Fußbodenheizung


Hallo,
ich bin seit einiger Zeit "stiller Mitleser" hier im Forum und habe schon den ein oder anderen Tip übernommen.
Nun habe ich selbst eine Frage und vielleicht gibt es hier jemanden, der mir weiterhelfen kann.
Ich habe ein Haus übernommen, welches ich gerade modernisiere, d.h. Wanddurchbruch, neue Fenster und Türen etc. U.a. interessiere ich mich für den neu entstehenden Wohn-/Esszimmerbereich für eine Fußbodenheizung. Bislang ist in diesem Raum ein alter Holzboden, der aufgrund seiner Substanz entfernt wird. Ich möchte dort später die Fläche fliesen und denke, eine Fußbodenheizung wäre sicher ganz komfortabel. Wie ist es aber mit den Heizkosten? Ist der Verbrauch einer Fußbodenheizung im Vergleich zu Heizkörpern höher? Wie hoch sind die Anschaffungskosten für eine Fußbodenheizung in etwa? Gibt es Nachteile? Hat jemand Erfahrungswerte? Kurzum- ich bin an allem zu diesem Thema interessiert, da ich absolut keine Erfahrung habe...
Gruß
Melanie


Hallo!

Ich würde mich mal an ein Fachunternehmen wenden und abklären, ob man eine Fubo-Heizung installlieren kann und welche Ausführung (über Zentralheizung oder elektrisch) dann am sinnvollsten ist.

Vorteile: keine störenden Heizkörper, gleichmäßige Wärme
Nachteile: dauert ein paar Stunden bis das Zimmer temperiert ist, nicht so gut bei Venenschwäche

Grüßle Gassine


Fußbodenheizung ist 'ne feine Sache- aber pass auf: wenn du gleichzeitig noch z. B. im ersten Stock normale Heizkörper an der Wand hast, brauchst du zwei getrennte Heizkreise. Die Vorbesitzer von unserem Haus haben dies nicht getan, daher ist schon kurz nach unserem Einzug hier der Heizkessel durchgerostet, nach einer Lebensdauer von nur 8 Jahren!


Solltest du mal ein Klavier in den Raum stellen wollen, dann laß es lieber bleiben.
Unserer hat es nicht verkraftet und der Rahmen ist gesprungen. :heul:
Unser Klavierstimmer hat es bestätigt, das Fußbodenheizung Gift fürs Klavier ist! :wacko:


Erstmal danke für eure Antworten!
@Gassine Die Installation einer Fußbodenheizung ist möglich und würde dann über die Zentralheizung laufen. Es ging aber vielmehr darum ob man die Installation auch selbst (weil kostengünstiger) vornehmen kann und was dieses dann in etwa kostet.

@Valentine Super Tip- genau das hatte ich vor, im EG Fußbodenheizung und im OG erstmal die Heizkörper belassen. Dann werde ich das mal abklären....Danke :rolleyes:

@AnCathara zum Glück in ich nicht musikalisch ;)

Melanie


Moin Moin


Nu will ich auch mal was dazu sagen.

Zitat
Valentine  Erstellt am 29.03.2007 15:01:24
  Fußbodenheizung ist 'ne feine Sache- aber pass auf: wenn du gleichzeitig noch z. B. im ersten Stock normale Heizkörper an der Wand hast, brauchst du zwei getrennte Heizkreise. Die Vorbesitzer von unserem Haus haben dies nicht getan, daher ist schon kurz nach unserem Einzug hier der Heizkessel durchgerostet, nach einer Lebensdauer von nur 8 Jahren!


Da kann ich dir nur zustimmen. Das liegt einfach daran das das Wasser im Rücklauf zu kalt ist und dadurch sich Kondensat im Kessel bildet. Was zum Durchrosten führt.

Deswegen braucht man zwei Heizkreise. Wobei man an dem Fußbodenheizungskreis eine Rücklaufanhebung durchführt. Die kann man hydraulisch mit einem Mischer lösen.

Zitat
Gassine  Erstellt am 29.03.2007 13:42:21
  Hallo!

Ich würde mich mal an ein Fachunternehmen wenden und abklären, ob man eine Fubo-Heizung installlieren kann und welche Ausführung (über Zentralheizung oder elektrisch) dann am sinnvollsten ist.

Vorteile: keine störenden Heizkörper, gleichmäßige Wärme
Nachteile: dauert ein paar Stunden bis das Zimmer temperiert ist, nicht so gut bei Venenschwäche

Grüßle Gassine


Da kann ich auch größtenteils zustimmen. Man muß bedenken das eine Fußbodenheizung sehr träge zu regeln ist. Heißt ganz einfach das wenn man sie anstellt es auch entschiedent länger als ein paar Stunden dauert bis das Zimmer warm wird.


Also meiner Meinung nach fährst du mit einer Fußbodenerwärmung am besten. Das heißt man wärmt nur die Fließen auf und denn Rest des Raumes mit einem Heizkörper.

Dann braucht mann kein extra Heizkreis legen. Auf die Sohle kommt eine Isolierung darauf eine Folie und dann das Rohr. Es wird nur ein Rohr spiralförmig oder schlangenförmig ausgelegt. Und so sieht es dann ungefähr kurz vorm Estrich aus:

Huhu,

ich kann nur zu einer richtigen Fussbodenheizung raten. Das Haus meiner Eltern, hat eine und ist mittlerweile 30 Jahre alt.
Keine Heizkörper ist einfach wunderbar. Der Boden ist schön warm im Winter.
Die Stellfläche an den Wänden ist größer.
Gesundheitliche Einschränkungen, z.B. schwere Beine oder so konnte ich noch nicht beobachten.

Die meisten, die gegen Fussbodenheizung sprechen, haben m.E. noch nie lange den Komfort einer Fussbodenheizung geniessen dürfen.
Also lass dich davon nicht abbringen.

Gruss,
Bogi


Das alte > neue Thema ........
Für und wieder einer Fußbodenheizung. :)
Ich wills mal versuchen (kurz) zu erläutern. Die Entscheidung, für und wieder muß jeder selber treffen, zumal die Anschaffungskosten zunächst einmal höher liegen. Dafür ist aber ein gewisser Komfort gegeben. Außerdem ist der Wiederverkaufswert (oder Beleihungswert) höher als bei "normalen" Konvektor-Heizkörpern.


Zitat (Küken77)
...interessiere ich mich für den neu entstehenden Wohn-/Esszimmerbereich für eine Fußbodenheizung. Bislang ist in diesem Raum ein alter Holzboden, der aufgrund seiner Substanz entfernt wird. Ich möchte dort später die Fläche fliesen und denke, eine Fußbodenheizung wäre sicher ganz komfortabel.

- Wohn- / Eßzimmer sind Bereich, in denen man sich länger aufhält. Vorwiegend in sitzender Position, wobei die Füße (meistens) auf dem Fußboden bleiben. Keramische Fliesen wie auch Naturwerkstein ist von Hause aus "kalt" und wird bei normalen Heizkörpern nur unwesentlich erwärmt. Daher ist es notwendig Teppiche im Sitzbereich auszulegen um einen "Wohnkomfort" zu erreichen. Bei Fußbodenheizung sind Teppiche nicht notwendig. Im Gegenteil > Ggf. können diese zu Wärmestauungen führen, was zu einer höheren Wärmebelastung der Fußbodenkonstruktion führt. Dadurch kann es zu Spannungen und Rißbildung der Bodenkonstruktion kommen.
- Für eine Standardfussbodenheizung ist eine Konstruktionshöhe (Rohbeton bis OKFF (Oberkante Fertig-Fußboden)) von mindestens 14cm erforderlich. Alternative Systeme (teurer aber Schadensunempfindlicher) können ab 10 / 11 cm eingebaut werden. (Bei weniger Wärmedämmung ab 6cm)


Zitat (Küken77)
Ist der Verbrauch einer Fußbodenheizung im Vergleich zu Heizkörpern höher? Wie hoch sind die Anschaffungskosten für eine Fußbodenheizung in etwa?

- Der Verbrauch ist meines Wissens identisch, Lediglich die Anschaffungskosten liegen deutlich höher. Die Kosten dafür sind aber Systemabhängig. Bei geringer Konstruktionshöhe bieten wir beispielsweise BEKOTEC mit 8mm Rohüberdeckung (statt 45mm) und einer DITRA Entkopplungsmatte an. Die Materialkosten betragen hierbei knapp 45€ Brutto. Dafür kann bereits nach zwei Tagen (statt mind. 4-6 Wochen) mit der Fliesenverlegung begonnen werden.


Zitat (Gassine)
Ich würde mich mal an ein Fachunternehmen wenden ... welche Ausführung (über Zentralheizung oder elektrisch) ...
Nachteile: dauert ein paar Stunden bis das Zimmer temperiert ist,

- "Fachunternehmung" > (Heizungsbauer) sollte immer hinzugezogen werden. Vielleicht kann ja eine Preisminderung für Hilfsarbeiten, etc. vereinbart werden.
- "elektrisch" > hat Vorteile bei kurzfristigen Einsatz (Badezimmer / Eßzimmer) und bei nachträglichem Einbau (vorhandenem Estrich). Ansonsten dürfte die Abhängigkeit von Haushaltsstrom sehr schnell teuer werden.
- "dauert ein paar Stunden" > höre ich immer wieder und ist leider nicht auszumerzen. Leider ist es nur ein Gefühl, das Konvektorheizkörper schneller sind. Das kommt daher, das unmittelbar nach dem Anheizen bereits am Heizkörper die Wärme gespürt werden kann. Bei einer Fußbodenheizung ist das nicht möglich. Zudem waren ältere Fußbodenheizungen tatsächlich träge, dadurch das diese erst den Estrich (ca. 5cm) aufgewärmt haben. Weshalb dieses System auch nach dem Ausschalten noch langezeit Wärme hatten Heutzutage ist eine Rohrüberdeckung von 8mm möglich. Da reagiert die Fußbodenheizung deutlich schneller.


Zitat (Valentine)
Fußbodenheizung ist 'ne feine Sache- aber pass auf: wenn du gleichzeitig noch z. B. im ersten Stock normale Heizkörper an der Wand hast, brauchst du zwei getrennte Heizkreise.

- Es ist heute möglich kleinere Heizsysteme (bis 100lfdm Rohr / ca. 15-20qm) an einen vorhandenen Konvektor anzuschließen. Dazu wird am Rücklauf ein Verteiler (ca. 150€) montiert, der die Heizschlangen getrennt Steuerbar einspeist.


Zitat (Heizungsbauer)
Also meiner Meinung nach fährst du mit einer Fußbodenerwärmung am besten. Das heißt man wärmt nur die Fließen auf und denn Rest des Raumes mit einem Heizkörper.

- Das war das mit den 100m :D


Zitat (Heizungsbauer)
Man muß bedenken das eine Fußbodenheizung sehr träge zu regeln ist. Heißt ganz einfach das wenn man sie anstellt es auch entschiedent länger als ein paar Stunden dauert bis das Zimmer warm wird..

- Bei Sondersystemen (nicht nach DIN, gesonderte Haftungsvereinbarung über Hersteller) mit 8mm Rohrüberdeckung (funktioniert OHNE Rissbildung) ist auch eine Fußbodenheizung nicht mehr träge


Zitat (Heizungsbauer)
Und so  sieht es dann ungefähr kurz vorm Estrich aus:

- Aber bitte nur ungefähr :D
Bei derartig unregelmäßigen Abständen habe ich verschiedentlich (bei empfindlichen) Oberbelägen (Hartbelag > Naturstein / keramische Fliesen) schon Risse aufgrund unterschiedlicher Temperaturzonen gehabt. Für Teppich reichts, nicht jedoch bei Hartbelag.


Ich glaube das wars :grinsen:
Ok, ok, "kurz" geht anders ........


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