Mais vom Bauern ? Preis/Kilo ?


Bei uns wächst Mais auf vielen Feldern.
Leider kenn ich hier in der neuen Heimat noch keine Bauern - und ich seh immer nur welche die keine Maisfelder bearbeiten...

Ich würde gerne 20-40kg frischen Mais kaufen und einfrieren da wir 10 Graupapageien haben die Mais einfach lieben.

Da es ja auch Futtermais gibt der aber nicht geeignet ist zum verfüttern brauch ich also normalen Zuckermais.

Wie finde ich denn raus wo ich da nachfragen kann ? Im Branchenbuch stehen Bauern ja nicht extra aufgelistet und Hofverkäufe gibts bei uns in der Gegend leider gar keine.

Falls ich einen Bauern finde - was wäre denn ein faierer Preis fürs Selbsternten ? Sollte ja günstiger sein als der unverschämte Preis im Supermarkt von 60c pro Kolben....

Hat jmd Ideen ?


Wenn du beim Spazierengehen einen Bauern triffst oder an einem Bauernhof vorbeikommst- frag, ob sie Mais anbauen oder frag, wem dieses oder jenes Feld gehört. Man wird dir sicher gern Auskunft geben!

20 Kg Mais ist natürlich eine Größenordnung, bei der der Bauer nach Bezahlung fragen wird. In Meerschweinchenhalterkreisen habe ich aber auch schon oft gehört dass die Bauern einfach nur lachten und sagten, man solle sich halt für die kleinen Wutzerl ein paar Kolben abbrocken oder auch einen Arm voll Blätter abrupfen, das würd schon passen... wichtig ist nur, immer vorher zu fragen und nicht den halben Acker umzutrampeln.


Valentine hat völlig recht. :)
Wenn jedoch dazukommt, daß es unbedingt Zuckermais für die Krummschnäbel sein muß (glaube ich gern), sollte man zuallererst den Bauern fragen, welche Maissorte denn da auf seinem Acker steht. Ist der Bauer sehr nett, läßt er Euch ein paar Kolben holen. Ist der Bauer schlau und hat Ahnung, verkauft er Euch einen Zentner zum gängigen Zuckermais-Preis ganz offiziell. :D

Ansonsten sollte man am Rand ds Maisackers vorsichtig ein, 2 Kolben aufschälen: sind die Körner innen reinweiß bis grünlich und sehen pappig aus, schmecken mehlig, ist es Futtermais.
Zuckermais hat ganz gelbe Körner und schmeckt sogar roh prima!
Echter Zuckermais in Kanada :sabber:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 11.08.2008 03:55:32


Nachsatz...

Mein Rat: baut selbst Zuckermais an, wenn Ihr einen Garten habt: Saatgut bekommt man generell günstiger als einen Zentnersack erntefertigen Zuckermais im Herbst.
Zuckermais-Saat


Zuckermais selber anbauen- das hab ich in meinem Garten zweimal ausprobiert. Zweifelsohne ist es interessant zu beobachten wie aus einem kleinen, nicht mal fingernagelgroßen, schrumpeligen Samenkorn eine ausgewachsene Maispflanze wird, aber Kolben wie im Supermarkt oder auf dem Acker wird man beim Gartenanbau nicht erhalten. Und es genügt nicht, nur zwei oder drei Pflanzen zu säen, man sollte mindestens einen oder zwei Quadratmeter Fläche einplanen, damit es mit der Bestäubung auch klappt und die Pflanzen Früchte ansetzen. Ich hab's "nur" in zwei rechteckigen Betonmischwannen getan, es waren vielleicht 15 bis 20 Pflanzen pro Wanne (zu dicht soll man ja auch nicht säen), und der Ertrag war sehr spärlich, für die Meeris kam nur reichlich Grünzeug zusammen.


mit selbst anbaun hab ich leider hier keine guten Erfahrungen gemacht in unserem jetzigen Domizil - früher hab ich immer Bohnen, Rettiche, Tomaten, div. Kräuter, Mohrrüben, Zwiebeln, Erbsen etc angebaut - aber das war im alten Haus.

Im jetzigen Garten hatte ich vorletzte Saison versucht was anzubaun - dieses Jahr nicht da ich 4 Monate im Rollstuhl saß (Beckenbruch) und auch nachher erst wieder laufen lernen mußte.

Meine Erfahrungen im jetzigen Haus bzw Garten:

Es wächst kaum was da zu schattig. Der Boden ist grad mal ungefähr 5cm Erde - dann ist schon Kies . Auch aufschütten mit 20 cm Erde "verläuft sich" - sprich man kann nichts anbaun was 1. lange Wurzeln hat: Rettich, Mohrrüben gehn nicht. 2) was in die Höhe geht da durch die mickrige Erde das Zeug nicht gescheit wurzeln kann und auch keinen Halt hat- so sind mir trotz Stangen (die in dem Boden auch nicht halten) die Bohnenpflanzen, Sonnenblumen alle umgekippt. Mais hatte ich auch 1 m2 gepflanzt gehabt, aber in dem schattigen Garten waren es 2 kümmerliche Maispflanzen die nur gewachsen, die aber dann auch umgekippt sind.

Einzig Kräuter und paar mickrige Erbsen konnte ich ernten :(

Nächstes Jahr werd ich nur Kräuter anbaun - alles andere hat hier keinen Sinn.


Zitat (Draku @ 18.08.2008 05:23:04)
Meine Erfahrungen im jetzigen Haus bzw Garten:

Es wächst kaum was da zu schattig. Der Boden ist grad mal ungefähr 5cm Erde - dann ist schon Kies . Auch aufschütten mit 20 cm Erde "verläuft sich" -...

Da hilft nur mulchen, mulchen, mulchen und viiiiieeeeelllll Geduld.

Schmeiße einfach alles, was biologische Masse ist, auf eine Fläche, die du irgendwann mal als Beet nutzen willst. Also Rasenschnitt, Laub oder auch mal Kaffeegrund oder Teebeutel. Schön die Erde abdecken und alles still und vergnügt vor sich hinrotten lassen. Du besserst den Boden enorm auf, auch wenn es 3 bis 4 Jahre dauert, bevor du erste Erfolge siehst. Auf alle Fälle ist es nachhaltiger als bloße fertige Erde aufzuschütten, die auf Grund der Struktur eher verläuft. :blumen:


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