Mein Sohn kann sich die Lateinvokabeln nicht merke


Hi.
Mein Sohn ist in der 7. Klasse (Gymnasium.)
Er ist Legastheniker und hat halt so seine Probleme mit der Rechtschreibung.
Jetzt hat er ein großes Problem mit den Vokabeln in Latein und Englisch.
Er lernt und lernt undkann sie sich nicht merken.
Hat vielleicht jemand eine Idee wie ich ihn unterstützen kann weiter zu machen, da er verzweifelt ist und dies dem Lernvorgang sehr behindert.
Er hat absolut kein Selbstvertrauen und absolut keine Lust auf die Schule mehr.


Gruß Irland


Ich habe da gute Erfahrungen mit dem hier gemacht Lernprogramm du kannst mal ein Testprogramm runterladen


Guten Morgen!

Hast Du es schon mit dem "Karteikasten-Prinzip" versucht?
Damit hatte ich bei Kindern mit ähnlichen Problemen (bei meiner Arbeit) ganz ordentliche Erfolge verzeichnen können...

Vokabeln auf einzelne Kärtchen schreiben (dabei lernt man ja auch schon mal mit)

Alle Kärtchen ins erste Fach, sitzen sie, dürfen sie ein Fach weiterrutschen.
Beim Nächsten Üben mit dem zweiten Fach anfangen, sitzen sie immer noch, dürfen sie wieder weiter, ansonsten ein Fach zurück...

Nach und nach dann immer mehr Kärtchen einstellen...

Wenn man nur mit wenigen anfängt, hat man ja auch schnell Erfolg und das motiviert ja dann...

Grüß
Füx



PS: Hab' da eben mal gegoogelt: Vokabeln lernen Lernkartei
da ist ein Beitrag (pdf-Datei) der das Ganze viiiiiiiiiel besser erklärt...

Bearbeitet von Füxin am 31.08.2007 08:58:18


Mache einen Termin beim Schulpsychologen und lasse Dich bezüglich der Förderung des Kindes beraten.


Vielen Dank für eure Antworten.

Habe ich alles schon versucht mit den Karteikarten, mit Phase 6
Es ist mein drittes Kind, meine beiden älteren Kinder sind super gut in der Schule.
Er ist zwei Jahre zur Spieltherapie gegangen, wo er psychisch aufgebaut wurde.
Er geht zu einer Legasthenieschulung.
Irgendwie sträubt er sich gegen alles was mit Schule zu tun hat.
Habe ihn nicht anders erzogen als meine anderen Kinder.
Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem und hat ein paar Tipps für mich.


Gruß
Lrland


Zitat (Aquatouch @ 31.08.2007 08:48:22)
Mache einen Termin beim Schulpsychologen und lasse Dich bezüglich der Förderung des Kindes beraten.

:rolleyes:

Ich kann dir nur ein Tipp geben, nicht jeder Kind ist gleich, auch nicht jeder kann gleich lernen,

Bearbeitet von internetkaas am 04.09.2007 09:00:51

Ich denke auch, dass der Druck des Gymmis für den Jungen auf Dauer zu hoch sein wird. Was hilft es, drüber nachzudenken, dass seine Geschwister besser sind. Er ist wie er ist und das ist gut so.


Es ist mein drittes Kind, meine beiden älteren Kinder sind super gut in der Schule.

Das hat mich eben erschreckt, das fühlt ein Kind an wenn man sowas denkt.

Zitat (internetkaas @ 31.08.2007 09:47:14)
Es ist mein drittes Kind, meine beiden älteren Kinder sind super gut in der Schule.

Das hat mich eben erschreckt, das fühlt ein Kind an wenn man sowas denkt.

:rolleyes: Das sehe ich ganz genau so. :blumen:

Ich glaube hatte es falsch verstanden habe es noch mal gelesen.

Bearbeitet von internetkaas am 04.09.2007 09:00:17

Zitat (Irland @ 31.08.2007 09:34:38)
Es ist mein drittes Kind, meine beiden älteren Kinder sind super gut in der Schule.
Er ist zwei Jahre zur Spieltherapie gegangen, wo er psychisch aufgebaut wurde.
Er geht zu einer Legasthenieschulung.
Irgendwie sträubt er sich gegen alles was mit Schule zu tun hat.
Habe ihn nicht anders erzogen als meine anderen Kinder.
Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem und hat ein paar Tipps für mich.


Gruß
Lrland

Was haben die Leistungen von deinen anderen Kids damit zu tun? Kein Kind ist wie das andere, bloß weils die selben Eltern hat.
Der ist Legastheniker, also hat der ganz andere Voraussetzungen fürs Lernen und Einschränkungen. Den kann man nicht mit Kids vergleichen, die keine Lernschwierigkeiten haben. Wenn du den das spüren lässt, wunderts mich nicht, dass der keinen Bock auf Schule hat.

Meine Meinung ist: dein Kind ist auf dem Gymnasium hoffnungslos überfordert. Auch Kinder ohne Lernschwäche müssen hart arbeiten und lernen, um dort zu bestehen.

...und ihn mit seiner älteren Geschwistern zu vergleichen, die kein Handicap haben, find ich voll daneben. Er hat das mit Sicherheit schon selber gecheckt, dass er anders ist und Deine Aufgabe ist es, ihm zu vermitteln, dass es nicht aufs Abitur ankommt, sondern was er aus seinem Leben macht.
Lieber hat er einen guten Hauptschul- oder Realschulabschluß, als dass er Ehrenrunden auf dem Gymi macht und dann frustriert ohne Abschluß von der Schule muß.

Ich war selber auf dem Gymi, weiß also, wie hart es dort zugeht!

Bearbeitet von Gassine am 31.08.2007 11:31:55


Hallo
Ich wuerde deinen Sohn schnellstens vom Gymnasium nehmen,da es mit den Vokabeln ja nicht weniger wird.Im Gegenteil,die Vokabeln werden mehr,und bald kommt auch noch eine weitere Fremdsprache dazu.
Ich denke die Wahl,Latein als Fremdsprache zu nehmen,war ohnehin schon nicht so clever,da es eine tote Sprache ist,und dies dreimal so schwer ist fuer einen Legasteniker.
Du musst versuchen herauszufinden,welchen Lernkanal dein Kind hat.
Manche lernen durch abschreiben,andere durch lautes Vorsagen und dann gibt es noch Kinder,die die Vokabeln im Zusammenhang lernen.
Das heisst ein Dialog wird ihm helfen die Vokabel anzuwenden.
Klar ist das frustrierend ,wenn Erfolgserlebnisse fehlen,da haette ich auch keinen Bock auf die Schule.

LG Julie


das ist so typisch. Jemand sagt was und alle fangen an zu motzen.


Sie hat nur gesagt, dass ihre zwei anderen Kinder keine Probleme hatten - warum legt ihr das gleich so aus, als hätte sie gesagt "ich hab 2 gute kinder und ein schlechtes und ich sag ihm das ständig"?
Vielleicht wollte sie ja nur ausdrücken, dass ihre anderen Kinder keine Probleme hatten, sie demnach keine Erfahrung mit sowas hat und deswegen Hilfe braucht.



Zum Thema.
Ich empfehle private Nachhilfe. Keine Organisation, keine Hausaufgabenbetreuung von der Schule aus, sondern eine/n netten Studenten/in/Schüler/in, der das privat macht.
Sobald die Förderung von Schule oder Organisation (wo auch Kleingruppen sind) ausgeht, fühlt er sich vielleicht unter Druck gesetzt.
Wird er bei sich zu Hause von nem gedulgigen, netten Menschen unterrichtet, der vielleicht noch nich soo viel älter ist als er selbst und mit er zwischendurch auch mal kurz über Hobbies/Musik/sonstwas quatschen kann, gehts oft viel besser. Ist auch ne ganz andere Situation als mit Eltern und Geschwistern.

Ich geb seit 6 Jahren privat Nachhilfe und hab sehr gute Erfahrungen mit Kindern mit Lernschwächen gemacht.


Zitat (werschaf @ 31.08.2007 11:14:43)
das ist so typisch. Jemand sagt was und alle fangen an zu motzen.


Sie hat nur gesagt, dass ihre zwei anderen Kinder keine Probleme hatten - warum legt ihr das gleich so aus, als hätte sie gesagt "ich hab 2 gute kinder und ein schlechtes und ich sag ihm das ständig"?
Vielleicht wollte sie ja nur ausdrücken, dass ihre anderen Kinder keine Probleme hatten, sie demnach keine Erfahrung mit sowas hat und deswegen Hilfe braucht.

Ok dar gebe ich dir recht, das ich das vielleicht falsch verstanden habe. :blumen:

Bearbeitet von internetkaas am 04.09.2007 08:59:07

Hi!

Ich würde raten, die Sprechstunden der Lehrer ALLER Fächer aufzusuchen und um eine ausführliche Beschreibung Deines Kindes aus ihrer Sicht bitten.
So solltest Du einen guten Überblick erhalten, wie der Stand ist.

Man sieht es aus Elternsicht oft ganz anders.


Mit Kinesiologie (Brain Gym) lassen sich angeblich ganz gute Wege finden, um einem Legastheniker (auch anderen Kindern mit Lernschwierigkeiten) beim Lernen zu helfen. Da wird u.a. auch geguckt, welcher Wahrnehmungskanal (Lernmethode, also z.B. abschreiben, laut vorsagen etc.) der bevorzugte ist.

Ob es sich jetzt direkt auf die Lateinvokabeln auswirken wird, bin ich mir nicht so sicher. Aber vielleicht wird das Thema "Schule" dadurch ein bisschen stressfreier, egal für welche Schule Ihr Euch letztlich entscheidet.


Zitat
Es ist mein drittes Kind, meine beiden älteren Kinder sind super gut in der Schule.


Zitat
das ist so typisch. Jemand sagt was und alle fangen an zu motzen.


ich seh das auch so :angry: diesen satz hat sie NUR UNS GESAGT.


mein pflegsohn hatte zwar keine mühe mit den vokabeln, aber mit dem grossen einmaleins (ich weiß nicht wie ihr das nennt?)
ich hab jeweils diese zahlen wo er immer vergass, gross auf ein blatt geschrieben und an die wand gehängt. so konnte er es sich gut merken und das problem war bald vom tisch.

also ich hatte auch mal latein, und ich habe mir bei den vokabeln dann oft so eselsbrücken gebaut...

z.B. opidum (zu deutsch: stadt, befestigte Siedlung) : opi ist dumm weil er in einer Siedlung anstatt in einer Stadt wohnt. :pfeifen:


ja ich weiß total doof, aber ich habe schon länger kein latein mehr, aber diese vokabel kann ich bis heute noch B) :rolleyes: :ph34r:


viel glück


*sternchen*


Hab da eine super Lernmethode.
Und zwar nimmst du ein leeres Blatt Papier und schreibst in die este Reihe deine Vokabeln. Dann versuchst du in der Reihe darunter alles richtig zu übersetzen und kontrollierst. Als nächstes machst du einen Knick in das Papier, sodass du die erste Reihe nicht mehr lesen kannst und wiederholst das alles solang, bis du alle Vokabeln im Schlaf kannst.
Ist wirklich super, da man dieÜbersetzung in beide Sprachen macht und durch Schreiben und ständiges Nachschlagen (der Kontrolle halber) sehr gut lernt.


Da er bereits im siebten ist, und die Erprobungsstufe geschafft hat, scheint er ja grundätzlich für das Gymnasium geeignet zu sein, abgesehen davon, Vokabeln lernen muß man auch auf der Realschule ...wobei dort ab der siebten Klasse die zweite Fremdsprache nicht weitergenommen werden muß, das wäre natürlich schon eine Erleichterung.

Latein ist im Übrigen für legasthenische Kinder meist einfacher als Französisch, da die Rechtschreibung einfacher ist.

Hier sind schon einige gute Tipps gegeben worden, mir fällt da jetzt leider auch nichts Neues mehr zu ein.


Erstmal grundsätzlich:

Auch Kinder mit Legasthenie können das Gymnasium schaffen auch wenn sie evtl sich mehr reinstressen und mehr üben müssen. In Bayern gibt es ja auch den Nachteilsausgleich, das heißt, die Rechtschreibung und auch Leseleistung darf nicht in die Bewertung mit einfließen. Obwohl leider auch einige Lehrer dann auf einmal aus Rechtschreibfehlern Grammatikfehler machen :wallbash:

Wichtig ist vorallem, daß dein Sohn eine stetige Förderung erfährt und zwar von Nachhilfelehrern, die sich mit Legasthenie auskennen.

Aber: Du bzw ihr solltet gemeinsam überlegen ob nicht eine Realschule erstmal in eurem Fall besser wäre. Es bringt nichts, ihn krampfhaft auf dem Gymnasium zu halten...Irgendwann verliert er ganz die Lust am Lernen....

Normale Lerntipps helfen hier sicher nur bedingt...


Hi
ich liebe mein Kind, ich halte das meinem Jungen niemals vor.
Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt.

Ich unterstütze ihn wo ich nur kann und ich bin froh das er so ist wie er ist.
Vielen Dank für eure Meinungen werde einiges versuchen mit den Vokabeln
Habe auch voeher schon einiges probiert.

Wir werden es schon schaffen.

Bis Bald
Irland


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 30.11.2007 12:32:21


Hallo,

das Problem ist, das er durch die Legastenie nichtmal die Deutsche Sprache in ihrer Schrift beherrscht...
Und dann da noch 2 Fremdsprachen dazu...
Da wunderts mich nicht, das er überfordert ist.
Gerade Latein ist ja sehr schwr.
Besteht nicht die Möglichkeit, das er nur englisch lernt, oder ist Latein da Pflicht?
Wie haltesns die Lehrer bei ihm mit der Rechtschreib-Bewertung?
Macht ihm da wer Mut, oder stempeln die ihn ab?

Was sagen die Leute von der Legasthenieschulung?
Zeigen sie ihm Wege auf, wie er mit den 3 Sprachen umgehen kann?

Mein Tipp wäre auf jeden Fall:
Latein absetzen, Englisch pauken...

LG und viel Glück mit deinem "kleinen" Großen

KRiNGELCHEN


Kringelchen, du brauchst leider 2 Fremdsprachen auf dem Gymnasium, sonst wird das nichts mit dem Abi :-)


Wenn es rein um die Vokabeln geht (also Rechtschreibung noch nicht mit eingerechnet): Sachen, die man sich nciht merken kann, so verrückt wie möglich merken. Im Klo runterspülen ist schon mal gut, wenn man noch weiß, was auf dem Paper stand :-) Wort in Silben zerlegen, verrückte Eselbrücken bauen, Bildchen malen, jemandem laut erklären:

"prodesse heißt förderlich sein und nützen, weil Brot essen (brod-esse) ja auch nützlich ist, wenn man Hunger hat. Und es fördert die Verdauung, hmmmm, jetzt ein Stückle Pppprrrrrooddddd, würde man in der Pfalz sagen...." (keine Ahnung wie die in der Pfalz sprechen, ist aber auch egal)

"to smell heißt riechen auf Englisch, weil der Smellzkäse, der riecht schließlich auch. Der steht unten in der Küche, aber bis in mein Zimemr zieht die Duftschwade von dem smellzkäse. Igitt!"

Ich weiß zwar nicht, was prodesse und smellzkäse mit seiner deutschen Rechtschreibung anstellen, aber vielleicht sind die Vokabeln sind schon mal drin :-)

Alles Gute,
jupi


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 30.11.2007 12:32:04


Gruß,
MEike :lol:

Bearbeitet von MEike am 30.11.2007 12:31:49


Zitat
Latein ist nicht schwer sondern einfacher als andere Sprachen.


OT
(ich füge hier wieder meinen Dauerkommentar ein, dass jeder Sprachen anders lernt und es deswegen meiner Meinung nach schwierig ist, Sprachen in "schwer" und "einfach" einzuteilen. Manche Leute haben komplett keinen Zugang zu Englisch, andere können einfach mit dem Latein nicht viel anfangen, weil man es eben nicht ständig hört oder liest, zumindest nicht in ganzen Sätzen.Dann gibts welche,die mit der "starren" Grammatik besser klarkommen als mit Französisch, wo dauernd irgendwelche Buchstaben auftauchen oder drangesetzt werden...usw.) :blumen:

/OT

@jupi

daran merkt man bestimmt, das ich kein ABI habe rofl rofl rofl

...aber für meinen Beruf hätt ichs zumindestens noch vor nen paar Jahren nicht gebraucht.
Jetzt brauchste ja sogar für nen Erzieher nen ABI
...und den Lernwillen hätt ich unter Umständen nicht gehabt
...bin eher der Praktiker :-)

LG und danke für die Aufklärung
KRiNGELCHEN


Zitat (werschaf @ 31.08.2007 11:14:43)
das ist so typisch. Jemand sagt was und alle fangen an zu motzen.


Sie hat nur gesagt, dass ihre zwei anderen Kinder keine Probleme hatten - warum legt ihr das gleich so aus, als hätte sie gesagt "ich hab 2 gute kinder und ein schlechtes und ich sag ihm das ständig"?
Vielleicht wollte sie ja nur ausdrücken, dass ihre anderen Kinder keine Probleme hatten, sie demnach keine Erfahrung mit sowas hat und deswegen Hilfe braucht.




Danke
Du hast mich genau verstanden.
Wollte nur Tiupps wie ich ihm durch andere Lernmethoden helfen kann.
Da er bestimmt nicht der einzige Mensch ist, der Lernschwierigkeiten hat.

Da wollte ich nur ein paar Tipps wie ich ihm das lernen erleichtern kann.


Gruß
Irland

Hallo Irland,

auch unsere Kinder sind Legastheniker und wir haben schon sehr viele und sehr unterschiedliche Erfahrungen zu diesem Thema in der Schule und mit Lehrern gemacht. Grundsätzlich gilt, dass Legasthenie nichts mit Intelligenz zu tun hat und legasthene Kinder schon das Gymnasium schaffen können, bei entsprechender Begabung sind sie auf anderen Schulen evtl. unterfordert, was die Lernmotivation auch nicht steigert.

Die Kombination Englisch und Latein ist durchaus meistens sinnvoll, da Latein laut treu gelesen wird und nicht noch einmal eine Sprache gelernt werden muss, die ganz anders gesprochen als geschrieben wird, außerdem werden keine Diktate geschrieben. Natürlich ist die Grammatik nicht einfach und man muss bei den Endungen schon aufpassen, dass nichts verwechselt wird, dies kann Legasthenikern durchaus Schwierigkeiten bereiten. Wir haben bei unserem Sohn gute Erfahrungen mit dieser Kombination gemacht, zumal er m.E. deutlich weniger Wörter lernen muss als die Klassenkameraden, die Französisch lernen.

Leider gibt es in den Bundesländern keine einheitliche Regelung, wie eine Teilleistungsstörung wie z.B. Legasthenie bei der Bewertung der Leistung zu berücksichtigen ist. Am besten sind wohl Länder wie Bayern dran, bei uns in BW wird in der höheren Klassen (ab Kl. 7) meist gar keine Rücksicht mehr genommen.

Es gibt verschiedene Ursachen für Legasthenie, dies wird mit speziellen Tests festgestellt. Ursachen können z.B. Wahrnehmungsstörungen im visuellen Bereich oder in der Hörverarbeitung sein. Um eine Legasthenie wirkungsvoll zu therapieren muss deshalb immer zuerst eine genaue Diagnose erfolgen, die Therapie muss dann genau darauf abgestimmt werden. Aus diesem Grund kann auch keine generelle Empfehlung gegeben werden, wie z.B. Vokabeln besser gelernt werden können (wobei ein Karteikasten sicher nicht verkehrt ist). Speziell zum Englisch lernen gibt es Literatur von Gisela Zander, die sich intensiv mit dem Thema Englisch und Legasthenie auseinandergesetzt hat.

Viele gute Tipps gibts beim Bundesverband Legasthenie (http://www.legasthenie.net/). Der Verband ist in Landes- und Kreisverbände untergliedert. In vielen Gegenden gibt es aktive Kreisverbände, in denen man z.B. an Info-Abenden (oft regelmäßige Treffen einmal im Monat) oder Vorträgen oder anderen Veranstaltungen gute Informationen bekommt und sich mit anderen betroffenen Eltern austauschen kann. Erkundige dich mal, ob es sowas in eurer Gegend gibt, man muss nicht Mitglied im Verband sein um sich dort beraten zu lassen. Meist gibt es dort auch Adressen, z.B. für Anlaufstellen für Tests, gute Therapeuten und Tipps zur Finanzierung der Therapie.

Liebe Grüße

lisa28


Hallo @Irland...

Hier nur ein kleiner Tipp:

Teste doch mal die "8er- Regel" ...

(Wiederholung nach 8 Sekunden, nach 8 Minuten, nach 8 Stunden... und wenn möglich nach 8 Tagen...; die Zeiten sind nicht unbedingt "wörtlich" zu nehmen, aber so ungefähr...), dann kannst DU zumindest mal beurteilen, ob es nicht zuviel für Ihn ist... ... ...

und es darf, persönliche Meinung von mir, nicht zuviel auf einmal sein... das Lernen kann man lernen...

Schaue doch mal in der Literatur unter "Gedächtnistraining". Dort werden "Eselsbrücken" und "Lerntrainingsmethoden" vorgestellt... da das Angebot allerdings so groß ist, hier kein Link; suchen solltest Du da selber...

Mit Mnemotechnischem Gruß von hier an DICH und Sohnemann...

Grisu...


Schöne Idee mit der 8er Regel. Ich würde eher so vorgehen.

Vokabeln 3x durchlesen, dann nach 20 Minuten nochmal und nach weiteren 20 Minuten nochmal. Unser Gehirn braucht 20 Min. um Informationen ins Langzeitgedächtnis zu transportieren.


Interessant. Das mit den 20 Minuten wußte ich noch nicht.


Was sagt denn dein Kind dazu?? Worin sieht er seine Schwierigkeiten? Fühlt er sich überfordert? oder drückt der Schuh woanders? Kennt er alternative Lernsysteme (werden ja oft bei psychologischer Betreuung/Begleitung aufgezeigt) und kann diese umsetzen u. anwenden? - will er das überhaupt? Nicht zu unterschätzen ist die Pubertät, mit ihren Höhen und unendlichen Tiefen (.. und Thema Schule und Lernen versinkt unter einem Haufen Testosteron.)Nach einem Eltern-Kind-Lehrer-Gespräch Würde ich, persönlich, die Begleitenden Psychologen/Therapeuten mit ins Boot holen.


Yolanda,

ich glaube, nach 7 Jahren dürfte das Kind sein Abi oder einen anderen Abschluss bereits in der Tasche haben.

Gruß

Highlander


OH! 😂



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