Streik bei Bussen und Bahnen: Darf das sein?


Am 24. Mai wird der öffentliche Nahverkehr in Berlin zwischen 3h und 10h durch einen Warnstreik lahmgelegt. Bei allem Verständnis für die Arbeitnehmerinteressen: darf das sein, daß eine Gewerkschaft Hunderttausenden Arbeitnehmern das pünktliche Erreichen des Arbeitsplatzes unmöglich macht?Was meint Ihr dazu?


Da können sich gleich Tausende von Arbeitgebern schon mal mit dem Gefühl vertraut machen wie es wäre, wenn ihre Arbeitnehmer auch streiken würden.


Zitat (nettertyp @ 24.05.2005 - 00:27:43)
Am 24. Mai wird der öffentliche Nahverkehr in Berlin zwischen 3h und 10h durch einen Warnstreik lahmgelegt. Bei allem Verständnis für die Arbeitnehmerinteressen: darf das sein, daß eine Gewerkschaft Hunderttausenden Arbeitnehmern das pünktliche Erreichen des Arbeitsplatzes unmöglich macht?Was meint Ihr dazu?

Es gibt auch noch ein Auto, oder ein Fahrrad, Berlin ist so flach, daß man da gut mit dem Rad fahren kann!! Zur Not kann man den Arbeitsplatz ja auch zu Fuß erreichen!!

Ich kann die Arbeiter und Angestellten der BVG verstehen - und ein Streick, auch ein Warnstreick nutzt eben nur dann was,wenn die Fahrgäste "darunter leiden" müssen, sonst nutzts ja nix!!

Zitat (schwabinchen @ 24.05.2005 - 19:26:50)
Es gibt auch noch ein Auto, oder ein Fahrrad, Berlin ist so flach, daß man da gut mit dem Rad fahren kann!! Zur Not kann man den Arbeitsplatz ja auch zu Fuß erreichen!!

Ich kann die Arbeiter und Angestellten der BVG verstehen - und ein Streick, auch ein Warnstreick nutzt eben nur dann was,wenn die Fahrgäste "darunter leiden" müssen, sonst nutzts ja nix!!


Stimmt, Auto und Fahrrad gibt's auch. Gegenargument: einer hat kein
Auto und keine Möglichkeit wegen einer Fahrgemeinschaft, der andere
fährt zwar Fahrrad, aber die Arbeitsstelle liegt zu weit entfernt, wo wir
dann auch schon beim zu Fuß gehen wären *g*.

Wenn ich in der Situation wäre (bin ich zum Glück nicht) und in einem
Stadtteil arbeiten würde, der 10 oder 20 km vom Wohnort entfernt liegt (oder
noch weiter, was das Umland Berlins betrifft), dann würde ich sagen: zu Fuß
gehen - nein danke. Ich gibt bestimmt nicht allzu viele, die sich morgens schon
die Hacken wund rennen möchten.

Die BVGler habe ich noch nie verstehen können, da meines Wissens u.a der
Verdienst und die Vergünstigungen dort zufriedenstellend sein sollen. Sicherlich
kann man nie von diesem und jenen genug haben, aber irgendwann reichts auch
mal.

Ich fahre hier höchst selten mit den Öffentlichen, da es mir zum einen
zu schmuddelig und stinkig in Bussen und Bahnen ist und zum anderen
das Fahrerpersonal mir einfach zu "rotzig" ist. Hier bezahlt man - meiner
Meinung nach - zuviel für's Ticket und dafür sollte man (eigentlich) auch
etwas erwarten dürfen. Nicht zuviel, aber trotzdem in gesundem Maße.

Jüngstes Beispiel vor ein paar Tagen an einer Haltestelle: ich war am Kiosk
etwas kaufen, unmittelbar daneben ist eine Haltestelle. Mann mit Rollstuhl fragt
den Fahrer höflich, ob er bitte die Rampe ausfahren könnte. Die Antwort vom
Fahrer: "Nee, fahrnse doch mitm nächsten". Rums, Tür zu und der Mann
stand da.

Da kommt mir echt die Galle hoch und schon aus so einem Grund unterstütze
ich keine Streiks der BVG.

Grüßi
Wecker

Soweit mir bekannt ist, ist die BVG in Berlin ein Unternehmen, welches der Stadt Berlin gehört. Diese Stadt Berlin hat gefälligst dafür zu sorgen (wie auch immer), daß jedermann möglichst jederzeit von A nach B gelangen kann. Was soll die Sch... Werbung seitens der Politik, daß nur die öffentl. Verkehrsmittel umweltfreundlich sind, Verkehrschaos vermeiden und blablabla. In Berlin haben ca. 50% aller Haushalte k e i n Auto! Und an alle, die diese Stadt nicht kennen: von Nord bis Süd sind es nun mal eben um die 50 km, von West bis Ost auch um die 45 km. Diese Kilometer kann man eben nun mal nicht erlaufen oder mit dem Drahtesel bewältigen.


Berlin ist nicht so groß. Da reicht ein schnelles Fahrrad. Das ist zuverlässiger als die Öffentlichen, oft auch schneller, oft sogar schneller als mit einem Auto.
Hab das jahrelang in dieser verdammten Stadt so praktiziert: 30 km hin und abends 30 km wieder zurück vom Arbeitsplatz per Fahrrad.


Glückwunsch @ Chemo, dann bist du einer derjenigen, die mit
dem Drahtesel diese "kleine" Stadt bewältigt haben :P


Zitat (chemoProfi @ 24.05.2005 - 20:27:28)
Berlin ist nicht so groß. Da reicht ein schnelles Fahrrad. Das ist zuverlässiger als die Öffentlichen, oft auch schneller, oft sogar schneller als mit einem Auto.
Hab das jahrelang in dieser verdammten Stadt so praktiziert: 30 km hin und abends 30 km wieder zurück vom Arbeitsplatz per Fahrrad.

Über diesen Deinen Kommentar solltest Du vielleicht noch mal nachdenken! Es gibt Leute die kein Fahrrad haben. Es gibt Leute, die sich nicht trauen mit dem Fahrrad zu fahren, insbesondere nicht längere Strecken. Jedes Jahr gibt es ja viel zu viele verletzte oder tödlich verunglückte Radler. Und dies nicht nur durch eigenes Verschulden. Und bedenke bitte auch, daß ein Großteil der Menschen eben nicht zwischen 15 und 30 Jahren alt ist - und trotzdem zur Arbeit geht. Also 60 km am Tag per Rad ist doch eher was für Leute, die nicht ausgelastet sind im Beruf, oder?

Zitat (fredbux @ 24.05.2005 - 20:40:30)

...Also 60 km am Tag per Rad ist doch eher was für Leute, die nicht ausgelastet sind im Beruf, oder?



Da hacke ich einfach mal dazwischen, auch wenn es nicht an mich
gerichtet ist :P

Ich bin nicht der Meinung, dass 60 km pro Tag per Drahtesel fahrende Leute im
Beruf nicht ausgelastet sind.

Gehöre, wie oben schon erwähnt, nicht zu den Radfahrern, aber ich meine, dass einige diese Aktivität wahrscheinlich auch dazu nutzen, um Energie los zu werden und weil es ihnen Spaß macht. Und wenn sie auch noch Spaß und die Muße dazu
haben, Klamotten mitzunehmen, um sich auf der Arbeit umzuziehen, dann sollen sie es doch machen. Ist doch niemand gezwungen, so ein Drama mitzumachen *g*

Bearbeitet von Wecker am 24.05.2005 21:06:51

[Ich kann die Arbeiter und Angestellten der BVG verstehen - und ein Streick, auch ein Warnstreick nutzt eben nur dann was,wenn die Fahrgäste "darunter leiden" müssen, sonst nutzts ja nix!!
QUOTE]


das ist alles schön und gut, aber bei uns war vor den Pfingstferien auch ein Tag, an dem unser OVR gestreikt hat - leider muss mein Sohn (1. Klasse) mit dem Bus in die Schule..... das haben wir nicht wirklich gut gefunden, dass auch der Schulbus nicht kam.... .

Die Kinder können ja nicht wirklich was dafür und wenn schon gestreikt wird, dann sollten doch die Schulbusse fahren oder wir Eltern rechtzeitig davon erfahren, daß wenigstens Mitfahrgelegenheiten gebildet werden können....oder ?


Zitat (volldaneben @ 24.05.2005 - 20:22:17)
Soweit mir bekannt ist, ist die BVG in Berlin ein Unternehmen, welches der Stadt Berlin gehört. Diese Stadt Berlin hat gefälligst dafür zu sorgen (wie auch immer), daß jedermann möglichst jederzeit von A nach B gelangen kann. Was soll die Sch... Werbung seitens der Politik, daß nur die öffentl. Verkehrsmittel umweltfreundlich sind, Verkehrschaos vermeiden und blablabla. In Berlin haben ca. 50% aller Haushalte k e i n Auto! Und an alle, die diese Stadt nicht kennen: von Nord bis Süd sind es nun mal eben um die 50 km, von West bis Ost auch um die 45 km. Diese Kilometer kann man eben nun mal nicht erlaufen oder mit dem Drahtesel bewältigen.

ICH KENNE BERLIN!!!! War schon des öfteren dort!! Außerdem fuhr ja die S-Bahn (hab ich in den Nachrichten vernommen). Wenn mein Göga und ich in Berlin sind (im Schnitt etwa alle zwei Jahre), dann fahren wir viel S-Bahn und gehen auch viel zu Fuß!!

Schwabinchen

Zitat (schwabinchen @ 28.05.2005 - 16:39:30)

ICH KENNE BERLIN!!!! War schon des öfteren dort!! Außerdem fuhr ja die S-Bahn (hab ich in den Nachrichten vernommen). Wenn mein Göga und ich in Berlin sind (im Schnitt etwa alle zwei Jahre), dann fahren wir viel S-Bahn und gehen auch viel zu Fuß!!

Schwabinchen



Ist sehr lobenswert, dass du Berlin kennst, Schwabinchen *g*.

Dass die S-Bahn fuhr, ist übrigens kein Wunder - die gehört nämlich nicht
zur BVG (und um die ging es ja hier) :P

Grüßi
Wecker

Bearbeitet von Wecker am 28.05.2005 17:21:38


Kostenloser Newsletter