Schulbücher: selbstklebende Schutzfolie


Hallo zusammen,

ich kämpfe gerade mit selbstklebender Schutzfolie für Schulbücher und habe noch 12 Bücher vor mir (erst 3 geschafft)....
Gibt es irgendeinen Trick? Ich werde gleich wahnsinnig :labern:

Hatte immer die fertigen Buchhüllen mit so einem roten Rand benutzt, aber die sind mir mittlerweile zu teuer und verrutschen, der Kleberand löst sich und die Bücher sind im Folgejahr total verklebt, wenn man sie verkaufen will.
Aber das hier kostet mich bald den letzten Nerv.

Hoffe auf baldige Tipps.

nettchen


Selbstklebende Schutzfolie für Bücher?
Bei uns war die an der Schule nicht erlaubt.

Meine Mutter hat mir die Bücher immer mit Kalenderblättern eingebunden. Das war mal individuell.

Aber wenn du drauf bestehst:
Ich kann dir beschreiben, wie das in der Bibliothek gemacht wird, aber dazu brauchst du einen Rakel oder auf jeden Fall etwas ähnliches, ansonsten kannst du ordentlich eingebundene Bücher vergessen.

Ok, wenn du einen Rakel hast, lege das Buch auf die Folie. An den Rändern müssen jeweils etwa 4 cm überstehen. Folie zuschneiden.

Dann an der einen kurzen Seite eben genannten Rand abknicken. Nur so stark, damit man sieht, wo der Knick ist und somit der Rand zu Ende ist. Folie abziehen, aber nur eben diesen Rand und ein bisschen drüber. Buch mit der einen Kante auf den Knick legen. Folie vorsichtig andrücken. Langsam Trägerpapier abziehen und mit dem Rakel hinterher, damits keine Blasen gibt.
Wenn die eine Buchseite geschafft ist, Buch auf eben diese Seite legen und ganz vorne (oder hinten je nachdem) öffnen.
An den Ecken schräg einschneiden, so dass letztlich Dreiecke entstehen. Das kommt weg. Am Buchrücken auch schräg einschneiden, oben und unten.

Ränder einschlagen. Ich denke, es ist daher klar, in welche Richtung geschnitten werden muss.

Jetzt kann vorsichtig der Rest der Folie über das Buch gezogen werden. Wieder einschneiden und Ränder einschlagen.

Je nachdem, ob es ein Paperback oder ein Hardcover ist, das überstehende am Buchrücken abschneiden oder in diese Rundung einschlagen.

Ich hoffe, das ist verständlich.
Sonst kannst du gerne fragen.

Viel Erfolg! :blumen:


Für Junior kauf ich immer diese fertigen Buchumschläge mit rotem Rand, da man hier die Leih-Bücher nicht bekleben darf, die Umschläge müssen restlos entfernbar sein. Bisher gab's damit nie Probleme...

Meine Mutter hat früher unsere Schulbücher, die selbst gekauft werden mussten, mit selbstklebender Folie versehen, das ging ihr relativ schnell von der Hand (wahrscheinlich weil sie gelernte Buchhändlerin ist und lange Jahre in einer Leihbücherei gearbeitet hat?).

1.: man schneidet ein passendes Stück Folie ab- so groß, dass rundherum ca. 3 cm überstehen, wenn man die Folie einmal um den Einband herum legt.

2.: das Schutzpapier an einer Schmalseite lösen und zurückknicken, nur so ca. 5 bis 7 cm weit, und das (geschlossene) Buch mit 3 cm zum Rand auf die Folie legen- die Folie klebt nun an der Vorderseite des Einbands, aber nur wenige cm breit.

3.: die ganze Angelegenheit umdrehen. Nun ist die Folie über dem Buch, noch mit der Schutzfolie dazwischen. Man nimmt ein Gästehandtuch, rollt es zu einer Art Ballen und reibt die Folie mit der rechten Hand am Einband fest, während man mit der linken Hand langsam das Schutzpapier wegzieht. So arbeitet man sich langsam um das ganze Buch herum, nur die Ränder bleiben noch stehen.

4.: oben und unten am Buchrücken muss man nun jeweils rechts und links einen schmalen Keil herausschneiden.

5.: Man klappt das Buch auf, sodass der vordere Einbanddeckel offen liegt. An den Buchecken wird noch je ein Dreieck von der Folie weggeschnitten, dann wird an den Ecken die Folie bis zum Einband umgeklappt und festgeklebt, anschließend klappt man oben, unten und an der Seite die 3 cm "Nahtzugabe" nach innen und klebt sie fest.

5.: mit dem hinteren Einbanddeckel verfährt man analog.

6.: Am Buchrücken stehen oben und unten noch trapezförmige Foliendingse. Diese schiebt man mit einem Löffelstiel oder einer Schere in die Öffnung die entsteht wenn man das Buch aufschlägt. (Bei "Taschenbüchern" schneidet man dieses Trapez einfach weg).

7.: wenn du mit meiner Beschreibung nicht klarkommst: geh in die nächste Leihbücherei und bitte die Bibliothekarin, dir mal zu zeigen wie's geht. Die muss das regelmäßig mit neuen Leihbüchern machen und kann das normalerweise aus dem ff. Sicher ist sie so nett und lässt dich mal zuschauen!


Oh, Jinx war schneller. Jinxy, eine Rakel hat meine Mutter nie benutzt- sie hat ein Gästehandtuch erst zweimal zusammengefaltet und dann zusammengerollt, damit geht's auch sehr gut.


Danke für Eure Tipps.
Bei uns im Saarland gibt es keine Leihschulbücher, wir müssen alle selbst kaufen (deshalb ist der Schulbuchbasar sehr gefragt). Und bei 2 Kindern kosten allein die Bücher schon eine Menge, da ja aus unerfind lichen Gründen alle 2 Jahre Neuauflagen erscheinen. Bei Erdkunde verstehe ichdas ja, da ändert sich (siehe Jugoslawien, Russland usw.) ja manchmal was. Aber Musik, Religion :hmm:
Jedenfalls bin ich jetzt in der Hälfte und mache morgen den Rest. :)

Schönen Nachmittag noch.
nettchen


Zitat (Valentine @ 29.07.2008 16:19:55)
Oh, Jinx war schneller. Jinxy, eine Rakel hat meine Mutter nie benutzt- sie hat ein Gästehandtuch erst zweimal zusammengefaltet und dann zusammengerollt, damit geht's auch sehr gut.

Das ist eine gute Idee mit dem Gästehandtuch.
Das merk ich mir, eine eigene Rakel (oh, das Wort ist ja weiblich :o ) hab ich nämlich auch nicht, muss ich zugeben.

Ich habe auch schon viele Bücher eingebunden und habe am Anfang auch ganz schön geflucht. Wichtig: keine Billigfolie nehmen, die ist dünn und verzieht sich beim Aufkleben sehr schnell. Seit ich Markenfolie (z.B. herma) nehme, geht es wesentlich leichter.


Also meine Mum hat früher meine Bücher und auch die meiner Geschwister mit nicht-klebender Folie eingeschlagen, die dann halt innen auf den überlappenden Stücken und evtl. auch ein bisschen am Buch mit Klebeband zusammengeklebt - Preislich genau so wie die Klebefolie, aber halt deutlich einfacher zu handhaben (und wenn's doch mal nicht geklappt hat, gab's halt einen neuen Versuch - wird mit Klebefolie eher schwierig)

Oder auch so...


Hallo,

ich bins nochmal.
Also, eine Rakel hab ich nicht, aber so eine kleine Teigrolle aus Holz mit Griff.
Und mit jedem Buch gings ein bisschen besser.
Ich glaube, Tapezierer haben auch sowas Ähnliches.... :yes:

Tschüssi
nettchen


Es gibt auch selbstklebende Folie, die man rückstandslos wieder abziehen kann! Habe ich letztes Jahr ausprobiert! Ratet mal was so während eines Schuljahres ganz von alleine passierte....! Ja, klasse löst sie sich wieder ab (nur leider zu früh)! :blink: Das war also auch nicht die beste Lösung (nur so'ne kleine Warnung am Rand)!


Folie zuschneiden, ca 2 - 3 cm Zugabe ringsrum zur ums Buch geschlagenen Folie. Zum Schneiden am besten auf eine Kartonunterlage gelegt, Stahlschiene auf die Schnittline und mit einer Rasierklinge entlag der Schiene Folie durchschneiden (gibt einen schönen geraden Schnitt und geht schnell).

Zugeschnittene Folie in der Mitte knicken, diese Knicklinie kommt später längsherunter auf den Buchrücken.

Schutzfolie ganz abziehen und die Einbandfolie mit der Klebeseite nach oben auf die Tischfläche legen.

Der Rücken vom geschlossenen Buch wird nun mittig auf die geknickte Markierungsline aufgesetzt und durch Hin- und Herwiegen an der Folie angedrückt.

Nun kippt man das Buch straff über eine Buchrückenkante zur Seite und läßt es auf die eine Hälfte der Klebefolie fallen.

Die andere Hälfte der Folie wird vom Büchrücken her über die nun oben liegende Buchdeckelseite geschlagen und durch Drüberstreichen mit der Handfläche von Buchrücken zur Öffnungsseite auf den Buchdeckel geklebt.

Einschnitte an den Ecken und am Buchrücken, wie oben schon von anderen beschrieben.


Auf diese Weise kriegst du die Folie sauber mittig aufs Buch geklebt.
Mit dem Verfahren habe ich schon einige tausend Bücher für eine Leihbücherei ausleihfertig gemacht. :) Mußte als Jugendliche immer antreten, wenn in der Bücherei von meiner Heimatstadt wieder neue Ware eingekauft worden war. :(


Bei meinem Ältesten war es auch nicht erlaubt, die Bücher zu bekleben.
Bei unserem jüngsten haben wir das "proffesionell" machen lassen.
Eine hiesige Bücherei bietet diesen Service an jedem Schulanfang an.
Kostet pro Buch zwischen 30 un 60 ct. Ist zwar nicht ganz billig, wenn man viele Bücher hat, aber es spart Zeit und Nerven.


Statt eines/einer (?) Rakel kann man auch eín ganz normales Geodreieck nehmen. So mache ich es immer. :schlaumeier:

Wenn bekleben nicht erlaubt oder erwünscht ist, kann man auch ganz toll,bunt und individuell einfach Geschenkpapier oder Poster (Lieblingsstar, Tiere usw.) benutzen. Darauf dann ein weißes oder buntes Etikett für den Namen und das Fach!


Ich binde die Bücher mit nichtklebender durchsichtiger Folie ein, und die Kinder können dann ihre Lieblingsfotos etc. darunter schieben. Ob da auch einmal ein Spickzettel dabei war, will ich lieber nicht wissen. :ph34r:
Die übriggebliebenen getrockneten Blätter vom vorjährigen Herbarium sind dann irgendwann herausgekrümelt. :)
Für ein Geschichtsbuch habe ich einmal erst einen Schutzumschlag aus Papier zugeschnittten und gefaltet, diesen mit Fotos aus Prospekten für Geschichtsbücher, historische Romane und verschiedener Ausstellungen beklebt, und dann noch eine Folie darüber gemacht.

Gruß,
MEike


so einen Rakel kann man sich sparen wenn man die Tischkante benutzt. Habe viele Jahre ehrenamtlich in einer Bücherei gearbeitet und nicht wenig Bücher mit dieser selbstklebenden Folie eingebunden. Übung macht den Meister :D

In unserer Schule gab es übrigens nie Probleme wenn man die Bücher mit dieser Folie eingebunden hatte.


Kaari


oha, daran kann ich mich auch noch erinnern, aber ich musste das immer selber machen....nervend!
soweit ich mich erinnern kann muss man nur drauf achten, immer mit "druck" zu arbeiten, also die folie die ganze zeit stramm halten und mit ner menge kraft arbeiten.


Anstelle einer Rakel geht auch der in allen Küchen vorhandene Teichschaber aus der Kuchenbäckerei.


Murmeltier


Ich bitte diesen Beitrag als leicht ironisch aufzufassen.

Meine Frau und ich haben heute abend auch Schulbücher mit Folien versehen, es war eine Tortur, und jetzt lese ich hier bei euch einen Beitrag über das Folieren von Schulbüchern unter der Rubrik "Bastelideen und Dekoration".
Ich hätte den Beitrag wahrscheinlich unter "Kinder" eingestellt.

Aber, wenn ich daran denke, welchen Aufriss wir da gemacht haben, um diese Bücher in einen schulgemäßen Zustand zu bringen, bin ich mir auch eher wie ein Bastler vorgekommen - das Kind stand nicht im Mittelpunkt.

Ich hab mich dann gefragt, warum diese Schulbücher in Folien gehören? Ich hab die Bücher gekauft, sie bezahlt und sie meinem Sohn übergeben. Wieso eigentlich kann eine Schule über dein Eigentum bestimmen - sie müssen in Folie.
Ich find ein Buch kann auch ganz gut ohne Folie auskommen, es will sorglich behandelt werden - keine Frage.

Darüber hinaus: was beschützt die Folie denn? Den Umschlag und nicht mehr. Was ansonsten mit den Büchern angestellt werden könnte, darüber macht man sich keine Gedanken. Es könnten Seiten ausgerissen werden, sinnlose Malereien hineingeschmiert werden. Das Buch kann nass werden oder vergessen werden oder gar verloren gehen. Gegen all das schützt die Folie nicht, egal ob sie selbstklebend, nicht selbstklebend oder gekauft ist, die mit den roten Rändern.
Und wenn die Folie darüber hinaus noch ein in Paperback gestaltetes Mathematikaufgabenbuch beschützen soll - für mich hört da die Logik auf und grenzt an reine Schikane.

Nach einem Jahr sind die Bücher in der Grundschule bei uns eh Geschichte und als solche werden sie auch behandelt - liebevoll abgestellt in Ordnern oder im Regal.

Wir haben viele Bücher - schon seit Jahren und die Kinder und wir selbst lieben sie. In unserer Bibliothek findet sich kein einziger Schutzumschlag, ausser bei den hardcover Bänden und da ist es auch keine Folie, sondern der Schutzumschlag.

Ich könnt noch viel zu Büchern sagen:

Eines noch: Bücher sind Bildungsgut, wie damit umzugehen ist; es zu lernen, sie zu bewahren, das ist noch keiner Folie gelungen, das kann nur das Kinder, dem es anvertraut wurde (und die Eltern oder Schule, die den Umgang lehren)


Ab dem letzten Jahr (11.Klasse / Gym) hab ich die Folientortur sein gelassen und siehe da: kein Gemecker der Büchertante am Jahresende... :huh:
sollte man der umwelt helfen und die bücher lieber pfleglich behandeln, als andauernd neue Folien zu kaufen? :ph34r:


Echt komisch.

Bei uns war es verboten, die Schulbücher mit selbstklebender Folie zu versehen.
Es machten zwar trotzdem einige, aber gern gesehen war es nicht.

Und @markaha,
verstehe ich das richtig, ein Mathebuch als Paperback?
Jetzt gehts aber los, was?


@Jinx

Das angesprochene Mathebuch für die zweite Klasse ist echt ein Paperback in DIN A 4 Format, ein echtes Arbeitsbuch - übrigens (soweit ich das beurteilen kann) sehr gut, also ein Buch, mit dem gearbeitet werden soll und was die Folie darum leisten soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Ein Buch, mit dem ich täglich umgehe, in das geschrieben wird, sieht eben nach einem Schuljahr nicht mehr so aus wie neu - soll es auch gar nicht ;)


Die Bücher unserer 3 Söhne habe ich mit normalem Packpapier eingebunden.Das geht flott und so eine Rolle ist preiswert zu kriegen.Außerdem läßt es sich schnell erneuern wenn es nicht mehr schön aussieht(wenn zuviel darauf gekrackelt wurde).Als die Jungens jünger waren,haben sie gerne Abziehbilder auf das Packpapier geklebt,so hatte jeder seinen eigenen Einband.Später malten sie Grafittis drauf,sahen immer toll aus und haben meist lang gehalten.


Das Blöde ist, daß die Vorschriften für das Einbinden der Bücher an den Schulen völlig variiieren können. <_<
Der einen reichen diese normalen, durchsichtigen, farblosen Plastikumschläge, die auch recht praktisch sind, weil man sie weiterverwenden kann, die andere besteht unumstößlich auf diesen gräßlichen Selbstklebefolien, die einerseits ein schreckliches Gebastel und furchtbar viel Verschnitt zeitigen, andererseits eben als permanent oberflächenschützend gelten.
Letztlich fragt man sich aber, ob man dem Buch damit wirklich, auf die Zeit gesehen, einen dauerhaften Gefallen tut :unsure: , na, darüber befindet eben die jeweilige Schule, das ist nicht an uns.

Als meine Tochter aufs Gym kam, verlangten die dort damals allen Ernstes die sogenannte Elefantenhaut :blink: zum Einbinden der Bücher: als ich im Schreibwarenhandel danach fragte, guckten die mich so an: :verwirrt: .
Erst mein Mann konnte mir das Rätsel lösen: er erinnerte sich, daß sie zu seiner Zeit beim Bund ihr Kartenmaterial damit eingebunden hatten. Aha...
Gottseidank hatten einige fortschrittlichere Lehrer nach Elternprotesten ein Einsehen und es hieß, es dürfe diese (viel preiswertere) Selbstklebefolie verwendet werden.

Ich kann mich nicht entsinnen, daß jemals zu welchen Schulzeiten der Maus auch immer Packpapier als Einschlagsmaterial akzeptiert worden wäre... auch in der Grundschule und (damals noch) der OS nicht.

*Seufz* ;) diese Probleme hatten wir früher nicht: im so geschmähten und oft belächelten "Dunkeldeutschland" waren wir fortschrittlicher: einheitliche Schulbuchformate und Vorschriften für Hefte und Material, dazu passend gab es gut haltbare Plastikumschläge zu kaufen, die bei guter Behandlung ein paar Schuljahre mitmachten und man verpaßte praktischerweise (ab der 6. gab es keine nennenswerten Vorschriften mehr für die Farben) den einzelnen Fächern oft die individuellen Farben: Giftgrün für Mathe (man haßt das Fach genauso wie die Farbe :pfeifen:) , Rot für Russisch, Blau für Deutsch, gelb für Englisch, grau für Geographie, lila für Bio... al gusto.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 15.09.2008 02:22:50



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