Backofen reinigen ohne Chemie


Wollte mal wissen, wie Ihr Euren Backofen reinigt. Möchte nicht die chemische Keule schwingen und bin auch mit den gefundenen Ratschlägen nicht so recht zurecht gekommen. (Spüli, Glaskeramikreiniger usw.). Meine Rückwand im Backofen hat viele alte Fettspritzer und auch die Seiten sind etwas mit eingebranntem Fett behaftet. Wie reinige ich die am effektivsten. Wie gesat, habe schon Spüli benutzt. Aber das kann man ja nicht einwirken lassen, da es ja dauernd (der Schaum hält nicht) runterläuft. Bei Salz das gleiche. Hilft auf dem Boden und dem Blech, aber was ist mit den Seiten. Bin über jeden Tipp dankbar.


da

hier auch

hier auch
hier bestimmt

ich denke mal du solltest dich mit der suche mal vertraut machen.
jedoch must du auch alles lesen, denn nicht jeder hatt die gleichen erfahrungen.

Ich fürchte, wenn dein Backofen keine Pyrolysefunktion hat, hilft nur Chemie oder "neu kaufen". Ich hab bei meinem alten Backofen sowie bei Grillrosten am liebsten K2R Gel verwendet, das haftet gut, wird im kalten Ofen verwendet und entfernt den Fettschmutz am einfachsten.


Valentine hat ganz Recht: ohne die chemische Keule kommst Du bei einem Backofen nicht weiter, wenn Du ihn wirklich ganz sauber haben willst. :)

Ich selber verwende
diesen , hier ein Bild davon. Der reinigt wirklich gründlich, rückstandsfrei und das ohne lästigen Gestank: auch ganz alten Fettschmutz und Eingebranntes kriegt der los.
Das Wichtigste ist eine gründliche Einwirkzeit (ich lasse ihn bei harter Verschmutzung länger einziehen als die angegebene halbe Stunde) und daß man hinterher mehr als gründlich mit leichtem Essigwasser ein paarmal ausputzt / nachwischt.
Kein Schrubben und Kratzen mehr und der Herdinnenraum wird nicht angegriffen.

Der Herd ist danach sofort wieder benutzbar: nichts stinkt beim Aufheizen. :)
Und: man bekommt auch Secondhand-Herde damit wieder wirklich sauber.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 16.10.2008 01:46:19


Ich benutze NUR eine chemische ätzende Keule. Ich habe mir im Großmarkt einen Backofen- und Grillreiniger gekauft. Handschuhe anziehen, Backofen von allen Seiten einsprühen und wirken lassen. Selbst den Ventilator habe ich damit eingesprüht. Danach mit viel warmen Wasser abwaschen und der Backofen ist wie neu. Allerdings stinkt es sehr stark und bei Kontakt mit der Haut beginnt diese zu jucken.

Und wenn man das lästige Schrubben hintergehen möchte, bleibt einem wohl nur übrig, den Backofen nach jeder Benutzung auszuwischen.


Ich habe mir angewöhnt, den Backofen nach jeder Benutzung kurz auszuwischen.
Das dauert nur ein paar Sekunden aber der Backofen ist immer sauber.
Zudem verwende ich eine Dauerbackfolie, dann bleiben auch Blech und/oder Rost immer so gut wie sauber.
Ist einfach eine Gewöhnungssache, mir persönlich aber 1000 mal lieber, als das versiffte Ding irgendwann mühselig zu schrubben oder das zwar wirksame, aber sehr übel riechende Backofenspray zu nutzen.

Bearbeitet von Tamora am 17.10.2008 09:46:49


Backofenspray, zumal das, welches in den vorgeheizten Ofen gesprüht werden soll, verwende ich gar nicht mehr. Bei dem Zeug hab ich immer das Gefühl, das "ätzt die halbe Lunge weg"... jedenfalls bekam ich bei der Anwendung jedesmal Atemprobleme. Das kalt anzuwendende Gel haftet meiner Meinung nach erstens besser und zweitens gibt's dadurch keine nennenswerte Geruchsbelästigung. Man kann es auch über Nacht einwirken lassen.

Backofenboden und Grillrost hab ich übrigens mit Alufolie bezogen, die kann man leicht mal auswechseln. Ist mir persönlich wichtig, von wegen Lebensmittelallergie und so... ansonsten verwende ich Backpapier. (Bei der Dauerbackfolie hatte ich immer das Gefühl, sie nicht komplett sauber zu kriegen- was, wenn da noch Allergenreste drauf bappen??)


Habe mir gerade Deinen genannten Reiniger bei ebay bestellt und warte jetzt auf die Lieferung. Ich werde dann berichten, wie er gewirkt hat.
Kann man den auch direkt beim Hersteller bestellen. Habe nämlich unter amway nichts gefunden, dass es einen Oneline shop gibt. Vielleicht ist es dort billiger. Habe jetzt 8,50 Euro mit Porto für eine Flasche (Gel) bezahlt.


Ja, billig ist das nicht, aber man kommt lange damit aus (ich zumindest) und die Wirkung überzeugt, wie ich finde. :)
Bloß niemals die Handschuhe beim Anwenden vergessen: das Gel ätzt auch unempfindliche Haut, die nicht geschützt ist.

Und Valentine: das mit dem Alufolie"beziehen" von Rost und Backblech mache ich auch immer ^_^ , es spart viel zusätzliche Putzerei!
Eben wegen dieser ekelhaft ätzenden Dämpfe bin ich seit 5 Jahren völlig vom Spray weg: Normalerweise überhaupt nicht empfindlich, mußte ich mir dabei eine Art Mund-/Nasenschutz vorbinden :blink: und die Wirkung war außerdem lange nicht so toll.
Trotz x-mal Nachputzen stank der Herd noch ewig danach. :angry:

Auf dieses Gel haben mich unsere kanadischen Freunde damals im Urlaub gebracht: ich bin ihnen heute noch dankbar. :blumen:



Backofenboden mit Alufolie auslegen oder ein Blech direkt auf den Boden stellen,
damit er nicht schmutzig wird?
:huh:

Will euch eine "kurze" Geschichte erzählen. ;)
missmocca und Familie haben ein neues Haus gebaut und eine neue Küche angeschafft.
Überzeugt von Mi.le (Verkauf/Kundenservice vor Ort) gab´s auch den Backofen von besagter Firma.
Noch kein halbes Jahr später (die ersten Weihnachtsplätzchen waren grad im Ofen) bemerkte ich,
dass an manchen Stellen die Emaillierung aufplatzte.
Kundenservice angerufen, Mi.eleMann kam, sah sich alles an und fragte,
ob der Boden mit Folie ausgelegt war oder ob ein fester Gegenstand (Blech) draufgestanden hätte....

missmocca: Hääää? Wieso Folie, wieso Blech???? :hmm:
Mi.leMann: na damit ihr Ofen nicht schmutzig wird!
missmocca: auf so ´ne Idee bin ich noch gar nicht gekommen.... :pfeifen:
Mi.leMann: Das wird sich im Labor zeigen!
missmocca: Wieso Labor??? :ph34r:
Mi.eleMann: der Backofen wird eingeschickt und geprüft
Für die Zeit, bekam ich ein kostenloses Ersatzgerät eingebaut
- konnte also weiterbacken :-)


Nach ca. drei Wochen ein Anruf der Firma Mi.le
- das Ersatzgerät wird abgeholt und ein neuer Backofen eingebaut.
Eindeutig Materialfehler, unter der Emaillierung steckten kleinste Staubpartikel,
die während des Heizens die Emaillierung zum Platzen brachten.

Was ich eigentlich sagen wollte:
Der Mi.eleMann hat mich darauf hingewiesen, niemals! etwas direkt auf den Backofenboden zu stellen
oder zu legen. Durch den direkten Kontakt zur Emaille entsteht ein Hitzestau und dadurch kann dies platzen!


Übrigens, nehme ich so´n Kaltreiniger zum saubermachen, Hersteller weiß ich grad net
und hab auch keine Lust jetzt nachzuschauen
mach ich dann morgen, ok? :blumen:

Wir hatten mal einen ganz tollen Reiniger. Meine Frau hat eingeschmiert und kurz danach bemerkt das ein Loch in der Hose war. Das Zeugs war so ätzend-haben wir kein 2. mal benutzt. Da müsste man wirklich Ganzkörperschutz tragen :lol:


Zitat (Sparfuchs @ 18.10.2008 20:53:16)
Wir hatten mal einen ganz tollen Reiniger. Meine Frau hat eingeschmiert

Kauf' der Ärmsten doch einen Pyrolyse-Ofen... ;)

Zitat (Justme @ 18.10.2008 21:43:59)
Kauf' der Ärmsten doch einen Pyrolyse-Ofen... ;)

Die sind immer noch nicht billig... und ein wirklicher Spar-Fuchs weiß, daß neue Jeans preiswerter sind. :grinsen: Außerdem soll das Gel nicht gekleckst, sondern vorsichtig fein verstrichen werden... :pfeifen: , dann reicht es länger.
Es soll den Dreck ätzen und nicht die Hose (oder man zieht einfach die Gartenjeans zum Herdsaubermachen an).
(Hausfrauenlogik by Biene herself ;) )

missmoccas Geschichte ist wirklich lesenswert! :blumen: Gut, daß Du sie aus zweifellos gegebenem anlaß hier schreibst!
Vom Backofenboden bin ich bei der Alufoliengeschichte gar nicht ausgegangen... sondern eher von Backblech (Fettpfanne) und Rost, die man durchaus mit Alu belegen kann, ehe man - meinetwegen die Springform oder die Bratenpfanne) draufstellt. ;) Der Rost ist meist aus Edelstahl, und dem ist Alufolie völlig schnuppe.
Meinem (schwarz emaillierten Stahl-) Backblech auch.
Da löst sich gar nix (und der Herd ist ein gebrauchter, mindestens 16 Jahre alt, ein Gor..je).
Auf den direkten Herdboden gehört gar nichts drauf: dafür hat man doch den untersten Rosteinschub, wo man Blech oder Rost einschiebt und die (Braten-)Pfanne draufstellt. :unsure:
Das hängt damit zusammen, daß der Herdboden direkt über dem Heizelement liegt und dementsprechend am stärksten erhitzt wird, meine ich.

Komisch, ich wäre nie in meiner ganzen, langen Küchenzeit auf die Idee gekommen, den Ofenboden mit Stanniol auszulegen... :unsure: