Marmorfensterbank: abgebrochen. Kleben?


Hallo,

bei der Besichtigung eines potentiellen Mietobjektes (wir haben's übrigens genommen :D ), ist uns ein kleines Missgeschick passiert.

Jemand von uns hat sich an der Fensterbank abgestützt und dabei ist ein Stück von der Ecke der Fensterbank abgebrochen. Das Stück ist rechteckig und ca. 10 x 25 cm groß.
Wir vermuten ja, dass die Bank vorher schon einen Riss hatte, denn der "Unfall" ist ohne viel Krafteinwirkung passiert.

Ich werds auch mal der Haftpflicht melden, schließlich "gehört" uns das Haus noch nicht.

Naja, jedenfalls sieht die Ecke nun ziemlich unschön aus. Da sie aber einigermaßen "sauber" abgebrochen ist, dachte ich, man könnte das Stück vielleicht irgendwie wieder ankleben oder so.

Kennt sich da jemand mit aus? Hält sowas? Die Fensterbank ist insgesamt so groß, dass die betreffende Ecke zukünftig nicht großartig belastet werden muss.

Bei Bedarf kann ich auch ein Foto einstellen.

Danke! :blumen:


Hallo @keke...

Mein erster Rat:

Eine PN an den Master_of_stone schicken... ... ...D E R hat, wenn er denn mal ein wenig Zeit haben sollte, auf jeden Fall Ahnung von so etwas... ... ...!!!

Mit wenig Kenntnis habendem Gruß von hier an DICH... ... ...

Grisu... ... ...


Hach, Grisu, auf dein Handeln ist verlass.... :D ...ich wusste, dass du der erste sein wirst, der mir antwortet (zumindest um diese Uhrzeit)... :wub:

Und, ja, an den Master hab ich auch schon gedacht, mal schauen, vielleicht meldet er sich ja hier - wenn nicht, kann ich ihn immer noch persönlich anschreiben.

Wir ziehen ja erst in 2 Wochen um... :rolleyes:


Zitat (keke @ 14.05.2007 23:30:16)
... dachte ich, man könnte das Stück vielleicht irgendwie wieder ankleben oder so.

Kennt sich da jemand mit aus? Hält sowas? Die Fensterbank ist insgesamt so groß, dass die betreffende Ecke zukünftig nicht großartig belastet werden muss.

Bei Bedarf kann ich auch ein Foto einstellen....

Gesehen :D :D :D

Stell bitte ein Foto rein.
- Unteransicht GESAMT (mit Zollstock, wg Größe) und
- Detailansicht der Bruchstelle (mit angehaltendem Bruchstück, wg Optik der Bruchstelle und Materialfeststellung)

Grundsätzlich ist es möglich (mit speziellem Zweikomponetenkleber) zu kleben. Dafür benötige ich jedoch die Angaben aus den Fotos.

Wenn Du die Fotos reingestellt hast, bitte PM incl. LINK an mich.
Danke
Master of Stone

Bearbeitet von Master_of_Stone am 15.05.2007 12:10:56

... :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: ... na also, biste doch noch mal wach geworden... ... ... rofl rofl rofl

Manchmal biste hier eben unersetzlich... ... ... :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

Mit mir das gedacht haben Gruß von hier an DICH...

Grisu... ;)


Okay, *räusper*, besser spät als nie.....

Irgendwie bin ich bisher noch nicht wirklich dazu gekommen, mich mit der Fensterbank zu beschäftigen.... damals war es ja noch nicht mal "unser" Haus, jetzt ist es das, und bis alles eingerichtet und ordentlich war...das dauert....

Jetzt geht's also langsam an den "Feinschliff" und dazu gehört - DIE FENSTERBANK!

Also, hier die Fotos (ich geb zu, das Stück ist doch größer als geschätzt und außerdem nochmal durchgebrochen.... kleiner Unfall, die zweite.... :ph34r: )

Oberansicht:



Unteransicht:



Bruchstücke:


Unscharfe Detailansichten:






Vielen Dank schon mal und liebe Grüße,

keke :blumen:


Fällt dazu dem Master_of_Stone nicht was ein? Der ist definitiv vom Fach! :blumen:


Zitat (Die Bi(e)ne @ 10.09.2007 21:46:26)
Fällt dazu dem Master_of_Stone nicht was ein? Der ist definitiv vom Fach! :blumen:

Dem Master hab ich schon eine PN geschickt, der wollte nämlich gerne bescheid wissen, wenn's hier weiter geht..... :D

Er darf sich auch gerne etwas zeit lassen, hab ich ja schließlich auch so gemacht.... :unsure:

^_^ 2 Seelen, ein Gedanke.


Ich bin zwar nicht der "Steinemeister" und hoffe ihr seid nicht böse wenn ich trotzdem meinen Senf dazugebe (ansonsten sorry)

Ich frage mich warum man so ein Fensterbrett überhaupt soweit vorstehen lässt? Es scheint ja eh so breit zu sein, dass trotz der Beschädigung große Blumentöpfe darauf Platz haben? Bevor das Geklebte eventl. wieder abbricht, würde ich den Vermieter fragen ob man es nicht gerade zur Bruchstelle abschneiden (sagt man bei Stein schneiden? sägen? :unsure: ) darf.

LG Körnle :)


Zitat (keke @ 10.09.2007 21:58:23)
Zitat (Die Bi(e)ne @ 10.09.2007 21:46:26)
Fällt dazu dem Master_of_Stone nicht was ein? Der ist definitiv vom Fach! :blumen:

Dem Master hab ich schon eine PN geschickt, der wollte nämlich gerne bescheid wissen, wenn's hier weiter geht..... :D

Er darf sich auch gerne etwas zeit lassen, hab ich ja schließlich auch so gemacht.... :unsure:

Hallo @Keke...

Lasse dem Stoniemaster mal ein wenig Zeit... DER ist im Moment schwer im Stress und am Abend auch schwer geschafft... ... ...

Deine Meldung an ihn ist aber angekommen, er wird sich melden... ;) ;) ;)

Gruß (u. A.) auch von ihm,

Grisu...

Hallo Körnle, klar darfste Deinen Senf geben! ^_^ :) Sach ich jetzt mal... :)

Also: so, wie das bei kekes Fensterbank aussieht, wurde das früher im Bau gern gehalten: großzügige Marmorfensterbank über der Heizung (kenne ich von unserem Schlafzi-Fenster einst im Block). Seltsam ist wirklich der weite Überstand, aber so, wie die Teile zusammengefügt (geklebt) gehören, macht es gewissen Sinn.
Das Dumme ist wirklich: knallt was dagegen, ist der hübsche Stein hin und einmal Geklebtes fällt gerne wieder runter. :wacko:
Was tun, sprach Zeus: Deine Idee mit dem Abflexen (Steinscheibe,Schleifen, Polieren, Kürzerhalten der Fensterbank) ist gar nicht so verkehrt. So kann man dann noch auf der Fensterbank gefahrlos Blumenpötte stellen. Allerdings sollte sowas wirklich mit dem Vermieter vorher besprochen werden. Sofern der Schaden früher entstanden ist, als das jetzige Mietverhältnis ausweist, könnte es sogar ne neue Fensterbank geben ;) . Wenn man dahinter ist und sich nix gefallen läßt. ;)


Hallo @Die Bi(e)ne...

Gute Ideen, nur eine kleine Frage ob ich da jetzt falsch liege:

Beim Lesen hatte ich den Eindruck, das das Haus jetzt @keke und Anhang gehört (...oben steht: "...damals war das ja noch nicht unser Haus, jetzt ist es das..." / grob zitiert).

Damit hätte sich die Frage nach dem "Dürfen" oder so erübrigt; wenn ich das richtig verstanden/ gelesen habe..., kommt jetzt nur noch auf eine bezahlbare und vernünftige Lösung an...

Sollte ich da falsch liegen, dann sorry...

Gruß...

Grisu...


Zitat
potentiellen Mietobjektes (wir haben's übrigens genommen biggrin.gif )


Zitat
"gehört"


Zitat
"unser" Haus


Sorry, habe mich eventuell unklar ausgedrückt. Oder doch nicht? ^_^ rofl (nur Miete - deswegen die Anführungszeichen oben....bis zum Wohneigentum wird's wohl noch einpaar Jährchen dauern.... :heul: )

Hallo @Keke...

Neee, neee, ich schätze mal, das ICH das falsch verstanden habe... Dann solltest DU die Tipps von @Bi(e)ne bezüglich Vermieter auf jeden Fall beherzigen...

Die Rep. könnte als verändernde Baumaßnahme gewertet werden..., wenn Ihr also noch nicht mit dem Vermieter über die "Pläne" gesprochen habt, dann solltet Ihr das machen...; wenn nötig auch schriftlich fixieren...

Unter Umständen kann es auch wichtig sein, das eventuelle Rechnungen aufgehoben oder weitergeleitet werden sollten...

Warte mal ab, was für Tipps kommen...

Mit Sorry Gruß von hier an DICH...

Grisu...


Zitat (keke @ 10.09.2007 16:36:44)
Okay, *räusper*, besser spät als nie.....

Sorry, hatte Probleme mit dem Server / DSL, und bin erst heute wieder online...


Zitat



Also, zunächst zum Grundverständnis. (Wird ein wenig länger, scheint mir aber wichtig zu sein aufgrund der nachfolgenden Beiträge)

Zunächst:
> Das Material ist ein (römischer) Travertin, also ein Kalkstein (Ablagerungsgestein), in gespachtelter / polierter Ausführung.
> Also ein Weichgestein, welcher säureempfindlich ist und zudem noch nur sehr geringe Biegezugkräfte (Überstand) verträgt.
> Die Porenräume eines Travertins sind "Nester" wo vormals bei der Gesteinsentstehung Fossilstoffe (Blätter, Holz, etc.) abgelagert waren, die mit der Zeit ausgeschwemmt wurden. (Siehe Dir die Unterseite der Fenterbank an.
> Das Material gibt es in einer ungespachtelten Version, bei dem die Porenräume offen sind und in einer gespachtelten Version, bei dem die Poren mit einer zementären Schlämme geschlossen wurden.
> Diese zementäre Schlämme ist (noch) weicher als das Material selber. und löst sich mit der Zeit, insbesondere bei Bodenbelägen, auf.

Fakt:
> Bei einem Überstand von mehr als 5cm ist das Material in 2cm stärke grundsätzlich ungeeignet ohne weitere Unterstützungen durch Winkel etc. Das kann Dir jeder Sachverständige bestätigen.
> Als Sachverständiger würde ich zudem die Verantwortung dem Auftraggeber (Bauherrn?) zumuten mit ggf. einer Teilschuld dem ausführenden Unternehmen.
> Der vorhandene (nicht abgestützte) Überstand entspricht nach meiner Meinung dem Passus des "schadensgeneigten Bauens". D.h. Hierist eine Ausführung vorhanden, von der man weiß, das diese früher oder später zum Schaden führt.

Behebung:
> Ausbessern. Mit einem speziellem Zweikomponentenspachtel (Akemi) ähnlich wie Autospachtel, werden beide Seiten der Bruchstelle dünn bestrichen (Staubfrei & trocken) und anschließend fest aneinandergepresst. Verarbeitungszeit 3 Minuten. Im frischen Zustand wird mit einer Rasierklinge das ausquellende Material glatt abgezogen. Nach einer halben Stunde wird die Oberfläche leicht mit einem 600 / 800 Schmiergel bearbeitet. VORTEIL: Schnell, Kostengünstig, wenig Dreck. NACHTEIL Nicht dauerhaft, bei erneuerter Belastung wieder gefährdend (bricht neben der Klebestelle), ist optisch mehr oder minder zu erkennen.
> Kürzen. Im Trockenschnitt wird die gesamte Länge der Fensterbank gekürzt und anschließend mittels Schleifpapier im Trockenverfahren eine Kante angearbeitet. VORTEIL: Dauerhaft beständig NACHTEIL: Sehr staub- und Dreckintensiv, nur durch Facharbeiter
> Kürzen II. wie vor, jedoch ist die Fensterbank auszubauen und im Garten / Werkstatt zu ändern. Anschließend erfolgt der Einbau.

Leider kann ich Dir aus fachlicher Sicht nur den Punkt "Kürzen II" als sinnvolle Lösung vorschlagen.

Ich hoffe es klappt. Gruß
Master of Stone

Zitat (Körnle @ 12.09.2007 10:02:09)
Ich bin zwar nicht der "Steinemeister" und hoffe ihr seid nicht böse wenn ich trotzdem meinen Senf dazugebe (ansonsten sorry)

Sicherlich darfst Du Antworten, Nein, Du mußt sogar :D :D

Auch für mich ist es ja wichtig andere Erfahrungen und Meinungen zu hören. Bin ja vielleicht auch ein wenig "Betriebsblind" und wenn Du was falsches sagst, dann kann ich das ja korrigieren.
PS. Das mit dem Überstand ist mir auch extrem aufgefallen, aber erst durch Deinen Beitrag habe ich dieses noch mal gesondert aufgenommen. :wub:


Zitat
Ich frage mich warum man so ein Fensterbrett überhaupt soweit vorstehen lässt? Es scheint ja eh so breit zu sein, dass trotz der Beschädigung große Blumentöpfe darauf Platz haben?

Groß, größer am größten ;) Manche kriegen den Hals nicht voll. Leider war es früher so üblich, den davor befindlichen Heizkörper auch noch (möglichst ganz) zu verdecken. Eine Unsitte, die früher häufig Kundenwunsch war und schwierig auszureden.

Zitat
Bevor das Geklebte eventl. wieder abbricht, würde ich den Vermieter fragen ob man es nicht gerade zur Bruchstelle abschneiden

In diesem Bereich kenn ich mich leider weniger aus (Recht: Mieter / Vermieter) das muß dann schon mal der Mieterschutzbund oder ein Rechtanwalt herhalten.

Zitat
(sagt man bei Stein schneiden? sägen?  :unsure: )

Interessante Frage, da schweife ich doch gerne ein wenig aus ..... :pfeifen:

Beim Holz, nennt sich der Abfall der beim "schneiden" herauskommt > Holzspäne oder Sägespäne , also immer noch das Ausgangsprodukt, nur in kleinerer Form.
Beim Stein ist dieses jedoch nur noch Staub und hat mit dem Ausgangsprodukt (Stein) nichts mehr gemein. Daher spricht man dabei vom "Trennschleifen".

In vorchristlicher Zeit hat man Steinblöcke "gesägt" (Damalig so genannt) in dem mittels einer Bügelsäge (Die "Alten", mit dem Spanndraht oben) und einem Metallblatt ohne Zähne (das wäre für Holz gewesen) unter Zugabe von Quarzsand (als Schleifmittel) die Steine wie bei Holz "gesägt" wurden.
Heute weiß man, das es korrekt lauten müßte: "Schleifen" oder "Trennschleifen". Eine durchaus schweißtreibende und langwierige Arbeit.

LG
Master of Stone


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