Ohrlöcher wie damals: Wie wurden das gemacht


Hat noch irgendwer Ohrlöcher aus der Zeit als die noch nicht mit Pistolen geschossen wurden, oder könnt ihr euch noch an alte Methoden erinnern :heul: ?


also meine mutter hat sich ihre von ihrem bruder stechen lassen (und ihm dann auch welche gestochen) mit ner heißen nadel und dann mit alkohol desinfiziert :D


Als Kind wurde mir mit einem Eiswürfel das Ohrläppchen betäubt und dann mit einer Art Tacker das Ding reingetackert. Nicht geschossen, sondern wirklich wie mit einem Tacker durchgedrückt. Das tat höllisch weh und ich habe die Dame im Juweliergeschäft ziemlich zusammengebrüllt und sie auch nicht an mein zweites Ohr gelassen. Die Chose hat sich dann auch ganz schnell böse entzündet und ich habe den Ohrring rausnehmen müssen. Das war vor ca. 30 Jahren. Ein paar Jahre später kamen dann die Pistolen zum Einsatz, da habe ich mir wieder welche stechen lassen und es ging alles gut.

Aber warum willst du das wissen?


mein erster Ohrring war eine Sicherheitsnadel rofl rofl rofl , das waren noch Zeiten als ich so rum laufen konnte ;)


Zitat (Beatrice @ 28.08.2008 23:38:25)
Hat noch irgendwer Ohrlöcher aus der Zeit als die noch nicht mit Pistolen geschossen wurden, oder könnt ihr euch noch an alte Methoden erinnern :heul: ?

Ooh-ja. :yes:
Meine hab ich mir mit 13 stechen lassen- im Jahre 84 zu tiefsten DDR-Zeiten. Meine Mutter kannte eine alte Juwelierswitwe, die sowas privat machte und die entsprechenden Folterwerkzeuge besaß (so eine Art chirurgische Lochzange oder zangenähnliches Dingens und eine abscheulich beißende Desinfektionstinktur :aengstlich: jedem Masochisten wäre dies das höchste Glück auf Erden gewesen).
Es war nicht teuer: aber unvergeßlich... meine beste Freundin schleppte ich mit zum Händchenhalten.
In der alten Stadtvilla landete ich bei der überaus freundlichen alten Dame, wir wurden in die blitzsaubere Küche geführt und auf dem Tisch lag wie zur Op. der ganze Kram ausgebreitet.
Ich schielte erschreckt dorthin, wurde aber mit entschiedenen Worten auf einen Küchenstuhl gesetzt... :unsure: mich mit rechts an meiner Freundin festkrallend.
Das Omchen war zielsicher und schnell: zack: ein scharfer Schmerz plus ekliges Geräusch links, was Kaltes, viehisch Brennendes- dann Reingefummel des Silbersteckers, und -zack, Schmerz rechts: "oh, das war nicht gut, da muß ich nochmal ran!" (meine arme Freundin hatte am nächsten Tag blaue Flecken auf den Fingern, ich lud sie zum Eis ein) also nachstechen-zackzack, auweh, Brennen- Reinfummeln des anderen Steckers.

"So, fertig, junge Dame- na, das war doch nicht so schlimm," strahlte mich das Omchen engelslächelnd an, "da bekomme ich jetzt 5 Mark!" schmerzvoll, doch lieber höflich lächelnd gab ich den Schein hin, dankesagend und bekam noch ein Glas Apfelsaft "auf den Schreck".
"Und nun 4 Wochen drinnen lassen, Tag und Nacht, die ersten 2 Wochen nicht ins Schwimmbad, mein Fräulein!" dozierte das Omchen streng.
"Wenn sich was entzündet: Arnikatinktur aus der Apothheke holen, verdünnen, damit Ohrläppchen mit Ohrring einweichen!"
Genauso tat ich's auch- nach 3 Wochen war alles vergessen und alles bestens verheilt.

Viele Jahre und Ohrringsgenerationen später bezog ich meine erste eigene Wohnung: justament in dieser Villa , 52 m² im Obergeschoß.
Die liebe alte Dame lebte tatsächlich noch: unten im Parterre, war nun über 90... und als ich mich als neue Mieterin vorstellte und diese Geschichte erzählte: hocherfreut, die Frau wiederzusehen, sagte sie: "wollen sie die Zange sehen? Ich habe sie noch..." ^_^

Nachsatz: Trotz der "Folterei"... ich hatte das Gefühl, es lief damals steriler ab. Als sich meine Tochter viele Jahre später mit einer "Pistole" die Ohrringe reinschießen ließ, hatte sie lange Last damit, immer wieder entzündete es sich. Erst die gute Arnikatinktur schlug wirklich an, aber es dauerte... :(

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 29.08.2008 01:08:17

Ich habe auch die ersten noch so stechen lassen... wobei ich heute sagen muss, das es mehr ein "schieben war....

Okay... es war eine kleine Maschiene , ähnlich wie diese Pistolen die heute benutzt werden.

An der einen Seite ( vorn) war die Nadel die beweglich war. An dem anderen Ende war eine art "Kissen, in die die Nadel bis zu einem Teil eingefahren ist.

Das Ohr wurde dorrt hineingebracht und langsam zugedrückt.... Ich fand das nicht schlimm, und es tat auch nicht so weh wie die anderen.

Okay, die Pistole wurde weggenommen, und die Nadel sass dann im Ohr, und wurde mit dem Ohrring, den man sich ausgesucht hatte, nach hinten ...rausgeschoben.... So, Ohring zugemacht und fertig!!!!!

Ich habe, als ich das erste mal gesehen habe wie Prcings gemacht werden, gedacht...das ist das Verfahren, wie ich es erlebt habe.

Ich habe im übrigen 11 Löcher in den Ohrläppchen und 4 davon sind auf alte weise geacht worden. Ich finde die sind irgendwie anders, haben sich nie so entzündet.
Als diese neuen geacht wurden , au mann erstmal diese Chirurgenstahl Stecker...


Nee, ich habe meistens noch im Laden diese " Brocken" rausgemacht und Ringe rein, da kann ich das doch viel besser behandeln und Flüssigkeiten besser ablaufen. Bis auf den oben im Knorpel, hatte ich auch nie Ärger, und bei dem auch nur, wel er sich im Helm verhäddert hatte und ich ihn schlicht weg rausgerissen habe.....selbst schuld.....


Sille


Meine ersten Ohrlöcher, ich glaub ich war so 7, wurden mit der Pistole "geschossen", tat zwar im moment net so weh aber danach....und entzündet haben die sich dann ooooh weh!
ließ sie dann zuwachsen, ein paar Jahre später hab ich mir dann wieder welche stechen lassen, da gab es so Plastikdinger, schön einzeln in Folie eingeschweißt, mit den medizinischen Ohringen schon drin! da hatte ich überhaupt keine Probleme mit!
Naja...und die paar weiteren Ohrlöcher am linken Ohr habe ich mir dann wie oben schon mal beschrieben auch selbst gestochen... :rolleyes: und trotzdem keine Entzündungen.... :D


Meine ersten Ohrlöcher habe ich mit 8 bekommen und die wurden auch mit so einer Pistole geschossen. Hab ich als ziemlich easy in Erinnerung und war ein wenig enttäuscht, daß es nciht das große Erlebnis war, das ich mir erhofft hatte.

Mit 10 wollte ich dann einen zusätzlichen Ohrring haben. Den hab ich mir dann selber mit Nadel durchgestochen und nen Ohrring rein. Hui, das tat weh. Aber da ich schon immer ein bißchen anders als andere kleine Entchen war, fand ich das ziemlich klasse und hab immer mal wieder weiter gemacht.
Meine Mutter hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, schließlich war so etwas in den ganz frühen 80ern in unserer Gegend eine ganz außergewöhnliche Sache und wurde argwöhnisch beguckt. (Mitte der 80er war das dann auch bei uns ganz normal, was Muttern aber nciht davon abhielt, an ihrem Kind zu zweifeln)
Muttern sagte auch immer, daß ich mich irgendwann drüber ärgern würde, weil man ja die "Punkte", wo die Ohrringe mal gesessen haben, immer sehen würde. Naja.. Anfang nächsten Jahres werde ich 40, trage immer noch 12 Piercings in den Ohren, ganz zu schweigen von den anderen, die ich sonst noch an mir rumtrage... Geärgert hab eich mir nur über die zwei oder drei, gegen die mein Körper sich gewehrt hat und die ich dann entfernt habe...

Und fertig bin ich auch noch lange nicht. Es werden bestimmt noch einige Piercings dazukommen. Aber die werden dann "gepierct" und nciht "geschossen". Schade eigentlich.. diese altmodische Pistole hatte schon was...irgendwie...

Die mit der Pistole geschossenen Ohrlöcher waren bestimmt die einfachsten... Aber ich fand die zuerst mit der Nadel selbst gestochenen und später die "echten Piercings" wesentlich aufregender und somit auch immer noch schöner. :wub:

Lieber Gruß

knuffelzacht


Also meine Ohrlöcher wurden damals, vor so 30 Jahren auch geschossen, aber irgendwie anders als bei meiner Tochter letztes Jahr. Weiß aber nicht genau, was so anders war! Ich meine mich zu erinnern, dass meine, zumindest eine Seite irgendwann wg. Entzünding raus musste und später neu gestochen wurde. Habe mir dann auch auf einer Seite später noch 2 dazustechen lassen, halb so wild. Wäre aber nie wieder so dumm, sie rauszunehmen nach dem Stechen. Meine Tochter hatte auch 'ne leichte Entzündung, aber das wurde behandelt und gut war!

Meine Oma allerdings erzählte mir immer von ihren Ohrlöchern. Ich habe sie eigentlich nie bewusst mit Ohrringen gesehen, habe sie deswegen wohl öfters nach ihren Löchern (gut sichtbar) gefragt. Tja, die Ohrringe mussten weichen, als ich als Säugling immer daran zog. Danach hat sie nie wieder Ohrringe getragen. Aber das Stechen, puh, war ich froh, dass der Juwelier 'ne "Pistole" hatte. Bei meiner Oma kam 'ne Kartoffel zum Kühlen dahinter und dann wurde 'ne heiße Nadel durchgejumpt! Die Vorstellung fand ich damals ganz schön befremdlich!

:( :huh: :blink:


Bei mir war es ähnlich wie bei Bi(e)ne.
Ich bin mit ca.13 Jahren zusammen mit meiner Cousine zu einem
Juwelier.Der durfte das aber nicht machen ohne das ein Elternteil
dabei war.Als meine Mutter dann kam,gings los.
Mit so einem Zängelchen wurde dann das Ohrloch "ausgestanzt".
Nach dem ersten wurde ich kreidebleich und meine Mutter meinte:
"Ist dir schlecht ? " Klar,war mir schlecht,ich schaffte es gerade
noch raus und habe in den Rinnstein :kotz:
Dann Kam das zweite dran und direkt die neuen Ohrstecker rein.
Ich bekam eine Kamilentinktur und den Rat : " Immer schön
drehen,jeden Tag"
Naja,das erste Ohrloch blieb lange mein Problem ,es dauerte
bis es abheilte.Heute habe ich eher das Problem ,daß ich
grundsätzlich einen verliere. ^_^


Habe meine ersten auch mit der Pistole bekommen, am rechten Ohr habe ich mir dann mit 14 Jahren noch drei weitere selbst gestochen, da meine Mutter sich nicht getraut hat, es zu tun.
Dazu habe ich das Ohrläppchen zwischen zwei Eiswürfel gepresst, bis ich reinkneifen konnte, ohne das es weh tat.
Dann habe ich eine Nadel, die ich vorher habe durchglühen lassen, durch gesteckt und dann gleich einen Ohrring hinterher.
Es tat kein bißchen weh, hat sich auch nicht entzündet.
Habe es bis heute nie bereut.


Ich hab zwar keine Ohrlöcher, aber ich erinnere mich mit Grausen an meine Nebensitzerin (Mathe Gk, Oberstufe) die öfter mal in der Klo-Pause eine Stopfnadel, ein Tempo und ein Fläschchen Alkohol ausgepackt hat. "Und - wer macht's heute?" Ich konnte mich immer drücken, zum Glück. Das Tempo kam gegen das Blut auf die Schulter, die Nadel kurz in den Alkohol und für das neue Loch hat sie eins von ihren bestimmt 20 Ohrlöchern ausgesteckert. Sie hat das auch am Knorpel machen lassen. Einfach so, mit der Stopfnadel. :aengstlich:


Ich war glaube ich 3 oder 4 Jahre (1983 oder 1984) alt und damals haben es HNO Ärzte gemacht. Allerdings weiß ich gar nicht mehr, wie der Arzt das genau gemacht hat. Wahrscheinlich mit einer Nadel.

Für ganz hartgesottene hätte meine Familie noch ne Technik :wacko:

Ordentlich auf der Familienparty abfüllen lassen, Stopfnadel über einer Kerze heiß machen, Kartoffelhälfte (roh natürlich) hinters Ohrläppchen und dann ab durch die Mitte :hihi:


Ich hab sie mit der Pistole durchgeschossen bekommen. Da war ich 12 .
Als ich weitere Ohrlöcher wollte, verweigerte meine Mutter das.
Naja, nur die harten kommen in den Garten....... :pfeifen: hab ich mir drei noch zusätzliche Ohrlöcher gemacht mit der hier beschriebenen Nadel Aktion.
Momentan hab ich zwei Ohrringe drin. Und die anderen Löcher sind zugewachsen. Allerdings hab ich mich dafür entschieden, in einem Ohr zwei Ohrringe zu tragen........also........wo ist die Nadel? Ich muß da noch mal ran. :pfeifen:


Ich war so vier oder fünf Jahre, da wurden die ersten beiden gemacht. Wurden auch mit ner Pistole geschossen. Ebenso wie die anderen drei, die ca. 8 und 14 Jahre später folgten.

Was mir bei den letzten beiden Löchern auffiel, das Schießen selber tut ja gar nicht weh. Erst wenn das blöde Desinfektionsmittel in die Wunde kommt, dann brennts!


Selbermachen würde ich nie!


Für meine erstes Loch hat mir meine damalige Freundin einen "medizinischen Ohrstecker" gegeben, eigentlich ein ganz normaler Stecker, nur halt spitz. Nun, dann: Finger desinfiziert, Ohr desinfiziert, umliegenden Bart desinfiziert, Stecker desinfiziert und durchgedrückt, Verschluß drauf, fertig!
Mein zweites Loch gabs dann beim Uhrmacher, mit so einer Plopp-Pistole. Mein Sohn und ich wollten ein Paar Stecker zusammen haben, also sind wir beide hin. Bei mir hat das Ding so'n total empfindlichen Knubbel getroffen, bei meinem Sohn hat sich tierisch entzündet.
Und die Moral von der Geschichte? Loch gerne wieder, Uhrmacher nie wieder!!


Ich hab im Juweliergeschäft meine erste Lehre gemacht. Das war ab 1962. Der Chef oder die fertigen Verkäuferinnen haben die Ohrlöcher folgendermaßen gestochen: Es gab ein Gerät, ähnlich einer Zange. Das Vorderteil bestand aus einem U-förmigen Metallteil, welches auf einer Seite die Nadel hatte und auf der anderen Seite eine kleine flache Scheibe mit einem kleinen Loch drin. Diese Scheibe wurde an das Ohrläppchen (wurde vorher vereist), angelegt und dann wurde die Nadel durch das Ohrläppchen gestochen. Dann sofort Ohrring rein und fertig. War 'ne blutige Angelegenheit. Der Delinquent bekam einen Mulltupfer und ein kleines Fläschen mit desinfizierender Flüssigkeit. Das war's dann.
Kinder, bei denen die Ohrlöcher gestochen wurden, haben das meistens nicht ohne Weinen überstanden. Ich selbst wollte nie Ohrlöcher und habe auch bis heute darauf verzichtet.

Murmeltier


Bei mir hat es der Zahnarzt gemacht, da war ich vielleicht 10. Ich meine mich zu erinnern, dass das eine große Nadel war. Der Arzt hat sich so blöd über mich gebeugt, dass ich keine frische Luft mehr bekommen habe und ihm ohnmächtig vom Stuhl gerutscht bin. Mein Vati hat mich dann im Trabi wieder mit Zugluft auf die Beine gebracht. :lol:

Schnattchen


Zitat (Murmeltier @ 29.08.2008 15:21:55)
Der Delinquent bekam einen Mulltupfer und ein kleines Fläschen mit desinfizierender Flüssigkeit. Das war's dann.

:unsure: :verwirrt:

Na wenn das mal nicht ne ausgefallene Strafmaßnahme ist :P

Zitat (Lirio @ 29.08.2008 14:58:18)
umliegenden Bart desinfiziert,

Der "umliegende Bart" hat mich kurzfristig etwas aus der Fassung gebracht rofl aber Du bist ja ein Junge !

Ich bin erst 22 aber bei mir gings genauso ab wie von Murmeltier beschrieben. Da war ich drei oder vier und bin nach dem ersten heulend aus dem Juwelierladen gerannt. Und es hat viel Überzeugung seitens meiner Eltern gekostet das 2. machen zu lassen. Jetzt sind es 6 und 3 Piercings (...die Zeiten ändern sich...) :D


ich bekam die ohrlöcher, als ich erst 3 tage alt war, in südamerika. wie das ging, keine ahnung, das war damals so, daß jedes mädel das bekam,.....

Bearbeitet von Trulli am 29.08.2008 16:38:05


Zitat (Trulli @ 29.08.2008 16:37:47)
ich bekam die ohrlöcher, als ich erst 3 tage alt war, in südamerika. wie das ging, keine ahnung, das war damals so, daß jedes mädel das bekam,.....

:o
heijeijei...Ich glaube damit führst du definitiv die Liste "wer war der/die Jüngste beim Ohrlochstechen" :daumenhoch: :lol:

*dooffrag* wachsen die Löcher mit? Bzw. verschieben die sich? Also so nen Babyohr ist ja noch bissle lütt für nen vergleichsweise großen Ohrring...

Ich war um die 2 jahre alt, so huebsch mit pistole beim juwelier, die loecher haben sich jahrelang immer nur wieder entzuendet. Das ganze wurde erst nach dem zweiten durchschiessen besser .oO(vermutlich ist da alles tot jetzt...)
Das dritte entstand in meiner ersten WG auf meinem bett, mit braunuele unter halbwegs sterilen bedingungen. Das vierte muss noch gestochen werden, nie wieder kommt so ne pistole an mein ohr. Das hat zwei gruende:

1. meine piercerin hat mal erklaert, wo der unterschied zw. schiessen und piercen liegt. Beim schiessen wird das gewebe verdraengt, somit kein sauberer wundkanal = hoehere entzuendungsgefahr. Beim piercen wird das ganze mit einer hohlnadel ausgestanzt - man verzeihe mir den vergleich - wie beim plaetzchen ausstechen quasi. Das macht einen glatten wundkanal, der besser abheilen kann.

2. als ich mal in so einem guenstig schmuckladen war, so einer mit viel kluengelkram und modeschmuck, kam eine dame rein. "einmal ohrloecher stechen bitte!" Also kam die pistole aus der schublade, die gute wurde mitten im laden auf einen stuhl gesetzt, pistole an die ohren, zack zack, fertsch, pistole wieder in lade :aengstlich: :blink: :mussweg:
Hygienisch war das NICHT... mich schuettelts immer noch, wenn ich da dran denke...

Wenn mehr loecher, was so sein soll :) , dann nur richtig gepierct, wegen mir auch in meiner kueche oder so, aber never irgendwo in nem laden...


Meine Ohrlöcher sind ja leider mittlerweile zugewachsen. :heul: Ich hab aber vor sie mir irgendwann mal wieder durchzustechen. Dann hat mein Freund wenigstens immer was, was er mir schenken kann :hihi:

Aber ich werde diesmal auch in ein Piercingstudio gehen, zumal man mit einer Pistole eh nie ganz akkurat "zielen" kann.

Hatte mir damals rechts nen zweites Loch schießen lassen...Naja, die Frau im Juweliergeschäft hat das Loch so dicht an das erste gesetzt, daß ich dort nie wirklich hübsche Ohrringe tragen konnte..Nur ganz kleine Stecker...*doof*


Ich muss so sieben oder acht Jahr alt gewesen sein, als meine älteren Schwestern Ohringe haben wollten. Natürlich wurden wir dann alle zum Juwelier geschleppt. Wie bei den meisten hier, kam auch bei uns die klassische Pistole zum Einsatz. Allerdings habe ich einen klassischen Fehlschuss in rechten Ohrläppchen. Ob ich oder die Juwelierstante gezuckt hat, weiß ich nicht. Leider ist es so, dass das Loch im rechten Ohr ein wenig ums Eck geht. Stecker krieg ich gut rein. Creolen mit einer gebogenen Schließe leider nicht. Da muss ich ganz schön popeln, bis ich die da durch habe. Dementsprechend rot ist dann auch mein Ohr, manchmal blutet es auch ein weinig. Wenn ich dann mal chick ausgehe, muss ich schon Stunden vorher die Creolen reinmachen, damit ich nicht aussehe, als hätte ich vorher ne Schelle verpasst bekommen.
Aber seltsamer Weise, entzündet hat sich da nie was


Danke für die vieln Antworten. Ich habe hier noch eine Geschichte aus meinem eigenen Bekanntenkreis. Ich glaube, die ist sehr ineressant, wenn auch ziemlich schmerhaft:

Ich habe von einer Kollegin erfahren, wie sie ihre ersten Ohrlöcher bekommen hat. Das ist inzwischen 46 Jahre her. Hier ist die Geschichte.
Sie hat zu ihrem 6. Geburtstag ihre ersten Ohrringe geschenkt bekommen. Es waren goldene Creolen. Sie fragte ihre Mutter, wie sie die Teile tragen sollte, da sie bis dahin noch keine Löcher hatte. "Die machen wir dir jetzt", sagte ihre Mutter. Zuerst hat sie mit dem Finger etwas Spucke auf beide Ohrläppchen meiner Kollegin gemacht. Dann hat sie eine dicke Stopfnadel über einer Kerze heiß gemacht, den Ruß abgewischt und den durch das erste Ohrläppchen gestochen. Das muss sehr weh getan haben und meine Kollegin hat sehr geweint. Auf die gleiche Art wurde das zweite Ohrläppchen behandelt. Dann wurden die Ohrringe in die frisch gestochen Löcher gesteckt und zum Schluss kam noch einmal etwas Spucke drauf. „Das wurde damals immer so gemacht“, hat ihre Mutter gesagt. Die Löcher meiner Kollegin haben sich damals ziemlich entzündet und es waren noch einige Spuckebehandlungen nötig, bis verheilt war. :heul:


Zitat (Mellly @ 29.08.2008 14:42:40)
Ordentlich auf der Familienparty abfüllen lassen, Stopfnadel über einer Kerze heiß machen, Kartoffelhälfte (roh natürlich) hinters Ohrläppchen und dann ab durch die Mitte :hihi:

Zwar nicht en famille, aber Anlaß zu irgendwelchen Partys gabs auch da: :pfeifen:
Das war bei uns die meistpraktizierte Art des Zweit-, Dritt- usw.-ohrlochstechens während der Berufsausbildung im Internat.
War keine Kartoffel zur Hand, nahmen diese Sepsis-Fetischisten kurzerhand den Radiergummi aus der Federtasche... paar Tropfen Wodka drauf, fertig :ph34r:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 30.08.2008 00:17:02

.....das mit Kartoffel und Nadel kenne ich aus dem Handwerk.....

Die Jungs die auf die Walz gehen bekommen ja ein Ohring, eben als Geselle, und die wurden so gemacht.
Auch weiss ich , das Bergleute das so früher gemacht haben...


Sille


... und die, die was übles angestellt hatten, bekamen den Ohrring rausgerissen. Das waren dann die "Schlitzohren".


So kurz vor der Jugendweihe. Einmal im Monat, Samstag hatte am Steintor inHalle ein Goldschmied, geöffnet und machte Ohrlöcher. Man mußte Greolen mitbringen, diese wurden am Stift angespitzt und dann ab durch das Läppchen. 5 Mark hat es gekostet und weil meine Freundin und ich es uns so sehr gewünscht haben, tat es auch nicht sehr weh. Durch die Greolen konnte man den Ohrring immer gut bewegen dass er nicht fest wächst und die Desinfektion konnte man auch gut anträufeln. Nachi, der Goldschmied hatte 2 so goldene Ringe inneinnander draußen hängen? Kennst Du ihn noch? Und dann wurden natürlich Sicherheitsnadeln und diese bunten Reißzwecken getragen, von hinten mit Radiergummistücken gehalten.

Leider kann ich meine Fehler immer noch nicht korregieren, komme mit der Maus nicht mehr in den Text rein um zu verbessern.

Bearbeitet von winddrachen am 30.08.2008 13:15:14


Hallo!

Na - da hört man ja wahre Horrorgeschichten was das Ohrlochstechen betrifft.
Ich tanze dabei aber auch kein Stück aus der Reihe - war alles bei mir ähnlich.

Ich war auch so ca. 6 oder 7 Jahre alt bei meinen ersten Ohrlöchern.
Und noch bis ins Teenie-Alter habe ich diesen Laden und den doofen Aufdruck am Schaufenster "Ohrlochstechen - kurz und schmerzlos" gehasst.

Als ich dann ein etwas älterer Teenie war und mir ohne Erlaubnis (also nach meiner Volljährigkeit) Piercings machen lassen durfte - fand` ich sämtliche Piercings nicht so schlimm als das Ohrlochstechen.
Dabei schreckte ich nicht vor zwei Zungenpiercings zurück und mehrere Piercings am Ohr - die ich mir allesamt hintereinander am gleichen Tag machen liess.

Dieses "Schiessen" beim Ohrlochstechen ist das schlimme an der Sache - denn es geht dermassen schnell ins Ohr, bzw. ins Gewebe, dass es dort etwas zertrümmern kann und deswegen die stetigen Entzündungen - erklärte mir meine nette Piercing-Tante.
Ich würde heute mit meinen Kindern auch für ganz normale Ohrlöcher immer in ein Piercingstudio gehen. Ich bin nämlich überzeugt, dass auch die Sache mit der Hygiene dort sehr viel mehr beachtet wird.

Gruss - Christine


Zitat (elka @ 29.08.2008 09:50:18)
Ich hab zwar keine Ohrlöcher, aber ich erinnere mich mit Grausen an meine Nebensitzerin (Mathe Gk, Oberstufe) die öfter mal in der Klo-Pause eine Stopfnadel, ein Tempo und ein Fläschchen Alkohol ausgepackt hat. "Und - wer macht's heute?" Ich konnte mich immer drücken, zum Glück. Das Tempo kam gegen das Blut auf die Schulter, die Nadel kurz in den Alkohol und für das neue Loch hat sie eins von ihren bestimmt 20 Ohrlöchern ausgesteckert. Sie hat das auch am Knorpel machen lassen. Einfach so, mit der Stopfnadel. :aengstlich:

So eine hatten wir auch.
Allerdings auf Klassenfahrten, nicht auf´m Klo.
Da war garantiert auch Alkohol im Spiel bei den Opfern, allerdings wohl mehr innerlich als äußerlich.

Meine hab ich mit 13,14,15 ??? beim Juwelier bekommen. Medizinische Stecker, die irgendwie reingeschossen wurden. Der Knall des Gerätes war das unangenehmste. Auf die Zweit - und Drittlöcher auf der Klassenfahrt hab ich dankend verzichtet.

Ja, elka, ich bin ein Junge rofl rofl rofl ! Ein Junge!

Darf ich nicht ein Barbar und trotzdem eitel sein?

Bearbeitet von Lirio am 31.08.2008 18:10:31


Zitat (Lirio @ 31.08.2008 18:08:32)
Ja, elka, ich bin ein Junge rofl rofl rofl ! Ein Junge!

Darf ich nicht ein Barbar und trotzdem eitel sein?

Doooch - darfst Du gern ! ^_^ Wie gesagt, beim Drüberlesen bin ich sozusagen über den Bart gestolpert. aber nur ein paar Sekunden lang. :D

Das Wort hiesse dann "Bartbar" nicht "Barbar" rofl :blumen:

Nein, nicht Bartbar, sondern Bartbär!


O.K. - Bartbär klingt ao net schlecht. ^_^


Hallo

Meine Ohrlöcher ( 1 pro Ohr) wurden zwar mit der Pistole beim Juwelier gemacht, Ich kann mich aber gut an die stechorgien meiner Mitschüler (innen) erinnern.

Die Mächen in unserer Klasse machten sich gegenseitig zusätzliche Ohrlöcher, manchmal konnten sie auch einen Jungen dazu überreden sich ein Ohrring stechen zu lassen.
Die meiten Ohrlöcher wurden im Winter gestochen. Der Ohrschuck wurde abgenommen, mit einem Filzstift wurde ein Punkt markiert wo gestochen werden soll, dann wurde Schnee an Ohrläppchen gehalten bis relativ taub war. Ein gebrauchter medizinischer Ohrring (Erstohrstecker) wurde in Alkohol getränkt und durch das Ohr gedrückt. Komischerweise kam es relativ selten zu eintrigen oder entzündeten Ohrlöchern.
Je nach de wie geübt die Stecherin war kam es zu merh oder weniger Blut und Schmerzen.

Mein jetziger Mann, bekam damals von seiner damaligen Freundin mit einer spitzen stricknadel und einem Radiergummi ein Ohrloch gestochen. Das Ohrloch entzündete sich allerding und das loch ist mittlerweile verheilt -leider. :heul:


Ich kenne 2 Frauen, beide so um 60 rum, die sich damals als Kind vom Juwelier Ohrlöcher stechen liessen. Die Ohrlöcher haben sich entzündet und ein Stück vom Ohrläppchen musste jeweils abgeschnitten werden. Das hat mich abgehalten, mir Löcher stechen zu lassen.


Meine ersten Ohrlöcher bekam ich im Alter von 10 Jahren von meiner Oma gestochen. Damals gab es zwar schon Ohrlochpistolen, allerdings schossen die Juweliere einfach drauf los. Viele Mädchen hatten total schief gestochene Löcher in manchen Fällen eiterten die Ohrlöcher und mussten neu gestochen werden. Meine Oma war Krankenschwester und stach die Ohrlöcher nachdem die Ohrläppchen desinfziert wurden mit einer Venenverweilkanüle, hinter das Öhrläppchen hielt sie ein Stück Apfel. Meine Ohren waren gleichmässig durchstochen und heilten problemlos ab. Jahre später habe ich mir mit einer Ohrlochpistole weitere Löcher machen lassen, sie waren gut gestochen und heilten auch problemlos. Zu meinen ersten Löchern habe ich einen deutlich stärkeren Bezug als zu den weiteren Löchern. Bei Tausch der Ohrringe kommt bei den ersten Löchern immer wieder ein gribbelndes Gefühl auf, was ich bei den weiteren Löchern noch nie spürte. Vielleicht liegt das an der Stechmethode.


Die ersten zwei bekam ich mit fünf vom Hausarzt verpasst. Mit einem Eisspray wurde mir die Ohren betäubt, dann wurden sie, ich glaube mit einer Nadel durchgebohrt. Hab zwar am Anfang nicht,s gespürt, konnte aber am Abend nicht schlafen, hat sehr weh getan, vor allem haben sie geglüht wie Kohle :heul: Die anderen hab ich mir selbst gestochen und zwarhab ich einen Medizinischen Ohrring von eine Kollegin genommen in Schnaps getränkt und mit Feuerzeug heiss gemacht u. hinein damit . Muss noch dazu sagen, hab noch einen Schnaps zum zielen gebraucht! :D Das war nämlich damals cool B) , wenn man sich soviel wie möglich selber gestochen hat! :D Aber beim Doktor hat es mehr weh getan :pfeifen: Rosenelfe



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