Hund kastrieren ja oder nein?


Mein Mann und ich sind uns ständig in den Haaren, ob nun unser Labrador 10 Mt. alt kastriert werden soll oder nicht.

Meine Meinung ist, dass der Hund, Hund bleiben soll und dabei der Mensch in seiner Natürlichkeit nicht eingreifen muss. Es liegt in der Hand vom Besitzer, dass sein Hund folgsam ist und kein Weibchen deckt. Ob er jetzt ruhiger und dicker wird ist kein Argument, folgsamer wird er dennoch nicht.

Habt ihr Erfahrung damit?
Eine Meinung?

Bin gespannt was ich meinem Mann vorlegen kann!!! :teufel:


Wenn Du Deinen Hund im Griff hast oder ihn sogar bewußt decken läßt, dann ist Kastration kein Thema.
Wenn er aber bei jeder läufigen Hündin in seiner Nähe durchdreht und Dir abhaut, dann lieber schnippschnapp.


Also wenn er 10 Monate alt ist, dann würde ich vom Alter her eh noch warten mit einer evtl. Kastration. Soll er erst mal seine "Flegeljahre" durchmachen. Im Alter von 18 Monaten oder 2 Jahren ist immer noch Zeit genug für eine Kastra.

Allerdings würde ich eine Kastra empfehlen, wenn der Hund wegen einer läufigen, wunderschönen Hundedame das Fressen, Trinken, Spielen, Schlafen einstellt, weil er nur noch Liebeskummer hat. Das ist für einen Rüden nämlich nicht besonders förderlich und eure Nerven werden in kürzester Zeit blank liegen.

Ist er denn schon soweit, dass er sich für die Damenwelt interessiert und wie reagiert er auf eine läufige Hündin? Ist er abrufbar? Wie verhält er sich anderen, nicht kastrierten Rüden gegenüber? All das sind Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man sich für oder gegen eine Kastra entscheidet.

Man sollte es nicht generell verneinen. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich zu bewerten.

Liebe Grüße
Mucki, die selbst einen Rüden und eine Hündin zu Hause hat


Wenn der Rüde keine Probleme hat oder macht, würde ich ihm die OP ersparen.
Denn eine OP mit Narkose ist auch immer mit Risiko verbunden und eine Belastung für das Tier.

Wenn du deinen Hund im Griff hast und er dir nicht abhaut,würde ich ihn auch nicht kastrieren lassen.Da er auch noch sehr jung ist!!Hat er schon erfahrungen mit läufigen Hündinen?

Unsere Hündin wird bald kastriert,aber für die Weibchen ist es besser,sowieso.wenn sie so sensibel sind wie unsere!!Sie sind nur einen sinnlosen Stress ausgesetzt!!

L.G.: blumenelfe


Also, unser Rüde ist bis anhin keiner läufigen Hündin begegnet. Hat es aber mit Weibchen allgemein sehr gut - spielen, spielen, spielen ! Gestern wurde er von einem 7 jährigen nichtkastrierten Rüden angemacht worden, wobei er sehr schnell aufgab und sich ergeben auf den Rücken legte.

Frage: bleibt das so, oder wird er sich später noch ändern und auch dominant werden? Mit oder ohne Kastration?


Zitat (teacat @ 13.01.2007 17:32:35)


Frage: bleibt das so, oder wird er sich später noch ändern und auch dominant werden? Mit oder ohne Kastration?

Die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Da ist halt jeder Rüde anders. Der eine entwickelt keinerlei Dominanz und tritt lieber den Rückzug an, wenn er auf einen dominanten Rüden trifft. Der nächste legt sich mit ihm an.

Im Moment würde ich erst mal abwarten, wie er auf läufige Hündinnen reagiert bzw. ob sie ihn überhaupt schon interessieren.
Wie verhält er sich denn draußen? Schnüffelt er überall, hebt sein Bein und markiert oder benimmt er sich im Moment noch wie ein "Mädchen" und hockt sich hin? Wenn er das noch tut, dann ist er eh noch nicht soweit.

Ob und wenn wie er sich nach einer Kastra verändert läßt sich ebenfalls nicht sagen. Es gibt Hunde, die werden danach ruhiger, manche sollen weniger aggressiv bzw. dominat werden. Andere zeigen keinerlei Verhaltensänderungen nach einer Kastra, außer das die Damenwelt, wenn sie läufig ist, nicht mehr interessant ist.

Das er sich bei dem 7jährigen Rüden auf den Rücken legte, kann am Altersunterschied liegen. Junge Hunde wissen, wann sie ein älteres und erfahreneres Tier vor sich haben und legen es dann meist nicht auf eine Konfrontation an, es sei denn im Spiel. Dazu müsste man die Situation gesehen haben.

Liebe Grüße
Mucki

Bearbeitet von Mucki am 13.01.2007 17:45:45

Zitat (Mucki @ 13.01.2007 17:45:13)

Wie verhält er sich denn draußen? Schnüffelt er überall, hebt sein Bein und markiert oder benimmt er sich im Moment noch wie ein "Mädchen" und hockt sich hin? Wenn er das noch tut, dann ist er eh noch nicht soweit.


Genau so, schnüffelt und freut sich, dass ein anderer da war und sofort seine Markierung drauf. Also doch ein Teenager..
Vielleicht noch gut zu wissen, zuhause poppt er gerne mal den grossen Plüsch-Hasen aber draussen hat er noch niemanden versucht zu poppen. Das möchte ich auch ganz gerne vermeiden.

Uebrigens danke für die vielen Antworten, wenn mein Mann nach Hause kommt, ohh....

Ich habe auch einen Labradorrüden, 2 Jahre und unkastriert. Erst vor kurzem habe ich das gleiche Thema mit meiner Tierärztin besprochen.

Sie kastriert besonders Labradore äußerst "ungern", es sei denn, es ist medizinisch notwendig. Ihre Meinung/Erfahrung sagt, dass man besonders bei den "staubsaugenden" Labbis besonders auf die Ernährung achten muss (und zwar strengstens!), weil sie sonst ruckzuck auseinander gehen wie ein Hefeteig, und erst recht nach einer Kastration.

(Besagter Hefeteig begegnet mir übrigens ab und an mal beim Spazierengehen und der Halterin stehen jedesmal Tränen in den Augen, wenn sie bemerkt, ihr Hund hätte vor einem Jahr noch genau so ausgesehen wie meiner...kaum vorstellbar.... :blink: )

Und so lange er "händelbar" sei - obwohl eine Kastra keine Garantie für einen ruhigen Hund darstellt - würde sie von dem Eingriff abraten.

Allerdings muss ich sagen, bis jetzt sind wir auch noch nicht in der wortwörtlich "heißen Phase" gewesen... mal gespannt, wie das mit dem Abrufen unter höchster (!) Ablenkung funktioniert... uiuiui.... :pfeifen:

Bearbeitet von keke am 13.01.2007 20:50:56


Das was du poppen nennst, hat mit Sex nicht unbedingt etwas zu tun. Vor allem dann nicht, wenn er es bei einem Rüden versuchen sollte.
Falls du dieses Verhalten einmal draußen bei deinem Racker beobachtest, so zeigt er dem anderen Rüden gegenüber ein Dominanzverhalten. Das muß aber nicht gleich was schlimmes bedeuten. Es ist nicht wirklich dramatisch, wenn Hunde eine gewisse Dominanz gegenüber anderen Hunden zeigen. Wichtig ist, dass er weiß, wer der Chef ist - nämlich dein Mann und du.

Was keke schreibt - stimmt.
Gerade Labradore sind Freßmaschinen auf 4 Pfoten. Deshalb ist es gerade bei ihnen besonders wichtig, dass man auf die Ernährung achtet. Allerdings ist das unabhängig von einer Kastra.

Bearbeitet von Mucki am 13.01.2007 18:20:33


Ist zwar off topic, aber weils gerade aktuell ist und zum posting passt...

Ach du dicker Hund!


Echt fettttt...

Gott sei dank macht mein Labi viel Sport.... !

Bearbeitet von teacat am 14.01.2007 10:17:50


Ja - so schläft unserer auch ab und an.

Aber mittlerweile hat er sich für diese Variante entschieden :D


Die gleichen Diskussion gabe es bei uns auch...Kastrieren oder nicht :pfeifen:

Wir habens nicht getan, unser Hovi ist jetzt etwas über zwei Jahre alt und wir haben keine Probleme mit ihn.

Klar, manchmal läßt er noch gerne den Macho raushängen und stellt alles in Frage was er jemals gelernt hat :pfeifen: . Dann setzt er seinen coolen Rüdenblick auf und guckt mich provozierned an rofl ....mit der Nummer kommt er bei mir aber nicht weit. Im Endeffekt hört Wuffi den doch wieder,........versuchen kann man es halt ja mal.

Liebeskummer hat er nicht, selbst wenn die Hündin der Nachbarn läufig ist nicht.
Appetitlosigkeit ist ein Fremdwort für Hundi......hier wird alles vernichtet was fressbar erscheint :rolleyes:

Beim spazierengehen oder auf der Wiese treffen wir auch schon mal die eine oder andere läufige Hündin, erfahrungsgemäß werden diese denn aber an der Leine geführt. Abrufen läßt er sich denn trotzdem,.....das Leckerchen ist halt wichtiger als Weibergeschichten :pfeifen:

Anpoppen?? Ja, das versucht er auch dann und wann mal.Kommt aber eher selten vor. Vorzugsweise bei Kindern, weiblichen Besuchern oder den Couchkissen. Dann gibt es aber Mecker,...und er hört damit auf.

Ich denke bei konsequenter Erziehung, braucht man einen Rüden nicht zu kastrieren. Wobei die Rassen natürlich unterschiedlich sind. Es ist ja auch kein garant das der Hund denn ruhiger wird.

Jault der Hund aber nächtelang und verweigert das Futter,......würde ich auch über eine kastration nachdenken


Hallo,

wir haben auch einen Labrador, er ist jetzt sieben Monate alt.
Ich bin auf jeden Fall für eine Kastration (natürlich im entsprechenden Alter), weil ich denke, es ist für den Rüden, egal ob er nun sehr gut hört oder nicht, eine Quälerei. Denn, wenn er einer läufgen Hündin begenet und nicht so kann, wie er möchte, fühlt er sich sicher nicht wohl.
Wir hatten vorher eine Hündin, die haben wir auch kastrieren lassen, da ich meine es wäre auch für sie eine Quälerei gewesen, wenn sie läufig ist.
Aber letzendlich muß ja jeder für sich (bzw. für seinen Hund) entscheiden, was richtig ist. Ich würde es machen.


LG Kathy


Wir haben unseren Rüden mit 1 1/2 Jahren kastrieren lassen und
würden es jeder Zeit wieder tun.
Bei uns in der Nachbarschaft gibts nur Hündinnen und unser
Rüde hat sehr gelitten, weil ständig eine läufig war.
Er war sehr unruhig, hat geheult und beim Gassigehen hatte er nur
noch die Nase auf dem Boden um die Spuren der Hündinnen zu
verfolgen.
Das Alles ist Schnee von gestern, heute ist er ein ausgeglichener
und gehorsamer Hund.


Zitat (lassie @ 15.01.2007 12:56:00)
Wir haben unseren Rüden mit 1 1/2 Jahren kastrieren lassen und
würden es jeder Zeit wieder tun.
Bei uns in der Nachbarschaft gibts nur Hündinnen und unser
Rüde hat sehr gelitten, weil ständig eine läufig war.
Er war sehr unruhig, hat geheult und beim Gassigehen hatte er nur
noch die Nase auf dem Boden um die Spuren der Hündinnen zu
verfolgen.
Das Alles ist Schnee von gestern, heute ist er ein ausgeglichener
und gehorsamer Hund.

In dem Falle hätte ich den Rüden auch kastrieren lassen.

Ich musste meinen auch letztes Jahr kastrieren lassen weil er immer poppen wollte und sich dann auch blutig geleckt hatte. Der Tierarzt wusste keinen anderen Rat mehr. Ich würde es sofort wieder machen lassen, weil es auch unbedingt notwendig war, wäre er ruhiger gewesen hätte ich es nicht machen lassen. :wub:


Hallo!
Unsere Kinder haben auch einen Labrador. Dieser wurde kastriert. Wenn ihr Lust habt, schaut auf www.knoxl.com
OLGA


Hallo,
vielleicht könnt ihr mir helfen . Ich weiss nicht ob ich meinen Hund kastrieren lassen soll. Schäferhundmix 16 Monate und 40 Kg schwer. Er ist ein ganz lieber und ordnet sich jedem Hund und seiner Familie unter. Er schmust gerne . Er hört auch sehr gut auf zig Kommandos . So weit so gut . Die Kastration kam ins Gespräch weil er seit seiner Pubertät immer Samenflüssigkeit verliert . Tröpfenweise in der Wohnung . Gott sei Dank haben wir Laminat zum wischen . Der Tierarzt meint das es sich mit ca. 3 bis 4 Jahre verwächst . Das ist noch recht lange . Und an der Leine kann er überhaupt nicht gehen . Er zieht unt zerrt wie blöde. Mit 40 kilos ist das ein ziemlich anstrengender Spaziergang .
Jetzt habe ich gelesen das mit der Kastration er seinen Rüdengeruch verliert und alle Rüden ihn dann draussen berammeln wollen . Das will ich nicht . Ich habe Angst das er dann psychisch krank wird weil er wirklich kein dominanter Hund ist . Der Tierarzt rät zur Kastration weil mein Hund sehr viel Energie hat . Durch die Kastration würde er dann weniger Energie haben und besser an der Leine gehen und nicht mehr tropfen. Ich meine allerdings das mein Hund auch ruhiger wird je älter er ist .
Was mache ich jetzt nur ? Das wird mittlerweile zum Problem bei mir . Der OP Termin ist am 5. März.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.


Hallo Winnie!

Psychisch krank würde der Hund wohl nicht werden, auch wenn ihn andere Rüden berammeln wollen. Dieses Besteigen eines anderen Rüden hat nichts mit Sexualität zu tun. Hierbei handelt es sich um ein Dominanzgehabe des vermeintlich stärkeren Rüden.
Rüden testen halt nun mal immer wieder aus, wer der Stärkere ist - gerade, wenn es sich beim Gegenüber um einen kastrierten Rüden handelt.

Du sagst, dass du einen ruhigen, wenig dominanten Rüden hast. Daran würde auch eine Kastra nichts ändern. Er müßte halt nach einer Kastra seinen Platz innerhalb des Hundegefüges in eurer Umgebung neu definieren.

Eine Kastra ändert auch nichts an seiner Leinenführigkeit. Das ist eine Sache von Konsequenz deinerseits. Er muß lernen, dass Ziehen und Zerren ihn nicht ans gewünschte Ziel bringt, sondern nur das Gegenteil - nämlich Stillstand bedeutet. Das ist nervig, zeitaufwendig - aber er scheint nun mal gelernt zu haben, dass er mit Zerren an der Leine sein Ziel erreicht. Dieses Verhalten gilt es zu unterbrechen, in dem man konsequent und ganz ruhig stehen bleibt, wenn er zieht. In dem Moment, wo er dir seine Aufmerksamkeit dann zuwendet und sich zu dir umdreht oder dich anschaut - ruhig loben und, falls er mag, ein Leckerlie und weiter laufen. Das gleiche Spiel wieder, sobald sich die Leine wieder strafft. So wird er auf die Dauer begreifen, dass es für ihn sinnvoller ist, nach Frauchen oder Herrchen zu schauen und auf sie zu achten, als ständig zu zerren.

Noch mal zur Kastra - wenn der Hund keine Probleme hat, wenn eine läufige Hündin in der Nachbarschaft ist, dann würde ich ihm die Kastra ersparen. Wie verhält er sich denn dann? Frißt, trinkt, schläft und spielt er dann noch?
Wenn ja, würde ich von einer Kastra abraten. Wenn er leidet, würde ich ihn kastrieren lassen.

Liebe Grüße
Mucki


Wir bekommen nix mit wenn in unserer Umgebung eine heisse Hündin sein sollte . Unser Hund frisst , spielt alles ganz normal . Aber ich kann nicht beurteilen ob er schon das Alter hat um das andere Geschlecht wahr zu nehmen . Er rammelt auch nirgends rum . Kissen oder so . Das einzige Auffällige ist das er tröpelt und ab und zu eine Erektion bekommt wenn er etwas leckeres zu essen bekommt :blink:
Danke für den Tipp mit der Leine . Das werde ich ab heute üben auch wenn ich dann die nächste Zeit nicht von der Stelle komme . Hört sich sehr einleuchtend an :-)


Hallo Winnie!

Dein Süsser ist 16 Monate alt, hebt das Bein beim Pinkeln, hat hin und wieder eine Erektion und tröpfelt vor sich hin.
Der wird wissen, dass er ein Rüde ist und was er im Falle eines Falles zu tun hat :D

Viel Glück beim Üben mit der Leine und wenn du noch Fragen hast, dann frag ruhig.

Liebe Grüße
Mucki


Zitat (Mucki @ 23.02.2007 12:43:02)
Hallo Winnie!

Dein Süsser ist 16 Monate alt, hebt das Bein beim Pinkeln, hat hin und wieder eine Erektion und tröpfelt vor sich hin.
Der wird wissen, dass er ein Rüde ist und was er im Falle eines Falles zu tun hat :D

Viel Glück beim Üben mit der Leine und wenn du noch Fragen hast, dann frag ruhig.

Liebe Grüße
Mucki

Danke Mucki :blumen:


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