Asbest Analyse - Was nun? Asbest gefunden, was nun?


Hallo liebe Community,
wir haben einen Schuppen im Garten stehen. Mein Vater meinte mit Blick auf das Dach, dass Asbest drin sei. Daraufhin habe ich eine Analyse bei ***einem Labor, ddessen Name nichts zur Sache tut*** gekauft und nun kam das Ergebnis: es ist Chrysotil Asbest enthalten? Ich habe leider hier jetzt keine Ahnung, was man machen kann. Der Service von ***diesem Labor*** hat gesagt, dass es weniger das Problem ist, wenn die Oberfläche nicht beschädigt ist, wies aber darauf hin, dass wenn wir sanieren wollen, dies nicht selbst machen sollten. Habt ihr hier Erfahrungen und Asbest beseitigen lassen oder wie reagiere ich nun auf das Ergebnis?

Bearbeitet von Cambria am 18.07.2014 09:00:47


Genau, wie das Labor gesagt hat: solange Du an dem Schuppen nix tust, ist die Gefahr gering. Wenn Du ihn umbauen oder abreissen willst, lass eine Fachfirma dran. Gefährlich ist der Staub - gerade für Leute, die viel damit arbeiten mussten. Lass Dich nicht abzocken: meines Wissens sind die reinen Entsorgungskosten für kleine Mengen gar nicht so hoch, damit das Zeug nicht in die Landschaft geschmissen wird.

Bearbeitet von chris35 am 18.07.2014 09:12:39


Stimmt, Chris! Wir müssen eine Garage abreissen, die mit Eternit gedeckt ist, da dachte ich auch, dass wir ein Vermögen für die Entsorgung bezahlen müssen. Ist aber gar kein Ding.

Würde die Garage stehenbleiben, würde ich übrigens auch das Dach drauflassen. Beschädigtes asbesthaltiges Material oder überhaupt Asbest in Innenräumen würde ich sofort rausrupfen lassen, aber im Schuppen oder in der Garage...nun ja. Wenn du den Schuppen häufig und länger nutzen willst, Sybillchen, etwa als Gästehaus oder Atelier, dann würde ich drüber nachdenken, aber wenn das nur ein Gerätehaus ist und man dreimal im Jahr an der Werkbank steht, dann würde ich mich durch das Dach nicht stören lassen. Und ich bin echt pingelig :-)


frage doch einfach mal beim Gewerbeaufsichtsamt nach, die sind dir sicherlich behilflich in Asbestfragen


Eternitdächer gibt es fast überall.
Gefahr besteht meist erst bei unsachgemäßer Demontage, Bohren, Fräsen
In Asbestzement ist ein rel. geringer Anteil Asbest enthalten.
Es wurden an anderer Stelle auch Produkte (z.B. Ofendichtungen, Heizkörperdichtungen...) mit über 90% Asbestanteil verbaut.
Die sind dann wirklich gefährlich
Das Gefährliche ist, dass was man nicht sieht, kleinste Staubteilchen die bis ins Blut gelangen können.
Durch ihre Form können sie vom Abwehrsystem nicht unschädlich gemacht werden.

Jeder der in den 60-70gern gelebt hat, hat auch genug Asbest eingeatmet.
Hauptsächlich durch Autos (Bremsbeläge) oder eben im Hausbau.

Von dem Dach geht jetzt eigentlich keine Gefahr aus, solange nichts daran gebrochen, geschleift, gebohrt wird. Auf keinem Fall mit einem Dampfstrahler reinigen.
Einfach so lassen wie es ist oder wenn es zeit wird vom Fachmann demontieren und entsorgen lassen.

Übrigens: auch die alten grauen Blumenkübel sind aus Asbestzement

Bearbeitet von Sparfuchs am 18.07.2014 09:49:14


Hallo,

danke für die Antworten. Man scheint sich keine großen Sorgen machen zu müssen. Wir überlegen den Schuppen zum Hühnerstall zu machen. Der Beschädigungsgrad ist an sich in Ordnung, aber alleine durch das Wetter (Witterung) ist das Material doch nach und nach angegriffen und alt...
Was kostet denn so eine Sanierung. Hier handelt es sich um vielleicht2-3 m² (geschätzt).

Grüße


Ich würde mal sagen, dass du für die Entsorgung eines so kleinen Daches um die 50 Euro bezahlst (ist regional unterschiedlich). Ob du das Ding selbst runterreißend darfst, weiß ich allerdings nicht. Möglicherweise kommen da also noch Arbeitskosten dazu. Wenn ich einen Hühnerstall bauen würde, würde ich das aber auf jeden Fall in Kauf nehmen, die Hühner sollen ja nicht leben wie ein Hund ^_^

Bearbeitet von donnawetta am 18.07.2014 16:08:38


Die Kosten betragen lt. diesem Link von bauen.de ungefähr 6-12€/m²
Also, ich an Deiner Stelle würde es machen lassen. Mit Asbest ist nicht zu spaßen. Und einmal mußt Du es sowieso machen lassen. Wer weiß, ob es dann noch so preiswert ist. :keineahnung:

Sehe grade, @donnawetta war schneller. Ihre Meinung teile ich auch.

Bearbeitet von Rumburak am 18.07.2014 16:15:35


Ach so - wenn du es selbst abmontieren und zum Entsorger bringen darfst, würde ich es auch wagen, am besten mit Arbeitshandschuhen und einer guten Feinstaubmaske (gibt's extra fürs Arbeiten mit Asbest). Und natürlich mit einem Hänger - in den Kofferraum würde ich das Zeug nicht packen. Da die ganze Aktion nicht lange dauert und auch nicht mit dem Zersägen, Zerbrechen oder Schleifen der Platten verbunden sein dürfte, kann da mMn nicht viel passieren.

Bearbeitet von donnawetta am 18.07.2014 16:18:29


.. und einen Ganzkörperschutzanzug; gibst für wenig Geld dort, wo es auch die Masken gibt: Baumarkt. In feste Müllsäcke gepackt und zugeklebt, haben wir von einem alten Gartenhäuschen hier die "Trümmer" dann so abgeben können im Wertstoffhof. Wenn ich mich recht erinnere, hat mein Sohn da nichts dafür bezalhen müssen.
Die benutzten Schutzsachen wurden verpackt mit abgegeben; danach dann ausgiebiges Duschen zur Sicherheit.



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