Baby mit Asthma - was tun?


Hallo Muttis!!

Gerade betreue ich vier Geschwister, die in unserer Heimeinrichtung notaufgenommen wurden.
Die Kleinsten sind unsere Zwillinge, 9 Monate alt. Eines davon hat Asthma, wir haben jedoch kein Notfallspray, nur ein Dauermedikationsspray.

Heute Nacht hat er so schwer Luft bekommen, dass ich echt Angst hatte, es passiert ihm
etwas, wenn es noch ein wenig schlimmer würde.
Ich habe im Krankenhaus angerufen und der Arzt dort meinte nur, wenn er noch nicht blau sei, wäre noch alles in Ordnung...

Der Kinderarzt will ein Notfallspray verschreiben, wenn es nochmal so schlimm wird,
hat er heute morgen gesagt. Toll... warum um alles in der Welt nicht gleich?? Nachts ist es am schlimmsten und da komm ich nicht so schnell an dieses Spray...

So. das waren erstmal meine Sorgen, die mal runter mussten. Jetzt kommt meine Frage:

Was mach ich, wenn mir das nochmal passiert und ich habe dieses Notfallspray nicht?

Klar, auf alle Fälle den Notarzt rufen, wenn es wirklich schlimm ist.

Aber vorher?

Oder bis der Notarzt da ist?
Der wohnt ja nicht im Nachbarshaus...

Habt ihr Erfahrungen, wie ich die Lage etwas entspannen könnte, irgendwas, was in der Situation hilft??
Ich wäre soo dankbar für ein paar Tipps!

Viele Grüße Puschteblume!!


Also zwei von unseren 4 Kindern hatten auch als Baby Probleme! Mit Medikationen bin ich sonst sehr vorsichtig, versuche alles erst mal homöopathisch oder pflanzlich, aber bei Atembeschwerden hört das auf! Habe selbst auch ab und an Probleme mit allergischem Asthma!
Also ein Notfallspray muss halt immer neben dem Kind liegen (natürlich für alle anderen Kinder nicht zugänglich, also in abgeschlossener Schublade, hoch auf dem Schrank, zur Not...)! Da muss natürlich das passende Mundstück etc. dabei sein! Aber damit allein ist es nicht getan! Da muss auch tagsüber evtl. inhaliert werden oder anderweitig ein Kortisonpräparat wahrscheinlich zugeführt werden! So war das jedenfalls bei uns! Man hat mir aus mehreren Quellen, sehr fundiert erklärt, das diese Kortisonpräparate nur in der Lunge wirken und das ein Asthma bei Babies sehr gut in den Griff zu bekommen ist. Unsere hatten jedenfalls nur 1 Winter Probleme. Wir haben sehr strikt die Behandlung durchgeführt und ich glaube, das ist der Lohn dafür! Gut behandelt und auskuriert muss es werden! Nicht nur die Symptome bekämpfen mit dem Notfallspray, würde ich sagen! Die Wirkungsdauer lässt auch nach längerer Anwendung nach, kann ich aus eigener Erfahrung sagen! Wenn ich am Anfang mit einer Dosis über die nacht kam, brauchte ich ein paar Wochen später alle 2-3 Std. was! Da musste dann dringend was anderes her!
Alles Gute für die Kleinen! Hoffe ihr findet gute Betreuung und Versorgung!


Noch mal nachgedacht, was mir so hilft! Also als erstes alles Beklemmende vom Hals weg! Frische Luft, es sei denn da draußen fliegen Pollen o.ä., die das Ganze auslösen! Beruhigend auf den Arm nehmen. Und noch zur Beruhigung. Ich hatte mal eine für mein Empfinden starke Attacke, dass ich dachte, gleich ist es mit mir aus! Ein Lungenfunktionstest zeigte dann, aaach, halb so wild, noch 30 Prozent Funktion da! So habe ich mich nicht gefühlt, aber ich war wohl nicht so in Lebensgefahr, wie ich dachte! Das meine der Arzt wohl mit: "wenn er nicht blau wird..." Helfen tut es einem nicht, weil etwas Schlimmeres als Atemnot gibt es kaum! Ruhe, viel Ruhe behalten und vermitteln und umsorgen!


Vielen lieben Dank für deine Antworten!

Ich habe es dann wohl erstmal richtig angepackt. Hab den Kleinen aus dem Babybett raus und mit in mein Bett gelegt um ihn zu beruhigen. Es wurde sofort besser. Das war dann wohl nicht unbedingt nur Zufall.
Das mit der frischen Luft ist auch eine gute Idee. Ich werde mit ihm rausgehen, wenn es heute Nacht wieder so schlimm ist, das Fenster offen lassen und als erstes am nächsten Morgen dem Kinderarzt Dampf machen.
Zur Beruhigung meiner Nerven will ich dieses Notfallspray...

Nochmal Danke, jetzt hab ich wenigstens eine kleine Idee, was ich machen könnte.

Edith: So ein Spray für jeden Tag haben wir.

Ich denke mal, dass es gerade einfach durch den Streß schlimmer wird. Wenn die Mama weg ist und sich 8 (!!!!!) Menschen im Wechsel um das Kind kümmern ist es ja kein Wunder, dass sich das irgendwo niederschlägt. Sie verstehen das ja nicht und müssen (auch wenn sie jeden und alles angrinsen) unterbewusst schreckliche Angst oder zumindest Unsicherheit spüren.
Ich will gar nicht wissen, was das mit den kleinen Miniseelen macht :(

Viele liebe Grüße Puschteblume!!

Bearbeitet von Puschteblume am 30.07.2008 14:30:21


Ganz wichtig ist das Notfallspray, bleib hartnäckig.

An das offene Fenster, wenn es vorher zu war ist nicht unbedingt gut.
Der Sauerstoffgehalt im Zimmer ist fast genauso gut wie draußen und ausreichend.
Bei der Luft von draußen kann es passieren, daß sie um einiges kälter ist als im Raum ( besonders im Herbst, Winter und Frühjahr ).
Dieser Temperaturunterschied kann bewirken, daß sich die Lunge zusammenzieht.
Das wäre für einen Asthmaanfall äußerst negativ.

Wichtig ist den Brustbereich zu entlasten, die Arme zur Seite oder hoch nehmen.
Dann ist langsames und tiefes ein- und ausatmen sehr hilfreich.
Ganz wichtig ist, natürlich so weit es geht, Ruhe bewahren und versuchen zu entspannen.

Ich habe seit einem Jahr Asthma.
Meine Ärztin hat für ihre Patienten eine Schulung, 2x3Std., gemacht.
Dort haben wir einiges über die Krankheit und Verhaltensregeln erfahren.
Von dort habe ich mein Notfallspray und ein Notfallpack wenn das Spray nicht hilft:
50mg Prednisilon und 1 Ampulle Euphyllong.
Für Kleinkinder gibt es sicher auch was entsprechendes.

Meine Lungenärztin betreut auch Kinder.
Nichts gegen Euren Kinderarzt, aber vielleicht seit Ihr mit einem Spezialisten besser beraten.

Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir viel Kraft
.

Super! Vielen Dank auch Dir, Chucko!
Man fühlt sich echt hilflos und schlecht, wenn man so gar nicht weiß was man machen soll.
Nun fühle ich mich schon sicherer. Auch gegenüber dem Kinderarzt.

:blumen:


Hallo Puschteblume!
Meine Kleine hat auch Asthma. Als Baby hatte sie allerdings Krupphusten und dafür habe ich Rectodelt Zäpfchen gekriegt,für den Fall das sie gar keine luft bekommt.Soweit ich weiß,hilft das im Notfall auch bei Asthma. Aber das Spray ist schon wichtig. Lisa hat ihres IMMER in der Tasche und wenn sie es mal wieder doch vergisst(weil sie eine andere Hose anzieht) kommt es oft vor das eins der Kinder hier angerannt kommt und sagt:Lisa braucht schnell ihr Spray.
Ok,Lisa ist 11 und sie weiß wie sie damit umgehen muß wenn sie keine Luft mehr kriegt,aber so ein kleines Baby hat ja einfach nur Todesangst wenn das passiert.
Also am besten ganz schnell dem Arzt sagen das er einen Aerochamper aufschreiben soll.
Asthma darf man nicht so auf die leichte Schulter nehmen.


Heute war der Kleine mit einer anderen Erzieherin wg. dem Spay beim Arzt. Sie meinte, sie wolle sich nicht abwimmeln lassen.
Die letzte Nacht war besser. Als er angefangen hat zu husten und schwerer zu atmen, hab ich ihn einfach gleich zu mir geholt. Keine zwei Minuten später war`s auch schon weg. Er hat die Nacht durchgeschlafen. Wie ein Engel :wub:


Danke euch nochmals, viele Grüße Puschteblume!



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