunimmt.


Tja, Carlos und ich geben hier offensichtlich als altmodische Verfechter von guten Sitten und Höflichkeit wieder den Fels in der Brandung.

Die Befürchtung, das aus der heranwachsenden Genreration ( und nicht nur der ) ein diletantischer Analphabetenhaufen wird, ohne Allgemeinbildung obendrein, habe ich auch.


Zitat (Miele Navitronic @ 13.08.2006 22:08:01)
Für so alt hätte ich dich garnicht gehalten! :pfeifen:

Was heißt denn alt?

Zitat (Blondie @ 13.08.2006 22:46:33)
Zitat (Miele Navitronic @ 13.08.2006 22:08:01)
Für so alt hätte ich dich garnicht gehalten!  :pfeifen:

Was heißt denn alt?

:D

Ja 33......für ne Frau is dat alt!

Bearbeitet von Miele Navitronic am 13.08.2006 22:47:37

Zitat (Charly_70 @ 13.08.2006 22:43:40)


Da ich diesen Kult um die Rechtschreibung bis in die allerletzte Verästelung als reine Selbstbeweihräucherung empfinde, finde ich es gut, dass nun viele verunsichert werden. Und daher die Toleranz gegenüber kleinen Fehlern zunimmt.

Dir ist klar, dass du ausweichst.
Und nochmals:
Es geht hier nachgerade nicht um die Toleranz gegenüber kleinen Fehlern.
Es ist offenkundig, dass wir auf verschiedenen Kanälen senden und empfangen.
Es ist - pardon - sinnlos. :trösten:

Zitat (Miele Navitronic @ 13.08.2006 22:47:12)

Ja 33......für ne Frau is dat alt!

Das ist Ansichtssache , ich bin froh das ich nicht mehr 27 bin!

Zitat (Blondie @ 13.08.2006 22:49:13)
Zitat (Miele Navitronic @ 13.08.2006 22:47:12)

Ja 33......für ne Frau is dat alt!

Das ist Ansichtssache , ich bin froh das ich nicht mehr 27 bin!

Neee......wenn ich dran denk, dass meine auch älter wird, dann krieg ich Angst! :huh:

ok, wir wissen beide, was wir uns gegenseitig sagen wollten. :blumen:

Mir geht es um die Rotstift-Korrintenkakker, dir um die Analphabeten. Können wir uns darauf einigen, dass beides schlecht ist? :trösten:



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