Nach der Schule: ... wie damit umgehen


Krissy ist jetzt schon zwei Tage in die Schule gegangen, und ich weiss immer noch nicht, was ich dann mit ihm machen soll;).

Zum einen ist er echt müde, das sieht man ihm an - das frühe Aufstehen und dann das Konzentrieren. Ich würd ihn am liebsten ins Bett legen so für ne Stunde. Das will er nicht.

Andererseits denke ich mir, er braucht Bewegung, also raus auf den Spielplatz oder in den Park.

Oder einfach im Zimmer hocken und was lesen, bzw. Bücher ankucken.

Und dann noch Flöten stunden und Sportverein.

Ich bin da echt ein bisschen ratlos - wer hat Erfahrungen und möchte sie mit mir teilen?

Danke


Warum lässt du ihn nach der Schule und dem Mittagessen nicht einfach machen was er will? Ich finde es gut, wenn ein Kind auf seine eigene Art und Weise erst einmal entspannen kann und dann nach ca. einer Stunde seine Hausaufgaben macht.

Im übrigen kann ich dich beruhigen, er wird sich recht schnell an die Umstellung gewöhnen und du wirst sehen, daß deine Sorgen unbegründet sind.


Hallo markaha,

wenn der Kurze noch keinen Rhythmus für den Tag hat lass ihn den erstmal finden. Kommst du nach dem Urlaub schnell in den Alltagstrott?
Der Kurze schafft sich selbst seine Zeiten an denen er entspannt, denke an deine Kindheit zurück...

l.g. Nachi


Was ihr grade erlebt, ist völlig normal. Ein ganz neuer - und nicht unanstrengender -Lebensabschnitt hat für ihn begonnen. Er muß sich neu orientieren, in vielerlei Hinsicht, er muß sich neu organisieren. Das kostet Kraft und Energie. Alles ist neu und verwirrend. Diese Verwirrung legt er nicht beim Nachhausekommen ab. Dort beginnt er erstmal sich zu sortieren. Vielleicht weiß er deshalb nicht, was mit sich anfangen. Schlafen? Rausgehen? Ins Zimmer zurückziehen? Er wird in den nächsten Wochen herausfinden, was für ihn nach der Schule gut ist. Laß ihm seinen eigenen Rhytmus.

Und es wird sich auch in der nächsten Zeit klären, welche außerschulischen Aktivitäten er in seiner Freizeit noch bewältigen kann. Zeit -, konzentrations- und kräftemäßig. Notfalls müßt Ihr die eine oder andere Freizeitgestaltung aufgeben; vielleicht nur vorübergehend. Da muß er dann Prioritäten setzen, was ihm am wichtigsten ist. Aber Schule verlangt von den Kindern einfach mehr ab, als der Kindergarten. Weniger zeitmäßig, als kräfte- und konzentrationsmäßig. Hinzu kommt noch das größer werdende "Selbstständigwerden - wollen/müssen" Und wahrscheinlich wirst Du auch erleben, daß das freie Spielbedürfnis wieder größer wird. Gewähre ihm den Raum und die Zeit. Das "Verspielte" ist kein Rückschritt, sondern ein kurzes Verweilen in der "Kleinkindphase", um Kräfte und Sicherheit für den nächsten, neuen Entwicklungsschritt zu sammeln, um in der "Schulkindphase" anzukommen.

Du wirst sehen, nach den Herbstferien wird sich das besser einspielen.

Bearbeitet von Bücherwurm am 05.09.2007 00:25:41


Hei!

Du weißt nicht, was du mit ihm machen sollst? Frag ihn doch mal, was er will? Wenn er erst seit zwei Tagen in die Schule geht, dann hat er noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrungen gesammelt, da muss er sich erst mal "sortieren".

Mein Sohn z. B. kam von der Schule heim und wollte als allererstes Hausaufgaben machen- an Mittagessen war vorher nicht zu denken. Also hab ich mir das "Essen um zwölf auf dem Tisch", wie er es vom Kindergarten kannte, nach kurzer Zeit wieder abgeschminkt- warm essen kann man auch um ein Uhr. Bzw. es gab dann mittags, wenn er Hunger bekam, Müsli, Obst und Wurstbrot oder was auch immer- und gekocht wurde abends, wenn Papa von der Arbeit kam.

In anderen Familien wurde erst mal Mittag gegessen und dann 'ne Stunde geschlafen, dann Hausaufgaben, dann Spielplatz.

Kinder sind was sehr individuelles, und es kann enormen Widerstand geben, wenn du ihm "stur" dein Schema überstülpst ohne auf seine Bedürfnisse zu schauen.

Flötenunterricht, Sportverein... könnte sein, dass ihm das für den Anfang noch zu viel ist? Bei meinem war's so, dass ich ihn erst nach den Herbstferien (nach Rücksprache mit ihm!) in eine Judogruppe gegeben habe, und Musikunterricht wollte er erst ab der zweiten Klasse. Schwimmunterricht war dagegen allerdings zugegebenermaßen direkt nach den Sommerferien, allerdings war der nur auf 10 Wochen angelegt und fand Freitag am späten Nachmittag statt. Mir persönlich war es immer wichtig, dass er wenigstens zwei Nachmittage wöchentlich ganz frei hat- zum Spielen mit Kumpeln, zum freien Lesen,...


Jep, sehe das ähnlich, wie die anderen: Alles ist noch neu für ihn, es gibt total viele Informationen, die auf das Kinderhirn einprasseln und die erst mal verarbeitet werden müssen, dann die vielen neuen Mitschüler...
Jedes Kind reagiert da anders: Einige wollen sich nach der ganzen Sitzerei erst einmal austoben, andere wiederum stürzen sich sofort auf die Hausaufgaben, wieder andere etwas relaxen. Laß ihn wählen, natürlich sollte klar sein, das Hausaufgaben gemacht werden MÜSSEN, aber laß ihn den Zeitpunkt bestimmen.
Mit den anderen Ativitäten würde ich auch erst mal warten.
Du wirst sehen, nach ein paar Wochen ist alles Routine.
Viel Glück und Deinem Sohn viel Spaß und Erfolg in der Schule :blumen:

Die, die nächstes Jahr auch ein Schulkind hat :)


ich hatte nach der Schule (und natürlich nach dem Mittagessen) immer erstmal ne weile "frei", also Zeit für mich, in der ich gespielt, gelesen hab. Dann hab ich Hausaufgaben gemacht, nicht zu spät, damit man das weg hat und den Rest des Tages genießen kann. Und dann gings raus, entweder mit Eltern (z.b. Federball spielen oder Spielplatz oder Inliner fahren) oder mit Freundinnen raus bis zum Abendessen...
Wir hatten keinen Fernseher bis ich 12 war, das heißt ich musste immer selbst beschäftigungen entwickeln und ich glaube, das hat mir gut getan.


Zitat (Valentine @ 05.09.2007 08:43:05)
Hei!

Du weißt nicht, was du mit ihm machen sollst? Frag ihn doch mal, was er will? Wenn er erst seit zwei Tagen in die Schule geht, dann hat er noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrungen gesammelt, da muss er sich erst mal "sortieren".

Mein Sohn z. B. kam von der Schule heim und wollte als allererstes Hausaufgaben machen- an Mittagessen war vorher nicht zu denken. Also hab ich mir das "Essen um zwölf auf dem Tisch", wie er es vom Kindergarten kannte, nach kurzer Zeit wieder abgeschminkt- warm essen kann man auch um ein Uhr. Bzw. es gab dann mittags, wenn er Hunger bekam, Müsli, Obst und Wurstbrot oder was auch immer- und gekocht wurde abends, wenn Papa von der Arbeit kam.

In anderen Familien wurde erst mal Mittag gegessen und dann 'ne Stunde geschlafen, dann Hausaufgaben, dann Spielplatz.

Kinder sind was sehr individuelles, und es kann enormen Widerstand geben, wenn du ihm "stur" dein Schema überstülpst ohne auf seine Bedürfnisse zu schauen.

Flötenunterricht, Sportverein... könnte sein, dass ihm das für den Anfang noch zu viel ist? Bei meinem war's so, dass ich ihn erst nach den Herbstferien (nach Rücksprache mit ihm!) in eine Judogruppe gegeben habe, und Musikunterricht wollte er erst ab der zweiten Klasse. Schwimmunterricht war dagegen allerdings zugegebenermaßen direkt nach den Sommerferien, allerdings war der nur auf 10 Wochen angelegt und fand Freitag am späten Nachmittag statt. Mir persönlich war es immer wichtig, dass er wenigstens zwei Nachmittage wöchentlich ganz frei hat- zum Spielen mit Kumpeln, zum freien Lesen,...

Kann ich so bestätigen...
Unsere Tage sind auch immer anders.Mal will ein Rabauke gleich mit den Schularbeiten anfangen,mal schreit er vor Hunger.Manchmal wollen sie unbedingt raus(meist wenns regnet),ein anderes Mal wollen sie in Ruhe einen Comic oder ähnliches lesen(meist wenns trocken ist). :wacko:
Etwas stressig wird es,wenn sie am Nachmittag eben noch Sport oder ähnliches vorhaben,aber auch das kriegt man hin.
Die Rabauken wissen,an welchen Tagen sie etwas Gas geben müssen...und Mama und Papa drängeln noch ein wenig. (IMG:http://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/d060.gif)

Mein Grusel muss nach der Schule erstmal abschalten. Als sie Mittags nach Hause kam gab es erstmal was zu essen, dann bissle fernsehen und dann HA. Ich finde es wichtig dass die Kids erstmal Ruhe haben von der Schule und meine beschäftigt sich dann mit dem was ihr Spaß macht.

Seit sie bis halb vier in der Schule ist läuft das etwas anders, sie hat ja Mittag gegessen und HA schon erledigt. Wenn sie nach Hause kommt, dann geht sie entweder spielen, zu Freunden oder beschäftigt sich selber :) aber sie ist ganz schön kaputt nach so einem langen Tag.

Sport macht sie momentan nicht, das muss sich alles erst einlaufen :) aber da sie viel draußen ist hat sie genug Bewegung.


Bezüglich der ausserschulischen Aktivitäten möchte ich noch sagen, daß ich auch damit bis nach den Herbstferien warten würde, ausser der Kleine will diese Dinge wirklich machen.

Unser Max fängt nächste Woche mit dem Gymnasium an und ausser seiner Ergotherapie habe ich alles vorerst auf Eis gelegt. Wenn er sich in der neuen Schule eingewöhnt hat und sich dem Lernprozess dort angepasst hat, dann sehen wir weiter mit Musik und Sport.

Für die Kinder ist die neue Schule, egal ob erste Klasse oder Beginn einer weiterführenden Schule ein so gravierender Einschnitt in ihre kleine Welt, daß sie zuerst einmal Ruhe brauchen um sich zurecht zu finden.

Falls ich vor den Herbstferien das Gefühl habe, daß er weitere Aktivitäten braucht, werde ich ihn natürlich nicht daran hindern.


allo

ich seh dasjetzt grad wieder bei lukas..er ist jetzer in der 3ten Klasse

die Schule wurde eine Ganztagsschule..dort bekommt er dann Mittag

dann Ha.hilfe...dann Sportaktivitäten...er ist dann um 16.30 daheim

der Ranzen fliegt in die Ecke...und Lukas iss draussen...vorher haben

wir es auch so gemacht wie schon geschrieben wurde..Lukas kam heim

dann ne Std(ganz wie er es wollte)Pause...dann Essen...dann Schularbeiten.

Und dann ist er rausgegangen....Mit Aktivitäten bei Deinem Kurzen würde ich

auch bis nach den Herbstferien warten....er muss seinen Rythmus finden..

Und dann fällt es ihm auch leichter...Las ihn entscheiden was passiert wenn

er aus der Schule da ist.

Ich wünsche viel Glück

Lg Tina :blumen:


@all

Ja, das sehe ich ja auch schon so wie ihr, oder viele von euch: ihn fragen, was er machen will. Die Antwort darauf ist: fernsehen oder Computer spielen und meine Antwort darauf ist "Nein".

Er hat ne Stunde am Tag, die er sich aufteilen kann zwischen Fernsehen und Computer. Mehr ist nicht. Bitte nicht denken, er hat keine anderen Interessen. Aber gerade weil er so kurz gehalten wird - im Vergleich zu seinen Freunden - mit den Medien, ist er so scharf drauf.

Bis lang hat sich gezeigt, dass er erst mal richtig Hunger hat, trotz Pausenbrot und diversen Gemüsen, die wir ihm mitgeben.

Also erst einmal essen. Ab nächster Woche macht er das in der Schule. Mal ne Stunde schlafen kommt nicht in die Tüte, nee das will er nicht, lieber dann ein Buch anschauen oder richtig Schule spielen. Ich bin dann der Lehrer und er der Schüler mit Rechen- und Schreibaufgaben und Noten. Das gibt es in der Schule noch nicht.

Und dann will er auch noch mit Dogan spielen oder mit Marcel oder mit Claudio, aber das ist nicht immer so einfach zu machen, weil sie alle unterschiedliche Zeiten haben, an denen sie nach Hause kommen.


@Büchi

Ja, es hat eine neue Zeitrechnung begonnen und so ganz bin ich noch nicht in ihr angekommen. Ich denk Krissy ist da schon mehr drin als wir Eltern.

Übrigens: die haben keine - noch keine Hausaufgaben.

Was ausserschulische Aktivitäten angeht, so bin ich euch dankbar, dass ihr mir sagt:
Wart mal den Herbst ab, denn ich bin auch der Ansicht, dass zuerst der Schulalltag zur Routine werden muss, bevor was anderes Neues anfängt.

Danke für eurere Erfahrungen.



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