Wann Garten sanieren? also... so jahreszeitmäßig


Hallo ihr Lieben :blumengesicht:

ich hab auch ein paar Fragen zum Garten und hab jetzt hin und hergesucht, wo ich reinposten soll. Verzeiht mir, wenn ich ein Doppeltopic aufmache, oder "legt mich zusammen" :P

Erstmal vorab: wir werden Anfang nächsten Jahres umziehen, zur Schwiema ins Haus. Da besteht schon ein Garten, der aber für meinen Geschmack ein bisschen verwildert ist. Nix gegen Naturgarten, aber da ist mir einfach zu wenig Struktur drin, und zuviel Unkraut ;)

Geldmäßig und auch zeitmäßig werden wir dieses Jahr sicher nicht viel am Garten machen, weil wir auch noch das Haus umbauen. Ist es denn sinnvoll, überhaupt erst im Frühjahr mit der "Sanierung" des Gartens anzufangen?

Wann pflanzt man denn am besten- oder ist das bei jeder "Gattung" wieder etwas anders?

Sollte ich jetzt im Herbst schon mal das entfernen,was ich nicht behalten will und sozusagen ein bisschen umgraben? Oder macht man das in einem Aufwasch, wenn die neuen Sachen reinkommen?

Ich weiß ich weiß... :deppenalarm:;)

Ich hab auch schon nach schönen Sachen gesucht, die ich an die Nordwand des Hauses pflanzen kann - momentan ist da eine Clematis, die oben schön blüht, aber vom Boden bis in Höhe von 1,70 m ist sie kahl :unsure:
Da hätt ich gerne was rankendes, was ich gut zurückschneiden kann und was am besten keine Kletterfüßchen hat. Einfach noch ne Clematis, und gut zurückschneiden, damit sie unten grün bleibt? :hmm:

Für den Boden hab ich was Schönes gefunden (wenn ich weitersuche, find ichsicher noch 100000000 schöne Pflanzen...) schaut mal

Aber wann ich den einpflanzen/stecken soll, steht da nicht. Also doch erstmal "Gärtnern für Dummies" lesen?

Danke für sämtliche Tipps!! (IMG:http://wuerziworld.de/Smilies/nt/nt1.gif)

Gruß
Ribbit


Hallo Ribbit :blumen:

Also deine Frage ist nicht so dumm wie du denkst.

Als Frau eines Gärtners kann ich dir was raten.

Überleg dir genau und schreib oder mal es dir auf wie du dir deinen Traumgarten vorstellst. Und fange dann im Frühjahr (März) damit an es umzusetzen.
Entferne vorher das was dich stört (Bäume, Hecken). Fang dann an Beete anzulegen, Stück für Stück, denn ein Garten lebt und wächst Jahr für Jahr.
Überlege welche Standorte du hast (Schatten, Sonne oder Halbschatten) und las dich beraten welche Pflanzen dort am besten wachsen.
Stauden in Töpfen kannst du das ganze Jahr pflanzen, die nur mit Wurzelballen am besten im Herbst (ansonsten kann man nur gießen).
Und deine Clematis ist verkahlt, normal für ältere Pflanzen. Schneide im Herbst die Hälfte der Triebe zurück, so auf 20 bis 30 cm, dann kann die Pflanze im Frühjahr wieder besser durchtreiben. Je nachdem welche Clematisart es ist, blüht sie nur auf einjährigen Trieben. Und pflanze was unter die Clematis, die hätte ihren Kopf gerne in der Sonne und die Füße im Schatten.

Wenn du Zwiebeln legen willst, dann mache es im Herbst, dann können sie im nächsten Frühjahr blühen, aber markiere wo du sie hinlegst, sonst gräbst du sie wieder aus.

Und blätter weiter in dem Katalog von b....r von dort habe ich viele Pflanzen bekommen und zum Teil super Qualität, und wenn was nicht in Ordnung war konnte man einfach reklamieren. Innerhalb der Pflanzzeit hat man dann Ersatz geschickt bekommen, oder man hat eine Gutschrift (Geld zurück) bekommen. Haben teilweise Raritäten die man nicht überall bekommt.

Viel Spaß beim Gärtnern

Bonsai07 :blumengesicht:


Hallo Ribbit,

Bonsai07 hat es schon geschrieben: Lass deinen Garten wachsen.

Du kannst jetz und dann wieder ab Fruehjahr ausmisten und gestalten. Aber du wirst den Garten nicht in einem Jahr so hinbekommen, wie du dir das vorstellst.
Gib dir und dem Garten Zeit.

* Erst einmal grob klar Schiff machen. Dabei aufpassen, dass du nichts vernichtest, was du spaeter gerne behalten haettest!!! Manche Sachen brauchen ewig, bis sie schoen gewachsen sind.
* Dann Stueck fuer Stueck den Garten anlegen. Ruhig bei der Bepflanzung erst einmal Luecken lassen, wenn du nicht gleich weisst, was da hin passt. Spaeter kommt dir bestimmt die Erleuchtung.
* Achte in Zukunft bewusst darauf, was in anderen Gaerten waechst und was du schoen findest. Frage ruhig den Gartenbesitzer nach dem Namen der Pflanze und den Besonderheiten. Gartenbesitzer freuen sich immer ueber Interesse an ihren Pflanzen.

Frohes und erfolgreiches Gaertnern in den naechsten Jahren wuenscht

Hartmut


Dankeschön an Hartmut und Bonsai :blumen:

Jaa, ist schon klar, dass ich nicht auf "einmal" den Garten umkrempeln kann. Das wird dauern... rofl aber das macht ja auch Spaß!!

Ich werd auch bei jedem 2. Pflänzchen die Schwiema fragen "was isn das?" - nicht dass ich es ausgrabe, aufn Kompost schmeiße, und hinterher stellt sich raus - das wär doch ne schöne Blume geworden... :pfeifen:

Also, ich werde nach und nach mit dem Ausmisten beginnen, und dann übern Winter von einem neuen Garten träumen... :wub: und schön planen. Dann kann im Frühjahr die Arbeit losgehn :bodybuilder:

Bonsai - die Clematis kriegt eigentlich an dem Platz eh nur ein bisschen Morgensonne. Wie gesagt, sie blüht oben, aber eben so in 2 /2,5 m Höhe. Und unten ist alles kahl -_- Aber dann überleg ich mir mal, was ich untenhin pflanzen kann. Und versuche mich im Oktober am "Clematis-Schneiden" - oje... :unsure:

Gruß
Ribbit


Wenn ich umgezogen bin - kam leider schon öfter vor - und ein Garten war
vorhanden,habe ich auch erst das Frühjahr abgewartet um den "Allgemeinzustand"
zu beurteilen. ^_^
Denn etwaige Frühjahrsblüher siehst du ja jetzt nicht.Nachher gräbst du noch
die tollen Tulpen und Narzissen usw. aus.
Falls Staudenpflanzen nicht mehr blühwillig sind,z.B. Lilien oder Taglilien,müssen
diese dann im nächsten Herbst geteilt werden.
Manche Gärtner graben im Herbst grobschollig um,damit der Frost die Krumme
aufbricht und die Erde dann feingrümmelig wird.Im Frühjahr wird dann bloß
mit dem "Sauzahn" aufgelockert.Manche machen auch Gründüngung rein,
die im Winter abfriert und untergegraben wird.
Aber deine Hauptarbeit beginnt für diesesmal wohl erst im Frühjahr.


Clochard.... du hast recht, erst im Frühjahr buddeln - aber ich würd so gern schon anfangen :bodybuilder: hihi...

Und die Schwiema weiß auch wirklich von jedem Stengelchen, was es ist und wie es heißt..und wann sie's eingepflanzt hat. :rolleyes: Von daher werden wir auch noch ein paar Umsiedlungen machen müssen.

Ich grab dann aus, was ich nicht behalten will, und sie pflanzt's in ihr "Einliegerwohnungsgärtchen" ein :P

Gründungung... grobschollig - Krumme. Aha *kopfkratz* :D :D
Ich weiß in etwa, was du meinst ... :P

Mit dem "Rasen" werden wir sowas machen müssen, wenn der Umbau vorbei ist. Denn der besteht irgendwie nur noch aus Spitzwegerich. Ich brauch ja keinen Golfrasen, aber so ein paar Hälmchen wären schon nett zwischen dem Spitzwegerich ;)

Ansonsten ist mit großflächigem Umgraben noch nix drin. Außer,die Umsiedlungsaktionen gehen schnell vor sich. Aber wir haben ja noch den Umzug von Schwiema vor uns, da gibt's genug Arbeit :ichversteckmich:

Grüßle :blumen:
Ribbit


Zitat (Ribbit @ 02.09.2008 10:15:33)
Hallo ihr Lieben :blumengesicht:

ich hab auch ein paar Fragen zum Garten und hab jetzt hin und hergesucht, wo ich reinposten soll. Verzeiht mir, wenn ich ein Doppeltopic aufmache, oder "legt mich zusammen" :P

Erstmal vorab: wir werden Anfang nächsten Jahres umziehen, zur Schwiema ins Haus. Da besteht schon ein Garten, der aber für meinen Geschmack ein bisschen verwildert ist. Nix gegen Naturgarten, aber da ist mir einfach zu wenig Struktur drin, und zuviel Unkraut ;)

Geldmäßig und auch zeitmäßig werden wir dieses Jahr sicher nicht viel am Garten machen, weil wir auch noch das Haus umbauen. Ist es denn sinnvoll, überhaupt erst im Frühjahr mit der "Sanierung" des Gartens anzufangen?

Wann pflanzt man denn am besten- oder ist das bei jeder "Gattung" wieder etwas anders?

Sollte ich jetzt im Herbst schon mal das entfernen,was ich nicht behalten will und sozusagen ein bisschen umgraben? Oder macht man das in einem Aufwasch, wenn die neuen Sachen reinkommen?

Ich weiß ich weiß... :deppenalarm:;)

Ich hab auch schon nach schönen Sachen gesucht, die ich an die Nordwand des Hauses pflanzen kann - momentan ist da eine Clematis, die oben schön blüht, aber vom Boden bis in Höhe von 1,70 m ist sie kahl :unsure:
Da hätt ich gerne was rankendes, was ich gut zurückschneiden kann und was am besten keine Kletterfüßchen hat. Einfach noch ne Clematis, und gut zurückschneiden, damit sie unten grün bleibt? :hmm:

Für den Boden hab ich was Schönes gefunden (wenn ich weitersuche, find ichsicher noch 100000000 schöne Pflanzen...) schaut mal

Aber wann ich den einpflanzen/stecken soll, steht da nicht. Also doch erstmal "Gärtnern für Dummies" lesen?

Danke für sämtliche Tipps!! (IMG:http://wuerziworld.de/Smilies/nt/nt1.gif)

Gruß
Ribbit

Auch mein Rat: warte das nächste Frühjahr / Frühsommer ab, so daß Du einen Status bekommst, was eventuell erhaltens- und rettenswert an Gartenbewohnern dort ist. (Rosen, Frühingsblumen, Lilien, Büsche, Stauden). Die markierst Du Dir vorab mit Schildchen / Holzspänen, worauf der Name der Pflanze steht.
Und kümmerst Dich dazwischen nur ums Unkraut.
Eine Grundsanierung würde ich ab darauffolgenden September in Angriff nehmen, an frostfreien Tagen machst Du im zeitigen Frühjahr damit weiter (ab Februar).
So habe ich das bei unserem völlig verwilderten Gartengrundstück vor 5 Jahren gemacht.
Bestehende Beetanlagen gab es bereits, aber nichts war gepflegt, überall Winde und Quecken und Giersch drin... und dazwischen echte Schätzchen wie diese Edenrose, die eindeutig freiabgesenkert war:



Ich habe in den Beeten Zentimeter für Zentimeter gegraben, gewühlt und per Hand alle Unkrautwurzeln ausgelesen... bevor deren Austrieb angesagt war oder eben vor dem Winter.
Und nach und nach vieles umgesetzt, ausgedünnt, Erde verbessert, wo ich's konnte, neue Sachen gekauft/gerettet und gesetzt und so dem Garten nach und nach ein "Gesicht verpaßt". Mit einem Garten ist man nie so ganz fertig, wie mir Blumendieter sicher bestätigt. :D

Solltest Du dort Rosen haben, die vllt. umgesetzt werden müssen, beachte:
Wo einmal eine Rose stand, solltest Du die nächsten 30 Jahre keine Rose wieder hinsetzen. Das so als Wink übern Gartenzaun. Rosenbeete kann man mit Geschick anlegen, am besten vollsonnig und auf Dauer.
Alte und verkahlte Rosen kann man mit Umsetzen / Düngen prima neubeleben und mit einem kräftigen Rückschnitt im Herbst vor der Winterruhe.

Noch ein Rat: der hier ist nicht so zu empfehlen ;) sehr teuer und nicht viel im Sortiment, dazu massenhaft extrem getürkte Bilder und irreführende Bewerbung der "Superschnäppchen". Dazu äußest aggressive Werberei im Briefkasten... :ph34r:
Laß Dir lieber mal hiervon einen Katalog kommen. Relativ gute Preise und großes Sortiment.
Klar sind auch da viele Bilder getürkt, aber man gibt nicht zuviel Geld aus und die Auswahl ist besser. Zudem kann man sich auf das verlassen, was in der Produktbeschreibung steht (zumindest besser als bei anderen).

Mach ich doch glatt, Biene.

Mein Garten gefällt mir so wie er ist - aaaaber hier und da könnte mannnnn.....


Ribbit, einen Tipp habe ich auch für dich.
Ich habe (als ich den garten bekommen habe) erst mal Bilder gemacht.
Denn, so bist du auf der sicheren Seite, wenn du im Frühjahr anfängst.
Nicht das du das wiederum ausgräbst, was du im Herbst haben willst.
So dokumentierst du dir die Standorte, so kannst du auch ein Bild zusammen stellen um keine Fehler zu machen.
Ich dachte da an eine Skizze.
Was du allerdings schon jetzt machen kannst, Unkraut entfernen, so kann es nicht Aussamen und nächstes Jahr hast du dann etwas weniger.

edit: ach so, meinst du diese.
(IMG:http://www.bildercache.de/bild/20080903-134911-252.jpg)

Bearbeitet von gitti2810 am 03.09.2008 13:50:05


Also wir sind heuer im April umgezogen, u. auch der Garten im neuen Haus war vollkommen verwildert! Ich habe im letzten Jahr im alten Haus alles im Herbst abgebrochen d.h.: wollte nicht,s mehr mitnehmen, da mein ehemaliger Vermieter ohne mein zutun gegiftet hat! Auser den Rosen u. Fliedersträuchern. die habe ich verschenkt, alles andere kam weg! Der Rest, wo schon bepflanzt war an Stäuchern wurden zurückgeschnitten, sodass es so Hinterlassen wurde wie wir es angetroffen haben! So mussten wir nur noch einmal Rasenmähen, bevor wir gingen! Beim neuen Haus wurde zuerst der Garten gefrässt u. neu angelegt, konnte mir den ganzen Winter gedanken machen wo u. wie ich alles gestalten wollte. Mitte Mai, bin ein Mondgärtner wurde dann richtig losgelegt, da wir noch Probleme mit den Exvermietern hatten, konnte erst mitte April anfangen zu putzen, dann schneite es auch noch! Aber es blühte u. gedeihte prächtig, eine ware Freude! Haben auch noch eine Kräuterspirale angelegt auch sehr verspätet, etwa Ende Juni auch jetzt wächst es noch prächtig obwohl ich viele Kräuter erst nächstes Jahr hineinpflanzen kann, war schon etwas spät dran! Wie schon gesagt, abbrechen kannst du ja schon, u. die pflanzen, die du mitnehmen willst, würde ich diese in Töpfe geben, so machte ich es mit zwei Rosenstöcke u. haben es prächtig überlebt! Vergiss sie aber nicht dann u. wann zu giessen über den Winter, wenn kein Frost ist! Viel Spass im Winter bei der Gartenplannung u. spreche dich auch noch mit deiner Schwiegermutter ab, denn im Garten hat jeder seine Pylosophie, dann bekommt ihr keinen Krach!

also denn l.g.: Roseneflfe


Bemerkenswerter Lesestoff von Rosenelfe.

Das bringt mich ins Grübeln, denn auch wir haben "nur" ein gemietetes Grundstück mit großem Garten, an dem ich sehr hänge und den wir grundkultivieren mußten.
Was würde ich tun, wenn man mir meine Lebensmitte kündigt...
Nun haben wir keinen "rotten landlord"; aber will man seinen Garten behalten, in den man viel Arbeit, Zeit und Geld investiert hat, genau wie in das zugehörige Haus, muß man mit diesem schon irgendwie klarkommen, sich einig sein auch mit einem schwierigen Besitzer. - Sonst hängt eben auch das Leben all der lieben Blumen"kinder" dran, die unseres Schutzes und unserer Fürsorge bedürfen.

Wenn ich allein unseren Garten in den Urzustand rückversetzen wollte oder müßte, würde ich alle Nachbarn um Giersch- und Queckenableger bitten, wenigwertige Wucherpflanzen, die die loswerden wollen, dankbar abnehmen, dort einpflanzen und alles verkaufen, oder an gute Gartenfreunde weggeben, woran mein Herz hängt. Dazu schmeiße ich dann Steine und Bierflaschen wahllos ins Gelände, werde nichts mehr fegen oder sauberhalten. Damit das auch gründlich was wird, bräuchte ich dazu wenigstens 1/2 Jahr. :ph34r:

Und ehe mich hier jemand hochnimmt von wegen Anleitung zu "Wie zerstöre ich das, was mir heilig ist, um andere richtig zu ärgern" sei bemerkt:

Dazu wäre ich niemals fähig. Man kann sich immer einigen, um das zu erhalten, woran man hängt. :)
Es war und bleibt mir wohl vor dem Herzen, was ich im Jahre '91 in meinem Lehrbetrieb (Gärtnerei) erleben mußte an "Taktik der Verbrannnten Erde": mutwillige und systematische Zersörung allen (Pflanzen)Lebens, weil der Betrieb "abgewickelt" wurde. Selbst vor der großflächigen Ausbringung von Formaldehyd wurde nicht zurückgeschreckt, literweise muß das Zeug dort in den Boden gekommen sein.
Auf jeden Fall wurde mit akribischer Gründlichkeit vorgegangen, die im Grunde das Prädikat Massenmord verdient.
Ausgeführt von Leuten, die mir einst beibrachten, Blumenleben zu schützen und zu schaffen.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 08.09.2008 02:40:46


Ui, da war ich ziemlich destruktiv drauf :unsure: , okay, aber vorheriges Posting gab mir so den Anreiz zum Grübeln.

Allerdings macht auch bei mir der Herbst alles neu... in meinem Fall das Beet neben der Terrasse.
2 völlig überalterte Büsche war/bin ich noch am Reißen: eine völlig verquaste Forsythie (mindestens 30 Jahre alt) habe ich schon mit Erfolg geschafft, der einst direkt danebengesetzte Philadelphus ("Jasmin") fordert mir jedoch das Letzte ab: :wacko: ich komme mir vor wie ein Bergmann, der einen Tagebau per Hand anlegen will.
Der Jasmin ist mindestens ebenso alt und hat die gräßlichsten Wurzeln, die man sich vorstellen kann. :blink: Zähe, federnd und sowohl breit als auch tief.
Einst als Deckstrauch gepflanzt, macht er jetzt keinen Sinn mehr, da unsere Nachbarn viel vernünftiger einen Spangenzaun setzten und der Riesenbusch da nur noch im Wege ist: allen anderen Pflanzen das Wasser wegsaufend, wuchernd wie die Pest und dem Hof die Sonne nehmend, soll er raus.
Verschneidet man ihn, blüht er im anderen Jahr nicht oder kaum und treibt nur neue Schößlinge: verschneidet man ihn nicht, blüht er zwar, aber hängt überall im Weg herum. :ph34r:
An seine Stelle soll lieber ein langsamer wachsender und schattenliebender Rhodi hin, der sich die letzten Jahre im Sonnenbeet gar nicht wohlfühlt (und auch nicht zu agressivem Wurzelwachstum neigt) und die anderen Schattenfreunde werden versetzt und bekommen so mehr Platz, mehr Nachmittagssonne und mehr Feuchtigkeit, die sich im Beet dann auch länger hält. :)

Sollte jemand von Euch beim Neukultivieren also einen alten Jasmin roden wollen... stellt Euch das bloß nicht so harmlos wie ich vor, sondern sagt rechtzeitig einem befreundeten Sprengmeister und seinem Team Bescheid! :yes: :rolleyes:


Hallo Bi(e)ne !
Schade,daß du soweit weg wohnst,sonst wäre ich mal mit Balu vorbei
gekommen,der buddelt alles aus.
Beim Aus - und Umgraben ist er mir immer eine große Hilfe :lol:


Oh ja, komm vorbei: da kann Balu sich allemachen und wir zwei Hübschen trinken währenddessen Kaffee :kaffeeklatsch: :wub: .
Leider habe ich meinen Labby nicht mehr, da hätten sie zu zweit ochsen können: der war nämlich auch ein sehr "gartenbehilflicher" Hund. Gießkanne bringen, Gartenhandschuhe wegschleppen (wo hab ich die überall wiedergefunden :rolleyes: ) und umgraben waren seine Stärken. :lol:

So, jetzt bin ich wieder draußen und es geht weiter mit dem Gehacke, mein Rücken freut sich schon. :ph34r:


:o Formaldehyd in die Beete gegossen??? :whaaaaaat: Wer tut sowas grausames und warum?

Ich bin ja auch voll bei der Gartensanierung, ich habe ja in dem anderen Fred schon Bilder reingestellt. Jetzt habe ich vor en paar Tagen Rasen gesät und der kommt auch schon ganz gut durch.Das war eine Schweinearbeit, das, was da vorher vom Rasen noch übrig war, mit einem Handvertikutierer zu bearbeiten. Leider halten mich hier noch andere Arbeiten im Haus auf Trab, so daß ich es noch nicht zur nächsten Gärtnerei geschafft habe. Dabei ist die hier gleich um die Ecke! :ph34r:

Bearbeitet von Heiabutzi am 10.09.2008 15:04:40


Ich meine, jede Pflanze ist immer und zu jeder Jahreszeit froh und glücklich, wenn sich jemand um sie kümmert.


Zitat (Heiabutzi @ 10.09.2008 15:03:13)
:o Formaldehyd in die Beete gegossen??? :whaaaaaat: Wer tut sowas grausames und warum?


Nicht Beete, Butzi (oder in gewissem Sinne doch... hektarweise große Kulturenbeete unter Folie) in einem Produktionsbetrieb: Gemüse und Zierpflanzen.
Das muß wohl ein Akt der Taktik der Verbrannten Erde gewesen sein, anders kann ich mir das nicht vorstellen: Nach der Wende war der Betrieb so nicht mehr als wirtschafts- und konkurrenzfähig, dreiviertel der gesamten Belegschaft (ca. 250 Mann Gesamtstärke) hatte schon die Kündigung und der Rest mußte das abwickeln, wofür wir alle jahrelang geackert hatten und woran wir auch mit Leib und Seele hingen.
Es mag wohl geheißen haben, Dieben und "Siegern" nix in die Hände fallen zu lassen: Genaues weiß ich darüber nicht.
War ich froh, schon im Mutterschutz zu sein, sonst hätte ich diese Aktion am Ende mitmachen müssen... ob die Leute, die das Zeug spritzen mußten, heute noch leben bzw. gesund sind, weiß ich nicht, der Arbeitsschutz war auch beim Ausbringen von üblen Mitteln immer mehr als mangelhaft, auch, als der Laden noch lief.

Ich hatte einen Weg in die Verwaltung, war deshalb an dem Tag im Betrieb-- nie werde ich diesen schrecklichen Gestank, der vom südöstlichen Gelände herüberzog, vergessen.
Viele Jahre wuchsen nicht mal Pionierunkräuter auf den einstigen Gewächshausflächen und der Abrißunternehmer 3 Jahre später weigerte sich, dort seine Leute einzusetzen.
Heute erinnert nichts mehr an diesen einstigen Betrieb, alles planiert, begradigt, rekultiviert. Unter Hekatomben von dazu herangekarrtem Mutterboden.

Ich würde jetzt aufräumen und warten was im Frühjahr raus kommt :)

Bearbeitet von HannaS am 28.10.2008 15:33:55


Danke für all eure Tipps :blumen:

ich werd mich dieses Jahr drauf beschränken, hier und dort ein paar Tulpenzwiebeln zu setzen.

Das Sanieren werd ich mit Schwiema zusammen machen (damit nichts von evtl. kostbaren Lieblingen auf dem Kompost landet :hihi: ) und momentan ist sie da nervlich nicht in der Lage dazu.

Na, vielleicht kann ich ein paar der schlimmsten "Wucherecken" ein bisschen ausputzen.

Ich freu mich schon soo auf meine Blumenexperimente :jupi:


Oh ja, und dann bitte berichten :blumen:



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