Jamie Oliver: Kochen für Kids in GB


Hi...
Ich bin total geschockt..Ich habe gerade eine Show von Jamie Oliver gesehen und dort erzählte er das er den Kids In England mal zu besseren Essen Verhelfen will...

Die Bekommen da ja Schulessen und das ist echt so das die NICHTS!!! frisches essen!! Ich war total geschockt...
Da ist ein Junge, der isst nix als trockenen Reis oder nudeln...ohne was dabei oder drauf!!! Ich habe gedacht ich seh nicht richtig...
Die Lunch Pakete waren mit Süssem vollgestopft...aber nicht ein Kind hatte einen Apfel oder Banane dabei!!
Schlimm...Jamie hat es geschafft das die Kinder mal selber gekocht haben und er hat jetzt durchgesetzt das ordentlich an den Schulen gekocht wird...Der zulieferbetrieb wurde gekündigt, und ca. 20000 Schulkinder werden anch Jamies Rezepten bekocht....
Ist es heute so schwer, sich gesund zu ernähren??? Ich meine auch so Kantienen, und so...Und so viel Teurer ist das doch echt nicht...
Ich habe keine Kinder, doch bei uns gibt es immer frisches zu essen...Auch wenn wir mal Pommes machen, mach ich die selber...
Wie denkt ihr, über sowas??
Ich bin gespannt
Lieben Gruss
Sille


Das letzte was ich bis jetzt gehört hab ist dass das Essen von dem den meisten Kids nicht schmeckt und die sich zu Hause eben noch mehr Süßes in die Taschen stopfen und das ne Niederlage auf der ganzen Linie ist, die Serie ist ja schon n paar Jahre alt.
Wundert mich auch nicht, die Kids sind doch total verwirrt, wenn die von zu Hause nix Gesundes kennen und da weiter ihren ungesunden Kram kriegen der denen schmeckt und in der Schule was Gesundes, was die nicht kennen und wovon die kotzen müssen.
Die Eltern müssen das vorleben, sonst klappts meistens nicht. Die könnten den Kids auch was Gesundes mitgeben, machen die aber nicht. Da kann Jamie Oliver nix zu, so gut das gemeint ist dass die Kids in den Schulen was Gesundes kriegen sollen und viele das auch annehmen, aber die Kids sind eben schon geprägt, wenn die in die Schule kommen, ist ja nicht so dass die geboren werden und sofort 5 Jahre alt sind und die Eltern keine Zeit hatten, auf die einzuwirken.

Und auch hier gibts Eltern, die nicht wissen wie die mit Kartoffeln umgehen sollen, die selber keine Gemüse essen, höchstens unter ner dicken Käsesoße oder sowas, aber gleichzeitig immer Geld für Kippen, Kneipe, Knabberkram, Süßigkeiten und und und haben.

Bearbeitet von Kalle mit der Kelle am 11.08.2007 12:58:11


Das ist aber nicht nur in Großbritannien so. Obwohl ich da schon häufig genug gehört hab, dass es in vielen Familien nicht mal mehr einen Tisch gibt, wo die ganze Familie dran Platz hätte.

Auch hier in Deutschland gibt es genug Kinder, die ohne Frühstück und ohne Pausenbrot in die Schule kommen.

Kürzlich hab ich was im Fernsehen über eine Schule gesehen, da gab es zwar Essen an der Schule, aber das war so ein Service von außen und da gab es nur das, was sich auch verkauft. Also Pommes, Pizza, Hotdogs, jede Woche das gleiche.
Und das Essen haben die Schüler sich auch häufig noch geteilt, weil nicht jeder Geld dabei hatte. Ich fand das echt übel.

An meiner ehemaligen Schule haben sie in den letzten Jahren die sogenannten Kochmütter eingeführt. Jeden Tag kocht eine andere Gruppe von ca. 5 Müttern (meine ist immer noch dabei *stolz*) ein frisches Gericht, dazu gibts Salat, ein Getränk und einen Nachtisch. Das ganze für 2,50€, wenn ich mich nicht irre.
Das kommt sehr gut an, in meinem Abiturjahr bekam die Schule sogar ein eigenes Mensa-Gebäude, so dass das ganz jetzt sehr professionell durchgeführt wird.
Klar, da gibts auch mal Lasagne oder so, aber wie gesagt, es wird auch immer Salat und Obst angeboten. Ob die Schüler das dann essen, ist ne andere Frage.


Je vielfältiger die Angebote sind, desto einseitiger wird die Ernährung bei denen, die ihre Birne nicht anstrengen und Vitamine für ne Viruserkrankung halten. Aber trotzdem gibts immer noch Leute, die selber kochen, das richtig planen und auch ihre Kids da mit einbeziehen. Wie soll n Kind was übers Essen und über Nahrungsmittel lernen, wenns dem nicht gezeigt wird oder das sieht, wie die Eltern immer bloß Tk-Zeug in den Ofen schieben? Grade an TK-Gemüse ist nix auszusetzen, ist frischer als das, was "frisch" im Laden rumliegt, aber da kriegt man nix mit vom Putzen, Waschen, Zubereiten und sowas. Und viele haben auch keinen Bock, den Kids das zu zeigen. Auf der Couch rumliegen und in die Glotze stieren ist wichtiger.


@Kalle mit der Kelle...Ich versteh was du meinst...Ich glaube auch das es hier viele Kinder gibt die denken das Spinat aus blöcken besteht und Fischstäbchen so geboren werde...
Ich finde das schlimm...


Ich seh das auch so wie Kalle; der gute Wille allein reicht leider nicht, um das Essen umzustellen. Da muss auch das Elternhaus mitmachen. Der Grund warum die Kinder viele Gemüsesorten nicht kannten liegt halt schlicht und ergreifend daran, daß auch zu Hause wenig bis gar nichts frisches auf den Tisch kommt.

Grundsätzlich bin ich sehr dafür, daß man den Kids gesundes Essen gibt. Ist nicht nur gut für die Entwicklung sondern spart bestimmt dem Staat auch letzten Endes Geld. Weil gesunde Kinder werden zu gesundenen Erwachsenen und ich könnte mir vorstellen, daß so so manche ernährungsbedingte Erkrankung vermieden werden könnte.

Schön, wenn es solche Einrichtungen gibt wie von Jinx beschrieben. Jedoch gibt es auch genug Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können ihrem Sprössling jeden Schultag 2,50€ für ein gutes Mittagessen mitzugeben.

Bei Jamie Oliver war ja beschrieben, daß nur die Eltern zahlen müssen, die über ein entsprechendes Einkommen verfügen. Und wenn man bedenkt, daß für ein Essen 37-45 pence also umgerechnet 50-70 cent zur Verfügung stehen. Da wird es bestimmt nicht einfach ein gesundes und schmackhaftes Essen herzustellen. Ganz davon abgesehen, da ß es einige Kinder mit Sicherheit schon mal ablehnen, weil sie es nicht kennen oder weil andere Kinder es nicht essen.

Unterm Strich finde ich das Bestreben von Jamie Oliver spitze. Leider wird das ganze Projekt auf der Strecke bleiben, weil

a) Die Kids schon so sehr (auch durch das Elternhaus) auf das Billigessen konditioniert sind
und
B) die Kosten einfach zu hoch sind.

LG

WWgirl


Da brauchst Du gar nicht erst nach England rüberfahren. In der Kita, in der ich mal gearbeitet habe, mußten die Eltern morgens das Frühstück für die Kinder mitbringen. Das haben wir dann ganz schnell abgeschafft, als wir gesehen haben, WAS die Eltern engepackt haben: Schokocroissants, Franzbrötchen, Schokoflakes- und riegel, Obst und Gemüse waren eher die Ausnahme. :wallbash: :wallbash:
Wir haben das Fühstück dann mit den Kiddies gemeinsam zubereitet und dann haben die auch das Gesunde gegessen, denn sobald man Kinder mit einbezieht, essen die das auch.
Dieses berühmte Argument, daß gesundes Essen auch teuer ist, lasse ich nicht gelten. In jedem Discounter wird mittlerweile hochwertiges Biogemüse angeboten, und wenn man Obst und Gemüse saisonal und aus der Region kauft, kommt man auch mit kleinem Geldbeutel hin.
Auf längere Sicht betrachtet ist´s der Fertigfraß, der ans Geld ( und an die Gesundheit ) geht.


Also ,bestimmt krieg ich jetzt gleich wieder Kloppe ;)
Aber : Es gibt nunmal Kinder ,die essen kein Gemüse ,kein Obst .....!
Egal wie man das anstellt !
Und da ist man als Eltern in einer sehr doofen Situation :
Du packst deinen Lieben Gemüse und Obst ein - sie bringen das regelmässig wieder heim !!!
Du gibst ihnen ,meinetwegen ein Haselnusscreme -Brot mit - es wird gegessen :pfeifen:

Was also ?


:trösten: ... kriegst doch keine "Kloppe" , Lisli ...

... ich habe auch so ein "Prachtexemplar" zuhause - er isst z.B. nur trockene Nudeln,
also bloss keine Sauce oder etwas dazu!!!

er mag auch nur ein paar Gerichte - die ich an einer Hand abzählen kann ...

zum Glück liebt er rohes Gemüse & Obst - damit lässt sich noch ganz gut leben !!! ;)

In der Kita waren die jeweiligen Erzieherinnen auch schon verzweifelt - hat aber nichts gebracht ... ist eben ein "Sturkopf" - von wem er das nur hat ??!! :hmm:


Zitat (Pixies @ 11.08.2007 16:18:23)
... ist eben ein "Sturkopf" - von wem er das nur hat ??!! :hmm:

..... :lol:
Ja ,von wem nur ? :pfeifen:
Aber ,ist halt echt so ,dass Kinder sich da z.T. nichts aufzwingen lassen .
Dass es natürlich nicht richtig ist ,wenn man den Kindern gesundes Essen nicht anbietet ,ganz klar !!!!!
Wenn man aber ein Kind hat ,bei dem man froh ist ,wenn es überhaupt was isst ,da kommt man da recht schnell in einen Gewissenskonflikt !
Dennoch glaub ich , dass man sehr leicht feststellen kann ,ob Eltern sich Gedanken um die Ernährung ihrer Kinder machen .

... wichtig wäre es Lisli das er wenigstens jedes Essen probiert !!!

wenn es auch unter Todesverachtung ist & er sich kaum überwinden kann
und mit "spitzen" Zähnen ein Reiskorn (oder so) nimmt - egal, dranbleiben !!

momentan arbeite ich auch in einer Kita & kein Kind wird zum essen gezwungen
- aber probiert wird jedes Essen.

... ich habe letztens einen erschreckenden Bericht im TV gesehen.
Dort wurde Kindern aus einer Vorschulgruppe ein Obst- & ein Gemüsekorb
hingestellt.
Was soll ich sagen; aus dieser ganzen Gruppe waren gerade mal zwei Kinder
in der Lage :

1. Obst & Gemüse zu unterscheiden

2. Obst & Gemüse zu benennen

3. Obst & Gemüse am Geschmack zu erkennen

traurig ... :o ... liegt hauptsächlich daran, dass viele Eltern nicht mehr selbst
kochen, sondern Fertiggerichte verwenden !!!

schon traurig - was ziehen wir uns denn da für Deppen heran ...
genauso war es übrigens beim erkennen von Waldtieren ...Blumen usw. - nada !!
aber das ist ne andere traurige Geschichte ... B)


Zitat (Sille @ 11.08.2007 12:41:15)
und ca. 20000 Schulkinder werden anch Jamies Rezepten bekocht....

Naja, ich sage mal ganz frech, ob das so ein großer Fortschritt ist. Wenn Oli kocht rollen sich bei mir die Fußnägel hoch. Wobei Du schon recht hast, die allgemeine Ernährung der kleinen Zwerge lässt einem oft die Haare zu Berge stehen.

Die Sendung ist übrigen sschon was älter (2005) und lief schonmal auf RTL2 vor nem Jahr oder so.

http://www.channel4.com/life/microsites/J/...ners/index.html

Das ist wohl die Seite zur Sendung. Wer will, kann sich da ja mal reinlesen, was es aktuelles gibt, obwohl der etzte eintrag auch schon von 2006 ist.

Mein Gefühl sagt mir, dass sich grossflächig niochts geändert hat.
Jamies Kindern kanns egal sein, der meinte eh rotzfrech: Meinen Sie, ich schicke meine Kinder auf eine staatliche Schule ? Mit Sicherheit nicht :D


In meiner damaligen Kita war mal eine Mutter, deren Sohn hat bei uns fast nie gegessen, höchstens, wenn es Süßigkeiten oder Nachtisch gab. Die Mutter fragte ständig nach, ob er denn auch genug gegessen habe. Sie behauptete ständig, ihr Kind würde nicht genug essen, was mich so ein bißchen mißtrauisch werden ließ, da das Kind auf mich keinen unterernährten Eindruck machte. Trotzdem beharrte die Mutter darauf, ihr Kind würde zu wenig essen. Irgendwann kam dann im Laufe des Gespräches heraus, daß das Kind zu Hause nur Süßigkeiten bekam, da man dort der Meinung war, Hauptsache, daß Kind ißt überhaupt irgendetwas. Der hat schlicht und einfach alles verweigert, weil er wußte, zu Hause kriegt er eh´ Süßigkeiten und Chips satt.
Was soll man dazu noch sagen? :blink: :blink: :blink:


Zitat (Heiabutzi @ 11.08.2007 17:27:32)
Was soll man dazu noch sagen? :blink: :blink: :blink:

Na ,das hab ich aber auch nicht gemeint !

Es gibt aber auch Kinder ,die mehr "verbrauchen" als sie sich einverleiben !!!
Und da macht man sich als Eltern einen Kopf !

Woher sollen denn die Kinder wissen wie Obst und Gemüse aussehen???
Die meisten dürfen doch gar nicht in die Küche wenn gekocht wird,oder gar mithelfen ,zu Gefährlich! :o

Wir waren 5 Kinder und durften alle mitkochen,wir haben dabei was gelernt,und kennen gelernt nämlich die Zutaten! :D

Bearbeitet von wurst am 11.08.2007 17:43:41


Ich denk mal, es ist Erziehungssache, was Kindern schmeckt und was nicht. Wenn sie von Anfang an nur gesundes Essen bekommen, wird ihnen das auch später besser schmecken als Fertigfrass. Aber leider ist es doch auch so, dass viele Mütter entweder berufstätig sind und nicht die Zeit zum Kochen haben, oder sie es überhaupt nicht gelernt haben. Dabei ist es doch ganz einfach. Einen Blumenkohl in leicht gesalzenem Wasser zu kochen, ihn mit etwas Butter zu verfeinern - und wenn die Kleinen gar nicht mögen, ein paar Körnchen Zucker drauf - so isst jedes Kind Gemüse. Es muss es nur kennen.

Was da in England als Beispiel genannt wird, ist doch grausam. Aber hier sieht es doch wohl auch nicht viel besser aus. Oft genug sehe ich Schulkinder diese ekelsüßen Milchschnitten essen. Mal mag sowas gehen. Aber immer nur diese Chemieprodukte? Da rollen sich mir die Fußnägel hoch.


Gruß

Abraxas


Zitat (Vogulisli @ 11.08.2007 17:41:21)
Zitat (Heiabutzi @ 11.08.2007 17:27:32)
Was soll man dazu noch sagen? :blink:  :blink:  :blink:

Na ,das hab ich aber auch nicht gemeint !

Es gibt aber auch Kinder ,die mehr "verbrauchen" als sie sich einverleiben !!!
Und da macht man sich als Eltern einen Kopf !

Ich weiß, Voguliesli, das war auch nicht auf Dich bezogen :blumen:
Mir fiel die Story nur gerade ein, weil es so viele Eltern gibt, die glauben, daß ihr Kind verhungern könnte und sich deswegen zu Hause alles nur ums Essen dreht und da teilweise echt die irrsten Sachen abgezogen werden. :wacko:

Zitat (Bierle @ 11.08.2007 17:26:24)
Jamies Kindern kanns egal sein, der meinte eh rotzfrech: Meinen Sie, ich schicke meine Kinder auf eine staatliche Schule ? Mit Sicherheit nicht :D

Ich seh das nicht als rotzfrech, sondern als geäußerten Gedankengang von nem Vater, der froh ist, seine Kids nicht auf ne staatliche Schule schicken zu müssen, und den meisten dürfte klar sein, dass der damit nicht bloß das Essen kritisiert hat, sondern vor allem das, was und wie da gelehrt wird.

Klaro gibts Kids die nicht alles essen, ich halts auch für falsch, dass Kids alles probieren sollen. Mir dreht sich schon fast der Magen um, wenn ich gelben Wackelpudding bloß seh, und dabei schmeckt der bestimmt nicht viel anders als roter oder grüner. Da ist einfach n Ekel, und das war schon immer so, bin als Kurzer bestimmt nicht damit beworfen worden oder sowas.
Aber viele Eltern machen sich das zu einfach. Die bringen oft kaum Obst und Gemüse auf den Tisch, macht ja Arbeit, das frisch zu schnibbeln und dann wird behauptet, meine Kids mögen das nicht. Ist bloß komisch, dass das in Ländern, wo mehr Obst und Gemüse roh oder in nem Salat oder als Nachtisch auf den Tisch kommt, anders ist.
Grade ganz kleine Kids sind derbe neugierig und lassen sich leicht beeinflussen, und die haben auch oft noch nen Instinkt, der die das essen lassen würde, was denen guttut. Bloß wenns erst gar nicht angeboten wird bringt das auch nix.
Die Kurzen wollen meistens das essen oder wenigstens mal probieren, was die anderen essen. Klaro verziehen die meistens das Gesicht, wenn die in ne saure Traube beißen, aber der Geschmackssinn entwickelt sich ja erst. Wenn man dann aufgibt und sagt "ne, der hat mal mit zwei Jahren ne Traube gegessen und die gleich wieder ausgespuckt, also mag der die nicht und kriegt die auch nicht" hat keinen Dunst, was der labert und macht sich das zu bequem.
Ist ja auch viel einfacher, den Kids dann nen süßen Keks in die Hand zu drücken oder denen so nen Kack wie Fruchtb*mbe zu geben. Ist bestimmt nix gegen einzuwenden, wenn sowas auch mal vorkommt. Aber nicht nur und anstelle von. Gebt den Kids von meinem Kumpel ne ganze Tafel Schokolade und die ist schneller weg, als man gucken kann. Aber das sind Ausnahmen.
Und weils so bequem ist, den Kids den Willen zu lassen (statt Pellkartoffeln eben ne Tüte Chips), haben viele Eltern auch keinen Bock, sich da Stress zu machen und entschuldigen das auch noch. "Der isst nix anderes, der mag das und das nicht." In den meisten Fällen sind die einfach zu blöde und zu faul, sich richtig um ihre Kids zu kümmern und wollen sich auch nicht informieren, wie man Kindern das Essen schmackhaft machen kann.
Dann kommen auch die Argumente "irgendwas muss der ja essen". Klaro, aber wenn n Kind immer sofort das kriegt, was das will, lernt das auch nix. Der Kurze will immer bloß Pudding? Kriegt der nicht, aber der kann n Butterbrot essen. Will der nicht? Ok, dann eben nix. Da stirbt kein Kind von, wenn das mal nen Tag oder zwei fast nix isst, irgendwann haben die Hunger, wenn die sich anders nix besorgen können. Und dann auch guck an, dann schmeckt auf einmal auch n Butterbrot. Aber son Kind macht dann eben auch mal Terror.

Geht nicht da drum, jedem Kind alles mit Gewalt reinzwängen zu wollen, keiner isst alles. Und nen Chips-Kind ab jetzt bloß noch mit Obst und Gemüse ernähren klappt bestimmt auch bloß mit Zwang, Essen soll ja Spaß machen. Aber nicht auf Kosten der Kids, die abhängig sind von der Vernunft der Eltern.
Gibt Kids die fahren total drauf ab, wenn das Essen n Abenteuer ist. Selber Kartoffeln ausbuddeln, Schnittlauch säen und ernten, selber n Brot backen, selber Möhren ernten und sowas, dann waschen, putzen, kochen und essen. Aber da muss man bei den ganz Kleinen anfangen.
Eltern, die auf nen gesunden Speiseplan achten, haben oft solcheProbleme nicht, was beweist, dass Kids eben anfangs vieles bloß nachmachen. Da wird das Essen in den normalen Alltag integriert. Von Leuten, die nicht mal wissen, dass man ne Banane vorm Essen schälen muss, kann man sowas nicht erwarten.

Ich weich da nicht von ab, in den meisten Fällen sind die Eltern das Problem, nicht die Kids.

War das eigentlich schon, wo der in Italien war, in ne Schule oder nen Kindergarten reingelatscht ist und die Kids gefragt hat, was das ist? Die kannten alle landestypischen Gemüse, ich glaub die waren erst 4 oder 5.
Der hat da auch mit den Köchinnen gelabert. Die waren sowas von angepisst, als die gesehen haben, was die englischen Kids kriegen. Die meinten, die dürfen für die Kids nix frittieren, das Olivenöl ist aus Bioanbau, gegessen wird frisch gekochte Ware zusammen mit den Köchinnen.
Und schon die kleinen Mädels wissen, wie man selber Nudeln macht und die in Form bringt, das waren kleine Muschelnudeln oder sowas, und das in nem Tempo, wo einem fast die Augen rausfallen vor Staunen.


Es gibt durchaus Kinder, die sich nichts aus Obst oder bestimmten Gemüsesorten machen. Ich habe das bei meinen Kindern durch und bei den Enkeln ist es jetzt das gleiche.

Allerdings mögen sie Gemüse in rohem Zustand ganz gern. Und da gibt es halt Salate oder einen Gemüseteller zum knabbern.
In die Schule oder den Kiga nehmen sie meist Äpfel mit, denn die mögen sie.

Aber viele Kinder bekommen das nicht mal.
Bei meinem Enkel wurden die Kids jetzt mal gefragt, wo denn die Milch herkäme und von welchem Tier? Viele antworteten: vom Aldi aus der Packung
Die Erzieherin hat es dann zum Elternabend erzählt.

Ich habe gestern beim einkaufen ein interessantes ""Gespräch" mitbekommen. Eine junge Mutter hatte nur Fertigerichte, Pizza und Dosenfutter im Wagen. Der Kleine ( ca 3 Jahre) bat sie Bananen zu kaufen. Dei Antwort: "Dafür haben wir kein Geld!". Aber an der Kasse waren dann Zigaretten und Sekt im Wagen (nichts dagegen, aber kann man da einem Kind nichtmal ne Banane kaufen). Wenn ich welche im Wagen gehabt hätte, ich glaube, der Kleine hätte meine Bananen bekommen.


Hallo ihr Lieben,

ich muss sagen, dass ich auch mit dem Essen der Kids so meine Probleme habe. Meine Zwei und ich, wir essen sehr gern Gemüse. Gehört zu jedem Essen dazu. Dann lernte ich meinen Freund kennen. Sein Sohn lebt bei ihm. Er ist voll berufstätig, also war der Junge tagsüber bei der Oma und dort musste er nur essen, was er wollte. Da hat sich die Oma mal drauf eingestellt. Man kann sich vorstellen, was das Kind ist. Das Kind ist übrigens 14. Ich kann kochen, was ich will. Gemüse auf dem Teller?? MAG ICH NICHT. Noch nicht mal probiert. Er geht schon mit dieser Einstellung an den Tisch. Dann kann es ja auch nicht schmecken. Und er gibt sich auch nicht die Blöße zu sagen, dass es dann doch schmeckte. Das geht jetzt schon seit 3 Jahren so. Was soll ich also dagegen machen? Natürlich muss er trotzdem das "gesunde Zeug" essen. Zumindest etwas. Übrigens gilt das gleiche bei Obst. Außer Erdbeeren nix. Nicht mal einen Apfel.

Also ich bin mir keiner Schuld bewusst, aber ich wüsste nicht, wie ich es ändern sollte.

Vielleicht hat jemand eine Idee??

LG

Kieselchen

Bearbeitet von Kieselchen am 12.08.2007 10:38:00


oh mann...
Ich habe nicht gedacht das es so schlimm ist..wie gesagt ich habe keine Kids, und bekomme das nur über Familie oder Freunde mit..was da abgeht...
Meine Nichte machte das super...die hat eine grosse Küche und die beiden Jungs sind immer bei ihr in dem Raum..Sie kochen, backen zusammen und räumen auch auf...
Sie sehen kaum Fern,Simone zeichnet die Sendungen auf und dchneidet die Werbung raus-das ist super...
Ja, natürlich macht sie sich da sehr viel arbeit, doch ich sehe das es sich rentiert...
Wenn man mit den beiden mal einkaufen gegangen ist...das ist schon super, kein quengeln an der süssigkeiten ecke...Natürlich bekommen sie auch mal Bonbons, klar..doch es wird eingeteilt und chips und co werden zusammen gegessen...also auch kontroliert.

Ich finde das gut wie es ist, und auch die oma - wenn sie da schlafen- macht es nicht anders..
Lieben Gruss
Sille


Ich nochmal..ich denke anstelle der neuen "Fächer" verhalten und son quatsch solltzen die mal wieder Hauswirtschaft in den Schulalltag einbauen...
Eine Pizza selber machen, oder aus Kartoffeln mal Pommes oder Kroketten selber machen...das macht doch super spass...
Wenn ich sehe was die Englischen kinder da gegessen haben igitt!!! So was komisches aus Truthanfleisch...wo aber nur 40% fleisch drin ist...Bah...
Ich muss sagen, klar ist nicht das essen von gemüse jedermanns geschmack...was ein ding..ich ess auch nichtalles...Aber schon eine selbergemachte Pizza mit frischen Tomaten ist doch schon was-oder??

Lieben Gruss Sille


Hallo Kieselchen,

ich glaube in dem Alter ist da schon viel "versaut" wurden. Da wirst Du es verdammt schwer haben, den Knaben an Obst und Gemüse heranzubringen. Und das alte Sprichwort "was auf dem Tisch steht wird gegessen", davon halte ich absolut nichts.

Versuch doch mal, ob er Interessen hat, Dir beim Kochen zu helfen und das Gemüse oder einen Salat selbst zu machen. Versuch macht klug! :D

Ich gehöre auch zu denen, die nicht alles essen. Ich esse keine Tomaten in rohem Zustand. Verarbeitet zu Tomatensoßen oder so liebendgern. Wobei ich seit einiger Zeit auch welche esse, wenn sie in Salat oder so drin sind. Dabei wühle ich aber auch in der Schüssel, damit ich nicht zu viel davon auf dem Teller habe. Das kommt aus meiner Kindheit. Ich war bei einer Tante in den Ferien und die hatte Fleischtomaten im Garten. Und die gab es zum Abendessen. Mich hat diese rießige Tomate auf meinem Teller so geekelt, dass ich die einfach nicht essen konnte. Ich habe die Tomate dann 2 Tage zu jeder Mahlzeit vorgesetzt bekommen, bis die alle war. Seitdem habe ich Tomaten nie wieder in rohem Zustand gegessen. Ich brauchte aber auch nie wieder zu der Tante fahren, meine Eltern waren sauer.

Wie gesagt, unser Sohn wohnt ja noch zu Hause und isst auch einiges an Gemüse in gekochtem Zustand nicht. Da gibts halt 2 verschiedene Gemüsebeilagen und er iss es dann ungekocht.


Kieselchen,

Du kannst das Gemüse z.B. in einer Tomatensoße verstecken, ein paar kleine Fleischklößchen dazu, perfekt. Erbsen, Möhren, Blumenkohl lassen sich auch gut pürieren und unter Püree mischen. Allerdings sollte man mit einem 14jährigen auch reden können und ihm Alternativen aufzeigen und Kompromisse eingehen.


Für ne richtige Doku halt ich die Sendung auch nicht. Da gabs ne Szene, kann sein die war noch nicht zu sehen bei der Wiederholung, wo Jamie n paar Kids zeigt, wie son Geflügelding hergestellt wird, aus Fett, irgendwelchen Pülvechen, n bisschen Haut rein und und und, dann rein in den Mixer, da fahren die normal total drauf ab.
Vorher hat der denen n paar frische Hähnchenkeulen fertig zubereitet dahingestellt, keiner wollte das essen. Und kaum wissen die Kids, was da alles Ekliges drin ist, sagen die alle ih und bah und dann greifen die zu den Keulen und beißen rein. Halt ich für gestellt. Ich glaub auch nicht dran, dass die Kids da alle so gegen das frische Essen waren. Aber das ist eben ne Sendung, wo Jamie als Held hervorgehen soll.

Die Kids von meinem Kumpel essen auch nicht immer alles. Ab und an gibts dann eben auch n paar Süßigkeiten mehr, dann wieder haben die ne Phase, wo die den ganzen Tag fast bloß Gurken futtern oder sowas. Bloß ist bei denen eben ne Struktur drin, dass die an alles mögliche rangeführt werden und das auch von den Eltern vorgelebt kriegen. Mein Kumpel hütet sich, vor seinen Kids besoffen zu erscheinen oder vor deren Augen zwei Tüten Chips zu verdrücken, was der von der Menge her locker packt. Auf Joghurt fährt der nicht so derbe ab, isst den aber und tut dabei so, als würde man dem was antun, wenn der den nicht weiteressen dürfte. Die Kurze ist n Jahr alt und futtert auch fast alles, was die in dem Alter haben darf. Ne Extrawurst kriegt da keiner gebraten.
Hauswirtschaft ist n cooles Fach, aber was bringt den Kids das, wenn die vorher noch nie gekocht haben und da überhaupt keinen Bezug zu haben? Ich finds ehrlich gesagt unverantwortlich von Eltern, wenn die ihren Kids das Kochen nicht beibringen, ist schließlich auch was, was man können sollte, wenn man erwachsen ist. Ist doch bekloppt, wenn die nicht mal wissen, wie man ne Kartoffel zubereitet, Nudeln kocht oder n Ei brät, dass die auch nicht wissen, dass manches eben schimmelt oder sauer wird. Wie sollen Lehrer das alles aufholen, was die Eltern alles verpasst haben?
Ok ist derbe lange her, das war ne andere Generation, aber meine Oma musste das lernen, wie man nen Haushalt führt. Die kommt aus nem relativ wohlhabenden Elternhaus, die hatten Dienstmädchen und sowas, aber die musste putzen lernen, selber aufräumen, auch mal was spülen, Müll wegbringen, auch mal nen Boden wischen. Für die isses unbegreiflich, dass es sowas wie Messies gibt und Mietnomaden oder einfach stinkfaule Leute, denen das nix ausmacht, auf ner Müllhalde zu wohnen.


Also Frittieren ist nichts Ungesundes!!!
Nur richtig gemacht muß es werden! ;)
Mann/Frau muß es nur richtig machen,und Fritiertes Gemüse zum Beispiel Rote Beete ist der Hammer! :sabber:

Oder Tempura das Gemüse im Ausbackteig versteckt da sieht mann es nicht mehr! :D

Mal probieren! :pfeifen:

Ich finde es doch höchst interessant, dass sich so viele Leute darum kümmern, was andere in ihrem Einkaufswagen haben :o

Bei meinem Wochenendeinkauf im Supermarkt habe ich auch kein frisches Gemüse oder Obst gekauft (Ausnahme Kartoffeln) und auch jede Menge Dosenfutter (für Hund und Katzen :D ). Daraus dann zu schließen, dass es bei uns nur Fertiggerichte oder ähnliches gibt ist aber schlichtweg falsch.

Wir haben im Garten eine Bohnen-, Gurken- und Zucchinischwemme, desgleichen jede Menge Äpfel, Birnen und Zwetschgen. Fleisch kaufe ich beim Schlachter.

Man kann also aus dem Inhalt eines Einkaufswagens nicht unbedingt auf die Ernährungsgewohnheiten der Familie schließen.

tante ju


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 30.11.2007 09:36:18


als mein Neffe noch kleiner war, hat er auch kein Obst oder Gemüse gemocht (jedenfalls nicht im "Rohzustand")

als der Bub mal wieder bei mir zu Besuch war, hab ich mir einen Apfel in Stückchen geschnitten und mich mit dem Schüsselchen auf dem Balkon in die Sonne gesetzt ohne ihm irgendwas anzubieten
er fragte dann, was ich da habe und ich sagte, dass wäre ein Apfel aber davon könnte ich ihm leider nix geben, das ist nur für Erwachsene
habe dann ganz genüsslich alle Apfelstücke allein verspeist ... da hat er vielleicht doof gekuckt
und nun ratet mal, was er, als er abends nach Hause kam, zu Essen haben wollte ...

ausgetrickst, den Bub ... hihi

Ich finde es ist nie verkehrt auch schon kleine Kids in der Küche beim Kochen helfen zu lassen -anstatt zu sagen :Nein ,lass mal .

Klar es beansprucht Zeit wenn Kids "mithelfen"-aber die Zeit so finde ich muss man sich dann wenn es geht auch mal nehmen.


@Janice...j das denke ich auch..Wir durften als Kinder immer Sonntags in die Küche, innerhalb der Woche stand unser Essen mittags im Bett zum Warmhalten da Mutti arbeiten war....
Wir kannten das auch nicht anders, wir schälten kartoffeln und es wurde probiert..meine Mutter konnte bis zum Schluss keine Sossen abschmecken...
Aber mit gewalt etwas in die Kinder zu treiben ist auch nicht richtig...Ich weiß das ich nie Dicke Bohnen mochte, der Gedanke jetzt daran verursacht mir schon große übelkeit.
Ich habe -bis heute-einen solchen ekel davor, das geht echt nicht...
Ich glaube es ist wichtig auch mal den Kindern zu zeigen wie ein Hamburger gemacht wird...oder wie man Pommes selber schnitzt...
Ich glaube das sie schon anders über die sachen denken würden...
Aber wie gesagt..Ich habe keine Kinder...
Lieben Gruss
Sille


Hei!

woran liegt es, dass die Kinder in England keine Gemüse kennen? Sicher nicht nur an dem geringen Budget von 37 Cent pro Schulmahlzeit. (in diesem Zusammenhang: es stand wohl in Amerika auch mal zur Debatte, Tomatenketchup als Gemüse zu deklarieren- die Schulmahlzeiten in Amerika müssen wohl immer einen gewissen Anteil Gemüse haben, und Ketchup ist so schön billig) Die Eltern selber sind auch in der Verantwortung... man kann die Kinder von Anfang an mit einbeziehen. Mir selbst blieb nichts anderes übrig als mein Baby immer zum Einkaufen mitzunehmen- und ich hab nicht schweigend eingekauft sondern ihm immer erzählt was ich da grad so einlade "Und dann brauchen wir noch Zucchini, schau- und für den Salat noch Tomaten und Basilikum...". Bei der Zubereitung war er auch immer mit dabei- wo sonst? Und als ich ihn dafür fähig hielt auch mal ein Gemüsemesser in die Hand zu nehmen, hat er mitgeschnippelt. Er kannte jedes landläufig bekannte Gemüse als er in den Kindergarten kam, er hat auch alles gegessen (außer Erbsen). Nur wenn's im Kindergarten Hähnchenschenkel gab, hat er die Erzieherin gefragt ob er "den Kern mitessen" kann- ich mag keine Knochen auf dem Teller haben und brate daher lieber Schnitzel, Hähnchenbrustfilet etc., woher soll das Kind also Knochen kennen.

Manchmal erschreckt es mich, dass es mitten in Deutschland noch Menschen gibt, die nicht mal sicher sind bei der Benennung von Öbstern, Gemüsern und Kräutern... wenn die Azubine im Supermarkt mich beim Anblick des Basilikums auf dem Kassenband fragt "ist das Petersilie?" dann frag ich mich schon, ob ihre Mama sie jemals in die Küche gelassen hat.


Vielleicht liege ich da jetzt ja falsch -aber waren es in England nicht die Pommes die als Gemüse galten für die Schulmahlzeit ?? -Echt war es doch der Ketchup ?-eine Frechheit ist beides :( :(

Bearbeitet von janice am 14.08.2007 08:20:02


Pommes als Gemüse würd ich mir ja fast noch eingehen lassen- sofern die Kartoffeln frisch sind und nicht erst mal monatelang tiefgekühlt gelagert wurden.

Nein- es war wirklich Ketchup, schau: http://www.kika.de/fernsehen/a_z/k/kikaliv...it/060314.shtml


Zitat (tante ju @ 12.08.2007 15:20:48)
Ich finde es doch höchst interessant, dass sich so viele Leute darum kümmern, was andere in ihrem Einkaufswagen haben :o


So war das von mir auch nicht gemeint. :angry:

Ich kaufe zur Zeit auch nur Kartoffeln, da wir die Obst- und Gemüseschwemme im Garten kaum bewältigen können.

Ich finde nur, wenn Geld für Zigaretten und Alkohol da ist, dann sollte auch das Geld für ne Banane da sein.

Aber schau Dich wirklich mal beim einkaufen um. Es gibt immer mehr (gerade junge Frauen), die auf Fertigprodukte (Dosensuppen, Pizzas...) zurückgreifen.
Aber die Werbung machts ja auch vor.

Meine Kinder (auch der Sohn) haben kochengelernt. Meist haben wir am WE alle gemeinsam gekocht. Unsere Mittlere hat Hauswirtschaft in der Schule als Wahlfach gehabt. Da hat sie echt viel gelernt und wir waren dann immer die "Versuchskaninchen".

Auch die Enkel "helfen" jetzt schon beim Kochen.

Zitat (Valentine @ 14.08.2007 08:22:28)
Pommes als Gemüse würd ich mir ja fast noch eingehen lassen- sofern die Kartoffeln frisch sind und nicht erst mal monatelang tiefgekühlt gelagert wurden.

Nein- es war wirklich Ketchup, schau: http://www.kika.de/fernsehen/a_z/k/kikaliv...it/060314.shtml

:o:o Da schlackert man doch wirklich mit den Ohren :(:(:(

@Renate, ich hab da wohl etwas überreagiert, aber an dem Ort, wo wie vorher wohnten, wurde ich regelmäßig vom Nachbarn (Frührentner) beim Einkaufen verfolgt und es wurde genau darauf geachtet, was denn nun in meinen Einkaufswagen kam.

Genau so regelmäßig wurde mir erklärt, dass ich nichts ordentliches einkaufen würde :ph34r: und man uns nicht besuchen könne :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:
War uns nur recht :D

Nach 6 Monaten wurde mir dann auf Nachfrage (ich hab da ein ziemlich dickes Fell, abr irgendwann wollte ich es doch wissen) erklärt: ich würde nie Schnaps kaufen rofl rofl rofl

Ich hoffe du kannst meinen Satz oben jetzt verstehen :blumen:

tante ju


Nun ja, die englische Küche war ja seit jeher berühmt... ;)

Hier gibt es seit 2 Jahren eine Kinderkochschule. Ich fürchte nur, da gehen nur Kids hin, die von zuhause eh schon für gutes Essen sensibilisiert sind. Anyway, auf jeden Fall lernen sie ne Menge über Essen und selbstgekocht schmeckt immer anders als vorgesetzt. Da schmecken dann auch mal Sachen, die man sonst vielleicht links liegen lassen würde.

Die Fertiggericht- und Fast-Food-Dauerklientel könnte man aber nur über Eltern und Freunde erreichen - diese müsste man zuerst mal von dieser Ernährungsweise kurieren.

Ich fürchte, auch in den Essgewohnheiten wird die Schere zwischen Arm und Reich, Gebildeten und bildungsfernen Schichten weiter auseinander gehen.


Zitat (Rheinfee @ 17.08.2007 22:58:07)


Ich fürchte, auch in den Essgewohnheiten wird die Schere zwischen Arm und Reich, Gebildeten und bildungsfernen Schichten weiter auseinander gehen.

Richtig! :D

die Reichen können sich Fast-Food leisten,die Armen müssen Jagen Sammeln und sellbst Kochen! :lol:

Hi,

Die Erziehung zur Ernährung fing bei meinen beiden Kids sehr früh an.
Als die beiden feste Nahrung essen konnten habe n die beide mit uns am Tisch gessessen und mit gegessen was wir auch assen. und immer schön variiert. So dass die heute fast alles kennen , essen und mögen.


Ich kann nur fuer mich und meine Bekannten sprechen. Da kommt immer Gemuese mit auf den Tisch. Klar werden hier in England viel Pommes und Chips von den Kids gegessen, aber ich glaube auch nicht mehr als woanders. Na ja, o.k. Chips werden hier schon sehr viel gegessen...

Wir essen viel verschiedenes Gemuese. Mein aelterer Sohn ist sehr vorsichtig mit neuen Sachen, mein Juengster probiert immer erst alles.

Was immer gut ankommt und zum Ausprobieren animiert ist "Sebstpfluecken", wenn man die Moeglichkeit hat. Wir gehen oefter im Sommer hin. Das ist ein Riesenspass fuer die Kinder, mit Schubkarre und Spaten Gemuese/Obst auszubuddeln bzw. zu pfluecken und dann gleich vor Ort noch zu zu verspeisen (wenn keiner guckt). Zu Hause wird dann gerne das gegessen, was man selbst "gesammelt" hat.


Für alle Jamie Oliver Fans,die Rezepte von Jamie waren immer dünn gesät aber auf
RTL2 de gibt es sie jetzt:und mehr! ;););)


Ich habe zu dem Zeitpunkt, als Jamie's School Dinners erstmalig gesendet wurde, in England gelebt (ich glaube, dass war 2004 oder 2005). Mit der Sendung hat er es geschafft ein ganzes Land zumindest ein bisschen wachzurütteln. Er musste allerdings verdammt viel einstecken. Über Jamie Oliver als Koch kann man sagen was man will. Aber für seine School Dinners Aktion verdient er mehr als nur Respekt (meiner Meinung nach). Es ist wirklich katastrophal was Kindern und Jugendlichen in Englischen Schulen vorgesetzt wird-und zwar nicht nur in öffentlichen Schulen! Ich war 3 Jahre lang auf einem Privatinternat wo morgens um 7:30 schon fettige Spiegeleier, baked beans und fritiertes Kartoffelzeug vorgesetzt wurde. Mittags und abends gabs immer zusätzlich ein Salatbuffet, aber zwischen Gurken und Tomaten standen immer die von den Briten so sehr geliebten Mayo-Matsch-Salate. Jeden Fritag Fish&Chips, Obstsaft gabs nur zum Frühstück als etwas Besonderes in 0,1l Glässern, nur eins pro Schüler; mit Wasser verdünnten Sirup gabs in mindestens 2 Sorten den ganzen Tag über
Zurück zum Thema. Ich habe Jamie Olivers Sendung mit Schrecken verfolgt. Eine 5 jährige, die eine Zwiebel nicht als solche erkennen kann? Ein 6 jähriger, der sich schreiend und weinend weigert ein Stück Hähnchenbrust zu probieren? Wo zum Geier leben wir eigentlich? Viel schlimmer als all das fand ich aber eine Gruppe von Müttern an einer Schule die ihre Kinder mittags durch den Schulzaun mit "vernünftigem" Essen versorgt hat-Pommes, Burger und Chips lassen grüssen!

Im Allgemeinen ist die englische Küche nicht gerade beliebt. Aber glaubt mir, es gibt "dort drüben" mehr als nur Fish&Chips, Sandwiches und baked beans ^_^
Ich habe mit den Jahren in England die englische Küche kennen- und liebengelernt. Natürlich gibts genügend negative Aspekte, aber die gibt es doch überall.

LG
Schlossi


Ich hab die Sendung vor ein paar Jahren gesehen, und mich hat sie richtig erschreckt...
Genauso schockiert mich, dass viele Kinder Gemüse überhaupt nicht kennen.

Ich bin ja nun auch nicht die Heldin der Kochtöpfe, weil ich früher bei Mutti bzw Omi nur "Hilfsarbeiten" machen durfte, und nicht wirklich mal kochen helfen. Aber dafür probier ich jetzt gerne rum, und bin dabei meinen Freund von den Fixprodukten zu "entwöhnen". Langsam zeigen sich ein paar wenige Erfolge :pfeifen:
Aber gibt auch einige Dinge, die ich nicht mag, weil ich sie als Kind immer essen MUSSTE. Eben nach dem Motto, was auf den Tisch kommt wird gegessen. Rosenkohl, Spinat, Weißwurst... da wirds mir heut noch anders.

Bearbeitet von Phoenixtear am 18.06.2008 13:06:10



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